[go: up one dir, main page]

DE2915380A1 - Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen - Google Patents

Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen

Info

Publication number
DE2915380A1
DE2915380A1 DE19792915380 DE2915380A DE2915380A1 DE 2915380 A1 DE2915380 A1 DE 2915380A1 DE 19792915380 DE19792915380 DE 19792915380 DE 2915380 A DE2915380 A DE 2915380A DE 2915380 A1 DE2915380 A1 DE 2915380A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpiece
tailstock
torque
over
machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792915380
Other languages
English (en)
Inventor
Willi Hansen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hegenscheidt MFD GmbH and Co KG
Original Assignee
Wilhelm Hegenscheidt GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Hegenscheidt GmbH filed Critical Wilhelm Hegenscheidt GmbH
Priority to DE19792915380 priority Critical patent/DE2915380A1/de
Publication of DE2915380A1 publication Critical patent/DE2915380A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B41/00Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B41/02Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for boring deep holes; Trepanning, e.g. of gun or rifle barrels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q3/00Devices holding, supporting, or positioning work or tools, of a kind normally removable from the machine
    • B23Q3/02Devices holding, supporting, or positioning work or tools, of a kind normally removable from the machine for mounting on a work-table, tool-slide, or analogous part
    • B23Q3/06Work-clamping means
    • B23Q3/066Bench vices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einspannen rohrförmiger Werkstücke auf
  • Tiefbohrmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einspannen rohrförmiger Werkstücke auf Tiefbohrmaschinen für eine nachfolgende spanabhebende oder spanlose oder kombinierte Innenbearbeitung bei stillstehendem Werkstück.
  • Bei Tiefbohrmaschinen ist es üblich, daß zu bearbeitende Werkstück zwischen Platten mit kegelförmigen Einsenkungen aufzunehmen, die eine Zentrier- und Spannfunktion übernehmen. Dies ist bekannt, beispielsweise aus der DE-PS 1 023 944 Abb. 1 Pos. 12. Dies ist auch heute noch üblich, wie beispielsweise ein Prospekt aus neuerer Zeit der Firma Boehringer ~VDF-Spezialtiefbohrmaschine System V 800 BC" in dem Bild #~BTA-Aufbohrkopf11, Prospekt Nr. Boe 172dJ1/9.77, auf der letzten Seite des Prospektes zeigt. Damit eine Einspannung dieser Art ihre Funktion erfüllt, sind hohe axiale Spannkräfte erforderlich. Dies führt dazu, daß die zu bearbeitenden Werkstücke sich im Einspannbereich nach innen verformen. Nach der Bearbeitung und dem nachfolgenden Ausspannen ist daher im Einspannbereich der Werkstückdurchmesser zu groß. Deshalb werden nach dem Stande der Technik die zu bearbeitenden Werkstücke beidseitig um einen entsprechenden Betrag länger ausgeführt, der dann nach der Bohrbearbeitung durch nachfolgende zusätzliche Arbeitsschritte entfernt wird. Hierdurch entstehen unnötige Zeit-, Maschinen-, Personal- und Werkstoffkosten.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Einspannverfahren der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mit welchem es möglich wird rohrförmige Werkstücke so einzuspannen, daß die beschriebenen Endverformungen nicht auftreten, so daß die nachfolgende Bearbeitung sowie Werkstoff eingespart werden können.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Werkstück über seine äußeren Umfangsflächen in radialer Richtung lagefixiert und gegen ein Drehmoment abgestützt wird und über die beiden Stirnflächen axial fixiert wird.
  • Es erfolgt somit nach der Erfindung nicht mehr die radiale und axiale Lagefixierung sowie die Drehmomentenabstützung über die Umfangskante des Übergangs von der Werkstückstirnfläche zur Werkstückumfangsfläche, sondern es wird eine Aufteilung der einzelnen Funktionen vorgenommen.
