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DE2910015A1 - Verfahren und einrichtung zum sauerstoffeintrag in langzeit-abwasser-reinigungsanlagen - Google Patents

Verfahren und einrichtung zum sauerstoffeintrag in langzeit-abwasser-reinigungsanlagen

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DE2910015A1
DE2910015A1 DE19792910015 DE2910015A DE2910015A1 DE 2910015 A1 DE2910015 A1 DE 2910015A1 DE 19792910015 DE19792910015 DE 19792910015 DE 2910015 A DE2910015 A DE 2910015A DE 2910015 A1 DE2910015 A1 DE 2910015A1
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DE
Germany
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probe
activated sludge
aeration
oxygen
sewage
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August Dr Ing Schreiber
Gerrit Johannes Ma Stoltenborg
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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    • C02F3/12Activated sludge processes
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    • C02F3/1257Oxidation ditches
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C02F3/30Aerobic and anaerobic processes
    • C02F3/301Aerobic and anaerobic treatment in the same reactor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Sauerstoffeintragin
  • Langzei t-Abwas ser-Reinigungs anlagen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Sauerstoffeintrag bei Iangzeit-Abwasser-Reinigungsanlagen mit belebtem Schlamm und Denitrifikation, wobei das zu reinigende Abwasser mit dem Belebtschlaem in einem Belüftungsbecken mit kreis- oder kreisringförmigem Horizontalquerschnitt vermischt belüftet wird und das gereinigte Abwasser anschließend über ein Nachklärbecken einem Vorfluter zugeleitet wird.
  • Bei solchen Anlagen wird das Abwasser belüftet, um eine Nitratbildung zu erreichen und damit wesentliche Verschmutzungsanteile zu binden. Die Nitrate müssen anschließend aus dem Abwasser entfernt werden, da sie andernfalls als Dünger wirken und im Vorfluter zu unerwünschter Verschlammung führen würden, Um dem zu begegnen, wurden bereits in Umlaufbecken durch Steuerung der Belüftung sauerstoffarme Zonen geschaffen, in denen das Nitrat in Stickstoff und Sauerstoffionen zerlegt wird, da die Mikroben ihren Sauerstrombedarf in solchen Zonen aus der Zerlegung der #Nitrate decken. Es wird also auf diese Weise eine Denitrifikation erreicht und ein ttbertritt der Nitrate in den Vorfluter verhindert.
  • Bei den bekannten Verfahren kann es vorkommen, daß die zugeführte Luftmenge leicht in unwirtschaftlicher Weise über das n#otwendige Maß hinausgeht, so daß die Denitrifikation unvollständig wird. Infolgedessen können noch erhebliche Nitratmengen in den Vorfluter gelangen und dort die genannten Schäden verursachen.
  • Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein Verfahren und eine Einrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, durch das bzw. durch die es ermöglicht wird, den Sauerstoffeintrag so ZU steuern, daß dieser dem wirtschaftlichen Optimum entspricht und trotzdem eine weitestgehende Beseitigung der Nitrate erreicht wird, wobei die waßserlöslichen Stickstoffverbindungen, die sich aus dem Abbau der organischen Substanzen des Abwassers ergeben, soweit weiter abgebaut werden sollen, daß neben einer guten Reinigung der Stickstoff aus dem gereinigten Abwasser in die Atmosphäre austritt und dabei noch der Sauerstoff der abgebauten Stickstoffverbindungen für die Reinigung nutzbar gemacht wird.
  • Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß nur soviel Sauerstoff eingetragen wird, der gerade ausreicht, um die Stickstoffverbindungen des zu reinigenden Abwassers zu nitrifizieren und unter Ausnutzung des Sauerstoffs aus den Nitraten einen weiteren Abbau und eine Ausscheidung des Stickstoffs aus dem Abwasser zu erreichen, wodurch eine weitgehende, gute Reinigung des Abwassers in wirtschaftlichster Weise erreicht wird.
