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Konferenzschaltung für eine digitale Fernmeldeanlage,
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insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage und Fernsprechnebenstellenanlage
Die Erfindung betrifft eine Konferenz schaltung für eine digitale Fernmeldeanlage,.insbesondere
Fernsprechvermittlungsanlage und Fernsprechnebenstellenanlage in der ankommende
kompandierte PCM-Sprachsignale wieder linearisiert, addiert und vor einer Aussendung
an die einzelnen Konferenzteilnehmer erneut kompandiert werden, wobei zu einem jeweiligen
Teilnehmer nur die Sprach-.
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signale aller anderen an der Konferenzverbindung beteiligten Teilnehmer
übertragen werden, welche Vermittlungsanlage eine Konferenzsteuerung mit zugehörigem
Programmspeicher und Arbeitsspeicher für die zeitgerechte Ansteuerung der einzelnen
Konferenzteilnehmer sowie mindestens einen Sprachspeicher für die Sprachsignale
der Konferenzteilnehmer besitzt.
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Eine derartige Schaltung ist schon bekannt, beispielsweise aus der
DE-OS 2 617 344 (entspricht US-PS 3 984 643). Darin ist beschrieben, daß die Konferenzschaltung
eine
periphere Steuerung, Zeitmultiplexumsetzer, drei Speicher, einen Expander zur Umwandlung
der nichtlinear kodierten Sprachsignale in lineare Signale, einen Kompressor, der
die linearen Signale vor ihrer Aussendung zum Teilnehmer wieder entsprechend der
Kompressorkennlinie kompandiert, einen Addierer, mit dem die zu dem jeweiligen Konferenzteilnehmer
auszusendenden Sprachsignale in geeigneter Weise zusammengesetzt werden, sowie einen
Akkumulator und mehrere Schalter enthält. In den genannten drei Speichern werden
die Sprachsignale aufgenommen und in individueller oder zusammengesetzter Form bis
zu ihrer Aussendung gespeichert. Die periphere Steuerung weist, wie allgemein bekannt,
meistens einen Mikroprozessor, dem auch noch ein Haltespeicher (Statusregister)
und ein Programmspeicher zugeordnet sind, auf. Aus dem Haltespeicher kann die Steuerung
entnehmen, in welchen Zeitschlitzen die jeweiligen Konferenzteilnehmer ankommend
und abgehend mit der Konferenz schaltung zu verbinden sind. Die Programme nach denen
die einzelnen Steuervorgänge ablaufen, sind in dem Programmspeicher enthalten, der
auch gegebenenfalls die Tabellen enthält, nach deren Angabe die auszugebenden Sprachinformationen
wieder kompandiert werden. Eine solche Schaltungsanordnung erfordert eine Anzahl
von Konferenzspeichern, von denen jeder jeweils entsprechend der zu erwartenden
Anzahl von Konferenzverbindungen bemessen sein muß.
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Es ist auch schon der Patentanmeldung P 28 12 387 vorgeschlagen worden,
die Vielzahl der Sprachspeicher für Konferenzverbindungen auf einen einzigen Konferenzspeicher
zu reduzieren, - der mit Hilfe eines Haltespeichers gesteuert wird. Die zeitliche
Anpassung der einzelnen Sprachsignale entsprechend den unterschiedlichen Zeit-
schlitze
wird dafür mit Hilfe einer mehrgliedrigen Verzögerungseinrichtung vorgenommen. Diese
Verzögerungseinrichtung muß so viele Verzögerungsglieder haben, wie Teilnehmer an
einer Konferenz zur gleichen Zeit zusammengeschaltet sind. Jedes ankommende Sprachsignal
wird einer seits mit den anderen Sprachsignalen der gleichen Konferenz aufaddiert,
andererseits über die Verzögerungseinrichtung zum Subtrahierer gegeben, wo dieses
Sprachsignal wieder aus dem Summensignal eliminiert wird. Diese Schaltungsanordnung
hat den Nachteil, daß die Verzögerungseinrichtung praktisch auch ein Sprachspeicher
von der gleichen Größe ist, wie der Konferenzspeicher. Es sind folglich doch noch
mehrere Speicher für eine Konferenz erforderlich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Konferenzschaltung anzugeben, die
die Anzahl der benötigten Speicher herabsetzt und auch keine Verzögerungseinrichtung
benötigt, und zwar derart, daß es außerdem möglich ist, gleichzeitig mehrere verschiedene
Konferenzen unabhängig voneinander durchzuführen.
