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DE2914294A1 - Verfahren zur herstellung von verbindungen mit phosphor-kohlenstoff- stickstoff-bindung - Google Patents

Verfahren zur herstellung von verbindungen mit phosphor-kohlenstoff- stickstoff-bindung

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DE2914294A1
DE2914294A1 DE19792914294 DE2914294A DE2914294A1 DE 2914294 A1 DE2914294 A1 DE 2914294A1 DE 19792914294 DE19792914294 DE 19792914294 DE 2914294 A DE2914294 A DE 2914294A DE 2914294 A1 DE2914294 A1 DE 2914294A1
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water
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Nitrokaelepek
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    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
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    • C07F9/3813N-Phosphonomethylglycine; Salts or complexes thereof
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    • A01N57/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-carbon bonds

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Description

HOFFMANN · EITLE & PARTNER '
PATENTANWÄLTE £ el I 4/L i? 4
DR. ING. E. HOFFMANN (1930-1976) · DIPL.-ING. W.EITLE · DR. RER. NAT. K. HOFFMANN · DIPL.-ING.W. LEHN
DIPL.-ING. K. FOCHSLE · DR. RER. NAT. B. HANSEN ARABELLASTRASSE 4 (STERNHAUS) · D-8000 MÖNCHEN BI · TELEFON (089) 911067 · TELEX 05-29619 (PATHE)
3.1. 368 ΐα/wa
NITROKiIMIA IPARTELEPEK, FÜZFÖGYARTELEP / UNGARN
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, insbesondere ein Verfahren zur Herstelung von N-Phosphonomethyl-glycin und dessen Derivaten, welche als Verbindungen mit herbizider Wirkung im Pflanzenschutz verwendet werden.
Verbindungen mit einer Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung haben im Pflanzenschutz eine grosse Bedeutung erlangt, was auf das breite Spektrum ihrer herbiziden Wirkung zurückzuführen ist. Diese gute herbizide Wirkung paart sich ausserdem mit einer geringen Mittelrestwirkung, d.h. der Wirkstoff baut sich im Boden verhältnismässig schnell ab.
909843/0760 " 4 "
29H294
Zur Herstellung von Verbindungen mit einer Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, insbesondere zur Herstellung von N-Phosphonomethyl-glycin und dessen Derivaten, sind in der Fachliteratur zahlreiche Synthesemethoden bekannt.
In der US-PS 2 635 112 wird zur Herstellung von Verbindungen mit einem Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Gerüst ein primäres oder sekundäres Ämin mit■einem Aldehyd oder Keton und einem Phosphorigsäure-dialkylester umgesetzt. Ein Nachteil dieses Herstellungsverfahrens ist es, dass in bezug auf den Phosphorigsäure-dialkylester sowohl dessen Bildung wie auch dessen Isolierung und die darauffolgende Hydrolyse ein langwieriger Prozess ist; der entstandene Wirkstoff ist gegen Säuren und Basen beständig, was dessen Isolierung kompliziert. Ein weiterer Nachteil des Phosphor!gsäureesters ist es weiterhin, dass dessen Handhabung besondere Vorsicht und Sorgfalt beansprucht, da dieser ausserordentlich toxisch ist.
In der BE-PS 774 349 wird zur Herstellung der Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung enthaltenden Verbindung N-Phosphonomethyl-glycin Chlormethylphosphonsäure mit einem Amin, und zwar mit Glycin, umgesetzt. Die Reaktionsfähigkeit der Chlormethylphosphonsäure ist jedoch schwach, weshalb bei der Durchführung der Reaktion strenge Reaktionsbedingungen eingehalten werden müssen, wobei sich unvermeidlich Nebenprodukte bilden.
Gemäss der DE-PS 2 355 351 wird zur Herstellung von N-Phosphonomethyl-glycin ein zyklisches Ämin, wie z.B. Tricyanomethyl-hexahydro-triazin mit Phosphorigsäure-diester in Gegenwart eines Katalysators umgesetzt und in einem Schritt ein Ester des N-Phosphonomethyl-glycino-nitrils hergestellt.
