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Die Erfindung geht aus von einer Schaltanordnung gemäß den
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Merkmalen des Oberbegriffs des anspruches 1.
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Eine Schaltanordnung dieser Art ist in der älteren Patentanmeldung
P 28 44 674.4 beschrieben. Dabei wird vom Stellmotor ein Wechselschalter gesteuert,
der durch eine Schaltscheibe und drei darauf schleifende Kontaktfedern realisiert
ist.
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Zwei Festkontakte dieses Wechselschalters sind an die Gegenkontakte
eines als Umschalter ausgebildeten Betriebsschalters angeschlossen, über den wechselveise
zwei unterschiedliche Betriebsstromkreise zum Stellmotor geschlossen werden können.
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Der Stellantrieb arbeitet dabei in der Weise, daß bei Ansteuerung
des einen Betriebsstromkreises über den Betriebs schalter die Schaltscheibe um 1800
verschwenkt wird und dann die mit dem Motor verbundene Kontaktfeder auf ein anderes
Kontaktseg ment der Schaltscheibe umschalte, so daß der Betriebsstromkreis zum Stellmotor
unterbrochen und der andere Betriebsstromkreis vorbereitet wird. Stellt man nun
den Betriebsschalter wieder um, wird der zweite Betriebsstronoreis geschlossen und
die Schaltscheibe dreht sich erneut um 1800, bis dieser zweite Betriebsstromkreis
wieder unterbrochen wird. Bei dieser Ausführung dreht sich also der Motor immer
in derselben Drehrichtung, wobei der Stellantrieb so ausgebildet ist, daß ein Verstellelement
zwischen zwei Endlagen hin- und herbewegt wird.
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Eine derartige Schaltanordnung eignet sich beispielsweise zur Ansteuerung
von Türverriegelungsanlagen in Kraftfahrzeugen, aber ebenfalls für einen Stellmotor
zur Betätigung sogenannter Klappscheinwerfer an Kraftfahrzeugen.
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Bei der in der eingangs erwähnten Patentanmeldung beschriebenen Anlage
ist der mechanische Teil des Stellantriebes so ausgebildet, daß das Verstellelement,
beispielsweise der Schloßriegel eines Türschlosses im Eraftfahrzeug,jeweils nur
während der ersten 90 der Verstellbewegung des Stellmotors betätigt wird, der Stellmotor
aber die folgenden 900 seiner Verstellbewiegung ohne Last läuft. Es hat ,ich nun
herausgesellt, daß bei
den unterschiedlichen Betriebsbedingungen
in einem Kraftfahrzeug.beispielsweise bei stark schwankender Batteriespannung, der
Motor Im einen Fall nach dem Abschalten sofort stehen bleibt, bei hoher Batteriespannung
aber aufgrund seiner höheren Drehzahl eine Verstellbewegung von mehr als 180° ausführt.
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Dabei kann es vorkommen, daß unerwünschterweise das Verstellelement
wieder aus seiner Schließstellung zurückgezogen oder im umgekehrten Fall erneut
in seine Schließstellung gebracht wird. Die Schaltsicherheit derartiger Anlagen
entspricht nicht den Erfordernissen, die an eine solche Alilage in der Praxis gestellt
werden.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine derartige Schaltanordnung
hinsichtlich der Funktionssicherheit zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
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Wesentlich dabei ist, daß eine dynamische Abbremsung des Motors vorgesehen
wird, wodurch gewährleistet ist, daß das Stellelement eindeutig die gewünschte Lage
einnimmt, weil der Motor unabhängig von den Betriebsbedingungen exakt nach einem
vorgegebenen Verstellwinkel stehen bleibt.
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Zwar ist es ansich bei einer Schaltanordnung für einen Stellmotor
eines Klappscheinwerfers bekannt, den Motor durch Kurzschluß, also dynamisch abzubremsen,
doch ist diese bekannte Schaltanordnung sehr aufwendig, weil jedem Motor ein Schaltrelais
zugeordnet sein muß. Dieser Aufwand ist zwar an sich für den vorgesehenen Anwendungsfall
noch tragbar, wenn aber über einen Betriebs schalter mehrere Stellmotore angesteuert
werden sollen, wie das bei Türverriegelungsanlagen der Fall ist, sind Ausführungen
gemäß der vorliegenden Erfindung wesentlich kostengünstiger herstellbar,
Die
Ansprüche 2 und 3 kennzeichnen eine Ausführung, bei der der Betriebsschalter zwei
stabile Schaltstellungen einnimmt. Eine solche Ausführung ist beispielsweise für
Fahrzeuge gedacht, bei denen beim Aufschließen einer Kraftfahrzeugtür, also beim
Drehen des Schlüssels im Schloß, ein Betriebsschalter umgstellt wird,der diese Schaltlage
dann weiterhin einnimmt, auch wenn der Schlüssel zurückgedreht und aus dem Schloß
wieder entfernt wird. Der Schalter bei dieser Ausführung kann beispielsweise mit
dem Türverriegelungsknopf gekoppelt sein, und befindet sich damit in der einen Schaltlage,
wenn das Schloß entriegelt ist, dagegen in der anderen Schaltlage, wenn das Schloß
verriegelt ist.