  • Der Zyklus Nitrifisierung in der belüfteten Zone und Denitrifizierung in einer sauerstoffarmen nachfolgenden Zone wiederholt sich bei jedem Umlauf des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches. Dabei wird ein Ansammeln des Nitratgehalts vermieden und in vielen, sich hintereinander wiederholenden Reinigungsstufen erreicht, daß das abfließende gereinigte Abwasser noch einen gewissen Sauerstoffgehalt, jedoch nur Spuren von Ammonium und Nitrat aufweist.
  • In jedem Umlauf des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches wird der Nitratgehalt also einmal geringfügig erhöht, Jedoch das Nitrat bei jedem Umlauf auch wieder durch den Belebtschlamm zersetzt. Das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch wird daher durch viele Umläufe immer mehr in seinen Schmutzstoffen abgebaut, gereinigt und verdünnt, so daß ein gereinigtes Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch entsteht, was in Bezug auf den Zulauf eine sehr weitgehende Verdünnung darstellt, und der Abfluß aus dem Belüftungabecken, der weitgehend gereinigt ist, wenig Nitrate, wenig Sauerstoff und fast kein Ammonium enthält.
  • Da aber eine solche Anlage durch die laufenden Änderungen des schmutz- und mengenmäßig wechselnden Zulaufs im Betrieb nicht störungsfrei betrieben werden kann, wird zusätzlich zu einer ersten Sonde (Minimal-Sonde), eine zweite Sonde (Kontroll-Sonde) innerhalb des Belftungsbeckens eingesetzt, die mit der Beckenwand fest verbunden ist. Diese mißt den Sauerstoffgehalt und zeigt an, daß ein - wenn auch sehr niedriger - Sauerstoffgehalt vorhanden ist. Die genannte Sonde wird am zweckmäßigsten nach mindestens etwa dem halben Beckenumfang gerechnet von der Belüftung im Sinne des umlaufenden Abwasser-Belebt- schlamm-Gemisches fest eingebaut. ist der Sauerstoffgehalt bei dieser zweiten Sonde (Kontroll-Sonde) zu lange Zeit auf Null abgesunken, dann steuert die Sonde den Antrieb der Drucklufterzeuger stufenlos höher, bis diese Sonde (Kontroll-Sonde) wieder Sauerstoff anzeigt.
  • Die zweite Sonde (Kontroll-Sonde) kann aber auch die Antriebseinrichtungen für die umlaufende Bewegung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches zu einer geringeren oder größeren Umlaufgeschwindigkeit stufenlos steuern. Durch das Zusammenspiel dieser beiden Sonden, wobei die zweite Sonde (Kontroll-Sonde) bei zeitweiliger Überhöhung der Wassermenge und Verschmutzung die erste Sonde (Minimalsonde) vorübergehend überlagert, wird erreicht, daß der für die vollständige Nitrifikation erforderliche Sauerstoff optimal eingetragen und der somit entsXhende Nitratsauerstoff durch die Schlammatmung anschließend optimal verbraucht wird.
  • Dieses Verfahren kann für Belebungsbecken von kreis-oder kreisringförmigem Horizontalquerschnitt, und zwar sowohl mit feststehender als auch mit umlaufender Belüftung verwendet werden, wobei ein zweiter Antrieb für den Umlauf des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches vorgesehen ist.
  • Dieses Verfahren läßt sich jedoch in der Praxis vorzugsweise am wirtschaftlichsten und betriebssichersten bei Belebungsbecken mit einer umlaufenden Belüftungsbrücke, von welcher aus die Belüfter gemäß den DE-AS 17 84 469 und 26 47 920 bis kurz oberhalb der Beckensohle michen, gut durchführen. Der Unterschied in bezug auf die Sonden ist jedoch beim Belebungsbecken mit umlaufender Brückenbelüftung der, daß die erste Sonde (Minimalsonde) am Ende der Belüftungsfläche hinter der Belüftungsbrücke, bezogen auf die Umlaufrichtung, oder unmittelbar hinter der Belüftungsbrücke vorgesehen sein muß. Sie kann hierzu an der Brücke befestigt sein und mit der Brücke umlaufen.
