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Flaschenhalterahmen zum gleichzeitigen bündelweisen Um-
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und Einsetzen vonin Anförderrichtung parallen Reihen aufgestauten
Flaschen und dergleichen in Kisten, Kästen, Harasse und dergleichen.
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Die Erfindung betrifft einen Flaschenhalterahmen für Einpackmaschiin
nen tür gleichzeitiges bündelweises Um- und Einsetzen von zur Anförderrichtung parallelen
Reihen aufgestauten Flaschen und dergleichen in Kisten, Kästen, Harasse und dergleichen.
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Flaschenhalterahmen der eingangs genannten A Art dienen dazu, die
Flaschen eines Bündels, die in Reihen einer Packmaschine zugeführt werden, vom Flaschenstautisch
beim Umsetzen in die Kästen gleichzeitig in Quer und/oder Längsrichtung auf Lücke
zueinander und auf enge Packung zu bringen. Bei einem bekannten Flaschenhalterahmen
werden Halteleisten, an denen die Flaschengreifer befestigt sind, mittels Hebelanordnungen
nach Art einer Nürnberger Schere sowohl quer zur Längsachse als auch in Längsachse
der einzelnen Halteleisten verschoben. Mit derartigen Hebeldie einrichtungen können
zwar Flaschen, die auf dem Flaschenstautisch in parallelen Reihen ankommen, leicht
auf Lücke und enge Packung gebracht werden, sowohl dann, wenn in den Kästen Flaschenabteile
bildende Zwischenwände angenordnet sind, als auch dann, wenn keine Zwischenwände
vorgesehen sind. Eine solche Halteleisten- und Hebelanordnung an sich ist kompliziert,
da sie exakt eingestellt werden muß, was ferner zu
Komplizierung
der Montage führt: auch ist der Verschleiß sehr groß.
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Zur Verbesserung dieser Anordnung ist ein Flaschenhalterahmen mit
Halteleisten vorgeschlagen worden, bei dem zur Steuerung der Halteleisten Steuerplattenpaare
vorgesehen sind, die kulissenartige Schlitze besitzen, wobei durch Verschiebung
der Steuerplatten die Halteleisten relativ zueinander verschiebbar bzw. bewegbar
sind.
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Die bekannten Flaschenhalterahmen werden mit gutem Erfolg dort benutzt,
wo die aufgestauten Flaschen in normale zwanziger Kisten eingesetzt werden. Es sind
zwischenzeitlich Kästen bekannt geworden, die zwei parallel und im Abstand zueinander
verlaufende Reihen von vier Flas chenaufnahmeöffnungen besitzen, wobei zwischen
den beiden Reihen ein Handgriff und beidseitig zum Handgriff je eine weitere Flaschenaufnahmeöffnung
vorgesehen sind, sodaß insgesamt zehn Flaschen in einen Kasten eingestellt werden
können; der Handgriff befindet sich somit praktisch im Zentrum der zehn Flaschen,
oder anders ausgedrückt; die zehn Flaschen sind um den Handgriff herum gruppi:ert.
Flaschenhalterahmen mit Halteleisten, bei denen zumindest an den Leisten die einzelnen
Flaschenhalter und damit die Flaschen in genau vorbestimmten Abstand angeordnet
sind, können nicht ohne weiteres verwendet werden, Kisten mit Flaschen zu Befüllen
, wie sie eben beschrieben worden sind.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung einen Flaschenhalterahmen der
eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem in zur Anförderrichtung parallelen Reihen
aufgestaute Flaschen und dergleichen in jede Art von Kisten mit jeder beliebigen
Art der Anordnung der Flaschenaufnahmeöffnungen eingesetzt werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die einzelnen
Flaschenhalter an Halteplatten angebracht sind, welche in einem Rahmen angeordnet
und relativ zueinander bewegbar im Rahmen geführt sind.
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Dabei sind die einzelnen Halteplatten an den Rändern,an denen sie
mit benachbarten Halteplatten in Berührung stehen, mit Ausformungen und Ausnehmungen
versehen, die in Art von Nut und Feder ineinander greifen.