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welcher in der zweiten Stufe hydrolysiert wird. Dieses Verfahren weist wiederum Nachteile auf, die sich in der Schwierigkeit der Herstellung bzw. in der Handhabung des Phosphorigsäure-diesters, sowie die des Ausgangsmaterials/ d.h. des Tricyano-triazon-derivates zeigen.
Die genannten sowie weitere bekannte Verfahren verwenden als Reaktionsprodukte im allgemeinen Phosphorigsäure oder deren Derivate. Aufgrund der Hydrolyse der Phosphorigsäure zeigt sich bei diesen Verfahren als Nachteil die Möglichkeit der Bildung von Nebenprodukten, wodurch einerseits die Qualität der gewünschten Produkte verschlechtert, andererseits die erreichbare Ausbeute vermindert wird.
Die Herstellung von Verbindungen mit einem Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Gerüst erfolgt im allgemeinen in einem konzentrierten mineralsäurehaligen Medium, wodurch die Korrosionsgefahr gesteigert ist und die strenge Einhaltung der Reaktionsparameter zur Herstellung von Endprodukten reproduzierbarer Qualität unbedingt erforderlich ist; ausserdem ist der Reaktionsverlauf verhältnismässig langsam.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Verfahren zu vermeiden und ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit einem Phosphor-Kohlenstoff-STickstoff-Gerüst, insbesondere zur Herstellung von N-Phosphonomethyl-glycin und dessen Derivaten, zur Verfügung zu stellen, wonach die gewünschte Verbindung in einem einfachen Syntheseprozess gegebenenfalls in gereinigter Form hergestellt wird.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel v
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-β- 29H294
O R1
Ii ■ ^s R-:
HO-P-C-NlL
ι ι ρ
4 OH R-
R1 und R0 gleich oder verschieden sein können und Wasserstoffatome oder organische Radikale bedeuten,
Ro und R. gleich oder verschieden sein können und Wasserstoffatome, Hydroxylgruppen oder organische Radikale darstellen, durch Umsetzung eines Phosphorhalogenids mit Ammoniak oder einem löslichen Ammoniumsalz, einem primären oder sekundären .Amin in Anwesenheit von Wasser, sowie ferner mit Aldehyd oder Keton erfolgt.
Bei Anwendung eines sekundären Amins als Ausgangmaterial sichert das erfindungsgemässe Verfahren besondere Vorteile, da auf diese Weise das Endprodukt frei von Nebenprodukten herstellbar ist. Neben primärem und sekundärem Amin kann auch Ammoniak als Reagenz verwendet werden. Unter den primären und sekundären Aminen sind die Aminocarbonsäuren, bzw. die Aminodicarbonsäure, einwertige Aminoalkohole, besonders geeignet, ferner ist die Anwendung von Monoäthylamin, Dimethylamin und N-Alkyl-derivaten des Glycins, z.B. Sarkosin, vorteilhaft. Als Phosphorhalogenid eignet sich insbesondere Phosphortrichlorid.
Das Reaktionssystem wird unter den gegebenen Reaktionsbedingungen mit Salzsäure gesättigt. Das gewünschte Reaktionsprodukt wird entweder durch Verminderung des Reaktionsvolumens
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oder durch. Zugabe eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels aus dem Reaktionsgemisch gewonnen.
Wenn einer der Substituenten R- oder R2 ein Wasserstoffatom darstellt, dann ist das anzuwendende Reagenz ein Aldehyd, wie z.B. Formaldehyd, Acetaldehyd, Capronaldehyd, Benzaldehyd, 2-Bromacetaldehyd und dergleichen. Wenn jedoch R1 und R2 ein organisches Radikal bedeuten, dann stellt das Reagenz ein Keton dar. Geeignete Ketone sind z.B. Aceton, Methyläthylketon, Acetophenon, Butyron, 2-Pentanon, 3-Pentanon, 1-Chlor-2-propanon. Im allgemeinen wird ein Aldehyd verwendet, welches höchstens 30 Kohlenstoffatome aufweist, oder ein Keton, welcher höchstens 20 Kohlenstoffatome aufweist. Wenn statt dem primären oder sekundären Amin Ammoniak oder eine Ammoniakverbindung verwendet wird, so kann diese darstellen: Ammoniak oder ein gut lösliches Ammoniumsalz, wie Ammoniumchlorid, Ammoniumacetat, Ammoniumbromid, Ammoniumcarbonat, Ammoniumphosphat oder ein ähnliches Ammoniumsalz.
