DE2914792C2 - Verfahren zur Bestimmung des Verbrennungszustandes in einem Ofen sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung des Verbrennungszustandes in einem Ofen sowie Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 4.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind bekann· durch das DE-GM 17 86 113. Bei dieser
bekannten Vorrichtung wird mittels eines Mikrophons das während der Verbrennung in einem Ofen entstehende
Geräusch gemessen. Als Maß für die Qualität des Verbrennungsvorgangs dient die durch ein Filter ausgesonderte
Schallintensität einer bestimmten Schallquelle wie der Verbrennungsluft, des Zerstäubungsmittels, des
zerstäubten Brennstoffs und der brennenden Flamme. Dabei ist der Ausgangsgedankc, daß bei falscher Verbrennung
der Schallpegel einer oder mehrerer dieser Schallquellen niedriger ist, als er bei richtiger Verbrennung sein
soll. Diese Grobaussage über den Verbrennungszustand ermöglicht zwar eine Ein-Aus-Slcuerung beispielsweise
im Sinne einer Notabschaltung, erlaubt jedoch keine genaue Regelung der Verbrennung im Hinblick auf
optimale Verbrennungslcistung und minimale Schadsloffabgabe, wie sie heute durch verschärfte Umwellschiitzbestimmungen
und unter dem Gesichtspunkt des sparsamen Umgangs mit Priniärcnergicirägern unerläßlich ist.
Beispielsweise wurde festgestellt, daß auch bei Verbrennungszuständcn mit geringer Energicaiisnui/.iing ein so
hohes Geräusch entsteht, daß aufgrund der Schallintensilätsmessung der Vcrbrennungszusiand als »richtig«
beurteilt werden würde.
Ferner ist durch die GB-PS 14 95 015 ein Verfahren zur Bestimmung des Verbrennungszustandes in einem
Ofen bekannt, bei dem dadurch eine Aussage über den Verbrennungszuctand gewonnen wird, daß der Durchfluß
der eingeleiteten Luft oder des eingeleiteten Brennstoffs mit niedriger Frequenz moduliert wird, daß die dadurch
verursachten Druckschwankungen im Ofen gemessen werden und daß die Phasenverschiebung zwischen diesem
Meßsignal und einem Vergleichssignal gemessen und als Maß zur Bestimmung des Verbrennungszustandes
benutzt wird. Dieses Maß soll es ermöglichem, eine optimale Verbrennung im Sinne einer stöchiometnschen
Verbrennung einzustellen. Dieses bekannte Verfahren setzt somit voraus, daß der Durchfluß einer der Reekie tionspartner im Ofen zu Zwecken der Messung moduliert wird. Insofern ist dieses bekannte Verfahren nicht zur
Ii so stetigen Erfassung des Verbrennungszustandes geeignet. Darüber hinaus ermöglicht es allenfalls die Aussage,
daß stöchiometrische Verbrennung erreicht ist oder daß dies nicht der Fall ist, nicht jedoch genauere qualitative
Aussagen über den Verbrennungsvorgang.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1
derart zu führen, daß es zur genaueren qualitativen Bestimmung des Verbrennungszustandes geeignet ist.
Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchrührung des zu schaffenden
Verfahrens zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale gemäß Patentanspruch 1 bzw. Patentanspruch 4
clÖSt.
Der Vcrbrcnnungszustand im Inneren eines Ofens ändert sich in Abhängigkeit von verschiedenen
V bo Ben, beispielsweise der Form der Brennerdüse, der Stellung der Brennerdüse, dem ÜbcrschulJluflverhälinis usw. , Es ist nun gefunden worden, daß zwischen bestimmten Verbrennungszusländen unabhängig von der Art der
V bo Ben, beispielsweise der Form der Brennerdüse, der Stellung der Brennerdüse, dem ÜbcrschulJluflverhälinis usw. , Es ist nun gefunden worden, daß zwischen bestimmten Verbrennungszusländen unabhängig von der Art der
!' veränderlichen Einflußgrößen und den beim jeweiligen Vcrbrennungszusiand auftretenden Druckschwankungen
im Bereich niedriger Frequenzen ein Zusammenhang besteht, der es ermöglicht, ;ius der Verteilung der
Frequenzen der Druckschwankungen auf drei Frequenzbänder auf den Verbrennungszustand zu schließen. Es
kann nämlich der langsamen, der normalen und der schnellen Verbrennung das Auftreten von Druckschwankungen
in einem der drei Frequenzbänder zugeordnet werden. Damit ist es möglich, quantitativ die verschiedenen
' Verbrennungszustände in einem Ofen, wie beispielsweise die schnelle oder langsame Verbrennung, die Verbrennung
mit einer langen oder kurzen Flamme oder die Verbrennung bei niedrigem NO,-Gehalt durch einen
objektivierbaren Wert zu erfassen.
In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Anzahl der Druckschwankungen
bestimmter Frequenz je Frequenzeinheit, d. h. die Dichtefunktion der Druckschwankungen, in zumindest einem
der drei zuvor ermittelten Frequenzbänder gemessen wird und ais Eingangsgröße für den Regelkreis dient.
Ausführungsbeispicle der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine geschnittene Seiiei:ansicht (I) und eine geschnille Aufsicht (I I) eines Versuchsofens:
I" i g. 2 verschiedene Brennerdüsen im Schnitt;
F i g. 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Anordnung des Brenners in verschiedenen Positionen:
F i g. 4 ein Blockschaltbild zur Messung der Niederdruckschwankung;
Fig. 5 bis 21 Aufzeichnungen von Niederdruckschwankungskurven, in denen (A)die Kurvenform und (B)die
Dichtefunktion darstellt;
Fi g. 22 eine Vorrichtung zur Bestimmung des Verbrennungszustandes;
F i g. 23 eine weitere Vorrichtung zur Bestimmung des Verbrennungszustandes;
F i g. 24 einen Regler für die Verbrennungsluftmenge (Überschußluftverhältnis)
F i g. 25 einen Regler für die Sprühmenge;
F i g. 26 einen Regler für die Brennerstellung;
F i g. 27 einen Regler für die Verbrennungsluftmenge;
F i g. 28 einen Regler für die Sprühm-mge; und
F i g. 29 einen weiteren Regler für die Brennersteliung.