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Es besteht nun die Möglichkeit, an einerHalteplatte einen Flaschenhalter
oder auch mehrere Flaschenhalter anzubringen; die Flaschenhalter, die in gleiche
Richtung gleichsinnig bewegbar sind, werden an einer Halteplatte befestigt, es besteht
natürlich auch die Möglichkeit, -die Flaschenhalter, die in gleiche Richtung gleichsinnig
zu bewegen sind, jeweils an einer einzigen Halteplatte anzubringen und die entsprechenden
Halteplatten mittels Führungsstegen miteinander zu verbinden.
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Zur Führung bzw. zur Betätigung der einzelnen Halteplatten werden
Pneumatikzylinder vorteilhaft verwendet, welche Pneumatikzylinder direkt oder unter
Zwischenschaltung von Führungsstegen mit den einzelnen Halteplatten verbunden sind.
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Wenn erforderlich ist, daß eine Halteplatte in die eine Richtung
und die andere Halteplatte in die entgegengesetzte Richtung wandern soll, dann kann
ein Umlenkhebel vorgesehen sein, der diese Bewegung steuert.
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Jte nach der Ausgestaltung der Halteplatten bzw. je nach deren Größe
und Anordnung können mit dem erfindungsgemäßen Flaschenhalterahmen beliebige Bewegungen
der einzelnen Flaschenhalter vorgenommen werden.
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Es besteht die Möglichkeit, eine Halteplatte so anzuordnen, daß sie
"über Eck"geführt wird, wobei sie von einer Stelle ausgehend zunächst parallel zu
einer Längsseite de s des Flaschenhalterahmens und dann senkrecht zu ihrer-ursprünglichen
Bewegungsrichtung verschoben werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung besteht
somit die Möglichkeit, Flaschenhalterahmen zu schaffen, mit denen Flaschen in völlig
beliebig geformte Kästen eingesetzt werden können.
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Die "Uber-Eck-"Führung einer Halteplatte kann dadurch noch unterstützt
werden, daß die Berührunsebene senkrecht zum Flaschenhalterahmen wenigstens zweier
Halteplatten gegenüber einer ersten Bewegungsrichtung der einen Halteplatte unter
einem Winkel verläuft, daß an einer der Halteplatten eine Nut und an der anderen
ein in die Nut eingreifender Vorsprung angeformt sind, und daß die Nut parallel
zur Berührungsebene angeordnet ist, so daß bei Verschieben der einen Halteplatte
in die erste Bewegung richtung die andere Halteplatte aufgrund des Ineinandergreifens
des Vorsprunges in die Nut in einer quer dazu verlaufenden zweiten Bewegungsrichtung
verschoben wird.
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In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Nut auf einer Fläche der Ausformung
und der Vorsprung an der die Fläche der Ausformung überdeckenden Fläche der Ausnehmung
angeordnet.
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Das j'iaterial, aus den die Halteplatten bestehen, ist vorteilhafter
Weise ein Kunststoff; günstig ist es, einen solchen Kunststoff zu benutzen, der
eine hohe mechanische Festigkeit und eine hohe Abriebfestigkeit aufweist.
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Darüberhinaus sollte das tqaterial gute Gleiteigenschaften aufweisen.
Dadurch wird einerseits eine leichte Bewegbarkeit der einzelnen Platten gegeneinander
erzielt und zum anderen vermieden, daß Abriebstaub die einzelnen Halteplatten verschmutzt
bzw. die Beweglichkeit der Halteplatten gegeneinander verringert.
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen
zu entnehmen.
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Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen,
Verbesserungen und Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen umsetzbaren
Flaschenhalterahmen, Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht gemäß der Linie III-III der Fig.1, Fig. 4 eine Schnittansicht
gemäß der Linie IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 eine Schnittansicht gemäß
der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Flaschenhalteplatte und Fig. 7A-7E verschiedene Stellungen der Flaschenhalter während
eines Umsetzvorganges.
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In der Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Flaschenhalterahmen
dargestellt, wobei die einzelnen Flaschenhalter die Lage einnehmen, die in der Fig.