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Bei der Ausführung nach den Ansprüchen 4 und 5 wird dagegen ein Betriebsschalter
vorausgesetzt, bei dem der Schaltzustand direkt von der Schließzylinderstellung
abhängig ist. Mit dem Drehen des Schlosses wird dabei also der Schalter zwar umgestellt,
beim Zurückdrehen des Schlüssels aber sofort wieder in seine ursprüngliche Lage
zurückgestellt. Die Ausführung nach den Ansprüchen 2 und 3 könnte zwar auch von
einem solchen Betriebsschalter aus betätigt werden, doch müßte man dann vom Fahrer
des Kraftfahrzeuges erwarten, daß er mit dem Zurückstellen des Schlüssels solange
wartet, bis alle Kraftfahrzeugtüren mit Sicherheit entriegelt sind. Dies kann in
der Regel den Benutzern allerdings nicht zugemutet werden.
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Ansich ist es wünschenswert, die dynamische Abbremsung des Motors
durch einen Kurzschluß seiner beiden Anschlüsse zu realisieren. Das setzt aber voraus,
daß die vom Stellmotor betätigten Wechselschalter als überlappungsfreie Schnappschalter
ausgebildet sind. Derartige Schnappschalter sind allerdings sehr teuer.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung entsprechend den Merkmalen
des Anspruchs t wird deshalb der Wechseischalter durch eine Kontaktscheibe mit Schleiffedern
realisiert, wobei darauf z achten ist, daß die Schleiffedern beim bbergang von einem
kontaktsegment
auf ein anderes kurzzeitig beide Kontaktsegmente überbrücken. Dies ist wichtig,
damit nicht fehlerhafterweise eine Kontaktfeder auf einer Kontaktlücke stehen bleibt
und damit der Motor gegebenenfalls nicht wieder in Betrieb gesetzt werden kann.
Diese Wechselschalter arbeiten also nicht überlappungsfrei. Deswegen ist es erforderlich,
ein niederohmiges Schaltelement, vorzugsweise einen Widerstand in den Stromkreis
einzuschleifen, um einen Kurzschluß der Speisespannungsquelle zu verhindern.
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Da über die Kontakte des Umschalters die hohen Motorströme fließen,
ist es im Interesse einer geringen Kontaktbelastung vorteilhaft, diese Umschalter
über ein Relais zu steuern. Wenn dabei das Relais nur über einen Tastschalter, also
einen kurzzeitigen Impuls angesteuert wird, muß man Maßnahmen treffen, damit dieses
Relais solange erregt bleibt, bis auch der langsamste Motor seine Verstellbewegung
ausgeführt hat. Dies läßt sich gemäß Anspruch 8 dadurch erreichen, daß jedes Relais
über einen Impulsgeber angesteuert wird, dessen Impulszeit mit Sicherheit größer
ist, als die bei normalen Betriebsbedingungen erwartete längste Verstellzeit.
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Besser ist jedoch eine Ausführung, bei der gemäß Anspruch 10 das Relais
nicht über einen Impulsgeber, sondern direkt über den Tastschalter angesteuert wird,
aber über eine Detektoreinrichtung wieder abgeschaltet wird2 sobald der langsamste
Motor seine Verstellbewegung beendet hat. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß
das Relais nur für die Zeit der Verstellbewegung erregt ist, während bei der Ausführung
mit dem Impulsgeber in den meisten Fällen die Impulszeit sehr viel größer ist als
die maximale Verstellbewegung, weil Toleranzen aufgrund unterschiedlicher Betriebsbedingungen
berücksichtigt werden müssen.
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Die Detektoreinrichtung kann gemäß Anspruch 1-1 auf den Betriebsstrom
der Stellmotore ansprechen. Das hat den Vorteil, daß für alle Stellmotore gemeinsam
nur eine Detektoreinrichtung erforderlich ist.
