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Tuschiervorrichtung
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Die Erfindung betrifft eine Tuschiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Tuschiervorrichtungen werden zum Aneinanderanpassen der Hälften eines
Preßwerkzeuges -verwendet. Dies erfolgt im Hinblick auf eine möglichst kurze Herstellungszeit
des Werkzeuges oft der Art, daß man die beiden Werkzeughälften (Unterform und Oberform)
gleichzeitig an zwei im Maßstab 1 : 1 gefertigte
I#dellformhälften
anpaßt, welche die Gestalt der anderen Werkzeughälfte haben. Die Arbeit des Anpassen
erfordert, daß die Modellformhälfte und die Werkzeughälfte unter sorgegebenem Druck
aneinander angelegt werden. Dabei mußte man bisher beim Schließen der Presse durch
visuelle Kontrolle ständig darauf achten, daß der Pressenstößel nach dem Brzielen
des gewfwnschten Kontaktes nicht mehr weiter bewegt wird, denn eine #odellformhälfte
ist natürlich mechanisch nicht so stark belastbar wie eine Werkzeughälfte.
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Durch die vorliegende Erfindung soll~ eine Tuschiervorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 geschaffen werden, bei welcher Unterform und Oberform
unter vorgegebenen Druckbedingungen in Kontakt gebracht werden und trotzdem ein
Beschadigen von Unterform oder Oberform nicht möglich ist.
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Ausgehend von dem im Oberbegriff des Anspruchs 1 angesprochenen Stand
der Technik ist diese Aufgabe erfindungsge#äß gelöst mit den im Kennzeichen des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man durch#entsprechende
Voreinstellung der Anschlageinrichtungen sicherstellen, daß beim erstmaligen Niederfahren
des Stößels Oberform und Unterform nicht in Berührung kommen. Man kann dann durch
schrittweises Verstellen der Anschlageinrichtungen einen Kontakt zwischen Oberform
und Unterform - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer verformbaren Zwischenlage
- herb eiführen und ist so sicher, daß keine Beschädigung der Unterform
oder
der Oberform eintritt. Andererseits ist der Anpreßdruck von Oberform und Unterform
genau reproduzierbar vorgegeben, und ditei beiden Enden des Stößels Anschlageinrichtungen
vorgesehen sind, kann sich der beim Tuschieren in der Regel umsymmetrisch belastete
Stößel auch nicht verkanten.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen
angegeben.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 kann man auch große Kräfte
zuverlässig über die Anschlagplatten aufnehmen. Die Verstellung der Anschlagplatten
kann sehr fein erfolgen.
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Ein weitere Vorteil der Vorrichtung nach Anspruch 2 ist die einfache
Herstellbarkeit der Anschlageinrichtungen und die Möglichkeit des einfachen, präzisen
Verstellens der Anschlagplatten durch einen umlauf enden Antrieb.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch- 3 ist der Stößel an vier Stellen
abgestützt, welche symmetrisch zu seinen beiden vertikalen Symmetrieebenen liegen.
Auf diese Weise werden von den Stößelführungen praktisch alle Reaktionskräfte ferngehalten,
welche beim Kontakt zwischen Oberform und Unterform auftreten können.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 wird eine besonders
gute Zugänglichkeit des Raumes zwischen Stößel und unterem Anfspanntisch der Tuschiervorrichtung
erhalten.
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Die Anschlagplatten können im Bedarfsfalle einzeln ausgetauscht
oder
nachgestellt wdrden. Sie lassen sich als Standardbautei'e herstellen. Durch die
drehmomentaufnehmenden Stangen werden die Anschlagplatten paarweise in Drehrichtung
festgelegt.
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Dies bedeutet nur einen geringen zusätzlichen baulichen Aufwand Bei
einer Vorrichtung gemäß Anspruch 10 können die Anschlagplatten zugleich zum Tragen
und Verfahren von Tragstangen verwendet werden, auf welchen die Oberform ins Presseninnere
geschoben wird. Man erhält so auch eine sehr feine Verstellmöglichkeit für die vertikale
Stellung der Oberform beim Einsetzen.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 19 können die Tragstangen nach
erfolgten Einsetzen der Oberform entfernt werden, so daß man un unbehindert an der
Oberform und der Unterkorn arbeiten kann.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 12 läßt sich die Oberform ohne
anzustoßen über die Anschlagplatten ins Presseninnere bewegen.
