-
"Bildbetrachtungsgerät"
-
Die Erfindung betrifft ein Bildbetrachtungsgerät mit einer Bildwechselmechanik.
Derartige Geräte sind seit vielen Jahrzehnten bekannt (DT-PS 179 675, DT-PS 224
700, DE-PS 873 908). Sie beruhen sämtlich auf dem folgenden Prinzip: In einem flachen
Gehäuse mit einem gegebenenfalls durch eine Scheibe abgedeckten Sichtfenster befindet
sich ein Stapel Bilder, deren oberstes durch das Sichtfenster zur Betrachtung freiliegt,
und an den Kanten abgestützt ist. Eine Andruckanordnung unter Federvorspannung hält
den Stapel nach oben an das Fenster bzw. dessen Rahmen gedrückt Seitlich weist das
Gehäuse eine Öffnung auf, durch die ein Schieber herausziehbar ist; seine Ausziehbewegung
wird durch Anschläge begrenzt. Nahe der Gehäuseöffnung ist ein diese quer überspannender,
hier und im folgenden so bezeichneter Separator angeordnet, der oben und unten je
einen schmalen Bilddurchtrittsschlitz freiläßt. Beim Herausziehen des Schiebers
wird von einem hakenähnlichen Mitnehmer das oberste Bild durch den oberen Schlitz
abgezogen, wobei der Reststapel sich am Separator abstützt, und beim Rückhub des
Schiebers durch den unteren Schlitz wieder unter den Stapel geschoben, genauer gesagt
zwischen die Andruckanordnung und das unterste Bild des Stapels.
-
Das zweitoberste Bild liegt jetzt vor dem Sichtfenster, und der Vorgang
kann beliebig wiederholt werden.
-
Dieses Prinzip ist für genau ebene, dicke Platten, wie in den beiden
erstgenannten Druckschriften erwähnt, recht brauchbar, weil der Mitnehmerhaken dann
genügend tief an der Plattenkante angreift und nicht abrutscht.
-
Bei Papierbildern jedoch, etwa Fotoabzügen, mit einer Dicke von z.B.
25/100 mm oder sogar darunter, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß der Haken
- der ja selbst eine geringere Eingriffstiefe haben muß als der kleinsten Bilddicke
entspricht - von der Bildkante abrutscht oder diese gar nicht erfaßt, insbesondere
dann nicht, wenn die Bilder schräg beschnittene Kanten aufweisen oder in sich gewölbt
oder verdreht sind. Abrutschen des Hakens führt dazu, daß dieser über die Sichtseite
des Bildes kratzt und dieses dabei beschädigt. Ferner wird selbst bei weichem Bildträgermaterial
der Haken im Laufe der Zeit seine scharfe Spitze abschleifen und dann umso weniger
fassen, während umgekehrt die weichen Bildträger an der Hakenangriffskante verformt,
verbogen und eventuell sogar eingerissen werden mit dem Ergebnis, daß das Gerät
mit diesen Bildern überhaupt nicht mehr funtkioniert.
-
Vorteilhaft bei dieser Konzeption ist, daß die Bauhöhe in Richtung
der Stapeldicke relativ gering ist.
-
Bei einem Stereobetrachter gemäß DT-PS 864 759 wird ein Bild mittels
einer von Hand gedrehten Walze von einem Stapel abgezogen und mittels einer zweiten
Walze wieder unter den Stapel gefördert. Hier ist zwar die Bildbeschädigung vermieden,
doch
ist die Bauhöhe unvermeidlich sehr viel größer als bei der Schieber-Konzeption.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bildbetrachtungsgerät mit den im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen zu schaffen, das bei nur geringfügig
die Dicke des Bilderstapels übersteigender Bauhöhe hinsichtlich der Mitnehmerfunktion
betriebssicher ist, auch bei relativ dünnen Papierbildern, insbesondere bei Fotoabzügen,
und eine Beschädigung der Bildkanten aber auch der Bildflächen durch den Mitnehmervermeidet.
-
Die Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung ergibt sich aus dem
Patentanspruch 1. Diese Lösung beruht auf den folgenden Uberlegungen: Die Wechselfunktion
besteht eigentlich aus zwei Einzelschritten: Dem Abtrennen des zu wechselnden Bildes
vom Stapel und dem Transport des abgetrennten Bildes parallel zu sich selbst. Bei
den bekannten Geräten gehen diese beiden Schritte unmittelbar ineinander über, wobei
allerdings anzumerken ist, daß - da ja die Haftreibung immer größer ist als die
gleitende Reibung -der unmittelbare Beginn der Bildbewegung mehr Kraft erfordert
als der Weitertransport und somit den erwähnten ersten Schritt darstellt. Es leuchtet
ein, daß der Weitertransport des Bildes, wenn es einmal vom Stapel getrennt ist,
keine besonderen Probleme mehr aufwirft.
-
Bei dem Gerät der Erfindung dient also das flächig haftende Organ
in jedem Falle dazu, das Bild vom Stapel zu trennen oder zu lösen, wobei die Relativbewegung
des Bildes vom Stapel durch Verschieben, Verdrehen, Verstauchen, Abheben des ganzen
Bildes oder Anheben nur an einer Kante oder Ecke bewirkt werden kann. Darüber hinaus
kann man aber das haftende Organ, wie im Stand der Technik, zugleich zur Durchführung
des Transports des Bildes verwenden, also zugleich als Mitnehmeroder zumindest Teil
des Mitnehmers im Sinne der obigen Definition benutzen.
-
Soweit das Organ das Bild senkrecht zu seiner Fläche vom STapel abheben
soll - oder auch nur anheben -, muß die Haftkraft des Organs ziemlich groß sein.
-
Hier kommen klebende Stoffe infrage, die freilich keine Rückstände
hinterlassen dürfen, ferner Organe, die mit Unterdruck arbeiten, wie Saugnäpfe,
oder solche, die auf magnetischer oder statischer Anziehungskraft beruhen.
-
Ist das Bild parallel zu seiner eigenen Ebene zu bewegen, so genügen
meist Organe, bei denen nur eine hinreichend große Reibung zwischen dem Material
des Organs und des Bildes entwickelt wird, wobei "hinreichend groß" bedeutet, daß
die Haftwirkung diejenige übersteigen muß, die zwischen dem betreffenden Bild und
dem Rest des Stapels vorliegt.
-
Hier kann man also mit Materialien arbeiten, die von Hause aus hohe
Reibungskoeffizienten aufweisen, wie Gummi und Gummiersatzstoffen, Haftkknststoffen
(im Handel erhältlich), aber natürlich auch mit allen oben für hohe Haftkraft genannten
Organen.
-
In bestimmtenKonstruktionen wird es erwünscht sein, daß die Haftwirkung
selektiv in dem Sinne ist, daß in der gewünschten Bewegungsrichtung die Haftwirkung
hinreichend groß ist, in der Gegenrichtung hingegen kleiner als die Reibung zwischen
Bild und Stapel; man kann dann von einem Organ mit Freilaufwirkung sprechen. Hierzu
gehören Zackenleisten, schräg stehende Borsten oder dergleichen, doch kann man diese
Aufgabe auch konstruktiv lösen, wenn etwa das Haftorgan nur in der Abtrennbewegungsphase
in Eingriff mit dem Bild steht, bei der Rückbewegung hingegen von ihm im Abstand
gehalten ist.
-
Schließlich ist darauf hinzuwesen, daß bei allen oder fast allen erwähnten
Typen von flächig haftenden Organen auch die Möglichkeit besteht, die Haftwirkung
nur dann eintreten oder hinreichend groß werden zu lassen, wenn die zu wechselnden
Bilder ihrerseits entsprechend behandelt sind. Mit anderen Worten, das flächig haftende
Organ bildet nur eine Komponente eines Haftsystems, dessen andere Komponente sich
am Bild befindet. Typisch hierfür sind magnetisch arbeitende Systeme, bei denen
etwa das flächig haftende Organ ein Permanentmagnet ist und die Bilder eine magnetisierbare
Komponente aufweisen. Ein weiteres Beispiel sind ganzflächig oder nur an einzelnen
Punkten aufgerauhte Bilder, an denen eine komplementär dazu ausgebildete Fläche
eines Haftorgans angreift, die auf glatten Flächen abrutschen würde.
-
Wenn im folgenden vereinfachend von einem "Haftelement" gesprochen
wird, so ist darunter ein flächig haftendes, aber wieder lösbares Organ zu verstehen.
-
Soweit im folgenden Lösungsbeispiele erläutert werden, bei denen das
flächig haftende Organ zugleich Mitnehmer ist, wird zwischen diesen beiden Begriffen
nicht unterschieden, wohl aber bei Ausführungsformen, bei denen diese beiden Funktionen
getrennt sind.
-
Haftbelag
auf das oberste oder unterste Bild des Stapels aktiv wirkend angebracht sein, sowohl
am Gehäuse als auch am Wechselschieber oder schließlich an einer Andruckanordnung,
sofern eine solche vorgesehen ist. Je größer die Haftreibung ist, desto geringer
ist die erforderliche Andruckkraft, die üblicherweise durch eine Feder aufgebracht
wird. Wenn die Andruckkraft,von der das oberste Bild an die Sichtöffnung durch den
Stapel hindurch von unten drückenden Andruckanordnung aufgebracht wird, und das
oberste Bild vom Haftbelag erfaßt werden soll, muß die Kraft größer sein, als wenn
das unterste Bild erfaßt wird.
-
Verwendet man ein Haftelement, das in beiden Bewegungsrichtungen
hohen Reibungsbeiwert besitzt, so ist es unabdingbar, daß beim Wiedereinschub des
Schiebers das Haftelement außer Eingriff mit demjenigen Bild des Stapels gebracht
wird, das ihm dann zugekehrt liegt. Dies kann dadurch geschehen, daß das Haftelement
weggeklappt, weggedrückt, weggeschoben oder überdeckt wird, derart, daß z.B. seine
wirksame Fläche tiefer liegt als eine Auflagefläche, über die das Bild dann gleiten
kann. Umgekehrt kann der Stapel vom Haftelement entfernt liegen und nur für den
Schieberauszug das Bild dem Haftelement genähert werden; schließlich kann auch das
Haftelement beim Rückhub dem Stapel abgekehrt werden.
-
Die Inaktivierung erfolgt automatisch beim Schieberrückhub, wobei
dieser oder das Gehäuse oder eine andere Andruckanordnung hierfür bestimmte Steuerorgane
aufweisen werden.
-
Man kann durch ein zum Beispiel manuell betätigbares Zusatzorgan
dafür sorgen, daß das Haftelement auch beim Schieberauszug inaktiv ist. Dies erleichtert
oder ermöglicht erst den Austausch des gesamten Bilderstapels. Dabei ist jedoch
bevorzugt, das Haftelement nach dem Ausziehen des Schiebers bei inaktivem Haftelement
während des Rückhubs wieder zu aktivieren und damit das Gerät wieder in die Wechselfunktion
umzuschalten.
-
An dem Gerät können alternativ oder in Kombination weitere Abänderungen
vorgenomen sein, die den Gebrauchszweck fördern oder verbessern.
-
Dazu gehören an der Rückseite angeordnete ausklappbare Ständer, Aufhängemöglichkeiten
als Rahmen, auswechselbare, aufsteckbare oder in anderer Weise befestigte Zierrahmen
unterschiedlicher Formen und Oberflächenbearbeitungen, das Vorspannen des Schiebers
mittels einer Feder in die öffnungs- oder Schließposition, die Aufteilung des Feldes,
das die Sichtscheibe aufweist, in mehrere Sichtfelder, von denen eines einem Bilderstapel
und ein anderes einem Textkartenstapel zugeordnet ist, wobei Bild und Text gegebenenfalls
auch auf einem gemeinsamen Informationsträger angeordnet sein können. Ferner kann
die die Sichtscheibe aufweisende Fläche des Gerätes auch mit Beschriftungsfeldern
versehen sein.
-
Es bestehen ferner die Möglichkeiten, im Inneren des Gerätes, vorzugsweise
stationär im Gehäuse, ein Aufnahmefach für beispielsweise zu im Schieber angeordneten
Fotoabzügen gehörige Negative auszubilden, und man kann schließlich die Kassette
auf Vorder- und Rückseite mit einem Sichtfenster versehen, wobei natürlich auch
zwei getrennte Schieber vorzusehen sind.
-
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung zeigen die beigefügten
Zeichnungen.
-
Dabei betreffen die Fig. 1 bis 70 sämtlich Ausführungsbeispiele,
bei denen nicht scharf zwischen dem Abtrennen des Bildes vom Stapel und der Mitnahmefunktion
unterschieden ist. Die nachfolgenden Figuren lassen deutlicher beide Schritte des
Wechselvorgangs erkennen, und teilweise sind dort auch gesonderte Elemente für das
Abtrennen des Bildes mittels flächig haftenden Organs und die Mitnahme des Bildes
mittels eines weiteren Organs dargestellt und beschrieben.
