DE29921560U1 - Zugmaschinenanhänger mit Ladevorrichtung - Google Patents
Zugmaschinenanhänger mit LadevorrichtungInfo
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Description
Meine Akte: K 156/1 hoe
Zugmaschinenanhänger mit Ladevorrichtung
Die Erfindung betrifft einen Anhänger für eine Zugmaschine, insbesondere einen Traktor, mit einem Zapfwellenanschluß daran und mit einer Ladevorrichtung, bestehend aus einem Masten, an dem obenendig ein Ladearm schwenkbar gelagert ist, auf dem an einer Laufkatze ein Hubaggregat verschieblich gelagert ist, das einen Greifer höhenverstellbar trägt.
Es sind Zugmaschinen bekannt, auf denen ein Ladekran installiert ist, mit dem Ladegut, z.B. Baumstämme, aufgegriffen und auf einer Ladefläche der Zugmaschine oder einem daran befindlichen Anhänger abgelegt und entsprechend wieder abgeladen werden kann. Solche Zugmaschinen sind für den Abtransport von Scheitholz zu aufwendig und zu schwer für das Befahren schwach befestigter Waldwege. Deshalb wird Scheitholz gewöhnlich mit Traktoranhängern transportiert und von Hand auf- und abgeladen. Insbesondere in der Winterzeit ist dadurch eine zusätzliche Nutzung landwirtschaftlicher Zugmaschinen gegeben.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Ladevorrichtung für Anhänger bei unveränderter Zugmaschine zu schaffen, die insbesondere den Erfordernissen des Scheitholztransportes gerecht wird.
Die Lösung besteht darin, daß der Mast endseitig auf dem Anhänger in zwei winklig zueinander stehenden Richtungen neigungs-
veränderbar gelagert und mit in zwei winklig zueinander stehenden Richtungen mit Stellmitteln verbunden ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der Ladewagen ist mit einer standardisierten Kupplung und einem Zapfwellenanschluß an den Traktor anzuschließen. Die wesentliche Arbeitsleistung, nämlich das Anheben des Ladegutes (der Holzscheite) wird durch die Zapfwelle von dem Traktormotor bezogen und in einem Druckluftaggregat gewandelt einem Druckluftmotor in einem.Hubaggregat zugeführt.
Für den Arbeiter verbleibt die leichtere Arbeit, nämlich das Bugsieren der angehobenen Last und unter Umständen das Führen des Greifers an das Objekt. Das Bugsieren, nämlich das Verschieben in axialer Richtung und das Schwenken des Ladearmes, erfolgt in einer horizontalen Ebene; es benötigt somit einen geringen Kraftaufwand. Damit dies sichergestellt werden kann, weist der Mast der Ladevorrichtung ein Schwenklager in zwei Achsen und zwei im Winkel zueinander stehende Neigungssteiler auf, die vorzugsweise mit handbetätigten hydraulischen Mitteln zu betätigen sind. Damit läßt sich der Schwenkarm horizontal und sein Schwenklager vertikal stellen, was mittels Libellen zu überprüfen ist. Diese Einstellbarkeit des Ladearmes in den zwei Freiheitsgraden, die das Verfahren des Hubaggregates mit der Last einfach und sicher ermöglicht, dient insbesondere einem Ausgleich der Neigung und seitlichen Schräglage auf unebenen, gewölbten und hangigem Waldoder Feldgelände und an Wegrändern.
Das Schwenklager des Ladearmes ist bevorzugt mit einer Bremse versehen, die mittels Druckluft gesteuert lösbar ist. Die
Druckluftsteuerleitung ist über ein Ventil am Einhängekopf geleitet, und nur solange dieses Ventil von Hand betätigt wird, ist die Bremse gelöst. Beim Loslassen des Betätigungsknopfes wird die Bremsleitung sofort entlüftet. Dies dient der Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Verschwenken des Ladearmes, wenn z.B. der Boden unter einem der Räder nachgibt und derzeit der Greifer nicht festgehalten wird.
Ebenso ist es vorteilhaft für die Bediensicherheit, wenn parallel geschaltet zur Schwenklagerbremse eine Laufkatzenbremse an dem Laufwagen angeordnet ist, mit dem das Hubaggregat am Ladearm verschieblich gelagert ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Fig. 1-4 beispielhaft dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Anhängers,
Fig. 2 zeigt eine Rückansicht des Anhängers,
Fig. 3 zeigt vergrößert das Kopfstück der Ladevorrichtung,
Fig. 4 zeigt eine Stirnseitenansicht zu Fig. 3.
