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DE29913416U1 - Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen an Gebäudewänden - Google Patents

Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen an Gebäudewänden

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DE29913416U1
DE29913416U1 DE29913416U DE29913416U DE29913416U1 DE 29913416 U1 DE29913416 U1 DE 29913416U1 DE 29913416 U DE29913416 U DE 29913416U DE 29913416 U DE29913416 U DE 29913416U DE 29913416 U1 DE29913416 U1 DE 29913416U1
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F21/00Implements for finishing work on buildings
    • E04F21/02Implements for finishing work on buildings for applying plasticised masses to surfaces, e.g. plastering walls
    • E04F21/06Implements for applying plaster, insulating material, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

se, 99220-DEU 5. August 1999
Lauterbach, Lothar 09125 Chemnitz
"Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen an Gebäudewänden"
V Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen
an Gebäudewänden, mit einer Flachduse, deren Austrittsöffnung etwa der Auftragsbreite angepasst und gegen die Gebäudewand richtbar ist, mit Führungselementen zur Führung der Flachdüse in einem vorgegebenen Abstand vor der Gebäudewand, mit einem Adapter für die Verbindung eines flexiblen Zuführschlauches mit der Flachdüse und mit einer Pumpe und einem umschaltbarem Ventil zur anpassbaren Zuführung des aufzutragenden dickflüssigen Stoffes aus einem Speicher.
Vorrichtungen der genannten Art sind allgemein bekannt. Sie werden zum Beschichten großer, meist ebener Flächen verwendet.
So zeigt z. B. das US 18 29 479 eine Vorrichtung zum Auftragen von Mörtel auf Wandflächen oder Böden, bei der eine Pumpe aus einem Vorratsbehälter oder Speicher den dickflüssigen Mörtel über einen Schlauch kontinuierlich über eine Flachdüse an die Wand fördert. Die Austrittsöffnung der Flachdüse wird allseitig durch ein zur Flachdüse stark geneigtes Streichbrett begrenzt, so dass die aufgetragene Schicht unmittelbar beim Auftragen und auch danach vorgeglättet wird. Die Flachduse ist, damit man entfernte horizontale Positionen oder auch hoch gelegene Stellen einer senkrechten Wand von einer einzigen Standposition aus erreichen kann, mit dem Schlauch über ein starres Rohr verbunden. Das starre Rohr erfüllt dabei die Funktion eines Führungsgriffes.
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Vorrichtungen dieser Art sind unbefriedigend, weil, bezogen auf eine senkrechte Wand, regelmäßig nur der obere Teil einer Gebäudewand mit einer von unten nach oben gerichteten Auftragsbewegung beschichtet werden kann. In flachen, begrenzten Nieschen im Bereich von Türen oder Fenstern ist eine solche Vorrichtung zur Beschichtung der Laibungen überhaupt nicht einsetzbar.
Durch die DE 44 40 111 C2 ist eine weitere Vorrichtung dieser Art bekannt geworden. Anstelle der Streichplatte ist hier nur unterhalb der Austrittsöffnung der Flachdüse ein einziger Streichschenkel vorgesehen. In Arbeitsrichtung vor der Austrittsöffnung überbrückt eine Deckleiste den Abstand zur noch unbeschichteten Wand. Beiderseits der Austrittsöffnung erstecken sich als Führungselemente dienende Wandabschnitte in Arbeitsrichtung einerseits bis in den Bereich des Streichschenkels und andererseits bis an die zu beschichtende Fläche.
Auch diese Vorrichtung ist nicht für das Beschichten von Laibungen im Bereich von Fenstern und Türen geeignet. Hier, nämlich bei der Beschichtung von Laibungen, ist es wichtig, dass mit dem Auftragen der Schicht auf die Laibung die meist rechtwinkelig anschließende Wandfläche - dort wo man oft eine Fasche anordnet d.h. etwa 10 cm von der Kante am Übergang zur Laibung - ebenfalls mit beschichtet werden muss. Das schließt ein, dass mit dem Auftragen des z. B. Armierungsmörtels auch die Kante mit ausgeformt werden muß.