-
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht von oben auf das Gehäuse mit abgebrochenem
Deckel und eingefahrenem Schieber, stark schematisiert, Fig. 2 bis 5 zeigen in schematisiertem
Längsschnitt durch das Gerät den Ablauf des Wechselvorgangs, um das Zusammenwirken
von Schieber und Federplatte zu verdeutlichen, Fig. 6 bis 9 stellen dieselben Phasen
beim Bildwechsel dar, jedoch mit eingelegtem Bildstapel, Fig. 10 bis 13 zeigen ähnlich
Fig. 2 bis 5 den Ablauf der Gesamtstapelentnahme, Fig. 14 bis 17 zeigen ähnlich
Fig. 6 bis 9 die STapelentnahme mit Darstellung des Bilderstapels, Fig. 18 ist ein
schematisierter Querschnitt durch das Gerät, Fig. 19 ist eine gegenüber Fig. 18
maßstäblich vergrößerte Darstellung im Querschnitt, teilweise weggebrochen, Fig.
20 zeigt unter Bezugnahme auf Fig. 19 diskutierte Einzelheiten des Gehäuses in perspektivischer
Darstellung, Fig. 21 zeigt im weitgehend schematisierten Längsschnitt eine weitere
Ausführungsform eines Gerätes, Fig. 22 ist eine zu Fig. 21 analoge Darstellung bei
ausgezogenem Schieber, Fig. 23 stellt eine Draufsicht auf die Bodenplatte des Gehäuses
bei gezogenem Schieber bei dem Gerät nach Fig. 21 und 22 dar, Fig. 24 zeigt einen
Schnitt nach Linie 24-24 der Fig. 21, Fig. 25 und 26 illustrieren Einzelheiten dieser
Ausführungsform,
Fig. 27 bis 30 zeigen eine weitere Ausführungsform,
Fig. 31 bis 36 betreffen eine weitere Ausführungsform und Fig. 37 und 38 zeigen
eine weitere Ausführungsform, Fig. 39 bis 44 betreffen eine weitere Ausführungsform,
Fig. 45 bis 51 beziehen sich auf eine weitere Ausführungsform, Fig. 52 und 53 stellen
eine weitere Ausführungsform dar, und Fig. 54 zeigt im Teilschnitt eine abweichende
Gestaltung des Separators, ferner zeigen Fig. 55 bis 58 eine Ausführungsform, bei
der die aktive und die inaktive Stellung des Haftelements durch ein Schieberteil
gesteuert werden, das in Ausziehrichtung des Schiebers relativ zu dem Hauptteil
des Schiebers verschiebbar ist, Fig. 59 und 60 eine abgewandelte Gestaltung des
Haftelements der Ausführungsform nach Fig. 55 bis 58, Fig. 61 und 62 eine Ausführungsform,
bei der das Haftelement als Doppelfreilaufrolle ausgebildet ist, Fig. 63 bis 66
eine Ausführungsform, bei der das als Freilaufrolle ausgebildete Haftelement zum
Zwecke der Gesamtentnahme des Blattstapels unwirksam gemacht werden kann, und Fig.
67 bis 70 eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 45 bis 51,
bei der eine Gesamtentnahme des Blattstapels mittels einer Schublade möglich ist,
Fig.
71 - 76 stellen ein weiteres Ausführungsbeispiel dar, wobei Fig. 71-73 im Längsschnitt
verschiedene Phasen des Wechselvorgangs zeigen und Fig. 74-76 Schnitte gemäß den
gleichbezifferten Pfeilen der Fig. 71-73 sind, Fig. 77 - 81 zeigen eine weitere
Ausführungsform, wobei Fig. 79-81 im Längsschnitt drei Phasen des Wechselvorgangs
darstellen und Fig. 77 und 78 Querschnitte gemäß den gleichbezifferten Pfeilen in
Fig. 79 bzw. 80 sind, Fig. 82 - 85 zeigen vier Phasen des Wechselvorgangs bei einer
weiteren Ausführungsform, Fig. 86 stellt vergrößert ein Detail aus Fig. 83 dar,
Fig. 87 - 89 zeigen drei Wechselphasen einer weiteren Ausführungsform, Fig. 90 -
95 betreffen eine weitere Ausführungsform, wobei Fig. 90, 95 und 95 drei Phasen
des Bildwechsels illustrieren, Fig. 91 eine Draufsicht auf Fig. 90 darstellt und
Fig. 92 und 94 vergrößert Steuerung und Wirkungsweise des Einzelbild-Mitnehmers
erkennen lassen, Fig. 96 und 99-101 zeigen vier Bildwechselphasen einer weiteren
Ausführungsform im Längsschnitt, während Fig. 97 eine teilgeschnittene Draufsicht
auf Fig. 96 und Fig. 98 eine perspektivische Schemadarstellung sind, Fig. 102, 104
und 105 stellen im Längsschnitt drei Phasen des Bildwechsels bei der letzten Ausführungsform
dar, während Fig. 105 eine schematisierte Draufsicht auf Fig. 102 bei völlig eingeschobenem
Schieber ist.
-
Die Figuren 1 bis 20 beziehen sich auf ein erstes Ausführungsbeispiel.
-
Das Gehäuse 100 umfaßt eine Bodenplatte 102, Seitenwände 104, eine
Rückwand 106 und eine Deckplatte 108 mit einem Fenster 110. Der im Gehäuse gleitbeweglich
zwischen Anschlägen, die in den Seitenwänden 104 ausgebildet sind, beweglich geführte
Schieber 112 umfaßt Bodenstege 114, Seitenstege 116, einen Stirnsteg 118 und einen
Separatorsteg 120. Am Stirnsteg ist ein Zug- und Schiebegriff 122 angeformt, und
man erkennt einen Niederhaltelappen 124, ebenfalls an den Stirnstegangeformt.
-
Im Gehäuse befindet sich ein Paar von nach oben gewölbt vorgespannten
Federn 126, deren eines Ende jeweils in der Gehäusebodenplatte 102 verankert ist,
während das andere Ende längs der Bodenplatte eine begrenzte Ausgleichsbewegung
machen kann. Die Federn t26liegen seitlich der Hauptschenkel 130 einer Druckplatte
128 und drücken diese nach oben; wie in Fig. 1 angedeutet, sind die Federn 126 hier
an die Druckplatte angeformt, und ihre der Rückwand 106 zugewandten Schenkel liegen
weiter außen als die dem Stirnsteg T18des Schiebers zugekehrten Schenkel.
-
Die beiden Hauptschenkel 130 der Druckplatte 128 sind miteinander
durch einen Querschenkel 132 verbunden, an dem ein Mittelschenkel 134 angeformt
ist. Schließlich gehen von dem Querschenkel 132 noch Hilfsschenkel 136 aus. Die
Funktion dieser Elemente wird später im einzelnen erläutert.
-
In der Bodenplatte 102 ist eine Führung 138 parallel zu der Schieberbewegung
eingearbeitet, in der eine Taste 140 gleichbeweglich ist. Die Taste 140 wird von
einer Rückstellfeder 142 in Richung auf die Rückwand 106 bis zu einem nicht dargestellten
Anschlag gezogen und weist eine mittige durchgehende öffnung auf, in die der Mittelschenkel
134 der Druckplatte gleitbeweglich hineinragt.
-
An die Seitenstege des Schiebers sind Steuernocken 144 und 146 angeformt,
deren Funktion ebenfalls später erläutert wird.
-
Auf die Hauptschenkel 130 der Druckplatte sind schließlich Streifen
148 aus einem im Handel erhältlichen Kunststoffmaterial aufgebracht, z.B.
-
aufgeklebt, das eine ungewöhnlich hohe Haftkraft bei nur geringem
Kontaktdruck ausübt.
-
Wie man erkennt, soll die Druckplatte beim Herausziehen des Schiebers
das unterste Bild des Stapels festhalten, während der Separatorsteg die anderen
Bilder mitnimmt. Beim Zurückführen des Schiebers dagegen soll die Andruckwirkung
der Platte nach oben stark vermindert sein. Der Funktionsablauf wird zunächst unter
Bezugnahme auf Fig. 2 bis 5 ohne eingelegten Stapel erläutert.
-
Fig. 2 zeigt den Ausgangszustand. Die Andruckplatte liegt unter der
Wirkung der Federn 126 an dem Fenster 110 bzw. der Deckplatte 108 an, der Separatorsteg
120 befindet sich zwischen der Andruckplatte und der Rückwand 106. Zieht man nun
am Schieber 112, so drückt die schrägstehende Fläche des Separatorstegs auf die
ihm zugekehrten Kanten der Hauptschenkel 130 und diese weichen nach unten aus, wobei
die Federn 126 nachgeben. Die anderen Endkanten der Hauptschenkel werden jedoch
nach wie vor nach oben gedrückt. Der Steuernocken 144 stößt dabei nicht an eine
Steuerkante 150 der Hauptschenkel 130, die an diese als seitliche Verbreiterung
angeformt ist, weil er darunter hinweggleitet. In der Endstellung des Schiebers
(Fig. 4) drückt der Separatorsteg 120 nun die Vorderkanten der Hauptschenkel nach
unten, und vermittels einer "Schaukelbewegung" heben sich entsprechend die Hinterkanten
derselben. Wird nun der Schieber wieder hineingestoßen, so drückt der Separatorsteg
die Andruckplatte wieder weiter nach unten, doch ist deren tiefste
Position
jetzt nahe den Vorderkanten, also auf der Schieberseite. Deshalb greifen jetzt die
Steuernocken 144 über die Steuerkanten 150 der Andruckplatte und halten diese unten,
bis der Schieber fast seine Ausgangsstellung wieder erreicht hat, wo die Steuerelemente
wieder außer Eingriff kommen, und die Andruckplatte wieder nach oben schnellt (vgl.
Fig. 1 und 5).
-
Der eigentliche Bildwechselvorgang läuft ab wie folgt (Fig. 6 bis
9): Zunächst ist die Andruckplatte mit einem Stapel 152 von z.B. zwanzig Bildern
beladen und steht daher tiefer als in Fig. 2. Beim Herausziehen des Schiebers nimmt
der Separator alle Bilder des Stapels mit, da der Separatorsteg über die Andruckplatte
"fegt". Das unterste Bild 152' jedoch, an das von unten die mit dem Haftbelag 146
versehenen Hauptschenkel 130 unmittelbar andrücken, wird von dem Haftbelag festgehalten
und bleibt auf der Andruckplatte 128 liegen. Der Vorgang läuft im übrigen ab wie
oben unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Schließlich erreicht der Schieber
seine Endstellung in Fig. 8, in der die Bilder 152 nach vorn auf die Bodenstege
114 des Schiebers fallen, während sie mit ihren Hinterkaten noch auf der Andruckplatte
aufliegen.
-
Sobald der Separatorsteg 120 über die etwas nach oben ausgebogenen
vorgespannten Enden der Hilfsschenkel 136 hinweggeglitten ist, drücken diese das
zurückgebliebene Bild 152' etwas an dieser Kante nach oben, so daß beim Wiedereinschieben
des Schiebers die Hinterkante des Separatorsteges 120 zwischen der Andruckplatte
und dieses Bild 152' stößt und dieses damit so weit anhebt, daß es oben über die
Oberkante des Separatorsteges gebracht wird. Bei der Weiterbewegung des Schiebers
gleitet also dessen Separatorsteg unter dem Bild 152' durch, das sich in der Endstellung
als oberstes Bild auf den Stapel 152 legt. Das Einschieben des Stapels wird dabei
durch den Haftbelag 148 nicht behindert, da - wie oben erwähnt - die Andruckplatte
durch die Steuerelemente 144, 150 niedergehalten wird.
-
Soll der gesamte Stapel entnommen werden, so verschiebt man die Taste
140 in Richtung nach vorn. Wie man Fig. 10 bis 13 entnimmt, ist der Mittelschenkel
134 der Andruckplatte so nach unten gebogen, daß sich eine in Seitenansicht flach
S-Form ergibt, deren unteres Ende in die Taste ragt. Verschiebt man die Taste aus
der Position gemäß Fig. 10 in die nach Fig. 11, so drückt sie auf die obere Schrägfläche
154 des Mittelschekels 134 und zieht damit die gesamte Andruckplatte 128 gegen die
Kraft der Federn 126 nach unten, und zwar so weit, daß die Oberseite des Haftbelags
148 tiefer liegt als die Oberfläche der Podenstege 114 von Schieber 112. Dies hat
zur Folge, daß nun beim Heraus?iehejdes Schiebers der gesamte Stapel 150 mitgenommen
wird, da dieser jetzt auf dem Schieber selbst aufliegtDurch die Vorspannung der
Federn
126 und den Reibungsschluß des Mittelschenkels 134 in der
Taste 140 wird diese von der demgegenüber schwachen Feder 142 nicht zurückgezogen.
