DE29905857U1 - Vorrichtung zur Vermeidung kapillarer Wasserwanderung zwischen Mauerwerk und Putz - Google Patents
Vorrichtung zur Vermeidung kapillarer Wasserwanderung zwischen Mauerwerk und PutzInfo
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- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
- E04B1/64—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor for making damp-proof; Protection against corrosion
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Vermeidung von kapillarer Wasserwanderung
zwischen einem feucht/nassen, und/oder salzhaltigem Mauerwerk und einer Endbeschichtung (z. B. Putz); dabei werden das Mauerwerk und z. B.
das Putzsystem durch eine Trennlage kapillar voneinander getrennt.
Folien und ähnliche Trennlagen verschiedenster stofflicher Zusammensetzungen
werden im Baugewerbe verwendet, um beschichtete und u &eegr; beschichtete Mauerwerke
vor Eindringung von Luftfeuchtigkeit und Wasser zu schützen und damit deren schadhaften
Auswirkungen zu vermeiden.
Es sind aber auch Putztechniken bekannt (Merkblätter 1-85 und 2-2-91 vom WTA
Wissenschaftlich-Technischer Arbeitskreis für Denkmalpflege und Bauwerkssanierung
e.V., DIN 18550), bei denen der Putz aufgrund seiner stofflichen Zusammensetzung
und Gefügebeschaffenheit (hydrophobierter Kapillar- und Porenraum) den kapillaren
Wassertransport aus dem Bauteilinneren, z. B. Mauerwerk, in Richtung Oberfläche so
beeinflusst, dass in der Regel die Beschichtungsoberfläche (Putz, Farbanstrich) trocken bleibt und keine Folgeschäden entstehen. Die Folgeschäden durch Wasser
können gesundheitsschädliche Verschimmelungen oder Ablagerungen von wasserlöslichen
Salzen sein, welche Mauerwerk und Endbeschichtung zerstören.
Die Wirksamkeit eines solchen Putzsystems ist nur dann gegeben, wenn zum Zeitpunkt
der Putzarbeit und unmittelbar danach die Mauerwerksfeuchtigkeit so niedrig ist, dass der Putz rascher austrocknet, als aus dem Mauerwerk Feuchtigkeit (Wasser)
in den neuen Putz nachströmen kann. Nur dann kann sich die notwendige Gefügehydrophobierung
einstellen. Um dies zu gewährleisten, sind am Mauerwerk oft zusätzliehe,
umfangreiche und kostenträchtige bauliche Begleitmassnahmen zwingend
erforderlich; z. B. horizontale Wassersperren durch Injektion chemischer Stoffen,
und/oder Einbau horrizontaler Metallblechen, sowie Erstellung von Sickerleitungen.
Je nach baulicher Gegebenheit können solche Massnahmen entweder aus technischen und/oder Kostengründen nicht durchgeführt werden.
Kann eine notwendige Absenkung der Mauerwerksfeuchtigkeit nicht erfolgen, so füllt
sich der Poren- und Kapillarraum des neuen Putzes wiederum mit Wasser.
Oft enthält das zu verputzende alte Mauerwerk wasserlösliche Salze. Diese wandern
dann kapillar mit dem Wasser in den neuen Putz. Eine wirksame Kapillar-Inaktivität
des Putzgefüges (Hydrophobie) kann sich dann wegen der Belegung mit den wasserlöslichen
Salze nicht ausbilden. Erneute Schäden, wie oben erwähnt, sind dann unvermeidbar.
Diesen Nachteil will die Vorrichtung vermeiden.
Die Vorrichtung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe durch
die Verwendung einer Trennlage mit einseitiger oder beidseitiger Auflage von Filament/Noppen. Nur dadurch ist eine dauerhaft funktionierende Wirkung der Kapillartrennung
zwischen Mauerwerk und Endbeschichtung möglich. Auf das vorbereitete, eventuell normal verputzte Mauerwerk, wird diese Trennlage mittels Tellerdübel befestigt.
Die äußere Filament/ Noppenlage dient als Putzträger. Nur bei zu erwartender
besonders großer Last einer Endbeschichtung (z.B. Putz) kann auf der Aussenseite
der Trennlage ein Putztäger (Metallgitter) montiert werden. In diesem Fall erübrigt sich
die dann Verwendung einer Trennlage mit äußeren Filament/Noppen.
Anmachwasser vom frischen Putz kann nicht zum Mauerwerk gelangen, und Mauerwerksnässe
nicht zum Putz. Somit wird sicher verhindert, dass Wasser hin und her vagabundiert und wasserlösliche Salze in das frische, neue Putzgefüge einwandern.
Das Putzgefüge kann ungestört austrocknen und erhärten, und seine Kapillar-Inaktivität
(Hydrophie) aufbauen. Meist kann sogar dann auf die Verwendung einer teueren, speziellen Putzschicht (Sanierputzsystem) verzichtet werden.
Von ausschlaggebender Wichtigkeit und Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser
neuen Vorrichtung ist aber auch, dass das Trägermaterial der Trennlage (Gewebe/ Vlies) die Wasserdampfdiffusion in keiner Weise behindert. Dadurch wird der Mauerwerksfeuchtigkeit
die Möglichkeit gegeben, durch Diffusion über die neue, großflächige,
trockene Putzschicht zu entweichen. Die Verdunstungszone liegt auf der Mauerwerksoberfläche. Zwischen Mauerwerk und Filament-/ Noppentrennlage ist
reichlich Hohlraum vorhanden, wo sich die wasserlöslichen Salze schadlos ablagern
können.