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Diese Bewegung kann bei einer Vorrichtung nach Anspruch 13 durch einen
Einziehmotor vorgenommen werden.
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Bei Vorrichtungen gemäß den Ansprüchen 14 und 15 können die Einziehnotoren
im Bedarfsfalle nacheinander für das Einziehen der Oberform und der Unterform verwendet
werden.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 16 kann auch die Unterform von
einem Hebezeug zunächst auf seitlich aus der Vorrichtung nach außen überstehenden
Tragstangen abgesetzt werden und dann auf diesen unter Mithilfe der Einziehmotoren
ins Presseninnere gezogen werden.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 17 brauchen die Tragstangen des
Aufspanntisches nach Gebrauch nicht entfernt zu werden; sie können einfach an den
Anfspanntisch herangeklappt werden, wo sie ebenfalls nicht stören.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 19 kann der Stößel in seiner
oberen Endstellung fest mit dem Maschinenrahmen verbunden werden. Dies ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn im Raum zwischen Stößel und Aufspanntisch gearbeitet werden
soll.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 20 wird erreicht,
daß die von den Riegeln beim Halten des Stößels und möglicherweise eises von ihm
getragenen Werkzeuges ausgeübten Kräfte über eine große Fläche hinweg verteilt auf
die Traverse übertragen werden.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 23 wird erreicht,
daß man als Rohlinge für die ##irungssäulen solche wählen kann, deren radiale Abmesstengen
nur geringfügig größer sind wie die für die Führungssäule gewiüischten.
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Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach Anspruch 23 ist der,
daß
man ein und dieselben Führungssäulen für Tuschiervorrichtungen verwenden kann, die
für unterschiedlich großen Anpreßdruck ausgelegt sind. Zur Vergrößerung der Schließkraft
der Presse brauchen nur Kolbensegmente mit größerem Durchmesser und entsprechend
ein Zylinder mit größerem Durchmesser verwendet zu werden. Die mit ihren zylindrischen
Führungsflächen sehr präzise zu bearbeitenden Führungssäulen brauchen dagegen in
keiner Weise modifiziert zu werden. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach Anspruch
23 ist der, daß man das Material der Lolbensegmente unabhängig vom Material der
Führungssäulen wählen kann. Während letzteres insbesondere im Hinblick auf hohe
mechanische Festigkeit der Führungssäule ausgewählt ist, kann man das Material der
Kolbensegmente in erster Linie im Hinblick auf gute Lauf eigenschaft en auswählen.
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Die Eolbenmontage läßt sich bei der Vorrichtung nach Anspruch 23 sehr
einfach bewerkstelligen.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 26 wird erreicht,
daß der Durchmesser von Rohlingen für die Führun#ssäulen auch nicht im Hinblick
auf Stützringe für Kolbendich-tringe größer gewählt werden muß als dies für die
Führungssäule selbst erforderlich ist.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch -7 werden die Anschlagplatten
jeweils nach dem Zurückfahren des Stößels um einen Schritt nach unten gefahren,
so daß automatisch der abstand zwischen Stößel und Aufspanntisch beim nachfolgenden
Schließen entsprechend verkleinert ist.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 28 kann man die Anschlagplatten
zusätzlich von Hand in beiden Richtungen verfahren.