Stößt jedoch der Steuernocken 146 mit seiner schrägen Steuerfläche 156 auf die Steuerkante
150, so wird die Andruckplatte noch weiter nach unten gedrückt und damit endet die
Verklemmung zwischen Taste 140 und Mittelschenkel 134, so daß die Taste von Feder
142 in ihre Ruhelage zurückgezogen wird (Fig. 12).
-
Gleichwohl hält der Steuernocken 146 die Andruckplatte unter dem Niveau
der Schieberbodenstege, so daß der Stapel ungehindert bis ganz herausgezogen werden
kann. Nahe dem Ende der Bewegungsstrecke gibt der Steuernocken 146 die Steuerkante
150 wieder frei, die Federn 126 können die Andruckplatte wieder an ihrer Hinterkante
nach oben drücken, während sie vorn noch vom Separatorsteg 120 niedergehalten wird.
-
Nach den obigen Erläuterungen kann man anhand der Figuren 14 bis
17 den Ablauf noch einmal verfolgen, wenn ein vollständiger Stapel zu entnehmen
ist; die Positionen des Schiebers gemäß Fig. 14 bis 17 sind analog zu denen der
Fig. 10 bis 13.
-
Fig. 18 läßt dabei noch einmal die relativen Positionen der Bodenstege
114 einerseits, der Andruckplatte 128 andererseits erkennen, wenn die Taste in der
Entnahmeposition ist.
-
Im Prinzip wäre es auch möglich, die Taste einfach beim Rücklauf
des Schiebers von diesem mittels eines (nicht dargestellten( Steuergliedes wieder
in die Ruheposition zurückzuführen. Es ist jedoch erkennbar, daß bei der dargestellten
Ausführungsform der Vorteil vorliegt, durch Festhalten der Taste in der Entnahmeposition
das Gerät dauernd auf Entnahmefunktion geschaltet zu halten, etwa während des Transportes
empfindlicher Bilder oder beim Einfügen des Gerätes in ein Stapelgestell.
-
Die Funktionen, die die Andruckplatte ausführt, sollen noch einmal
summarisch zusammengefaßt werden.
-
Beim Bildwechsel wird die Andruckplatte immer gerade mit derjenigen
"Linie" (quer zur Schiebebewegung) in Anlage an dem untersten Bild gehalten, wo
der Separatorsteg drüberläuft. Das festzuhaltende Bild wird demnach mit Sicherheit
dort eingeklemmt, wo es notwendig ist. Beim Rücklauf des Schiebers hingegen halten
die Steuerelemente 144 bis 150 die Andruckplatte unter dem Niveau der Schieberbodenstege
(oder anderer Auflagen, etwa auf der Bodenplatte des Gehäuses), so daß der Haftbelag
148 die Unterseite des Bildes nicht berührt.
-
Beim Stapelwechsel wird die Andruckplatte in dieselbe Position gebracht
wie beim Wechsel-Rückhub, jedoch mittels einer getrennt betätigbaren Taste.
-
Diese kann dauernd in Stapelwechselposition gehalten werden, springt
aber ohne weitere Manipulation auch automatisch in Bildwechselposition zurück. Man
erkennt, daß das Gerät auf diese Weise narrensicher ist.
-
Die Andruckplatte ist so ausgebildet, daß sie auch stark verbogene
Bilder sicher festhält und den Wechsel- und Entnahmevorgang ermöglicht. Wegen solcher
"krumner" Bilder sind jedoch noch eine Reihe von weiteren Maßnahmen vorgesehen,
um Fehlfunktionen zu unterbinden.
-
Bilder, die um die Querachse - senkrecht zur Schieberbewegung - nach
unten ausgebaucht sind, könnten beim Bildwechsel zur Folge haben, daß das oberste
oder einige obere Bilder nicht von der Stirnwand 118 des Schiebers zurückgestoßen
würden, sondern nach oben hochstehend sich zwischen Schieberstirnwand und Gehäusedeckplatte
einklemmen könnten. Deshalb ist der Niederhaltelappen 124 vorgesehen, unter den
man die Bilder beim Einlegen einschnappen lassen kann; weitere Möglichkeiten werden
weiter unten diskutiert.
-
Bilder, die umgekehrt gewölbt sind, könnten beim Wechselvorgang den
Durchtritt des Separatorsteges nicht gestatten, sondern auf diesem aufstoßen. Hier
kann man ein besonders reibungsarmes Material für den Separatorsteg vorsehen und,
anstatt den gesamten Schieber einstückig im Spritzguß zu fertigen, den Separatorsteg
als gesonderes Teil einsetzen.
-
Bilder, die um die längsachse nach unten ausgebaucht sind, könnten
beim Schieberrückhub zwar seitlich auf den Schieberbodenstegen aufliegen und damit
von dem Haftbelag der Andruckplatte frei bleiben, jedoch mittig auf die zugewandte
Kante des Mittelschenkels 132 der Andruckplatte aufstoßen. Aus diesem Grunde ist
die betreffende, von den Federn 126 und den Hilfsschenkeln 136 unterbrochene Kante
nach innen spitz zulaufend ausqebildet, wie man Fig. 1 entnimmt. Eine umgekehrte
Wölbung der Bilder führt zu keinen Störungen.
-
Zwar müssen die Bilder selbstverständlich mit Spiel im Schieber liegen,
doch könnten Störungen dann eintreten, wenn die Bilder sich schief legten. Deshalb
sind an die Rückwand 106 Anschlagnasen 160 und 162 angeformt, die von unten bzw.
von oben soweit vorstehen, daß sie durch Ausnehmungen 164, 166 des Separatorsteges
120 in dessen innerer Endstellung (Fig. 19) ragen. Dabei steht die Nase 160 jeweils
nahe den Seitenwänden des Gehäuses von dessen
Deckelplatte her
nach innen und unten, weiter innen eine Nase 162 von der Bodenplatte her nach oben
und innen. Die Nase ist in Schieberauszugsrichtung ausgefluchtet mit einem der Haftbeläge
148 mit der Folge, daß die entsprechende Ausnehmung 166 des Separatorsteges selbst
dafür sorgt, daß der Separator die Haftbeläge nicht berühren kann. Eine weitere
Ausnehmung 168, die von oben in den Schieber eingearbeitet ist, läßt Platz für den
Durchtritt von Niederhaltenocken 170, die von der Deckplatte nach unten vorspringen
und in Fig. 20 besser erkennbar sind, während sie in den anderen Figuren weggelassen
sind, um diese übersichtlich zu halten. Ihre Aufgabe ist es, das oberste Bild bei
eingeschobenem Schieber soweit unter dessen Oberkante zu drücken, daß der Schieber
mit Sicherheit auch das oberste Bild mitnimmt. Ähnliche, noch tiefer reichende Niederhaltenocken,
ebenfalls in Fig. 20 angedeutet, befinden sich nahe der Frontkante der Deckplatte;
sie haben die Aufgabe, den beim Wechselherausgezogenen Stapel soweit unter das Niveau
der Unterseite des auf der Andruckplatte liegenden Bildes 152' zu drücken, daß dessen
Gleitbewegung über den Separatorsteg möglichst ungebremst erfolgt. In Fig. 19 sind
die Oberseiten der Bilder unter den Nocken 170 bzw. 172 mit gestrichelten Linien
170', 172' angedeutet.
-
Man erkennt schließlich auch in Fig. 19, in der dieser Effekt freilich
stark übertrieben gezeichnet ist, wie das eine auf den Haftbelägen 148 festgehaltene
Bild vondem Separatorsteg 120 verspannt wird und damit sicher klemmend gehalten
ist.
-
Das genaue Profil des Separatorsteges in der Querrichtung gesehen
hängt vom Typ der zu stapelnden Bilder, der Materialwahl und anderen Komponenten
ab. Man muß hier einen Kompromiß schließen zwischen dem Platzbedarf durch die notwendige
Schrägstellung des Separatorsteges, längs dem ja auf der Schieberseite die Andruckplattenkante,
auf der Rückwandseite das festgehaltene Bild aufgleiten muß1 und einem optimalen
Winkel für diese Flächen. Für einigermaßen glatten Kunststoff hat sich ein Winkel
von ca. 45 .. 60° gewährt, wobei dieser Winkel nicht - wie in den Figuren 2 bis
17 nur schematisch angedeutet -keineswegs konstant sein muß, sondern auch längs
der schrägliegenden Flächen unterschiedlich, oder innen und außen unterschiedlich
sein kann.
-
Der Haftberag ist als Mitnehmer besonders dann vorteilhaft, wenn
aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise zur besonderen Schonung extrem dünner
Bilder, der Flächig auf die Bilder ausgeübte Drucknur gering sein darf, denn das
Haftelement h1 t die Bilder, wie die Erfahrung gezeigt hat, trotzdem sicher fest.
ZIn solches Gerät ist in den Fig. 21 bis 26 gezeigt.
-
Man erkennt in Fig. 21 ein Gehäuse 201 mit einer Bodenplatte 220,
einer Sichtfensterscheibe 222, Seitenwandungen 224 (Fig. 23) und einen Entnahmedeckel
202, der in Fig. 22 vom Gehäuse gelöst angedeutet ist. Im Gehäuse gleitbeweglich
gelagert ist der Schieber 203 mit einer Bodenplatte 226, Seitenstegen 228 und einem
Stirnsteg 230. Im Gehäuse ist stationär der Separator 204 dadurch befestigt, daß
er zwischen zwei von der Gehäusedecke nach unten ragenden Lappen 212 angeordnet
ist. Die Querschnittsform des Separators läßt sich am besten Fig. 21 und 22 entnehmen.
-
Mittig längs des Schiebers erstreckt sich eine Mitnehmeranordnung,
bestehend aus einer Blattfeder 210, auf der zumindest in ihrem dem Deckel 202 näheren
Ende ein Haftbelag 232 aufgebracht ist. Die Seitenstege 228 des Schiebers sind zwischen
den Lappen 212 und den Seitenwänden 224 des Gehäuses geführt.
-
In zwei Pfosten 211 nahe den Seitenwänden 224 und dem Deckel 202
des Gehäuses ist jeweils ein nach unten ragender Endabschnitt einer Blattfeder 206
aufgenommen, die bogenförmig zur Gehäusemitte hin gekrümmt ist und mit ihrem anderen,
ebenfalls nach unten abgebogenen Ende 207 in einem Schlitz 234 lose aufgenommen
ist, der zwischen dem Seitensteg 228 des Schiebers und der Seitenwand 224 des Gehäuses
belassen ist. An dem hinteren, also dem Deckel 202 zugewandten Ende der Schieberseitenstege
228 ist ein nach außen bis zur Seitenwand 224 vorspringender Nocken 209 angeformt.
-
Der Deckel 202 kann z.B. mittels Knöpfen 205 am Gehäuse 201 befestigt
sein.
-
Es sei angenommen, daß ein einzelnes Bild 208 zwischen der Scheibe
222 und den Federbögen 206 liegt. Im Gehäuse befindet sich zwischen dem Mitnehmer
210 bzw. dessen Haftbelag 232 und der Unterseite der Federbögen 206 ein (nicht dargestellter)
Bilderstapel. Zieht man nun an dem Schieber 203, so wird der Stapel vom Separator
204 im Gehäuse zurückgehalten, nicht jedoch das unterste Bild, an dem der Haftbelag
232 anliegt. Dieses Bild wird vomSeparator mit nach außen befördert, und gleitet
dabei unter dem Separator 204 hinweg. Wie Fig. 24 erkennen läßt, ist der Separator
dort zweiteilig ausgebildet, so daß der Mittelbereich des Gerätes freibleibt, und
damit die Mitnehmeranordnung zwischen den beiden Separatorteilabschnitten hindurchtreten
kann. Wenn die Haken 209 auf die freibeweglichen Schenkel 207 der Feder 206 auflaufen,
werden diese mit nach außen gezogen,
wobei die Federbögen gerade
gezogen werden. Das Einzelbild 208, das bisher auf den Federbögen lag, wird deshalb
nicht mehr abgestützt und kann nach unten fallen. Es legt sich dabei als oberstes
Bild auf den vom Separator zurückgehaltenen Stapel.
-
Der Mitnehmer 210 weist als Träger für den Haftbelag 232 eine schwach
nach oben vorgespannte Feder 236 auf, deren Andruckkraft gerade genügt, ein einzelnes
Bild mitzunehmen. In der voll ausgezogenen Stellung des Schiebers (Fig. 22) drücken
zwischen dem nur in der Federmitte angeordneten Haftbelag vorgesehene kleine Hilfsfedern
(nicht dargestellt) die Kante des mitgenommenen Bildes nahe dem Separator etwas
nach oben, so daß beim Zurückschieben des Schiebers diese Kante längs der nach außen
gekehrten Schrägfläche des Separators hochgleitet, und sich dabei auf die Federbögen
206 legt, die beim Schieberrückhub wieder nach innen gespreizt werden aufgrund der
Eigenfederung der Feder 206.