Beim Auftragen von Armierungsmörtel oder Spachtel ist das deshalb notwendig, weil an der Kante anschließend ein Armierungswinkel mit zwei Armierungsgewebestreifen auf die Laibung und den genannten Wandbereich aufgelegt und und in den aufgetragenen Armierungsmörtel eingestrichen werden muss.
Dieser Forderung wird die Vorrichtung nach der DE 44 40 111 C2 nicht gerecht. Es ist nicht möglich, Mörtel auf die Wandfläche aufzutragen und während des Beschichtens die Kante an einer umlaufenden Laibung gleichzeitig auszuformen. Trägt man mit dieser Vorrichtung einen Oberputz auf, dann ist auch bei der Verwendung dieser Vorrichtung ein beschwerliches Nachformen der Kante nicht auszuschleißen.
Ein gleichzeitiges Ausformen der Kante ist deshalb nicht möglich, weil dann nicht beide Seitenflächen der Laibung mit der selben Vorrichtung bearbeitet werden können.
Für das Auftragen dickflüssiger Stoffe sind außerdem Vorrichtungen bekannt, bei denen ein an eine Austragsöffnung geförderter Mörtelstrom mittels Pressluft auf die Wand geschleudert wird ( z.B. DE 44 25 676 A1). Mit einer solchen Vorrichtung kann man große Flächen vom Boden bis in große Höhen unter Vermeidung von Lufteinschlüssen beschichten. Die Düse kann man einfach handhaben und auf jede beliebige Stelle der Wand richten. Das Problem des Ansetzens gibt es bei dieser Vorrichtung nicht.
Ihr Einsatz im Bereich von Laibungen und Kanten ist jedoch nicht möglich. Der Mörtel wird unkontrollierbar breit aufgetragen. Fenster und Türen, die beim Verputzen bereis eingesetzt sind, müssen großflächig abgedeckt werden. Das erfordert viel Zeit und einen erheblichen Materialaufwand. Die Abdeckfolien sind regelmäßig nicht wieder verwendbar. Aus diesem Grund werden die Laibungen beim Einsatz dieser heute allgemein üblichen Arbeitsweise regelmäßig manuell verputzt. Das ist zeitaufwendig und schließt die Verschmutzung der Fenster und Türen auch nicht vollständig aus.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit der es möglich ist, das Auftragen von Dickstoffen, wie Klebstoff, Spachtel, Armierungsmörtel und Oberputz auf Laibungen an Fenstern und Türen weitgehend zu mechanisieren und dabei eine hohe Qualität des Auftrages im Bereich der Kante am Übergang zur Wandfläche zu sichern.
Es ist auch zu gewährleisten, dass dabei die vorgeschriebene Länge der Überlappung des Armierungsgewebes im Bereich von Übergängen gewährleistet werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 auf überraschend einfache Art gelöst. Die winkelige Anordnung von zwei Flachdüsenabschnitten, dem sogen. Laibungsabschnitt und dem Faschenabschnitt (benannt nach der jeweiligen Zuordnung), in einer einzigen Auftragsebene und
• · &ngr; « .4 ■!»«
die zur Auftragsebene symmetrische Ausbildung der Querschnitte der Flachdüsenabschnitte im Austrittsbereich lässt es zu, durch einfaches Schwenken der Vorrichtung um die Längsachse des Laibungsabschittes, die beiden einander gegenüberliegenden senkrechten Laibungen und die angrenzenden Abschnitte der Wand (notwendig für die Sicherung der notwendigen Überlappung des Armierungsgewebes ) in einem einzigen Arbeitsgang mit Klebstoff, Armierungsmörtel oder Oberputz zu beschichten.
Die Kante am Übergang von der Laibung zur Wand braucht vom Grundsatz her nicht nachgearbeitet werden. Die Verteilung des Mörtels auf der genannten Fläche - in der vorgegebeben Schichtdicke zwischen 3 und 5mm beim Armierungsmörtel und von 1 bis 3 mm beim Oberputz - kann während des Auftragens des Mörtels jederzeit kontrolliert und korrigiert werden. Eine besonders gute Qualität der Kante wird mit der Ausführung nach Anspruch 2 erreicht.
Die Einstellbarkeit des Winkels &agr; zwischen der Laibung und der Wandfläche nach Anspruch 3 - macht die Vorrichtung auch für Sonderformen der Laibungen einsetzbar.
