DE29924805U1 - Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz - Google Patents
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Abstract
Fahrzeugsitz,
insbesondere Kraftfahrzeugsitz, mit
a) einem Sitzgestell (103), welches ein Sitzkissen (109) trägt,
b) einem Kniehebelgelenk (112), welches im Crashfall wenigstens einen vorderen Bereich des Sitzkissens (109) anhebt,
c) einem Gurtschloß (114) zur Aufnahme eines Gurtes (113) und
d) einer Zugkoppel (118) zwischen dem Gurtschloß (114) und dem Kniehebelgelenk (112),
wobei
e) die im Gurt (113) im Crashfall wirkende Zugkraft mittels des Gurtschlosses (114) und der Zugkoppel (118) das Kniehebelgelenk (112) streckt und die Bestandteile des Kniehebelgelenks (112) ab einem definierten Lastniveau in geometrisch vorgegebener Weise plastisch verformt.
a) einem Sitzgestell (103), welches ein Sitzkissen (109) trägt,
b) einem Kniehebelgelenk (112), welches im Crashfall wenigstens einen vorderen Bereich des Sitzkissens (109) anhebt,
c) einem Gurtschloß (114) zur Aufnahme eines Gurtes (113) und
d) einer Zugkoppel (118) zwischen dem Gurtschloß (114) und dem Kniehebelgelenk (112),
wobei
e) die im Gurt (113) im Crashfall wirkende Zugkraft mittels des Gurtschlosses (114) und der Zugkoppel (118) das Kniehebelgelenk (112) streckt und die Bestandteile des Kniehebelgelenks (112) ab einem definierten Lastniveau in geometrisch vorgegebener Weise plastisch verformt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere einen Kraftfahrzeugsitz, mit einem Sitzgestell, welches ein Sitzkissen trägt.
- Bei einem neigungseinstellbaren Fahrzeugsitz dieser Art ist die Neigung der Sitzfläche durch Anheben oder Absenken des vorderen oder hinteren Randes des Sitzkissens einstellbar. Der Insasse des Fahrzeuges, der den Fahrzeugsitz benutzt, ist in der Regel mittels eines (Dreipunkt-)Gurtes am Fahrzeugsitz festgeschnallt. Wenn das Sitzkissen zu flach eingestellt wird, kann im Crashfall unter Umständen die Gefahr eines Submarinings für den Insassen bestehen, d.h. der Insasse kann unter dem Beckengurtabschnitt des Gurtes hindurchtauchen.
- Um dies zu verhindern, wird in Fahrtrichtung vor dem Sitzhöcker des Insassens eine sogenannte Anti-Submarining-Rampe eingesetzt, die ein Durchtauchen des Insassen und damit eine Verletzung desselben verhindert. Die Anti-Submarining-Rampe kann beispielsweise erst im Crashfall erzeugt oder vergrößert werden, oder sie bewegt sich im Crashfall zum Insassen hin. Dabei kann das gesamte Sitzkissen, dessen vorderer Bereich am vorderen Rand alleine oder ein Zwischenbereich zwischen dem vorderen Rand des Sitzkissens und den Sitzhöckern gleichmäßig oder punktuell angehoben werden. Die
DE 296 10 078 U1 zeigt ein Anheben des Sitzkissens im Crashfall mittels eines Hebels, welcher von der im Gurt wirkenden Zugkraft mittels eines Zugseils aufgestellt wird. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Fahrzeugsitz mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Das Kniehebelgelenk bietet zunächst einen günstigen Kraftverlauf und am einem definierten Lastniveau durch plastische Verformung die zusätzliche Möglichkeit des definierten Energieabbaus zur Reduzierung hoher Beckenbeschleunigungen.
- Im folgenden ist die Erfindung anhand von eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt die einzige Figur
- eine schematische Seitenansicht des Ausführungsbeispiels.
