DE29921069U1 - Zählerablesesystem für Verbraucher - Google Patents
Zählerablesesystem für VerbraucherInfo
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Description
Zählerablesesystem für Verbrauchszähler
Die Erfindung betrifft ein Zählerablesesystem für Verbrauchszähler, wie z.B. Stromzähler, Gaszähler oder Wasserzähler.
Bisher werden Verbrauchszähler von Menschen abgelesen und die abgelesenen Verbrauchswerte, die über einen Zeitraum von mehreren Monaten akkumuliert worden sind, werden an eine Abrechnungsstelle geschickt und dort in ein Datenverarbeitungssystem eingegeben, um die Rechnung zu erstellen. Dieses System ist sehr aufwendig und umständlich und zudem wegen der Möglichkeit von Ablese-, Übertragungs- und Eingabefehlern fehleranfällig. Das Ablesen erfolgt häufig durch hierzu autorisierte Personen, die von Haus zu Haus gehen und die Zähler ablesen. Dies stellt einen erheblichen Aufwand dar, zumal die Ableser bei vielen Wohnungen niemanden antreffen, der ihnen Zugang zu dem Zähler verschafft.
Wenn Strom zu unterschiedlichen Tarifen geliefert wird, beispielsweise Nachtstrom, der billiger ist als Tagstrom, muß für
Telefon: (0221) 916520 · Tefef4xj*(0221)* 1£4Z97'i.'.Tele/&dgr;&khgr;: \G &phgr;&idiagr;)·(<52*2;1)*&>2&thgr;&phgr;&idiagr; · · «eMail: mail@dompatent.de
jeden Tarif ein eigener Stromzähler installiert werden, um eine ordnungsgemäße Abrechnung zu gewährleisten. Mehrere Zähler erfordern aber wiederum einen erhöhten Ablese- und Registrieraufwand.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zählerablesesystem für Verbrauchszähler zu schaffen, welches die Abrechnung von Verbrauchswerten auf einfache Weise mit äußerst geringer Fehlerquote ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei dem erfindungsgemäßen Zählerablesesystem ist jedem Zähler ein Sender zugeordnet, der mindestens einen Verbrauchswert an eine Zentrale übermittelt, in welcher der Verbrauchswert registriert und zu Abrechnungszwecken ausgewertet wird. Auf diese Weise ist es im einfachsten Fall möglich, in bestimmten Zeitabständen Verbrauchswerte selbständig zu ermitteln, und zwar ohne jegliches menschliches Zutun. Dadurch werden auch Ablese- und Übertragungsfehler vermieden. Außerdem entfallen die Personalkosten sowie die Kosten für vergebliche Besuche.
Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten der Übermittlung der Verbrauchswerte an die Zentrale. Diese Übermittlung kann über ein drahtloses Netz oder ein drahtgebundenes Netz erfolgen, wobei das drahtlose Mobiltelefonnetz bevorzugt wird. Bei Benutzung des Mobilfunknetzes kann als Sender eine vereinfachte Ausführung eines Mobilfunktelefons benutzt werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass der Sender die Daten jeweils zu bestimmten Zeitpunkten an die Zentrale überträgt. Dabei wird vom Sender die Zentrale angewählt und dann werden nach einem vorgesehenen Protokoll die erförderlichen Daten übertragen, wie beispielsweise Kennung des Zählers bzw. Senders, Datum, ührzeit
und Verbrauchswerte sowie ggf. auch andere Informationen bzw. Zustandsgrößen.
Bei Übermittlung der Daten über ein drahtgebundenes Netz wird das Telefonnetz oder Kabelnetz oder beispielsweise auch das Internet benutzt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Zentrale die einzelnen Sender selektiv aufruft und dass jeder Sender als Reaktion auf einen empfangenen Aufruf den mindestens einen Verbrauchswert übermittelt. Hierbei übernimmt die Zentrale die Organisation der Aufrufe der einzelnen Sender, die zeitlich nacheinander abgefragt werden. Diese Abfrage kann in vorgegebenen Zeitabständen erfolgen, jedoch ist es auch möglich, durch manuellen Eingriff einzelne Sender gezielt aufzurufen, beispielsweise im Falle eines Umzugs des Teilnehmers.
Vorzugsweise erfolgt die Übermittlung über ein Netz mit bidirektionalen Verbindungen, wobei der Verbindungsaufbau einer bidirektionalen Verbindung ausschließlich durch die Zentrale erfolgt. Dies hat den Vorteil, dass nur die Zentrale die einzelnen Teilnehmer bzw. Sender anwählen muß und dass folglich auf Seiten des Senders keine Wähleinrichtung erforderlich ist. Wenn es sich bei dem Sender um ein (drahtgebundenes oder drahtloses) Telefon handelt, braucht dieses auf ein Anwählen nur zu antworten, jedoch ohne die Fähigkeit aktiv einen Verbindungsaufbau auszuführen. Daher genügt eine relativ einfache und kostengünstige Gestaltung des Senders. Ferner wird die Gefahr vermieden, dass der Sender für andere Zwecke mißbraucht wird.