Das erfindungsgemäss hergestellte Produkt kristallisiert leicht aus, ist chemisch einheitlich; weder das NMR- noch das IR-Spektrum weisen Verunreinigungen auf. Die Ausbeute liegt im allgemeinen über 90 %, das Verhältnis der PCN-(Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff)—Bindung enthaltenden Verbindung beträgt in dem gebildeten Produkt über 98 %. Das Verfahren eignet sich in vorteilhafter Weise zur Herstellung aller bisher bekannt gewordenen Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindungen enthaltenden Verbindungen.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens werden im nachfolgenden zusammengefasst:
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(1) unerwünschte Nebenreaktionen aufgrund der Zersetzung der ortho-Phosphorsäure bzw. der Bildung von Heteropolysäure lassen sich beheben.
(2) Während der Reaktion ist eine separate Zugabe von Säure nicht erforderlich, da die Säurekonzentration des Reaktionsgemisches durch die Zugabe von Wasser geregelt werden kann.
{3) Die Reaktion wird durch die Reaktionstemperaturverhältnissgleich beeinflusst, dadurch sind die Reaktionsbedingungen in grösserera Masse optimierbar ; aufgrund dieser Tatsache lässt sich sowohl die Ausbeute als auch die Qualität des erhaltenen Produktes verbessern.
(4) Die Herstellung eines chemisch einheitlichen reinen Produktes ist möglich; dadurch werden Verunreinigungen in Form von Nebenprodukten verwandter Verbindungen bei der Herstellung der Verbindungen mit einer«?. PCN-Gerüst vermieden. Dies ist insofern bedeutend, da sich unter den pflanzenphysiologischen Wirkungen der verwandten Verbindungen eine ausserordentlich grosse Abweichung zeigt? durch Herstellung eines reinen Produktes sind selektive Wirkungen anstelle einer total herbiziden Wirkung mit einem breiten Spektrum erzielbar.
Die folgenden !Beispiele sollen das erfindungsgernässe Verfahren näher erläutern, ohne dieses jedoch einzuschränken.
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Beispiel 1
In einen mit einem Rührer versehenen Kolben werden 300 ml Wasser gegeben, sodann unter Rühren 137 g Phosphortrichlorid zugefügt und dann der erwärmten Lösung 75 g 50 %-ige wässrige Glycinlösung zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird unter ständigem Rühren bis zum Siedepunkt erwärmt. Nach 30 Minuten werden 200 g 37 %-iges wässriges Formaldehyd langsam zugegeben. Nach Beendigung der Reaktion wird das Wasser aus dem Gemisch verdampft« Die erhaltene Flüssigkeit mit sirupöser Konsistenz wird in heissem Äthanol gelöst. Nach Abkühlung der äthanolischen Lösung scheidet sich ein kristallartiges Produkt ab„ welches N-Diphosphonomethyl-glycin in einer Reinheit von 97 % enthält«. Das Z er Setzungsprodukt liegt bei 2100C. Die Ausbeute beträgt 93 %„
Beispiel 2
In einen mit einem Thermometer^ einem Rührer und einem Rückflusskühler versehenen Kolben werden 125 ml Wasser gegeben. Unter Rühren und Kühlen v/erden 51 ,7 g Phosphortrichlorid zugegeben und die Temperatur unter 40°C gehalten. Nach Beendigung der Zugabe von Phosphortrichlorid werden dem Gemisch 50 g Imino-diessigsäure zugegeben und dasselbe bis zum Kochen erwärmt. Unter Verwendung eines Rückflusskühlers lässt man das Gemisch kochen und gibt innerhalb von 45 Minuten 1.19 g 38 %-iges wässriges Formaldehyd zu. Nach Beendigung der Zugabe von Formaldehyd lässt man das Gemisch 3 Stunden lang kochen. Daraufhin werden zwei Drittel des vorhandenen Wassers
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abdestilliert, die Lösung mit Äthanol verdünnt und unter Kühlung stehen gelassen. Man filtriert die ausgeschiedenen Kristalle ab, wäscht sie mit Äthanol und Wasser und trocknet dieselben. Das erhaltene Produkt stellt eine N-Phosphonomethyl-imino-di-essigsäure von grosser Reinheit dar, deren Zersetzungspunkt bei 2O8°C liegt. Die Ausbeute beträgt 95 %.