Im folgenden sollen nun die Beziehung zwischen dem Verbrennungszustand und dem Verlauf der Druckschwankungen
im Bereich niedriger Frequenzen, im folgenden als Niederdruckschwankungskurve oder auch
nur Schwankungskurve bezeichnet, im einzelnen erläutert werden, wenn man die Einflußgrößen wie beispielsweise
die Form der Brenneröffnung, das Überschußluftverhältnis oder dergleichen ändert. Die im folgenden
beschriebenen Verbrennungsversuche wurden mit einem in F i g. 1 gezeigten Versuchsofen (Innendurchmesser
1 m. Länge 4 m) durchgeführt, wobei Brennstoff bzw. Luft zur Verbrennung von einem Brenner 3 und einer
Brennstoffhilfszuführöffnung 4 im Inneren eines Brennersteins 2 der Brennerhauptwand 1 des Ofens gleichzeitig
cingedüsi wurden und man die Niederdruckschwankung mittels eines Druckaufnehmers 8a vor dem Brenner 3
ermittelte, während man die Flamme durch eine Beobachtungsöffnung 6 am Ende des Ofens beobachtete.
Proben des Abgases wurden mittels einer AbgasDrobenentnahmeöffnung 7 im Rauchzug genommen.
Als Faktoren bzw. Einflußgrößen zur Änderung des Verbrennungszustandes wurden die Brennerdüsen, die
Stellung des Brenners und das Überschußluftverhältnis verwendet. Als Brennerdüse wurden die drei in F i g. 2 (I,
H, III) gezeigten Formen verwendet. Fig.2 (I) zeigt die gewöhnliche Brennerdüse, bei der mehrere Düsenöffnungen
(ty in einer fortlaufend sich erweiternden Form angeordnet sind, die den höchsten Mischgrad zwischen
Brennstoff und Luft zur Verbrennung erreicht und damit eine gute Verbrennung erzielt. Fi g. 2 (II) zeigt die
sogenannte gerade Brennerdüse, mit einer Düsenöffnung (b) auf einer zur Brennerwelle parallelen Achse, die
einen Mischgrad von Brennstoff und Luft zur Verbrennung aufweist, der etwa zwischen der oben erwähnten und
der folgenden Brennerdüse liegt. Fig.2 (III) zeigt die sogenannte exzentrische Brennerdüse, bei der eine
Düsenöffnung (c) in einem vorbestimmten Neigungswinkel hinsichtlich der Brennerachse liegt, die einen geringen
Mischgrad aufweist, und dadurch eine allmählich fortschreitende Verbrennung ermöglicht.
Wie man in Fig. 3 sieht, wird die Brennerdüse an den Stellen (a)—(g) von der inneren Oberfläche (F) des
Brcnncrsteins 2 in Richtung der Luftkanalabdeckung 8 auf der hinteren Seite des Brennersteins angeordnet. In
der Zeichnung ist der Abstand von der inneren Ofenfläche (F)des Brennersteins mit Zahlenwerten angegeben.
Die Stellung bei normaler Verbrennung liegt für Gasbrenner in der Nähe des Punktes c (370 mm) und rür
flüssigen Brennstoff bei Punkt </(470 mm).
Das Überschußluftverhältnis wird in vier Stufen im Bereich von 0,5—9,5% bezogen auf die 02-Konzentration
im Abgas geändert.
Bei der Ve: brennung betrug die Wärmemenge 40 χ 104 Kcal/h, die Temperatur der Verbrennungsluft 3200C
und der öffnungswinkel des Brennersleins 30", wobei diese Werte konstant gehalten wurden und die oben
erwähnten Faktoren einzeln nacheinander geändert wurden.
Zur Bestimmung der Niederdruckschwankung im Innern des Ofens wurde eine Vorrichtung verwendet, die
den mittels eines Druckfühlers unter Verwendung eines Dehnmeßstreifens ermittelten Druck verstärkt, den
Druck direkt auf einem Meßgerät anzeig: und es ermöglicht, die Ausgangsspannung an den Ausnahmeausgängen
abzunehmen. Fig. 4 zeigt ein Blockschaltbild der Vorrichtung mit einem Druckaufnehmer 8a, einem
Druckfühler 9, einem Verstärker 10, einem Oszillographen 11 und einem Meßwertaufnahmegerät 12. Der
Druekaufnehmer ist senkrecht zur Richtung der Flamme 400 mm vor der Brennerinnenfläche (F)des Brennersleins
(siehe F i g. 3) angeordnet und seine Spitze steht 200 mm von der Seitenwand des Ofens vor. Der Druck-IuMlT
9 ist ein mit einem Dehmeßstreiien arbeitender Druckwandler, dessen Dehnung bei 20 mm Wassersäule
(mm WS) 430 χ 10--h beträgt. Der Verstärker 10 liefert ausgangsseitig 2 V je 20 mm Wassersäule. Der Oszillograph
11 nimmt die Kurvenform auf und das Meßwertaufnahmegerät 12 speichert die Analysendaten der eo
Kurvcnfoiiii auf einem Magnetband.
Die Fig. 5—16 zeigen die Nicdcrdruckschwankungskurvcn, wenn die Form der Brennerdüsen, die Stellung
der Brennerdüsen.das Lufivcrhälinis usw. geändert wiirden.v/obci jeweils
(A) die mittels des Oszillographen aufgenommene Kiirwnform der Druckschwankung darstellt und br>
(H) die Dichtefunktion der Druckschwankung darstellt.
die man erhalt, wenn man das in dem Mcßweriaufnahmcgcräl gespeicherte Schwankungssisnal einer Frequenz-
analyse unterwirft. Die in (A) gezeigte Kurve stellt lediglich den Schwankungsanteil dar, da der ahsoluic
Innendruck des Ofens nicht aufgezeichnet wurde, wobei die Druckschwankung (mm Wassersäule) aiii der
Ordinate und die Zeil (see) auf der Abszisse aulgetragen ist. Die in (D) gezeigte Dichtefunktion — kür/ Dichte
genannt — stellt die Anzahl der Druckschwankungen bestimmter Frequenz je F-'reqiienzcinhcil l'iir die in (A)
gezeigte Druckschwankung dar, wobei auf der Ordinate die Dichte und auf tier Abszisse die !-'requenz (I I/) im
Bereich von 0 bis 45 Hz aufgetragen sind.
Bei den vorstehend genannten Versuchen betrug die Meßzeit ungefähr 2 Minuten, wobei man ein liitervall
von 100 Hz in ungefähr 1000 Teile teilte und dann digitalisierte.
Die Dichtefunktion der zufälligen Druckschwankung erhält man auf folgende Weise. Für den Korrelationskoeffizienten
R(r)gilt:
= lirn^ jj; J y(t)y(t + T)dt,
- τ
wobei 2 Tdie Analysenzeit,ydie Druckschwankung und /die Zeil bedeutet.
Die Dichtefunktion P(f) kann mittels einer Fourier-Transformation der oben erwähnten Gleichung erhalten
werden. Es gilt:
η Γ
P{f) - J exp(-/2ff/r)Ä(r)dr,
wobei rdas Zeitintervall zur Ablesung der Kurvenform, /"die Frequenz und /eine komplexe Zahl ist.