Die Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch 4 sichert einerseits die volle Funkionsfähigkeit bei gesicherter Schichtdicke und andererseits eine einfache Handhabung.
Die Veränderung der Länge - vorzugsweise des Laibungsabschnittes - nach Anspruch 5, gestattet das schnelle Reagieren auf meist nicht vermeidbare Abweichungen in der Realisierung der Tiefe der Laibung . Größere Abweichungen der Laibungstiefe oder andere Abmessungen der Fasche werden besser durch den Austausch von Flachdüsen abschnitten gewährleistet. Eine sinnvolle Ausführung der Stellvorrichtung definiert Anspruch 6. Mit der Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch 7 kann man sich in Ausnahmefällen auch auf die Beschichtung der Laibung allein beschränken. Die Gestaltung der Führungselemente nach Anspruch 8 sichert das schnelle Reagieren auf unterschiedliche Beschichtungsdicken. Außerdem stören dieselben
die Verteilung des Dickstoffes auf der Oberfläche nicht.
Die Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 9 kann die Kosten der Vorrichtung reduzieren. Verwendet man Kunststoff als Werkstoff wird die Vorrichtung leichter handhabbar.
Der Anspruch 10 modifiziert die konstruktive Gestaltung vorwiegend für die Einzelanfertigung.
Die Gestaltung der Austrittsöffnung nach Anspruch 11 unterstützt durch die gute Sichtbarkeit des austretenden Dickstoffes die Wahl der richtigen Geschwindigkeit des Auftrages.
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen,
Fig.: 1 die Grundform einer Vorrichtung zur Beschichtung von Laibungen
und Faschen in einem Schnitt in der Auftragsebene,
Fig.: 2 eine schmatische Darstellung des Einsatzes der Auftragsvorrichtung im Bereich eines Fensters ,
Fig.: 3 einen Querschnitt durch die Wand im Laibungsbereich bei üblicher
Laibungsform mit aufgetragener Armierungsmörtelschicht auf Laibung und Fasche,
Fig.: 4 einen Querschnitt analog zu Fig.: 3 mit eingestrichener Armierung
im Laibungs- und Wandbereich während des Auftragens des Oberputzes mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 5 und 6 analoge Darstellungen zu Fig.3 und 4 bei einer zur Normalen der Wandflache geneigten Laibung,
Fig.: 7 eine zweite Variante einer Auftragsvorrichtung, die in der Auftragsebene geschnitten ist, mit einstellbarem Faschenabschnitt,
Fig.: 8 eine Teildraufsicht auf eine Austrittsöffnung mit teleskopartiger
Einstellung der Länge des Laibungsabschnittes und
Fig. 9 u. 10 zwei Varianten von einstellbaren Führungselementen für die Führung der Vorrichtung an Laibung und Fasche.
Bevor der Aufbau und die Wirkungsweise der Vorrichtung beschrieben wird, scheint es nötig zu sein, die Begriffe der "Laibung" und der Tasche" zu definieren, weil ihre Verwendung nicht immer einheitlich ist.
Unter Leibung verstehen wir die Seitenwände von Nieschen oder Vertiefungen in Gebäudewänden, in die Fenster, Türen oder dgl. eingesetzt sind. Die Querschnitte der Leibungen sind nicht immer eben.
Unter Fasche verstehen wir einen schmalen Rahmen um die Nieschen oder Vertiefungen in der Wandebene. Sie können auf unterschiedlichste Weise im Querschnitt gestaltet sein. Im Vordergrund steht im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung deren Funktion hinsichtlich der notwendigen Überlappung des Verstärkungsgewebes am Armierungswinkel mit dem Armierungsgewebe der Wandfläche in den Rahmenbereich.
Die Vorrichtung zum Auftragen dickflüssiger, aushärtbarer Stoffe auf Flächen von Gebäuden soll zunächst anhand der Fig. 1 beschieben werden. Die Wand 1 wird im Bereich der Wandfläche und der Laibungsfläche zunächst in üblicher Weise mit Wärmedämmplatten 12 und 11 beschichtet. Dabei wird zwischen dem Fensterrahmen 4 und der Dämmplatte 11 eine Anschlagleiste 3 klebend eingefügt. Diese Anschlagleiste 3 hat mindestens einen Abschnitt Armierungsgewebe 31, der mit seinem Fußabschnitt in dieser fest verankert ist.