  • Die zweite Sonde (Kontroll-Sonde) kann bei Brückenbelüfti#ng, mit der auch das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch gleichzeitig in Umlauf versetzt wird, in jedem beliebigen Teil des Belüftungsbeckens, vorzugsweise an der Außenwand in der zweiten Beckenhälfte hinter dem Zulauf befestigt werden.
  • Die Sonden haben den Zweck, mit dem möglichst niedrigsten Sauerstoffgehalt das Abwasser reinigen zu können, wodurch eine Stromeinsparung für die Belüftung und darüber hinaus auch der im Nitrat gebundene Sauerstoff dafür nutzbar gemacht und der Vorfluter von einer nachteiligen Düngung verschont wird.
  • Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachstehenden Erläuterung der Zeichnung.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt: Es zeigen: Fig. 1 ein kreisringförmiges Belüftungsbecken in Ansicht von oben und Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 abgeänderte Ausführungsform.
  • Das in dem kreisringförmigen Belüftungsbecken 1, dessen Zulauf mit Z und dessen Ablauf mit A bezeichnet ist, befindliche Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch wird durch eine von einem oder mehreren nicht dargestellten Luftförderern gespeiste Belüftungseinrichtung B belüftet.
  • Das im Becken 1 enthaltene Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch wird des weiteren durch eine Förderenrichtung P in eine durch zwei Pfeile veranschaulichte umlaufende Bewegung versetzt. Sowohl die Fördereinrichtung P als auch die Luftfö.rderer sind stufenlos regelbar, wobei zwei vorzugsweise als Elektrosonden ausgebildete Sauerstoffmeßsonden SI und SII zur Steuerung der Antriebsmotore bzw. der Leistung der Fördereinrichtung P und der Luftförderer, d.h. zur Steuerung der Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches und der in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch eingetragenen Luftmenge pro Zeiteinheit vorgesehen sind.
  • Bei der Ausfübrungsform nach Fig. 1 besteht die Belüftungseinrichtung B aus auf der Sohle des Beckens 1 angeordneten ortsfesten Belüftern. Dabei sind getrennt davon als Fördereinrichtung P an einer feststehenden Brücke 2 od.dgl. angeordnete Propeller od.dgl. vorgesehen. Statt dessen kann als Fördereinrichtung auch aine um den Mittelpunkt M des Beckens umlaufende Brücke vorgesehen sein, an der ein nicht dargestelltes, in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch tauchendes, sich quer zur Umlaufrichtung erstreckendes Stausdtld od.dgl. angeordnet ist.
  • Weiterhin ist bei der Ausführungsform nach Fig. 1 die erste Meßsonde SI am Ende der Belüftungszone oder kurz dahinter bezogen auf die Strömungsrichtung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches und die zweite Sonde SII im anschließenden sauerstoffarmen Bereich angeordnet. Die zweite Sonde S II befindet sich dabei in einem Abstand von mindestens etwa dem halben Beckenuifang vnn der Belüftungseinrichtung B. Beide Sonden SI und SII sind ortsfest im Belüftungsbecken 1 angeordnet, und zwar durch Verbindung mit der Außenwand 4 des Beckens.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 besteht die Belüftungseinrichtung B aus an einer in Pfeilrichtung um den Beckenmittelpunkt M umlaufenden Brücke 3 angeordneten, mit geringem Abstand über der Beckensohle befindlichen Belüftern, wodurch gleichzeitig die Wirkung einer hier überflüssigen besonderen Fördereinrichtung P ausgeübt, d.h. das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch in umlaufende Bewegung versetzt wird. Die erste Sonde SI ist dabei Jedoch nicht fest mit der Becken-Außenwand 4 verbunden, sondern an der umlaufenden Brücke 3,und zwar#bezogen auf die Umlaufrichtung der letzteren kurz hinter den Belüftern der Belüftungseinrichtung B angeordnet.
