DE29919106U1 - Implantatbausatz - Google Patents
ImplantatbausatzInfo
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Description
IMPLANTATBAUSATZ
Dr. Dr. Hans Schreiber Hauptstraße 30 69198 Schriesheim-Altenbach 30.10.1999
• *
♦ #
-1-
Die gegenwärtig benutzten Implantatbausätze bestehen überwiegend aus einem Implantatkörper, einem Distanzelement und einem Aufbaukörper, die alle bevorzugt durch eine Schraube miteinander verbunden werden, nachdem der Implantatkörper entweder eingeheilt oder unmittelbar nach der Implantation belastbar ist.
Bei bestimmten anatomischen Situationen ist es erforderlich, einen zur Achse des Implantatkörpers geneigten Aufbaukörper zu verwenden. Dieser muß rotationsstabil fixierbar sein. Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik wird hierzu bevorzugt der Aufbaukörper mit einem Vielflach, bevorzugt einem Sechskant, versehen, der als Patrize entweder im Distanzelement und/oder dem Implantatkörper seine Matrize findet.
Die Herstellung eines Vielflachs als Patrize macht fertigungstechnisch keine Probleme, während das Pendant als Matrize einen erhöhten technischen und damit finanziellen Aufwand erfordert.
Damit ergibt sich kalkulatorisch ein erhöhter Einstandspreis, der multiplikativ dem Patienten bzw. seine Privatkasse belastet wird. Selbstverständlich geht in diese Kostenrechnung das operative Risiko und vieles andere mehr mit ein. Desweiteren ist angedacht, den Kronenkörper dreidimensional nach den entsprechenden Bohrungen frästechnisch herzustellen.
Sinn der vorliegenden Erfindung ist es, den Implantatbausatz einerseits auf wenige Bauelemente zu beschränken und andererseits kostenintensive Fertigungspunkte, wie insbesondere das Herstellen der obengenannten Matrize zu vermeiden. Dabei wurde insbesondere der Rotationsstabilität des Aufbaukörpers erhöhte Beachtung geschenkt, da eine Lockerung der Fixationsschraube nicht zur unmittelbaren Instabilität des Gesamtbausatzes führen darf.
Dies wird einerseits dadurch erreicht, daß der Implantatkörper, das Distanzelement und der Aufbaukörper exzentrisch miteinander verbunden werden, wobei die dargestellten Fasen in praxi und entgegen der Figurenbeschreibung bevorzugt als vertikale Umläufe gestaltet werden, was allerdings angesichts der geforderten Dimensionen schwierig zu realisieren ist.
Bei einer bevorzugten Variante sind dabei der Implantatkörper, das Distanzelement und der Aufbaukörper jeweils mit mindestens einer konzentrischen und zum Folgeteil korrespondierenden Fase versehen, wobei die Elemente exzentrisch mit einer Schraube verbunden werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Variante ist der Implantatkörper und das Distanzelement einstückig gefertigt.
Bei einer weiteren bevorzugten Variante ist der Aufbaukörper und das Distanzelement einstückig hergestellt.
Die Erfindung wird nun anhand der Ansprüche 1-10 und der Figuren 1,2 näher erläutert.
Dabei zeigt
Figur 1 in schematisierter Darstellung den klinischen Teil des Implantatbausatzes, Figur 2 in schematisierter Darstellung sowohl die Verschlußvorrichtung als auch die Einbringhilfe.
Figur 1 zeigt in schematisierter Darstellung den klinischen Teil des Implantatbausatzes, wobei in der Anmeldung nur die wesentlichen Elemente mit Bezugszeichen beschrieben sind. Der Bausatz besteht in der bevorzugten Variante aus Implantatkörper (1) mit Sägengewinde (2) und Aussparungen (4), die das Gewinde (2) selbstschneidend macht, wodurch auf einen Gewindeschneider verzichtet werden kann. Der Implantatkörper (1) ist endständig mit den Schrägen (17) und topseitig mit der konzentrischen Fase (7) versehen, die (7) in praxi bevorzugt als vertikaler Umlauf gestaltet ist. Die exzentrische Bohrung (23) mit Gewinde (24) ermöglicht es in Kombination mit Fase (7), daß das Distanzelement (5) über Schraube (9,10,15) durch Auflage auf Distanzteil (30) drehstabil fixiert ist. Weiterhin ist dabei gleichzeitig über Fase (25) der hier zur Darstellung gebrachte konzentrische Aufbau (8) ebenfalls drehstabil fixiert. Über Führungsröhrchen (14), das mit Schraubenkopf (10) paßgenau korrespondiert, wird es möglich, den Aufbau (8) z. B. mit keramischer Masse so zu verblenden, daß eine Zahnkrone letztlich mit kleinster Durchgangsöffnung (26) zur Eingliederung gebracht wird, sofern die Krone nicht direkt dreidimensional gefertigt wird.
