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Verfahren und Vorrichtung zur wertmäßigen
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Ermittlung von Hewegungsvorgängen sowie statisch oder dynamisch wirkenden
Muskelkräften beim Menschen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
das Verfahren durchführende Vorrichtung zur wertmäßigen Ermittlung von Bewegungsvorgängen
sowie statisch oder dynamisch wirkenden Muskelkräften beim Menschen.
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Entsprechend dem einschlägigen technischen Stand werden die funktionellen
Zusammenhänge beim Bewegen menschlicher Glieder und Körperteile,und die damit in
kausalem Zusammenhang stehenden Eigenschaften der für die Bewegungen und zum Vollbringen
von Arbeit und Leistung maßgebenden rnuskeln,in rein subjektiver W6iae und in weitgehend
pauschaler Form ermittelt und danach heurtailt.So ist es nach dem derzeitigen technischen
Stand nicht möglich,sowohl den genauen zeitlichen Ablauf der verschiedenartigen
Clieder- und Organbewegungen als auch die in den verschiedenartigen bzw. unterschiedlichen
mensoblichen Muskeln wirksam werdenden Kräfte, im einzelnen oder in ihrem Zusammenwirken,
meßtechnisch zu ermitteln. Diese noch bestehenden Unzulänglichkeiten hinsichtlich
genauer bzw. objektiver Beurteilungsmöglichkeiten betreffen sowohl den Bereich ungestörter
als auch den Bereich der auf verschiedene Ursachen
zurückzuführenden
gestörten Funktionsabläufe für den Bereich des menschlichen Bewegungsapparates.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunda,ein n1sßverfahren und eine
Meßvorrichtung zu finden,durch welche u.a. die verschiederartigen Bewegungsvorgänge
menschlicher Glieder oder Organe ermittelt und weiterhin die funktionellen Ablaufs
bei menschlichen Muskelkräften in stetiger und genauer Weise der Meßwertbildung
möglich wird.Bei dem Erfindungsgedanken wurde insbesondere davon ausgeqangen,daß
die jeweiligen Meßergebnisse leicht reproduzierbar sind,die Meßeinrichtung verhältnismäßig
einfach in ihrem Aufbau und in der Handhabung ist, und weiterhin das erfindungsgemäße
Verfahren und die diesbezügliche rneßanlage vielseitig anwendbar sind,wodurch sich
viele ISöglichkeiten des Einsatzes ergeben. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Meßanlage
ict es beispielsweise möglich, eingehende und umfangreiche Untersuchungen im Bereich
der Medizin,im bereich des Sportes und nicht zuletzt besondere Personentests für
den Bereich der Luft-und Raumfahrt durchzuführen.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin,daß die durch einzelne
oder mehrere Muskeln bewirkten Glieder-,Organ- und Körperbewegungen und weiterhin
die von den Muskeln hervorgerufenen Kraftwirkungen auf geeignet ausgebildete Tast-oder
Tragorgane und geeignete Meßvorrichtungen übertragen werden,durch welche die Bewegungen
und von den Muskeln erzeugten Kräfte in vorteilhafter Weise in entsprechende elektrische
Meßimpulse bzw.-werte umgewandelt und weiterhin diese elektrischen Meßwerte über
eine
elektronische Einrichtung verstärkt und mittels eines analogen oder digitalen Registriersystems
in geeigneter Weise fortlaufend und stetig festgehalten und entweder manuell oder
durch eine Meßdatenverarbeitungseinrichtung ausgewertet werden.
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Neben den bei der eigentlichen Aufgabenstellung bereits allgemein
dargelegten Gesichtspunkten ist es aufgrund der exakten Erfassung und Registrierung
der bewegungs-und kräftebezogenen Vorgänge mittels des er-findungsgemäßen Verfahrens
möglich beispielsweise innerhalb fachbezogener medizinischer Sereiche,genaue Untersuchungen
über die zeitlichen Abläufe von verschiedenartigen Bewegungen und insbesondere über
die spezifischen Eigenschaften der Muskeln und ihr Zusammenwirken mit ihren Befehlsorganen
(motorische Nerven) durchzuführen.Bedingt durch Storeinflüsse oder -faktoren angeborener
oder sozusagen erworbenen Art die insbesondere neurologisch bedingt sein können,oder
auf Erkrankungen der muskeln (z .B .fruskelschwund) beruhen können und ferner auf
Unfälle verschiedenster Art zurückzuführen sind, ergeben sich vielfach Behinderungen
sowohl in der Beweglich keit einzelner Muskeln und Muskelgruppen als auch in der
Kraftausübung durch die entsprechenden Glieder und Organe.Diese mehr oder weniger
stark von normalen Eigenschaften abweichenden körperlichen Behinderungen können
von bleibender,von nachlassender oder auch von ganz zu behebender Natur sein sie
für den Einzelfall evtl. durchzuführenden therapeutischen Maßnahmen (z.B. pharmazeutische,
physikalische) lassen sich hinsichtlich ihrer einschlägigen Auswirkungen mittels
des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Meßeinrichtung wertmäßig
bestimmen
und tendenzmäßig verfolgen.
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Der Einsatz oder die Anwendung des Erfindungsgegenstandes für entsprechende
Untersuchungen auf sportlichem Gebiet bietet den Vorteil,daß es dadurch möglich
wird,grundlegende und besondere Eigenschaften betreffend Muskulatur und Beweglichkeit
einzelner Personen zur Ausübung dieser oder jener Sportart herauszustellen.Ferner
lassen sich die Auswirkungen sportlicher Betätigungen oder gezielter Trainings hinsichtlich
der Steigerung von Muskelkraft und Bewegungsfähigkeit,und damit die in erster Linie
muskelbezogene Leistungsethdhung,wertmäßig bestimmen und systematisch verfolgen.Darüber
hinaus ist es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ohne weiteres möglich,
im Höhe und die Nachwirkungen von sportlich bedingten Unfällen, z.B. Muskel-, Sehnen-,
Bänder- und Nervenrisse, Gelenkverstauchungen oder sogar Knochenbrüche, in entsprechen
den Meßwerten eder -daten festzuhalten, undlzwar was die jeujnIlien Folgeerscheinungen
derartiger Sportunfälle oder auch den z itlichen Verlauf diesbezüglicher Behinderungen
betrifft.
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soweit man sich in erster Linie allgemeine oder grundlegende Erkenntnicse
über die funktionellen Zusammenhänge zwischen einzelnen Bewegungsvorgängen und deren
zeitlichen Abläufen verschaffen will, so läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren
auch hierfür mit Vorteil zur Anwendung bringen.