Die Erfindung bietet die Möglichkeit, dass der Zähler für einen voreingestellten Verbrauchswert die zugehörigen Zeitwerte (Datum, Uhrzeit) mißt und für jedes Verbrauchsinkrement einen Zeitwert liefert, wobei' alle Zeitwerte in einem Protokoll ge-
sammelt übertragen werden. Dadurch kann ein Verbrauchs- oder Leistungsprofil des Verbrauchers über einen beliebigen Zeitrahmen erstellt werden, was für den Anbieter den Vorteil hat, dass das Verbraucherverhalten besser analysiert werden kann, um die Lieferbereitschaft oder die Tarife daran anzupassen. Der Anbieter erhält also über das Zählerablesesystem wichtige Informationen über das Verbraucherverhalten. So kann jedem Verbrauchswert direkt oder indirekt eine Uhrzeit zugeordnet werden, derart, dass ein zeitliches Verbrauchsprofil übermittelt wird, bei welchem unterschiedliche Zeiten jeweils anderen Tarifen zugeordnet werden können.
Die Verbrauchsnetze werden in neuerer Zeit zunehmend dereguliert. Dies bedeutet, dass unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlichen Konditionen am Markt auftreten können und Verbraucher über das selbe Netz bedienen. Insbesondere beim Stromnetz ist dies von erheblicher Bedeutung. Obwohl der Strom, der dem Verbraucher zur Verfügung gestellt wird, der gleiche ist, kann der Lieferant, dem die Stromabnahme eines Verbrauchers zugerechnet wird, vom Verbraucher bestimmt werden. Ferner können zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Tarife wirksam· werden. Durch die Erfindung besteht die Möglichkeit, dass ein Verbraucher während bestimmter Tageszeiten Strom von dem Unternehmen A bezieht und während anderer Tageszeiten von dem Unternehmen B. Da durch die zeit selektive Aufteilung der Tageszeit die Verbrauchsinkremente in Zeitwerten gemessen und. an die Zentrale geliefert werden, können die Preise und sonstigen Konditionen über den Tag hinweg unterschiedlich sein, was durch das Abrechnungssystem automatisch berücksichtigt werden kann.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für die Zählerablesung beim Stromverbrauch, aber auch beim Gas- oder Wasserverbrauch. Beim Stromverbrauch können zusätzlich zu den Verbrauchswerten noch Leistungswerte an die Zentrale übermittelt werden. Die Be-
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reitstellungskapazität eines Stromlieferanten hängt wesentlich von den Leistungsdaten der angeschlossenen Verbraucher ab. Diese können für jeden Verbraucher gemessen und verwertet werden, so dass der Anbieter jeden Verbraucher nach seiner bereitzuhaltenden Stromleistung qualifizieren kann.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Zählers und einer Zentrale in dem Zählerablesesystem, und
Fig. 2 den zeitlichen Verlauf der Leistungsabnahme eines Verbrauchers, und den zeitlichen Verlauf der Verbrauchswerte, die sich bei dem Leistungsprofil ergeben.
Das als Ausführungsbeispiel beschriebene Zählerablesesystem ist für Stromzähler bestimmt. In Fig. 1 ist ein solcher Zähler 10 dargestellt, der sich bei dem Verbraucher befindet. Der Zähler 10 ist generell in gleicher Weise ausgebildet wie ein üblicher Stromzähler, jedoch ist er mit einem zusätzlichen Prozessor versehen, der u.a. eine Uhr und einen Kalender enthält und die Verbrauchsinkremente in Zeitwerten aufzeichnet, wobei jedes Verbrauchsinkrement beispielsweise 1 kWh beträgt. Jeder Zeitwert kann eine Angabe über die Uhrzeit seiner Entstehung beinhalten.
Der Zähler 10 ist mit einem Sender 11 verbunden, welcher die Zeitwerte in diesem Fall drahtlos aussendet.
Eine Zentrale 12 ist für zahlreiche Zähler 10 vorgesehen. Die Zentrale 12 sendet Rufsignale für jeden einzelnen Zähler aus, beispielsweise pro Woche ein Rufsignal. Auf dieses Rufsignal
spricht der Sender 11 an, der einen zum Empfang des Rufsignals geeigneten Empfänger enthält. Auf das Rufsignal hin werden vom Sender die im Zähler 10 gespeicherten Verbrauchswerte an die Zentrale 12 übermittelt. Die Übermittlung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Zeitwerte sämtlicher Verbrauchsinkremente geliefert werden oder dass nur die Anzahl der Zeitwerte als Gesamtwert übertragen wird.