Die Fig. 5 (I) bis 5 (VII) zeigen die Niederdruckschwankungskurven, wenn man als Brennstoff Butangas und die in Fi g. 2 (I) gezeigte Brennerdüse verwendet und das Überschußluftverhältnis so einstellt, daß die Sauerstoffkonzentration im Abgas 3,0 ± 0,2% beträgt, wobei die anderen Verbrennungsbedingungen auf den oben erwähnten Werten gehalten wurden, und wobei man die Stellung der Brennerdüse änderte. Die Düsenstellung des Brenners beträgt bei
Die Fig. 5 (I) bis 5 (VII) zeigen die Niederdruckschwankungskurven, wenn man als Brennstoff Butangas und die in Fi g. 2 (I) gezeigte Brennerdüse verwendet und das Überschußluftverhältnis so einstellt, daß die Sauerstoffkonzentration im Abgas 3,0 ± 0,2% beträgt, wobei die anderen Verbrennungsbedingungen auf den oben erwähnten Werten gehalten wurden, und wobei man die Stellung der Brennerdüse änderte. Die Düsenstellung des Brenners beträgt bei
Punkt
| (a) | für | (I) | 70 mm |
| (b) | (H) | 270 mm | |
| (C) | (III) | 370 mm | |
| (d) | (IV) | 470 mm | |
| (e) | (V) | 570 mm | |
| (0 | (Vl) | 670 mm | |
| (g) | (VII) | 770 mm. |
Grundsätzlich ist zum Verbrennungszustand festzustellen, daß je näher die Brennerdüse an der Ofeninnscite
angeordnet ist, desto langsamer die Verbrennung abläuft, wobei sich eine große, lange Flamme einstellt. Wenn
die Brennerstellung von der Innenseite des Ofens entfernt wird, wird die Flamme kürzer, bis man eine Iransparente
Flamme erhält und sich eine schnelle Verbrennung ähnlich der Verbrennung minds Vormischung einsiellt.
Wenn man die in Fig. 5(A) gezeigte Druckschwankung in Verbindung mit der Verschiebung des Verbrennungszustandes
untersucht, stellt sich heraus, daß die Schwankung langwellig ist (Fig. 5 (I). (H)). wenn die
Verbrennung langsam abläuft (wenn sich der Brenner in der Nähe der Ofcninncnscitc befindet), und die
Kurvenform kurzwellig wird, wenn die Verbrennung schneller wird, wobei die Frequenz bei einer transparenten
Flamme (F i g. 5 (Vl). (VII)) äußerst hoch wird.
Wenn man die oben erwähnten Kurvenformen in bezug auf die in Fig. 5 (B) gezeigten Ergebnisse der
spektralen Dichteanalyse untersucht, findet man, daß die Frequenzanteile von 2—4 Hz die Hauptanteile der
Niederdruckschwankung bei der langsamen Verbrennung (F ig. 5 (I), (II) etc.) sind und die Hauptanteile sich zu
12—13Hz und weiter bis zu ungefähr 20—25 Hz verschieben (Fig.5 (VI), (VlI)), wenn die Verbrennung
schneller wird (F ig. 5(1Ii)).
Wenn sich die Verbrennung vom langsamen Verbrennungszustand zum schnellen Vcrbrcnnungszusiand bis in
die Nähe der Vormischflamme auf diese Art verschiebt, neigen die Frequenzen der Niederdruckschwankung im
Innern des Ofens zu einem Anstieg, woraus man geschlossen hat. daß der Verbrennungszustand in einem
bestimmten Verhältnis zu den Schwankungskurven steht.
F i g. 6 zeigt die Schwankungskurven der Verbrennung, die unter den gleichen wie den in Verbindung mil
F i g. 5 erwähnten Bedingungen durchgeführt wurde, mit der Ausnahme, daß ein Brenner mit einer geraden Düse
verwendet wurde, wobei die Brennerstellung ebenfalls geändert wurde. Die F i g. 6 (I)-(VII) zeigen die cntsprechenden
Brennerstellungen an den Punkten (a)—(g)(siehc F i g. 3).
Da die gerade Brennerdüse in dieser Ausführungsform eine schlechtere Mischung als die gewöhnliche Brennerdüse
bewirkt, zeigt sich bis zum Punkt (d) eine leuchtende Flamme, wohingegen die Verbrennung im Fall der
gewöhnlichen Brennerdüse bei Punkt (d) schon eine beträchtliche Geschwindigkeit mil einer fast transparenten
Flamme erreichte. Obwohl ein derartiger Unterschied in dem Verbrcnnungs/iisland vorliegt, wurde die gleiche
Beziehung zwischen dem Verbrennungs/.usland und der Schwankungskurve wie im Fall des in F i g. 5 gezeigten
gewöhnlichen Brenners bestätigt Das heißt mit anderen Worten, daß bei einer geringen Vcrbrcnnungsgcschwindigkeit
die Flamme groß ist, die Schwankungskurve weit und allmählich steigend bzw. fallend ausgebildet
ist und die Dichtefunktion im wesentlichen aus den Frequenzanteilen von ungefähr 2—5 Hz (Fig.6 (I)-(III))
besieht. Wenn die Verbrennung schneller wird, wandert das Maximum der Dichtefunktion in den Bereich ■:
oberhalb 10 Hz und bewegt sich auf 20-25 Hz (F i g. 6 (V)-(VIII)) zu. '■*
Ordnet man die gewöhnliche Brennerdüse und die gerade Brennerdüse an der gleichen Stellung an, z. B. an ';■«
dem Punkt (d), und bestimmt den Unterschied im Verbrennungszustand aus der Schwankungskurve, so stellt ij
man fest, daß die Dichtefunktion für die gewöhnliche Brennerdüse keine Frequenzanteile von 2—4 Hz mehr 5 §·
enthält, sondern im wesentlichen aus Frequenzanteilen von 20—25 Hz (F i g. 5 (I V)) besteht, wohingegen bei der §
geraden Brennerdüse immer noch Frequenzanteile von 2—4 Hz vorhanden sind (Fig. 6 (IV)). Es wird daher %
angenommen, daß die Verbrennung bei der geraden Brennerdüse langsamer ist als bei der gewöhnlichen Düse. I
F i g. 7 zeigt die Schwankungskurve der exzentrischen Brennerdüse, wobei die übrigen Versuchsbedingungen ύ
denen von F i g. 5 entsprechen. Die F i g. 7 (I)-(IV) zeigen die Stellung der Brennerdüse an den Punkten (a), (b), io
(e) und (d). Die Verbrennung ist über alle Punkte (a)—(d) relativ langsam, wobei man bis zur Stellung (d) eine
leuchtende Flamme von beträchtlicher Größe hat. Die Schwankungskurve zeigt in jedem Fall Frequenzanteile -χ
von hauptsächlich 2—4 Hz, die die langsame Verbrennung (F i g. 7 (I)-(IV)) anzeigen, und woraus man schließt, ;ί
daß die Mischung in dieser Brennerdüse geringer als die in der gewöhnlichen Brennerdüse oder der geraden S)
Brennerdüse ist. 15 rä
Bei allen bisher beschriebenen Versuchen war die Stellung der Brennerdüse der variable Faktor. Im folgenden |?