  • Die axiale Lagefixierung des Werkstückes über die Stirnflächen kann sehr starr ausgeführt sein und erzeugt dennoch keine Kräfte, die den Durchmesser des Werkstückes verändern könnten. Die radiale Lagefixierung über die Umfangsflächen läßt sich sehr einfach realisieren. Die Aufnahme des Drehmomentes über die Umfangsflächen läßt sich ebenfalls mit geringeren Kräften bewirken.
  • Es wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß das Werkstück über seine äußere Umfangsfläche in radialer Richtung lagefixiert wird und über die beiden Stirnflächen axial fixiert und zusätzlich über mindestens eine Stirnfläche gegen ein Drehmoment abgestützt wird. Hierdurch wird es möglich nach dem Einspannen des Werkstückes das auftretende Drehmoment ausschließlich über die Stirnflächen aufzunehmen, ohne das hierbei die bisher bekannten Verformungen des Werkstückes auftreten.
  • Weiterhin wird nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß ein Drehmoment sowohl über die äußere Umfangsfläche als auch über mindestens eine Stirnfläche des Werkstückes abgestützt wird. Hierdurch wird es möglich auftretende Kräfte vorteilhaft zu verteilen.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die radiale Lagefixierung und die Aufnahme des Drehmomentes über zwei oder mehr selbstzentrierende Spannstöcke vorgenommen wird, wobei jeweils der in Vorschubrichtung kurz vor dem Bearbeitungswerkzeug liegende Spannstock für die Dauer der Bearbeitung dieses Spannstockbereiches geöffnet und anschließend wieder geschlossen wird. Bei sehr dünnwandigen Werkstücken wäre es möglich, daß durch die Kräfte zur Aufnahme des Drehmomentes eine Einbeulung der Rohrwand auftritt. Dies würde bei der Bearbeitung zu Durchmesserbereichen mit größerem Durchmesser führen. Wird nun bei der Bearbeitung des gefährdeten Bereiches die jeweilige äußere Kraft entfernt, so tritt auch die Werkstückeinbeulung nicht auf und es kann exakt bearbeitet werden. Damit das auftretende Drehmoment immer in ausreichender Höhe aufgenommen werden kann, muß der jeweilige Spannstock anschließend wieder an das Werkstück angelegt werden. Hierdurch wird also trotz der äußeren Kräfte und der örtlichen Werkstückverformung ein Werkstück einwandfreier Abmessungen hergestellt.
  • Es wird in weiterer Ausgestaltung des vorgenannten Gedankens vorgeschlagen, daß die Summe der Spannkräfte der Spannstöcke um mindestens n-1 größer als die zur Aufnahme des Drehmomentes erforderliche Spannkraft ist, wobei n der Anzahl der verwendeten Spannstöcke entspricht. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, daß auch dann, wenn ein Spannstock geöffnet hat, niemals die notwendige Gegenkraft zum auftretenden Drehmoment unterschritten wird.
  • Es wird weiterhin mit der Erfindung eine Tiefbohrmaschine zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen, mit einem Maschinenuntergestell und auf diesem angeordnet ein in Werkstückachsrichtung verschieblicher Spindelstock zum Antrieb und zur Aufnahme eines ein Bearbeitungswerkzeug tragenden Bohrrohres, einem Kühlmittelzuführapparat und einem Reitstock, wobei der Kühlmittelzuführapparat oder der Reitstock mindestens eine Spannbewegung in Werkstückachsrichtung durchführen können. Die Maschine soll nach der Erfindung so gestaltet sein, daß sie mindetens zwei zwischen Kühlmittelzuführapparat und Reitstock angeordnete, in Richtung der Maschinenmitte bewegliche und selbstzentrierende Spannstöcke aufweist und das der Kühlmittelzuführapparat und der Reitstock an den sich gegenüberliegenden Stirnseiten wenigstens angenähert konzentrisch zur Werkstückachse angeordnete Abstützringe mit geeigneten Durchtrittsöffnungen für Bohrrohr und/oder Kühlmittel aufweist.