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ob es sich dabei um angeborene oder durch äußere Einflüsse verursachte
(anhaltende) Störungen hinsichlich menschlicher Glieder-oder Organbewegungen, die
räumlich und/oder auch zeitlich umbedingt sein können (z.B. Koordinationsvermögen,
Reaktionsvorgängen oder auch bewußt hervorgerufene (vorübergehende) Störungen (Erkennungs-und
Aufnahmevermögen,Reaktionsfähigkeit,
Gleichgewichtshtshaltung u.a.m.)
handelt, so lassen sich die Auswirkungen derartiger Störeinflüsse, die z.B. bei
besonderen Eignungstests auf dem Gebiet der Luft-und Raumfahrt durch extrem hohe
Sinnesbeanspruchungen hervor?erufen werden,auf vorteilhafte Weise mittels des erfindungegemäßen
Verfahrens meßtechnisch erfassen.Gegebenenfalls können mit Hilfe es Erfindungsgegenstandes
gewisse schulische oder auch therapeutische Maßnahmen hinsichtlich der Verbesserung
bzw.Verringerung vorhandener Storunoen genannter Art durchgeführt werden Neben den
Vorteilen der vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten ist die Erfindung und die Durchführung
des Verfahrens dadurch gekennzeichnet, daß die einerseits in Händen und Armrn und
anderseits in Füßen und Beinen hervorrerufenen bzw. wirksamen Muskelkräfte zwecks
Gliederbewegung und/oder Kraftausühung auf geeignet ausgebildete Tastvorrichtungen
übertragen werden, die in vorteilhafter weise auf geeignet dimensioniertendund zu
den in verschiedenen Richtungen ausgeübten benegungen und uskelkräften entsprachend
angeordneten Plattfedern nachgiebig federnd befestigt sind, derart, daß die jeweiligen
Gliederbewegungen und Muskelkräfte eine der Kräfteintensität entsprechende geringe
elastische Durchbiegung der betreffenden elattfedern - einzeln oder gemeinsam,gleichzeitig
oder abwechselnd - bewirken, wobei die den Kräftewirkungen entsprechenden geringen
Federdurchbiegungen durch an sich bekannte Meßwertwandler, wie z.B. Dehnungsmeßstreifen,
oder auch induktive, oder kapazitive,oder fotoelektrische,oder piezoelectrische
Meßwertwandler meßbar sind.
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Die Vorteile, die sich erfindungsgemäß hierbei er@eben, sind
im
wesentlichen dadurch gekennzeichnet,daß die Ermittlung der Muskelkräfte und Bewegungsvorgänge
ohne des Auftreten von störenden und leicht zu meßfehlern führenden Reibungskräften
innerhalb der Tast- und Meßvorrichtungen erfolgt.
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Weiterhin besitzen die zu Aufnehmen der Muskelkräfte und Bewegungsvorgänge
notwendigen Tastorgane und Übertragungsvorrichtungen eine geringe Massenträgheit,
wodurch eine hohe Meßempfindlichkeit, selbst bei schnellen Kraft- und Bewegungs
änderungen erreicht wird.Dadurch ist es unter anderem möglich, selbst sehr kleine
Veränderungen im funktionellen Ablauf, soohl wertmäßig als auch in tendenzmäßiger
Wirkung einschlägier Einflußgrößen, exakt zu bestimmen.
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bei der Erfindungsgegenstand ist weiterhin vorgesehen, daß zur Ermittlung
der in einzelnen Fingern einer Band auftretenden Bedegungs-oder Muskelkräfte ein
zylinderförmiger Hohlkörper dient, auf dem in geeigneter Weise beim Umfassen mittels
einer Band, das Fingerkuppeln in Lage und Form angepaßte Tastorgane Fingfägig nach
giebig federnd angeordnet sind, wobei die Tastorgane Einzeln von entsprechend dimensionierten
und im das re@ des Hohlkörpers untergebrachten Plattfedern getragen es. n,@@ gab
die von einzelnen Fingern auf die betrefge Lastorgane nach möglichkeit maximal ausgeübten
Kräfte, ist 1 er auf jeder Blattfeder geeignet angebrachten Dehnungsorganen und
einer nachgeordneten elektronischen Abgleichen der @@ ersinrichtung meßbar sind.
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Band und finger stellen bekanntlich die wichtigsten Gliedmassen zur
Vorrichtung geschickt- und kraftbezogener Tätigkeiten war. Bedingt durch behindernde
Einflußgrößen, z.B. neuerlogischer,
Hauptsache maßgebenden Glieder
- Hände und Arme, Füje und eine - weiterhin entsprechende Untersuchungen für die
Organbereiche Kopf und Hals, sowie Schulter, Körper und Hüfte durchgeführt werden
können. Dabei ergeben sich in meßtechtechnischer Hinsicht für die jeweiligen Nießvorrichtungen
die gleichen Vorteile,wie sie bereits für die betreffenden Meßvorrichtungen der
Bereiche Hände und Arme sowie Füße und Beine, herausgestellt wurden.
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3ei der Erfindung ist weiterhin vorgesehen'daß die Tastorgane mitsamt
ihre Meßwertbildner (Blattfedern mit Dehnungsmeßstreifen) und d n jeweiligen Haltevorrichtungen
sowohl für die Bereiche Wände und Arme, Füße und Beine, als auch für die reiche
Kopf und Hals sowie Schulter,lsörper und Hüfte einzehln versellbar sind, und die
jeweils eine Einheit bildenoen meßvorrichtungen für Hände und Arme ,sowie für Füße
und Beine (rechts,links), von leicht auswechselbaren und in der wirksemen Länge
verstellbaren Blattfedern , die nicht der ei-@entliche Meßwertbildung dienen, getragen
werden, und die mit Dehnungsmeßtreifen versehenen jeweiligen Blattfedern zu den
Stellen der Kraft- und Bewegungseinleitungen, mittels Händen oder Füßen, hin angeordnet
sind.