7E gezeichnet ist; auf die Fig. 7E wird weiter unten näher eingegangen. Zunächst
soll der erfindungsgemäße Aufbau des Flaschenhalterahmens der Fig. 1 dargestellt
werden, der in seiner Gesamtheit die Bezugsziffer 30 hat. Mehrere solcher Flaschenhalterahmen
30 können schachbrettartig nebeneinander angeordnet sein und gemeinsam betätigt
werden. Dadurch lassen sich gleichzeitig eine größere Anzahl von Flaschenkasten
mit Flaschen beschicken und Antriebsmittel einsparen. Mit einem Flaschenhalterahmen
30 nach Fig. 1 können zwanzig Flaschen, Dosen etc., die hintereinander und reihenweise
nebeneinander am Packtisch (nicht gezeichnet) ankommen, in zwei nebeneinander stehende
Kästen, die jeweils zehn Flaschen aufnehmen können, umgepackt werden, wobei die
Kästen zwei Reihen von vier Flaschenaufnahmeöffnungen, zwischen den beiden Reihen
einen Handgriff und - zwischen den beiden Reihen und neben dem Handgriff - je eine
weitere Flaschenaufnahmeöffnung besitzen.
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Der Flaschenhalterahmen 30 besitzt einen rechteckigen Rahmen 32, der
aus vier U-förmig ausgebildeten Rahmenteilen 34, 36, 38 und 40 (siehe Fig. 2) besteht,
wobei die offenen Seiten der Rahmenteile nach innen weisen. Die einzelnen Rahmenteile
34 bis 40 sind an ihren Enden miteinander zusammengeschweißt. Im Innern des Rahmens
32 sind eine erste Flaschenhalteplatte 42, zwei zweite Flaschenhalteplatten 44,
zwei dritte Flaschenhalteplatten 46, eine vierte Flaschenhalteplatte 48, eine fünfte
Flaschenhalteplatte 50, eine sechste Flaschenhalteplatte 52,
eine
siebte Flaschenhalteplatte 54 und eine achte Flaschenhalteplatte 58 angeordnet.
Die Form der einzelnen Flaschenhalteplatten ist aus den Fig. 2 und 6 näher ersichtlich.
Die Flaschenhalteplatte 54 nach der Fig. 6 ist die siebte Flaschenhalteplatte gemäß
der Fig. 1. Die erste Flaschenhalteplatte 42 dient zur Halterung von vier abgefederten
Flaschengreifern 23a entsprechend Fig. 6, wobei die Bezugsziffern 10, 11, 12 und
13 die Stellen bezeichnen, an denen sich die Flaschengreifer befinden. Sie sind
in gleichem Abstand nebeneinander angeordnet.
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Die erste Flaschenhalteplatte 42, die rechteckig langgestreckt ausgebildet
ist, besitzt an ihrer nach innen weisenden Längsseite eine erste Nut 60 (Fig. 2).
Die beiden zweiten Halteplatten 44 sind annähernd quadratisch ausgebildet und besitzen
auf ihrer der ersten Flaschenhalteplatte 42 zugewandten Randfläche eine erste Ausformung
62, die in ihren Abmessungen der ersten Nut 60 entspricht und im montierten Zustand
als Feder in die Nut 60 hineingreift. An der gegenüberliegenden Randfläche besitzt
die zweite Flaschenhalteplatte 42 eine der ersten Nut 60 an der ersten Flaschenhalteplatte
42 entsprechende zweite Nut 64, in die eine Ausformung 66 an der dritten Flaschenhalteplatte
46 eingreift. Diese Ausformung 66 wird im folgenden als zweite Ausformung bezeichnet.
An der dritten Flaschenhalteplatte 46 ist auf der der Randfläche mit der zweiten
Ausformung 66 gegenüberliegenden Randfläche eine dritte Ausformung 68 angebracht,
die in ihren Abmessungen der zweiten Ausformung 66 entspricht und in eine Nut 70
der vierten Flaschenhalteplatte 48, im folgenden kurz dritte Nut 70 bezeichnet,
eingreift. Auf der gegenüberliegenden Randfläche ist eine vierte Ausformung 72 angeformt,
die in eine vierte Nut 74 an der sechsten Flaschenhalteplatte 52 eingreift. Parallel
zu bzw. neben der vierten Flaschenhalteplatte 48 befindet sich, wie aus der Fig.