  • Nach einer Ausgestaltung dieser Maschine wird vorgeschlagen, daß jeder Spannstock mit einem Strömungsmittelzylinder verbunden ist, mit welchem eine Bewegung der Spannstöcke mindestens entgegengesetzt zu der bei der axialen Fixierung des Werkstückes sich ergebenden Verschieberichtung des Werkstückes zu bewirken ist. Hierdurch wird es möglich, das Werkstück auf einfache Art und Weise nach der Bearbeitung wieder axial bis in die ursprüngliche Einlegelage zu verschieben, so daß das Werkstück wieder ungehindert von in den Endbereichen evtl. überbauenden Maschinenteilen entnommen werden kann.
  • In Fortentwicklung dieses Gedankens wird vorgeschlagen, daß der Strömungsmittelzylinder ein Druckluftzylinder ist.
  • Die Kolbenstange des Druckluftzylinders kann dann, wenn die Zylinderräume vor und hinter dem Kolben mit der Außenluft verbunden sind, besonders leicht verschoben werden.
  • Dies ist für den Einspannvorgang des Werkstückes wichtig.
  • Außerdem wird bei Druckluftzylindern zur Erfüllung dieser Eigenschaft der geringste Steuerungsaufwand nötig.
  • In einer Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens wird vorgeschlagen, daß mindestens einer der Abstützringe an seiner der Stirnseite des Werkstückes zugekehrten Fläche eine an sich bekannte Oberflächenprofilierung aufweist.
  • Hierdurch wird es möglich, die erforderliche Drehmomentabstützung mit geringeren Axialkräften zu erreichen.
  • Es wird weiterhin nach der Erfindung vorgeschlagen, daß die Abstützringe über sphärische Lager im Reitstock und Kühlmittelzuführapparat aufgenommen sind. Hierdurch sind die Abstützringe in der Lage, sich evtl. vorhandenen Planlaufabweichungen des Werkstückes anzupassen.
  • Im folgenden soll nun das Einspannverfahren am Beispiel der zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagenen Maschine anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden.
  • Es zeigen Fig. 1 Tiefbohrmaschine in Vorderansicht Fig. 2 Tiefbohrmaschine nach Fig. 1 in Draufsicht Fig. 3 Teilschnitt durch Kühlmittelzuführapparat bei eingespanntem Werkstück Fig. 4 Spannstock in Seitenansicht Fig. 5 Spannstock in Ansicht A nach Fig. 4 Fig. 6 Schnitt durch ein dünnwandiges Werkstück bei angelegten Aufnahmestücken Fig. 7 Schnitt durch ein dünnwandiges Werkstück bei geöffneten Aufnahmestücken und Bearbeitungswerkzeug im Bereich der Aufnahmestücke Auf einem Maschinenuntergestell 1, welches aus den Teilstücken 1a und 1b besteht und an der Verbindungsstelle 2 zusammengesetzt ist, ist an dem einen Ende des Teilstückes 1a ein Spindelstock 3 verschiebbar auf die Bettführungsbahnen 20 aufgesetzt. Die Verschiebung erfolgt in Richtung des Pfeiles 4 und wird in üblicher Weise von dem Vorschubmotor 5 bewirkt. Von der Spindel des Spindelstockes 3 wird ein Bohrrohr 6 axial unverschieblich und drehfest gehalten und im Ausführungsbeispiel über den Antriebsmotor 7 in Drehung versetzt.
  • Etwa am anderen Ende des Teilstückes la ist ein Kühlmittelzuführapparat auf die Bettführungsbahnen 20 aufgesetzt, welcher in der Lage ist, eine Spann- bzw. Lösebewegung in Richtung des Pfeiles 21 auszuführen. Der Kühlmittelzuführapparat 9 trägt das Bedienungspult 10 und ist mit einer Kühlmittelzuführleitung 11 verbunden. Der Kühlmittelzuführapparat 9 dient gleichzeitig der Führung des Bohrrohres 6.
  • Auf dem Teilstück 1b ist etwa an dem dem Kühlmittelzuführapparat abgewandten Ende auf dem Spanntisch 15 des Teilstücks 1b ein Reitstock 12 angeordnet. Zwischem dem Kühlmittelzuführapparat 9 und dem Reitstock 12 sind auf dem Spanntisch 15 weiterezwei Spannstöcke 25 und 26 angeordnet.