Es ist aber eine größere Wirksamkeit und Erfolg gegeben, als im oben zitierten WTA-Merkblatt als Wirkprinzip eines Putzsystems beschrieben wird. Denn die erfindungsgemäße Vorrichtung kann große Mauerwerksfeuchtigkeit, Salzbelastung und ungünstiges Umgebungsklima zum Zeitpunkt der Putzausführung ohne Folgeschäden ignorieren, als dies ist mit einem anderen Putzsystem, ohne die genannten Begleit-
Es ist aber eine größere Wirksamkeit und Erfolg gegeben, als im oben zitierten WTA-Merkblatt als Wirkprinzip eines Putzsystems beschrieben wird. Denn die erfindungsgemäße Vorrichtung kann große Mauerwerksfeuchtigkeit, Salzbelastung und ungünstiges Umgebungsklima zum Zeitpunkt der Putzausführung ohne Folgeschäden ignorieren, als dies ist mit einem anderen Putzsystem, ohne die genannten Begleit-
maßnahmen und bedingten Zeitverzögerungen, möglich ist.
Wird anstelle des Gewebes/Vlieses der besprochenen Trennlage eine Folie u. ä.
verwendet, welche die Wasserdampfdiffusion in einem ausreichenden Maße nicht gewährleistet,
steigt die Mauerwerksfeuchtigkeit an. Infolge der Kapillarität des Mauerwerksgefüges
vergrößert sich flächenmäßig die Mauerwerksdurchnässung (horzontal wie vertikal); die Folgeschäden nehmen zu.
Selbst bei Verwendung einer geigneten, kapillar-inaktiven, diffusionsoffenen Folie,
welche aber direkt auf dem Mauerwerk aufliegt, wird die Kapillar-Inaktivität durch die
im neuen Putz befindlichen Netzmittel (Tenside) aufgehoben. Die Mauerwerksnässe
mit den gelösten Salze kann dann unbehindert in die neue Putzschicht einwandern.
Im Folgenden wird die Vorrichtung anhand einer Arbeitsausführung näher beschrieben.
Figur 1 zeigt einen Mauerwerksquerschnitt bestehend aus Natursteinen (1) und Mauermörtel (2) mit einer kapillar-verbundenen Putzschicht (3).
Figur 2 zeigt den gleichen Mauerwerksquerschnitt mit anmontierter neuer Trenn lage
Filament/Noppen (4) mauerwerksseitig, welche die kapillare Verbindung zwischen dem
wasserführenden Mauerwerk (1) und der neuen Putzschicht (8), mit Putzträger-Gitter
(5) unterbricht, sowie die Tellerdübel-Halterung (6).
In Figur 3 wird eine Trennlage mit beidseitigen Filament/Noppen (7), Tellerdübel-Halterung
(6), dargestellt. Die äußere Filament/Noppenlage fungiert als Träger für die
neue Putzschicht (8).
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Vermeidung von kapillarer Wasserwanderung zwischen Maueirwerk
und Endbeschichtung dadurch gekennzeichnet, dass ein Gewebe / Vlies, einseitig oder
beidseitig, eine fest verbundene Auflage in variabler Höhe aus Mono- und/oder 2Iwirnfilamenten
und/oder Noppen hat.
2. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Fasern, des Gewebes, des Vlieses, der
Mono- oder Zwirnfilamenten und der Noppen aus organischem, anorganischem - oder Gemische aus beiden - Material bestehen.
3. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe/Vlies als Trägermaterial für die Mono- oder
Zwirnfilamenten und Noppen aus diffusionsfähigem, aber kapillar-inaktivem Material
bestehen.
4. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillar-Inaktivität des Gewebes / Vlieses
bedingt sein kann durch die Verwendung von homogen-hydrophoben Fassern.
5. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillar-Inaktivität des Gewebes / Vlieses bedingt
sein kann durch eine äussere chemische oder physikalische Hydrophobierung der verwendeten Fasern.
6. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillar-Inaktivität des Gewebes / Vlieses bedingt
sein kann durch die Einlagerung von hydrophoben Feststoffsubstanzen in die Struktur
der Fasern des Gewebes / Vlieses. 7. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillar-Inaktivität des Gewebes / Vlieses bedingt
sein kann durch ihre stoffliche Zusammensetzung, Struktur und Schichtdicke.
8. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe / Vlies einlagig oder mehrlagig zusammengesetzt
sein kann.
9. Vorrichtung nach Schutzanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe / Vlies einen Wasserdampf-Diffusionswiderstand
sd-Wert < 1,0 m aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29905857U DE29905857U1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Vorrichtung zur Vermeidung kapillarer Wasserwanderung zwischen Mauerwerk und Putz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29905857U DE29905857U1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Vorrichtung zur Vermeidung kapillarer Wasserwanderung zwischen Mauerwerk und Putz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29905857U1 true DE29905857U1 (de) | 1999-08-12 |
Family
ID=8071644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29905857U Expired - Lifetime DE29905857U1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Vorrichtung zur Vermeidung kapillarer Wasserwanderung zwischen Mauerwerk und Putz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29905857U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008018081A1 (en) * | 2006-08-11 | 2008-02-14 | Uri Jeremias | Plastering method and system |
-
1999
- 1999-03-31 DE DE29905857U patent/DE29905857U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008018081A1 (en) * | 2006-08-11 | 2008-02-14 | Uri Jeremias | Plastering method and system |
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