1 zu ersehen, die fünfte Flaschenhalteplatte 50; diese besitzt ebenfalls eine der
vierten Ausformung entsprechende fünfte Ausformung 76, die in eine Nut 54a der siebten
Flaschenhalteplatte 54 (Fig. 6) eingreift und ihrerseits Ausformungen 54b aufweist.
Die sich daran
anschließende achte Flaschenhalteplatte 58 besitzt,
ähnlich wie die Flaschenhalteplatte 42, eine an ihrer nach innen weisenden Längsseite
verlaufende fünfte Nut 77, in die je eine sechste Ausformung 78, (zugehörig sowohl
der Flaschenhalteplatte 52 als auch der Flaschenhalteplatte 54) eingreift. Man erkennt
aus der Fig. 1, daß die in der Zeichnung links befindliche dritten Flaschenhalteplatte
46 an ihrer dem Rahmenteil 38 zugewandten Schmalseite eine siebte Ausformung 80,
die vierte Flaschenhalteplatte 48 eine achte Ausformung 82 aufweisen, während die
(rechte) Flaschenhalteplatte 46 und 50 an den den Flaschenhalteplatten 46 und 48
benachbarten Randflächen eine sechste Nut 84 und eine siebte Nut 86 besitzen.
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Während die Flaschenhalteplatten 42 bis 46, 50, 54 und 58 quadratisch
bzw. rechteckig sind, ist die der sechsten Flaschenhalteplatte 52 zugewandte Randfläche
88 der vierten Flaschenhalteplatte 48 unter einem Winkel zum Rahmenteil 38 geneigt.
Die der vierten Flaschenhalteplatte 48 zugewandte Randfläche der sechsten Flaschenhalteplatte
52 ist in entsprechender Weise und an die Randfläche 88 angepaßt ebenfalls zum Rahmenteil
38 geneigt. Der Grund hierfür wird weiter unten erläutert.
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Auf der nach oben weisenden Fläche der achten Ausformung 82 befindet
sich eine Langnut 90, in die ein an der sechsten Flaschenhalteplatte 52 angebrachter
Zapfen 92 eingreift.
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Man erkennt in der Fig. 1 insgesamt vier Pneumatikzylinder: einen
ersten Pneumatikzylinder 94 und einen zweiten Pneumatikzylinder 96, die parallel
zu den Rahmenteilen 36 und 40 und oberhalb der einzelnen Flaschenhalteplatten verlaufen,
ferner einen dritten Pneumatikzylinder 98 und einen vierten Pneumatikzylinder 100.
Die beiden Pneumatikzylinder 98 und 100 verlaufen parallel zu den beiden Rahmenteilen
34 und 38 und quer zu den beiden Pneumatikzylindern 94 und 96 und außerhalb des
Rahmens 30. Der Übersichtlichkeit halber sind lediglich die beiden linken Pneumatikzylinder
98 und 100 gezeichnet; entsprechende Pneumatikzylinder müssen auch rechts von dem
Rahmenteil 34 angeordnet sein und gleichsinnig, gleichzeitig und in gleicher Richtung
wirken wie die Pneumatikzylinder 98 und 100. Sind mehrere Flaschenhalterahmen
30
schachbrettartig zusammengefaßt, können nebeneinander angeordnete für gleiche Funktionen
mit gemeinsamen Pneumatikzylindern betätigt werden.
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Die beiden Pneumatikzylinder 98 und 100, die mit ihren Achsen fluchten,
sind über ein Winkelstück 102 am Rahmenteil 38 befestigt. Links und rechts bzw.