Die Dämmplatten 11, 12 besitzen jetzt ausreichend glatte und ebene äußere Flächen, die Laibungsfläche 13 und die Wandfläche 14, für das Aufbringen der Armierung 51, 52 und später des Oberputzes 53, 54.
Die Vorrichtung zum Aufbringen des Armierungsmörtels 51, 51' 52 besteht aus einer winkelig ausgebildeten Flachdüse 6, deren erster Flachdüsenabschnitt, der Laibungsabschnitt 61 mit seiner Austrittsöffnung 611 parallel zur Laibungsfläche 13 ausgerichtet werden kann. Den Abstand zu dieser Laibungsfläche 13 bestimmen die Führungselemente 7.
Im rechten Winkel &agr; dazu erstreckt sich der zweite Flachdüsenabschnitt, der sogen. Faschenabschnitt 62, dessen Austrittsöffnung 621 durch das Führungselement 7 im definierten Abstand vor der Wandfläche 14 geführt wird.
Die Zuführung des Armierungsmörtels 5 erfolgt hier zunächst durch den rohrförmigen Griffabschnitt 81 des Zuführschlauches 8, der mittels Überwurfmutter 82 mit dem Verbindungsabschnitt 633 des Adapters 63 der Flachdüse 6 verbunden ist.
Der Adapter 63 ist weiterhin mit einer rohrförmigen Muffe 631 für die Befestigung des Laibungsabschnittes 61 und einer ebensochen Muffe 632 für den Faschenabschnitt 62 versehen. Im Bereich der Austrittsöffnungen 611, 621 sind die Muffen 631 und 632 ebenfalls mit Austrittsöffungen 6311 und 6321 versehen, so dass ein gleichmäßiger Mörtelauftrag bis an die Kante zwischen Laibung und Wand bzw Fasche erfolgen kann.
Die Flachdüsenabschnitte 61 und 62 sind auf ihren Muffen 631 und 632 einstellbar und mittels Stellschrauben 613 und 623 feststellbar.
Die Arbeitsweise mit dieser Vorrichtung ist schematisch in Fig.: 2 gezeigt.
Auf einem Gerüstboden ist in der Regel fahrbar der Speicher 91 oder Vorratsbehälter zusammen mit einer Pumpe 9 angeordent. Die Pumpe 9 fördert den Mörtel über den flexiblen Zuführschlauch 8, wie vorn beschrieben, zur Flachdüse 6. Im Bereich des Griffabschnittes 81 können in ansich bekannter Weise ein schaltbares Ventil und Bedienelemente für die Steuerung des Fördervolumens der Pumpe 9 angeordnet sein (nicht dargestellt).
Der Arbeiter setzt die Flachdüse 6 am unteren Ende der linken Seite, der Laibung an und startet den Förderstrom des Mörtels durch das Einschalten und Regulieren der Pumpe 9. Entsprechend der Fördergeschwindigkeit der Pumpe 9 bewegt der Arbeiter die Flachdüse 6 nach oben und trägt den Mörtel in einer einigermaßen gleichmäßigen Schicht fließend auf Laibung und Fasche.
Hat der Arbeiter mit der Flachdüse die obere Ecke erreicht, wendet er die Flachdüse 6 mit ihrem Faschenabschnitt 62 nach oben und setzt die Auftragsbewegung nach rechts fort. Hat er die rechte obere Ecke erreicht, schaltet er die Mörtelzufuhr kurzzeitig ab, setzt ab und beginnt mit nach rechts gerichtetem Faschenabschnitt 62 von unten nach oben die Beschichtung der rechten Lei-
bung und des Faschenbereiches. Die Auftragsebene A der Flachdüse 6 ist dabei regelmäßig quer zur Bewegungsrichtung der Flachdüse gerichtet.
Besonders gute Ergebnisse werden, vor allem in den Eckbereichen, dadurch erreicht, dass die Begrenzungen der Austragsöffnungen 611, 621 mit nach außen gerichteten Wülsten 612, 622 versehen sind. Ein weiterer Vorteil dieser Wülste 612, 622 besteht darin, dass der Mörtelaustritt besser beobachtet und danach die Auftragsgeschwindigkeit der Flachdüse 6 besser bestimmt werden kann.
