DE2916974A1 - Verfahren und vorrichtung zur optoakustischen spektroskopie - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur optoakustischen spektroskopieInfo
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Description
PATENTANWALT DIPL.-ING. . 8000 MÜNCHEN^« 1 R Q 7 Λ
KARL H. WAGNER * OcW0rzm0hl3«/Wse9 ^ ' *·
POSTFACH 246
79-R-3533
United States Department of Energy, Washington, D.C. 20545,
V.St.A.
Die Erfindung bezieht sich auf die optoakustische Spektroskopie, und zwar insbesondere auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur beträchtlichen Erhöhung der Empfindlichkeit und Flexibilität der Laser-optoakustischen-Spektroskopie.
Die Erfindung hat mehrere Anwendungsmöglichkeiten auf dem Gebiet analytischer Instrumente.
Das Prinzip der optoakustischen Spektroskopie ist bereits bekannt und es sei auf die folgenden Patente bzw. Literaturstellen
verwiesen: US-Patent 3 700 890 und US-Patent 3 820 901; L. B. Kreuzer in J. Appl. Phys. £2, 2934 (1971);
C. F. Dewey et al in Appl. Phys. Letters ^3_, 6 33 (1973);
R. D. Kamm in J. Appl.Phys. 4J_, 3550 (1976); E. Max et al
in Opt. Comm. Comm. 1_1_, 422 (1974) und C. K. Patel et al
in Appl. Phys. Letters 3_0, 578 (1977). Diese bekannten Möglichkeiten
sind stark beschränkt, weil einige Substanzen keine Eigenresonanzfrequenz nahe einer verfügbaren Laserfrequenz
besitzen. Es besteht somit ein Bedürfnis, diese erwähnten Begrenzungen der optoakustischen Spektroskopie
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zu überwinden. Ferner sei bereits hier bemerkt, daß der Stand der Technik auf dem Gebiet der optoakustischen Feststellung
niemals die Rolle des Puffergases und seiner möglichen Anwendungen in Betracht gezogen hat.
Die Erfindung überwindet die oben erwähnte Einschränkung bei der laser-optoakustischen Spektroskopie durch Vorsehen eines
Verfahrens und einer Vorrichtung, die optoakustische Signaturen nichtabsorbierender Materialien ergeben, wodurch in signifikanter
Weise die Empfindlichkeit und Flexibilität der optoakustischen
Spektroskopie erhöht wird, was die Möglichkeit einer verminderten Größe vorsieht. Es ist demgemäß nicht mehr
notwendig, die Verwendung der laser-optoakustischen Spektroskopie auf solche Spezies zu beschränken, deren Absorption
an die verfügbare Laserstrahlung angepaßt sein muß. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ergibt die "Dotierung" mit einer
relativ kleinen Menge eines optisch absorbierenden Gases optoakustische Signaturen von nicht absorbierenden Materialien.
Die Empfindlichkeit der Vorrichtung ist ausreichend, um klei-
12
ne Unterschiede im Molekulargewicht für beispielsweise CO9
13
und CO2 zu unterscheiden. .
und CO2 zu unterscheiden. .
Ein Ziel der Erfindung besteht somit darin, die Empfindlichkeit
und Flexibilität bei der laser-optoakustischen Spektroskopie zu erhöhen. Ferner sieht die Erfindung ein Verfahren
sowie eine Vorrichtung zur laser-optoakustischen Spektroskopie vor, welches nicht nur auf diejenigen Spezies beschränkt ist,
deren Absorption der verfügbaren Laserstrahlung entsprechen muß. Weiterhin sieht die Erfindung die signifikante Erhöhung
der Empfindlichkeit und Flexibilität der optoakustischen Spektroskopie vor, und zwar durch "Dotierung" optisch nicht
absorbierender Materialien mit einer relativ kleine Menge eines optisch absorbierenden Gases, was optoakustische Signaturen
der nichtabsorbierenden Materialien ergibt. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine laser-optoakustische
Spektroskopie-Vorrichtung vorzusehen, die eine hinreichen-
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de Empfindlichkeit aufweist/ um kleine Unterschiede bei den Molekulargewichten von Materialien festzustellen.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Ansprüchen sowie aus der Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2a-2c typische, sich aufgrund der Erfindung ergebende akustisch resonante optoakustische Spektren;
Fig. 3 die erste Radial-Betriebsart (Mode) des isoto-
12 13 pisch substituierten Paares CO2 und C02;
Fig. 4 graphisch die erste Radial-Betriebsart von
CO- und N2O.