-3-
Bei gekippten Aufbaukörpern (8',8") ergibt sich die Notwendigkeit, daß diese in jeder Rotationsstellung drehstabil fixierbar sind, um die, wie oben dargelegt, mit Keramikmasse erstellte Krone in ihrer Endposition korrekt einzugliedern. Die zur Darstellung gebrachte Variante geht dabei weit über das Maß der Möglichkeiten, die ein Vielflach bietet, hinaus. Wesentlich ist dabei die exzentrische Unterlagsscheibe (22) mit exzentrischer Durchgangsbohrung (29), die es ermöglicht, daß der gekippte Aufbaukörper (8',8") sicher auf Fase (25) aufliegt und daß über das zum Schraubenkopf (10) paßgenaue Führungsröhrchen (14) mit der bevorzugt keramischen Masse die Endposition des Aufbaukörpers (8',8 ",...) und damit der erstellten Zahnkrone festgelegt ist. Ein Taumeln des Aufbaukörpers (8',8",...), das durch die erweiterte Durchgangsöffnung (27) möglich wäre, wird durch die bevorzugte keramische Verblendmasse verhindert, so daß ebenfalls bei gekippten Aufbauten (8,8",. ■) die Durchgangsöffnung (26) minimiert wird. Die Fixierung des Bausatzes erfolgt durch Aktivieren der Schraube (9,10,15) über den hier bevorzugten Schlitz (13). Der anschließend noch offene Raum (26) wird letztlich wie beim konzentrischen Aufbau bevorzugt mit Kunststoff verschlossen.
Figur 2 zeigt in schematisierter Darstellung sowohl die Verschlußvorrichtung als auch die bevorzugte Einbringhilfe.
Dabei besteht die Verschlußvorrichtung aus Verschlußelement (18) und Schraube (19), während die Einbringhilfe aus den bevorzugten Elementen (20,19) besteht, die beide bevorzugt als Vielflach gestaltet sind. Die Kraft zum Einbringen des Implantatkörpers (1) wird dabei über die korrespondierenden Fasen (28,7) und den exzentrisch angeordneten Gewindebolzen (21) aufgebracht.
Claims (10)
1. Implantatbausatz aus einem Implantatkörper mit Gewinde, einem Distanzelement, einem Aufbaukörper und einer Fixationsschraube, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufbaukörper (8, . . .) in einer rotationssymmetrischen Variante (8) und mindestens einer gekippten Variante (8', 8") dergestalt vorliegt, daß alle Varianten (8, 8', 8", . . .) in einer unendlichen Vielzahl von gedrehten Positionen sicher fixierbar sind.
2. Implantatbausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Implantatbausatz aus einem Implantatkörper (1) mit bevorzugtem Sägengewinde (2), einem Distanzelement (5), einem Aufbaukörper (8, 8', 8", . . .), einem Führungsröhrchen (14), einer exzentrischen Unterlagsscheibe (22) nach Distanzteil (30), einer Schraube (9, 10, 15), einer Einbringhilfe (19', 20'), einer Verschlußvorrichtung (18, 19) und nach dem Stand der Technik bekannten labortechnischen Elementen besteht.
3. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Implantatkörper (1) eine exzentrische Bohrung (23) aufweist, die paßgenau zum Schraubenanteil (9) gefertigt ist und die sich in Gewindeanteil (15) fortsetzt und mit Umlauf (7) geeignet ist, das Distanzelement (5) rotationsstabil zu fixieren.
4. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzelement (5) eine zur Schraube (9, 10, 15) paßgenaue exzentrische Durchgangsbohrung (6) aufweist.
5. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der gerade alle Aufbaukörper (8, 8', 8", . . .) in jeder gedrehten Stellung geeignet sind, mittels Schraube (9, 10, 15) fixiert zu werden.
6. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung des Aufbaukörpers (8, 8', 8", . . .) eine bevorzugte exzentrische Unterlagsscheibe (22) mit Durchgangsbohrung (29) dient, die (22) bevorzugt vertikal optimiert überdimensioniert aus bevorzugt POM gefertigt ist.
7. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Implantatkörper (1) und das Distanzelement (5) bevorzugt einstückig gefertigt sind.
8. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzelement (5) und der Aufbaukörper (8, 8', 8", . . .) bevorzugt einstückig gefertigt sind.
9. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschluß des Aufbaukörpers (1) ein exzentrisches Verschlußelement (18) dient, das bevorzugt mittels einer Schraube (19) fixierbar ist.
10. Implantatbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einbringen des Implantatkörpers (1) in den Knochen und zu dessen Fixierung mittels Sägengewinde (2) eine bevorzugte exzentrische Einbringhilfe (19', 20', 21) dient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29919106U DE29919106U1 (de) | 1999-09-17 | 1999-10-30 | Implantatbausatz |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29916257 | 1999-09-17 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29919106U1 true DE29919106U1 (de) | 2001-02-08 |
Family
ID=8078967
Family Applications (1)
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| DE29919106U Expired - Lifetime DE29919106U1 (de) | 1999-09-17 | 1999-10-30 | Implantatbausatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29919106U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2153796A1 (de) * | 2008-08-14 | 2010-02-17 | Wieland Dental Implants GmbH | Heilkappe für ein Zahnimplantat |
-
1999
- 1999-10-30 DE DE29919106U patent/DE29919106U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2153796A1 (de) * | 2008-08-14 | 2010-02-17 | Wieland Dental Implants GmbH | Heilkappe für ein Zahnimplantat |
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Effective date: 20030501 |