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DE29916869U1 - Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge - Google Patents

Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge

Info

Publication number
DE29916869U1
DE29916869U1 DE29916869U DE29916869U DE29916869U1 DE 29916869 U1 DE29916869 U1 DE 29916869U1 DE 29916869 U DE29916869 U DE 29916869U DE 29916869 U DE29916869 U DE 29916869U DE 29916869 U1 DE29916869 U1 DE 29916869U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
braking device
signal
brake
energy
muscle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE29916869U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gustav Magenwirth GmbH and Co KG
Original Assignee
Gustav Magenwirth GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gustav Magenwirth GmbH and Co KG filed Critical Gustav Magenwirth GmbH and Co KG
Priority to DE29916869U priority Critical patent/DE29916869U1/de
Publication of DE29916869U1 publication Critical patent/DE29916869U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L3/00Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement Or Mounting Of Propulsion Units For Vehicles (AREA)

Description

AIAGURAf
--&Ggr;~&Tgr;__&Ggr;&Iacgr;_&Ggr;1--&Pgr;-
MUNZ-MAGENWIRTH GRUPPE
Gustav Magenwirth GmbH & Co.
Unser Aktenzeichen: S 3655
Anmelder-Nr: 1234579
Datum: 22.09.1999
Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge, insbesondere Kinderfahrräder oder Rollstühle und dergleichen, sowie eine Mehrheit von Fahrzeugen, von denen mindestens eines muskelkraftbetrieben ist und eine derartige Bremseinrichtung aufweist.
Bei gemeinsamen Ausfahrten einer Personengruppe, die aus verkehrserfahrenen Mitgliedern besteht, z. B. Eltern und Betreuern, und aus solchen, die wenig Erfahrung besitzen in der Einschätzung und im Umgang mit kritischen Verkehrssituationen, z. B. Kindern oder behinderten Menschen, erkennen die erfahrenen Personen oft eine drohende Gefahr früher als die unerfahrenen, z. B. wenn der Fahrweg in eine Vorfahrtsstraße mündet oder plötzlich stark abschüssig wird. Zurufe der erfahrenen Person, zu bremsen oder anzuhalten, werden manchmal nicht oder nicht rechtzeitig befolgt, so dass sich eine konkrete Gefahrensituation abzeichnet, der die erfahrenen Personen nicht mehr durch eigenes Handeln begegnen können. Sie können nur hoffen, dass alles gut geht.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebe Fahrzeuge, insbesondere Kinderfahrräder oder Rollstühle oder dergleichen vorzuschlagen, die die in der Nähe befindlichen erfahrenen Personen in die Lage versetzt, aktiv einzugreifen und eine Bremsung an dem Fahrzeug der unerfahrenen Person einzuleiten ohne deren Zutun.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Energiespeicher vorhanden ist, der die zur Betätigung der Bremse erforderliche Energie enthält, und dass diese Energie durch ein drahtlos übermitteltes Signal freisetzbar ist.
Auf diese Weise ist es möglich, dass bei den besagten gemeinsamen Ausfahrten erfahrener und unerfahrener Teilnehmer die erfahrenen bei gefährlichen Situationen mit einem an ihrem Fahrzeug befindlichen Geber ein Signal auslösen, so dass das Fahrzeug der zu betreuenden Person abgebremst und ein Unfall vermieden wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei einer Gruppe von Fahrradfahrern, z. B. Eltern mit Kindern, jeder Elternteil die Bremsung bei jedem Kind durchführen kann.
Die Erfindung kann weiterhin vorteilhaft angewendet werden, wenn Behinderte mit Betreuern unterwegs sind und die Behinderten ihren Rollstuhl zwar selbstständig bewegen, in kritischen Situationen jedoch nicht schnell genug reagieren, also bremsen können. Die Betreuer können die Behinderten dabei zu Fuß oder mit einem Fahrzeug begleiten.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Bremseinrichtung am Beispiel eines Kinder- und Elternfahrrades näher erläutert.
Am Elternfahrrad befindet sich ein von einer Batterie oder einem Akku gespeister Sender, der bei Betätigung ein Funksignal, ein Infrarotsignal oder ein Ultraschallsignal aussendet. Am Kinderfahrrad ist ein ebenfalls batterie- oder akkubetriebener Empfänger angebracht, der dieses Signal aufnimmt, ggf. verstärkt und zu einer Steuereinrichtung weiterleitet, die ihren Zustand verändert und so die gespeicherte Energie freisetzt.
Beispielsweise kann die Steuereinrichtung ein Zweistellungsventil sein, das bei Empfang des Signals die in einer Kohlensäurepatrone befindliche, unter Druck stehende Kohlensäure zu einem Druckumsetzer leitet. Dieser besteht im einfachsten Fall aus einem beidseitig geschlossenen Zylinder, mit einem darin befindlichen Kolben, der den Zylinderinnenraum in zwei abgeschlossene Räume teilt. Der eine Raum ist mit der Kohlensäurepatrone verbunden, der andere ist an die hydraulische Bremse des Fahrrades angeschlossen. Der Druck der Kohlensäure wirkt auf den Kolben und erzeugt somit einen Druck im Bremssystem, wodurch z. B. die Bremsklötze der hydraulischen Felgenbremse zur Anlage an die Felge gebracht werden und das Rad sofort abgebremst wird. Selbstverständlich kann der Druckumsetzer auch einen Stufenkolben haben, so dass der Druck der Kohlensäure zu einem höheren oder niedrigeren Bremsdruck führt.
Genauso ist es möglich, zur Speicherung der notwendigen Energie einen Federspeicher zu verwenden. Beim Eintreffen des Signals wird in diesem Fall mittels der Steuereinrichtung, die beispielsweise eine Klinke sein kann, die Arretierung der vorgespannten Federn aufgehoben, so dass diese mit ihrer Kraft auf die Bremseinrichtung des Fahrrads wirken können. Diese Bremseinrichtung kann eine hydraulische Felgen- oder Scheibenbremse sein, wobei durch die Kraft der freigegebenen Federn ein Geberzylinder den Bremsdruck erzeugt. Es kann jedoch auch eine seilzugbetätigte Bremse verwendet werden, bei der die Federkraft unmittelbar auf das Seil wirkt.
Um einen allzu abrupten Einsatz der Bremswirkung und damit ein heftiges Er- . schrecken des Kindes nach dem Auslösen des Signals zu vermeiden, wird vorzugsweise eine Dämpfeinrichtung vorgesehen. Bei der beschriebenen Anordnung, bei der Kohlensäure über einen Umsetzer einen hydraulischen Bremsdruck erzeugt, gibt es dafür mehrere Möglichkeiten:
In der Zuleitung von der Kohlensäurepatrone zum Umsetzer kann eine Drosselstelle angeordnet sein oder in der Zuleitung vom Umsetzer zur Bremse kann eine Drosselstelle eingebaut sein oder zwischen Patrone und Umsetzer kann ein zusätzliches Volumen vorhanden sein, das aufgefüllt werden muss und einen langsamen Druckaufbau bewirkt. Es ist offensichtlich, dass die Auslegung aller dieser Drosseleinrichtungen so erfolgen kann, dass, abhängig von den technischen Gegebenheiten wie z. B. Gewicht des Kindes, Art und Wirksamkeit der Bremse usw. ein bestmöglicher Kompromiss zwischen dem aus Sicherheitsgründen notwendigen schnellen Ansprechen und dem wegen der Gefahr des Erschreckens gewünschten verzögerten Ansprechen der Bremse gefunden werden kann.
Mit der erfindungsgemäßen Bremseinrichtung können auch mehrere Fahrzeuge einer Gruppe ausgestattet sein, wobei jede Bremseinrichtung von mehreren Stellen, z. B. von mehreren anderen Fahrzeugen aus betätigbar ist.