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Eine derartige Ausbildung und Anordnung der verschiedenen Tast- und
Meßvorrichtungen hat den Vorteil,daß mit ein- und derselben Maßanlage Personen mit
den unterschiedlichsten Glieder-und Körpergrößen entsprechenden Untersuchungen unterzogen
werden können, und zwar in weitgehender Annäherung an die praktischen sgebenheiten.Die
Verwendung und Anordnung der nicht für die eigentliche Meßwerthildung benutzten
Blattfedern bietet den besonderen Vorteil, daß das einzelne menschliche Glied (Hand,
er
rheumatischer,oder unfallbedingter Art,können Hände n. Finger in der Beweglichkeit
und Kraftausübung mehr oder @iger stark beeinträchtigt werden. Mit Hilfe der erfindungssüßen
meßanlage ist es auf relativ ei-nfache und sichere ise müglich,solche behindernden
Einflüsse wertmäßig zu stimmen und ihre tendenzmaßigen Veränderungen in positver
er auch negativer Hinsicht systematisch zu verfolgen.
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n weiteres merkmal der Erfindung ist dadurch gegeben,daß zur rtmäßigen
Ermittlung des Funktionsverhaltens von muskeln bzw.
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skelkräften und Bewegungsvorgängen im Kopf- und Halsbereich d weiterhin
im Schulter-,Körper- und Hü@tbereich eines lilenhen auf die jeweiligen Erfordernisse
einstellbare Tast-,Stützer Tragvorrichtungen vorgesehen sind,die einzeln oder zu
deren von geeignet dimensionierten und zu den in verschieden Richtungen wirkenden
Muskelkraften und Organbewegun3en entrechend angeordneten Blattfedern nachgiebig
federnd getragen rden, derart, daß die Bewegungen der jeweiligen Körperteile d die
dabei aufgebrachtan Muskelkräfte eine der Bewegungsd Kräfteintensität entsprechende
geringe Durchbiegung der treffenden Blattfedern- einzeln oder gemeinsam, gleichzeitig
er abwechselnd - bewirken, wobei die den Kräftewirkungen entbrechenden elastischen
Federdurchbiegungen durch an sich bennte Meßwertwandler, vorzugsweise #Dehnungsmeßstreifen,
meßbar nd.
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e Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsmaßen Meßverfahren
bzw. der Meßeinrichtung macht es auf rteilhafte Weise möglich, daß neben den einschlägigen
Mesengen an den für Bewegungs- und Kräfteausübungen in der
Fuß
bzw.rm,Bein),zum Aufbringen einer bestimmten und maximalen Kraft,eine größere Bewegung
ausführen kann oder muß.Je nach wirksamer Einspannlänge oder nach Dimension der
verwendeten Blattfeder, lassen sich, z.B. für gleiche Kräfte, verschieden große
Gliebewegungen erzielen (KraFtwene).Uies ist insbesondere für Untersuchungen an
sehr unterschiedlichen Personen (Erwachsene, Kinder ; Starke, Schwache) von besonderer
Bedeutung. Die eventuellen starken Federdurchbiegungen sind dabei ohne Bedeutung,weil
auf ihnen im Normalfalle keine Meßwertwandler in Form von Dehnunnsmeßstreifen aufgebracht
sind.
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Die mit Meßwertwandler versehenen Plattfedern werden zweckmäßig so
dimensioniert, daß sie auch bei sehr hohen Muskelkräften nur eine geringe Durchbiegung
erfahren. Die Meßempfindlichkeit läßt sich bekanntlich auf elektronischem Wege in
einfacher weise auf di jeweiligen Erfordernisse cinstellen oder verändern. Die geeignete
Anordnung der mit Meßwertwandler versehenen Blattfedern, d.h. zur Stelle der Kraft-und
Bewequngseinleitung hin,bietet den Vorteil,daß jede Versuchsvorrichtung nur einmal
auf einige verschiedene Verstärkungen hin geeicht zu werden braucht. Der Abstand
der Meßwertgeber von der Blattfeder ohne Dehnungsmeßstreifen, und auch das Durchbiegevermögen
dieser Blattfeder, haben auf die Meßempfindlichkeit, bzw. die Eichwerte, keinen
Einfluß.
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Bei der Erfindung ist es auf vorteilhafte Weise möglich, daß die Sitzanordnung
bzw.-vorrichtung der Untersuchungsperson entweder allgemein verstellbar oder aber
nach allen Richtungen in der horizontalen Ebene beweglich ausgeführt ist,
derart,
da; die Sitzvorrichtung von einem senkrecht angeordneten biegsamen Stab getragen
wird, wobei die durch besondere Störeinflüsse (z.B. Gleichgewichtsstörungen) verursachten
schwankenden Bewegungen der Untersuchungsperson, nach den entsprechenden Richtungen,
geringe elastische Durchbiegungen des biegsamen Stabes bewirken und somit die Störungen
der Untersuchungsperson mittels der auf den biegsamen Stab angebrachten Dehnungsmeßstreifen,
meßbar sind.
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Somit bietet die erfindungsgemäße Meßanlage den weiteren Vorteil,
krankheitsbedingte oder auch durch übermäßige Sinnesbeanspruchungen, wie dies z.B.
bei besonderen Personentests auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt der Fall ist,
hervorgerufenen einschlägigen Störungen, sowohl in ihrer Intensität als auch in
ihrem zeitlichen Ablauf, meßtechnisch zu erfassen und fortlaufend zu registrieren.
In rein meßtechnischer Hinsicht ergeben sich dabei die gleichen Vorteile, wie sie
bereits bei den anderen erfindungsgemäßen Meßeinrichtungen herausgestellt wurden.
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Im Hinblick auf eine vielseitige Verwendungs- oder Einsatzmöglichkeit
des Erfindungsgemäß ein weiterer Vorteil dadurch gegeben, daß die @e@anlage ferner
zur Ermittlung von befehlsmäßig erteilten Kraft- und Bewegungsausführungen einer
Verauchs Person Verwendung finden kann, derart daß beispielsweise vorprogrammierte
Impulsgaben, eventuell in Form von Vibrationsimpulsen, auf die einzelnen Tast-,
Stütz- oder Tragorgane für die Glieder oder Körperteile der Untersuchungsperson,
zwecks Ausführung bestimmter Bewegungen oder kraftbedingter Tätigkeiten, gegeben
werden, und/oder die betreffenden Befehle zur Betätigung der @e vorrichtungen für
die bereiche Hände und Arme, Füße und Beine, sowie Kopf und Hals, Schulter, Körper
und
Hüfte über eine mit sinngemäßen Darstellungen versehene Lichttafel,oder optische
Signalgebereinrichtung, angezeigt, oder aber die Befehisgabe über einen Bildschirm
mit vorgeschalteter Gebereinrichtung, z.B.einen Video-Recorder,in dem die einzelnen
Kraft- und Bewegungstätigkeiten nach Art und in zeitlicher Fplge gespeichert sind,erfolgt.