soll die Beziehung zwischen dem Verbrennungszustand und der Niederdruckschwankungskurve unter den J5|
gleichen wie den oben erwähnten Bedingungen untersucht werden, mit der Ausnahme, daß die Brennerdüsen- |S
stellung am Punkt (c^ festgehalten und das Luftverhältnis variiert wird (wobei zur Einstellung des Luflverhältnis- 0
ses der prozentuale Sauerstoffgehalt im Abgas als Richtwert verwendet wird). Die Ergebnisse dieser Versuche 20 ϊ|
sind in den F i g. 8— 10 gezeigt. ■;
Fig. 8 zeigt die Versuchsergebnissc unter Verwendung einer gewöhnlichen Brennerdüse, wobei (I) die ;
Schwankungskurve bei einem O2-Gehall im Abgas von 0,75%, (II) die Schwankungskurve bei einem O2-Gehalt ij|
im Abgas von 2,1%, (111) die Schwankungskurve bei einem 02-Gehalt im Abgas von 6,4% und (IV) die Schwan- %
kungskurve bei einem 02-Gehalt im Abgas von 9,3% zeigt. 25 §5
Die Verbrennung ist in diesem Fall langsam, und bei einem niedrigen 02-Gehalt beobachtet man eine ||
leuchtende Flamme, wohingegen die Flamme transparent und die Verbrennung schneller wird, wenn der Ii
02-Gehalt ansteigt. Bei dem niedrigsten 02-Gehalt im Abgas von 0,75% ist die Verbrennung am langsamsten ρ
und der Frequenzanteil liegt im wesentlichen bei ungefähr 2—4 Hz (Fig.8 (I)). Wenn der OrGehalt langsam !>!
ansteigt, bewegt sich der hauptsächliche Frequenzanteil gegen 10—15 Hz (F i g. 8 (II), (III)). Steigt der O2-Gehalt 30 |1
weiter an, erhält man eine schnelle Verbrennung, wobei der Frequenzanteil von ungefähr 20—27 Hz überwiegt M
(IV). I
F i g. 9 zeigt die Versuchsergebnisse mit einem Brenner mit gerader Düse, wobei (I) einen 02-Gehalt im Abgas ξ|
von 0,6%, (II) einen 02-Gehalt im Abgas von 3,1%, (III) einen O2-Gehalt im Abgas von 6,2% und (IV) einen ||
O)-Gchalt im Abgas von 9,35% darstellt. Auch hier fördert ebenfalls, wie in den in F i g. 8 dargestellten Fällen, 35 ||
eine Steigerung des Sauerstoffgehalts die Verbrennung. Da in diesem Fall die Mischung geringer als bei der
gewöhnlichen Brennerdüse ist, ist die Verbrennung sogar bei einem Sauerstoffgehalt von ungefähr 6% geringer
und die entsprechenden Frequenzanteile liegen bis zu einer Sauerstoffkonzentration von ungefähr 6% hauptsächlich
bei ungefähr 2—4 Hz. Wenn der O2-Gehalt über 9% ansteigt, wird die Verbrennung schneller und die
Frequenz bewegt sich gegen ungefähr 20—25 Hz. 40
In Fig. 10 sind die mit der exzentrischen Brennerdüse erhaltenen Versuchsergebnisse dargestellt, wobei (I)
einen Oj-Gehalt im Abgas von 1,0%, (II) einen Oi-Gehalt im Abgas von 3%, (111) einen O2-Gchalt im Abgas von
b.4% und (IV) einen O.>-Gehall im Abgas von 9,3% darstellt. Ein Vergleich der gewöhnlichen Brennerdüse mit
der geraden Brennerdüse zeigt, daß die Verbrennung bei gleichem prozentualem 02-Gehalt langsamer und die
Frequenzanteile hauptsächlich bei ungefähr 2—4 Hz liegen. Auch bei einer Verbrennung mit einem prozentual 45
höheren O_>-Gehalt sind die Frequenzanteile äußerst klein und entsprechen der Tatsache, daß die Verbrennung
langsam verläuft.
Aus den beschriebenen Verfahren geht hervor, daß zwischen dem Verbrennungszustand und der Niederdruckschwankungskurve
im Innern des Ofens eine bestimmte Beziehung besteht, wenn man Butangas :n einem
gewöhnlichen Brenner, in einem Brenner mit gerader Brennerdüse und einem Brenner mit einer exzentrischen 50
Brennerdüse verbrennt und die Brennerdüsenstellung oder das Luftverhältnis (Überschußluftmenge) bei den
Verbrennungsbedingungen variiert. Wenn man eine langsame Verbrennung mit einer leuchtenden Flamme hat,
weist die Druckschwankung hauptsächlich niedrige Frequenzen von ungefähr 2—4 Hz auf wohingegen bei einer
schnellen Verbrennung und einer transparenten Flamme die Frequenzanteile sich gegen 20—25 Hz bewegen.
Ebenfalls wurde eine deutliche Abhängigkeit von der unterschiedlichen Mischfähigkeit der einzelnen Brenner- 55
düsen beobachtet Man fand nämlich, daß man eine schnelle Verbrennung bei der gewöhnlichen Brennerdüse
sogar dann erhält, wenn der Sauerstoffgehalt im Abgas 3% beträgt, wobei die Frequenzanteile von ungefähr
20—25 Hz überwiegen, wohingegen man mit einer exzentrischen Brennerdüse sogar bei einem Sauerstoffgehalt
von 9,8% im Abgas eine langsame Verbrennung erreicht, wobei der Frequenzanteil bei ungefähr 2—4 Hz liegt
Im folgenden soll die Beziehung zwischen der Brennerdüsenstellung, dem Verbrennungszustand und der 60
Niederdruckschwankungskurve untersucht werden, wenn man statt Butan Kerosin unter Verwendung einer
gewöhnlichen, einer geraden und einer exzentrischen Brennerdüse verbrennt Das Luftverhältnis wird so eingeslellt,
daß sich ein Oj?-Gehalt im Abgas von 3,0 ± 0,2% einstellt Als Brenner wird ein handelsüblicher Gasbrenner
mit einem Dampfmischsystem und Hochdruckluft als Versprühfluid verwendet Die Versuchsergebnisse sind
in den Fig. 11 —13 dargestellt. 65
Fig. 11 zeigt die Versuchsergebnisse unter Verwendung einer gewöhnlichen Brennerdüse, wobei Fig. (1) bis
(III) die Stellungen der Brennerdüse bei Punkt (a)70 mm, (b)270 mm und (d)470 mm darstellen. Ebenso wie in
den oben beschriebenen Versuchen mit Butangas als Brennstoff fand man bei der Verwendung von Kerosin als
Brennstoff die gleichen Beziehungen zwischen der Brennerstellung, der Schwankungskurve und dem Verbrcnnungszustand.