  • Das Einlegen und Einspannen eines Werkstückes 8 wird wie folgt vorgenommen: Zunächst wird der Kühlmittelzuführapparat g um den Betrag des Spannhubes nach links in seine Ausgangslage gefahren. Der Spindelstock 3 wird ebenfalls soweit nach links verfahren, bis das am Ende des Bohrrohres 6 angeordnete, hier nicht näher dargestellte Bearbeitungswerkzeug 50 sich in der üblichen Lage innerhalb des Kühlmittelzuführapparates befindet. Danach wird das jeweils den Spannstöcken 25 bzw. 26 zugeordnete Magnetventil 31 in die Schaltstellung 31b gefahren und damit der Strömungsmittelzylinder 23 von der Druckluftquelle 30 über die Leitung 32 in dem der Kolbenstange 24 abgewandten Zylinderraum mit Druckluft versorgt. Hierdurch fährt die Kolbenstange 24 aus dem Zylinder aus. Die Kolbenstange 24 ist über ein Joch 22 mit dem Längsschlitten 33 derart verbunden, daß die Mittenachse 27 sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Ebene parallel zu den Führungen 35 verläuft. Der Längsschlitten 33 wird somit über die Führungen 35 in der Schlittenaufnahme 34 verschoben. Nachdem dies geschehen ist, oder auch gleichzeitig mit dieser Bewegung, müssen die Spannzangen 36 und 37 und damit die Aufnahmestöcke 38 und 39 auseinandergefahren werden, damit ein Werkstück 8 eingelegt werden kann. Hierzu stehen die Spannzangen 36 und 37 in Wirkverbindung mit einer Gewindespindel 40, welche beidseitig der Vertikalebene 41 eine Gewindesteigung entgegengesetzter Steigungsrichtung aufweist. Die Gewindespindel 40 wird von einem Hydromotor 42, welcher am Längsschlitten 33 in geeigneter Weise befestigt ist, in Drehung versetzt.
  • Je nach Drehrichtung des Hydromotors 42 und damit der Gewindespindel 40 fahren die Spannzangen 36 bzw. 37 entweder zusammen oder auseinander. Stillstand und Drehrichtung des Hydromotors 42 können in bekannter Weise von einem Magnetventil 43 beeinflußt werden, welches über ein ebenfalls bekanntes Hydraulikaggregat 44 mit Druckmittel versorgt wird.
  • Nachdem die so beschriebene Ausgangslage erreicht ist, wird ein Werkstück 8 über hierzu geeignete Einrichtungen zwischen die Aufnahmestücke 38 und 39 der Spannstöcke 25 und 26 in die ungefähre Mittenlage der Maschinenmitte 19 eingebracht. Hiernach werden die Spannzangen 36 und 37 in der bereits beschriebenen Weise durch Drehrichtungsumkehr des Hydromotors 42 zusammengefahren und zentrieren damit über die Form der Aufnahmestücke 38 und 39 das Werkstück 8 auf genaue Übereinstimmung mit der Maschinenmitte 19.
  • Gleichzeitig mit der Zentrierung werden die Aufnahmestücke 38 und 39 über den Hydromotor 42 mit der notwendigen Kraft zur Aufnahme des bei der Bearbeitung auftretenden Drehmomentes angepreßt. Hiernach wird das Magnetventil 31 in die Scnaltstellung 31a gefahren, wodurch der Strömungsmittelzylinder 23 drucklos gemacht wird. Der Längsschlitten 33 kann nun leicht von einer äußeren Kraft verschoben werden. Diese äußere Kraft wird von Kühlmittelzuführapparat 9 aufgebracht, welcher nach rechts verschoben wird und hierbei mit dem Abstützring 45 zur Anlage an einer Stirnfläche des Werkstückes 8 kommt und dieses auf dem weiteren Verschiebeweg mitsamt der Spannstöcke axial verschiebt. Im Reitstock 12 befindet sich ein gleicher Abstützring 45, gegen welchen das Werkstück 8 mit der anderen Stirnfläche zur Anlage kommt. Beide Abstützringe 45 sind über sphärische Lager 46 im Kühlmittelzuführapparat bzw.
