DE2915197A1 - Drehmomentuebertragende vorrichtung zum einsetzen in eine bohrung eines werkstueckes - Google Patents
Drehmomentuebertragende vorrichtung zum einsetzen in eine bohrung eines werkstueckesInfo
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Description
3·
Die Erfindung betrifft eine drehmomentübertragende Vorrichtung zum Einsetzen in eine Bohrung eines Werkstücks, insbesondere
ein Bolzenziehgerät, mit einem Schaft, in dem längs verlaufende parallele Nuten vorgesehen sind, die jeweils ein am Werkstück
angreifendes, eine Schneidkante aufweisendes Messer halten, und mit Einrichtungen zur Bewegung der Messer aus dem
Schaft heraus.
Vorrichtungen dieser Art dienen vor allem dazu, Stopfen, Bolzen, abgebrochene Wellenstücke oder andere eingeschraubte Teile
z. B. aus Maschinenblöcken, Bremstrommeln usw. zu entfernen.
Aus der CA-PS 957.489 ist bereits eine drehmomentübertragende Vorrichtung bekannt, die einen Schaft mit längs verlaufenden
Nuten aufweist, von denen jede ein an einem Werkstück zum Angriff kommendes Messer enthält, und die ferner Mittel zur Verlagerung
der Messer, bezogen auf den Schaft radial nach außen, aufweist, wobei jedes dieser Messer eine Schneidkante hat, um in ein
Werkstück einzudringen, so daß durch Drehen des Schaftes ein Drehmoment auf das Werkstück übertragen werden kann.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist es möglich, die radial nach außen hin auf das Werkstück einwirkenden Kräfte wesentlich
zu reduzieren gegenüber zuvor bekannten Vorrichtungen, da die Schneidkanten der Messer ein Eingreifen der Vorrichtung in
das Werkstück erleichtern.
Bei der in der genannten Patentschrift beschriebenen Vorrichtung werden die Blätter dadurch in ihren Nuten gehalten, daß
auf dem Schaft längs jeder Nut mehrere kleine Zapfen vorgesehen sind, die ein Herausfallen der Blätter aus den Nuten verhindern.
Diese Zapfen können bei Gebrauch der Vorrichtung aber leicht beschädigt werden oder abbrechen, so z. B. wenn die Messer
kräftig gegen die Zapfen gedrückt werden, wenn die Vorrichtung
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sich nicht in einem Werkstück befindet. Darüber hinaus sind diese Zapfen schwierig herzustellen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszubilden,
daß die Messer sicher in dem Schaft gehalten werden, aber auch ohne Zerstörung der Vorrichtung in einfacher Weise daraus
entnommen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der
eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß die Nuten jeweils eine in Richtung auf den Außenumfang sowie auf ein erstes Ende
des Schaftes geneigte Bodenfläche haben; daß jedes Messer an seinem von dem ersten Ende des Schaftes entfernt angeordneten
Ende einen radial nach außen vorstehenden Ansatz hat; daß ein längs dem Schaft bewegbarer ringförmiger Messerhalter vorgesehen
ist, der sich um den Schaft und um die Messer herum erstreckt und die Ansätze aufnimmt und am Schaft hält; und daß mit dem
Schaft eine Mutter zur Verschiebung der Messer relativ zu dem Schaft in Gewindeeingriff steht.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, daß der ringförmige· Messerhalter zur Aufnahme
der Ansätze mindestens eine Aussparung in seiner inneren Umfangsfläche
zwischen seinen beiden axialen Enden aufweist.
Die Montage sowie die Demontage der Vorrichtung werden dadurch vereinfacjit. daß gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung
der ringförmige Messerhalter aus zwei lösbar verbundenen Halterhälften gebildet ist.