Claims (9)

1. Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge, insbesondere Kinderfahrräder oder Rollstühle und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Energiespeicher vorhanden ist, der die zur Betätigung der Bremse erforderliche Energie enthält, und dass diese Energie durch ein drahtlos übermitteltes Signal freisetzbar ist.
2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher ein Federspeicher ist mit einer durch das Signal auslösbaren mechanischen Rückhalteeinrichtung.
3. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher eine Kohlensäurepatrone ist mit einem durch das Signal auslösbaren Absperrventil.
4. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Energiespeicher und Bremse eine Drosseleinrichtung vorgesehen ist.
5. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das drahtlos übermittelte Signal von einem in der Nähe befindlichen Sender ausgesendet und von einem Empfänger an dem muskelkraftbetätigten Fahrzeug empfangen wird.
6. Bremseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Sender und Empfänger durch eine Batterie oder einen Akku gespeist werden.
7. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem drahtlos übermittelten Signal um ein Funksignal, ein Infrarotsignal oder ein Ultraschallsignal handelt.
8. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung eine hydraulisch betätigte Bremse ist.
9. Mehrheit von Fahrzeugen, von denen mindestens eines muskelkraftbetrieben ist und eine Bremseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-8 aufweist, mit einem Empfänger, der ein codiertes Signal empfangen kann, und von dem mindestens eines mit einem oder mehreren Sendern ausgerüstet ist, die je ein unterschiedlich codiertes, vom Fahrer auslösbares Signal aussenden können, wobei durch den Empfang des Signals die Energie des Energiespeichers freigesetzt und die Bremse des Fahrzeugs betätigt wird.
DE29916869U 1999-09-24 1999-09-24 Bremseinrichtung für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge Expired - Lifetime DE29916869U1 (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10017576A1 (de) * 2000-03-01 2001-09-13 Huber Marie Denise Michaela Ferngesteuerte Bremse für ein Fahrrad und Fahrrad mit einer solchen Bremse
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WO2009040099A1 (en) * 2007-09-25 2009-04-02 Bike Stoppa Ltd Emergency stopping system
DE102016114294B4 (de) 2016-08-02 2022-06-02 Mario Schütt Bremsvorrichtung, insbesondere für zwei- oder dreirädige Fahrzeuge

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