Befindet sich nämlich die Brennerdüse nahe der Innenseite des Ofens, ist die Verbrennung
langsam, wohingegen die Verbrennung schneller und die Flamme transparent wird, wenn die Brennerdüse sich
an dem Punkt (d) befindet. Andererseits ändert sich die Kurvenform von einer weilen Kurvenforiii geringer
Frequenz zu einer Kurvenform hoher Frequenz, entsprechend. Die Frequenzanteile liegen hauptsächlich bei
ungefähr 2—4 Hz während der langsamen Verbrennung (F i g. 11 (I). (II)). wohingegen bei schneller werdender
Verbrennung die Anteile von 2—4 H/. abnehmen und die von 10—15 Hz und die von 20 — 25 II/ ansteigen
(F i g. 11 (Hl)). Die Beziehung zwischen dem Verbrennungszustiind und der Schwankimgskurvc einspricht vollständig
den Versuchen unter Verwendung von Butangas als Brennstoff.
!0 Fig. 12 zeigt die Versuchsergebnissc mit einer geraden Brennerdüse, wobei (I)-(III) die Stellungen der
Brennerdüse am Punkt (a), (b) und (d)darstellen.
An jedem der Punkte (a)—(d) ist die leuchtende Flamme im Vergleich zur gewöhnlichen Brennerdüse größer,
wobei die Frequenzanteile in einem Bereich von ungefähr 30 Hz liegen (F i g. 12 (II!)).
Fi g. 13 zeigt die Versuchsergebnisse mit der exzentrischen Brennerdüse, wobei (I)-(IM) die Stellungen der
Brennerdüse an den Punkten (a). (b) und (d) darstellen. In jedem Fall ist die Verbrennung langsam und der
Frequenzanteil liegt in einem Bereich von ungefähr 2 — 4 Hz. Fig. 14 und 15 zeigen den Vcrbrennimgs/ustand
und die Schwankungskurve, unter Verwendung von Kerosin als Brennstoff, wenn die Brennerdüse an der
Stellung (d)470 mm festgehalten wird und das Luftvcrhiiltnis entsprechend verändert wird.
Fig. 14 zeigt die Versuchsergebnisse unter Verwendung einer gewöhnlichen Brennerdüse, wobei (I), (II) und
(III) einen O2-Gehalt im Abgas von 2,95%. 6,55% bzw. 9,4% darstellen. Bei niedrigem OrGehalt im Abgas
beobachtete man eine leuchtende Flamme, wohingegen man bei einem hohen O2-Gehall im Abgas eine transparente
Flamme beobachtete. Die Frequenz verteilte sich über den weiten Bereich von ungefähr 2—4 Hz,
10—15 Hz und 20—30 Hz bei niedrigem O2-Gehalt (I), bestand jedoch hauptsächlich aus hohem Frequenzanteilen
von 20—26 Hz bei hohen O2-Gehalten im Abgas (II), (III). Das heißt, daß mit steigender Verbrennungsgeschwindigkeit
eine Neigung zu einer Verschiebung der Dichtefunktion zu höheren Frequenzanteilen festzustellen
ist.
Fig. 15 zeigt die Versuchsergebnisse unter Verwendung einer exzentrischen Brennerdüse, wobei (I). (II), (!II)
und (IV) die Fälle darstellen, bei denen der O2-GeIIaIt im Abgas 0,3-0,6%. 3,05%, 6,5% bzw. 9,6% betragen. Bei
einem O2-Gehalt im Abgas von 6,5% ist die Verbrennung langsam, nähert sich jedoch der transparenten
Flamme, wenn derO2-Gehalt im Abgas 9,6% beträgt. Andererseits liegen die l-requcnzkomponenlen hauptsächlich
bei einem geringen O2-Gehall im Abgas bei ungefähr 2—4 H/. ((I)-(III)), zeigen jedoch eine Schwankungskurve
mit größeren Anteilen von ungefähr 10—15 Hz und ungefähr 20—25 Hz, wenn der O2-Gehalt 9,6"/»
beträgt (IV).
Hieraus geht hervor, daß zwischen dem Verbrennungszustand und der Schwankungskurve unabhängig von
den veränderbaren Verbrennungsfaktoren auch unter Verwendung von Kerosin als Brennstoff eine Beziehung
besteht. Bei einer langsamen Verbrennung wird eine große weiche Flamme ausgebildet, wobei die Frequenzkomponenten
hauptsächlich bei 2—4 Hz liegen. Bei einer schnellen Verbrennung erhält man Frequenzkomponenten
von ungefähr 10—15 Hz und weiter darüber von ungefähr 20—26 Hz. Man erkennt daraus, daß die
Ermittlung der Schwankungskurve eine Aussage über den Verbrennungszustand zuläßt.
In den Fig. 16—19 sind Schwankungskurven und der Verbrennungszusland unter Verwendung eines schweren
Heizöls als Brennstoff aufgezeichnet, wobei als Variable die Brennerdüsenslellung und das Luftverhältnis
verändert wurden. Bei veränderlicher Brennereinstellung wurde das Luftverhältnis so eingestellt, daß der
O2-Gehalt im Abgas 3,0% ± 0,2% betrug, während die Brennerdüse an Punkt (d)A70 mm angeordnet wurde,
wenn das Luftverhältnis verändert wurde. Der Brenner und das Sprühfluid entsprechen den in Verbindung mit
Kerosin verwendeten.
Fig. 16 zeigt die Versuchsergebnisse mit der gewöhnlichen Brennerdüse, wobei die Brennerstellung verändert
wurde. F i g. 16 (I), (II) und (I II) stellen die Scfnvankungskurven dar, wenn die Brennerdüse an dem Punkt (:i).
(b) bzw. (d)angeordnet wurde.
Fi g. 17 zeigt die Versuchsergebnisse mit der exzentrischen Brennerdüse und veränderter Brcnnerdüsensiellung.
Fig. 17 (I), (II) und (III) stellen die Schwankungskurven dar. wenn die Brennerdüse an den Punkten (:i).(b)
bzw. ^angeordnet wurde.