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Dcrartige Untersuchungen können dann mit Vorteil durchgeführt werden
und von besonderem Interesse sein,wenn krankheitsbedingte Behinderungen der Untersuchungsperson
vorliegen würden. Solche Behinderungen können z.B. neurologisch bedingt sein, wodurch
gegebenenfalls die Reaktions- und/oder die Koordinationsfähigkeit,bei der notwendigen
Ausführung einzelner oder mehrerer kraft- und bewegungsbezogener Tätigkeiten, entsprechend
beeinträchtigt sein kann.Nach Vorliegen entsprechender Untersuchungsergebnisse ließen
sich mit Hilfe der erfindungsgemässen Anlage, in therapeutischer Hinsicht, evtl.
besondere Übungen oder Trainings durchführen.Für die Aufzeichnung der einzelnen
Funktionellen Abläufe und der jeweiligen tendenzmäßigen Änderungen, kann zweckmäßig
ein Mehrkanal-Registriergerät Verwendung finden ist dessen Hilft ließen sich sowohl
die impulsartigen Befehle als auch die einzelnen Funktionellen Abläufe der hierauf
bezogenen Kraft- und Bewegungsausführungen festhalten.
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In diesem Zusammenhang ist es erfindungsgemäß ohne weiteres möglich,einschlägige
Untersuchungen unter Anwendung bewußt hervorgerufener Störeinflüsse, z.B. in Form
übermäßiger Sinnesbeanspruchungen, durchzuführen. Dabei kann die Test- oder Versuchsperson
entweder vor oder aber während der Versuchsdurchführung diesbezüglichen Störeinflüssen
ausgesetzt werden.
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Einr kombini-rte Anwandung solcher störenden Einflüsse ist selbstverständlich
auch möglich.
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Bei der erfindungsgemäßen Meßanlage ist weiterhin vorgesehen, da zwecks
Untersuchungder Beweglichkeit und Ermittlung weiterer Eigenschaften menschlicher
Glieder,die Tast-,Trag-oder Haltevorrichtungen für Hände bzw. Arme und für Füße
bzw. Beine, mitsamt ihren jeweiligen Meßwertbildner vorzugsweise durch in der Drehzahl
veränderliche Motore,z.B.kleine Gleichstrom-Nebenschlußmotore mit Getriebevorgelege
,angetrieben werden, dcrart,daß die einzelnen Gliedmaßen unabhängig voneinander
periodische Bewequnquen ausführen, wobei mittels der Meßwertgeber - bei entsprechender
Gliederentspannung dor Untersuchungsperson - die einzelnen Widerstände fortlaufend
gemessen werden, welche die einzelnen Glieder aufgrund krankhafter Voränderungen
der Gelenke oder der Muskulatur verursachen, oder aber diejeniden Krafte gemessen
werden, die durch bewußtes Entgegenwirken der bewegungen, durch die Gliedmaßen der
Untersuchungsperson, hervergerufen verden.
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So ist es mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes auch möglich, den Grad
degenerativer Erkrankungen im Bereich der Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln, die
bekanntlich eine entsprechende Verringerung der Gliederbeweglichkeit zur Folge haben,meßtechnisch
zu Hestimmen.Außerdem lassen sich die Erfolge bei Anuyendn gezielter Therapien tendenzmäßic
verfolgen. Nicht zuletzt können die von der vorrichtungen auf die Glieder übertragenen
periodischen Sewegunsen dazu ausgenutzt werden,um hierdurch eine aktivierende Entspannungs-Anspannungstherapie
mit entsprechender Bewesgungstraining durchführen zu können und zwan wenn den periodischen
-ewegungen der Vorrichtungen bewußt ein entsprechender Widerstand, durch die menschlichen
Gliender, entgegengesetzt wird. Dabei lassen sich die Vorgänge meßtechnisch genau
verfolgen.
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Die Zeichnung zeigt die Erfindung in schematischer Darstellung, und
zwar stellt im einzelnen dar,die Fig. 1 eine Seitenensicht der Tast- und Meßeinrichtung
für die Ermittlung der Kraft- und Bewegungsabläufe an Händen und Armen, Fig. 2 eine
Seitenansicht und ein Schnitt der Tast- und Meßvorrichtung für die Ermittlung der
Kraft- und Bewegunesabläufe an den Fingern einer Hand, Fin. 7 eine seitenansicht
der Tast- und Weßeinrichtung für die Ermittlung der Kraft- und Bewegungsabläufe
an Füßen und Beinen, Fig.4 eine Seitenansicht und ein Schnitt der Tast- und Meßeinrichtung
für die Ermittlung der Kraft- und Rewegungsabläufe der Bereiche Kopf und Hals, sowie
schulter, Körper und Hüfte, Fig.5 ein Blockschema des kompletten Meß- und Registriersystems
für die Ermittlung verschiedenartipster Kraft-und Bewegungsabläufe bei nonschlichen
Gliedern und Orgenen, Fig, 6 bis 14 Beispiele für Registrierungen der Kraft- und
Bewegungsabläufe bei menschlichen Gliedern und zeitabhängigen Vorgängen aufgrund
äußerer Einflußgrößen.
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In Fig 1 kennzeichnet 1 einen Handgriff,der mitsamt dem Haltebügel
2 auf der mit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfader 3 nachgiebig federnd angebracht
ist.Der Handgriff,der Haltebügel und die Blattfeder sind um das feststellbare Kugelgelenk
4, nach verschiedenen Richtungen hin, verstellbar. Die Teile 1 , 2 und 3 dienen
zur Ermittlung von Kräften und Bewegungsabläufen, die durch Betätigung des Handgelenkes,in
den möglichen Richtungen, bewirk werden. Der Haltebügel 2 ist in der Fcderhalterung
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drehhar verstellbar und läßt sich gegebenenfalls mitsamt dem Handgriff 1 gegen eine
gleichartige Vorrichtung, mit anderem Handgriff, auswechseln. Ferner können die
Teile 1 und 2 gegen eine deßvorrichtung zur Ermittlung der Kräfte und bewegungen
dar einzelnen Finger einer Hand ausgetauscht werden.
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Mittels der Feststellvorrichtung 6 läßt sich, zwecks Durchführung
anderartiger Messungen an Händen und Armen,die Durchbiegung der Blattfeder 3 verhindern.