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Denkbar sind aber auch Ausführungen, bei dem jedem Motor eine Detektoreinrichtung
zugeordnet ist und die Signale aller dieser Detektoreinrichtungen über eine Logikschaltung
miteinander verknüpft werden und das Abschaltsignal für das erregte Relais liefern.
Allerdings ist dann der Schaltungsaufwand beträchtlich.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird man die Schaltanordnung
so ausbilden, daß ein Schaltvorgang des'Betriebsschalters keine Auswirkungen hat,
solange noch eine Verstellbewegung ausgeführt wird. Dies läßt sich durch gegenseitige
Verriegelung der dem Relais zugeordneten Impulsgeber oder der Relais selbst erreichen.
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Alle diese Maßnahmen dienen zur Erhöhung der Betriebssicherheit, so
daß mit der Schaltanordnung nach der Erfindung ein Stellantrieb geschaffen ist1
bei dem das Verstellelement nach jedem Schaltvorgang eindeutig in die gewiinschte
Verstellage gebracht wird.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein einfaches Schaltbild zur Verdeutlichung des
Grundgedankens der Erfindung mit gleichzeitig betätigten Umschaltkontaktbrücken,
Fig. 2 ein Schaltbild einer Ausführung mit wechselweise betätigten Umschaltkontaktbrücken
und einem Im-Impulsgeber, Fig. 3 ein Schaltbild zur Verdeutlichung der Verdrahung
bei Verwendung mehrerer Stellmotore,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel
mit einem Stromrelais als Detektoreinrichtung, Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel ähnlich
Fig. 4 mit einem einfacheren Umschaltrelais und Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel mit
einem Meßwiderstand im Motorstromkreis als Detektoreinrichtung.
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In Fig. 1 ist mit 10 der Stellmotor bezeichnet, der direkt oder indirekt
einen Wechselschalter 11 mit den beiden Festkontakten 12 und 13 und der beweglichen
Kontaktbrücke 14 steuert. Der eine Anschluß 15 des Motors ist an die bewegliche
Kontaktbrücke14 angeschlossen, während der andere Anschluß 16 mit dem ersten Pol
17 einer nicht näher dargestellten Spannungsquelle, im vorliegenden Beispiel mit
Masse verbunden ist.
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Mit 20 ist ein erster Umschalter bezeichnet, dessen Umschaltkontaktbrücke
21 direkt mit dem zweiten Pol 18 (Pluspol) der nicht näher dargestellten Spannungsquelle
verbunden ist. Diese Umschaltkontaktbrücke 21 arbeitet mit zwei Gegenkontakten 22
und 23 zusammen, die mit den Festkontakten 12,13 elektrisch leitend verbunden sind,
Eine Umschaltkontaktbrücke 25 eines zweiten Umschalters 24 arbeitet mit den Gegenkontakten
26 und 27 zusammen, die ebenfalls an die Festkontakte 12,13 angeschlossen sind.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß also der angesteuerte Gegenkontakt 23 des einen
Umschalters 20 mit dem zu diesem Zeitpunkt potential freien Gegenkontakte 27 des
anderen Umschalters 24 verbunden ist, während der über den Umschaltkontakt 25 angesteuerte
Gegenkontakt 26 des zweiten Umschalters 24 mit dem potentialfreien Gegenkontakt22desersten
Umschalters 20 verbunden ist. Die paarweise zusammengeschaltetenGegenkontakte sind
jeweils an einem Festkontakt des Wechselschalters 11 angeschlossen, An die Anschlüsse
E (entriegeln) und V (verriegeln können weitere Stellmotore angeschlossen werden,
die somit alle parallel angesteuert werden und sich aber über die zugeordneten
Wechselschalter
Jeweils unabhängig voneinander abschalten.
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Durch die Linien 28 ist angedeutet, daß vom Stellmotor 10 neben dem
Wechselschalter 11 auch die Umschalter 20 bzw. 24 betätigt werden. Dabei ist ein
elastisches Zwischenglied 29 vorgesehen, 4Ä1 welches eine Betätigung der Umschaltkontaktbrücken
21 bzw. 25 über den Innenverriegelungsknopf 30 an der Tür eines Fahrzeugs unabhängig
von der Verstellage des Stellmotores 10 erlaubt, In Fig. 1 ist durch gestrichelte
Linien weiterhin angedeutet, daß die gesamte Schaltanordnung mit dem Stellmotor
10 zu einer Baueinheit vereinigt sein kann. Es ist aber ebenso denkbar, den Widerstand
19, der zwischen die Umschaltkontaktbrücke 25 des zweiten Umschalters 24 und Masse
17 geschaltet ist, in einen Schalter zu integrieren und diesen Schalter und den
Motor 10 mit dem Wechselschalter 11 als baulich getrennte Einheiten herzustellen.