  • im Reitstock abgestützt. Die sphärischen Lager 46 und damit die Abstützringe 45 werden von einem Stift 47 gegen Verdrehung gesichert. Sowohl auf der Seite des Kühlmittelzuführapparates als auch auf der Reitstockseite wird das Werkstück 8 über Dichtmanschetten 48 gegen Kühlmittelaustritt abgedichtet. Um überbelastungen der Dichtmanschette 48 zu vermeiden, wird austretendes Lecköl über die Leckölleitung 49 in den Tank abgeleitet.
  • Nachdem das Werkstück 8 nun von den Spannstöcken 25 und 26 über seine äußeren Umfangsflächen in radialer Richtung lagefixiert und gegen ein Drehmoment abgestützt ist und zwischen Kühlmittelzuführapparat 9 und Reitstock 12 über die Stirnflächen in seiner axialen Lage fixiert ist, kann die Bearbeitung beginnen. Im Ausführungsbeispiel soll ein dünnwandiges Werkstück 8 bearbeitet werden, so daß die Aufnahmestücke 38 und 39 wie in Fig. 6 dargestellt, die Werkstückwandung einbeulen. Hierdurch würde es bei einer Bearbeitung in diesem Bereich zu Durchmesserfehlern kommen.
  • Für die Werkstückbearbeitung wird das Bohrrohr 6 und damit das Werkzeug 50 vom Spindelstock 3 in Vorschubrichtung bewegt und über den Antriebsmotor 7 in Drehung versetzt.
  • Kommt das Werkzeug 50 in den Wirkungsbereich der Aufnahmestücke 38, 39 - dies kann beispielsweise über den Verfahrweg des Spindel stockes 3 festgestellt werden - so öffnet durch Betätigung des Hydromotors 42 der betreffende Spannstock, so daß die Aufnahmestücke 38, 39 sich vom Werkstück 8 lösen. Das Drehmoment wird dann von dem anderen Spannstock und/oder ggf. über die Stirnflächen des Werkstückes aufgenommen. Hat das Werkzeug 50 den EinfluBbereich der Aufnahmestücke 38, 39 verlassen, so wird der betreffende Spannstock in der bereits beschriebenen Weise wieder angelegt.
  • In dieser Art wird mit allen Spannstöcken verfahren. Während der Bearbeitung des Werkstückes wird vorteilhafterweise über die Kühimittelzuführleitung 11 Kühlmittel in Richtung des Pfeiles 28 in den Kühlmittelapparat 9 und damit durch das Werkstück 8 gepumpt und einschließlich der bei der Bearbeitung entstehenden Späne über den am Reitstock 12 angebrachten Abflußstutzen 29 abgeführt.
  • Ist das Werkstück fertig bearbeitet, wird der Spindelstock 3 zurückgefahren und auch der Kühlmittelzuführapparat 9 wieder nach links in seine Ausgangslage gefahren. Nachfolgend oder gleichzeitig wird das Magnetventil 31 wieder in die Schaltstellung 31b gefahren, so daß der der Kolbenstange 24 abgewendete Zylinderraum des Strömungsmittelzylinders 23 wieder mit Druckluft versorgt wird, so daß sich der Längsschlitten 33 des jeweiligen Spannstockes in Richtung des Pfeiles 51 bewegt. Hierdurch wird gleichzeitig das noch von den Spannstöcken eingespannte Werkstück 8 axial in seine ursprüngliche Ausgangslage verschoben. Nun werden die Spannstöcke in der bereits beschriebenen Weise gelöst und das Werkstück 8 kann entnommen werden.