Im folgenden Teil der Beschreibung wird eine AusfUhrungsform
des Erfindungsgegenstands anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer AusfUhrungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
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Fig. 2 eine Schnittansicht durch die Vorrichtung nach Fig. 1 gemäß der Linie H-II9
Fig.. 3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 gemäß der Linie IH-III,
Fig. 4 eine Schnittansicht der Vorrichtung gemäß der Linie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Schaft der Vorrichtung
nach Fig. 1 gemäß der Linie V-V,
Fig. 6 eine Seitenansicht auf eines der Messer der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht des Messers nach
Fig. 6 und
Fig. 8 einen Längsschnitt durch den Schaft nach der Linie VII-VII in Fig. 1
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung wird als Bolzenziehvorrichtung bezeichnet. Sie hat einen Schaft 10,
der an seinem einen Ende einen Kopf 11 aufweist. Der Kopf 11 hat eine zylindrische Fläche 12, die von zwei ebenen Flächen
14 (vergl. auch Fig. 8) unterbrochen ist, die es ermöglichen, den Kopf 11 mit einem Schlüssel zu fassen.
Der Schaft 10 ist auf seinem größeren Längenabschnitt mit einem Gewinde 15 versehen, auf welches zwei Muttern 16 und 17 aufgeschraubt
sind. Das Gewinde 15 ist durch drei Nuten 19 unterbrochen, die in gleichen Winkelabständen um den Umfang des
Schaftes 10 herum verteilt angeordnet sind und parallel zur Längsachse des Schaftes 10 verlaufen.
Jede Nut 19 nimmt ein mit einem Werkstück in Eingriff kommendes Messer 20 auf, das in seiner Nut 19 in Längsrichtung hin- und
hergleitend angeordnet ist.
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Eines der Messer 20 ist in den Figuren 6 und 7 dargestellt, woraus sichtbar wird, daß dieses Messer an einem Ende abgebogen
ist, um einen Ansatz 22 zu bilden. Wie die Figuren 5 und weiter zeigen, hat das Messer 20 einen trapezförmigen Querschnitt,
der sich genau in die Nut 19 einpaßt, und eine Schneidkante 23.
Die Messer 20 werden durch einen ringförmig ausgebildeten
Messerhalter 25 in ihrer Nut 19 gehalten. Dieser Messerhalter 25 umfaßt zwei ringförmige Halterhälften 26, 27.
Aus Fig. 2 wird deutlich, daß die ringförmige Halterhälfte an der Seite, die der ringförmigen Halterhälfte 27 zugewandt
ist, mit einer ringförmigen Aussparung 29 versehen ist, die sich von dem inneren Umfang der ringförmigen Halterhälfte 26
radial nach außen bis zu einem ringförmigen Rand 30 erstreckt.
Die ringförmige Halterhälfte 27 ist, wie Fig. 4 zeigt, mit einer entsprechenden ringförmigen Aussparung 29a und einem
ringförmigen Rand 30a an derjenigen Seite versehen, die der ringförmigen Halterhälfte 26 zugewandt ist.
Drei in gleichem Winkel abstand voneinander angeordnete Öffnungen
oder Bohrungen 31 sind in der ringförmigen Halterhälfte 26 in Ausfluchtung mit drei entsprechenden, in gleichen
Winkelabständen angeordneten, aber nicht mit Gewinde versehenen
öffnungen 31a in der Halterhälfte 27 vorgesehen. Drei Schrauben
32 sind in die öffnungen 31a in Fig. 1 von der rechten Seite des Messerhaiuers 25 uus eingesetzt und in die öffnungen 31
eingeschraubt, um die beiden Halterhälften 26 und 27 in einer
leicht lösbaren Weise miteinander zu verbinden.
Die Ansätze 22 der an einem Werkstück angreifenden Messer 20 erstrecken sich radial nach außen in bezug auf den Schaft 10
in einen Ringraum, der in dem Messerhalter 25 durch die Aus-
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sparungen 29 und 29a gebildet ist, so" daß die Messer 20 durch
den Messerhalter 25 in bezug auf den Schaft 10 festgelegt sind.
Die Messer 20 bestehen aus hochbiegefestern Metall oder einer
Metallegierung, z. B. getempertem Stahl, um verschleißfest zu sein. Wenn jedoch diese Messer 20 verschlissen oder aus
irgendeinem Grunde zerstört sind, dann sind sie ohne weiteres
zu ersetzen, indem die Schrauben 32 gelöst werden, um die Halterhälften 26 und 27 voneinander zu lösen, so daß die
Halterhälfte 26 längs des Schaftes 10 in Fig. 1 nach links verschoben und von diesem abgenommen werden kann, um die Messer
20 auszutauschen. Danach wird die Halterhälfte 26 wieder eingesetzt und erneut in bezug auf die Halterhälfte 27 befestigt.