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Bei der folgenden Beschreibung der Funktion der Schaltanordnung nach
Fig. 1 wird von der dargestellten Stellung der Umschaltkontaktbrücken bzw. der beweglichen
Kontaktbrücke 11 ausgegangen, wobei noch darauf hinzuweisen ist, daß die beiden
Umschaltkontaktbrücken 21 und 25 gleichzeitig geschaltet werden und bei diesem Ausführungsbeispiel
zugleich den manuell betätigbaren Betriebsschalter darstellen. Der Motoranschluß
16 liegt direkt an Masse 17, während der andere Anschluß 15 über die bewegliche
Kontaktbrücke 14 und die Umschaltkontaktbrücke 25 sowie den Widerstand 19 ebenfalls
an Masse 17 angeschlossen ist.
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Der Stellmotor 10 ist damit stillgesetzt. Werden nun die beiden Umschaltkontaktbrücken
21 und 25 gleichzeitig umgestellt, wird über die Umschaltkontaktbrücke 21, den Gegenkontakt
22, den Festkontakt 12 und die bewegliche Kontaktbrücke 74 dem Anschluß 15 des Stellmotores
10 positives Potential zugeführt. Zugleich liegt der andere Festkontakt 13 über
den Gegenkontakt 27, die Umschaltkontaktbrücke 25 und den Bremswiderstand 19 an
Masse 17.
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Während des nun folgenden Stellvorganges des Stellmotores 10 ist also
der eine Festkontakt 12 mit dem ersten Pol 17 der Spannungsquelle und der zweite
Festkontakt 13 mit dem zweiten Pol 18 der
Spannungsquelle elektrisch
leitend verbunden. Wenn der Stellmotor 10 seine andere Verstellage einnimmt, schaltet
der Wechselschalter 11 un,wobei nun die bewegliche Kontaktbrücke 14 auf den Festkontakt
13 aufgeschaltet ist. Der Versorgungskreis über die Umschaltkontaktbrücke 21 ist
damit unterbrochen,und zugleich über die Umschaltkontaktbrücke 25 und den Widerstand
19 ein Bremsstromkreis geschlossen, so daß der Stellmotor 10 abrupt stillgesetzt
wird. Die Umschaltkontaktbrücken21 und 25 verbleiben in der gestrichelt eingezeichneten
Schaltlage, bis der Stellmotor wieder in seine erste Verstellage zurück verschwenkt
werden soll. Dann wird wieder der Festkontakt 13 mit positivem Potential angesteuert,
während der Festkontakt 12 des Wechselschalters 11 mit dem anderen Pol 17 der Spannungsquelle
elektrisch leitend verbunden ist. Es wird darauf hingewiesen, daß der Bremswiderstand
19 dann nicht benötigt wird, wenn der Wechsel schalter 11 als Schnappschalter ausgebildet
ist und überlappungs frei umschaltet. Da man jedoch - wie Fig. 3 zeigt - Schaltscheiben
mit Kontaktfedern vorzieht, weil diese billiger herstellbar sind, benötigt man diesen
niederohmigen Bremswiderstand 19, weil sonst beim Schaltvorgang des Wechselschalters
11 ein Kurzschluß der Spannungsquelle entsteht, wenn die bewegliche Kontaktbrücke
14 kurzzeitig beide Festkontakte 12 und 13, die ja an unterschiedliche Pole der
Spannungsquelle angeschlossen sind, überbrückt.
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Der Vorteil dieser sehr einfachen Ausführung nach Fig. 1 besteht darin,
daß nach dem Umschalten der beiden Umschalter 20 bzw. 24 mittels des Innenverriegelungsknopfes
30 der Verriegelungs- bzw. Entriegelungsvorgang aller Stellmotore 10 vollautomatisch
abläuft und der Benutzer sicher sein kann, daß alle Vorgänge auch abgeschlossen
werden.
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Fig. 2 zeigt eine Ausführung bei der die Umschalter 20 bzw. 24 anders
geschaltet sind, Nun sind die Umschaltkontaktbrücken 21 bzw. 25 direkt mit den Festkontakten
12 bzw. 13 des Wechselschalters 11 verbunden, während die Gegenkontakte 22, 26 bzw.