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7 kennzeichnet eine Blattfeder,auf der ebenfalls Dehnungsmeßstreifen
angebracht sind.Nach der in Fig. 1 gezeigten Anordnung der Blattfeder lassen sich
über deren Dehnungsmeßstreifen die Kraft und Bewegungsabläufe beim Vor- und Rückwärtsbewegen
einer Hand, bzw. des Handgriffes 1, infolge der unter Kraftaufwand bewirkten Armstreckung
und -anwinkelung,in zeitlich wechselnder Folge ermitteln.iiittels der Vorrichtung
a kann je nach Forderung die Federdurchbiegung verhindert werden.
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Die mit 9 bezeichnete und mit Dehungsmeßstreifen versehene Blattfeder
dient der Ermittlung von Kraft- und BewegungsabläuFen bei wechselnden Seitwärtsbewegungen
einer Hand bzw. des Handgriffes 1. 10 kennzeichnet wiederum eine Fe,ststellvorrichtung,und
zwar für die Blattfeder 9 .Damit die unter entsprechenden Kraftaufwand beuirkten
Seitwärtsbewegungen einer Hand und des betreffenden armes unter Zurücklegen genügend
großer Wege erfolgen können,ist es notwendig,daß die mit 11 bezeichnete Blattfeder
gegenüber der in Fig. 1 gezeigten Darstellung bzw.
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Anordnung um g-o Grad,mitsamt deren Federhalterungen,verstellt wird.
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Die Blattfeder 11,auf der keine Dehnungsmeßstreifen befestigt sind,dient
der Ermtiglichung von mehr oder weniger großen Wegen des Handgriffes oder der Hand
bei den betreffenden Kraftausübungen.Im erforderlichen Falle kann die Durchbiegung
der Blattfeder mittels der Vorrichtung 12 verhindert werden. Durch Änderung der
wirksamen bzw. freien Einspannlänge der Blatt-Feder 11 ist es möglich,die durch
eine bestimmte Kraftausübung hervorgerufene Auslenkbewegung des Handgriffes 1 zu
verändern.Wie in der Schemazeichnung nach Fig. 1 durch Pfeile angedeutet, läßt sich
die gesamte Meßvorrichtung, sowohl in der Höhe als im Abstand zur Untersuchungsperson,
verstellen. Durch Verwendung eines Zwischengliedes - was in Fig. 1 nicht weiter
gezeigt ist - kann die Meßvorrichtung in Bezug auf die Untereuchunnsperson o eingestellt
werden,daß auch senkrecht oder schräg bewirkte Hand- und Armbewegungen, bis oberhalb
des Kopfes der Untersuchungsperson,meßtechnisch nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
ermittelt werden können.
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Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht und einen Schnitt der meßvorrichtung
für die Ermittlung der Kraft- und Bewegungsvorgänge der einzelnen Finger einer Hand,Die
Kennziffern 14 , 15 , 16 b 17 , 18 geben die Taster für Daumen,Zeigefinger,rnittel
finger,Ringfinger und kleinen Finger an Aus der Schnittzeichnung wird die Wirkungsweise
der Meßvorrichtung ersichtlich.
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Bei der möglichst maximal ausgeübten Fingerkraft,beim Umfassen der
als Handgriff 13 ausgebildeten Vorrichtung, wird über den Taster 16 (Sittelfinger),und
ein Verbindungsglied,die mit Dehnungsmeßstreifen versehene Blattfeder 19 um kleine
Beträge durchgebogen,wodurch in bekannter Weise eine Meßwertänderung erfolgt. Die
einzeln Blattfedern sind mit einem Ende innerhalb des Handgriffes radial und axial
so versetzt befestigt,da(3 die
auf die einzelnen Taster ausgeübten
Finger- bzw. Muskelkräfte senkrecht auf das freibewegliche andere Ende der jejeweiligen
Blattfeder gerichtet sind.Das ist in der Schnittzeichnung,z.B. für eine Vorrichtung
des kleinen Fingers, durch die gestrichelt gezeichneten Teile 18 und 20,veranschaulicht.
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In der Fig. 3 kennzeichnen 21 und 22 zwei kappenförmige Halteteile
für den Fersen- und Zehenbereich eines Fußes.Für verschiedene Fußgrößen lassen sich
die betreffenden Teile auf der Fußhalterung 23 verstellen. Die Teile 21,22 und 23
sind auf der rnit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfeder 24 nachgiebig Federnd
befestigt.Die genannten Teile dienen zur Ermittlung von Kräften und Bewegungen,die
durch Betätigung des Fußgelenkes hervornerufen werden.Bei derartigen Untersuchungen
ist es zweckmäßig, wenn das Fußgelenk(Knöchel) oberhalb des Federverlaufes sich
befindet.Für andersartige Untersuchungen mittels der Vorrichtung nach Fig. 3,läßt
sich die durchbiegung der Blattfeder 24 durch das Teil 25 vermeiden.
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Mit Hilfe des feststellbaren Gelenkes 26 kann man die Grundstellung
des Fußes und Beines der Untersuchungsperson verändern.
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Die Blattfeder 27, auf der ebenfalls Dehnungsmeßstreifen befestigt
eine, ient zur Ermittlung von Kräften und Bewegungen beim Vor- und Rückwärtsverlagern
des Fußes aufgrund des unter Kraftaufwand erfolgenden Streckens und Anwinkelns des
Beines bzw. Knies. Teil 28 bedeutet wiederum eine Feststellvorrichtung, undzwar
für die Blattfeder 27. Zwecks Ermittlung von Kraft-und Bewegungsabläufen bei dem
unter Kraftaufwand erfolgenden Seitwärtsbewegen des Fußes und Lieines kann die Blattfeder
27 mitsamt
ihren Halteteilen in den unteren Ansatz des Gelenkes
26 um 90 Grad, gegenüber der gezeigten Darstellung,verstellt werden.
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Die Untersuchungen mit wechselnder Vor- und Rückwärts-,sowie Seitwärtsbewegung
der Glieder, lassen sich bei verschiedenen Grundstellungen der Füße und Beine durchführen.
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Dic Blattfeder 29,auf der keine Dehnungsmeßstreifen befestigt sind,
dient dem gleichen Zweck,wie er den gleichartigen Teilen 11 und 12 der Fig. 1 zukommt.Somit
kann auch die Blattfeder 29 mitsamt der Vorrichtung 30 um 9o Grad-gleichfalls die
Teile 27 und 28 - gegenüber der gezeigten Darstellung, verstellt werden.LJie durch
die Pfeile angegeben,ist die gesamte Meßeinrichtung im Abstand zur Untersuchungsperson
einstellbar.Wie es im oberen Teil der Fig. 3 durch eine Nebenskizze allgemein veranschaulicht
ist,lassen sich bei einer etwas anderen Ausbildung der Fußhalterung, mittels der
Blattfeder 31 und deren Uehnungseeßstreifen,die bei der sogenannten Zehen-Creifbewegung
auftertenden Kräfte ermitteln.