  • Um die Lage der Spannstöcke an unterschiedliche Werkstücklängen anpassen zu können, sind diese über die Schlittenaufnahme 34 über in T-Nuten 16 des Spanntisches 15 angeordneten T-Nutensteinen 17 und mit diesen zusammenwirkenden Schrauben 18 auf dem Spanntisch 15 befestigt. Nach Lösen der Schrauben 18 kann die Schlittenaufnahme 34 auf dem Spanntisch 15 verschoben werden. Hierbei wird die Schlittenaufnahme 34 von einer in einer Paßfedernut 14 des Spanntisches 15 gleitenden Paßfeder 13 geführt.
  • In ganz ähnlicher Weise kann auch die Position des Reitstockes 12 zur Anpassung an unterschiedliche Werkstücklängen verändert werden.
  • Liste der verwendeten Bezugszeichen 1 Maschinenuntergestell 1a Teilstück Ib Teilstück 2 Verbindungsstelle 3 Spindelstock 4 Pfeil 5 Vorschubmotor 6 Bohrrohr 7 Antriebsmotor 8 Werkstück 9 Kühlmittelzuführapparat 10 Bedienungspult 11 Kühlmittelzuführleit#ng 12 Reitstock 13 Paßfeder 14 Paßfedernut 15 Spanntisch 16 T-Nuten 17 T-Nutensteine 18 Schrauben 19 Maschinenmitte 20 Bettführungsbahnen 21 Pfeil 22 Joch 23 Strömungsmittelzylinder 24 Kolbenstange 25 Spannstock 26 Spannstock 27 Mitnahme 28 Pfeil 29 Abflußstutzen 30 Druckluftquelle 31 Magnetventil 31a Schaltstellung 31b Schaltstellung 32 Leitung 33 Längsschlitten 34 Schlittenaufnahme 35 Führungen 36 Spannzange 37 Spannzange 38 Aufnahme stück 39 Aufnahmestück 40 Gewindespindel 41 Vertikalebene 42 Hydromotor 43 Magnetventil 44 Hydraulikaggregat 45 Abstützring 46 sphärisches Lager 47 Stift 48 Dichtmanschette 49 Leckölleitung 50 Werkzeug 51 Pfeil L e e r s e i t e

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1) Verfahren zum Einspannen rohrförmiger Werkstücke auf Tiefbohrmaschinen für eine nachfolgende spanabhebende oder spanlose oder kombinierte Innenbearbeitung bei stillstehendem Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (8) über seine äußeren Umfangsflächen in radialer Richtung lagefixiert und gegen ein Drehmoment abgestützt wird und über die beiden Stirnflächen axial fixiert wird.
  2. 2) Verfahren zum Einspannen rohrförmiger Werkstücke auf Tiefbohrmaschinen für eine nachfolgende spanabhebende oder spanlose oder kombinierte Innenbearbeitung bei stillstehendem Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück(8) über seine äußere Umfangs fläche in radialer Richtung lagefixiert wird und über die beiden Stirnflächen axial fixiert und über mindestens eine Stirnfläche gegen ein Drehmoment abgestützt wird.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehmoment sowohl über die äußere Umfangsfläche als auch über mindestens eine Stirnfläche des Werkstückes (8) abgestützt wird.
  4. 4) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Lagefixierung und die Aufnahme des Drehmomentes über zwei oder mehr selbstzentrierende Spannstöcke (25, 26) vorgenomme#n wird, wobei jeweils der in Vorschubrichtung kurz vor dem Bearbeitungswerkzeug liegende Spannstock für die Dauer der Bearbeitung dieses Spannstockbereiches geöffnet und anschließend wieder geschlossen wird.
  5. 5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Summer Spannkräfte der Spannstöcke (25, 26 um mindestens n11 größer als die zur Aufnahme des Drehmomentes erforderliche Spannkraft ist, wobei "n" der Anzahl der verwendeten Spannstöcke (25, 26) entspricht.
