DE29903815U1 - Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden Hubgeräts - Google Patents
Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden HubgerätsInfo
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Description
Herz System- und Anlagentechnik GmbH, Industriestr. 3-5, D29499 Zernien
Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden
Hubgeräts
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten
angreifenden Hubgeräts umfassend eine ortsfest an dem Hubgerät angeordnete Meßeinrichtung,
eine damit verbundene elektrische Steuereinrichtung und ein relativ zu der Meßeinrichtung
schiebebewegbar angeordnetes, infolge Tastberührung mit einem jeweiligen Objekt sich
verschiebendes Tastelement, wobei einer Mehrzahl von Schiebepositionen des Tastelements
voreinstellbare Schaltstellen der Meßeinrichtung zur Steuerung des Hubantriebs zugeordnet
sind. Derartige Steuervorrichtungen werden zum Erfassen der Höhenposition des Hubgerätes
vorgesehen, um Abgriff und Auflage von Teilen jeglicher Art insbesondere bei unterschiedlichen
Niveauflächen, zum Beispiel im Stapel, vorzunehmen. Insbesondere können pneumatisehe,
hydraulische und elektrische Hubantriebe gesteuert werden. Das Tastelement ist zumeist
als Taststößel vorgesehen, der beim Auftreffen auf ein zu ergreifendes Objekt sowie
beim Trennen desselben von dem Hubgerät verschoben wird. Damit ist insbesondere gewährleistet,
daß das Abfallen eines Objekts und das Erreichen eines Not-Stop-Zustandes erfaßt
werden können. Zumeist wird eine Schaltstelle des Schiebeweges auch genutzt, um zur
Annäherung des Hubgeräts an ein zu ergreifendes Objekt eine angepaßte Schleichfahrt auszulösen.
Eine bekannte, üblicherweise verwendete Vorrichtung umfaßt einen mechanischen Metallrohr-Stößel,
der in einer Führung läuft und an seinem oberen Ende mit einer durch ein Metallrohr
gebildeten Schaltfahne versehen ist. Entlang des Schiebeweges der Schaltfahne sind
mehrere in ihrer Höhenposition versetzbar und einstellbar angeordnete, induktiv arbeitende
Initiatoren positioniert. Beim Vorbeigang der Schaltfahne an dem jeweiligen Initiator wird
mittels elektrischer Steuerung eine zugeordnete Funktion ausgelöst, die den Hubantrieb steuert.
Die bekannte Vorrichtung weist eine Reihe von Nachteilen auf. Sie umfaßt eine Mehrzahl
von relativ massiven Bauteilen, wobei insbesondere die Metallrohr-Schaltfahnen und die Induktiv-Initiatoren
zu nennen sind, die nur in sehr beschränkter Zahl und aufgrund ihrer Dimensionierung
auch nur in relativ großen Abständen zueinander angeordnet werden können. Dies führt insbesondere bei Stößelbewegungen mit hoher Geschwindigkeit zu Problemen. Um
einen Schaltvorgang beim Passieren des Initiators zuverlässig auszuführen, muß die Metallrohr-Schaltfahne
relativ lang ausgeführt werden. Dadurch sind Einstellungsvorgänge und
-möglichkeiten erheblich erschwert bzw. eingeschränkt. Eine relativ lange Metallrohr-Schaltfahne
und/oder einzuhaltende Mindestabstände führen häufig zu Fehlfunktionen und erhöhen
infolgedessen die Störanfälligkeit. Auch unterliegt die bekannte Vorrichtung relativ großem
mechanischem Verschleiß, der insbesondere durch Abnutzung der Stößelführung bedingt ist.
Auch dadurch sind Funktionszuverlässigkeit und Betriebsgeschwindigkeit erheblich beeinträchtigt.
Infolge relativ langer und damit auch gewichtsmäßig schwerer Metallrohr-Schaltfahnen
lassen sich relativ geringe Höhenunterschiede nicht erfassen, so daß mit der bekannten
Vorrichtung keine befriedigende Anpassung und Betriebsoptimierung auf Objekte mit unterschiedlichen
Materialstärken nicht möglich sind.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Steuervorrichtung für den
Hub eines an Objekten angreifenden Hubgeräts zu schaffen, die hinsichtlich der Einstell- und
Betriebsmöglichkeiten sowie der Funktionszuverlässigkeit, der Bauform und der Rüstbarkeit
verbessert sein soll.