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes optoakustisches Spektroskopie-Verfahren sowie eine Vorrichtung dieser Art, wobei
die Einschränkung des Standes der Technik eliminiert wird, daß die laser-optoakustische Spektroskopie nur bei solchen
Spezies oder Arten verwendet werden kann, deren Absorption der verfügbaren Laserstrahlung entspricht. Dabei wird die Rolle
von Puffergasen in dem optoakustischen Detektor ausgenutzt, und zwar zur Verwendung als ein analytisches Werkzeug. Die Erfindung
sieht grundsätzlich die "Dotierung" mit einer relativ kleinen Menge eines optisch absorbierenden Gases vor, welches
optoakustische Signaturen von nichtabsorbierenden Materialien ergibt, auf welche Weise die Empfindlichkeit und Flexibilität
der optoakustischen Spektroskopie beträchtlich erhöht wird, während gleichzeitig eine verminderte Größe ermöglicht wird.
Die Erfindung sieht auch die Abhängigkeit eines akustisch resonanten optoakustischen Signals vom Molekulargewicht vor
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und thermodynamische sowie Transport-Eigenschaften eines Puffergases
(definiert als die optisch nicht absorbierende Gaskomponente in optoakustischen Detektoren) in der optoakustischen
Spektroskopie. Es wurde festgestellt, daß die sorgfältige Auswahl der Puffergase in beträchtlicher Weise die Empfindlichkeit
und Flexibilität der optoakustisehen Spektroskopie
erhöhen kann. Es wurde ebenfalls gezeigt, daß solche thermodynamischen Größen wie Yi=C /C ) und Schallgeschwindigkeit
ohne weiteres sowie genau gemessen werden können.
Prinzipiell haben das Molekulargewicht und die thermodynamischen sowie Transport-Eigenschaften eines Puffergases einen
signifikanten Einfluß auf das optoakustische Signal, und die vorliegende Erfindung hat gezeigt, daß der Energietransfer
zwischen den absorbierenden Spezies und dem Puffergas eine wichtige Rolle in der optoakustisehen Feststellung oder Detektierung
bildet. Die Abhängigkeit des optoakustischen Signals
wurde untersucht, um die Erfindung aufgrund der folgenden physikalischen Eigenschaften des Puffergases zu verifizieren:
Molekulargewicht und isotopische Effekte, Wärmekapazität, thermische Leitfähigkeit und Viskosität bezüglich akustischer
Resonanzdetektoren.
Die folgenden Serien von Edelgasen, diatomischen und polyatomischen
Gasen wurden zur Verifizierung der Erfindung untersucht: Ne, Ar, Kr, Xe, N0, CO, N0O, CO0, CO0 und SF,. Das
in den Tests verwendete optisch absorbierende Molekül war CH., dessen ^"Aksorptionsband i-n zweckmäßiger nahe Koinzidenz
mit der 3,39 Mikrometer-Ausgangsgröße der He-Ne-Laser liegt.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung, bestehend aus einer akustisch resonanten zylindrischen Absorptionszelle
10, die eine Kammer oder einen Hohlraum 11 definiert, und zwar angeordnet innerhalb einer akustischen Abschirmung
12 mit Fenstern 13 und 14, angeordnet an den entgegengesetzten Kammerenden, wobei ferner ein Laser 15 einen Lichtstrahl
über einen kontinuierlich veränderbaren mechanischen Zerhacker
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durch ein Fenster 13, Hohlraum 11 und Fenster 14 auf einen
Leistungsmesser 18 liefert, dessen Ausgangsgröße einem Oszilloskop 19 zugeführt wird. Ein Mikrophon 20 ist im Hohlraum
11 der Zelle 10 angeordnet und ist über einen Leiter mit einem Gleichlauf- oder Folge-Einrastverstärker (tracking
lock-in amplifier) 22 verbunden, der seinerseits über Leiter 23 bzw. 24 mit einer Zerhackersteuerung 25 bzw. einer X-Y-AufZeichnungsvorrichtung
26 in Verbindung steht, wobei die Aufzeichnungsvorrichtung 26 über Leiter 27 und 2 8 mit einem
Sägezahngenerator 29 und der Zerhackersteuerung 25 verbunden ist, die ihrerseits durch Leiter 30 am Zerhacker 17 liegt.
