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DE29909013U1 - Wärmepumpenanlage - Google Patents

Wärmepumpenanlage

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DE29909013U1
DE29909013U1 DE29909013U DE29909013U DE29909013U1 DE 29909013 U1 DE29909013 U1 DE 29909013U1 DE 29909013 U DE29909013 U DE 29909013U DE 29909013 U DE29909013 U DE 29909013U DE 29909013 U1 DE29909013 U1 DE 29909013U1
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heat
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DE29909013U
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HOOSE HEINZ
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Description

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• ·
14357/si/ad
Gebrauchsmusteranme1dung
Heinz Dieter Hoose, Gewerbestraße 9, 26349 Jaderberg
Wärmepumpenanlage
Wärmepumpenanlage, insbesondere Luft/Wasser-Wärmepumpenanlage zum Heizen und zur Warmwasserversorgung von Gebäuden, mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe, wobei die Luft/Wasser-Wärmepumpe einen Wärmepumpenkreislauf mit einem Verdampfer im Niedertemperaturkreislauf und mit einem Kondensator im Hochtemperaturkreislauf aufweist, wobei durch die Luft/Wasser-Wärmepumpe der zugeführten Luft Wärmeenergie entzogen wird und einem zu beheizenden Raum zugeführt wird.
Nach dem Stand der Technik ist bekannt, als Wärmespeicher im Nxedertemperaturkreislauf beispielsweise Grundwasser einzusetzen. Dabei wird das Grundwasser aus großen Tiefen, wo im allgemeinen ein höheres Temperaturniveau als an der Oberfläche herrscht, gefördert und dem Verdampfer der Wärmepumpe im Niedertemperaturkreislauf zugeführt, wo dem Grundwasser Wärme entzogen, und es dann wieder ins Erdreich zurückgeleitet wird. Hierzu ist ein umfangreiches Rohrleitungssystem notwendig, welches aufwendig und kostspielig in der Planung und der Verlegung ist. Außerdem werden, bedingt durch die meist geringe Temperaturdifferenz zwischen Grundwasser und Erdoberfläche, große Men-
gen an Grundwasser benötigt, um diesem die nötige Wärmeenergie zu entziehen um in dem Hochtemperaturkreislauf die gewünschte Temperatur zu erzielen. Dies hat zur Folge, daß das Rohrsystem des Niedertemperaturkreislaufes relativ schnell mit Kalk oder anderen im Grundwasser enthaltenen Verunreinigungen zusetzt. Ein Reinigen oder sogar Erneuern des Rohrleitungssystems ist zwangsläufig die Folge, was jedoch sehr aufwendig und teuer ist.
Als Wärmespeicher kann die Erdwärme auch indirekt genutzt werden. Dazu wird ein weit verzweigtes Rohrleitungssystem im Erdreich verlegt, in welchem in einem geschlossenen Flüssigkeitskreislauf, dem Niedertemperaturkreislauf die Erdwärme über einen Verdampfer an den Wärmepumpenkreislauf abgegeben wird. Dies hat den Vorteil, daß sich das Rohrsystem des Niedertemperaturkreislaufes nicht mehr mit Kalk oder anderen im Grundwasser enthaltenen Verunreinigungen zusetzen kann, es setzt aber ein äußerst weit verzweigtes Rohrleitungssystem im Erdreich voraus. In der Planung und in der Konstruktion ist dieses sehr aufwendig und teuer. Darüber hinaus kühlt sich nach einem langen kontinuierlichen Einsatz der Wärmepumpe das Erdreich im Bereich des dort vorhandenen Rohrsystems ab. Die Temperaturdifferenz zwischen Erdoberfläche und Erdwärme sinkt und damit auch der Wirkungsgrad der Wärmepumpe.