Erfindungsgemäß werden diese Ziele in Verbindung mit den Merkmalen der eingangs genannten
Vorrichtung dadurch gelöst, daß die Meßeinrichtung mit einer dem effektiven maximalen
Schiebeweg des Tastelements entsprechenden, über ihren Bereich die Schiebepositionen
des Tastelements stetig erfassenden Meßstrecke ausgestattet ist, und daß mit der Meßeinrichtung
eine elektronische Einstell- und Auswertschaltung verbunden ist, mittels derer wenigstens
eine Gruppe von vorgebbaren, gewünschten Schiebepositionen entsprechenden Schaltpunkten zur Steuerung des Hubantriebs einstellbar ist. Mittels der stetig, gleichmäßig
gemessenen Wegstrecke ist in Verbindung mit der Einstell-/Auswertschaltung praktisch jede
Schiebeposition des Tastelements sowohl auf einer sehr kleinen als auch einer relativ großen
Schiebestrecke erfaßbar, wobei die Einstell-/Auswertschaltung vorgesehen ist, um der Meßstrecke
nach Wahl eine Mehrzahl von elektronischen Markierungen zuzuordnen, die Schaltpunkte
zur Steuerung des Hubantriebs bilden. Infolge der stetigen Wegmessung können Schaltpunkte praktisch beliebig dicht, -großer Anzahl und sogar überlappend gelegt werden.
Den gewünschten bzw. gewählten Schaltpunkten werden mit üblichen elektronischen Mitteln
Schaltfunktionen zugeordnet. Auf diese Weise lassen sich Schaltabläufe und -Steuerungen
unter Vermeidung mechanischer Einstellungen allein durch elektronische Mittel, nämlich die
Programmierung der elektronischen Einstell-ZAuswertschaltung durchführen. Herkömmliche
mechanische Einstellungen und Verstellungen entfallen. Die Positioniergenauigkeit der elektronischen
Schaltpunkte ist besonders groß, so daß besondere Einstellarbeiten während des
Betriebs entfallen. Zum Ersatz oder zur Reparatur läßt sich die Steuervorrichtung schnell und
bequem austauschen, wobei Einstell- und Programmdaten der Ersatzvorrichtung genau und
einfach von der ausgetauschten Vorrichtung übernommen werden können. Die insbesondere
bei Hochgeschwindigkeitsbetrieb benötigte Schaltdauer zum Einleiten einer Schleichfahrt ist
in jedem Bereich der Meßstrecke durch die Wahl einer angepaßten Folge von praktisch auch
beliebig dicht setzbaren elektronischen Schaltpunkten frei einstellbar. Zudem zeichnet sich
die erfindungsgemäße Vorrichtung durch geringe Bauelementabmessungen aus, die zu einer
gewichtsmäßig leichten und infolgedessen für die schiebebewegbaren Teile verschleißarmen
und leichtgängigen Anordnung führen. Mit der stetigen Wegerfassung erfolgt eine Echtwerterfassung,
die zur Einstellung des Hubantriebes in Abhängigkeit von Wegen des Hubgerätes zur Anpassung an Art und Ort des zu transportierenden Objekts genutzt werden kann. Da ein
solcher Ablauf aufgrund der erfindungsgemäßen Meßanordnung mit hoher Geschwindigkeit
ausgeführt werden kann, ergeben sich im Langzeitbetrieb erhebliche Taktzeitverkürzungen.
Vorgabe und Einstellung der Schaltpunkte mittels der elektronischen Einstell- und Auswerteinrichtung
geben auch besondere Sicherheit gegen versehentliche Manipulationen und Verstellungen.