Fig. 1 zeigt einen Einachsanhänger mit einer Anhängevorrichtung (AH) und einem Zapfwellenanschluß (ZW) an eine Zugmaschine, insbesondere einen Traktor. Frontseitig auf der Anhängerpritsche (PR) ist ein Luftkompressor (LK) angeordnet, und heckseitig ist darauf ein Mast (MA) , der den Ladearm (LA) der Ladevorrichtung in einem Schwenklager (SA) trägt, mit einem zweiachsigen Stützlager (SL) abgestützt.
Vorn und hinten sind zur Begrenzung des Laderaumes in der Länge jeweils an den Ecken Rungen (RUl - RU4) angeordnet.
Die hinteren Rungen (RU3, RU4) sind gegenüber dem Masten (MA) nach vorn versetzt, und zwischen diesen beiden Rungen (RU3, RU4) und dem Masten (MA) sind Hydrauliksteller (HSl, HS2) angeordnet, wie auch Fig. 2 zeigt.
Die beiden zweiseitig wirkenden Hydrauliksteller (HSl, HS2) sind jeweils durch ein Umsteuerventil (Vl, V2) mittels einer Hydraulikpumpe (HP) zu verstellen, und damit ist die vertikale Ausrichtung des Mastes (MA) vorzunehmen. Die beiden Libellen (LIl, LI2) oder ein Lot zeigen die Neigung bzw. Vertikalität des Mastes an.
Statt der hydraulischen Stellvorrichtung können auch elektromotorische eingesetzt werden, die von dem Generator der Zugmaschine versorgt werden. Die handgesteuerten Ventile bzw. Steuerschalter lassen sich durch Neigungssensoren mit angeschlossenen Steuermitteln ersetzen, was eine weitere Entlastung des Bedieners erbringt.
An dem Ladearm (LA) ist eine Laufkatze (LK) verschieblich gelagert, an der ein pneumatisch betriebenes Hubaggregat (HA) M^ angehängt ist, das mit einer Kette (K) den Greifer (G) höhenverstellbar trägt.
Im Mastkopf ist eine druckluftlösbare Bremse (LB) angeordnet, die mit einer Steuerleitung zu einer Bedienkonsole (BK) nahe am Greifer (G) verbunden ist. Diese Bedienkonsole (BK) ist mit Steuertasten (B, H, S) bestückt, mit denen die Lösung der Bremse bzw. das Heben und Senken des Greifers (G) durch das Hubaggregat (HA) gesteuert wird. Parallel zu der Bremse (LB) im Schwenkgelenk (SA) ist bevorzugt eine weitere luftlösbare Bremse (LBl) am Laufwagen (LK) angeordnet.
Der Ladearm (LA) besteht aus einem Profilträger, auf dessen Profilstegen die Räder der Laufkatze (LK) abrollen. An dem Schwenklagerkopf (SA) ist mit Schellen ein Flansch (FL) in vertikaler Richtung abgehend angeschraubt, von dem oben eine Abspannung (AS) und/oder alternativ unten eine Strebe an den Ladearm (LA) führt. Auch die hinteren Rungen (RU3, RU4) sind mit Streben (Sl, S2) zum Pritschenbereich nahe des unteren Mastlagers abgestützt.
Die Pritsche (PR) und die Rungen (RUl - RU4).sind aus Rohren zusammengeschweißt. Die Achse (A) ist eine stabile Lastwagenachse mit Bremstrommeln (BT) und Rädern daran.
Der Mast (MA) besteht aus Profil- oder Rohrmaterial, und die beiden Kugellager (KL) des Schwenklagers (SA) sind auf eine Hohlachse (AH), durch einen O-Ring abgedichtet, aufgesetzt, die in Stützscheiben (SS) in dem Masten (MA) gehalten ist. Das aus den beiden voneinander beabstandeten Kugellagern (KL) gebildete Stehlager nimmt die Axialkraft und das Moment auf, das der Ladearm (LA) in den Mastkopf einträgt.
Die Druckluftleitung (LL) ist durch- einen Pritschenrohrträger, das Mastrohr, die Hohlachse (AH) zum oberen Mastende geführt, von wo ein Luftschlauch (LL) in Schlaufen abgehängt am Ladearm (LA) entlanggeführt ist, der zur Bedienkonsole (BK) führt. Von dort führen die Steuerschläuche auf dem gleichen Weg zu ihren Wirkstellen (HA, LB).