-
Beim Schieberrückhub muß der Mitnehmer unter dem im Gehäuse befindlichen
Stapel weggleiten. Obwohl die Vorspannung der Feder 236 sehr schwach ist, könnte
dieser Rückhub trotzdem schwergängig sein, wenn der Haftbelag 232 am untersen Bild
entlanggleitet. Deshalb ist Vorsorge getroffen, daß die Feder während des Rückhubnach
unten gedrückt wird. Man erkennt in Fig 26 das hinterste Ende 238 der Blattfeder
236, die im Bereich dieses Endes etwa durch Querschnittschwächung oder dergleichen
noch weicher gemacht ist als der übrige Teil der Feder. Dieser querschnittgeschwächte
Abschnitt weist nur im Bereich der Vorderkante ein seitlich überstehendes Führungsstück
240 auf (siehe auch Fig. 25) und vom Gehäuseboden 220 ragen zwei Nockenstege 213
mit nach innen gewandten Führungskanten 242 nach oben. Im Bereich dieser Nockenkanten
213 ist der Schieberboden 226 ausgenommen Beim Herausziehen des Schiebers gelangt
schließlcih der Endabschnitt 238 unter den Separator 204 und wird von diesem nach
unten gedrückt derart, daß die Fuhrungsabschnitte 240 beim Wiedereinschieben des
Schiebers unter die Sperrfortsätze 242 gelangen, und so den Haftbelag 232 unter
der Oberseite 244 der Nocken 213 drücken. Die Nocken 213 können so lang sein, daß
die Feder 236 erst nahe der inneren Endstellung des Schieberswieder freigegeben
wird und sich mit dem Haftbelag232 von unten an das nun unterste Bild des Stapelsanlegt.
-
Zur Entnahmedes Stapels wird der Deckel 202 geöffnet und der Stapel
wird herausgeschüttelt, wobei auch das jeweils oben liegende Bild 208 mit herausfällt.
Damit nicht das unterste Bild des Stapels vom Haftbelag 232 festgehalten wird oder
mühsam herausgezogen werden muß, kann der Haftbelag durch das öffnen des Deckels
202 inaktiviert werden, indem beispielsweise die Feder 236 unter das Niveau der
Fläche heruntergezogen wird. Hierfür kann man z.B.
-
eine Gestängeanordnung mit dem Deckel 202 koppeln.
-
Die Figuren 27 bis 30 sind auf die funktionswichtigen Elemente der
Ausfühnngsform beschränkt.
-
Im Gehäuse 300 ist in beiden Seitenwänden 301 je eine Steuerkulisse
302 eingearbeitet, in der die seitlich abstehenden freien Enden eines Doppelkurbelbügels
303 gleitbeweglich geführt werden. An der Unterseite dieser Enden 304 ist ein Haftelement
305 angeordnet. Zieht man am Verbindungsabschnitt 306 des Bügels, der vorn aus dem
Gehäuse 300 herausragt, so gleiten die Bügelenden 304 zunächst parallel zu dem Bilderstapel
308, werden dann von der Kulisse 302 nach unten geführt und drücken schließlich,
wenn das Haftelement 305 auf das obersteBild trifft, den Stapel gegen die Kraft
einer Federandruckanordnung 309 nach unten. Die Bügelenden 304 mit dem Haftbelag
305 führen dann das oberste Bild des Stapels durch eine Gehäuseöffnung 310 nach
außen, wobei jedoch die hintere Bildkante zwischen dem Haftelement 305 und dem Stapel
bzw. einem Separator 311 eingeklemmt bleibt und deshalb nicht herausfallen kann.
Hinter dem Separator läuft das Bild auf eine Hilfsfeder 312 und kann nun beim Wiedereinschub
des Bügels 303 von diesem, der längs des folgenden schräg abwärts verlaufenden Abschnitts
der Kulisse 302 läuft, unter dem Separator 311 hindurch auf die Andruckanordnung
309, jedoch unter den Stapel 308 geführt werden. Auf der Oberseite der Bügelenden
304 befindet sich kein Haftbelag, so daß dieser mit geringster Reibung unter dem
Stapel durchgleiten kann (Fig. 30). Eine Taste 315 ermöglicht, wie bei Fig.
-
1 bis 20, die Inaktivierung der Andruckanordnung 309, wenn der Stapel
308 - etwa durch eine sonst verschlossene Öffnung gegenüber dem Separator 311 -entnommen
werden soll.
-
Fig. 27a ist ein schematischer Querschnitt und läßt die Anordnung
des Bügels in der Kulisse des Gehäuses erkennen.
-
Der Schieber ist hier nur noch ein Betätigungsbügel und könnte gegebenenfalls
sogar durch eine seitlich aus dem Gehäuse ragende Taste ersetzt werden.
-
Fig. 31 bis 36 beziehen sich auf eine weitere Ausführungsform. Hier
ist der Schieber 400 relativ zum Gehäuse 402 ausziehbar, jedoch ist der Schiebergriff
404 relativ zum Schieber selbst ebenfalls beweglich. Der Griff 404 greift als Zugglied
gelenkig bei 406 an einem im Schieberboden 408 bei 410 angelenkten Hebel 412 an,
der am anderen Ende an eine Andruck- und Mitnehmerplatte 414 angelenkt ist. Im Ruhezustand
(Fig. 31) liegt die Platte 414 unter den Bodenstegen 416 des Schiebers. Bei Zug
am Griff 404 stellt sich der Hebel 412 hoch, hebt dabei die Platte 414 über die
Bodenstege und stößt schließlich den Stapel 418 bis zum Anschlag 420 nach oben.
Damit wird die Relativbewegung zwischen Griff und Schieber blockiert, und bei weiterem
Zug am Schiebergriff kommt der gesamte Schieber nach außen. Beim Rückschub wird
der Stapel unter Unlegen des Hebels abgesenkt, und das Haftelement liegt inaktiviert
unter den Bodenstegen. Das vom Haftelement mitgenommene Bild gelangt auf den Reststapel,
der auf dem Boden des Gehäuses liegt.
-
Fig. 36 zeigt eine Abwandlung mit zwei Hebeln 412' anstelle des einen
Hebels 412.
-
Fig. 37 und 38 zeigen im Querschnitt die Ausgangs- und die Mitnahmestellung
bei einer letzten Ausführungsform. Wie üblich, ist der Schieber 500 gleitbeweglich
im Gehäuse 502 geführt. Auf der Unterseite des eine Sichtöffnung 504 umgebenden
Rahmenabschnitts 506 das Gehäuses ist, zurückversetzt gegenüber einer den Bilderstapel
nach unten drückenden Rahmenkante 508, das Haftelement 510 angeordnet, das deshalb
im Ruhezustand nicht im Eingriff mit dem obersten Bild steht. Bei Beginn des Schieberauszugs
wird das oberste Bild 512 durch eine (nicht dargestellte) Hilfseinrichtung an den
Kanten bis zur Berührung mit dem Haftelement 510 angehoben, wonach dann der Separator
514, der komplementär zu dem Rahmenabschnitt 506 ausgebildet ist, dieses Bild an
den Separator klemmt, so daß es im Gehäuse zurück bleibt, während der Stapel vom
Schieber 500 mit nach außen genommen wird (Fig. 38). Der Deutlichkeit halber ist
diese Deformation des Bildes etwas übertrieben dargestellt.
-
Fig. 39 zeigt im schematisierten Längsschnitt eine Ausführungsform,
bei deren Benutzung neben der Auszugsbewegung des Schiebers 601 noch die Mitnahmefunktion
gesondert betätigt wird.
-
Der bis auf ein kurzes Reststück aus dem Gehäuse 602 herausziehbare
Schieber 601 besitzt Führungsteile 603, die sich praktisch längs des gesamten Schiebers
602 in dessen Bewegungsrichtung erstrecken und an ihren Außenseiten nicht näher
bezeichnete Führungsflächenbesitzen, durch die sie an der Innenseite des Gehäusebodens
und/oder der Gehäuseseitenwand geführt werden. Diese Führungsteile sind vorzugsweise,
wie aus Fig. 39 ersichtlich ist, als Winkelprofile ausgebildet, so daß sie an ihren
Innenseiten erste Transportflächen 607 besitzen, auf denen ein aus dem Bilderstapel
604 durch den Entnahmeschlitz 605 herausgezogenes Bild mit seiner Unterseite aufliegt.
Außerdem besitzen die Führungsteile 603 an ihrer Innenseite zweite Führungsflächen
606, die sich senkrecht zu den ersten Führungsflächen 607 erstrecken und seitliche
Anlageflächen für das aus dem Bilderstapel entnommene Bild bilden, durch die es
gegen ein seitliches Herausfallen aus dem Schieber 601 gesichert wird. Diese zweiten
Führungsflächen 606 brauchen sich nicht unbedingt über die gesamte Höhe des Schiebers
zu erstrecken, sie können aber durch nicht dargestellte seitliche Anlageflächen
ergänzt sein, die bis zu dem Gehäusedeckel 608 führen oder an diesem Gehäusedeckel
ausgebildet sind. Diese zusätzlichen seitlichen Führungsflächen brauchen sich genauso
wie die übrigen Führungsflächen keineswegs über die gesamte Länge des Schiebers
zu erstrecken; es genügt vielmehr, wenn sie an einigen Stellen vorgesehen sind,
deren Position so ausgewählt ist, daß ein entnommenes Bild sicher im Schieber 601
gehalten und vor einem Herausfallen bewahrt wird, bevor es über den Einführungsschlitz
609 oberhalb des Separators 610 wieder in den Bilderstapel eingeführt wird.
-
Der Gehäusedeckel 608, der von einer durchsichtigen Platte gebildet
wird, ist fest mit dem übrigen Aufbau des Schiebers 601 verbunden und bildet daher
einen Teil des Schiebers.
-
Der Entnahmeschlitz 605 wird un en durch die ersten Führungsflächen
607 begrenzt, während er oben durch die Außenseite der Spitze des V-förmigen Querschnitt
aufweisenden Separators 610 begrenzt wird. Analog wird der Einführungsschlitz 609
einerseits von einem beweglichen Teil, nämlich der Innenfläche des Gehäusedeckels
608, und andererseits von einer stationären Fläche, nämlich dem oberen Ende des
in Fig. 39 linken Schenkels des Separators 610, begrenzt.
-
Ein oder mehrere Trennanschläge 612 sind an einer Führung613 angeordnet,
in welcher der Gehäusedeckel 608 geführt ist. Bei herausgezogenem Gehäusedeckel
wird der Bilderstapel durch Flächen 614, die seinen oberen, dem Separator abgewandten
Rand übergreifen, vor einem Herausfallen gesichert. Diese Flächen 614 dienen als
Niederhalter, weil sie den Bilderstapel gegen die Druckkraft der Feder 615 "niederhalten".
Sie sind einstückig mit einer Klappe 616 ausgebildet, an deren Innenseite die Bilderkanten
anliegen, die aber um eine parallel zum Entnahmeschlitz 605 verlaufende Achse 617
in Richtung des Pfeils 618 aus der dargestellten Schließposition gegen den Widerstand
einer nicht näher dargestellten Einrastvorrichtung verschwenkbar ist, so daß der
Bilderstapel bei herausgezogenem Schieber 601 leicht entnommenwerden kann. Die Klappe
616 wirkt wie ein Drehkeil, weil sie keilartig unter den ihr zugewandten Rand des
Bilderstapels greift, wenn sie, wie eben erläutert, verdreht wird.
-
Im Bodenbereich des Schiebers 601 ist eine Zunge 619 gelagert, die
um einen Zapfen 620 verschwenkbar ist Dieser ist in dem in Auszugsrichtung vorderen
Bereich des Schiebers gelagert, und im Bereich dieses Zapfens geht die Zunge 619
in einen Winkelhebel 621 über; vorzugsweise ist die Zunge einstückig mit dem Winkelhebel
621 ausgebildet. Der der Zunge 619 abgewandte Hebelarm 622 des Winkelhebels 621
dient als Druckhebel, da durch einen Fingerdruck auf ihn die Zunge 619 aus ihrer
Ruheposition, in der sich ihr vorderes Ende 623 nicht im Eingriff mit dem Bilderstapel
befindet, gegen den Druck einer Feder 624 in ihre Mitnahmeposition verschwenkt wird.