Es sind außerdem Wärmepumpenanlagen bekannt, die die Sonnenenergie über Sonnenkollektoren als Wärmespeicher nutzen. Diese Sonnenkollektoren sind meist auf Gebäudedächern angeord-
net. Dort sind sie den Witterungen, Hitze, Sonne, Regen und Schnee ausgesetzt. Eine hohe Wartungsanfälligkeit ist die Folge.
Weiterhin sind Luft/Wasser-Wärmepumpen bekannt. Diese kann man in Gebäuden aufstellen und auch davor und haben den Vorteil, daß nicht wie bei der Wasser/Wasser-Wärmepumpe, Brunnen gebohrt werden oder Rohrleitungssysteme im Erdreich verlegt werden müssen, da die Luft/Wasserwärmepumpe die Wärmeenergie aus der vorhandenen Luft im Niedertemperaturkreislauf dem Verdampfer zuführt, der dort die Wärmeenergie entzieht und diese über den Kondensator, der die Verbindungsstelle zu dem Hochtemperaturkreislauf darstellt, abgibt. Da im Hochtemperaturkreislauf ein höheres Wärmeenergieniveau erzeugt wird und diese Wärmeenergiedifferenz als Nutzwärme über den Wärmeverbraucher im Hochtemperaturkreislauf abgegeben wird. Da die Luft/Wasser-Wärmepumpe wirkungsgradmäßig sehr abhängig von der temperierten Außenluft ist, ist eine optimale Nutzung sehr schwierig, da bei Wärmeenergiebedarf an kälteren und an kalten Tagen, die Luft/Wasser-Wärmepumpe einen schlechten Wirkungsgrad aufweist. Bei Vereisungsgefahr schaltet die Luft/Wasser-Wärmepumpe komplett ab und ein zusätzlicher Wärmeenergieaufbereiter wird erforderlich. Dadurch ist die Luft/Wasser-Wärmepumpe nicht ganzjährig als monovalentes Heizsystem zu verwenden und nur als ein bivalentes Heizsystem.
Die Luft/Wasser-Wärmepumpe hat im Sommer und an wärmeren Tagen den Vorteil, daß zum Beispiel für die Warmwasseraufberei-
tung die Wärmeenergie aus der Luft genutzt wird und hier einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist, der jedoch mit zunehmender Kaltluft stetig abnimmt.
Ein weiteres bekanntes Heiz- und Lüftungs-System sind Klimaanlagen, welche aus Zuluft- und Abluftleitung bestehen, ergänzend je nach Anforderung kommen weitere technische Mittel (Bauelemente) zu der Anlage hinzu, diese können sein: Schalldämpfer, Wärmetauscher, Misch- und Verteilerkammern, Luftfilter, Radialventilatoren, Wärmetauscher, Tropfen-abscheider, Brandschutzklappen, Lufterwärmer, Jalousien, Lufteinlaß- und Luftauslaßteller oder Leisten, Kältemaschinen und Luftkühler.
Der Vorteil einer Klimaanlage besteht in der Reinhaltung der zugeführten Luft, da in der Luft vorhandene Verunreinigungen durch den Luftfilter herausgefiltert werden. Besonders Allergikern kommt eine Klimaanlage hier zugute. Gleiche Gesamtluftmengen für Zuluft und Abluft bewirken eine zugfreie Luftbewegung in den Räumen und stetig frische Luft. Nutzbar wird auch die passive Solarwärme in den Fensterbereichen und je nach Aufstellungsort, beispielsweise Dachbereich.
Ein weiterer Vorteil der Klimaanlage ist, daß die Nutzwärme, nicht wie bei einer herkömmlichen Heizungsanlage mit Radiatoren oder Plattenheizkörpern, trockene Luft in den Räumen abgibt, sondern durch den Umlaufluftbefeuchter die Luftfeuchte nach Bedarf angefordert werden kann, was zum Wohlsein des Menschen beiträgt, ebenso wie das ständige Be- und Entlüften der Wohnräume, wobei bei herkömmlicher Heizmethoden mit Radiatoren
zum Be- und Entlüften der Wohnräume, Fenster oder Balkontüren geöffnet werden, was mit sehr hohen Energieverlusten (ca. 25 3 0 % der aufbereiteten Energie) verbunden ist.