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23,27 der beiden Umschalter 20,24 paarweise zusammengeschaltet und
mit dem positiven Pol 18 bzw. über den Bremswiderstand 19 mit Masse 17 der Spannungsquelle
verbunden sind. Ein wesentlicher Unterschied zu Fig. 1 besteht weiter darin, daß
die Umschalter 20 bzw, 24 nicht mehr gleichzeitig, sondern Jeweils einzeln geschaltet
werden.
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In der gezeichneten Schaltstellung der Umschaltkontaktbrücken bzw.
der beweglichen Kontaktbrücke ist der Stellmotor 10 wiederum über die Umschaltkontaktbrücke
21 und den niederohmigen Bremswiderstand 19 kurzgeschlossen. Wird nun die Umschaltkontaktbrücke
21 auf den Gegenkontakt 22 umgeschaltet, kann ein Betriebsstrom zum Stellmotor 10
fließen, bis der Wechselschalter 17 umschaltet. Da die Umschaltkontaktbrücke 25
in der gezeichneten Lage verblieben ist, wird der Stellmotor 10 wiederum dynamisch
abgebremst und damit abrupt stillgesetzt, sobald die Kontaktbrücke 14 des Wechselschalters
11 auf den Festkontakt 13 umschaltet, der über die Umschaltkontaktbrücke 25 und
über den Gegenkontakt 27 mit dem Bremswiderstand 19 und damit mit Masse 17 elektrisch
leitend verbunden ist. Nach Abschluß dieses Stellvorganges muß die Umschaltkontaktbrücke
21 wieder in die dargestellte Lage zurückgestellt werden, in der sie auf dem Gegenkontakt
23 aufliegt. Soll nun der Stellmotor 10 wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgestellt
werden, muß die Umschaltkontaktbrücke 25 auf dem Gegenkontakt 26 aufgeschaltet werden
und damit dem zweiten Festkontakt 13 positives Potential zugeführt werden0 Nach
Abschluß des Stellvorganges wird der Wechselschalter 11 wieder in die gezeichnete
Lage zurückgestellt und der Bremsstromkreis über den in seiner Ruhelage befindlichen
Umschalter geschlossen, Bei dieser Ausführung sind also im Ruhezustand beide Festkontakte
12,13 des Wechselschalters 11 mit dem gleichen Pol der Spannungsquelle, nämlich
Masse 17 elektrisch leitend verbunden und nur während eines Stellvorganges sind
die Festkontakte 12,13 des Wechselschalters 11 an unterschiedliche Pole der Spannungsquelle
angeschlossen.
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Bei dieser Ausführung nach Fig. 2 muß man nun dafür Sorge tragen,
daß der Schaltvorgang des einen Umschalters solange andauert, bis auch der langsamste
Stellmotor seine gewünschte Stellage einnimmt, daß aber andererseits dieser Umschalter
wieder zurückgestellt wird, damit durch Betätigung des anderen Umschalters ein Zurückstellen
des Stellmotores 10 möglich wird.
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Dazu könnte man zwar auch die Umschalter 20 bzw. 24 unmittelbar als
Betriebsschalter ausbilden, doch müßte man dann vom Benutzer verlangen, daß er beim
Schaltvorgang darauf achtet, daß alle Stellmotore ihre Verstellage einnehmen. Erst
danach darf der gerade betätigte Umschalter in seine bezeichnete Ruhelage zurückgestellt
werden.
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Da der Stellvorgang abhängig von den Betriebsbedingungen, insbesondere
abhängig von dem Spannungswert der Spannungquelle unterschiedlich lange dauert,
wird man diese genaue Beobachtung der Verstellbewegungen einem Benutzer nicht zumuten
können. Deshalb werden bei der Ausführung nach Fig. 2 die Umschalter 20,24 jeweils
über ein Relais 31,32 geschaltet, wobei diese Relais wiederum jeweils über einen
Impulsgeber 33,34 wahlweise von einem der Betriebsschalter 35,36 ansteuerbar sind,
Diese Betriebsschalter 35,36 befinden sich in der linken bzw.
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rechten Tür des Kraftfahrzeuges und ermöglichen die wahlweise Ansteuerung
eines der beiden Impulsgeber 33,34.
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Die Betriebsschalter 35,36 sind als Tastschalter ausgebildet, die
nur kurzzeitig betätigt werden müssen. Die Impulsgeber 33, 34 verlängern den Ansteuerimpuls
derart, daß mit Sicherheit gewährleistet ist, daß auch der langsamste Stellmotor
10 seine Verstellage einnimmt, Die Impulszeit liegt in der Größenordnung einiger
Sekunden.