  6. 6) Tiefbohrmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Maschinenuntergestell und auf diesem angeordnet ein entlang der Maschinenmitte verschieblicher Spindelstock zum Antrieb und zur Aufnahme eines ein Bearbeitungswerkzeug tragenden Bohrrohres, einem Kühlmittelzuführapparat und einem Reitstock, wobei der Kühlmittelzuführapparat oder der Reitstock mindestens eine Spannbewegung in Werkstückachsrichtung durchführen können, gekennzeichnet durch mindestens zwei zwischen #ühlmittelzuführapparat (9) und Reitstock (12) angeordnete, in Richtung der Maschinenmitte (19) bewegliche und selbstzentrierende Spannstöcke (25, 26) und durch je einen am Kühlmittelzuführapparat (9) und Reitstock (12) an sich gegenüberliegenden Stirnseiten wenigstens angenähert konzentrisch zur Maschinenmitte (19) angeordneten Abstützring (45) mit je einer geeigneten Durchtrittsöffnung für Bohrrohr (6) und/oder Kühlmittel.
  7. 7) Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Spannstock (25, 26) mit einem Strömungsmittelzylinder (23) verbunden ist, mit welchem eine Bewegung der Spannstöcke (25, 26) mindestens entgegengesetzt zu der bei der axialen Fixierung des Werkstückes (8) sich ergebenden Verschieberichtung des Werkstückes (8) zu bewirken ist.
  8. 8) Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsmittelzylinder (23) ein Druckluftzylinder ist
  9. 9) Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Abstützringe (45) an seiner der Stirnseite des Werkstückes (8) zugekehrter Fläche eine an sich bekannte Oberflächenprofilierung aufweist.
  10. 10) Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützringe (45) über sphärische Lager (46) im Reitstock (12) und Kühlmittelzuführapparat (9) aufgenommen sind.
DE19792915380 1979-04-14 1979-04-14 Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen Withdrawn DE2915380A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792915380 DE2915380A1 (de) 1979-04-14 1979-04-14 Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792915380 DE2915380A1 (de) 1979-04-14 1979-04-14 Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2915380A1 true DE2915380A1 (de) 1980-10-16

Family

ID=6068468

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19792915380 Withdrawn DE2915380A1 (de) 1979-04-14 1979-04-14 Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2915380A1 (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3216683A1 (de) * 1982-05-04 1983-11-10 Oerlikon-Boehringer GmbH, 7320 Göppingen Vorrichtung zum automatischen dehnungsausgleich beim spannen eines werkstuecks
DE19509874A1 (de) * 1994-03-24 1995-09-28 Siemens Rolm Comm Inc Vorrichtung und Verfahren zum Weiterleiten einer Rufinformation an einem Pager oder an ein Zweittelefon
US5957638A (en) * 1996-02-04 1999-09-28 Winkler; Siegbert Apparatus for machining of bar material, profiles and the like
EP1555084A1 (de) * 2004-01-13 2005-07-20 Mubea Systems, Société Anonyme Werkzeugmaschine mit längsverfahrbaren Spannvorrichtungen mit eigenem Antrieb
CN103737385A (zh) * 2013-12-12 2014-04-23 芜湖市天雄新材料科技有限公司 蜗杆自锁防松式快速装夹夹具
CN104325168A (zh) * 2014-09-05 2015-02-04 中国水利水电第十二工程局有限公司 一种转铰水封座镗孔装置及利用该装置镗孔的方法

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023944B (de) * 1956-06-22 1958-02-06 Heller Geb Tieflochbohrmaschine mit Bohroelzufuehrungsapparat
DE7818226U1 (de) * 1978-06-19 1979-11-22 Hoesch Maschinenfabrik Deutschland Ag, 4600 Dortmund Tiefbohrmaschine fuer die innenbearbeitung umlaufender, grosser werkstuecke