Die optoakustische Zelle 10 ist beispielsweise aus einem Messingzylinder von 10,8 cm Länge und Durchmesser aufgebaut,
wobei die Fenster 13 und 14 ebene NaCl-Elemente sind und
die Kammer 11 eine kleine Menge (0,9%) eines Gases, wie beispielsweise
Methan (CH.), enthält, dessen Resonanzfrequenz nahe zu einer speziellen Lichtfrequenz vom Laser 15 liegt,
der ein He-Ne-Laser mit einem 3,39 Mikrometer-Strahl 16 ist. Der Hohlraum oder die Kammer 11 enthält auch ein Puffergas,
wie beispielsweise das oben erwähnte Edelgas, die diatomischen Gase und polyatomischen Gase. Das Mikrophon 20 kann
beispielsweise ein Knowles-Electronics-Modell BT-1759 sein, d.h. ein Miniatur-Electret-Mikrophon (Empfindlichkeit 10 mV/PA)
mit einem eingebauten FET-Vorverstärker, und zwar ist das Mikrophon an der Innenwand der Zelle 10 mittig zwischen den
Zellenenden befestigt. Die Wahl eines Miniaturmikrophons ist besonders vorteilhaft, da es ohne weiteres im Resonanzhohlraum
eingebaut sein kann, ohne in signifikanter Weise das Q der Resonanzen zu verschlechtern. Die mechanische und akustische
Isolierung des Detektors wurde durch Sorgfalt sichergestellt. Der Rauschpegel, der elektrischen Ursprungs ist, er-
1 /2
gab sich zu ungefähr 90 nV/Hz ' mit der oben beschriebenen Vorrichtung. Die Gastemperatur wurde während des gesamten Testvorgangs überwacht.
gab sich zu ungefähr 90 nV/Hz ' mit der oben beschriebenen Vorrichtung. Die Gastemperatur wurde während des gesamten Testvorgangs überwacht.
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Grundsätzlich wird beim Betrieb des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 mit einem Hohlraum 11, der das ausgewählte Puffergas
und Absorptionsgas, beispielsweise CH4, enthält, das Laserlicht 15 durch den mechanischen Zerhacker 17 gepulst, und
die durch die Methanmoleküle absorbierten Energieimpulse werden auf das Puffergas übertragen, was gepulste akustische Wellen
zur Folge hat. Durch Veränderung der Zerhackerrate kann der Hohlraum akustisch für das Puffergas in Resonanz kommen,
was Messungen ermöglicht der Schallgeschwindigkeit im Gas, das Verhältnis aus dessen spezifischer Wärme bei konstantem
Druck zu dem bei konstantem Volumen, dessen Wärmeleitfähigkeit, Viskosität und Molekulargewicht. Die Empfindlichkeit
der Vorrichtung reicht aus, um zwischen kleinen Unterschie-
12 13 den bei den Molekulargewichten, beispielsweise CO^ und CO«,
zu unterscheiden.
Im Falle einer binären Gasmischung sind für eine zylindrische Zelle die akustischen Resonanzfrequenzen gegeben durch:
0)
dabei ist f die Frequenz, bei der die akustischen Moden mnp
(Betriebsarten) auftreten. Die Eigenwerte m, η und ρ beziehen
sich auf die radiale bzw. azimuthale bzw. longitudinale Betriebsart; r ist der Radius und 1 die Länge des Hohlraums,
oCmn ist die mte Null der Ableitung der Bes sei-Funktion dJ
(TToc) /doc und ν ist die Schallgeschwindigkeit in einer Mischung
aus idealen Gasen und ist gegeben durch V = (γ RT/M) wobei R die ideale Gaskonstante ist. Das effektive spezifische
Wärmeverhältnis γ und das durchschnittliche Molekulargewicht M für die Mischung wurde bestimmt aus folgender Gleichung:
x C^ + (1-x) C* . ■ a
'τ-—§ Hf-; CT=xMb + (i-x) Ma,
dabei sind C , C r Ca und Ca die Wärmekapazitäten der Puffer-P
ν ρ . ν
bzw. Absorptions-Gase, M und M deren Molekulargewichte und χ ist die fraktionelle Konzentration des Puffergases.