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Jeder Impulsgeber beinhaltet zwei Transistoren 41,42 mit den zugehörigen
Widerständen 43 bis 47 zur Vorgabe der benötigen Gleichspannungswerte sowie den
zeitbestimmenden Kondensator 43, über den das Ausgangs signal des Transistors 41
auf den Steuereingang
des Transistors 42 rückgekoppelt wird. Die
Funktion dieses Impulsgebers ist bekannt und wird daher nicht näher beschrieben.
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Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber die Diode 49,über die das
Signal am Ausgang der Umschaltkontaktbrücke 25 auf den Eingang des Transistors 41
rückgekoppelt wird. Auf diese Weise werden die Impulsgeber 33,34 gegenseitig verriegelt,
denn wenn man davon ausgeht, daß einer der Betriebsschalter 35,36 auf den Schalterausgang
E Masse schaltet, damit der Impulsgeber 34 anspricht und däs Relais 32 durchschaltet,
welches damit die Umschaltkontaktbrücke 25 auf den am Pluspol 18 liegenden Gegenkontakt
26 umstellt, wird über die Diode 49 positives Potential auf den Steuereingang des
Transistors 41 geschaltet, der damit gesperrt bleibt,auch wenn kurzzeitig später
über einen der Betrlebsschalter 35,36 Masse auf den Schalterausgang V aufgeschaltet
werden sollte. Auf diese Weise wird sichergestellt,daß der einmal gewünschte Stellvorgang
auch zu Ende geführt wird.
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Während der Impulszeit des einen Impulsgebers kann also der andere
nicht getriggert werden.
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Fig. 3 zeigt die Gesamtverdrahtung in einem Kraftfahrzeug, bei dem
alle vier Türen und auch der Kofferraum gleichzeitig verriegelt- bzw. entriegelt
werden sollen. Es sind deshalb fünf Stellmotore 10 vorgesehen, wobei jedem Stellmotor
ein Wechselschalter zugeordnet ist. Diese Wechselschalter sind nun durch ein Kontaktscheibe
50 mit zwei stromleitenden, aber gegenseitig isolierten Kontaktbahnen 51,52 realisiert,
auf denen Schleiffedern 53,54,55 aufliegen. Die Schleiffedern 53,54 entsprechen
den Festkontakten 12,13, während die Schleiffeder 55, die direkt an den Motoranschluß
15 angeschlossen ist, der beweglichen Kontaktbrücke 14 entspricht. Die Funktion
dieser Schaltscheibe 50 mit den zugeordneten Schleiffedern 53,54,55 entspricht genau
einem Wechselschalter gemäß den Fig.1 und 2, wobei aber nochmals darauf hingewiesen
wird, daß kurz vor dem Umschalten die Schleiffeder 55 auf beiden leitenden Kontaktsegmenten
51,52 aufliegt und damit die Festkontakte 12,13 bzw. die Schleiffedern 53,54 elektrisch
leitend miteinander verbunden sind. Dies ist unbedingt notwendig, weil andernfalls
unter bestimmten Betriebsbedingungen der Fall eintreten
könnte,
daß eine der Schleiffedern genau in der Isolierlücke zwischen den beiden Kontaktbahnen
51,52 steht, wenn der Motor stillgesetzt ist. Der Stellmotor 10 könnte dann nicht
wieder angesteuert werden. In Fig. 3 ist weiterhin angedeutet, daß die beiden Relais
31,32 unmittelbar über die Betriebsschalter 35,36 angesteuert werden könnten, daß
man aber vorzugsweise die Impulsgeber 33,34 vorschaltet, was hinsichtlich des Bedienungskomforts,
aber auch hinsichtlich der Betriebssicherheit der Schaltanordnung vorteilhaft ist.
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Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 oder Fig. 3 mit einem Impulsgeber
muß die Impulszeit so lange andauern,bis auch der langsamste Stellmotor seine Stellage
einnimmt. Da man hier bestimmte Toleranzen berücksichtigen muß, bedeutet dies in
der Praxis, daß meist die Stellmotoreschon lange vor Ablauf der Impulszeit ihre
neue Lage einnehmen, wenn die Betriebsspannung sehr hoch ist und der Stellantrieb
leichtgängig arbeitet. Die Relais 31, 32 sind dann unnötigerweise zu lange erregt.
Hier schafft eine Ausführung nach Fig. 4 Abhilfe, in der eine Detektoreinrichtung
vorgesehen ist, welche das jeweils angesteuerte Relais abschaltet, sobald alle Stellmotoredie
gewünschte Verstellage einnehmen.