in der Zeichnung (Fig. 1) oben und unten des senkrecht verlaufenden Schenkels 104
des Winkelstücks 102 sind U-förmige Bügel 106 und 108 befestigt, zwischen denen
ein Haltezapfen 110 bzw. 112 gelenkig gelagert ist, von denen der Zapfen 110 zu
dem Pneumatikzylinder 98 und der Zapfen 112 zum Pneumatikzylinder 100 gehören. Die
gelenkige Halterung erfolgt mittels eines nicht weiter dargestellten Bolzens, wobei
der Bolzen zur Lagerung des Zapfen 110 mit der Linie 114 und der zur Halterung des
Zapfens 112 mit der Linie 116 schematisch dargestellt sind. An den Haltezapfen 110
bzw. 112 schließen sich die Zylinderteile 118 bzw. 120 der Pneumatikzylinder 98
und 100 an, aus denen die Kolbenstangen 124 und 126 herausragen. Diese Kolbenstangen
124 bzw. 126 sind über Gelenkelemente 128 bzw. 130 mit Querstangen 132 und 134 verbunden,
welche mit ihrem anderen Ende mit der ersten Flaschenhalteplatte 42 und der achten
Flaschenhalteplatte 58 fest verbunden sind. Der erste Pneumatikzylinder 94 besitzt
ein Zylinderteil 136, welches an einem Bügel 138 am Rahmenteil 34 fest angebracht
ist.
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Die Kolbenstange 140, die aus dem Zylinderteil 136 herausragt, ist
an ihrem freien Ende mit einer Gabel 142 festverbunden, deren beide Gabelschenkel
144 einen Steg 146 zwischen sich nehmen, wobei der Steg 146 und die beiden Gabelschenkel
144 mittels eines beide durchdringenden Querbolzens 148 gelenkig verbunden sind.
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Der Steg 146 verläuft senkrecht zur Achse der Kolbenstange 140 und
ist, wie aus der Fig. 4 zu entnehmen ist, auf der Oberseite einer ersten Stange
150 befestigt, die über ein F-förmiges Winkelstück 152 mit der zweiten Flaschenhalteplatte
44 fest verbunden ist. Die erste Stange 150 erstreckt sich quer über die gesamte
Breite des Flaschenhalterahmens 30 und durchgreift den Zwischenraum zwischen den
beiden parallelen Schenkeln eines weiteren F-förmigen Winkelstücks 154, welches
mit einer parallel zur ersten Stange 150 verlaufenden zweiten Stange 156 und der
anderen
zweiten Flaschenhalteplatte 44 fest verbunden ist. Die
erste Stange 150 besitzt an ihren beiden Enden eine zur jeweiligen Stirnfläche hin
offene Nut 158, von denen lediglich die linke bezeichnet ist. In diese Langlochnuten
158 greifen Führungsmittel 160 ein, die auf der Oberseite der Rahmenteile 38 bzw.
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34 befestigt sind; man erkennt in der Fig. 4 lediglich den links liegenden
Zapfen 160. Am rechten Teil, nämlich an dem Rahmenteil 34 ist allerdings ein solcher
Zapfen nicht zwingend erforderlich, kann jedoch vorhanden sein. Die Führung an dieser
Stelle wird nämlich von zwei links und rechts zu der ersten Stange und zu der zweiten
Stange 150 bzw. 156 verlaufenden Walzen162 bzw. 164 übernommen, von denen in der
Fig. 4 die eine Walze162 ganz und in der Fig. 1 die beiden Walzen 162 und 164 nur
teilweise sichtbar sind. Diese Walzen sind mittels Schraubenverbindungen 166 bzw.
168 am Rahmenteil 34 befestigt; oberhalb der Walzen wird zusätzlich noch mittels
der Schraubverbindungen 166 und 168 der Bügel 138 am Rahmenteil 34 befestigt, der
zur Halterung des Pneumatikzylinders 94 dient, welcher einen Gewindefortsatz 95
besitzt, der durch den Haltebügel 138 hindurchgesteckt und mittels einer Mutter
172 am Bügel 138 befestigt ist.
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Man erkennt (Fig. 4), daß die zweite Stange 156 einen Zapfen 174 besitzt,
der in ein Langloch 176 an der ersten Stange 150 hineinragt. Die Länge des Langloches
176 ist so bemessen, daß bei einer Bewegung der Kolbenstange 140 nach linkes, also
in Pfeilrichtung F die Stange 150 die zweite Stange 156 erst dann mitnimmt, wenn
die noch zurückzulegende Strecke dem Weg entspricht, den die rechte Flaschenhalteplatte
44 aus ihrer Ausgangsstellung in ihre Endstellung zurücklegt. Dies wird weiter unten
näher erläutert.
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In der Fig. 3 ist die Befestigung bzw. die Halterung des zweiten mit
den Flaschenhalteplatten 52 und 54 mitbewegbaren Pneumatikzylinders 96 gezeichnet.