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Die zusätzliche Äktivierungsschaltung kann z. B. einen mit fester
Frequenz lauf enden Taktgeber und einen von Hand betätigbaren, federnd in die Offenstellung
vorgespannten Schalter aufweisen, über den der Taktgeber mit der Steuerschaltung
für den Schrittmotor verbunden ist. In diesem Falle kann man über die Länge der
Zeitspanne, über die hinweg der normalerweise offene Schalter geschlossen gehalten
wird, das Ausmaß des Verfahrens der Anschl#'#platten vorgeben. Statt dessen kann
die Aktivierun.gsschalt-ung auch einen voreinstellbaren elektronischen Zähler und
eillen Komparator aufweisen, der Art, daß vom Taktgeber jeweils die am Zähler eingestellte
Anzahl von Impulsen an die Steuerschaltung des Schrittmotors weitergegeben wird.
auf diese Weise kann man dann die Anschlagplatten jeweils um ein Vielfaches des
normalen Vorschubinkrementes verstellen.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 29 wird erreicht,
daß der Stöpsel bei dem zur visuellen Kontrolle der Oberfläche von Unterform und
Oberform erforderlichen Hückhub jeweils autom.tisch angehalten wird. Dies vereinfacht
nicht nur die Bedienung sondern- erlaubt auch ein rascheres arbeiten. Die Größe
des Rückhubes wird unabhängig von der jeweiligen Stellung der Anschlagplatten eingehalten.
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Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 30 ist auf jeden Fall
sichergestellt,
daß das Verstellen der Anschlagplatten erst dann erfolgt, wenn der Stößel-von innen
abgehoben ist, also keine großen Kräfte zu überwinden sind.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ansführungsbeispieles
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine AuSsicht auf die Vorder#.eite einer Tuschierpresse, wobei eine obere
Traverse des Pressenrahmens in zwei hintereinander liegenden vertikalen Ebenen geschnitten
wiedergegeben ist; Fig. 2 einen axialen Schnitt durch den links gelegenen der Arbeitszylinder
zum Bewegen und Führen des Stößels der in Fig. 1 gezeigten Tuschierpresse; Fig.
3 einen horizontalen Schnitt durch den in Fig 2 gezeigten Arbeitszylinder längs
der Linie III-III; Fig. 4 einen horizontalen Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte
Tuschierpresse längs der Linie IV-IV.
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Die in der Zeichnung gezeigte Tuschierpresse hat einen unteren Aufspanntisch
10, mit dem sie auf dem Boden aufsitzt, zwei mit dem Anfspanntisch 10 verbundene
vertikale Führungssäulen 12 und eine obere Traverse 14, welche die beiden Führungssäulen
12
am oberen Ende fest miteinander verbindet. Diese Teile bilden zusammen den Pressenrahmen.
Auf den Führungs säulen 12 laufen zugleich als Führungsbuchsen dienende Zylinder
16, welche die beiden Enden eines als oberer Anfspanntisch ausgebildeten Stößels
18 tragen.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Stirnwände der Zylinder 16
über Dichtungen 20 gegen die Mantelfläche der zugeordneten Führungssäule 12 abgedichtet,
welche durch eingeschraubte Druckstücke 22 unter Kipannung gesetzt sind. Die Führungssäulen
12 weisen bei der betrachteten Ansführungsform in halber Höhe vorgesehene #usnehmun#;en
24 auf, in welche Kolbensegmente 26, 28 formschlüssig eingesetzt sind. Wie am besten
aus Fig. 3 ersichtlich ist, stoßen die Lolbensegmente 26 und 28 längs einer durch
die buchse der zugeordneten Führungssäule 12 gehenden Ebene aneinander und sind
durch Bolzen 30 fest miteinander verbunden.
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Die Kolbensegmente 26 und 28 bestehen aus einem liaterial mit guten
Laufeigenschaften, z. B. aus Lagerbronze und laufen im Gleitsitz auf der Innenwand
des Zylinders 16. An den Stirnseiten der Kolbensegmente 26 und 28 liegt jeweils
ein Dichtring 32 an, welcher eine mit der Innenwand des Zylinders 16 zusammenarbeitende,
radial außen liegende Dichtlippe 34, einen die Eibensegmente überdeckenden und an
ihnen abgestützten radialen FLansch 36 und einen radial innen liegenden Ringkörper
38 aufweist. Der Ringkörper 38 sitzt reibschlüssig auf der Führungssäule 12 und
ist an seinen freien bunde an Stützringsegmenten 40, 42 abgestützt, welche ähnlich
wie Kolbensegmente 26, 28 durch in der Zeichnung nicht wiedergegebene
Schrauben
miteinander verbunden sind und in einer zuOeordneten Ausnehmung 44 der Führungssäule
12 formschlüssig einsitzen.