114 g der wie voranstehend beschrieben hergestellten N-Phosphonomethyl-imino-diessigsäure werden in einen mit einem Rührer versehenen Kolben abgemessen und 150 ml Wasser zugegeben. Nach dem Vermischen gibt man 50 g konzentrierte Schwefelsäure zu und erwärmt das Geraisch unter Rühren auf 90°C. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von 3 Stunden 260 g 30 %-ige wässrige Wasserstoffperoxidlösung zugegeben, wobei die Temperatur ständig bei 60°C gehalten wird. Nach Zugabe, des Wasserstoffperoxids hält man das Ganze noch 3 weitere Stunden bei 9O°C.
Nach Beendigung dex* Reaktion wird ein Teil des Wassers verdampft, daraufhin der Rest mit Äthanol verdünnt und abgekühlt. Während des Abkühlens scheidet sich das N-Phosphonomethyl-glycin in kristalliner Form aus und wird nach dem Waschen mit Wasser getrocknet. Das Produkt verfügt über eine 98 %-ige Reinheit, sein Zersetzungspunkt ist 23O°C. Die Ausbeute beträgt 95 %.
Beispiel 3
In einen mit einem Rührer und einem Rückflusskühler versehenen Kolben gibt man 175 ml Wasser und dann unter Rühren 69 g
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Phosphortrichlorid, sowie daraufhin 44,5 g N-Methyl-glycin. Daraufhin fügt man 188,4 g 38 %-ige wässrige Pormaldehydlösung zu, wobei das Reaktionsgemisch am Kochen gehalten wird. Nach Beendigung der Zugabe hält man das Ganze noch 2 weitere Stunden auf Siedetemperatur und kocht dann bis auf die Hälfte des Volumens ein. Mach Zugabe von Äthylalkohol und Abkühlen des Gemisches wird das ausgeschiedene, kristallartige Produkt mit Wasser gewaschen und sodann getrocknet. Das erhaltene Produkt stellt N-Phosphonomethyl-glycin von 97 %-iger Reinheit dar. Die Ausbeute beträgt 90 %.
Beispiel 4
Man gibt in einen mit einem Rührer und einem -Rückflusskühler ausgestatteten Kolben 525 ml Wasser« unter Rühren fügt man 206 g Phosphortrichlorid zu, wobei die Temperatur des Gemisches höchstens 40°C betragen soll* Danach werden 27 g Ammoniumchlorid zugegeben, bis zum Kochen erwärmt, bei Siedetemperatur bzw. unter Kochen 565 g 38 %-ige wässrige Formaldehydlösung zugegeben und noch eine weitere Stunde gekocht. Nach der Reaktion wird das Gemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und das ausgeschiedene kristallartige Produkt wird aus der Lösung filtriert. Das erhaltene Produkt ist eine N-Trimethylphosphonsäure von 98 %-iger Reinheit, Der Zersetzungspunkt beträgt 215°C. Die Ausbeute beträgt 97 %„
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Beispiel 5
In einen mit einem Rührer und einem Rückflusskühler versehenen Kolben gibt man 350 ml Wasser. Unter Rühren fügt man 138 g Phosphortrichlorid zu, wobei die Temperatur bei ca. 400C gehalten wird. Danach werden 62 g Cyclohexylamin-hydrochlorid zugegeben, das Gemisch bis zum Kochen erwärmt und nach halbstündigem Kochen 108 g Benzaldehyd zugegeben. Das Gemisch wird noch 2 weitere Stunden lang auf Siedetemperatur gehalten und schliesslich auf Zimmertemperatur abgekühlt. Das erhaltene Produkt stellt Cyclohexylamino-di-benzylidenphosphonsäure mit einer Reinheit von 97 % dar. Die Ausbeute beträgt 92 %.