F i g. 18 stellt die Versuchsergebnisse der gewöhnlichen Brennerdüse dar, wobei der O>-Gehall im Abgas (%)
geändert wurde. F i g. i8 (i), (H), (Hi) und (i V) stellen die Schwankungskurven dar, die einem O.-Gchall im Abgas
von 0,6%, 3,1 %, 6,6% bzw. 9,5% entsprechen.
Fig. 19 zeigt die Versuchsergebnisse unter Verwendung der exzentrischen Brennerdüse bei verändertem
O2-Gehalt (%) im Abgas. Fi g. 19 (I), (II),(III) und (IV) stellen die Schwankungskurve eines Oj-Gehalts im Abgas
von 3,1 %, 6,3% bzw. 9,15% dar.
Im folgenden sollen die Ergebnisse der in den Fig. 16—19 gezeigten Schwankungskurven und der Verbrennungszustände
zusammengefaßt werden. Die Schwankungskurven bestehen im wesentlichen aus Frcqucnzanteilen
von ungefähr 2—4 Hz, wenn man die Verbrennung aus der Flammenfotografie in der gleichen Weise wie
bei den vorher erwähnten Versuchen als langsam beurteilt, und bewegen sich gegen 10—15 Hz und 20—27 Hz,
wenn die Flamme kurzer und die Verbrennung schneller wird.
Um weiter die Beziehung zwischen dem Einfluß der Brennerdüse auf die Verbrennung und der Schwankungskurve
zu bestätigen, wurde die Beziehung zwischen ihnen aufgrund einer Verbrennung mittels einer geraden
Brennerdüse untersucht, die als Sonderanfertigung mit einer veränderbaren Brennstoffeinspritzgeschwindigkeit
versehen wurde. Unter Verwendung von Butangas als Brennstoff wurde entweder die Stellung der Brennerdüse
oder das Luftverhältnis verändert. Die anderen Verbrennungsbedingungen entsprachen denen der vorherigen
Experimente, d. h. die Wärmemenge betrug 40 χ 104 K.cal/h.dic Lufttemperatur 3200C und der öffnungswinkel
des Brenncrsleins 30". Wenn die Brennersiellung verändert wurde, wurde das Luflverhältnis so eingestellt, daß
der Oj-Gehalt im Abgas 3,0% ± 0,2% betrug, während bei variablem Luftverhältnis der Brenner am Punkt (c)
angeordnet wurde. Die Versuchsergebnis.se sind in den F i g. 20 und 21 dargestellt.
Fig. 20 zeigt die Versuchsergebnisse, bei denen die Brennerstellung verändert wurde. Fig. 20 (I)-(IV)
stellen die Versuche dar, bei denen die Brennerdüse an dem Punkt (a), (b), (c), (d), (e) bzw. (fj angeordnet wurde.
Ils geht daraus hervor, daß bei dieser Brennerdüse die Verbrennung bis zum Punkt (b)270 mm langsam ist und
dann bei Punkt (c)370 nim schneller wird und bei Punkt (d) bereits eine transparente Flamme zeigt. Aufgrund
der Veränderung des Verbrennungsziistands zeigt die Schwankungskurve schon bei Punkt (c)e\r\e Frequenz von
ungefähr 10 — 25 Hz, wobei die niedrige Frequenz von ungefähr 2—4 Hz an diesem Punkt (III) nicht mehr
auftritt. Danach hat die Schwankungskurve als Hauptanteil bei den folgenden Punkten (d)-(f) eine Frequenz
von 20—25 Hz. Hierdurch wird bestätigt, daß diese Brennerdüse eine ebenso gute Zündbarkeit wie die gewöhnliche
Brennerdüse aufweist.
F i g. 21 zeigt die Schwankungskurve bei verändertem OrGehalt im Abgas, wobei (I)-(IV) die Fälle darstellen,
bei denen der O^-Gehall im Abgas 0,8%, 3,0%, 6,3% bzw. 9,45% beträgt. Aus den Meßkurven ist ersichtlich,
daß die Verbrennung sogar noch bei einem O ..-Gehall im Abgas unterhalb 1% zufriedenstellend ist, wobei ein
Frequen/.antcil von ungefähr 10—25 Hz (I) festgestellt wird. Überschreitet der O>-Gehalt im Abgas dieses
Niveau, wird die Verbrennung schneller und die Flamme bei einem O2-Gehalt im Abgas von 0,45% transparent,
wobei die Frequenzanteile hauptsächlich bei 20—25 Hz liegen. Das heißt, daß die Eigenschaften der Düse
genauso gut wie die die der gewöhnlichen Brennerdüse sind.
Es ist erkennbar, daß bei der Veränderung der Einflußgrößen sich der Verbrennungszustand in dem der
Innendruck des Ofens überlagerten Niederdruckschwankungskurve zeigt, und zwar unabhängig von gasförmigem
oder flüssigem Brennstoff und unabhängig von der Form der Brennerdüse. Das heißt, daß man aus der
.Schwankungskurve den Verbrennungszusland im Innern des Ofens auf geeignete Weise beurteilen kann. Wenn
die Verbrennung langsam abläuft und sich eine große lange Flamme zeigt, zeigt die SchXvankungskurve bei
schneller Verbrennung die Schwankungskurve Frequenzanteile von ungefähr 20—25 Hz'zeigt. Die Schwankungskurve
und die Verbrennungskennwerte des Versuchsofens sind in Tabelle 1 gezeigt. '
Beziehung zwischen der Schwankungskurvc und den Verbrennungskennwerten
Frequenzkenn werte
Verbrennungskennwerte
nur Anteile von ungefähr 2 —4 Hz
besteht hauptsächlich aus 2—4 Hz und enthält Anteile von
ungefähr 10—15 Hz und ungefähr 20—25 Hz Anteile von
ungefähr 10—15 Hz und ungefähr 20—25 Hz Anteile von
ungefähr 2—4 Hz werden weniger und die von ungefähr 10—15 Hz
und ungefähr 20 —25 Hz überwiegen Anteile von 2—4 Hz verschwinden.
Anteile von ungefähr 10—15 Hz werden weniger und jene von
ungefähr 20—25 Hz überwiegen
nur Komponenten von ungefähr 20—25 Hz
äußerst langsamer Verbrennungszustand
große weiche Flamme
große weiche Flamme
die Verbrennung ist immer noch langsam,
die Flamme ist groß, kleinere
Flammensäule
die Flamme ist groß, kleinere
Flammensäule
normale Verbrennung, scharfe Flamme
die Verbrennung wird schneller
unter Ausbildung einer scharfen Flamme
die Verbrennung erreicht bei
gasförmigem Brennstoff eine
transparente Flamme
schnelle Verbrennung, transparente
Flamme bei gasförmigem Brennstoff·:
gering ieuchtende Flamme bei
flüssigem Brennstoff
unter Ausbildung einer scharfen Flamme
die Verbrennung erreicht bei
gasförmigem Brennstoff eine
transparente Flamme
schnelle Verbrennung, transparente
Flamme bei gasförmigem Brennstoff·:
gering ieuchtende Flamme bei
flüssigem Brennstoff
Fig. 6(1) Fig. 9 (II) Fig. 11 (I) etc.