Figur 2 zeigt eine Abfolge von protokollierten Zeitwerten, die nach jeweils einem bestimmten voreingestellten Verbrauchsinkrement E aufgezeichnet wurden. Die Anzahl der protokollierten Zeitwerte in einem bestimmten wählbaren Zeitabschnitt entspricht der verbrauchten Energie. Die Dichte der aufeinanderfolgenden Zeitwerte entspricht der in Anspruch genommenen Leistung.
In Figur 2 ist auf der Ordinate die Leistung P in Watt und auf der Abszisse die Zeit t aufgetragen. Die Kurve 13 gibt zu jedem Zeitpunkt die eingeschaltete Leistung an, stellt also ein Leistungsprofil dar. Zu dieser Kurve 13 sind jeweils Zeitintervalle At angegeben, die sich jeweils auf ein Verbrauchsinkrement beziehen. So bezieht sich das Intervall AtI auf das Verbrauchsinkrement El, das Verbrauchsintervall At2 bezieht sich auf das Verbrauchsinkrement E2, usw. Das Verbrauchsinkrement En bezieht sich auf das Intervall Atn. Die Verbrauchsinkremente El . · . En sind sämtlich gleich und betragen beispielsweise 1 kWh. Je höher die eingeschaltete Leistung ist, um so kürzer ist das Intervall des Verbrauchsinkrement s. In Figur 2 geben die vertikalen Striche die Zeitpunkte an, die aufgezeichnet werden. Alternativ hierzu können auch die Dauern der Intervalle AtI ..., Atn aufgezeichnet werden. Die Dauern der Intervalle bzw. die Zeitpunkte zwischen zwei Intervallen bilden jeweils die ermittelten Verbrauchsdaten.
Es ist nun möglich, eine Zeitspanne auszuwählen, in der der Strom, der in den Zeitintervallen verbraucht wird, billiger oder teurer ist als in einer anderen Zeitspanne. So kann beispielsweise Nachtstrom ohne Verwendung eines eigenen Nachtstromzählers separat abgerechnet werden.
Die Verbrauchswerte werden nicht jeweils dann wenn sie anfallen zur Zentrale 12 übertragen, sondern sie werden im Zähler gesammelt und beispielsweise einmal am Tag im Z.uge eines Datenprotokolls gemeinsam übertragen.
Die Erfindung ermöglicht eine vollautomatische Verbrauchserfassung ohne jeglichen menschlichen Eingriff und ohne Belästigung von Personen. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer großen Variabilität der Bewertung und Verarbeitung der Verbrauchsdaten.
Claims (5)
1. Zählerablesesystem für Verbrauchszähler, bei welchem jedem Zähler (10) ein Sender (11) zugeordnet ist, der vom Zähler (10) ermittelte Verbrauchsdaten an eine Zentrale (12) übermittelt.
2. Zählerablesesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrale (12) die einzelnen Sender (10) selektiv aufruft und dass jeder Sender (10) als Reaktion auf einen empfangenen Aufruf die Verbrauchsdaten übermittelt.
3. Zählerablesesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung über ein Netz mit bidirektionalen Verbindungen erfolgt und dass der Verbindungsaufbau einer bidirektionalen Verbindung ausschließlich von der Zentrale (12) durchgeführt wird.
4. Zählerablesesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrauchsdaten auf gleich große Verbrauchsinkremente (E) bezogen sind und jeweils eine Angabe über den Zeitpunkt der Entstehung des Verbrauchsinkrements enthalten.
5. Zählerablesesystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Verbrauchswert (A1, A2, A3) direkt oder indirekt eine Uhrzeit zugeordnet wird, derart, dass ein zeitliches Verbrauchs- und Leistungsprofil übermittelt wird, bei welchem auch unterschiedliche Zeiten jeweils anderen Tarifen zugeordnet werden können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29921069U DE29921069U1 (de) | 1999-11-27 | 1999-11-27 | Zählerablesesystem für Verbraucher |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29921069U DE29921069U1 (de) | 1999-11-27 | 1999-11-27 | Zählerablesesystem für Verbraucher |
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| DE29921069U1 true DE29921069U1 (de) | 2000-02-03 |
Family
ID=8082336
Family Applications (1)
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| DE29921069U Expired - Lifetime DE29921069U1 (de) | 1999-11-27 | 1999-11-27 | Zählerablesesystem für Verbraucher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29921069U1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3624162A1 (de) | 1985-07-25 | 1987-04-02 | Lectrolarm Custom Systems | Verfahren und geraet zur fernablesung zumindest eines messgeraetes, insbesondere eines verbrauchszaehlers |
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1999
- 1999-11-27 DE DE29921069U patent/DE29921069U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3624162A1 (de) | 1985-07-25 | 1987-04-02 | Lectrolarm Custom Systems | Verfahren und geraet zur fernablesung zumindest eines messgeraetes, insbesondere eines verbrauchszaehlers |
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