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In der Führungssäule 12 sind jeweils zwei Druckmittelkanäle 46 und
48 ausgebildet, welche mit einem oberen Arbeitsraum 50 bzw. einem unteren Arbeitsraum
52 des durch die Eolbensegmente 26, 28 und den Zylinder 16 gebildeten doppelt wirkenden
Arbeitszylinder in Verbindung stehen.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Stößel 18 an den Zylindern
16 festgeschweißt und wird so#usammen mit den letzteren nach oben bzw. unten bewegt,
wenn der Arbeitsraum 50 mit Druck beaufschlagt wird, bzw. der Arbeitsraum 52 mit
Druck#eaufschlagt wird oder beide Arbeitsräume 50, 52 mit den druckfreien Vorratsbehälter
f ür Hydrauliköl verbunden sind, so daß der Stößel 18 unter seinem Eigengewicht
nach unten laufen kann.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist der Stößel 18 aif seiner Unterseite mit T-förmigen
Nuten 54 versehen, in welche die D-förmigen Köpfe von Spannbolzen eingeführt werden
können, mit denen eine Oberform am Stößel 18 befestigt werden soll.
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Der Stößel 18 ist ferner mit zylindrischen Aufnahmen 56 und Gewindebohrungen
58 zum lösbaren Anbringen von Einziehmotoren versehen, wie später bei der Beschreibung
des unteren hutspanntisches 10 noch genauer erläutert werden wird.
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In der Oberseite des Stößels 18 sind zwei T-förmige Nuten 60 vorgesehen,
und die obere Traverse 14 trägt fluchtend zwei T-förmige Riegel 62, welche in der
in der Zeichnung wiedergegebenen Stellung in die Nuten 60 einführbar sind und dann
durch Drehung um 900 in den letzteren verriegelt werden können. Die Riegel 62 hängen
über großen Durchmesser aufweisende, fest mit ihnen verbundene Stützscheiben 64
an.
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der oberen Traverse 14. Die ßtützscheiben 64 tragen jeweils einen
radialen Betät:gungsarm 66. Eine Betätigungsstange 68 ist an ihren Enden über Gelenkstifte
70 mit den Betätigungsarmen 66 verbunden, uo daß die Riegel 62 nur gemeinsam bewegt
werden können. Die durch die Gelenkstifte 70 vorgegebene effektive Länge der ,zetätigungsstange
68 entspricht dem Abstand der Achsen der Stützscheiben 64, so daß die Betätigungsarme
66, die Betätigungsstange 68 und der zwischen den Achsen der Riegel 62 liegende
Teil der oberen Traverse 14 zusammen ein Parallelogrammgestänge bilden.
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An dem einen der Gelenkstifte 70 greift eine Kolbenstange 72 eines
doppelt wirkenden Stellmotors 74 an, dessen Zylinder über einen Stift 76 gelenkig
mit der oberen Traverse 14 verbunden ist. Durch Druckbeaufschlagung des einen oder
des anderen der hrbeitsraume des Stellmotors 74 können somit die Riegel 62 zwischen
der in der Zeichnung wiedergegebenen Einführstellung und der demgegenüber um 900
verdrehten Haltestellung bewegt werden. Hängt der Stößel 18 in seiner oberen Endstellung
an den Riegeln 62, so können Arbeiten im Raum zwischen dem Stößel und dem unteren
Aufspanntisch, insbesondere
ein Nacharbeiten des Werkzeuges 7 gefahrlos
durchgeführt werden.
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Der feststehende, untere Aufspanntisch 10 weist eine Mehrzahl T-förmier
Nuten 78 zur Aufnahme der Köpfe von Spannbolzen auf, mit welchen eine Unterkorn
am Aufspanntisch 10 betestigt wird. Es sind zylindrische Aufnahmen 80 und Gewindebohrungen
82 vorgesehen, um Einziehmotoren 84 lösbar am Aufspanntisch 10 befestigen zu können.