  • Die Sonde SI läuft also mit der Brücke 3 um.
  • Die zweite Sonde SII ist wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 fest im Becken # und zwar bezogen auf die Strömungsrichtung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches vor dem Ablauf A des Belüftungsbeckens 1 angeordnet.
  • Den Sonden SI und SII sind noch nicht dargestellte geeignete Schalt- und Schreibgeräte zugeordnet.
  • In Fig. 1 ist die Sonde SI (Minimalsonde) bezogen auf die Umlaufrichtung des Abwasser#Belebtschlamm-Gemisches hinter den feststehenden Belüftern der Belüftungseinrichtung B vorgesehen, wobei die Sonde g einen vorbestimmten niedrigsten Sauerstoffgehalt aufrechterhält, wie er sich nach Erfahrungen im umlaufenden Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch hinter den Belüftern im Sinne der umlaufenden Bewegung einstellt.
  • Bei vom Sollwert abweichenden Sauerstoffwerten veranlaßt die Sonde SI inderungen der Belüfterleistung.
  • Die SondeSI steuert dabei einen stufenlos regelbaren Antriebsmotor eines den Luftförderer der Belüftungseinrichtung B bildenden nicht dargestellten Kompressor für die Drucklufterzeugung. Dabei wird bei zu geringem oder zu hohem Sauerstoffgehalt die Tourenzahl des Kompressors stufenlos verringert oder erhöht.
  • Die Luftmenge wird auf ein Minimum eingeste2)t, und zwar so, daß der Sauerstoffgehalt auf einer bestimmten Länge des Umlaufes zur NitrifikatioL ausreicht, aber im anschließenden Umlauf sich Eehr erniedrigt oder bis zur Sauerstofflosigkeit, d.h. auf Null absinkt. Dann wird der Sauerstoffbedarf der Mikroben durch Denitrifikation der entstandenen Nitrate gedeckt. Bei jedem Umlauf tritt deswegen eine Nitrifikation bei ausreichendem Sauerstoff und eine Denitrifikation bei geringem oder fehlendem Sauerstoffgehalt in einer sauerstoffarmen oder -losen Zone ein.
  • Die Sonde SI (Minimalsonde) ist auf ein mengen- und verschmutzungsmäßiges Minimum an Sauerstoff eingestellt und steuert dementsprechend die dafür notwendige Leistung des Kompressors sowie die Leistung für die vorbestimmte Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches. Sie wirkt über ein Schaltgerät au! dei stufenlos regelbaren Kompressor, der die Fördermenge der Luft erhöht oder erniedrigt, so daß der eingestellte Minimal-Sauerstoffgehalt während des Betriebes trotz Verringerung oder Erhöhung der Abwassermenge oder der mit dem Abwasser zugeführten Schmutzmengen unverändert aufrechterhalten wird Die Sonde SI kann aber auch gleichzeitig oder allein auf den Antrieb des umlaufenden Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches, d.h. auf den Antrieb der die Fördereinrichtung P bildenden Propeller bzw.
  • der umlaufenden Brücke 2 mit Stauschild einwirken.
  • Um die Schwankungen des Sauerstoffgehalts infolge des durch den Zulauf Z erilgenden Eintretens unterschiedlicher Wassermengen und Verschmutzungen weiter zu steuern, ist die Sonde SII bei der Durchführung des Verfahrens mit feststehender Belüftungseinrichtung B nach Fig. 1 als Kontrollsonde an einer beliebigen Stelle, vorzugsweise kurz vor dem Ablauf A, fest mit der Beckenwand verbunden, vorgesehen. Diese Sonde SII mißt den ständig schwankenden Sauerstoffgehalt vom Zeitpunkt einer Belüftung bis zum Zeitpunkt der folgenden Wiederbelüftung. Tritt während eines Umlaufes des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches ein zu langer Sauerstoffmangel oder Sauerstofflosigkeit ein, dann wird durch uberlagerung der Sonde SI der Antrieb für den Luftförderer der Belüftungseinrichtung B und der Antrieb für die Erzeugung der Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches stufenlos erhöht.