Um eine Klima bzw. Teilklima- oder Lüftungsanlage zum Heizen zu benutzen,.bedarf es eines oder mehrerer Wärmeerzeuger, dieses können sein, Öl- und Gasfeuerungskessel oder Elektroerhitzer, welche die erzeugte Wärme über den Lufterhitzer an die Luft in der Klimaanlage abgeben und diese erwärmte Zuluft wird über die Luftkanäle zu den Bestimmungsorten transportiert und dort über Auslaßkanäle als Nutzwärme abgegeben. Über die Abluftkanäle wird die Abluft wieder entsorgt, wobei im Regelfall zur Abkühlung der Abluft und Vorerwärmung der Zuluft diese über einen Wärmetauscher, kreuz strommäßig oder mit ein Wasserumlaufsystem geschickt werden, bevor die noch vorhandene Wärmeenergie an die Außenluft abgelassen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmepumpenanlage der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß ein besonders hoher Wirkungsgrad erreicht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Schutzanspruches 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Entscheidend ist, daß aus den zu beheizenden Räumen stammende Abluft dem Niedertemperaturkreislauf zugeführt wird, so daß die erzeugte Wärme nicht verloren geht und ein besonders geringes Temperaturgefälle zwischen der der Wärmepumpenanlage zugeführten Luft und dem angestrebten Temperaturniveau besteht.
Die wärmeenergiehaltige Abluft wird also auf der Niedertemperaturseite der Luft/Wasser-Wärmepumpe wiederverwertet und somit stetig ein hoher Wirkungsgrad erreicht. Die Anlage ist daher monovalent ganzjährig ohne Abtauautomatik einsetzbar, hat eine lange Lebensdauer und ist kostengünstig in Herstellung und Betrieb. Die Anlage kann auch räumlich in einen Gebäude angeordnet werden.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird die in der Luft/Wasser-Wärmepumpe gewonnene Wärme über einen Kopplungskreislauf an einen Wärmespeicher abgegeben. Vom Wärmespeicher aus wird über einen zweiten Kopplungskreislauf Wärmeenergie zu Lufterhitzern in verschiedenen Räumen geführt, wobei in den Kopplungskreisläufen jeweils ein Dreiwegemischer angeordnet ist und in den Räumen Thermostate angeordnet sind, die mit den Dreiwegemischern verbunden sind. Dadurch wird eine Einzelraumsteuerung ermöglicht, bei der jeder Raum für sich gesteuert werden kann.
In den Zuluftleitungen der Anlage, die die warme Abluft unter anderem zu dem Verdampfer des Niedertemperaturkreislaufes führen, ist bevorzugterweise ein Luftverteiler angeordnet, der so geregelt ist, daß die energiehaltige Abluft bei Wärmebedarf vollständig genutzt wird. Das heißt, daß dieser Luftverteiler verhindert, daß wärmeenergiehaltige Abluft nach außen abgegeben wird. Stattdessen wird die wärmeenergiehaltige Abluft zu ca. 5 0 % vom Luftverteiler einer Mischkammer zugeführt und über die Mischkammer zusammen mit Frischluft den zu heizenden Räumen zu-
geführt. Die weiteren ca. 50 % der wärmeenergiehaltigen Abluft werden dem Verdampfer im Niedertemperaturkreislauf zugeführt, wobei dieser wärmeenergiehaltigen Abluft Wärmeenergie entzogen wird und an den Wärmespeicher weitergegeben wird. Nach der gewünschten Aufheizung bzw. nach Aufhitzung eines Wärmespeichers ändert sich die Einstellung des Luftverteilers. In dem Fall, daß kein akuter Heizbedarf besteht oder der Wärmespeicher aufgeheizt worden ist, ist der Luftverteiler so gesteuert, daß etwa ein Viertel der wärmeenergiehaltigen Abluft über einen Wärmetauscher, insbesondere einen Kreuzstromwärmetauscher, nach außen abgegeben wird, wobei kältere Zuluft mit der wärmeenergiehaltigen Abluft gekreuzt und die kältere Zuluft erwärmt wird. Diese kältere und nunmehr erwärmte Zuluft wird einer Mischkammer zugeleitet und mit den übrigen etwa drei Vierteln der wärmeenergiehaltigen Abluft gemischt und in die zu erwärmenden Räume geleitet. Auf dieser Weise ist eine besonders effiziente Ausnutzung der Wärmeenergie gewährleistet und es wird ein hoher Wirkungsgrad erreicht.