Fig. 5(111) Fig. 8 (I) Fig. 15(IV) Fig. 18 (I) etc.
Fig. 5 (IV) Fig. 6 (IV) Fig. 14(111)
Fig. 5 (Vl) Fig. 20(1V) Fig. 21 (III) etc.
Fig. 6(VII) Fie. 14(IV) Fig. 20(Vl)
Die den oben erwähnten Verbrcnnungszuständen entsprechenden Frequenzbänder sind nicht notwendigerweise
stationär, sondern zeigen besondere Frequenzanteile entsprechend der Art und der Kapazität der verschiedenen
Öfen. Sie umfassen Anteile in einem niedrigen Frequenzbereich, wie z. B. ungefähr 2—4 Hz, wenn die
Größe der Flamme groß und die Verbrennung langsam ist, und umfassen einen Bereich höherer Frequenzanteile
bei einer schnelleren Verbrennung. Erreicht der Verbrennungszustand ein Stadium, bei dem die Flamme transparent
wird oder nahezu transparent wird, erscheinen nur die Frequenzanteile von unge'/ähr 20—25 Hz. Auf
diese Weise erscheint bei einem spezifischen Verbrennungszustand des Ofens bei einem gegebenen Ofen eine
bestimmte Frequenz. Wenn die den verschiedenen Vcrbrennungszuständen eines gegebenen Ofens zugeordneten
Schwankungskurven aufgenommen worden sind, wird es möglich, den Verbrennungszustand des Ofens
lediglich durch Ermittlung der Schwankungskurve zu bestimmen. '.
Weiler kann man bestimmen, wie weit sich die Verbrennungskennwertc ändern und wie weit sich die
Schwankungskurve entsprechend ändert, wenn die Stellung der Brennerdüse oder das Luftverhältnis als Einflußgröße
der Verbrennung um einen bestimmten Betrag verändert werden, wodurch es möglich wird, den Verbren-
nungszustand aufgrund der Schwankungskurve nach Wunsch zu regeln. Aufgrund der ermittelten Bezieh un;
zwischen den Frequenzen in drei Frequenzbändern und den Verbrennungskennwerten im Innern eines Ofen?
wie des beispielsweise in Tabelle 1 gezeigt ist. ist es möglich, quantitativ die verschiedenen Verbrennungszustän
de in dem Ofen, wie z. 3. die schnelle oder langsame Verbrennung, die Verbrennung bei einer langen oder kürzet
Flamme oder die Verbrennung bei niedrigem NOA-Gehalt oder niedrigem Rauch, in Form eines objektiver
Richtwerts, d. h. der Frequenz, abzuschätzen. Führt man die Schwankungskurvc dem Regelsystem für di(
Einflußgrößen der Verbrennung, wie z. B. die Stellung der Brennerdüse oder das Luftverhältnis zu, ist es möglich
die Abweichung der Verbrennung von den gewünschten Verbrennungskennwerten zu berichtigen und di<
Verbrennung in der gewünschten Weise durchzuführen. Es ist daher möglich, eine einfache vollständige automa
ίο tische Regelung des Verbrennungszustandes über die quantitative Beurteilung der Ofenbedingung entspre
chend der Niederdruckschwankungskurve durchzuführen.
Zur Ermittlung der Niederdruckschwankungskurve im Innern des Ofens kann im Prinzip ein gewöhnliche
Manometer verwendet werden. Es wird jedoch die Verwendung eines Druckwandlers bevorzugt, der cinei
Dehnmeßstreifen als Fühler in Verbindung mit einem daran angeschlossenen Verstärker verwendet. Das ver
wendete Instrument sollte einen, einem Druck von 20 mmWS entsprechenden Meßbereich aufweisen, da die zi
messende Niederdruckschwankungskurve im Innern des Ofens ungefähr bi-i 20 mm WS liegt.
Die Schwankungskurve kann direkt durch Anzeigen des Drucks auf einem Oszillograph gezcigi werden. Da:
Schwankungssignal wird in einem mit dem Verstärker (dynamisches Dehnungsmeßgerät) verbundenen Meß
wertaufnahmegerät gespeichert, einer Frequenzanalyse unterworfen, und die Schwankungskurvc wird aufgruiu
der sich ergebenden Frequenzkennwerte beurteilt.
Im folgenden soll eine Regelung des Verbrennungszuslandes aufgrund der Bestimmung des Verbrennungs/.u
Standes beschrieben werden.
Zur Energieeinsparung und zur Verminderung der Luftverschmutzung können im allgemeinen neben den
Luftverhältnis, der Sprühmenge des Ölbrenners und der Brennerstellung eine Anzahl weiterer Einflußgrößen fü
die Verbrennung im Inneren des Ofens berücksichtigt werden. Im folgenden wird jedoch nur auf Regler für dii
drei genannten Einflußgrößen eingegangen.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, daß zur Regelung des Luftverhältnisses dann, wenn die Dichtefunktion ii
einem bestimmten Frequenzband einen bestimmten Wert überschreitet, ein Stellsignal im Sinne einer Verringc
rung des Luftverhältnisses entsprechend der Abweichung des Wertes der Dichtefunktion vom bestimmten Wer
erzeugt wird, und dann, wenn die Dichtefunktion im bestimmten Frequenzband geringer als der bestimmte Wer
wird, ein Stellsignal im Sinne einer Erhöhung des Luftverhältnisses entsprechend der Abweichung erzeugt wird.
Es wurde ferner in bezug auf die Stellung des Brenners mittels verschiedener Versuche festgestellt, daß, wem
die Dichtefunktion in einem bestimmten Frequenzband höher als ein bestimmter Wert wird, zwcckmäßigcrwci
se ein Stellsignal erzeugt wird, durch das der Brenner entsprechend der Abweichung zwischen dem Wert de
Dichtefunktion und dem bestimmten Wert in F i g. 3 nach rechts bzw. in Richtung zum Ofeninncren bewegt wird
und daß, wenn die Dichtefunktion in dem bestimmten Frequenzband geringer als der bestimmte Wert wird
zweckmäßigerweise ein Stellsignal erzeugt wird, durch das der Brenner in I-" i g. 3 nach links, d. h. zur Hngsiclli
des Ofens hin bewegt wird.