Auch soll darauf hingewiesen werden, daß die erfindungsgemäße Steuervorrichtung aufgrund der Beseitigung von herkömmlich massiven und gewichtsmäßig schweren
Bauteilen sowie aufgrund universeller, genauer und reproduzierbarer elektronischer Einstellung
in Greif-Hubvorrichtungen verschiedenster Art sowie zum Abgriff bzw. zur Auflage von
sehr unterschiedlich dimensionierten Teilen nutzbar ist. Insbesondere kann die Abtastung sehr
feinfühlig sowie an besonders weichen, verformfähigen und/oder beschädigungsempfindlichen
Materialoberflächen oder Teilen erfolgen. In Altanlagen kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung einfach, insbesondere ohne Eingriff in die vorhandene Antriebssteuerung, nachgerüstet
werden. Unter Verwendung von Hubeinrichtungen, die mit der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung ausgestattet sind, kann der Betrieb von Produktions- oder Bearbeitungsanlagen,
die nach Möglichkeit im Drei-Schicht-Betrieb gefahren werden sollen, erheblich besser
ausgelastet werden. Im ganzen trägt die erfindungsgemäße Vorrichtung wesentlich zur Erhöhung
der Betriebssicherheit, Vergrößerung produzierter Stückzahlen, Umrüstbarkeit auf andere
Produkte sowie Verringerung von Wartungstätigkeiten bei, wobei insbesondere Taktzeiten
und Rüstzeiten verkürzt, Wartungsarbeiten vermieden, Standzeiten erhöht und Betriebskosten
verringert werden.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist die Meßeinrichtung als elektronische Einrichtung
mit einem Meßgeber ausgebildet, der längs des gesamten zu erfassenden Schiebewegs des
Tastelements die Schiebepositionen stetig und derart berührunglos erfaßt, daß er physikalischen
Einfluß vorteilhaft mittels Magnetfeldes auf die elektronische Meßeinrichtung ausübt.
Dadurch ist besonders einfach und zweckmäßig erreicht, daß ein auf die Meßeinrichtung zu
ihrer Beeinflussung einwirkendes Teil, das mit dem Tastelement verbunden ist, sehr kleinbauend
und weitgehend unabhängig von Schiebegeschwindigkeit und Schaltpunktabständen ausgebildet
werden kann.
Das Tastelement kann besonders zweckmäßig und vorteilhaft als Stößeltaster in Form eines
stiftartigen dünnen Stabes ausgebildet werden. Dieser ist gewichtsmäßig besonders leicht und
erlaubt eine sehr genaue lokale Abtastung an insbesondere auch weichen Oberflächen.
Zweckmäßig ist das Tastelement mit einem zugeordneten Meßgeber an einem frei bewegbaren,
leicht gängigen Schlitten angeordnet, der längs der Meßstrecke in einer vorzugsweise an
der Meßeinrichtung angeordneten Gleitführung gleitbewegbar gehalten ist.
Besonders vorteilhaft ist es, das vorzugsweise stiftartige Tastelement in Richtung quer zu seiner
Erstreckung gegen federelastische Rückstellkraft fexibel auszubilden. Es kann zweckmäßig
durch eine mit ihren Windungen aneinanderliegende Zugfeder gebildet sein, zum Beispiel
durch eine handelsübliche V2A-Zugfeder, aber auch durch andere flexible Materialien wie
zum Beispiel Hartgummi oder geeignete Kunststoffe. Ein derart flexibles Tastelement weicht
beim seitlichen Auffahren auf ein Hindernis zur Seite aus, so daß es gegen mechanische Zerstörung
gesichert ist.
Eine besonders vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß
die Meßeinrichtung eine Ultraschallmeßeinrichtung mit einem auf die Laufzeit einer Ultraschallwelle
einwirkenden Magneten umfaßt, wobei der Magnet den Meßgeber des Tastelements bildet und längs der Meßstrecke gleitbewegbar gelagert ist. Eine derartige Ultraschall-Streckenmeßeinrichtung,
die als solche als handelsübliches elektronisches Bauteil erhältlich ist, erlaubt in besonders einfacher Weise die Ausbildung der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung
mit berührungslos wirkender, stetig erfolgender Messung.
Auf die genannten und weitere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind Unteransprüche gerichtet, und besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen
oder -möglichkeiten der Erfindungen werden anhand der folgenden Beschreibung der
in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es
zeigen
Fig. 1 bis 3 in schematischer Seitenansicht eine mit einer erfindungsgemä-
ßen Steuervorrichtung ausgestattete Hubvorrichtung in Aus
gangsposition (Fig. 1), Annäherungsposition (Fig. 2) sowie Greifposition (Fig. 3) und
Fig. 4 in schematischer Draufsicht die Meßeinrichtung mit Tastelement
im Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Eine in Fig. 1 bis 3 dargestellte Hubeinrichtung umfaßt einen an einem nicht dargestellten
Maschinengestell ortsfest angeordneten Hubantrieb 4 in Form eines Elektromotors sowie ein
mit diesem in vertikaler Richtung hin und her bewegbares Hubgerät 3. Dieses weist einen in
vertikaler Richtung sich lang erstreckenden Träger 32 auf, der in einer nicht dargestellten
Führung gehalten ist und an dem der Hubantrieb 4 mit üblichen mechanischen Angriffsmitteln
angreift. Der Träger 32 ist an seinem unteren Ende starr mit einem horizontal sich erstreckenden
Portal-Tragbalken 33 verbunden.