Diesem zweiten Pneumatikzylinder 96 ist eine dritte Stange 178 und eine vierte Stange
180 zugeordnet, von denen die dritte Stange 178 über einen Haltebügel 182 oder einen
Haltewinkel 182 den Zylinderteil 97 des Pneumatikzylinders
trägt.
Zur besseren Fixierung ist das andere Ende des Pneumatikzylinderteils 97 über einen
weiteren Haltewinkel 184 mit der Stange 178 fest verbunden. Aus dem dem Haltebügel
184 benachbarten Ende des Zylinders 96 ragt die Kolbenstange 186 heraus, an derem
freien Ende zwei in Abstand voneinander angeordnete Räder 188 und 190 angebracht
sind. Die beiden Räder 188 und 190 besitzen aufeinander zuweisende kegelförmige
Flächen 192 und 194. Die dritte Stange 178 besitzt an dem Ende, das in die gleiche
Richtung zeigt wie die Kolbenstange 186, einen Zapfen 196, der in ein Langloch 198
an der vierten Stange 180 eingreift. Auf dem Rahmenteil 38 ist ein F-förmiger Steg
200 (Fig. 5) befestigt, der eine erste Nut 202 und eine zweite Nut 204 aufweist,
von denen die erste Nut 202 die Kolbenstange 186 und die zweite Nut 204 die beiden
Stangen 178 und 180 aufnimmt. Man erkennt aus den Fig. 3 und 5, daß die vierte Stange
180 eine U-förmige, nach unten offene, langlochartige Ausnehmung 206 aufweist, die
nach einer Seite hin bei 208 eine Öffnung aufweist, durch die ein Führungszapfen
210 ins Innere der langlochartigen Ausnehmung 206 eintreten kann. Eine ähnliche
Ausbildung zeigt auch die dritte Stange 178: auch sie besitzt eine langlochartige
Ausnehmung 212 mit einer stirnseitigen Öffnung 213, durch die ein Führungszapfen
214 eintreten kann. Die dritte Stange 178 ist, wie aus der Fig. 1 zu ersehen, mit
der Flaschenhalteplatte 52 und der Flaschenhalteplatte 54 über je einen F-förmigen
Haltewinkel 216 und 218 fest verbunden.
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Die Bewegungsweise der Flaschenhalteplatten und der einzelnen Flaschen
gesteuert durch die Pneumatikzylinder kann später an Hand der Fig. 7 näher erläutert
werden.
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Die mechanischen Verschiebebewegungen erfolgen wie folgt: Die Flaschenhalteplatte
58 ist mit der Flaschenhalteplatte 46 links über eine nicht dargestellte, unter
der Platte 48 frei verlaufende und angeordnete Verbindungsspange fest verbunden.
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Bei einer Betätigung des Pneumatikzylinders 100 wird die mit letzterem
über die Stange 134 verbundene Platte 58 hin gegen das untere Rahmenteil 40 gedrückt
bzw. verschoben. Die Platte 46,
die ja mit der Platte 58 verbunden
ist, nimmt die Platten 48 bzw. die zu diesem Zeitpunkt noch links von der Trennlinie
der Platten 46 bzw. 48 und 50 zusammenliegenden Platten 52 und 54 mit. Dadurch entsteht
zwischen der Platte 58 und der Platte 50 bzw. der Platte 42 und 46 jeweils ein Zwischenraum,
in den die Platte 54 bzw. 44 (links) mittels der Pneumatikzylinder 96 bzw. 94 hineingedrückt
werden können. Dabei werden die Platten 52 und 44 (rechts) einen bestimmten Weg
mitgenommen. Bei der Bewegung der Platte 58 ist auch der mit der Platte 54 festverbundene
Pneumatikzylinder 96 mitgewandert, wobei der Zapfen 210 durch die Ausnehmung bei
208 ins Innere des Langloches 206 hineingelangt ist, um innerhalb des Langloches
206 zur Führung der Stange 180 und damit auch des Pneumatikzylinders 96 beizutragen.
Gleichzeitig kommt die Kolbenstange 186 quer zur Längsachse mit der Nut 202 in Eingriff.