In dieser Mitnahmeposition gelangt ein am vorderen Ende 623 der Zunge 619 angebrachter
Haftmitnehmer 625 in Mitnahmeeingriff mit dem in Auszugsrichtung des Schiebers hinteren
Ende des untersten Bildes im Bilderstapel und nimmt es beim Herausziehen des Schiebers
601 mit, so daß es durch den Entnahmeschlitz 605 austritt, wobei die Feder 615 mit
ihrem in Auszugsrichtung vorderen Ende 626 als Trennanschlag wirkt. Das hintere
Ende der Feder 615 ist nahe dem freien Ende der Zunge 619 befestigt. Beim Verschwenken
der Zunge in die Mitnahmeposition wird deshalb auch dieses befestigte Ende der Feder
619 mit nach oben verschwenkt, während ihr freies Ende nahe dem Lager der Zunge
nach unten geht; diese Position ist in der Zeichnung mit 615 angedeutet. In der
Ruheposition oder inaktiven Position der Zunge kann der Bilderstapel auf seitlichen
am Gehäuse angeformten Stegen 627 ruhen. Der Schieber 601 kann nach dem völligen
Herausziehen wieder unter den Stapel eingeschoben werden, ohne daß die untersten
Bilder gestaucht werden, wobei natürlich nicht mehr auf den Hebelarm 622 gedrückt
wird. Alternativ
oder zusätzlich kann die Zunge einschließlich
des Mitnehmer-Haftbelags 625 niedriger sein als der Boden des Schiebers 601, der
auch in der voll ausgezogenen Position noch mit seinem inneren Ende unter den Bilderstapel
greift und so verhindert, daß der Mitnehmer beim Schieberrückhub in Kontakt mit
dem untersten Bild gelangt.
-
Der Haftmitnehmer 625 kann als Gummistreifen, kleiner Saugnapf, Rolle
oder Walze mit Rücklaufsperre oder äquivalent ausgebildet sein. Er wird durch die
gehäuseauswärts gewandte Fläche 628 des in Fig. 39 rechten Schenkels des Separators
die einen spitzen Winkel E mit den ersten Führungsflächen607 einschließt, beim Wiedereinschieben
des Schiebers 601 in das Gehäuse 600 unter den Entnahmeschlitz 605 geführt, und
zwar beispielsweise in eine Ausnehmung im Bodenbereich des Schiebers oder in den
freien Raum zwischen den Führungsteilen 603. Da der Druck auf den Druckhebel 622
noch vor dem Wiederhineinschieben des Schiebers 601 vollständig weggenommenwird,
gelangt das vordere Ende 623 der Zunge unter der Wirkung der Feder 624 in die erwähnte
Ausnehmung bzw. den genannten freien Raum.
-
Es sei erwähnt, daß die Feder 615 auch ganz allgemein die Funktion
einer Andrückeinrichtung zum Andrücken des Bilderstapels gegen den Gehäusedeckel
hat.
-
Die Feder 615 kann bei der Ausführungsform nach Fig. 39 eine Blattfeder
aus Kunststoff oder Metall sein. Um ein gleichmäßiges Andrücken des Bilderstapels
an die Innenseite des durchsichtigen Gehäusedeckels 608 sicherzustellen, können
anstelle der Feder 615 auch vier Federarme in der Längsmitte der Zunge 619 befestigt
sein, die sich im spitzen Winkel zur Längsrichtung der Zunge nach aufwärts erstrecken,
so daß sie seitwarts der Zunge den Bilderstapel nach oben gegen den Deckel 608 drücken.
Die Ausführungsform kann aber auch so abgewandelt werden, daß im Gehäuse 600 seitlich
neben dem Schieber 601 und parallel sowie in Bewegungsrichtung des Schiebers Federn
vorgesehen sind, die den Bilderstapel nach oben drücken und an denen ein Entrahmeanschlag
vorgesehen ist oder die diesen Entnahmeanschlag bilden, welcher die Biegung 629
der weder 615, die ebenfalls als Entnhameanschlag wirkt, ergänzen oder ersetzen.
Bei einem solchen Ansführungsbeispiel kann dann gegebenenfalls die Feder 615 ganz
entfallen.
-
Es sei außerdem noch erwähnt, daß die Ausführungsform nach Fig. 39
auch so ausgebildet werden kann, daß sie den Bilderstapel in der umgekehrten Richtung
umschichtet, indem die Bilder mit einer entsprechenden im Deckel 608 befindlichen
Zunge von oben aus dem STapel herausgezogen und unten wieder eingefugt werden.
-
Bei einer in Fig. 40 nur angedeuteten, abgewandelten Ausführungsform
der Fig. 39, die, abgesehen von den nachstehend erläuterten Änderungen, ebenso wie
diese aufgebaut ist, ist die Feder 624 so angeordnet und/oder ausgebildet, daß sie
die Zunge 619 normalerweise mit ihrem freien Ende nach oben drückt, also aktiviert.
Dadurch ergibt sich eine vollautomatischeArbeitsweise, da der Mitnehmer 625 normalerweise
gegen das unterste Bild des Bilderstapels angedrückt wird, so daß er beim Herausziehen
des Schiebers 601 das unterste Bild mitnimmt, ohne daß irgendeine sonstige Betätigung
der Zunge von Hand erforderlich wäre. Wenn das mitgenommeneBild vollständig auf
den Schieber 601 übertragen worden ist, drückt der Mitnehmer 625 das Bild noch immerunter
der Wirkung der Feder 624 nach oben, so daß es beim Wiederhineinschieben des Schiebers
601 in das Gehäuse 600 in den Einführungsschlitz 609 gelangt, während der Mitnehmer
625 durch eine im und/oder unter dem Einführungsschlitz 609 vorgesehene Ausnehmung
wieder in das Gehäuse 600 eintritt, nachdem er durch die Fläche 628 aus seiner oberen
Stellung nun gegen die Kraft der Feder 624 nach unten abgelenkt worden ist. Die
weitere Kraft zum Einschieben des entnommenen Bildes wird, nachdem sich der Mitnehmer
625 von dessen Unterseite gelöst hat, mittelseines oder mehrerer Anschläge auf dieses
Bild übertragen, die an dem in Einschubrichtung hinteren Ende des Schiebers 601
vorgesehen sind und an denen das einzuschiebende Bild mit seiner benachbarten Kante
anliegt. - Fig. 40 zeigt perspektivisch von innen, wie der Mitnehmer unter dem Separator
610 durchläuft.
-
Wie sich aus der obigen Erläuterung der gegenüber Fig. 39 abgewandelten
Ausführungsform ergibt, wird ein von Hand betätigbarer Druckhebel, wie der Druckhebel
622 in Fig. 39, hier nicht mehr benötigt, weil allein die Hin- und Herbewegung des
Schiebers zur Betätigung ausreicht. Die die Zunge vorspannende Feder kann dabei
auch als Druckfeder z.B. unter der Zunge angeordnet sein.
-
Ebenso wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 39 kann auch die Ausführungsform
nach Fig. 40 so abgewandelt werden, daß der Mitnehmer auf die obere Seite des Bilderstapels
einwirkt und so die Bilder von oben entnommen sowie von unten her wieder in den
Stapel eingefügt werden.
-
Um die Wiedereinführung der Zunge 619 in der Ausführungsform nach
Fig. 39 zu erleichtern, kann ihr vorderes Ende 630 abgerundet ausgebildet sein und
gegenüber dem Mitnehmer 625, in Einschubrichtung des Schiebers 601 vorstehen, so
daß der Mitnehmer nicht an die vordere Schrägfläche 628 des Separators 610 anstößt
(Fig. 41). Außerdem weist die Zunge 69 an ihrem vorderen Ende seitliche Ränderbzw.
Vorsprünge 631 neben dem Haftmitnehmer 625 auf, die über die untere Kante des Separators
gleiten, in dem eine Ausnehmung 632 vorgesehen ist, die so hoch und breit ist, daß
der Mitnehmer 625 den Separator überhaupt nicht berührt.
-
Alternativ kann, wie in Fig. 42 angedeutet, der Haftmitnehmer auch
als spindel- bzw. tonnenförmige Rolle 633 ausgebildet sein, und zwar als Freilaufrolle,
die sich beim Herausziehen des Schiebers nicht dreht, dagegen beim Wiedereinführen
des Schiebers drehbar ist und so auf der ihr zugewandten Fläche 634 einer entsprechenden
Ausnehmung im mittleren Bereich des Separators 610 abrollt.
-
Weitere Möglichkeiten zur Erleichterung des Einführens der Zunge
619 sind in den Fig. 43 und 44 dargestellt. Hier ist der untere Teil des Separators
610 als größere oder kleinere, frei drehbare Walze ausgebildet, die dann von dem
Mitnehmer 625 beim Wiedereinführen in das Gehäuse 600 gedreht wird.
-
In den Fig. 45 bis 51 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, die, abgesehen von den nachstehend erläuterten Änderungen, im übrigen
wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 39 ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform
sind anstelle der Zunge 619 und der Feder 615 der Ausführungsform nach Fig. 39 Blattfedern
711 am Boden des Schiebers 712 angebracht, an deren freien Enden je ein Mitnehmer
einer Greiferlippe 714 befestigt ist, die aus einem haftfähigen Material, wie z.B.
Gummi, besteht und ein dünnes Ende 715 aufweist, da sich beim Herausziehen des Schiebers
um die obere Kante 716 der Feder 711 herumlegt und durch Reibung am untersten Bild
des Stapels die Wirkungder Blattfeder 711 unterstützt und so ein haftfähiges Ende
dieser Blattfeder beim Herausziehen des Schiebers bildet, wodurch eine ausgezeichnete
Haftwirkungbei geringstem Schlupf erzieltwird (Fig. 49). Dagegen verbiegt sich beim
Rückhubdas vordere Ende der Lippe 715 (Fig. 50) nach rechts und gleitet wegen seiner
geringen Federkraft praktisch "kraftlos" über das Bild, das im übrigen von der vorderen
Kante 716 der Blattfeder 711 abgestützt ist.
-
In den Fig. 49 und 50 gibt der Pfeil 717 die Richtung des Herausziehens
des Schiebers 712 an, während der Pfeil 718 die Gegenrichtung andeutet. Im einen
Fall ist das Herumlegen der Greiferlippe 714 um die obere Kante 716 der Feder 711
gezeigt, während aus Fig. 50 ersichtlich ist, daß sich beim Wiedereinschiebendes
Schiebers 712 das vordere Ende 716 der Feder 711 an das jeweiligeBild 719 anlegt
und die Greiferlippe 714 "kraftlos" über die Unterseite des Bildes 719 hinweggleitet.
-
Diese automatisch wirkende, also sich selbst aktivierende bzw. inaktivierende
Greiferlippe hat gegenüber einer Transportrolle, wie sie weiter unten beschrieben
wird, den Vorzug, daß sie ganz flach ist, so daß
sich eine außerordentlich
geringe Bauhöhe des den Bilderstapel aufnehmenden Gehäuses ergibt, abgesehen davon,
daß eine solche Greiferlippe außerordentlichbillig ist. Die beiden Federn 711 drücken
zudem das aus dem Stapel entnommene Bild im Schieber auf das Niveau des Einführungsschlitzes,
wie die Fig. 45 zeigt.
-
Fig. 48 ist eine Draufsicht auf die Federn 711, und man erkennt,
daß die Federn 711 als Zungen aus einer Blattfeder 720 ausgestanzt sein können,
die ihrerseits auf dem Schieberboden bzw. im unteren Teil des Schiebers befestigt
ist.
-
Fig. 46 und 47 zeigen perspektivisch bzw. im Längsschnitt die Feder
711.
-
Die Greiferlippe 714 muß schon im Ruhezustand vor der Kante der Feder
711 liegen, aber gleichzeitig sehr schwach elastisch, also "weich" sein, so daß
sie beim Zurückgleiten des Schiebers in das Gehäuse ausweicht und die Hauptkraft
der Feder 711 auf den Blattstapel einwirkt.
-
Eine aus dem freien Ende der Feder 71-1 ausgestanzte Zunge 711a, mit
der die Greiferlippe an ihrem unteren Ende eingeklemmt wird, ist kürzer als der
obere Teil 711b der Feder 711, und zwar in einen vom Reibungsmaterial, aus dem die
Greiferlippe 714 besteht, abhängigen Ausmaß. Anders ausgedrückt ist die Federungskraft
des Haftmaterials der Greiferlippe 714 im Verhaltnis zu derjenigen der stützend
wirkenden Feder 711 klein. Beim Zurückgleiten desSchiebers in das Gehäuse setzt
sich die starke Kraft der stützenden Feder 711 durch, so daß die Reibung des vorderen
Endes 715 der Greiferlippe stark reduziert wird und die Stützwirkung der Feder 711
besteht dann im wesentlichen zwischen dem Metall dieser Feder und dem Blattmaterial.
Das Federende ist, wie bei 716 ersichtlich, gerundet, so daß das vordere Ende 715
der Greiferlippe 714 bei der Wechselbeanspruchung nicht allmählich abgeschnitten
wird.
-
Fig. 46a, 47a, 49a und 50a zeigen analog zu Fig. 46, 47, 49 bzw.
50 eine Gestaltung der Feder 711, bei der seitlich der Greiferlippe 714 noch je
eine Kufte 700 angeformt ist. Unter diesen Kufen 700 kippt das dünne Lippenende
715, und das entnommene Bild liegt beim Rückhub auf den Kufen auf.