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Aus Gleichung 1 erkennt man, daß die akustischen Resonanzfrequenzen
partiell bestimmt sind durch die kombinierten Eigenschaften der Puffer- und Absorptionsgase. Da χ » (1-x) im
hier beschriebenen Falle ist, wird das akustische Verhalten der Zelle größtenteils bestimmt durch γ und M des Puffergases.
In den Fig. 2a, 2b und 2c sind typische akustische Anregungsspektren für reines CH4, 0,9% CH4 in N3 bzw. 0,9% CH4 in Xe
gezeigt, wobei die Ergebnisse in Tabelle I zusammengefaßt sind.
| floo(Hz)(c) | ^exp | ^exp xal | S/N | |
| Buffer Gas(b) | 5074 | 554 | 0.56 | 3800 |
| Ne | 3619 | 694 | 0.62 | 6300 |
| Ar | 2495 | 832 | 0.86 | 11000 |
| Kr | 1995 | 903 | 0.95 | 14000 |
| Xe | 3967 | 929 | 0.63 | 4900 |
| CO | 3966 | 1030 | 0.71 | 5700 |
| N2 | 3030 | 250 | 0.16 | 1400 |
| 12CO2 | 2994 | 270 | — | 1700 |
| 13CO2 | 3009 | 673 | 0.43 | 3300 |
| N2O | 1522 | 1220 | 0.99 | 5500 |
| SF6 | ||||
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a. C t κ und-η wurden folgenden Literaturstellen entnommen:
K. Raznjevie "Handbook of Thermodynamic Tables and Charts",
"JANAF Thermodynamic Tables", NBS 3J_, 1971 and Trans. Farad.
Soc. 53, 877 (1957); f,QQ, QQxp, Qexp/Qcal und S/N für CH4,
ohne Puffergas, sind 5033 Hz bzw. 500 bzw. 0,24 bzw. 2800.
b. Spektroskopischer Gütegrad
c. Typische Unsicherheit 1 Hz; die f1o -Werte stimmen mit
besser als 0,8% mit den aus Gleichung 1 berechneten überein.
d. Q gemessen bei halber Leistung; typische Unsicherheit 4.5% Buffer Gas = Puffergas
Die Übereinstimmung zwischen den beobachteten Resonanzfrequenzen und den aus Gleichung 1 berechneten ist ausgezeichnet. Ferner
liegt die experimentell abgeleitete Schaltgeschwindigkeit für die verschiedenen untersuchten Gase auf innerhalb <
0,8% der berechneten Werte. Der Unterschied ist auf Unsicherheiten bei der Temperatur und den Abmessungen der Zelle zurückzuführen.
Wenn das Molekulargewicht des Puffergases erhöht wird, so verschieben sich, wie vorausgesagt, die Resonanzfrequenzen
des Hohlraums zu niedrigeren Werten hin.
In Tabelle I ist das Signal-zu-Rausch-Verhältnis (S/N) und
auch der experimentell und theoretisch abgeleitete Gütefaktor Q für unterschiedliche Puffergase angegeben. Man sieht, daß
Xe in signifikanter Weise die Amplitude des optoakustischen Signals erhöht und das höchste beobachtete S/N-Verhältnis ergibt.
Das größte experimentelle Q wurde für SF, erhalten, wobei CO2 mit dem höchsten Verlust behaftet war.
Es sei bemerkt, daß die Amplitude des optoakustischen Signals eine Funktion von folgendem ist:
1) Der Wärmekapazität der Mischung,
2) der absorbierten Laserleistung,
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3) der Modulationsfrequenz,
4) den Schwxngungsrelaxationszeiten von CH. und
5) Dämpfungseffekten des Puffergases.
Die ersten vier Größen tragen zu der in die Ton- oder Schallwelle gehenden Leistung bei, und der zuletzt genannte Wirkungsmechanismus bestimmt das Q der Resonanzen.
Nimmt man an, daß die Grenzschichtverluste der dominierende Verlustmechanismus sind, so kann ein theoretisches Q aus
folgender Gleichung erhalten werden:
dabei ist die viskose Grenzschichtdicke d = (2η/ρω) ,
V i/o - ■
die thermische Grenzschichtdicke d, = (2</pC ω) ' , η die Visko
sität, κ die thermische Leitfähigkeit,ρ die Dichte der Gasmischung
und 4i die Frequenz.