Die verschiedenen Räume sind bevorzugt einzeln ansteuerbar, wobei mehrere Lufterwärmer direkt vor den oder in den jeweiligen Räumen angeordnet sind, so daß eine abschließende Lufterwärmung erst unmittelbar in den zu heizenden Räumen erfolgt.
Weiterhin ist es günstig, die Wärmepumpenanlage im flüssigkeitsseitigen Bereich, insbesondere im Bereich des Kopplungskreislaufes und des zweiten Kopplungskreislaufes für einen Betrieb im Unterdruckbereich auszulegen. Dadurch können die
Siedetemperaturen erniedrigt werden und Temperaturerhöhungen erreicht werden. Weiterhin ist es günstig, den Wärmespeicher, und den daran angeschlossenen zweiten Kopplungskreislauf mit Öl oder einem anderen Medium zu betreiben, das eine bessere Wärmeaufnahme und eine längere Abkühlzeit als Wasser hat.
Wesentliche Merkmale für die Erfindung sind dabei insgesamt, daß bei Energiebedarf der Luft/Wasser-Wärmepumpe im Niedertemperaturbereich über das Umschalten der Verteilungskammer nur die energiehaltige Abluft zum Verdampfer geleitet wird, wobei dieser energiehaltigen Abluft Energie entzogen wird, welche im Hochtemperaturkreislauf auf ein höheres Wärmeenergieniveau kommt, wobei diese Wärmeenergiedifferenz als Heizenergie über den Kondensator im Hochtemperaturkreislauf an den dort befindlichen Wärmespeicher, der auch als Pufferspeicher bezeichnet werden kann, abgegeben wird und vom Pufferspeicher geregelt nach Energiebedarf über Lufterhitzer an die Zuluft abgibt und diese erwärmt.
Diese erwärmte Zuluft wird mechanisch über Luftkanäle zu ihrem Bestimmungsort transportiert und tritt an den Auslaßkanälen als Nutzwärme in den Raum bzw. die Räume ein. Über Abluftkanäle wird die wärmeenergiehaltige Abluft abgesaugt, wobei diese teilweise nach Filterung erneut über die Mischkammer der Zuluft beigemischt wird. Der Teil der nicht benötigten Restwärme der Abluft wird bei Bedarf weiter in der Abluftleitung dem Verdampfer im Niedertemperaturbereich der Luft/Wasser-Wärmepumpe zugeführt, wobei der energiehaltigen Abluft im Nie-
dertemperarturbereich Energie entzogen wird. Nach Energieentzug im Niedertemperaturbereich durch den Verdampfer der Luft/Wasser-Wärmepumpe wird die abgekühlte Abluft über die Fortluftseite in die Umwelt wieder abgegeben. Bei Nichtbedarf der energiehaltigen Abluft durch die Luft/Wasser-Wärmepumpe wird die energiehaltige Abluft durch den Luftverteiler über einen Kreuzstromwärmetauscher geleitet, wobei hier die wärmeenergiehaltige Abluft abgekühlt und die kältere Zuluft vorgewärmt wird. Nach dem Wärmeenergieaustausch wird die abgekühlte Abluft der Umwelt wieder zugeführt.