-
Der Wiedereinführungsanschlag 728 ist bei der Ausführungsform nach
Fig. 45 an dem in Ausziehrichtung des Schiebers 712 hinteren Ende des mit dem Schieber
fest verbundenen Gehäusedeckels 713 vorgesehen. Da sich dieser Anschlag vor dem
Herausziehen des Schiebers am linken Ende des
Gehäuses in Fig.
45 befindet, sind, wie Fig. 51 zeigt, zusätzliche Anschläge 721 am Rand 722 des
Gehäuses in der Nähe des Einführungsschlitzes vorgesehen, welche die Bilder des
Bilderstapels, deren Ränder von dem Rand 722 des Gehäuses übergriffen werden, so
weit niederhalten, daß beim Herausziehen des Schiebers 712 kein Bild durch den Einführungsschlitz
mit herausgezogen werden kann.
-
Fig. 52 zeigt perspektivisch, ohne eingelegten Bilderstapel, eine
weitere Ausführungsform; einen Längsschnitt stellt Fig. 53 in der Einschubposition
dar. Auch hier wird der Stapel federnd nach oben gedrückt, wobei jedoch fürdiesen
Zweck federnde Arme 873 am Schieber 872 befestigt sind. Die Arme tragen Rollen 869,
870. Diese Rollen 869, 870 drücken den Bilderstapel federnd gegen den durchsichtigen
Gehäusedeckel 860. Sie sind als Freilaufrollen ausgebildet, deren Drehung beim Entnehmen
eines Bildes aus dem Stapel gehemmt ist, so daß sie das zu entnehmende Bild mittels
des zwischen ihnen und dem Bild bestehenden Reibungsgriffs durch den Entnahmeschlitz
schieben. Beim Einführendes entnommenen Bildes in den Stapel sind die Freilaufrollen
869, 870 frei drehbar, damit sie ohne Behinderung unter dem Separator 878, an dem
sich die Blattkantenanlagefläche 811 befindet, in einer Ausnehmung 872a im Schieberboden
hindurchlaufen kann.
-
Die Hemmung der Freilaufrollen 869, 870 gegen eine Drehbewegung beim
Herausziehen des Schiebers 872 wird dadurch gewährleistet, daß ihre Achsen in Schlitzen
875 gelagert sind, zumindest die Achse der in Fig. 52, 53 linken Freilaufrolle 870.
Diese Schlitze 875 erstrecken sich im wesentlichen in der Bewegungsrichtung des
Schiebers 872. Außerdem ist je eine Auflaufkante 874 an der Seite der Freilaufrollen
869, 870 vorgesehen, die sich in der Ausziehrichtung des Schiebers 872 rückwärtsder
jeweiligen Freilaufrolle befindet und eine Drehung derselben verhindert, wenn die
Freilaufrolle bzw. -walze auf diese Kante "aufläuft", was durch die Schlitze 875
gewährleistet wird.
-
Diese Freilaufrollen 869, 870 haben außerdem die Funktion, das durch
den unten befindlichen Entnahmeschlitz 810 ausgetrene Bild im ausgezogenen Schieber
nach oben zu drücken, so daß es auf das Niveau des Einführungsschlitzes 816 gebracht
wird.
-
Die in Einschubrichtung des Schiebers 872 vordere Freilaufrolle 870
ist durch eine in dieser Richtung dahinter vorgesehene Walze 871 ergänzt, so daß
sie also insgesamt als Doppelrolle ausgebildet ist. Dadurch wird erreicht,daß die
Freilaufrolle 870, nachdem sie beim Rückhub unter dem Separator 878 hindurchgelaufen
ist, nicht zu früh nach oben drückt und damit den Einführungsschlitz 816 durch Anheben
des Stapels nicht zu zeitig schließt. Diese
Schwierigkeit kann
nicht dadurch behoben werden, daß die Freilaufrolle 870 in Fig. 53 etwas nach rechts
versetzt wird, weil sie dann das Blatt nicht mehr vollständig unter dem Stapel herausziehen
würde.
-
Hier braucht das Bild im Schieber lediglich durch einige am rechten
Rand oben vorstehende, vorzugsweise durchsichtige, Zungen 876 übergriffen und gegebenenfalls
gegen seitliches Herausrutschen durch seitliche Anlageflächen 877 gesichert zu werden.
Es wird nur dort etwas abgedeckt, sonst aber überhaupt nicht.
-
Fig. 54 stellt weitgehend schematisiert eine andere Ausführungsform
des Separators dar. Im Gehäuse G ist eine glatte Walze W drehbar gelagert.
-
Sie hat seitlich einen Zahnkranz Z, der mit einer vom Schieber S mitbewegten
Zahnstange Z' kämmt.
-
Das oberste Bild B des Stapels soll hier entommen werden. Beim Ausziehen
des Schiebers wird die Walze W in Pfeilrichtung P angetrieben, so daß ihre Umfangsfläche
den Reststapel nach unten mitnimmt, während das oberste Bild B zwangsweise flutgencnmen
wird. Beim Rückhub sorgt ein Freilauf (nicht dargestellt) zwischen Zahnkranz Z und
Walze W dafür, daß nicht vorzeitig das nun obenliegende w-m ausgeschoben wird. Alternativ
kann man die Walze W ohne Freilauf ausbilden, das das Einschieben des entnommenen
Bildes unter den Stapel unterstützt, dcch muß man dann das obenliegende Bild durch
(nicht gezeigte) Mittel festhalten.
-
Nach des vorstehenden Erläuterungen kann der Fachmann diese Variante
des Separators ohne weiteres auf Ausführungsformen übertragen, bei denen das unterste
statt das oberste Bild entommen wird und/oder der Separator am Schieber angeordnet
ist ist.
-
Die Fig. 5 bis 60 zeigen zwei Ausführungsformen, bei denen das Haftelementdurch
eine Relativbewegung zwischen zwei Schieberteilen alctiv und inakiv gemacht ird.
Im einzelnen zeigen die Fig. 55 und 58 Längsschnitte durch dieses Ausführungsbeispiel,
und zwar bei verschiedenen Stellungen des Schiebers, währand die Fig. 56 eine Aufsicht
auf die Ausführungsform und Fig. 57 eirer- Querschnitt durch diese Ausführungsform
zeigt; die Fig. 59 und 60 zeigen ein gegenüber den Fig. 55 bis 58 abgewandeltes
Haftelement.
-
Das Haftelement 901 ist in einer Ausnehmung 902 im Deckel 903 des
allgemein mit 904 bezeichneten Schiebers untergebracht. Dieses Haftelement 901 ist
ein leicht konvex nach dem Blattstapel 905 hin gewölbter Gummistreifen,
der
an seine, in Ausziehrichtung des Schiebers vorderen Ende 906 ortsfest am Schieberdeckel
903 angebracht ist, während sein hinteres Ende 907 gegenüber dem Gehäusedeckel 903
beweglich und mit einer Stange 908 verbunden ist.
-
Inder inaktiven Stellung des Haftelements 901 ist dessen konvexer
Teil noch in derAusnehmung 902 versenkt, so daß er nicht mit dem obersten Bild des
Blattstapels 905 in Eingriff treten kann, wie aus Fig. 55 ersichtlich ist. Wenn
nun durch Ziehen an der Stange 908 das hintere Ende 907 in Richtung auf das vordere
Ende 906 gezogen wird, dann baucht sich der konvexe Teil des Haftelements 901 aus,
tritt aus der Ausnehmung 902 hervor und legt sich an das oberste Bild des Blattstapels
905 an, wie man in Fig. 58 sieht.
-
Zur Steuerung dieser Bewegung des Haftelements 901 aus seiner inaktiven
Stellung in seine aktive Stellung und wieder zurück besteht der Schieber 904 aus
zwei Teilen 909 und 910, die in Ausziehrichtung des Schiebers relativ gegeneinander
verschiebbar sind, und zwar aus einem in Ausziehrichtung des Schiebers hinterem
Teil 909, welches den Hauptteil des Schiebers 904 bildet, und einem in Ausziehrichtung
des Schiebers vorderem Teil 910, das in dem ersten Teil 909 verschiebbar gelagert
und an dem das vordere Ende 911 der Stange 908 befestigt ist.
-
Beim Herausziehen des Schiebers 904 aus seinem Gehäuse, bei dem man
seitlich am vorderen Schieberteil 910 angreift, wird zunächst wegen des Reibungswiderstandes,
den das hintere Schieberteil 909 durch das Gehäuse erfährt, nur das vordere Schieberteil
910 bewegt, bis sich das Haftelement 901 soweit an das oberste Bild des Blattstepels
905 angedrückt hat, daß eine weitere Bewegung des Schieberteils 910 relativ zu dem
Schieberteil 909 nicht mehr möglich ist; der Widerstand des Haftelements, den dieses
durch das oberste Bild des Blattstapels 905 gegen eine weitere Verformung erfährt,
wirkt gewissermaßen wie ein Anschlag, der die Relativbewegung der beiden Schieberteile
voneinander weg begrenzt. Nunmehr bewegen sich beide Schieberteile 909 und 910 gemeinsam,
weil das oberste Blatt des Blattstapels 905 mitgenommen und aus dem Gehäuse, in
dem sich der Schieber befindet, herausgezogen wird.
-
Beim Wiedereinschieben des Schiebers bewegt sich nun wieder zunächst
nur das vordere Schieberteil 910, wodurch das Haftelement 901 wieder gestreckt wird,
so daß es vollständig in der Ausnehmung 902 verschwindet und nicht störend mit dem
Blattstapel 905 in Eingriff treten kann. Diese Bewegung des vorderen Schieberteils
910 wird durch einen daran vorgesehenen Anschlag 912 begrenzt, der mit einem Gegenanschlag
913 am hinteren Schieberteil 909 zusammenwirkt.
-
Es sei hier darauf hingewiesen, daß selbstverständlich die Auftrennung
zwischen den beiden Schieberteilen auch im hinteren Bereich des Schiebers möglich
ist, und zwar so, daß das hintere Ende 907 des Haftelements 901 an dem einen Schieberteil
und das vordere Ende 906 an dem anderen Schieberteil angebracht ist, und der Zug
zum Herausziehen des Schiebers aus dem Gehäuse 914 und der Druck zum Hineinschieben
des Schiebers in das Gehäuse über ein Verbindungselement ausgeübt wird, das an dem
Teil des Schiebers angreift, an dem das Ende 907 befestigt ist. Wesentlich ist in
jedem Falle, daß das Haftelement automatisch durch die Schieberbewegung gesteuert
wird, indem bei jeder Bewegung des Schiebers zunächst nur ein erstes Teil des Schiebers
bewegt wird, welches das Haftelement von seiner inaktiven in seine aktive Stellung
oder umgekehrt bringt, wonach erst das zweite Teil des Schiebers mitgenommen wird.
-
Wie Fig. 59 und 60 zeigen, kann auch ein Haftelement 915 verwendet
werden, das an einem Klötzchen 916 angebracht ist, welchen durch die Stange 908
längs einer Schrägfläche 917, die in einer Ausnehmung 918 im Gehäusedeckel 903 vorgesehen
ist, aus dieser Ausnehmung heraus- und in diese hineinbewegt werden kann, so daß
sich im Prinzip die gleiche Wirkungsweise ergibt, wie sie anhand der Fig. 55 bis
58 erläutert worden ist.
-
Eine weitere Abwandlungsform, die in der Zeichnung nicht dargestellt
ist, kann beispielsweise darin bestehen, daß ein in sich federndes Teil in einem
Kanal im Gehäusedeckel 903 vorgesehen ist, wobei dieser Kanal so beschaffen ist,
daß das Teil beim Ziehen am Schieber mit seinem vorderen Ende, an dem ein Haftelement
angebracht ist, aus dem Kanal heraustritt und in Eingriff mit dem obersten Blatt
des Blattstapels gelangt, während dieses vordere Ende beim Wiedereinschieben des
Schiebers in dem Kanal verschwindet.
-
Die Fig. 61 und 62 zeigen in einer Teilansicht schematisch eine Ausführungsform,
bei der das oberste Blatt eines Blattstapels durch zwei rollenförmige Haftelemente
919 und 920 mitgenommen wird. Die Achsen der Rollen 919 und 920 sind in Schlitzen
921 und 922 gelagert, und auf jeweils einer Seite ist eine Bremse 923 und 924 vorgesehen,
und zwar ortsfest an dem allgemein mit 925 bezeichneten Teil, an dem auch die Rollen
gelagert sind.
-
Wenn die Rollen mittels des Teils 925 in Richtung des Pfeils 926
bewegt werden,in der sie nur auf dem Blattstapel 905 abrollen sollen, sind ihre
in den Schlitzen 922 frei beweglichen Achsen bis zu dem den Bremsen 922 und 923
gewarrJten Enden des Schlitzes verschoben, so daß die Rollen
durch
die Bremsen nicht behindert werden. Dagegen verschieben sich die Achsen der Rollen
919 und 920 in den Schlitzen 921 und 922 soweit, bis die Umfangsflächen der Rollen
mit den Bremsen 923 und 924 in Eingriff treten,wenn das Teil 925 in der umgekehrten
Richtung, die durch den Pfeil 927 angedeutet ist, bewegt wird. Dadurch können sich
die Rollen nicht drehen und nehmen das oberste Blatt 928 des Blattstapels 905 mit.