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Als Detektoreinrichtung dient ein Stromrelais 60, dessen Wicklun zwischen
die Gegenkontakte 23,27 der beiden Umschalter 20,24 und den einen Pol 18 der Spannungsquelle
geschaltet ist und somit den Betriebsstrom aller Stellmotore10 erfaßt. Dieses Stromrelais
betätigt einen Schließerkontakt 61, der ein dem Schaltsignal des Betriebsschalters
35,36 wirkungsgleiches Schaltsignal für das jeweils angesteuerte Relais 31,32 abgibt.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel wird sowohl über den Betriebsschalter 35
als auch über den Schließerkontakt 61 Masse geschaltet. Jedem Relais 31,32 ist ein
zusätzlicher Kontakt 63 zugeordnet, über den solange ein Selbsthaltekreis für die
Relais31,32geschlossen wird9 bis das Stromrelais 60 abfällt, Außerdem sind die beiden
Relais 31,32 gegenseitig verriegelt, weil über einen weiteren jedem Relais zugeordneten
Schließerkontakt 64 der Steuerstromkreis für das eine Relais unterbrochen
wird,
sobald das andere Relais erregt ist.
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Wird beispielsweise der Betriebsschalter 35 auf den Anschluß V aufgeschaltet,
liegt am einen Anschluß des Relais 31 Masse, am anderen Anschluß über den Schließerkontakt
64 des anderen Relais 32 aber positives Potential. Das Relais 31 wird erregt und
betätigt den Schließerkontakt 64, den Selbsthaltekontakt 63 und die Umschaltkontaktbrücke
21. Über das Stromrelais 60 wird nun dem Stellmotor 10 Betriebsstrom zugeführt.
Dadurch spricht auch dieses Stromrelais 60 an und schließt den Schließerkontakt
61. Über diesen Schließerkontakt 61 und den Selbsthaltekontakt 63 ist damit ein
Selbsthaltekreis für das Relais 31 geschlossen, so daß dieses erregt bleibt, auch
wenn der Betriebsschalter 35 in die gezeichnete Neutralstellung zurückfedert.
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Das Stromrelais 60 führt nun zunächst den Betriebsstrom aller Stellmotore
10. Es ist so ausgebildet, daß es auch noch erregt bleibt, wenn lediglich der Betriebsstrom
für einen Stellmotor über seine Wicklung fließt. Sobald jedoch der langsamste Stellmotor
seine Verstellage einnimmt und damit alle echselschalter umgestellt und die zugehörigen
Motoren dynamisch abgebremst und damit abrupt stillgesetzt sind, fällt das Stromrelais
60 ab und unterbricht den Selbsthaltekreis, so daß schließlich auch das Relais 31
abfällt und damit wieder der ursprüngliche Zustand gegeben ist. Bei dieser Ausführung
ist also das Relais 31 nur während der Verstellzeit erregt, was gegenüber der Schaltung
nach Fig. 2 vorteilhaft ist.
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Bei der Ausführung nach Fig. 4 benötigt man ein aufwendiges Relais
mit mehreren Kontaktsätzen. Bei der Ausführung nach Fig. 5 werden die zusätzlichen
Kontaktsätze 63,64 praktisch durch elektronische Bauteile realisiert. Die Relais
31,32 werden über eine Schaltstufe mit einem Transistor 70 angesteuert, wobei dem
Steuereingang dieser Schaltstufe bzw, der Basis dieses Transistors 70 über einen
lYiderst d 71 entweder ein Steuer-oder 36 signal des Betriebsschalters 35 /oder
über den Widerstand 72 eine gleichwirkende Spannung des Schließerkontaktes61 des
Stromrelais 6o
zugeführt ist, Außerdem wird der Basis des Transistors
70 über die Diode 49 eine Sperrspannung zugeführt, sobald das andere Relais 32 anspricht.
Auf diese Weise wird eine gegenseitige Verriegelung gewährleistet, denn sobald über
die Diode 49 positives Potential auf die Basis dieses Transistors 70 aufgeschaltet
wird, kann das Relais 31 nicht mehr erregt werden, da der Transistor 70 wirksam
gesperrt ist. Im übrigen entspricht die Funktion dieser Schaltanordnung nach Fig.
5 genau derjenigen nach Fig. 4.
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Bei der Ausführung nach Fig. 6 dient als Detektoreinrichtung ein Meßwiderstand
80 im Betriebsstromkreis des Stellmotors 10.