Dies hat den Vorteil, daß die sonst noch wärmeenergiehaltige Abluft nicht ungenutzt an die Umwelt wieder abgegeben wird, daß die Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert werden, daß die Luft/Wasser-Wärmepumpenheizanlage im außenluftunabhängigen Verfahren ganzjährig monovalent ohne Abtauautomatik gefahren werden kann und einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist, da in diesem außenluftunabhängigen Verfahren die sonst benötigte unterschiedliche temperierte Außenluft, welche die Leistungsaufnahme und die Wärmeleistung stark beeinflußt, nicht zum Tragen kommt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels weiter erläutert. Die einzige Figur der schematischen Zeichnung zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Wärmepumpenanlage.
Die Wärmepumpenanlage weist eine mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnete Luft /Wasser-Wärmepumpe auf. Ein Wärmepumpen-
kreislauf 2 in der Luft /Wasser-Wärmepumpe 1 verbindet einen Verdampfer 3 und einen Kondensator 6 wärmetechnisch miteinander. Der Verdampfer 3 liegt in einem Niedrigtemperaturkreislauf 4, der an der Abluftleitung 23 angeordnet ist. Über diese Abluftleitung 23 wird im Niedertemperaturkreislauf 4 der Abluft über den Verdampfer 3 Wärmeenergie entzogen, die im Verdampfer 3 ein Kältemittel im Wärmepumpenkreislauf 2 zum Verdampfen bringt. Dieses Kältemittel wird in dem Wärmepumpenkreislauf 2 der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 komprimiert und damit auf ein höheres Wärmeenergieniveau gebracht. Im Hochtemperaturkreislauf wird über den Kondensator 6 diese Wärmedifferenz in einem im Hochtemperaturkreislauf befindlichen Kopplungskreislauf 7, in dem eine Förderpumpe Pl angeordnet ist, an einen Wärmespeicher oder Pufferspeicher 8 abgegeben und gespeichert. Zuluft 12 tritt über das Lüftungsgitter 11 ein und wird durch den Kreuzstromwärmetauscher 13 und einen Schalldämpfer 14 weitergeleitet. Die Zuluft 12 tritt dann in die Mischkammer 15 ein. Hier wird ein Teil von der wärmeenergiehaltigen Abluft 23 mit der vorgewärmten Zuluft 12 gemischt und in der Zuluftleitung 12 durch die Jalousieklappe 16 und ein Zuluftfilter 17 durch einen Ventilator 18 in einen Schalldämpfer 19 weitergeführt. Hinter dem Schalldämpfer 19 kann die Zuluftleitung 12 entsprechend der einzelnen Wohnräume oder der Wohnungssteuerung, wie zum Beispiel hier in zwei Zuluftleitungen 12, 12a, gesplittet werden, wobei jede dieser Zuluftleitungen 12, 12a in einem Zulufterhitzer 11, lla und Brandschutzklappen 20, 20a angeordnet sind.
Über einen zweiten Kopplungskreislauf 9, 9a im Hochtemperaturkreislauf vom Pufferspeicher 8 zu Lufterhitzer 11, 11a sind Dreiwegemischer 10, 10a sowie Förderpumpen P2, P2a angeordnet, wobei die ankommende, vorerwärmte Zuluft 12 im Lufterhitzer 11, 11a auf eine Temperatur gebracht wird, welche für die einzelnen Räume I/II über ein Raumthermostat 21, 21a angefordert wird, wobei die Dreiwegemischer 10, 10a die Aufgabe übernehmen, nur so viel Energie in Form von Heizungswasser beizumischen, wie vom Raumthermostat über das Steuerkabel 22, 22a angefordert wird. Nach Erwärmung der Zuluft 12, 12a im Lufterhitzer 11, 11a tritt diese wärmeenergiehaltige Zuluft 12, 12a über die Feuerschutzklappe 20, 20a in die Räume I, II als Nutzwärme ein.