Obwohl hier nicht vollständig Rechnung gelegt werden soll für die beobachteten Q-Werte, so ist doch das Verhältnis
Q /Q , eine Anzeige der relativen Signifikanz unterschiedlicher Energieverteilungs- oder Verlustmechanismen in dem
optoakustischen Hohlraum. Der Wert 1 für dieses Verhältnis zeigt an, daß die viskosen und thermischen Verluste an der
Zellenwand die einzigen Quellen für den Ton- Oder Schallenergieverlust
sind. Wenn Q /Q -. kleiner 1 ist, so müssen
62CXj Cd.J.
zusätzliche Verlustmechanismen ins Auge gefaßt werden, um diese Diskrepanz zu erläutern. Im Falle diatomischer und polyatomischer
Moleküle sind die Energieverluste infolge der Scherreibung und thermischer Diffusion nur Teil des Schallwellendämpfungsmechanismus.
Zusätzlich muß die irreversible Energieübertragung von der Schallwelle auf die inneren Freiheitsgrade
des Moleküls berücksichtigt werden; infolgedessen würde man erwarten, daß die charakteristischen Relaxationszeiten, welche diese Transfer- ober übertragungsraten bestimmen,
das Q beeinflussen. Es ist klar, daß eine vollständige
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Kenntnis der Massenrelaxationszeiten der Mischungen notwendig ist für das Verständnis der Rolle der molekularen Relaxationszeiten
bei der Bestimmung von Q. Andere normalerweise betrachtete Verlustmechanismen sind beispielsweise die Stokes-Kirchhoff-Verluste,
Reflexion, Bewegung der Mikrophonmembran, wobei man aber zeigen kann, daß dabei ein vernachlässigbarer
Effekt auftritt; die Xe- und SFg-Daten begrenzen den Streubeitrag
auf <5%.
Typische Resonanz-optoakustische-Spektren enthalten drei brauchbare Größen: Die Frequenz, das Q und die Amplitude des
Signals. Eine Darstellung ihrer Brauchbarkeit wird durch die
folgenden beiden Beispiele gegeben.
T) Es ist von Interesse, die Fähigkeit der optoakustischen
Spektroskopie zu untersuchen bei der Massenauflösung von zwei Isotopen der gleichen molekularen Spezies oder Art.
Fig. 3 zeigt die akustischen Signaturen der ersten Radialen -i/r -to 'if.
Betriebsart von C O und C O3. Wie zu erwarten,verschiebt
sich infolge der Massendifferenz die Frequenz der (100)-Mode von 3032 Hz auf einen niedrigeren Wert von 2994 Hz,
was vollständig mit der theoretischen Voraussage der Gleichung 1 übereinstimmt. In diesem Beispiel ist die Zusammensetzung
der Absorptions- bzw. Puffer-Gase 0,9 Volumenprozent bzw. 99,1 Volumenprozent.
2) Zum Nachweis der Empfindlichkeit dieser Möglichkeit im Hinblick auf Unterschiede im γ bei einem nahezu identischen
Molekulargewicht, wurde die (100)-Resonanzfrequenz für N9O
und CO2 bestimmt, wobei deren Molekulargewichte 44,013
bzw. 44,010 sind, und wobei deren Gammas 1,301 bzw. 1,287 sind. Aus Gleichung 1 ergibt sich, daß die erste Radial-Mode für
N2O bzw. 12CO2 bei 3009 bzw. 3030 Hz auftreten sollte. In
Fig. 4 ist das experimentelle Spektrum gezeigt, welches sehr gut mit den vorausgesagten Werten übereinstimmt und welches
eine Differenz von nur 1,8 m/sec in der Schallgeschwindigkeit
der zwei Gase entspricht. Hierbei waren die Volumenprozentsätze der absorbierenden und Puffer-Gase 0,9% bzw. 99,1%.
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Die praktischen Auswirkungen der Ergebnisse sind vielfältig. Als erstes sei auf die Erweiterung der Flexibilität und Sensitivität
der optoakustischen Spektroskopie hingewiesen. Es wurde gezeigt, daß es nicht mehr notwendig ist, die Anwendbarkeit
der laser-optoakustischen Spektroskopie auf Spezies oder Arten zu beschränken, deren Absorption der verfügbaren
Laserstrahlung entspricht.Stattdessen ergibt das "Dotieren" mit einer relativ kleinen Menge eines optisch absorbierenden
Gases optometrische Signaturen von nichtabsorbierenden Materialien.