Diese haben einen in die Aufnahme SO einführbaren Zylinder und einen am Zylinderkopf
befestigten Flansch 86 mit Durchgangsbohrungen für Befestigungsbolzen 88.
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Das Ende der Kolbenstange der Einziehmotoren 84 trägt einen vertikal
ausgerichteten Schieber 90, welcher mit seinem freie Ende über die Oberseite des
Aufspanntisches 10 nach oben ragt.
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In transversaler Richtung etwas außerhalb derjenigen Stelle, an der
sich bei eingesetzten Einziehmotoren 84 die Schieber 90 befinden, sind über Gelenkzapfen
92 und Gelenkhülsen 94 Tragstangen 96 am Aufspanntisch 10 angelenkt, deren Oberkante
mit der Oberkante des Aufspanntisches fluchtet. Die Tragstangen 96 sind so zwischen
einer in Fig. 1 links und in Fig. 4 gezeigten Ruhestellung und eimer in Fig.. 1
rechts gezeigten Arbeitsstellung verschwenkbar.
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Zum Einziehen einer Unterkorn auf der unteren Aufspanntisch 10 werden
die Rolbenstangen der Einziehmotoren 84 voll ausgefahren. Dann wird auf die ausgeklappten
Tragstangen 96 die Unterkorn aufgesetzt (z. B. unter Verwendung eines Krans oder
eines Gebelstaplers). Dann werden die Kolbenstangen der Einziehmotoren 84 durch
entsprechende Druckbeaufschlagung
wieder eingefahren, und bei
dieser Bewegung nehmen die Schieber 90 die Unterkorn mit und bewegen sie auf den
Anfspanntisch 10 hinauf. Zum weiteren Bewegen der Unterform auf dem #ufspanntisch
10 werden auf die Schieber 90 nach Zurückfahren Arne 98 aufgesetzt, welche parallel
zur Achse der Kolbenstange in den Raum zwischen Stößel und AUfspannti#sch hineinlaufen.
Falls erwünscht, können natürlich die Schieber 90 auch permanent mit einem entsprechenden
zum versehen sein, wenn Linziehmotoren mit entsprechend vergrößertem Arbeitshub
zur Verfügung stehen.
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um Begrenzen der Schließbewegung des Stößels 18 sind vier Gewindespindeln
100 vorgesehen, welche bei den Ecken des Aufspanntisches 10, des Stößels 18 und
der Traverse 14 angeordnet sind. Die unteren Enden der Gewindespindeln 100 sind
über Radiallager 102 und als Drucklagerscheibe wiedergegebene axiallager 104 im
Anispanntisch 10 gelagert. Die oberen Enden der Gewindespindeln 100 sind durch Radiallager
106 in der oberen Traverse 14 gelagert und tragen im Inneren der als Kastenprofil
ausgebildeten Traverse 14 liegende hettenräder, über welche eine endlose Kette 108
läuft.
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Leine der Gewindespindeln 100 hat eine Verlängerung 110, welche ein
Kegelritzel 112 trägt. Dieses kämmt mit einen weiteren Kegelritzel 114, das von
der Ausgangswelle eines Untersetzergetriebes 116 getragen ist. sinne Eingangswelle
dieses Untersetzergetriebes ist mit einem elektrischen Schrittmotor 118 und zugleich
mit einem als Stellungsgeber
dienenden Umdrehungszähler 120 verbunden.
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Aut jeder der Gewindespindeln 100 läuft eine mit einer entsprechenden
Gewindebohrung versehene Anschlagplatte 122.
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Zur Fixierung ihrer Winkelstellung sind die beiden vor und hinter
einer der iNShrungssäulen 12 liegenden Anschlagplatten 122 jeweils durch eine Stange
124 miteinander verbunden.