  • Diese Uberlagerung währt so lange, bis durch einen geringeren Zulauf und/oder eine geringere Verschmutzung des Abwassers der erforderliche Sauerstoffgehalt auf die normale Einstellung der Sonde SI zurückgeht. Dann wird die vermehrte Luftversorgung der BelUftungseinrichtung B und die erhöhte Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches durch Rücknahme der Überlagerung der Sonde SI wieder verringert.
  • Bei nicht genügender Anzeige von Sauerstoffmangel oder Sauerstofflosigkeit der Sonde II (Kontrollsonde) innerhalb eines Umlaufes muß die Belüftungsmenge verringert und die Brücke langsamer bewegt werden.
  • Fig. 2 stellt die Durchführung des Verfahrens in der Ausführungsart eines Belüftungsbeckens mit umlaufender Belüftung dar. Die Sonde SI ist hier Jedoch nicht fest mit der Beckenwand verbunden, sondern sie ist im Sinne des Beckenumlaufes hinter der Belüftung vorgesehen und läuft mit der Brücke um.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 steuert die Sonde S I wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 in der oben angegebenen Weise die Minimalbelüftung und die minimale Umlaufgeschwindigkeit nach einem vorgegebenen Sauerstoffminiinalwert. Die Sonde SII, die an beliebiger Stelle, möglichst Jedoch vor dem Ablauf A des gereinigten Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches vorgesehen sein kann, überlagert wieder bei zu langer Sauerstofflosigkeit eines Beckenabschnittes einen stufenlos regelbaren, den Luftförderer der Belüftungseinrichtung B bildenden Kompressor zur Vergrößerung der Luftmenge pro Zeiteinheit.
  • Sie kann aber auch die Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit der Brücke 3 erhöhen, da die Brücke durch einen von ihr gesteuerten stufenlos regelbaren Motor angetrieben wird.
  • Mißt jedoch die Sonde SII einen zu lang anhaltenden und zu hohen Sauerstoffgehalt während eines Umlaufes, dann kann die Fördermenge des Kompressors verringert und die Brückengeschwindigkeit und damit die e Umlaufgeschwindigkeit de 8 des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches verringert werden.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens nach Fig. 2 kann noch ein sich quer zur Umlaufströmung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches erstreckendes Stautor T innerhalb des Belüftungsbeckens 1 vorgesehen sein. Das Stautor T weist Öffnungen O für den Durchgang der von der Brücke 3 nach unten zu den Belüftern der Belüftungseinrichtung B führenden, nicht dargestellten Luftzufiihrungsrohre auf und ist vorzugsweise in Umlaufrichtung kurz hinter dem Auslaß A angeordnet, so daß sich die Sonde SII vor dem Stautor T befindet. Die Öffnungen 0 sind in ihrer lichten Weite verstellbar. Außerdem können die über der Beckensohle vorgesehenen, umlaufenden Belüfter vergrößert bzw. vermehrt oder verkleinert bzw. verringert werden.
  • Somit kann das Abwasser mit optimaler Wirtschaftlichkeit bei verhältnismäßig geringem Sauerstoffeintrag Je m3/h einschließlich Denitrifikation gut gereinigt und das entstandene Nitrat, das im Vorfluter durch Verschlammung nachteilig wirken würde, ausgeschieden werden.