Damit bildet der Steg 200, der zwischen die Räder 188 und 189 gelangt ist, einen
Anschlag für die Kolbenstange 186, sodaß sich bei der Betätigung der Kolben-Zylindereinheit
der Zylinder 97 nach rechts (vergl. Fig. 3) bewegt und dadurch die Stange 178 mitnimmt,
die mit ihrer stirnseitigen Öffnung 213 über den Zapfen 214 zur Führung der Stange
178 am Rahmenteil 34 hineinfährt.
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Der Pneumatikzylinder 94 (Fig. 1 und 4), der zur Verschiebung der
Platten 44 dient, bleibt am Rahmen 34 ortsfest und es verschiebt sich bei seiner
Betätigung über die Kolbenstange lediglich die Stange 150, die zur Führung mit ihrer
stirnseitigen Öffnung über den Zapfen 160 fährt. Dabei verschiebt sich die Stange
156 erst dann, wenn der Zapfen 174 gegen das rechte Ende des Langloches 176 zum
Anliegen gelangt, wodurch nun die rechte Platte 44 mitgenommen wird.
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Man erkennt ferner in der Fig. 2 ein Luftzuführungsrohr 220, an dessen
Innenfläche ein Bügel 222 befestigt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rahmens,
also auf dem Rahmenteil 36 ist über ein Kastenprofil 224 ein weiterer Bügel 226
befestigt, wobei die beiden Bügel 222 und 226 zur Halterung einer Quertraverse
228
dienen. In der Mitte der Quertraverse ist über einen Schraubenbolzen 230 eine Platte
232 befestigt, die die Aufgabe hat, im Betrieb ein Ausbrechen der in Nut und Feder
verschiebbaren Flaschenhalteplatten nach oben zu verhindern.
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Die Arbeitsweise des Flaschenhalterahmens wird anhand der Fig. 7A
bis 7E deutlich. Man erkennt aus der Fig. 7, daß 5 x 4 = 20 Flaschen nebeneinander
in zur Anförderrichtung parallelen Reihen aufgestaut sind. Dabei sind die senkrechten
Reihen mit den Bezugsziffern 1, 2, 3 und 4 und die waagerechten Reihen mit dem Buchstaben
a, b, c, d, e und f bezeichnet. Man erkennt aus Fig. 7A, daß die waagerechte Reihe
f leer ist. Die Flaschengreifer sind mit den Bezugsziffern 10 bis 29 bezeichnet.
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In der Fig. 1 werden die Flaschengreifer 10 bis 13 von der Halteplatte
42, die Flaschengreif er 14 und 15 von der Halteplatte 46, die Flaschengreifer 16
und 17 von den Halteplatten 44, die Flaschengreifer 18 und 19 von der Halteplatte
48, die Flaschen 20 und 21 von der Halteplatte 46, die Flaschengreifer 22 und 23
von den Halteplatten 52 und 54, die Flaschengreifer 24 und 25 von der Halteplatte
50 und die Flaschen 26 bis 29 von der Halteplatte 58 gehalten. Die Halterung der
Flaschengreifer an den Halteplatten erfolgt in an sich bekannter Weise (Fig. 6).
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Die Ausgangslage der Halteplatten ist aus der Fig. 7A ersichtlich.
Dort sind die Halteplatten schematisch eingetragen. Man erkennt, daß sich an die
Halteplatte 42 die Halteplatten 44 und 46, daran die Halteplatten 46 und 48, daran
die Halteplatten 50, 52 und 54 und daran die Halteplatte 58 anschließen.
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Der Raum, in dem die Linie f liegt, ist frei.
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In der Fig. 7B ist die Bewegung aufgrund der Pneumatikzylinder 98
und 100 so erfolgt, daß die beiden Halteplatten 44, die rechte Halteplatte 46 und
die Halteplatte 50 stehen geblieben
sind, während die linkewlHalteplMEter;48 die beiden Halteplatten 52 und 54 und die
Halteplatte 58 ihre Lage um einen Reihenabstand verändert haben, sodaß die Halteplatte
58 mit ihrer
Mittellinie auf der Reihe f liegt. Dabei hat sich
der Pneumatikzylinder 100 in Pfeilrichtung G bewegt, sodaß die Kolbenstange 186
sowie die Stangen 178 und 180 die in der Fig. 5 gezeigte Lage in den Ausnehmungen
202 und 204 einnehmen.