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Die Schemazeichnung nach Fig.4 gibt Aufschluß über den Aufbau und
die Wirkungsweise der Meßeinrichtung zur Ermittlung der Kraft- und Bewegungsabläufe
für die Bereiche Kopf und Hals, sowie Schulter, Körper und Hüfte. Mit 32 ist eine
von mehreren Blattfedern getragene Säule bezeichnet, auf der verschiedene Tast-,
Stütz- und Meßvorrichtungen beliebig verstellbar angeordnet sir. , 33 und 34 stellen
je ein Tastorgan dar,welche auf den mit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfedern
35 und 36 nachgiebig federnd befestigt sind. Mit ihren verstellbaren Halteteilen
dienen diese Vorrichtungen zur Ermittlung der Muskelkräfte beim Vor- und Rückwärtsneigen
des Kopfes. Für Untersuchungen mit wechselndem Seitwärtsneigen des Kopfes dienen
die
Tastvorrichtungen 37 und 38.Diese Teile sind über entsprechende
Zwischenglieder auf den mit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfedern 30 und 40
nachgiebig federnd angebracht.
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Mit 41 ist in an die Kinnform angepaßtes Tastorgan bezeichnet.
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mitsamt den mit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfedern 42 un--
43 und den betreffenden Tragteilen lassen sich entsprechende Messungen beim Auf-
und Abbewegen bwz. Seitwärtsbewegen des Kinnes bzw. Kiefers unter Maximalkraft durchführen.
Teil 44 dient zum Fiçierrn und Halten des Kopfes. Für stärker unterschiedliche Kinnformen
@ kann Ca Tastorgan 41 entsprechend ausgewechselt werden.
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Für die Ermittlung funktioneller Zusammenhänge und behindernder Einflüsse
der Bereiche Schulter, Körper und Hüfte dient eine Vorrichtung, die auf der Tragsäule
32 verstellbar angeordnet ist.
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In einer Nebenfigur sind die Einzelteile der Vorrichtung in der Draufsicht
gezeigt. Mit 45 und 46 sind zwei verstellbare Halterungen oder Stützen für den Rückenteil
einer Untersuchungsperson Bezeichnet.47 und 48 kennzeichnen zwei seitliche Halteorgane.Durch
den Gurt 43 kann der Oberkörper über die Teile 45 is 48 fest mit der zusätzlich
als Kraft- und Bewegungsübertrager dienenden Tragsäule 32 kraftschlüssig verbunden
werden.Zur Ermittlung entsprechender Muskelkräfte wird die Tragsäule von mehreren,in
verschiedenen Richtungen wirksamen und mit Dehnungsmeßstreifen versehenen Blattfedern
getragen Bei der mit maximaler Kraft erfolgenden Vor- und Rückwärtsneigung des Oberkörpers
wird die e Blattfeder 50 geringfügig durchgebogen,wodurch nach dem beschriebenen
Prinzip entsprechende Meßwertänderungen verursacht werden.Messungen mit wechselnder
Seitwärtsbewegung des Oberkörpers
der Untersuchungsperson erfolgen
über die ebenfalls mit Dehnungsbestückte meßstreifen@ Blattfeder 51 , Die gleichfalls
Dehnungsmeßmeßstreifen tragende Blattfeder 52 dient der Ermittlung entsprechender
Muskelkräfte bei wechselseitiger Verdrehung des Oberkörpers. Je nach Meßart lassen
sich die Durchbiegungen der Blattfedern So , 51 , 52 ,mittels der Feststellvorrichtungen
53 , 54 und 55,einzeln oder zusammen,verhindern.
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Die durch die Teile 45 , 46 , 47 s 48 2 49 gekennzeichnete Vorrichtung
dient weiterhin zur Ermittlung der Bewegungsvorgänge und Muskelkräfte bei wechselseitiger
Bewegung und ferner bei Drehbewegungen der Hüfte,Einschlägiga messungen bei. wechselseitigen
Verdrehen das Kopfes und beim Heben und Senken der Schultern erfolgen ebenfalls
mit dieser Vorrichtung.Für die erstgenannte Meßart werden nach Entfernen der Vorrichtungen
für Messungen im Bereich Kopf und Hals die durch 45 bis 49 gekennzeichneten Teile
auf der Tragsäule 32 bis zur Hüfthöhe der dabei auf der Sit2vorrichtung stehenden
Untersuchungsperson verstellt. In der Weise, wie es in der Fig. 4 für den Oberkörper
gezeigt ist,wird alsdann der Hüftbereich der Untersuchungsperson kraftschlüssig
mit der Tragsäule 32 und ihren Verbindungsteilen verbunden.Je nach dem Kraftaufwand,
mit dem die Hüftbewegungen erfolgen, werden die mit Dehnungsmeßstreifen versehenen
Blattfedern 50 , 51 , 52 einzeln oder zu rnehrsran,geringfügig durchgebogen und
in der bereits angegebenen Weise zur Meßwertbildung benutzt, Für die zweite Meßart
wird die durch die Teile 45 bis 49 gekennzeichnete Vorrichtung bis zur Stirnhöhs
der sitzenden Untersuchungsperson auf der Säule verstellt.Durch die weitgehende
Verstellbarkeit der Einzelteile der Vorrichtung läßt sich der Kopf
kraftschlüssig
mit der Säule 32 und ihren Tragorganen varbinden.Die Meßwertbildung bei dem unter
entsprechendem Kraftaufwand erfolgenden Verdrehen des Kopfes geschieht über die
mit Dehnungsmeßstreifen versehene Blattfeder 52.
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Zuecks Ermittlung der muskelkräfte,beim Heben und Senken der Schultern,
wird die Vorrichtung auf der Säule 32 in die entsprechend richtige Höhe gebracht.Für
die Kräfteermittlung,beim Anheben der Schultern werden die Teile 47 und 48 60 verstellt*
daß sie bei der Normalhaltung der Schultern fest sut denselben aufliegen.Bei der
anderen Meßarm erfolgt die Verstellung der Teile 47 und 48 so,daß sie bei der Normalhaltung
der Person fest unter deren Armhöhlen greifen.Die meßwertbildung erfolgt in beiden
Fällen über die mit Dehnungsmeßstreifen versehene Blattfeder 50.Bei jeweils einseitigem
Heben oder Senken der Schultern geschieht die Messung über die Blattfeder 51.