  • Leerseite

Claims (13)

  1. Ansprüche Verfahren zum Sauerstoffeintrag bei Langzeit-Abwasser-Reinigungsanlagen mit belebtem Schlamm und Denitrifikatinn, wobei das zu reinigende Abwasser mit dem Belebtschlamm in einem Belüftungsbecken mit kreis- oder kreisringförmigem Horizontalquerschnitt vermischt belüftet wird und das gereinigte Abwasser anschließend über ein Nachklärbecken einem Vorfluter zugeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß a) das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch in eine Umlaufgeschwindigkeit von mindestens 20 bis 30 cm/sec versetzt wird und b) über eine radiale, von der Innenwand zur Außenwand des Belüftungsbeckens reichende Belüftungsfläche belüftet wird, so daß im belüfteten Bereich eine Reinigung des Abwassers durch Nitratbildung erfolgt und c) der Sauerstoffgehalt des Gemisches am Ende der Belüftungszone oder kurz danach durch eine Sonde od.dgl, gemessen und der Sauerstoffgehalt im Meßbereich durch den Meßvorgang mittels Steuerung der Schalteinrichtungen für die die Belüftung bewirkende Luftzufuhr möglichst niedrig gehalten wird und d) in der daran anschließenden sauerstoffarmen Zone der Sauerstoffbedarf der Mikroben unter Zerlegung der Nitrate in Gas und Wasser aus dem Sauerstoffgehalt der Nitrate gedeckt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffgehalt in der sauerstoffarmen Zone durch eine die Umlaufgeschwindigkeit des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches und/oder die Förderleistung der Belüftungseinrichtung steuernde zweite Sonde od.dgl. gemessen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Sonde auf einen festen, von ihr über ein Schaltgerät und einen Luftförderer gesteuerten und auch bei Veränderungen der mit dem Abwasser zugeführten Schmutzmengen konstant gehaltenen Ninimal-Sauerstoffgehalt eingestellt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der ersten Sonde ausgehenden Steuerimpulse von denen der zweiten Sonde überlagert werden.
  5. 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die ein Belüftungs -becken von kreis- oder kreisringförmigem Horizontalquerschnitt aufweist, in dem das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch durch eine Fördereinrichtung in Umlauf gebracht wird und in dem eine von Luftförderern gespeiste Belüftungseinrichtung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine stufenlos regelbare Fördereinrichtung (P) für die Bewegung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches und ein stufenlos regelbarer Luftförderer für die Belüftungseinrichtung (B) des Gemisches und zwei Sauer- stoffmeßsonden (S1, SII) vorgesehen sind, die die Antriebsmotoren der Fördereinrichtung (P) und der Luftförderer steuern.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungseinrichtung (3) auf der Beckensohle angeordnete, feststehende Belüfter aufweist und getrennt davon als Fördereinrichtung (P) für die Umlaufbewegung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches an einer feststehenden Brücke (2) od.dgl. angeordnete Propeller od.dgl. vorgesehen sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungseinrichtung (B) auf der Beckensohle angeordnete, feststehende Belüfter aufweist und getrennt davon als Fördereinrichtung (P) für die Umlaufbewegung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches an einer um den Beckenmittelpunkt (M) umlaufenden Brücke ein sich quer zur Umlaufrichtung erstreckendes Stauschild od.dgl. angeordnet ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Meßsonde (SI) am Ende der Belüftungszone oder kurz dahinter bezogen auf die Strdmungsrichtung des Abwasser-Belebtsohlamm-Gemisches und die zweite Sonde (SIR) im anschließenden sauerstoffarmen Bereich angeordnet ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sonde (SIR) in einem Abstand von mindestens etwa dem halben Beokenumfang von der Belüftungseinrichtung (B) angeordnet ist.
  10. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungseinri chtung (B) an einer umlaufenden Brücke (3) angeordnet ist.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Sonde (SI) bezçn auf die Umlaufrichtung der Brücke (3) kurz hinter den Belüftern der Belüftungseinrichtung (B) mit letzterer umlaufend angeordnet ist.
  12. 12. Einrichtungrach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sonde (SIR) fest im Belüftungsbecken (1) angeordnet ist.
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sonde (SIR) bezogen auf die Strömungsrichtung des Abwasser-Belebtschlainrn-Gemisches vor dem Ablauf (A) des Belüftungsbeckens (1) angeordnet ist.
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