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Erreicht wird dies gemäß der Erfindung dadurch, daß in dem Arbeitsspeicher
für die Aufnahme von linearen Sprachsignalen der an verschiedenen Konferenzen beteiligten
Teilnehmer ein bestimmter Speicherbereich und in dem Programmspeicher für die Aufnahme
von Daten zur Ansteuerung der die Sprachsignale speichernden Speicherzellen des
Arbeitsspeichers ebenfalls ein bestimmter Speicherbereich vorgesehen ist, wobei
die vorhandene Konferenzsteuerung mittels der im Programmspeicher vorhandenen Daten
die Ausgabe der Sprachsignale über einen Demultiplexer in jeweils den Konferenzteilnehmern
entsprechende Zeitlagen steuert.
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Speicher werden in der heute verwendeten Technik der Großintegration
mit sehr vielen Speicherplätzen bestückt. In kleineren Vermittlungsanlagen werden
diese Speicher meistens durch die Vermittlungsvorgänge nur zu einem Teil ausgenutzt.
Die Konferenzschaltung gemß der Erfindung nutzt diese Tatsache dadurch aus, daß
in dem Arbeitsspeicher und dem Programmspeicher der Programmsteuerung jeweils bestimmte
Speicherbereiche vorgesehen sind, die unter Mithilfe der Konferenzsteuerung einerseits
zur Speicherung der Sprachsignale, andererseits zur Aufnahme der Daten, die für
die Ansteuerung der die Sprachsignale speichernden Speicherzeichen dienen. Auf diese
Weise läßt sich die Anzahl der benötigten Speicher noch weiter herabsetzen.
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Meistens wurden die bisherigen Speicher mit einer fest verdrahteten
Logik betrieben. Auch dieser Aufwand kann jetzt wegfallen, weil die Konferenzschaltung
gemäß der Erfindung zum Ein- und Auslesen der Speicher durch die Konferenz steuerung
verwendet wird, deren Verfahrensabläufe sich bei Bedarf auch leicht ändern lassen.
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Ein Beispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Dabei sind nur die Teile der Konferenzschaltung beschrieben, die zum
Verständnis der Erfindung notwendig sind. Bekannte, für die Konferenzsteuerung,
vorzugsweise einen Konferenzmikrorechner, erforderliche zusätzliche Einrichtungen,
wie beispielsweise selbsthaltende Schalter (latch) und dergleichen sind nicht dargestellt,
da diese aus dem einleitend genannten Stand der Technik entnehmbar sind.
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Die gezeigte Konferenz schaltung wird von n ankommenden PCM-Leitungen
1Pi bis nPi erreicht. Die Sprachsignale dieser Leitungen werden in bekannter Weise
mit Hilfe eines Multiplexers MUX zusammengefaßt und zu einem
RAM-Arbeitsspeicher
mit der Bezeichnung RAM weitergeleitet. Vor der Einspeicherung durchlaufen sie noch
einen Linearisierer LIN, der die nichtlinear kodierten Sprachsignale in lineare
umwandelt.
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Dementsprechend müsse die Sprachsignale vor einer Ausgabe an jeweils
eine der Leitungen 1Po bis nPo nach der gleichen Kennlinie in einem Kommandierer
KOM wieder in eine Form gebracht werden, wie sie vor der Linearisierung gewesen
sind. Ein Demultiplexer DEM teilt dann die Sprachsignale jeweils zur entsprechenden
Zeitlage an die einzelnen Konferenzteilnehmer auf.
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Gesteuert wird der bisher beschriebene Teil der Konferenzschaltung
von einer Konferenz steuerung KR unter Ausnutzung des RAM-Arbeitsspeichers mit der
Bezeichnung RAM und des ROM-Programmspeichers mit der Bezeichnung ROM dieser Konferenzsteuerung
KR.
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In dem Programmspeicher ROM sind hier nicht nur die Programme gespeichert,
mit denen die Verbindung zwischen den einzelnen Konferenzteilnehmern hergestellt
werden und mit denen die einzelnen an der Sprachübertragung beteiligten Geräte im
Rhythmus des Taktgenerators TG betätigt werden, sowie die Tabellen, mit deren Hilfe
die ausgegebenen Sprachsignale kompandiert werden, sondern auch die Verfahrensabläufe,
mit deren Hilfe die einzelnen ankommenden Sprachsignale im Arbeitsspeicher RAM gespeichert,
zusammengesetzt und zur Weitervermittlung an die einzelnen Konferenzteilnehmer übertragen
werden.