Die Einzelheiten der Mastkopf ausbildung sind in Fig. 3 und 4 von verschiedenen Seiten in größerem Maßstab dargestellt.
Claims (16)
1. Anhänger für eine Zugmaschine, insbesondere einen Traktor, mit einem Zapfwellenanschluß (ZW) daran und mit einer Ladevorrichtung, bestehend aus einem Masten (MA), an dem obenendig ein Ladearm (LA) schwenkbar gelagert ist, auf dem an einer Laufkatze (LK) ein Hubaggregat (HA) verschieblich gelagert ist, das einen Greifer (G) höhenverstellbar trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast (MA) endseitig auf dem Anhänger in zwei winklig zueinander stehenden Richtungen neigungsveränderbar gelagert und mit in zwei winklig zueinander stehenden Richtungen mit Stellmitteln (HS1, HS2) verbunden ist.
2. Anhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmittel (HS1, HS2) zweiseitig wirkende Hydrauliksteller sind, die über Umsteuerventile (V1, V2) mit einem Hydraulikaggregat (HP) verbunden sind.
3. Anhänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hydraulikaggregat (HP) eine Hydraulik-Hand- oder Fußpumpe ist.
4. Anhänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfwelle (ZW) ein frontseitig am Anhänger angeordnetes Druckluftaggregat (LK) antreibt, von dem eine Druckluftleitung (LL) an eine Bedienkonsole-(BK) führt, auf dem Bedientasten (H, S) zum Heben und Senken des Greifers (G) angeordnet sind, von denen Steuerleitungen zum Hubaggregat (HA) führen.
5. Anhänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bedienkonsole (BK) ein Bremstaster (B) angeordnet ist, von dem eine Druckluftsteuerung zu einer luftdrucklösbaren Schwenkgelenkbremse (LB) des Ladearmes (LA) geführt ist.
6. Anhänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftsteuerleitung auch an eine luftdrucklösbare Bremse (LB1) der Laufkatze (LK) führt.
7. Anhänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Pritsche (PR) mit einem einachsigen Fahrwerk und front- und heckseitigen Rungen (RU1-RU4) aufweist, vor und hinter denen das Drucklüftaggregat (LK) und der Mast (MA) angeordnet sind.
8. Anhänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrauliksteller (HS1, HS2) sich jeweils zwischen einer der hinteren Rungen (RU3, RU4) und dem Masten (MA) erstrecken.
9. Anhänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Masten (MA) Neigungsmeßmittel (LI1, LI2) angeordnet sind.
10. Anhänger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigungsmeßmittel (LI1, LI2) Sensoren sind, mit denen die Stellmittel (HS1, HS2) so angesteuert sind, daß sie den Masten (MA) senkrecht stellen.
11. Anhänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pritsche (PR), die Rungen (RU1-RU4), der Mast (MA) und der Ladearm (LA) aus Rohren oder Profilmaterial bestehen.
12. Anhänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladearm (LA) mittels zweier vertikal beabstandeter Kugellager (KL), die ein Stehlager bilden, am Mast (MA) angelenkt ist.
13. Anhänger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich von dem Stehlager eine Verstrebung und/oder eine Abspannung (F2, AS) zu dem Ladearm (LA) erstreckt.
14. Anhänger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Stehlager auf einer Hohlachse (AH) angeordnet ist, die in dem Hohlmasten (MA) in Stützscheiben (SS) gehalten ist.
15. Anhänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die luftdrucklösbare Bremse (LB) an oder in dem Stehlager angeordnet ist.
16. Anhänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung (LL) durch die Pritsche (PR), den Masten (MA), die Hohlachse (HA) geführt ist und von dort als eine abgehängte Schlauchleitung zum Hubaggregat (HA) und der Bedienkonsole (BK) weiterläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29921560U DE29921560U1 (de) | 1999-12-08 | 1999-12-08 | Zugmaschinenanhänger mit Ladevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29921560U DE29921560U1 (de) | 1999-12-08 | 1999-12-08 | Zugmaschinenanhänger mit Ladevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29921560U1 true DE29921560U1 (de) | 2000-03-09 |
Family
ID=8082661
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29921560U Expired - Lifetime DE29921560U1 (de) | 1999-12-08 | 1999-12-08 | Zugmaschinenanhänger mit Ladevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29921560U1 (de) |
-
1999
- 1999-12-08 DE DE29921560U patent/DE29921560U1/de not_active Expired - Lifetime
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