- Ein Fahrzeugsitz
101 ist als Vordersitz für ein Kraftfahrzeug ausgebildet. Der Fahrzeugsitz101 ist mit einem Sitzgestell103 versehen, das mit der Fahrzeugstruktur des Kraftfahrzeuges in Verbindung steht. Das Sitzgestell103 weist einen Sitzkissenträger105 auf, welcher sich in der durch die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges definierten Längsrichtung des Fahrzeugsitzes101 zwischen einem vorderen Rand und einem hinteren Rand und in der Richtung quer dazu zwischen den beiden Seiten des Fahrzeugsitzes101 erstreckt. Auf dem Sitzkissenträger105 ist ein Sitzkissen109 angebracht. Der vordere Rand des Sitzkissens109 ist gegenüber dem vorderen Rand des Sitzkissenträgers105 in geringem Maße nach oben beweglich, beispielsweise indem eine am hinteren Ende des Sitzkissenträgers105 angelenkte Sitzschale110 das Sitzkissen109 trägt. Zwischen dem Sitzkissenträger105 und dem Sitzkissen109 ist im vorderen Bereich des Sitzkissens109 ein zweiteiliges Kniehebelgelenk112 angelenkt, dessen Teile normalerweise zusammengeklappt und nach vorne ausgerichtet sind. Im Normalzustand wird der Fahrzeugsitz101 von einem Insassen des Kraftfahrzeuges benutzt, beispielsweise vom Fahrer, der mittels eines Gurtes113 am Fahrzeugsitz101 oder an der Fahrzeugstruktur angeschnallt ist. Der Gurt113 ist in ein Gurtschloß114 eingesteckt, welches an einem Arm eines ungefähr mittig an der Sitzstruktur des Fahrzeugsitzes101 gelagerten Hebel116 angelenkt ist. Eine Zugkoppel118 , beispielsweise eine Stange oder ein Seilzug, ist an ihrem hinteren Ende an dem anderen Arm des Hebels116 und an ihrem vorderen Ende in der Mitte des Kniehebelgelenks112 angelenkt bzw. befestigt. - Im Crashfall, beispielsweise bei einem Frontalcrash, wird der Insasse verzögert abgebremst, d.h. gegenüber dem Fahrzeugsitz
101 nach vorne beschleunigt. Der Gurt113 blockiert und hält den Insassen in Anlage an den Fahrzeugsitz101 oder fängt den Insassen nach einem kurzen Weg auf. Durch den nach vorne wirkenden Zug im Gurt113 erfährt das Gurtschloß114 eine Zugkraft, die den Hebel116 schwenkt. Dadurch wird die Zugkoppel118 nach hinten gezogen, so dass das Kniehebelgelenk112 gestreckt wird. Die Sitzschale110 und mit ihr das Sitzkissen109 werden am vorderen Rand angehoben. Die Anti-Submarining-Wirkung ist dann die gleiche wie im ersten Ausführungsbeispiel. Ein Energieabbau erfolgt durch eine Deformation der Bestandteile des Kniehebelgelenks110 , welche ab einem definierten Lastniveau in geometrisch vorgegebener Weise plastisch verformt werden. -
- 101
- Fahrzeugsitz
- 103
- Sitzgestell
- 105
- Sitzkissenträger
- 109
- Sitzkissen
- 110
- Sitzschale
- 112
- Kniehebelgelenk
- 113
- Gurt
- 114
- Gurtschloß
- 116
- Hebel
- 118
- Zugkoppel
Claims (4)
- Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, mit a) einem Sitzgestell (
103 ), welches ein Sitzkissen (109 ) trägt, b) einem Kniehebelgelenk (112 ), welches im Crashfall wenigstens einen vorderen Bereich des Sitzkissens (109 ) anhebt, c) einem Gurtschloß (114 ) zur Aufnahme eines Gurtes (113 ) und d) einer Zugkoppel (118 ) zwischen dem Gurtschloß (114 ) und dem Kniehebelgelenk (112 ), wobei e) die im Gurt (113 ) im Crashfall wirkende Zugkraft mittels des Gurtschlosses (114 ) und der Zugkoppel (118 ) das Kniehebelgelenk (112 ) streckt und die Bestandteile des Kniehebelgelenks (112 ) ab einem definierten Lastniveau in geometrisch vorgegebener Weise plastisch verformt. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile des Kniehebelgelenks (
112 ) normalerweise zusammengeklappt und nach vorne ausgerichtet sind. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugkoppel (
118 ) an ihrem vorderen Ende in der Mitte des Kniehebelgelenks (112 ) angelenkt oder befestigt ist. - Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugkoppel (
118 ) an ihrem hinteren Ende an einem Hebel (116 ) angelenkt oder befestigt ist, an welchem das Gurtschloss (114 ) angelenkt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29924805U DE29924805U1 (de) | 1999-09-11 | 1999-09-11 | Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29924805U DE29924805U1 (de) | 1999-09-11 | 1999-09-11 | Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz |
| DE19943595A DE19943595A1 (de) | 1999-09-11 | 1999-09-11 | Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftahrzeugsitz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29924805U1 true DE29924805U1 (de) | 2005-10-06 |
Family
ID=35140328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29924805U Expired - Lifetime DE29924805U1 (de) | 1999-09-11 | 1999-09-11 | Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29924805U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008045998A1 (de) | 2007-12-19 | 2009-06-25 | C. Rob. Hammerstein Gmbh & Co. Kg | Kraftfahrzeugsitz mit einem Untergestell, einem Sitzträger und einer Rückenlehne |
| WO2009156088A1 (de) * | 2008-06-18 | 2009-12-30 | Daimler Ag | Kraftfahrzeug und bremsverfahren |
| US20230406257A1 (en) * | 2022-06-21 | 2023-12-21 | Ford Global Technologies, Llc | Seat assembly with deployable belt member |
-
1999
- 1999-09-11 DE DE29924805U patent/DE29924805U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008045998A1 (de) | 2007-12-19 | 2009-06-25 | C. Rob. Hammerstein Gmbh & Co. Kg | Kraftfahrzeugsitz mit einem Untergestell, einem Sitzträger und einer Rückenlehne |
| US8061770B2 (en) | 2007-12-19 | 2011-11-22 | C. Rob. Hammerstein Gmbh & Co. Kg | Motor vehicle seat with an underframe, a seat carrier and a seat back |
| WO2009156088A1 (de) * | 2008-06-18 | 2009-12-30 | Daimler Ag | Kraftfahrzeug und bremsverfahren |
| US8463502B2 (en) | 2008-06-18 | 2013-06-11 | Daimler Ag | Motor vehicle and braking process |
| US20230406257A1 (en) * | 2022-06-21 | 2023-12-21 | Ford Global Technologies, Llc | Seat assembly with deployable belt member |
| US12311869B2 (en) * | 2022-06-21 | 2025-05-27 | Ford Global Technologies, Llc | Seat assembly with deployable belt member |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20051110 |
|
| R151 | Term of protection extended to 8 years |
Effective date: 20051006 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20080401 |