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Im Arbeitsspeicher RAM werden, wie schon beschrieben, die Sprachsignale
einzeln und, je nach Sprachzusammensetzungsverfahren, auch als Summensignal gespeichert.
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Zusätzlich zu den Sprachsignalen sind in diesem Arbeits-
speicher
auch noch die Informationen über die einzelnen Konferenzteilnehmer und deren Zeitlage
im Pulsrahmen vermerkt.
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Die einzelnen ankommenden Sprachsignale können, wie in den einleitend
genannten Patentschriften beschrieben ist, aufsummiert und in dem Arbeitsspeicher
RAM zwischengespeichert werden. Vor einer Ausgabe dieser Summennachricht werden
dann in einem Subtrahierer die Sprachsignale des jeweiligen Konferenzteilnehmers
wieder abgezogen, so daß er nur die Sprachsignale aller anderen KOnferenzteilnehmer
hört.
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Nachstehend wird jedoch eine Zusammenschaltung von Konferenzteilnehmern
beschrieben, in der ähnlich wie in der DE-AS 1 803 222 und US-PS 3 575 591 erläutert,
unter Verzicht auf eine Subtraktion nur die Sprachsignale addiert werden, die zu
dem jeweiligen Konferenzteilnehmer zu übertragen sind.
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Kommt also beispielsweise eine Konferenz zwischen vier Teilnehmern
zustande, so wird dieser Tatbestand-mit entsprechenden Code-Kennzeichen und die
Zeitlage der jeweiligen ankommenden und abgehenden Leitungen dieser Konferenzteilnehmer
im Arbeitsspeicher RAM eingetragen.
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Entsprechend dieser Zeitlagewerden auch die einzelnen mit Daten zu
belegenden Speicherzellen im Arbeitsspeicher RAM bestimmt. In diesen Speicherzellen
werden die ankommenden Sprachsignale der einzelnen Konferenzteilnehmer abgelegt.
Sobald neue Sprachsignale von diesen Teilnehmern eingehen, wird der entsprechende
Speicherinhalt mit den neuen Nachrichten, durch die Konferenz-Steuerung KR gesteuert,
überschrieben.
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Die Konferenzsteuerung KR fragt laufend in einer vorgegebenen
Folge
das im Arbeitsspeicher RAM vorhandene Statusregister ab und entnimmt diesem Register
die Angabe, in welcher Zeitlage an welchen Teilnehmer die Konferenz-Sprachsignale
auszugeben sind. Zu dem angegebenen Zeitpunkt ruft die Steuerung KR dann aus den
entsprechenden Zellen des Arbeitsspeichers RAM die dort abgelegten Sprachsignale
ab und sendet sie über einen Addierer ADD sowie über den Kpmpandierer KOM und den
Demultiplexer DEM an die jeweilige PCM-Leitung, die zum Teilnehmer führt.
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Die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich solange, wie die Konferenz
andauert. Nach Auslösen der Konferenzverbindung stehen die bis zu diesem Zeitpunkt
belegten Speicherzellen dem Arbeitsspeicher RAM für die nächste Verbindung zur Verfügung.
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In der beschriebenen Weise können auh mehrere Konferenzen gleichzeitig
durchgeführt werden, solange genügend Speicherplatz im Arbeitsspeicher RAM vorhanden
ist.
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Die gezeigte Konferenzschaltung erlaubt es aber auch, normale Verbindungen
zwischen zwei Teilnehmern herzustellen und aufrechtzuerhalten. Dabei werden weniger
Speicherzellen im Arbeitsspeicher RAM verwendet. Eine Addition im Addierer ADD verändert
die einzige aus dem Sprachspeicher gewonnene PCM-Nachricht nicht. Deshalb könnten
in diesem Fall der Linearisierer LIN, der Kompandierer KOM und der Addierer ADD
wn den Sprachsignalen umgangen werden. Um die gezeigte Schaltung jedoch nicht zu
komplizieren, wird von der zuletzt genannten Möglichkeit in der Regel kein Gebrauch
gemacht.
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1 Patentanspruch 1 Figur