Die Figuren 3 bis 6 stellen die Art und Weise des Mötelauftrages bei zwei unterschiedlichen Laibungswinkeln &agr;, &agr;' dar.
In den Figuren 3 und 4 sind die Laibungsflächen regelmäßig im rechtenoder einem geringfügig kleineren (-2°) Winkel &agr; zur Wandfläche 14 ausgerichtet. Die Fig. 5 und 6 zeigen im stumpfen Winkel &agr;' zur Wandfläche ausgerichtete Laibungsflächen 13. Nachdem der Armierungsmörtel an der Laibungsfläche 13, 13" in einer etwa 4 - 5 mm starken Schicht 51 bzw 51' und im Faschen bereich an der Wandfläche 14 mit gleicher Schichtdicke bei 52 aufgetragen ist, wird zunächst der Armierungswinkel 2, 21 auf die Kante aufgesetzt. Die daran angefügten Armierungsgewebe 21, 21' und 22, 22' werden mittels glattem Streichwerkzeug in den noch weichen Armierungsmörtel 51, 52 eingedückt. Anschließend wird auch das Armierungsgewebe 31 der Anschlagleiste 3 in die Laibungsebene geschwenkt und eingestrichen. Jetzt beginnt der Aushärtevorgang des Armierungsmörtels.
Zwischenzeitlich wird die Armierung auf der gesamten Wandflache 14 durchgeführt. Das dabei aufgebrachte Armierungsgewebe 141 wird bis an die Kante zur Leibung herangeführt und überlappt auch das Armierungesgewebe 22, 22' um etwa 10 cm und wird mit diesem gemeinsam in Armierungsmörtel 52 eingebettet. Vergleichen Sie hierzu die Fig. 4 und 6.
Sind die dann glatten, armierten Flächen hart und stabil, wird der Oberputz 53, 53', 54 aufgetragen. Das erfolgt mit der selben Flachdüse 6 wie das Auftragen des Armierungsmörtels 51, 52. Lediglich die Führungselemente 7 werden auf die
dann andere Schichtdicke eingestellt und die Förderleistung der Pumpe 9 reduziert. Der Oberputz wird in einer Dicke von etwa 1 bis 2 mm aufgetragen. Wichtig ist dass das Armierungsgewebe an der Oberfläche nicht mehr sichtbar ist.
Sind Fördergeschwindigkeit der Pumpe 9, die Führungselemente 7 und die Bewegungsgeschwindigkeit der Flachdüse 6 genau aufeinander abgestimmt, entsteht eine nahezu glatte Oberfläche, die mit wenig Nacharbeit vor allem an den Kanten und in den Eckbereichen ihre entgültige Form erhält.
Die Fig. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform der Flachdüse 6. Sie ist insbesondere für um unterschiedliche Winkel &agr;' geneigte Laibungen 13' geeignet. Der Adapter 64 führt zunächst im Laibungsbereich den Laibungsabschnitt 61' wie der Adapter 63 den Laibungsabschnitt 61. Die Muffe 641 mit ihrer Austrittsöffnung 6411 entspricht der Muffe 631 und ihrer Austrittsöffnung 6311.
Geändert ist die Verbindung des Faschungsabschnittes 62' mit dem Adapter 64. Zur Einstellung des Winkels &agr;1 in einem Bereich zwischen 88° und etwa 120° hat der Adapter 64 eine Muffe für den Faschungsabschnitt 62', der als rohrförmiger Bogen 642 ausgebildet ist. Der Radius dieses Bogens erstreckt sich zum Schnittpunkt des Winkels &agr;1. Auf diesem rohrförmigen Bogen 642 wird teleskopartig ein angepasster Abschnitt des Faschenabschnittes 62' geführt und ist in einer einmal eingestellten Position mittels Stellschraube 623 fixierbar.