Die wärmeenergiehaltige Abluft 23, 23a wird durch eine Brandschutzklappe 24, 24a und einen Schalldämpfer 25, 2 5a durch einen Luftfilter 26 und einen Radialabluftventilator 27 sowie eine Jalousieklappe 28 zur Mischkammer 15 abgezogen, wobei die Mischkammer 15 die Aufgabe übernimmt, einen Teil der wärmeenergiehaltigen Abluft 23 der Zuluft 12 beizumischen, wobei sich die anteilige Frischluft durch die Beimischung erhöht. Die Mischung besteht daher zu etwa 80 Prozent aus der etwa 230C warmen Abluft und zu ca. 20 Prozent aus der Zuluft (ausgehend von unterschiedlichen Außentemperaturen) . Die nicht beigemischte wärmeenergiehaltige Abluft 23 (etwa 20 Prozent bei 230C) wird durch den Luftverteiler 2 9 und einen Schalldämpfer 3 0 in den Wärmetauscher 13 geleitet, wobei hier der benötigte Anteil an
der Frischluft (ca. 20 Prozent), welche über das Zuluftgitter 11 eingebracht wird, erwärmt wird.
Bei Energiebedarf des Verdampfers 3 im Niedertemperaturbereich 4 der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 wird durch Schließen des Luftverteilers 29 die energiehaltige Abluft 23 gesplittet, wobei in verschiedenen Anteilen, abhängig vom Bauvolumen, energiehaltige Abluft 23 über die Mischkammer 15 der Zuluft zugeführt sowie der Luft/Wasser-Wärmepumpe im Niedertemperaturbereich 4 und nach Wärmeentzug durch den Verdampfer 3 über das Fortluftgitter 5 an die Umwelt abgelassen wird.
Wenn kein Energiebedarf des Verdampfers 3 der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 besteht, öffnet der Luftverteiler 2 9 für die Abluft 23, wobei sich die Anteile der Luftmenge verändern. Im Kreuzluftwärmetauscher 13 wird die anteilig ankommende kältere Zuluft 12 mit der abgeführten wärmeenergiehaltigen Abluft 23 gekreuzt, wobei die ankommende kältere Zuluft 12 vorgewärmt und die wärmeenergiehaltige Abluft 2 3 abgekühlt und über die Abluftleitung 23 durch das Abluftgitter 31 in die Umwelt zurückgegeben wird. Die erwärmte Zuluft 12 wird hinter dem Kreuzstromwärmetauscher 13 einem Schalldämpfer 14 zugeführt. Ein weiterer Schalldämpfer 13 ist dem KreuzStromwärmetauscher 13 vorgeschaltet, wobei durch diesen Schalldämpfer 13 die Abluft 23 geführt wird. Der Luftverteiler 29 und die Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 sind beide im Inneren des Gebäudes und benachbart zueinander angeordnet.
An wärmeren Tagen kann bei übermäßiger Raumtemperatur die Zuluft 12 statt erwärmt auch abgekühlt werden. Diese Aufgabe kann durch eine Kältemaschine oder die Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 in erweiterter Bauart selbst ausgeführt werden.