-
Selbstverständlich ist es auch möglich, nur eine Freilaufanordnung
dieser Art, also nur eine Rolle 919 mit einer Bremse 923 zu verwenden, die Verwendung
von zwei derartigen Freilaufrollen ist hier nur zwecks erhöhter Sicherheit des Ergreifens
und des Transports des jeweils obersten Blatts vorgesehen. Die von oben auf den
Blattstapel 905 einwirkenden Freilaufrollen werden natürlich federnd an den Blattstapel
angedrückt.
-
Die Fig. 63 bis 66 zeigen eine Ausführungsform, bei der ebenfalls
eine von oben auf den Blattstapel 905 einwirkende Freilaufrolle 929 vorgesehen ist,
die aus einem haftenden Material, beispielsweise Gummi, besteht, und deren Achse
930 in einem Schlitz 931 so verschiebbar ist, daß die Rolle 929, wenn sie ein Blatt
des Blattstapels 905 mitnehmen soll, auf eine Bremse 932 aufläuft, während sie in
der anderen Verschiebungsrichtung, in der sie kein Blatt mitnehmen soll, von der
Bremse 932 frei ist undüber den Blattstapel hinwegrollt. Der Schlitz 931 befindet
sich in einem Teil 933, das um eine Achse 934 verschwenkbar ist, wodurch die Rolle
929 aus ihrer Ausnehmung 935 heraus in Kontakt mit dem obersten Blatt des Blattstapels
905 oder in diese Ausnehmung hinein und außer Eingriff mit dem Blattstapel bewegt
werden kann. Zu diesem Zweck ist an dem Teil 933 bzw. am hinteren Ende der damit
fest verbundenen Bremse 932 eine Nase 936 vorgesehen, die in einen schräg zur Achse
eines Verstellrades 938 verlaufenden Schlitz 937 in letzterem eingreift.
-
Diese Verstellmöglichkeit ist zum Zweck der Gesamtentnahme des Blattstapels
905 vorsehen, die dadurch erfolgen kann, daß man eine Schublade 939 aus dem Gehäuse
940 herauszieht. Würde vor dem Herausziehen der Schublade 939 die Rolle 929 nicht
außer Eingriff mit dem Blattstapel gebracht werden, dann würde das oberste Blatt
im Gehäuse verbleiben, wenn die Schublade 939 herausgezogen wird. Zur Entnahme des
Blattstapels ist im Boden der Schublade 939 eine Ausnehmung 941 vorgesehen, durch
die zum Anheben des Blattstapels ein Finger hindurchgesteckt werden kann. Statt
dieser Ausnehmung oder zusätzlich zu dieser Ausnehmung können in der Seitenwand
und im Boden der Schublade gegenüberliegende seitliche Ausnehmungen 942 vorgesehen
sein (S. Fig. 63), durch welche der Blattstapel 905 seitlich zwischen Daumen und
Zeigefinger erfaßt und herausgehoben werden kann.
-
Schließlich ist in den Fig. 67 bis 70 eine abgewandelte Ausführungsform
der in Fig. 45 gezeigten Vorrichtung veranschaulicht, mit der eine Gesamtentnahme
des Blattstapels ermöglicht wird; und zwar zeigen Fig. 67 und 68 Aufsichten auf
dieses Ausführungsbeispiel von unten, wobei sich in Fig. 67 der Schieber für den
Bildwechsel und die Schublade zur Gesamtentnahme des Blattstapels im eingeschobenen
Zustand befindet, während diese beiden Elemente in Fig. 68 in dem herausgezogenen
Zustand dargestellt sind.
-
Fig. 69 und 70 zeigen Längsschnitte. Es sei hier nur auf Abweichungen
gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 45 eingegangen: Zum Zwecke des Entnehmens
des gesamten Blattstapels 905 aus dem Schieber 943 ist ein zusätzliches Haftelement
944 an einem Hebel 945 vorgesehen, der um eine Achse 946 verschwenkbar ist. Auf
das Ende 947, das sich auf der dem Haftelement 944 entgegengesetzten Seite der Achse
946 befindet, wirkt ein keilförmiger Vorspring 948 eines Verstellrades 949 ein,
so daß das Haftelement je nach der Drehstellung des Verstellrades 949 entweder in
einer Ausnehmung im Boden des Schiebers und der Schublade verbleibt, welche Stellung
in Fig. 70 in ausgezogenen Linien veranschaulicht ist; oder das Haftelement 944
wird so stark an der Unterseite des Blattstapels 905 angedrückt, daß es eine stärkere
Haftkraft ausübt als die Haftzungen 715. Diese letztere Stellung ist in Fig. 70
in strichtpunktierten Linien eingezeichnet, und in dieser Stellung nimmt das Haftelement
944 auch das unterste Blatt des Blattstapels mit, so daß dieses nicht, wie in Fig.
69 gezeigt ist, im Gehäuse verbleibt. Auch bei dieser Ausführungsform kann die Schublade
950, die denvorderen Teil des Schiebers bildet und in Ausziehrichtung des Schiebers
aus diesem herausziehbar ist, wie sich aus Fig. 68 gut ersehen läßt, mit seitlichen
Ausnehmungen versehen sein, die den Ausnehmungen 942 in Fig. 63 entsprechen.
-
Schließlich sei noch erwähnt, daß die Rolle 929 der Ausführungsform
nach den Fig. 63 bis 66 auch stark verkleinert werden kann, wenn anstelle der klingenförmigen
Bremse 932 eine pfannenförmige, die Rolle 929 im Querschnitt wie ein Halbmond umgebende
Bremse gewählt wird, wodurch sich eine entsprechende Verkleinerung der Bauhöhe der
Vorrichtung ergibt.
-
Die Figuren 71 - 76 zeigen eine erste Ausführungsform,
wechselnde Bild im wesentlichen senkrecht vom Stapel abgehoben wird.
-
Im Gehäuse 1000 ist der Schieber 1002 gleitbeweglich aufgenommen.
Der Schieber trägt den Separatorsteg 1004, während im Gehäuse eine Federandruckanordnung
1006 vorgesehen ist. Gleitbeweglich ist im Gehäuseboden 1010 eine Steuertaste 1008
angeordnet, die über einen freien Schenkel 1012 der Federanordnung greift, derart,
daß in der Ruheposition (Fig. 71 und Fig. 76, oberer Teil) die Federanordnung den
Stapel 1014 gegen das im Gehäuse 1000 vorgesehene Sichtfenster 1016 drückt, beim
Verschieben der Taste 1008 nach rechts (in Fig. 71-73) aber die Federandruckanordnung
1006 vom Stapel weggezogen wird. Dabei nimmt ein Klebbelag 1018, der etwa mittig
auf der dem Stapel zugewandten SEite der Federandruckanordnung vorgesehen ist, das
ihm zugekehrte Bild 1020 mit nach unten. Die seitlichen Kanten dieses Bildes werden
jedoch von Stegen 1022, die vom Gehäuseboden 1010 aufwärts ragen, abgestützt, so
daß das Bild sich wölbt (Fig. 75).
-
Dieser abwärts gewölbte Bereich des Bildes liegt nun vor Anschlagblöcken
1024, deren Oberkante niedriger liegt als die der Stege 1022, aber höher als die
Oberfläche des Klebbelages 1018.
-
An der Taste 1008 sind schräg auswärts weisende Schubstangen 1026
angeformt, die einwärts federn können. In der Ruheposition (Fig. 76, oberer Teil)
liegen ihre Enden vor Schubhaken 1028, die an den Schieber angeformt sind. Beim
Ziehen am Schieber wird deshalb die Taste 1008 zunächst nach rechts mitgenommen,
wobei aber die Schubstangen auf die Stege 1022 auflaufen und dabei einwärts gedrückt
werden, so daß die Schubhaken des Schiebers von ihnen freikommen. In dieser Position
erst trifft der Separatorsteg 1004 auf den Stapel, von dem nun das unterste Bild
nach unten ausgewölbt worden ist und vom Separatorsteg nicht mitgenommenwerden kann,
da seine Gegenkante an den Blöcken 1024 abgestützt ist. Beim "Überfahren" dieses
Bildes mit den hornähnlichen Separatorfortsätzen 1030 wird das unterste Bild noch
etwas stärker gewölbt, aber nicht mitgenommen. Ausgehend von der Auszugsstellung
nach Fig. 72 greifen beim Rückhub nun die Hörner 1030 unter die Kante des im Gehäuse
1000 verbliebenen Bildes, heben es vom Klebbelag ab und lassen es über den Separatorsteg
auf den Stapel gleiten. Eine Rückstellzunge 1032 am Schieber stößt schließlich auf
die Taste 1008 und verschiebt diese wieder in ihre Ausgangsposition. Die Nasen 1034,
1036 nahe der Gehäuserückwand 1035 dienen als Stapelanschläge; ebenso die Nasen
1038 nahe der Schieberstirnwand 1040.
-
Fig. 77 - 81 zeigen eine Ausführungsform, deren Funktion ähnlich
der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist.
-
Im Gehäuse 1100 ist der Schieber 1102 zwischen seiner inneren Endstellung
(Fig. 79) und seiner äußeren Endstellung (Fig. 80) gleitbeweglich.
-
Der Querschnitt des Geräts, in Fig 77 und 78 erkennbar, ist etwa linsenförmig.
Im Gehäuse ist eine Schnappfeder 1104 in Nuten 1106 eingeklemmt und steht, da ihre
Seitenschenkel 1108 einwärts vorgespannt sind, mit ihrem Andruckplattenteil 1110
entweder vorgespannt nach oben (Fig. 77 und 79) cder nach unten (Fig. 78, 80, 81).
Beim Kippen aus der aufwärts gewölbten Position in die abwärts gewölbte Position
nimmt das Plattenteil 1110 das ihm zugekehrt liegende Bild 1112 durch Anhaften an
den Klebbelägen 1114 nach unten mit. Da die Klebbeläge beidseits nahe der Mitte
angeorndet sind, schmiegt sich das Bild 1112 der abwärts gewölbten Plattenform an.
Wie in der vorigen Ausführungsform kann man im Gehäuse sicherheitshalber einen Anschlagblock
für die Bildvorderkante vorsehen; dieser Block ist aber ebensowenig gezeigt wie
die Ausbildung der gehäuseseitigen Anschlagnasen für den Stapel und ihre Durchtrittsschlitze
im Separatorsteg 1116; hierzu kann auf die vorhergehenden Figuren verwiesen werden.
-
Der Separatorsteg 1 1116 ist über Seitenstege 1118 8mit der Stirnwand
1120 des Schiebers verbunden, die zugleich mit den Bodenteilen 1122 und Seitenführungen
1124 verbunden ist. Zwischen den letztgenannten und den Seitenstegen 1118 erstrecken
sich die Seitenschenkel 1108 der Feder 1104.
-
Es ist festzuhalten, daß die Federplatte 1110 in ihren beiden Positionen
von ihren Seitenschenkeln stabil gehalten ist, daß aber bereits ein geringer Druck
von oben auf die Platte genügt, die Feder nach unten umzuschnappen, und umgekehrt
ein geringer Druck von unten die Feder wieder nach oben zurückschnappen läßt. Dieser
Druck wird vom Schieber ausgeübt.
-
Beim Schieberauszug drückt der Separatorsteg 1116 auf die Auflaufkanten
1126 des Andruckplattenteils und läuft dann über diese mit relativ großem Abstand
hinweg, wobei der Reststapel 1128 mitgenommenwird. Nur in der Mitte ragt ein Horn
1130 vom Separatorsteg abwärts, das beim Rückhub des Schiebersunter die Frontkante
des Bildes 1112 greift und dieses nach oben hebt, damit es über den Separatorsteg
auf den Stapel gleiten kann.
-
Dabei nimmt die Feder 1104 immer noch ihre abwärts gewölbte Konfiguration
ein (Fig. 81). Erst wenn die an die Schieberfrontwand 1120 angeformten Steuerkeile
1132 unter das Plattenteil 1110 greifen, kippt dieses wieder nach oben. Das Horn
kann dies auch dann nicht, wenn größere Toleranzen vorliegen, da es auf die Schrägfläche
1134 des Plattenteils 1110 auftrifft und dieses immer nach unten drückt.
-
In den Zeichnungen ist die Auswölbung von Gehäuse, Schieber, Feder
und Bildern übertrieben gezeichnet, um die Darstellung zu verdeutlichen; in Wirklichkeit
werden die Feder und das Bild nur ganz schwach gewölbt, was aber genügt, um das
Gerät in der beschriebenen Weise funktionieren zu lassen.