Bei Benutzung der Vorrichtung wird diese zunächst in eine Bohrung eines Werkstückes eingesetzt, auf das ein Moment ausgeübt
werden soll. Wenn dies erforderlich ist, kann sie durch Hammerschläge auf den Kopf 11 in die Bohrung eingebracht werden
Bei gelöster Mutter 17 wird dann die Mutter 16 um die Achse des Schaftes 10 herum gedreht, um auf diese Weise den ring-·
förmigen Messerhalter 25 und damit die drei Messer 20 in Längsrichtung
des Schaftes 10 in Richtung auf das dem Kopf 11 gegenüberliegende
Ende des Schaftes 10 zu verschieben.
Da jede der Nuten 19 eine Bodenfläche 34 aufweist, die, wie in Fig. 8 dargestellt, in Richtung auf den Umfang des Schaftes
10 und in Richtung auf das von dem Kopf 11 entfernt liegende Ende geneigt verläuft, bewirkt die axiale Verlagerung der
Messer 20 in Richtung auf dieses Ende des Schaftes 10 durch eine Keilwirkung des Bodens 34 der Nuten 19, daß die Messer In
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bezug auf den Schaft 10 radial nach außen verlagert werden. Dadurch greifen die Schneidkanten 23 der Messer 20 in die
Wand der Bohrung des Werkstückes ein.
Die Mutter 17 kann dann gegen die Mutter 16 angezogen werden. Mittels eines Schlüssels kann nun die Vorrichtung gedreht wer
den, um ein Drehmoment auf das Werkstück auszuüben.
Wenn der Schaft 10 im Werkstück brechen sollte, dann werden die Messer 20 weiterhin durch die Halterhälften 26 und 27
gehalten und können herausgenommen werden, indem der Schaft 10 weiter in das Werkstück eingeschlagen wird, um die Messer
zu lösen. Die Halterhälften 26 und 27 halten demnach nicht nur die Messer sicher in bezug auf den Schaft 10, wenn die
Vorrichtung nicht benutzt wird, sondern sie halten die Messer
beim Herausziehen der Vorrichtung aus dem Werkstück von einem weiteren Eindringen in das Werkstück ab.
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Claims (4)
1., Drehmomentübertragende Vorrichtung zum Einsetzen in eine
Bohrung eines Werkstückes, zum Beispiel Bolzenziehgerät, mit einem Schaft, in dem längs verlaufende parallele Nuten
vorgesehen sind, die jeweils ein am Werkstück angreifendes, eine Schneidkante aufweisendes Messer halten, und mit Einrichtungen
zur Bewegung der Messer aus dem Schaft heraus, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nuten (19) jeweils eine in Richtung auf den Außenumfang sowie auf ein erstes Ende des Schaftes (10) geneigte Bodenfläche
(34) haben; daß jedes Messer (20) an seinem von dem ersten Ende des Schaftes (10) entfernt angeordneten Ende'
einen radial nach außen vorstehenden Ansatz (22) hat; daß ein längs dem Schaft (10) bewegbarer ringförmiger Messerhalter
(25) vorgesehen ist, der sich um den Schaft (10) und um die Messer (20) herum erstreckt und die Ansätze (22)
aufnimmt und am Schaft (10) hält; und daß mit dem Schaft (10) eine Mutter (16) zur Verschiebung der Messer (20) relativ
zu dem Schaft (10) in Gewindeeingriff steht.
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2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der ringförmige Messerhalter (25) zur Aufnahme der Ansätze (22) mindestens eine Aussparung (29) in seiner inneren
Umfangsf1äche zwischen seinen beiden axialen Enden aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der ringförmige Messerhalter (25) aus zwei lösbar verbundenen Halterhälften (26, 27) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende des Schaftes (10) als
Kopf (11) mit zwei ebenen Flächen (12) zum Ansetzen eines Schlüssels versehen ist.
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