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Gegebenenfalls können - was in der Fig. 4 nicht weiter gezeigt ist
- anstatt der Teile 47 und 48 entsprechend geformte,z.B.
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gabelförmige Übertragungsglieder,die über und unter das jeweilige
achultergelenk greifen und diesbezüglich noch verstellbar sind,Verwendung finden.Dadurch
lassen sich die betreffenden Kräfte sowohl beim abwechselnden Heben und Senken der
Schultern als auch be gegenläufigen Bewegen der Schultern ermitteln.im ersten Fall
erfolgt die Meßwertbildung über die Blattfeder 50 und im zweiten Fall über die Blattfeder
51.
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Die mit 56 bezeichnete Sitzvorrichtung für die Untersuchungsperson
Icann,zwecks Berücksichtigung verschiedener Bedingungen, mitsamt der Tragsäule 32
und den Meßvorrichtungen gegenüber der Vertikalen verstellt werden Zwecks Wiederholbarkeit
von Messungen
gleicher Art ist es zweckmäßig,die einzelnen Verstellvorrichtungen
an den verschiedenen Meßeinrichtungen mit entsprechenden Einstellskalen zu versehen,wie
es beispielsweise dz roh die Skala 58 dargestellt ist.
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Für eine weitere Untersuchungs- bzw rneßart kann die Feste Stütze
57 gegen eine Meßvorrichtung, die gemäß der in Fig.4 gezeigten Nebendarstellung
aus einem senkrecht angeordneten biegsamen Stab 59 mit entsprechender Haltevorrichtung
besteht, ausgetauscht werden Auf dem elastischen Stab (runder,sechs-oder achteckiger
Querschnitt) sind in geeigneter Weise mehrere Dehnungsmeßstreifen 60 fest angebracht.Die
jeweils paarweise um 1Bo Grad versetzt befestigten Dehnungsmeßstreifen a/a', b/b'und
c/c'bilden jeweils eine Halbbrücke.Durch störende Einflüsse oder durch Krankheit
verursachte unsichere oder schwankende Körperhaltungen (z.B.Gleichgewichtsstörungen)
werden durch die Untersuchungsperson entsprechende Durchbiegungen des biegsamen
Stabes hervorgerufen.Die nach allen Richtungen hin möglichen Stabdurchbiegungen
werden durch die Dehnungsmeßstreifen - nach dem gezeigten Schaltbeispiel dreikanalig
- meßbar gemacht und können mittels eletronischer Vorrichtungen fortlaufend aufgezeichnet
bzw. registriert werden.Die Untersuchungsperson wird dabei zweckmäßig von der Vorrichtung,gekennzeichnet
durch die Teile 45 bis 49,am völligen Umfallen gehindert.Die in Fig. 4 oberhalb
dieser Vorrichtung angeordneten Meßvorrichtungen werden bei derartigen Untersuchungen
zweckmäßig von der Tragsäule 32 entfernt.Anstatt der sitzenden Stellung der Untersuchungsperson
können diesbezügliche Untersuchungen auch beim Stehen der Person auf der j(itzvcrrichtung,mit
Haltgebung mittels der Teile 45 bis 49,durchgeführt werden.
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Der der In Fig.5 im Blockschema dargestellten vollständigen Meßanlage
bedeuten - in Blickrichtung der Untersuchungsperson gesehen - (L) die linke und
(R) die rechte Seite des gesamten Meßsystems. H A und F B kennzeichnen die jeweiligen
Meßvorrichtungen für Hände und Arme,sowie für Füße und Beine. Die Meßvorrichtung
In Für den Bereich Kopf und Hals sind mit K H, und für an Bereich Schulter,Körper
und Hüfte sind mit 0 H bezeichnet. M U stellen die einzelnen Ahleich- und Verstärkereinrichtungen
dar, die den einzelnen Meßstellen zugeordnet sind.
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Im allgemeinen genügen für eine Meßanlage weniger solche Vorrichtungen,als
sie in Fig. 5 eingezeichnet sind,da bei den durchzuführenden Untersuchungen nicht
alle Meßstellen zu gleichen Zeit eingesetzt worden. Die betreffenden Abgleich- und
Verstärkervorrichtungen können beliebig mit den verschiedenen Meßstellen zusammengeschaltet
werden. Die mit M U bezeichnete Einrichtung bedeutet ein Meßstellenumschalter. Über
diesen werden die einzelnen Meßgrößen dem mit A M bezeichneten analogen Meßwert-Registriergerät
in entsprechender Weise zugeleitet. Dieses Registriergerät kann ein mehrkanaliger
Linienschreiber, ein sogenannter XY-Schreiber oder eine mehrkanalige Magnetband-Meßspeichereinrichtung
sein.
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Anstatt eines analogen Registriergerätes kann gegebenenfalls auch
eine digitale Meßwert-Speichereinrichtung D M Verwendung finden.Ferner ist es möglich,
die registrierten Meßwerte - anstatt nach den manuellen Verfahren - mit Hilfe einerlbesonderen
Meßdaten-Auswerteeinrichtung M A , nach den notwendigen Gesichtspunkten bzw. Forderungen
hin, auszuwerten.
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bit à G ist eine Signal - ooer Befehlsgeber-Einrichtung der
bereits
erwähnten Art bezeichnet.Mit ihr können der Person vorprogrammierte Befehisgaben
zu entsprechenden Tätigkeiten erteilt werden.Durch die Pfeile oberhalb der Vorrichtung
K H ist die optische Wahrnehmung der von dem Signal- oder Befehlgeber S an die Untersuchungsperson
übermittelten Tätigkeitsart angedeutet.Die Pfeile unterhalb der Einrichtung S C
versinnbildlichen die impulsartigen Signale oder Befehle (z.B. Vibrationsimpulse)
an die Person,und zwar für die einzelnen Seßvorrichtungen H A, F B , K H und 0 H
In den Figuren 6 bis 14 sind einige Registrierbeispielz fEr die Kraft- und Bewegungsabläufe
menschlicher Gliedmaßen u,a. veranschaulicht.Fig. 6 zeigt in vereinfachter DarsteLlung
die erfindungsgemäßs Meßvorrichtung für Hände und Arme,und in Fig.7 sind entsprechende
Aufzeichnungen für einen unter maximalen Kraftaufwand ausgeführten periodischen
Kraft- und Bewegunges vorgang veranschaulicht. Z bedeutet die Zugkraft und O die
Drucke kraft.Ausgehend von der Stellung 0 wird beA maximaler Zugkraft max der Punkt
a durchlauten.Durch Zuruckbewegem der Msßvorrichtung,mittels Hand bzw. Arm,erfolgt
der Durchgang durch den Nullpunkt b wonach durch einen entsprechenden Kraftaufwand
beim Punkt c die maximale Druckkraft PD max erreicht wird.Danach er-Folgt unter
Kraftverringerung ein Zurückbewegen der Meßvorrichtung bis zu dem Nullpunkt d .