Ferner ist es in bezug auf die Sprühmenge möglich, eine stabile Verbrennungsregelung mittels eines Stellst
gnals im Sinne einer Verminderung der Sprühmenge des Ölbrenners entsprechend der Abweichung zu errei
chen, wenn die Dichtefunktion in einem bestimmten Frequenzband höher als ein bestimmter Wert ist, um
mittels eines Stellsignals im Sinne einer Verminderung der Sprühmenge zu erreichen, wenn die Dichtefunktiot
geringer als der bestimmte Wert wird.
Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Regelung dieser Einflußgrößen der Verbrennung ist im folgen
den beschrieben. F i g. 22 zeigt ein Blockschaltbild einer Meßvorrichtung zur Messung der Niederdruckschwan
kung, wobei die Druckschwankung im Bereich niedriger Frequenzen im Inneren des Ofens mittels des Druckfiih
lers 9 über den Druckaufnehmer 8a für niedrige Frequenzen ermittelt und das gewonnene Signal mittels de
Verstärkers 10 verstärkt wird. Die Niederdruckschwankungskurve wird mittels eines Frequenzanalysator 11
ausgewertet und als Eingangsgröße der Regelung verwendet. Auf diese Weise erhält man die Dichtefunklior
Die in Fig. 23 gezeigten Symbole (a)und (b)stellen eine Auswerteinrichtung dar, wobei ein Filter 18', das nu
bestimmte Frequenzen aus einem breiteren Frequenzband der Niederdruckschwankung durchläßt, am Einganj
des Frequenzanalysator angeordnet ist, während am Ausgang des Frequenzanalysators 18 ein Signalformer 18'
angeordnet ist. Obwohl mittels des Filters 18' eine spezielle Frequenz ausgefiltert wird und dem Frequcnzanaly
sator 18 zugeführt wird, kann das Niederdruckschwankungssignal als Eingang auch direkt dem Frcquen/.analy
sator 18 zugeführt werden.
F i g. 24 zeigt einen Verbrennungs.-egler, bei dem das Ausgangssignal des Frequenzanalysators 18, d. h. da1
Ergebnis der Analyse, einem Vergleicher bzw. Differenzbilder 19 zugeführt und mil dem Wert der Dichtcfunk
tion bei einer vorbestimmten Frequenz oder in einem vorbestimmten Frequenzband verglichen wird, so dal
jede Eiiiflußgröße der Verbrennung auf geeignete Weise über einen Regler 20 und ein Relais 21 entsprechciu
bO der Abweichung geregelt werden kann, wie dies in den Fig. 24, 25, 2b, 27, 28 und 29 gezeigt ist. Bei dem ii
F i g. 24 gezeigten Regler ist die geregelte Einflußgröße die Verbrennungsluft (Liiftverhü'mis), wobei ein Durch
flußsteuerventil 14 vorgesehen ist. Bei dem in F i g. 27 gezeigten Kaskadenregler sind dagegen eine automatisch!
Luftverhältniseinstelleinrichtung 38, ein Durchflußmengenreglcr 39 und ein Durchflußmeßgerä! 15 für die LuI
vorgesehen, um die Luftmenge einzustellen und zu regeln.
F i g. 25 zeigt einen Regler für die Sprühmenge, wobei die Sprühmenge mittels eines Relais 21 und eine:
Durchflußsteuerventils 23 des Brenners geregelt wird. F i g. 28 zeigt eine Vorrichtung mit einer automatische!
Sprühverhältniseinstelleinrichtung 26, einem Sprühstromregler 22 und einem Durchflußmcgcrät 24.
F i g. 26 zeigt einen Regler zur Regelung der Brennerstellung, der die Bewegung des Brenners 3 /ii eine
geeigneten Stellung mittels eines Brennerantriebs 30 ermöglicht Fig.29 zeigt einen Regler zur Regelung der
Brenncrstellung, der mit einer Führungswalze 3t und einem Gerät 32 zur Steuerung der Brennerstellung
zusätzlich zum Brennerantrieb 30 versehen ist
Brenncrstellung, der mit einer Führungswalze 3t und einem Gerät 32 zur Steuerung der Brennerstellung
zusätzlich zum Brennerantrieb 30 versehen ist
Die erläuterte Steuerung ist nicht auf die Einzelheiten der beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt
Beispielsweise kann die Messung der Druckschwankung mittels eines Mikrophons erfolgen. Weiter können
andere als die erwähnten Einflußgrößen für die Verbrennung ebenfalls geregelt werden. Beispielsweise kann
man die Einspritzgeschwindigkeit des Brennstoffs, die Luftgeschwindigkeit oder den Innendruck im Ofen regeln.
Beispielsweise kann die Messung der Druckschwankung mittels eines Mikrophons erfolgen. Weiter können
andere als die erwähnten Einflußgrößen für die Verbrennung ebenfalls geregelt werden. Beispielsweise kann
man die Einspritzgeschwindigkeit des Brennstoffs, die Luftgeschwindigkeit oder den Innendruck im Ofen regeln.
Hierzu 26 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur Bestimmung des Verbrennungszustandes in einem Ofen, wobei die den Verbrcnnungs/.ustand
charakterisierende Eingangsgröße eines Regelkreises aus den mit einem Druckaufnehmer gemessenen
Druckschwankungen im Bereich niedriger Frequenzen bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ermittelt wird, in weichen drei unterschiedlichen Frequenzbändern die für langsame, normale und
schnelle Verbrennung charakteristische Druckschwankungen auftreten, und daß die den Verbrennungs-Istzustand
während der Verbrennung charakterisierende Eingangsgröße stetig aus der Größe der in diesen drei
Frequenzbändern gemessenen Druckschwankungen bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das für langsame Verbrennung charakteristische
erste Frequenzband den Bereich vor. 2 bis 4 Hz, das für normale Verbrennung charakteristische zweite
Frequenzband den Bereich von 10 bis 15 Hz und das für schnelle Verbrennung charakteristische dritte
Frequenzband den Bereich von 20 bis 25 Hz umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Eingangsgröße die Dichtefunktion
der Druckschwankungen (Anzahl der Druckschwankungen bestimmter Frequenz je Frcqucn/cinhcii) bestimmtwird.
. . .
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche I bis 3 mit einer Einrichtung
(8a, 9) zur Erfassung der bei der Verbrennung auftretenden Druckschwankungen im Bereich niedriger
Frequenzen und zur Umwandlung derselben in ein elektrisches Signal, einem Verstärker (10) zur Verstär-
kung des Signals und einer Einrichtung zur Auswertung des verstärkten elektrischen Signals, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Auswertung des verstärkten elektrischen Signals einen Frequenzanalysator
(18) aufweist.
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|---|---|---|---|
| JP1758579A JPS55110823A (en) | 1979-02-16 | 1979-02-16 | Controlling method of air ratio at combustion furnace |
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