-
Fig. 82 - 86 stellen ein Ausführungsbeispiel dar, bei dem zwar das
flächig am Bild angreifende Organ zugleich als Einzelbild-Mitnehmer dient, die Funktion
des Wegbewegens des Bildes vom Reststapel aber in einer anderen Phase der Schieberbewegung
ausführt.
-
Im Gehäuse 1200 ist der Schieber 1202 gleitbeweglich; seine innere
Endstellung istin Fig. 83, die äußere in Fig. 84 gezeigt. Am Boden des Gehäuses
1200 ist bei 1204 eine unter Federvorspannung stehende Andruckanordnung 1206 befestigt,
in deren Andruckplatte 1208 nahe deren innerem Ende ein Zylindersegment 1210 zwischen
zwei Winkellagen um eine Achse 1212 drehbar ist. Die Achse 1212 erstreckt sich senkrecht
zur Schieberbewegungsrichtung und parallel zum Sichtfenster 1214.
-
Fig.82 zeigt den Schieber beim Rückhubkurz vor seiner Endstellung.
-
Das Zylindersegment, das nach oben über die Fläche der Andruckplatte
1208 hinausragt, ist mit einem Klebbelag versehen und steht in seiner Endstellung
bei Drehung im Uhrseigersinne. Beim Auflaufen der Führungskantedes untersten Bildes
1216 auf das Segment 1210 bleibt die Kante haften und wird bei der dadurch bewirkten
Drehung des Segments im Gegenuhrzeigersinn vom Reststapel 1218 weggebogen; dies
ist in Fig. 86 noch einmal vergrößert dargestellt. In der inneren Endstellung (Fig.
83) ergibt sich deshalb ein ziemlich weiter Spalt 1220 zwischen Einzelbild und Reststapel,
damit der Separatorsteg 1222, der am Schieber befestigt ist, den Reststapel mitnehmen
kann. Da das Zylindersegment sich nur über einen Teil der Gehäusebreite bzw. der
Andruckplattenbreite erstreckte, kann man den Separatorsteg mit einer großen Ausnehmung
versehen, wo er über das Segment wegläuft, während er beidseits davon überdas Einzelbild
1216 schleift und dieses an die Platte 1208 preßt. Das Einzelbild bleibt aber am
Zylindersegment haften (Fig. 84), das dabei zurückgedreht wird und wieder in seine
Ausgangsposition gelangt.
-
Soweit hier und im folgenden der Ausdruck "Klebbelag" benutzt wurde,
so versteht es sich, daß damit nur die Funktion dieses Elements gemeint ist, da
ein Klebstoff, der sich nicht verbraucht und eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer
hat, zumindest Spuren auf den Bildern hinterließe.
-
Demgemäß ist gemeint, daß eine stakre Adhäsionskraft entwickelt werden
soll.
Hierfür bietet sich an, das Organ z.B. mit mikroskopisch kleinen elastischen Häkchen
und die Bilder mit einem entsprechenden Vliesbelag zu versehen, in der Art des sogenannten
"Klettverschlußes". Der Vliesbelag ist gegenüber der Bildseite des Stapels inert,
stört also nicht das Abziehen vom Stapel.
-
Eine andere Möglichkeit besteht darin, in die Bilder einen Streifen
aus magnetisierbarem Material einzulegen oder einen solchen aufzuklehen und das
Organ im Gerät als Permanentmagneten auszubilden. Bei einer solchen Lösung kann
der Magnet bereits wirken, ehe das Bild an ihm selbst zur Anlage kommt. Dies ist
bei der nächsten Ausführungsform verwirklicht: Fig. 87, 88 und 89 stellen im Längsschnitt
das Gerät in verschiedenen Phasen der Schieberbewegung dar. Man erkennt das Gehäuse
1300, den Schieber 1302, Andruckanordnung 1304, Sichtscheibe 1306 und Separator
1308. Die Funktion dieser Elemente entspricht der nach den vorhergehenden Ausführungsbeispielen.
Die Deckwandung 1310 des Gehäuses weist nach innen einspringende, seitlich der Sichtscheibe
1306 liegende und an ihren Enden abgerundete Rippen 1312 auf, die den Stapel 1314
nach unten drücken.
-
In Einschubrichtung ist hinter den Rippen im Gehäuse 1300 ein Permanentmagnet
1316 aus hochkerzitivem Material an der Innenseite der Gehäusedeckwand 1310 befestigt.
-
Die Bilder sind mit einem Streifen aus magnetisierbarem Material
nahe ihrer innenliegenden Kante (oder, um die Bilder beliebig einlegen zu können,
an beiden Kanten) versehen, und zwar auf der der Sichtscheibe 1306 abgewandten Seite.
In der Einschubposition des Schiebers liegen diese Kanten vor dem Magneten 1316,
derso ausgelegt ist, daß er die Kante des obersten Bildes noch anziehen kann, nicht
aber die des nächstfolgenden Bildes. Der Separator kann demgemäß zwischen diesem
obersten Bild und dem Reststapel hindurchfahren, und beim Rückhub des Schiebers
gelangt die dem Magneten abgewandte Bildkante unter den Separator, der schließlich
die vom Magneten gehaltene Kante abreißt. Das bisher zweitoberste Bild wird nun
vom Magneten angezogen, und der Wechsel kann wiederholt werden.
-
In der ausführungsformnach Fig. 90 bis 95 ist der Einzelbild-Mitnehmer
am Schieber 1402 angeordnet, während das Gehäuse 1400 mit dem Reststapel-Mitnehmer
1404 versehen ist, der wieder als Separatorsteg ausgebildet ist.
-
Die unter Federvorspannung stehende Andruckanordnung 1406 ist bei
1408 am Gehäuseboden befestigt.
-
Der Einzelbild-Mitnehmer ist hier als ein Haken 1410 ausgebildet,
der um einen Zapfen 1412 schwenkbar im Schieber 1402 gelagert ist. Die Schwenkbewegung
wird mittels eines Nockens 1414 gesteuert, der durch eine öffnung in den Schieberseitenstegen
1416 mit Spiel nach außen in eine Steuerkulisse 1418 ragt, welche in die benachbarte
Seitenwandung 1420 des Gehäuses eingearbeitet ist.
-
In der ganz eingeschobenen Position des Schiebers 1402 liegt der
Greifer 1422 des Hakens mit Abstand hinter der Innenkante des obersten Bildes 1424,
aber auf das Bild wird ein Haftorgan 1426 gedrückt. In dieser Position liegt die
Arbeitskante 1428 des Greifers 1422 oberhalb des obersten Bildes. Während der erste
Millimeter Auszugshub des Schiebers wird das oberste Bild vom Haftorgan in Auszugsrichtung
vorgeschoben, was relativ leicht geht, da die Vorderkante des Bildes noch vor dem
Separatorsteg 1404 liegt. Dann läuft der Nocken 1414 in der Steuerkulisse 1418 nach
oben und verschwenkt den Haken 1410 derart, daß der Greifer nach unten auf den Reststapel
1430 drückt, während das Haftorgan vom obersten Bild freikommt. Bei der Weiterbewegung
des Schiebers erfaßt nun der Greifer 1422 die Endkante des obersten Bildes (Fig.
94) und schiebt es durch den Separatorsteg 1404. Man erkennt, daß in dieser Phase
die Kante 1428 höher liegt als die abgerundete Fläche 1432 des Greifers, die dem
Reststapel zugekehrt ist, so daß das nächstfolgende Bild nicht beschädigt wird,
weder beim Schieberauszug noch beim Schieberrückhub.
-
In den Fig. 96-101 ist eine Ausführungsform dargestellt, deren Wirkungsweise
schematisch am besten in Fig. 98 erkennbar ist: Im Gehäuse 1500 sind an Pfosten
1502 Blattfedern 1504 befestigt, deren freie Enden Stopfen mit einem Haftorgan 1506
tragen. Die Haftorgane sind dem Blattstapel 1508 zugekehrt, und unter der Vorspannung
der Andruckanordnung 1510 liegt das oberste Bild 1512 mit seinen beiden Innenecken
an je einem der Haftorgane an. Beim Einwärtsschwenken der Blattfedern 1504 wird
deshalb das Bild 1512 nach innen gestaucht und aufwärts gewölbt. Diese Schwenkbewegung
wird von Steuernocken 1514 bewirkt, die am Schieber 1516 befestigt sind.
-
Ferner trägt der Schieber einen Einzelbild-Mitnehmer 1518 in Form
eines kräftigen Hornes.
-
In der Ausgangsposition mit völlig eingeschobenem Schieber 1516 (Fig.
96) stehen die Haftorgan-Stopfen 1506 in ihrer seitlich außenliegenden Ruhestellung.
Bei Beginn des Schieberauszugs (Fig. 99) drücken die Nocken 1514 die Stopfen 1506
unter Auswölben des Bildes nach innen, und in den so gebildeten Stapel 1520 dringt
der Mitnehmer 1518 ein, dessen dem Stapel zugekehrte
Unterseite
abgerundet ist und den Stapel gegen die Vorspannung der Andruckanordnung nach unten
drückt. Beim weiteren Auszug nimmt der Mitnehmer 1518 das Einzelbild 1512 über den
Reststapel-Mitnehmer 1522 nach außen, der seinerseits in der Mitte einen Einschnitt
aufweist, durch den der Einzelbildmitnehmer hindurchgeht. Unmittelbar nachdem das
Einzelbild vom Mitnehmer 1518 erfaßt worden ist, geben die Steuernocken 1514 die
Haftorgan-Stopfen 1506 wieder frei, und diese können ungebremst vom nächstfolgenden
Bild 1524 wieder ausfedern, da der Mitnehmer 1518 den Stapel wegdrückt.
-
Entsprechendes gilt beim Schieberrückhub, so daß das Bild 1524 erst
bei Wiederbeginn des Schieberauszugs gestaucht wird.
-
Es ist anzumerken, daß der Mitnehmer 1518 keinen scharfkantigen Einschnitt
aufweist, damit das entnommeneEinzelbild außen leicht auf den Schieberboden 1526
fallen und unter dem Stapel wieder eingeschoben werden kann. Ferner ist hier das
Gehäuse 1500 mit einem Rahmen ohne Sichtscheibe ausgebildet, diehier auf der Oberseite
des Schiebers 1516 angeordnet ist Bei diesem Ausführungsbeispiel sind der Reststapel-Mitnehmer
1522 und das flächig am Bild angreifende Organ 1506 beide stationär im Gehäuse angeordnet,
während sich der Einzelbildmitnehmer 1518 relativ zu ihnen bewegt.
-
Das letzte Ausfürungsbeispiel ist in den Fig. 102-105 dargestellt.
-
Im Gehäuse 1600 ist eine Andruckplattenbaugruppe 1602 vorgesehen,
die mittels einer verschieblichen Taste 1604 in gleicher Weise unter Steuerung durch
den Schieber 1606 inaktiviert werden kann, wie dies oben unter Bezugnahme auf die
Fig. 71-76 beschrieben wurde. Der Schieber 1606 trägt den Separatorsteg 1608 sowie
Einschiebenasen 1610, die nahe der Mitte des Stapels 1612 angreifen. Auf der Oberseite
der Andruckplatte 1614 ist exzentrisch, also zwischen den Nasen 1610 und der Gehäuseseitenwandung
1616, ein reibungsschlüssig am untersten Bild haftendes Organ 1620 befestigt.
-
Fig. 102 stellt die Einschubphase des Schiebers kurz vor dem vollständigen
Einschieben dar. Der Steuermechanismus der Andruckplattenbaugruppe 1602 hat diese
gerade freigegeben und damit aktiviert, so daß nun das Organ 1620 das Bild 1618
am Berührungspunkt festhält.
-
Beim weiteren Einschub des Schiebers 1606 wird deshalb das Bild 1618
gegenüberdem Reststapel verdreht, wobei seine Seitenkante 1622 auf die sehr weiche
und deshalb ausweichende Blattfeder 1624 trifft. Die dem Organ 1620 diametral gegenüberliegende
Ecke 1626 schließlich wird beim Verdrehen des Bildes unter den Separatorsteg 1608
geschoben (Fig. 103). Das unterste Bild ist nun für den Wechsel vorbereitet.
-
Wird nun der Schieber 1606 gezogen (Fig. 104), so kann der Separatorsteg
leicht auf das Bild 1618 aufgleiten und den Reststapel hinausbefördern, während
das flächig haftende Organ 1620 noch immer das unterste Bild festhält. Da aber beim
Auszug des Schiebers nun auch die Andruckplattenbaugruppe inaktiviert wird, liegt
bei völlig ausgezogenem Schieber das Bild 1618 lose auf den Innenstegen 1628 des
Gehäuses und wird von der Blattfeder 1624 wieder in Ausfluchtung mit dem Stapel
gedrückt, auf den es beim Wiedereinschub (Fig. 105) aufgleitet.
Leerseite