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Der Spannungsabfall an diesem Meßwiderstand 80 wird von einer Transistorschaltstufe
81 ausgewertet, wobei der Schwellwert durch das Teilerverhältnis der Widerstände
78,79 vorgegeben ist. Über die Elemente 82 bis 85 wird eine Temperaturkompen sation
verwirklicht, die Diode 86 dient zurPegelanhebung.
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Außerdem wirkt sie im Kurzschlußfall als Sperrdiode und verhindert
eine Beschädigung des Transistors 81. Dieser Schaltungsteil ist von anderen Anwendungen
her bekannt und wird daher nicht mehr erläutert. Jedes Relais 31,32 wird über ein
Schaltelement 87,88 mit den beiden Transistorstufen 89 und 90 geschaltet. Ein Kondensator
91 dient in bekannter Weise als Entstbrglied und verhindert ein Schwingen der Schaltanordnung.
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Die Dioden 92 und 93 dienen zur Entkopplung der Schaltsignale des
in zwei Tastschalter 35a und 35b aufgeteilten Betriebsschalters 35. Die gegenseitige
Verriegelung der beiden die Relais steuernden Schaltelemente wird dadurch gewährleistet,
daß über die Leitung 94 bzw. die Leitung 95 die Betriebs-und Steuerspannung für
den Transistor 90 des einen Schaltelementes 88 über die Wicklung des Relais zugeführt
wird, das von dem anderen Schaltelement angesteuert wird. Ist beispielsweise der
Transistor 89 des linken Schaltelementes bzw. zweistufigen Schaltverstärkers 87
leitend und damit das Relais 31 erregt, liegt am Emitter des Transistors 90 des
anderen Schaltelementes 88 lediglich eine Spannung von Wert der ollektor-Emitter-Sättigungsspannung
Das
rechte Schaltelement 88 kann damit nicht mehr durchschalten.
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Wenn beispielsweise die Schalttaste 35a betätigt wird, wird im rechten
Schaltelement öl der Transistor y(9 une aamit aucn aer -iTansistor oy leitend unu
das Relais 32 spricht an. Der Betriebsstrom des Stellmotors 10 erzeugt am Meßwiderstand
80 einen Spannungsabfall derart, daß auch der Transistor 81 leitet. Über die Entkopplungsdiode
92 am Kollektor dieses Transistors 81 wird damit zugleich ein Selbsthaltekreis für
den Transistor 90 und damit auch für den Transistor 89 geschaltet. Das Relais 32
bleibt erregt, auch wenn die Schalttaste 35a wieder die gezeichnete Ruhelage einnimmt,
Dieser Selbsthaltekreis über die Entkopplungsdiode 92 wird erst dann unterbrochen,
wenn der Betriebsstrom des Stellmotores unterbrochen ist und damit am Meßwiderstand
80, der als Detektoreinrichtung dient, kein Spannungsabfall mehr meßbar ist. Der
Transistor 81 sperrt dann und schaltet die Transistoren 90 und 89 aus. Während des
Stellvorganges wird also über den Transistor 81 ein dem Schaltsignal der Taste 35a
wirkungsgleiches Schaltsignal für das Schaltelement 88 ausgelöst.
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Die Ausführung gemäß Fig. 6 ist zwar verhältnismäßig aufwendig, doch
ist die Anpassung des Widerstandes 80 an die Motorstöme bei verschiedenen Betriebsbedingungen
einfacher als die Auslegung des Stromrelais bei der Ausführung nach Fig. 5.
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Die einzelnen Schaltungsteile der Ausführung nach Fig. 6 sind im wesentlichenbekannt,
doch wird auf eine Besonderheit hingewiesen, die sich in der Praxis als vorteilhaft
erwiesen hat. Die Widerstände 78 und 98 sind nämlich nicht unmittelbar mit dem Pol
18 der Spannungsquelle verbunden, sondern liegen nur dann am positivem Potential,
wenn das Relais 31 erregt. Der Steuerstrom für die Transistorschaltstufe 81 bzw.
der Strom zur Erzeugung der Schlvelllfertspannung für diese Transistorschaltstufe
wird also an einem der estkontal;te 12,13 des Wechselschalters 11 abgenommen. Auf
diese Weise wird die Stromaufnahme der Schaltanordnung niedrig denn im Ruhezustand
fließen nur Restströme
ganz geringer Größenordnung. Allerdings
sind nunmehr die Widerstände 78 und 98 jeweils zweifach vorzusehen, weil der Steuerstrom
für die Transistorschaltstufe in beiden Schaltstellungen des Wechselschalters 11
benötigt wird.
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