Das Einstellen des Leibungsabschnittes 61 hinsichtlich seiner Läge weist einige Sonderbedingungen auf. Die Austrittsöffnung 611, 6311 (Fig.1) sollte so gestaltet sein, dass stets eine annähernd gleiche Schichtdicke entsteht. Aus diesem Grunde überlappen sich in dem Stellbereich, wo sich Muffe 631 und Laibungsabschnitt 61 teleskopartig überlappen, auch die Wülste 6312 an der Muffe 631 mit den Wülsten 612 der Austrittsöffnug 611 des Laibungsabschnittes 61 (Fig. 9) so, dass der Abstand beider Wülste 6312 und 612 zur Laibungsfäche 13, 13' stets angenähert gleich ist.
Die Einstellung der Länge der Austrittsöffnung 611 wurde bisher nur in Bezug auf die Laibungsfläche 13, 13" beschrieben. Das ist der Regelfall. Die Art der Einstellung kann natürlich auch für den Faschungsabschnitt 62 verwendet wer-
den. Dort ist eine Einstellung dann angebracht, wenn unterschiedlich breite Faschen, meist ausgeformte Faschen erzeugt werden sollen.
Ein Austauschen der Flachdüsen abschnitte 61, 62 gegen solche mit deutlich anderen Abmessungen macht sich dann erforderlich, wenn im überwiegenden Teil des Flachdüsenabschnittes 61, 62 keine allmähliche Querschnittsveränderung nach außen hin mehr möglich ist.
Das Einstellen der Führungselemente 7 ist in den Fig. 9 und 10 beispielhaft beschrieben und dargestellt. Wesentlich für eine richtige Funktion dieser Elemente ist, dass sie an der Ecke des Richtungswechsels aus der Senkrechten in die Horizontale (siehe Fig. 2, links oben) weit in die Ecke hinein geführt werden können. Andererseits sollen diese Führungselemente 7 stabil und zuverlässig sein und mit wenigen Handgriffen auf eine andere Schichtdicke eingestellt werden können.
Beim Beispiel nach Fig. 9 hat das Führungselement 7 einen Gewindeschaft 71. Zwei Stellmuttern 72 erlauben hier die sichere Verstellung mit wenigen Handgriffen.
Das Beispiel nach Fig. 10 zeigt einen C-förmigen Federring T der mittels axial verschiebbarem Keil 73 unterschiedlich weite Auslenkungen erfährt.
Denkbar sind natürlich auch andere Formen der Verstellung. Ein exzentrischer Ring am, im Querschnitt runden Flachdüsenabschnitt 61 lässt sich mit einfachen Mitteln in unterschiedlichen Winkelpositionen fixieren. Sind entsprechende Lagermöglichkeiten gegeben, ist das eine sehr robuste und einfach handhabbare Stellvorrichtung für die Führungselemente 7.
In Ausnahmefällen kann es notwendig sein, z. B. den Faschenabschnitt 62 abzunehmen, wenn sein Bewegungsraum aus irgendeinem Grund begrenzt ist. In diesem Fall sorgt ein passender Verschluss, z. B. Korken das Abdichten des Adapters 63 oder 64 im Bereich der jeweiligen Muffe.
Bezuqszeichenliste Wand se, 99220-DEU
Armierungsgewebe (Wand) 3. August 1999
Dämmschicht (Laibung)
1 Dämmschicht (Wand)
10 Laibungsfläche ( zu Armieren)
11, 11' Wandfläche (zu Armieren)
12 Armierungsgewebe (Wand)
13, 13' Armierungswinkel
14 Armierungsgewebe
141 Armierungsgewebe
2, 2" Anschlagleiste
21, 21' Armierungsgewebe
22, 22' Fenster
3 Armierungsmörtel
31 Armierungsmörtel auf Laibung
4 Armierungsmörtel auf Wandabschnitt (Fasche)
Oberputz auf Laibung
51, 51' Oberputz auf Wandabschnitt (Fasche)
52, 52' Flachdüse
53, 53' Laibungsabschn itt, Flachdüsen abschnitt
54 Austrittsöffnung,
6 Wulst
61, 61' Stellschraube
611 Faschenabsch nitt, Flachdüsenabsch nitt
612
613
62, 62'
·· J *" ** ·· ·· Austrittsöffnung
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tH
Stellschraube
621 Adapter
623 Muffe für Laibungsabschnitt
63 Austrittsöffnung
631 Wulst
6311 Muffe für Faschenabschnitt
6312 Austrittsöffnung
632 Verbindu ngsabsch nitt
6321 Adapter
633 Muffe für Laibungsabschnitt
64 Austrittsöffnung
641 Muffe für Faschenabschnitt, rohrförmiger Bogen
6411 Austrittsöffnung