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Zum Einstellen gleicher Höhen der Anschlagplatten 122 über dem Anfspanntisch
10, welches nur beim Aufstellen der Presse und allenfalls in großen Zeitabständen
erforderlich ist, werden die Anschlagplatten 122 durch den Schrittmotor 118 so lange
nach unten bewegt, bis die erste der Anschlagplatten 122 an der Oberseite des suEspaentisches
10 anschlägt. Dann wird die Kette 108 entspannt und von den am Ende der Gewindespindeln
angeordneten Kettenrädern abgenommen. Durch Einsetzen eines Werkzeuges in transversale'Bohrungen
126, die im gewindefreien oberen Abschnitt der Gewindespindeln 10t vorgesehen sind,
und durch manuelles Drehen der Gewindespindeln 100 lassen sich dann die restlichen
Anschlagplatten 122 getrennt ebenfalls in Anlage an aie Oberseite des Aufspanntisches
10 führen. Dann wird die Kette 108 wieder aufgelegt und gespannt. Durch entsprechendes
Erregen des Schrittmotors 118 werden dann die Anschlagplatten 122 gleichförmig hochgefahren.
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Zum Prüfen und Bacharbeiten eines Werkzeuges werden die Anschlagplatten
122 zunächst auf eine solche Höhe eingestellt,
daß sich Oberform
und Unterform beim Heranfahren des Stößels 18 an die Anschlagplatten 122 mit Sicherheit
noch nicht berühren0 Dann wiaflldie Presse geschlossen, und nach jedem Schliessen
wird der Schrittmotor 118 so erregt, daß die haschlagplatten 122 ein kleines Stück
nach unten gefahren werden.
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Nach jedem Schließen und Wiederöffnen wird visuell festgestellt, ob
sich die Unterform und die Oberform berührt haben.
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Dies kann z. B. unter Verwendung eines farbeabgebenden Slexiblen Gewebes
oder einer bleibend verformbaren Zwischenlage erfolgen. Sowie ein LonXkt zwischen
Unterform und Oberform festgestellt wird, wird die Erregung des Schritvtmotors 118
unterbrochen, und Unterform und Oberform werden zum Nacharbeiten des Werkstückes
ganz auseinandergefahren.
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Zum Einstellen desjenigen Öffnungshubes, der bei der jeweiligen Gestalt
von Unterform und Oberform benötigt wird, um die Formoberflächen inspizieren zu
können, ist eine rechteckigen Querßchnitt aufweisende Stange 128 mittels einer Klemmschraube
130 vertikal einstellbar an einer der Anschlagplatten 122 befestigt. Sie ist im
Weg einer vom Stößel 18 getragenen Lichtschranke 132 angeordnet, welche die Druckmittelzufuhr
zu dem oberen Arbeitsraum 50 über das zugeordnete Steuerventil unterbricht, sowie
ihr Lichtstrahl von der Stange 128 nicht mehr unterbrochen ist. Zugleich wird der
Schrittmotor 118 unter Verwendung des Ausgangssignals der Lichtschranke 132 so erregt,
daß die Anschlagplatte 122 um eine kleine Wegstrecke nach unten verlagert werden.
Nun kann der Stößel durch Betätigung der entsprechenden
Bedienungsknöpfe
der Presse wieder nach unten gefahren werden.
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Zum Abstützen der Oberform beim.Sinziehen in den Stößel 18 sind die
Anschlagplatten 122 bei ihrem innen liegenden Ende mit zu ihrer Oberseite hin offenen
Bohrungen 134 versehen, so daß auf in sie eingesetzten Tragstangen 136 die Oberform
stoßfrei bis ins Innere der Presse geschoben werden kann.
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Hierzu können dieselben Einziehmotoren verwendet werden, wie für das
Einziehen der Unterform. Die Tragstangen 136 stehen über die Presse nach außen über,
so daß die Oberform von einem Kran auf sie aufgelegt werden kann. Zum Arbeiten mit
der Tuschierpresse werden die Tragstangen 136 dann wieder entfernt.
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Man kann so unter Verwendung der Anschlagplatten 122 und der zu ihrem
Antrieb vorgesehenen Gewindespindeln 100 die Oberform bezüglich des Stößels 18 auch
wohl definiert um kleine Strecken bewegen und hat für verschieden hohe Oberformen
eine vertikal einstellbare Tragstangenanordnung.
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