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023944B (de) * 1956-06-22 1958-02-06 Heller Geb Tieflochbohrmaschine mit Bohroelzufuehrungsapparat
DE7818226U1 (de) * 1978-06-19 1979-11-22 Hoesch Maschinenfabrik Deutschland Ag, 4600 Dortmund Tiefbohrmaschine fuer die innenbearbeitung umlaufender, grosser werkstuecke

Non-Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Prospekt: VDF-Sezialtiefbohrmaschine System V 800 BG *
Z.: technica Nr. 13 v. 07.06.1963, Bild 21 C, S. 953-958 *
Z.: Werkstatt u. Betrieb, 109(1976)3, Bild 10, S. 153-162 *

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3216683A1 (de) * 1982-05-04 1983-11-10 Oerlikon-Boehringer GmbH, 7320 Göppingen Vorrichtung zum automatischen dehnungsausgleich beim spannen eines werkstuecks
DE19509874A1 (de) * 1994-03-24 1995-09-28 Siemens Rolm Comm Inc Vorrichtung und Verfahren zum Weiterleiten einer Rufinformation an einem Pager oder an ein Zweittelefon
US5957638A (en) * 1996-02-04 1999-09-28 Winkler; Siegbert Apparatus for machining of bar material, profiles and the like
EP1555084A1 (de) * 2004-01-13 2005-07-20 Mubea Systems, Société Anonyme Werkzeugmaschine mit längsverfahrbaren Spannvorrichtungen mit eigenem Antrieb
CN103737385A (zh) * 2013-12-12 2014-04-23 芜湖市天雄新材料科技有限公司 蜗杆自锁防松式快速装夹夹具
CN104325168A (zh) * 2014-09-05 2015-02-04 中国水利水电第十二工程局有限公司 一种转铰水封座镗孔装置及利用该装置镗孔的方法
CN104325168B (zh) * 2014-09-05 2017-05-17 中国水利水电第十二工程局有限公司 一种利用转铰水封座镗孔装置进行转铰水封座镗孔的方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1477578B2 (de) Numerisch gesteuerte werkzeugmaschine
DE2633432C3 (de) Vorrichtung zum zentrischen Spannen von ringförmigen Werkstücken für die Innenbearbeitung
CH698920B1 (de) Werkstückspindelstock.
EP1884303B1 (de) Verfahren zum Zentrieren von Werkstücken sowie Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens
DE2935766C2 (de) Tiefbohrmaschine
CH662964A5 (de) Verfahren zur bearbeitung eines werkstuecks in einer drehmaschine zwischen spitzen sowie spannvorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens.
DE4123859C2 (de) Verfahren zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken mit rotationssymmetrischen Flächen, vorzugsweise von Kurbelwellen, und Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens
DE2915380A1 (de) Verfahren zum einspannen rohrfoermiger werkstuecke auf tiefbohrmaschinen
DE3316283C2 (de) Tiefbohrmaschine
DE1098325B (de) Mehrspindeldrehautomat
DE3400082C2 (de)
EP2435203B1 (de) Werkzeugmaschine
DE949702C (de) Umlaufender Messerkopf
DE69120414T2 (de) Stangenführungsautomat für Drehautomat
DE3411352A1 (de) Raeumwerkzeug fuer drehmaschinen
DE1527172A1 (de) Einrichtung zum Vorzentrieren zylindrischer Werkstuecke auf einer Gewindeschneidmaschine
DE580175C (de) Vorrichtung zum Festklemmen der schaltbaren Werkzeug- oder Werkstuecktrommel bei mehrspindligen, selbsttaetigen Drehbaenken
DE2737224C2 (de) Spannfutter
DE3223748A1 (de) Spannvorrichtung
DE3314758A1 (de) Einrichtung zur drehbearbeitung von langgestreckten zylinderfoermigen oder leicht konischen werkstuecken
DE3105684A1 (de) Vorrichtung zum zentrieren von werkstuecken
DE3636421A1 (de) Automatische schnellspanneinrichtung fuer werkzeuge in bohr- und fraesspindeln
EP1218124B1 (de) Vorrichtung zum umformen von länglichen elementen
DE3424630A1 (de) Werkzeugvorschubeinrichtung zum bearbeiten von zylindrischen bohrungen
DE2107791A1 (de) Verfahren und Gerat fur das Be arbeiten von Rohren

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
8136 Disposal/non-payment of the fee for publication/grant