S1 und S2 sind die bei diesem Vorgang zurückgelegten Wege der Hand, und zwar je
zweimal. S1 und S2 bedeuten die auf eine Gerade projetierten Werte für und S2.Aus
der in Fig. 7 gezeigten Aufzeichnung lassen sich -neben dem genauen Kraftverlauf-ferner
die mittleren Kräfte PZ m und PDm und weiterhin die Arbeit und Leistung,für einzelne
oder Für eine Anzahl derartiger kraftbezogener Vorgänge, ermitteln.
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t stellt die Zeit oder den zeitlichen Ablauf der kraft- und bewegungsbezogenen
Tätigkeit der Untersuchungsperson dar.
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In den Fig. 8 und 9 sind als Beispiel jeweils zwei Kraft-und Bewegungsabläufe
in Form von Registrierungen veranschaulicht. (R) bedeutet das rechte und (L) das
linke Glied,z.B.
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Hand und Arm oder Fuß und Bein.Bei Fig.8 war die Bewegung der beiden
Glieder gleichgerichtet und bei Fig.9 entgegengesetzt gerichtet. Registrierungen
über eine weitere Untersuchungsart sind jeweils in den Fig. lo und 11 gezeigt. H/A
und F/B bedeuten Hände und Arme bzw. Füße und Beine.Ferner geben (R) und (L) wiederum
das rechte bzw. linke Glied an.Bei Fig.lo erden die Hände und Arme,und auch die
Füße und Beine,jeweils entgegengesetzt bewegt,jedoch erfolgte die Bewegung der beiden
rechten und er beiden linken Glieder jeweils gleichsinnig.
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In Fig. 11 sind ähnliche Kraft- und Bewegungsabläufe gezeigt, wobei
jeweils die beiden Hände und Arme und,genau entgegengesetzt dazu,die beiden Füße
und Beine gleichzeitig in derselben Richtung bewegt wurden.Auf die Wiedergabe weiterer
Kombinationen von Kraft- und Bewegungsabläufen diesbezüglicher Gliedmaßen wurde
verzichtet.Derartige Untersuchungen lassen sich u.a. zur Beurteilung der Konzentrations-
und Koordinationsfähigkeit einer Untersuchungsperson heranziehen.
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Fig. 12 zeigt als weiteres Anwendungsbeispiel der erfindungsgemä3en
Meßanlage Kraft-Bewegungsdiegramme für ein einzelnes menschliches Glied. Die Darstellung
gibt die Abnahme oder Verringerung der Muskelkräfte im Langzeitversuch wieder .Bei
solchen Untersuchungen werden zweckmäßig einzelne Aufzeichnungen in größeren Zeitabständen
vorgennomen, wie es durch die Zeitwerte T1, T2 t T3 und T4 angegeben ist.Neben den
jeweiligen Saximalwerten für die Zug (ZY- und Druck (D) - Kräfte können zur
weiteren
Beurteilung muskelbezogener Eigenschaften zusätzz.,P.
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liche Diagrammauswertungen,vin Bezug auf Arbeit und Leistung, vorgenommen
werden.
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Eine andere Verwendungsmöglichkeit der Melkanlage zeigt Fig. 13.
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Durch die Kraft(P)-Zeit(t)-Diagramme sind einige Beispiele für unterschiedliches
Reaktionsverhalten von Untersuchungspersonen veranschaulicht.Zum Zeitpunkt t1 wurde
jeweils ein impulsartiger Befehl zu einer Kraft- und Bewegungsausführung eines einzelnen
Gliedes erteilt.Bei Fig.13 a erfolgte die Befehlsausführung zum Zeitpunkt t1 ohne
zeitliche Verzögerung.Das Diagramm der Fig. 13 b läßt eine sogenannte Anlaufzeit
erkennen,welche sich aus dem Zeitwert t1 bis t2 ergibt.Die Aufzeichnung der Fig.
13 c enthält sowohl eine sogenannte Totzeit t1 bis t2 als auch eine Anlaufzeit t2
bis t3.Die gesamte Verzögerungszeit ergibt sich dabei aus t1 bis t3 Über eine weitere
Untersuchungsart gibt die Fig. 14 Aufschluß.
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Hierbei handelt es sich um die fortlaufende Registrierung von Gleichgewichtsstörungen
einer Untersuchungsperson.Im oberen Teil der Fig.14 ist der Verlauf der durch Störeinfluß
verursachten Verlagerungen des Kopfes bzw des Körpers der Person in der Draufsicht
gezeigt Hierbei bedeuten V Verlagerungen nach vorne,R nach rechts,H nach hinten
und L nach links.Die Zeitpunkte to bis t8 und die Lagekennzeichen V s R , H und
L entsprechen den gleichen Bezeichnungen in der unteren Darstellung der Fig. 14,die
einen Teil einer zweikanaligen Registrierung darstellt.Diese zweikanalige Aufzeichnung
wird dadurch erhalten'wenn auf dem in Fig.4 mit 59 bezeichneten biegsamen Stab zwei
Paar und jeweils in Halbbrücku geschaltete Dehnungsmeßstreifun in geeigneter Weise
aufbricht sind0
Die Meßwertverstärkung und die Registrierung erfolgen
dann selbstverständlich ebenfalls zweikanalig.Aus den beiden Registrlerungun lassen
sich u.a. die maximalen Schwankungen oder Verlagerungen nach den verschiedenen Richtungen
hin,der gesamte zeitliche Ablauf und weiterhin die Intensität einer derartigen Störung
ermitteln. Letztere ergibt sich z.B. aus den schraFfierten Flächen der in Fig.14
gezeigten Registrierungen. Je kleiner diese Flächen sind,desto geringer ist die
türung und umgekehrt.Beim Verlauf der Registrierungen über ihre jeweilige Mittellinie
besagt,daß eine Störung einschlägiger Art nicht vorliegt.