Es wurde ebenfalls gezeigt, daß für eine feste Hohlraumabmessung das Molekulargewicht des Puffergases als
ein Mittel zur Frequenzverschiebung der akustischen Resonanzen
in irgendeine interessierende Zone dienen kann, und zwar zum Zwecke der Optimierung von S/N;ferner erhöht unabhängig
von der Frequenzabhängigkeit vom Molekulargewicht die Verwendung eines solchen Puffergases, wie beispielsweise Xenon,
die Empfindlichkeit der optoakustischen Detektion. Eine Folge
dieser beiden Ergebnisse besteht darin, daß in einem Falle, wo die optoakustische Resonanzdetektion oder Feststellung
zweckmäßig ist, es nunmehr möglich wird, miniaturisierte Resonanz-optoakustische-Detektoren
aufzubauen, und zwar durch Verwendung eines Puffergases mit entsprechend hohem Molekulargewicht.
Ein solcher kompakter Raumtemperatur-Detektor kann beispielsweise brauchbar sein in der konventionellen
und der Fourier-Infrarot-Spektroskopie und in Gaschromatographie-Infrarotanalysatoren.
Zweitens weisen die Erkenntnisse auf das Potential dieses Verfahrens als umfassendes analytisches Werkzeug hin, und
zwar für die "grobe"-Massenspektrometrie und Isotopanalyse,
für Gasanalyse und zur Überwachung von chemischen Reaktionen über Änderungen der Wärmekapazität und Schallgeschwindigkeit.
Es wurde ferner gezeigt, daß Mengen, wie beispielsweise Gamma und ν , nunmehr ohne weiteres durch optoakustische Spektroskopie
gemessen werden können. In der Tat wird angenommen, daß dies die ersten experimentell abgeleiteten Werte für γ
für ν von CO0 bei 22,5° C sind. Die Werte sind 1,279 bzw.
264,4 m/sec. Es kann auch möglich sein, daß man Virialkoeffi-
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zienten von Gasen durch Messung der Druckabhängigkeit der Schallgeschwindigkeit in Hochdruck-optoakustischen-Zellen
mißt.
Die Erfindung hat somit eine Vielzahl ; on verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten,
wie beispielsweise bei einem Grob-Massenspektrometer,
Gasanalysator, Detektor für konventionelle und Fourier-infrarote (und sichtbare) Spektrometer,
Detektor für gaschromatographische/infrarote Analysatoren,
Detektor für Massenspektrometer/Infrarot-Analysator, miniaturisierte,
akustisch resonante, optoakustische Detektoren und schließlich chemische Reaktionsüberwachungsvorrichtungen.
Es wurde somit gezeigt, daß die vorliegende Erfindung einen beträchtlichen Fortschritt auf dem optoakustischen Spektroskopie-Gebiet
bringt, und zwar durch Vorsehung von Verfahren und Vorrichtungen mit erhöhter Empfindlichkeit, Flexibilität
und verringerter Größe.
Die speziellen beschriebenen Parameter, Materialien und Vorrichtungen
können im Rahmen der durch die Ansprüche gegebenen Lehre abgewandelt werden.
Zusammenfassend kann man sagen, daß es beim erfindungsgemäßen
Verfahren nicht mehr notwendig ist, die'Verwendung der
laser-optoakustischen Spektroskopie auf Arten oder Spezies
zu beschränken, deren Absorption der verfügbaren Laserstrahlung entspricht. Statttdessen ergibt die "Dotierung" mit
einer relativ kleinen Menge eines optisch absorbierenden Gases optoakustische Signaturen der nichtabsorbierenden
Materialien (Gase, Flüssigkeiten, Feststoffe und Aerosole), auf welche Weise in signifikanter Weise die Empfindlichkeit und
Flexibilität der optoakustischen Spektroskopie erhöht wird.