Vorteile der erfindungsgemäßen Wärmepumpenanlage sind, daß bei Heizbedarf keine unterschiedlich temperierte Außenluft im Niedertemperaturbereich 4 in dem Verdampfer 3 der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 zugeführt wird. Weiterhin ist es günstig, daß im Betrieb mit dem außenluftabhänigen Verfahren die Leistungsaufnahme, die Wärmeleistung und die Leistungszahl der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 durch die ankommende, konstante energiehaltige Abluft 23 für die Energieaufbereitung des Heizwassers und Heisswassers gleichbleibend sind und unterschiedliche, schwankende Außenlufttemperaturen keinen Einfluß auf die Leistungsaufnahme die Wärmeleistung und die Leistungszahlen haben. Weiterhin ist es vorteilhaft, daß im außenluftabhängigen Verfahren der Verdampfer 3 im Niedertemperaturbereich 4 der Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 durch die energiehaltige Abluft 23 nicht mehr vereisen kann und somit die Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 ohne Abtauautomatik ganzjährig als monovalentes Heizsystem eingesetzt werden kann. Weiterhin kann im außenluftabhängigen Verfahren durch die konstante energiehaltige Abluft 23 der Luftdurchsatz der derzeitigen Luft/Wasser-Wärmepumpe 1 im Niedertemperaturbereich 4 je nach Bauvolumen zwischen 40 bis 60 Prozent gesenkt werden, da aus kalter Luft keine Energie entzogen wird und durch Veränderung, Vergrößerung des Verdampfers 3 und Plattentausch mehr
Energie im Niedertemperaturbereich 4 aus der energiehaltigen Abluft 23 entzogen werden kann, wodurch der Einsatz dieses Verfahrens in kleineren Baukörpern möglich wird.

Claims (10)

1. Wärmepumpenanlage, insbesondere Luft/Wasser- Wärmepumpenanlage zum Heizen und zur Warmwasserversorgung von Gebäuden, mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe (1), wobei die Luft/Wasser-Wärmepumpe (1) einen Wärmepumpenkreislauf (2) mit einem Verdampfer (3) im Niedertemperaturkreislauf und mit einem Kondensator (6) im Hochtemperaturkreislauf aufweist, wobei durch die Luft/Wasser-Wärmepumpe (1) der zugeführten Luft Wärmeenergie entzogen wird und einem zu beheizenden Raum zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus den zu beheizenden Räumen stammende Abluft (23) dem Niedertemperaturkreislauf zugeführt wird.
2. Wärmepumpenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gewonnene Wärme über einen Kopplungskreislauf (7) an einen Wärmespeicher (8) abgegeben wird.
3. Wärmepumpenanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß vom Wärmespeicher (8) über einen zweiten Kopplungskreislauf (9, 9a) Wärmeenergie zu Lufterhitzern (11, 11a) in verschiedenen Räumen geführt wird,
daß in den Kopplungskreisläufen (9, 9a) jeweils ein Dreiwegemischer (10, 10a) angeordnet ist, und
daß in den Räumen Thermostate (21, 21a) angeordnet sind, die mit den Dreiwegemischern (10, 10a) verbunden sind.
4. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zuluftleitungen (23) ein Luftverteiler (29) vorgesehen ist, der so geregelt ist, daß die energiehaltige Abluft bei Wärmebedarf vollständig genutzt wird.
5. Wärmepumpenanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die energiehaltige Abluft zu ca. 50 Prozent vom Luftverteiler (29) einer Mischkammer (15) und den zu heizenden Räumen zugeführt wird und zu ca. 50 Prozent dem Verdampfer (3) im Niedertemperaturkreislauf (4) zugeführt wird.
6. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverteiler (29) so gesteuert ist, daß ohne Heizbedarf etwa ein Viertel der energiehaltigen Abluft über einen Wärmetauscher (13) geleitet wird, wobei kältere Zuluft (12) mit der wärmeenergiehaltigen Abluft gekreuzt und die kältere Zuluft (12) erwärmt wird.
7. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverteiler (29) so gesteuert ist, daß die ohne Heizbedarf etwa drei Viertel der wärmehaltigen Abluft in eine Mischkammer (15) geleitet werden und der Zuluft für die zu erwärmenden Räume beigemischt wird.
8. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß verschiedene Räume einzeln ansteuerbar sind,
daß mehrere Lufterwärmer (11, 11a) direkt vor den oder in den jeweiligen Räumen angeordnet sind.
9. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungskreislauf (7) und der zweite Kopplungskreislauf (9, 9a) für einen Betrieb im Unterdruckbereich ausgelegt ist.
10. Wärmepumpenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmespeicher (8) als Medium Öl aufweist.
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