642 Verbindungsabschnitt
6421 Führungselement
643 Gewindeabschnitt
7,7 Stellmuttern
71 Stellkeil
72 Zuführschlauch
73 Griffabschnitt
8 Überwurfmutter
81 Pumpe
82 Speicher, Vorratsbehälter
9 Auftragsebene
91 Winkel
A
&agr;, &agr;'

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen an Gebäudewänden,
mit einer Flachdüse, deren Austrittsöffnung etwa der Auftragsbreite angepasst und gegen die Gebäudewand richtbar ist,
mit Führungselementen zur Führung der Flachdüse in einem vorgegebenen Abstand vor der Gebäudewand,
mit einem Adapter für die Verbindung eines flexiblen Zuführschlauches mit der Flachdüse und
mit einer Pumpe und einem umschaltbarem Ventil zur anpassbaren Zuführung des aufzutragenden dickflüssigen Stoffes aus einem Speicher, dadurch gekennzeichnet,
dass die Flachdüse (6) zwei winkelig zueinander angeordnete Flachdüsenabschnitte, nämlich einen Laibungsabschnitt (61, 61') und einen Faschenabschnitt (62, 62'), besitzt,
dass die Austrittsöffnungen (611, 621) beider Flachdüsen abschnitte (61, 62; 61' 62') in einer einzigen Auftragsebene (A) in einem vorgegebenen Winkel (α, α') gegeneinander gerichtet sind,
dass die Querschnitte der Austrittsöffnungen (611, 612) beider Flachdüsen abschnitte (61, 62) zur Auftragsebene (A) jeweils symmetrisch ausgebildet sind und
dass beide Flachdüsenabschnitte (61, 62) über einen Adapter (63, 64) mit dem Zuführschlauch (8) verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Austrittsöffnungen (611, 621) beider Flachdüsenabschnitte (61, 62) bis nahe an den Schnittpunkt des Winkels (α) erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen beiden Flachdüsen abschnitten (61, 62) zwischen 88 und 120° einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Flachdüsenabschnitt (61, 62, 62'), vorzugsweise der Faschenabschnitt (62), zum Zwecke des Einstellens des Winkels (α') am Adapter (64) entlang eines rohrförmigen Bogens (642) um die Kante zwischen Gebäudewand und Laibung teleskopartig verschiebbar und feststellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laibungssabschnitt (61, 61') der Flachdüse (6) teleskopartig ausgebildet und die Länge der Austrittsöffnung (611) einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (63, 64) eine parallel zur Austrittsöffnung (611) des Laibungsabschnittes (61) gerichtete Muffe (631, 641) hat, die im Bereich der Austrittsöffnung geschlitzt und im Querschnitt analog zur Austrittsöffnung (611) des Laibungsabschnittes (61) gestaltet ist und
dass der Laibungsabschnitt (61) auf dieser Muffe (631, 641) in Achsrichtung verschiebbar und feststellbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faschenabschnitt (62) vom Adapter (63, 64) abnehmbar und die dabei entstehende Öffnung am Adapter (63, 64) verschließbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (7) der Flachdüsenabschnitte (61, 62) zur Gebäudewand bzw. Laibung als Drahtbügel ausgestaltet sind und an der Außenseite der Flachdüsenabschnitte (61, 62) einstellbar befestigt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Laibungsabschnitt (61), der Faschenabschnitt (62) und der Adapter (63; 64) als Einheit ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Flachdüsenabschnitte (61, 62) mindestens am Verbindungsabschnitt (633, 643) des Adapters kreisförmig ausgebildet sind und sich bis zum äußeren Ende der Austrittsöffnung (611, 621) reduzieren.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseiten der Austrittsöffnungen (611, 621, 6312) wulstartig nach außen verstärkt sind.
DE29913416U 1999-08-05 1999-08-05 Vorrichtung zum Auftragen von dickflüssigen Stoffen an Gebäudewänden Expired - Lifetime DE29913416U1 (de)

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