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e e r s e 1
Claims (10)
- PatentansprücheYiJ Optoakustisches Spektroskopie-Verfahren, gekennzeichnet durch Einschließung einer gasförmigen Mischung aus einem optisch nicht absorbierenden Gas, dessen Eigenschaften bestimmt werden sollen,und eines optisch absorbierenden Gases, Hindurchleiten von gepulstem Licht durch die auf diese Weise eingeschlossene Gasmischung derart, daß mindestens ein Teil der Energie des gepulsten Lichtes durch die optisch absorbierende Gaskomponente der Mischung absorbiert wird und weitergeleitet wird an die nichtabsorbierende Gaskomponente der Mischung, was gepulste akustische Wellen zur Folge hat, und Feststellung sowie Messung der auf diese Weise erzeugten akustischen Wellen derart, daß die Schallgeschwindigkeit in der optisch nicht absorbierenden Gaskomponente, das Verhältnis ihrer spezifischen Wärme bei konstantem Druck zu der bei konstantem Volumen, ihre Wärmeleitfähigkeit, Viskosität und das Molekulargewicht bestimmt werden können.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Erzeugung des gepulsten Lichtes durch einen Laser, dessen Ausgangsgröße durch einen Zerhacker mit variabler Rate geleitet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, gekennzeichnet durch den zusätzlichen Schritt des Ausbildens der gasförmigen Mischung, bestehend aus dem optisch absorbierenden Gas aus CH. und dem optisch nicht absorbierenden Gas aus mindestens einem Gas, ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Ne, Ar, Kr, Xe, N2, CO, N2O, 12CO2, ^3CO2 und SFg.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Laserlicht mittels eines He-Ne-Lasers mit einer 3,39 Mikrometer-Ausgangsgröße erzeugt wird.B09845/0872ORIGINAL INSPECTED
- 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, gekennzeichnet durch die Veränderung der Pulsrate des gepulsten Lichts derart, daß der die Gasmischung enthaltende Hohlraum akustisch in Resonanz gerät mit der optisch nicht absorbierenden Gaskomponente der Mischung.
- 6. Optoakustische Spektroskopie-Vorrichtung, gekennzeichnet durch eine Absorptionszelle (10), die darinnen einen Hohlraum (11) definiert, der darinnen eine Mischung aus einem optisch absorbierenden Gas und einem optisch nicht absorbierenden Gas enthält, deren Eigenschaften zu bestimmen sind, und wobei die Zelle mit Fenstern an entgegengesetzten Enden ausgestattet ist und Lichterzeugungsmittel (15) Licht durch die Zelle leiten, und wobei ferner eine veränderbare Rate aufweisende Zerhackermittel (17) zwischen der Zelle und den Lichterzeugungsmitteln zur Erzeugung von Lichtimpulsen angeordnet sind, und wobei schließlich ein Mikrophon (20) betriebsmäßig im Hohlraum der Zelle befestigt ist und einen Ausgang aufweist, der betriebsmäßig mit einem Folge-Einrastverstärker (22) verbunden ist, der seinerseits betriebsmäßig mit einer Zerhackersteuervorrichtung und einer X-Y-Aufzeichnungsvorrichtung in Verbindung steht, welch letztere betriebsmäßig mit einem Sägezahngenerator und der Zerhackersteuervorrichtung verbunden ist, und wobei schließlich die Zerhackersteuervorrichtung betriebsmäßig mit der eine veränderbare Rate aufweisenden Zerhackervorrichtung in Verbindung steht.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Leistungsmesser (18) zum Empfang von durch die Fenster der Zelle laufendem Licht und mit Oszilloskopmitteln (19), angeordnet zum Empfang des Ausgangssignals des Leistungsmessers.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichterzeugungsmittel durch einen 3,39 Mikrometer-He-Ne-Laser gebildet sind, wobei der erwähnte Hohlraum eine Menge einer Gasmischung enthält, die aus CH--Gas und mindestens909845/0872einem Gas zusammengesetzt ist, welches aus der folgenden12Gruppe ausgewählt ist: Ne, Ar, Kr, Xe, N9, CO, N0O, CO0,13 ; Δ ΔC0„ und SF,-.
2. b - 9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichterzeugungsmittel durch einen Laser gebildet sind, wobei der Hohlraum mit einer Mischung aus optisch absorbierendem Gas und einem optisch nicht absorbierenden Gas, dessen Eigenschaften bestimmt werden sollen, ausgestattet ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zylindrisch ausgebildet ist, um in Resonanz zu kommen, wobei die Fenster aus NaCl bestehen.809845/0872
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