Beispiel 6
Man gibt in einen mit einem Rührer und einem Rückflusskühler versehenen Kolben 350 ml Wasser. Dann werden 138 g Phosphortrichlorid zugegeben, wobei die Temperatur ca. 40°C aufweisen soll. Danach fügt man 15g Äthylendiamin zu und erwärmt das Reaktionsgemisch bis zum Kochen. Nach halbstündigem Kochen werden 170 g 38 %-ige wässrige Formaldehydlösung zugegeben und sodann (nach Einsatz des Formaldehyds) das Gemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt. Das erhaltene weisse, kristallartige Produkt stellt Äthylendiamin-tetramethylen-phosphonsäure dar. Das Produkt bildet sich mit einer Ausbeute von 98 % und weist eine Reinheit von 98 % auf. Der Zersetzungspunkt beträgt 2410C.
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Claims (5)

iST EITLE Oc PARTNER DR. ING. E. HOFFMANN (1930-1976) . DIPU-ING. W.EITLE · DR. RER. NAT. K, HOFFMANN · DIPL.-ING. W. LEHN DIPL.-ING. K. FOCHSLE · DR. RE R. NAT. B. H AN S E N ARABELLASTRASSE 4 (STERN HAUS) · D-8000 MO NCHEN 81 . TELEFON (089) 911087 . TELEX 05-29619 (PATHEJ . 31. 968 ffl/wa NITROKEMIA IPARTELEPEK, FÜZFÖGYARTELEP/UNGARN Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung PATENT AN SPRÜCHE
1. ] Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung der allgemeinen Formel
Il ( ^*-" 3
HO-P-C-N
4
OH R2 *
worin R.j und R- gleich oder verschieden sein können und Wasserstoffatome oder organische Radikale darstellen, Rg und R4 gleich oder verschieden sein können und Wasserstoffatome, Hydroxylgruppen oder organische Radikale
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ORIGINAL INSPECTED
29U294
bedeuten, dadurch gekennzeichnet , dass in Gegenwart von Wasser ein Phosphorhalogenid mit Ammoniak, einem wasserlöslichen Ammoniumsalz und/oder einem primären oder sekundären Amin, sowie weiterhin mit einem Aldehyd oder einem Keton umgesetzt wird, und sodann das gewünschte Produkt durch Verminderung des Reaktionsvolumens oder durch Verwendung eines sich mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels aus dem Reaktionsgemisch gewonnen wird.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass als Amin eine Aminοcarbonsäure, eine Aminodicarbonsäure, ein einwertiger Alkohol, ein N-Alkylderivat des Glycins verwendet wird.
3. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , dass als Amin Monoäthy1amin, Dimethylamin und/oder N-Methylglycin verwendet wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass als Phosphorhalogenid Phosphortrichlorid verwendet und das Reaktionsgemisch mit Salzsäure gesättigt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass als Aldehyd Formaldehyd, Acetaldehyd, Capronaldehyd, Benzaldehyd und/oder 2-Bromacetaldehyd, als Keton Aceton, Methylethylketon, Acetophenon, Butyron, 2-Pentanon und/oder 1-Chlor-2-propanon verwendet wird.
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DE2914294A 1978-04-11 1979-04-09 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Phosphor-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung Expired DE2914294C2 (de)

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