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Durch Ausfahren der Kolbenstangen 140 bzw. 186 (Fig. 7C) gelangen
die beiden Platten 44 in die Lage 1' bzw. 3' und die Halteplatten 52 und 54 ebenfalls
in die Lage 1' und 3'.
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Wie man aus der Fig. 7C weiter erkennt, hat die Halteplatte 52 über
den Zapfen 92 (Fig. 1), der in dem Langloch 90 kämmt, die Halteplatte 48 aus der
Lage, in der die Flaschengreifer 22 und 23 auf der Reihe d lagen, in die Lage gezogen
(in Pfeilrichtung G) in der die Flaschengreifer 18 und 19 auf der Reihe d'liegen.
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Aus der in Fig. 7C gezeigten Lage bewegen sich die Halteplatten 58
und 46 links in die durch f' bzw. c' (Fig. 7D) eingezeichnete Reihe. Durch weitere
Betätigung der Kolben bzw.
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Pneumatikzylinder 98 und 100 gelangen die Halteplatte 42, sowie die
mit der Halteplatte 42 durch nicht gezeichnete Überbrückungs-Spangen fest verbundene
Platte 50 und - über einen nicht weiter dargestellten zweiarmigen Umlenkhebel -
die Platte 46 rechts aus ihrer in der Fig. 7D gezeichneten Lage in die in der Fig.
7E dargestellte. Dabei verschieben sich die Flaschengreifer 10 bis 13 aus der Reihe
a in die Reihe a', die Flaschengreifer 24 und 25 aus der Reihe d in die Reihe d>
sowie die Flaschengreifer 20 und 21 aus der Reihe c in die Reihe c'. Damit haben
die Halteplatten ihre in der Fig. 1 dargestellte Lage erreicht und alle Flaschengreifer
10a bis 29a die Positionen eingenommen, in welchen mit einem Flaschenhalterahmen
30 jeweils 2 Zehnerkästen der genannten Art mit Flaschen befüllt werden können.
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Man erkennt aus der Darstellung, daß z.B. die Halteplatte 54 einen
Weg über eine Ecke genommen hat: sie gelangt aus der Stellung d2 über die Stellung
e2 in die Stellung e31. Eine derartige Längs- und Querbewegung von Flaschenplatten,LtFdamit
auch
einer einzigen Flasche während des Umsetzens des Flaschenhalterahmens ist mit den
herkömmlichen Vorrichtungen praktisch nicht erreichbar.
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Die Erfindung ist anhand eines solchen Beispieles erläutert, bei dem
20 Flaschen in zwei Kästen zu je 10 aufgeteilt werden.
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Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Platten, die in waagerechter
Ebene gegeneinander verschiebbar sind und dabei über Nut und Feder sich selbst führen
und zusammenhängen, kann selbstverständlich auch dort vorteilhaft ausgeführt werden,
woandere als die angegebenen Kastenformen des Beispiels verwendet werden. Wenn kompliziertere
Bewegungen auszuführen sind, wird der Aufwand zwangsläufig größer. Im Extremfall
wären nicht zwei oder vier Flaschengreifer einer Platte zugeordnet, sondern für
jeden einzelnen Flaschengreifer wäre eine eigene Halteplatte vorgesehen. Mit einer
entsprechenden hydraulischen oder pneumatischen Steuerung - die selbstverständlich
komplizierter ist als die in der Fig. 1 dargestellte - könnte dann jede einzelne
Platte an den endgültigen, vorgesehenen Ort verfahren bzw. verschoben werden.
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Die Rückführung der einzelnen Halteplatten 42, 44, 46, 48, 50, 52,
54 und 58 bzw. der Flaschengreifer 10 bis 29 in die in Fig. 7A gezeichnete Ausgangsposition
erfolgt in umgekehrter Reihenfolge mit den Schaltschritten 7E-7D-7C-7B-7A, die wenigstens
teilweise auch gleichzeitig ablaufen können.
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L e e r s e i t e