An den beiden Enden des Tragbalkens 33 ist jeweils ein Greifgerät 31 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
ist das Greifelement 31 durch einen pneumatisch betriebenen balgartigen
Saugnapf gebildet, der gegen Federkraft gegen den Tragbalken 33 ausweichlich gehalten ist.
Durch Absenken des Hubgeräts 3 greifen die beiden Greifelemente 31 auf im Stapel 5 liegende
flachförmige Objekte zu, die auf einer Palette 6 bereitgehalten werden. Im Ausführungsbeispiel
handelt es sich um Teppichmatten 51 in Form von Platten oder Fliesen, die nacheinander
bei sich verringernder Stapelhöhe von dem Stapel 5 abgenommen werden sollen. Anstelle
der Saugnapf-Greifer können andere Greifer wie z.B. Magnet- oder Klemmgreifer vorgesehen
werden.
An dem Tragbalken 33 ist eine erfindungsgemäße Steuervorrichtung 1 angeordnet. Diese umfaßt
eine parallel mit dem Träger 32 in Vertikal-Hubrichtung sich erstreckende Wegstrecken-Meßeinrichtung
11, die an dem Tragbalken 33 ortsfest angeordnet ist, eine mit der Einrichtung
11 elektrisch verbundene Einstell- und Auswertschaltungs-Einrichtung 12 sowie eine mit
dieser sowie mit dem Hubantrieb 4 elektrisch verbundene Steuereinrichtung 13.
«•-&ogr;·- j j· j &idigr; &iacgr;; !
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, weist die Meßeinrichtung 11 ein quaderförmiges, vertikal sich erstreckendes
Stabgehäuse 17 auf. An einer vertikal sich erstreckenden Längsseite des Stabgehäuses
17 erstreckt sich eine in Fig. 1 bis 3 nur gestrichelt dargestellte Gleitführung 14 in
Form einer im Profil U-förmigen Schiene, die in Vertikalrichtung mit einem durchgehenden
Längsschlitz offen ist. In die Schienenführung 14 greift ein Meßschlitten 15 ein, der ein in der
Schiene 14 unverlierbar gehaltenes Gleitelement 151 umfaßt. Zum Beispiel handelt es sich
um eine lose und frei gleitbewegbar längs der Schiene verschiebbare Platte, die den Schlittenkörper
trägt. An dem unteren, dem Stapel 5 zugewandten Ende des Gehäuses 17 ist die Schienenführung
14 mit einem Boden 141 geschlossen, der den Schlitten 15 in seiner tiefsten Position
hält.
Mit dem Schlitten 15 ist das obere Ende eines vertikal sich erstreckenden Tastelements 2 in
Form eines stiftartigen dünnen Stabes 21 fest verbunden. Der Stiftstab 21 ist zweckmäßig
durch eine flexible Schraubenfeder mit aneinanderliegenden Windungen gebildet, so daß der
Stab in Axialrichtung zwar steif ist, jedoch in Querrichtung flexibel ausweichen kann. Besonders
zweckmäßig kann der Stab 21 nur im Bereich der Verbindungsstelle mit dem Schlitten
15 mit einem federelastischen, die genannte Flexibilität gewährleistenden Element versehen
sein.
Der Stab 21 bildet einen Stößel taster, der im gehobenen, in Fig. 1 dargestellten Zustand des
Hubgeräts 3 unter eine durch die Greifflächen der Greifelemente 31 bestimmte horizontale
Ebene 30 ragt. Dadurch sind die Greifelemente 31 und das Tastelement 2 relativ zueinander
so angeordnet und gehalten, daß die Tastberührung des Tastkopfes 22 des Tastelements 2 mit
dem Objekt 51 erfolgt, bevor die Greifelemente 31 in Greifverbindung mit der Matte 51 gelangen.
Die Weg-Meßeinrichtung 11 weist eine über die Vertikallänge der Schienenführung 14 durchgehende
Meßstrecke 110 auf. Sie bildet den effektiven maximalen Schiebeweg des Tastelements
2, über den der Schlitten 15 aus seiner in Fig. 1 unteren Position in eine maximale obere
Position unter Gewichtskraft hebbar ist. In besonders bevorzugter Ausführung ist die Meßeinrichtung
11 durch eine elektronische Magnet-Ultraschallwellen-Meßeinrichtung gebildet,
die als solche als handelsübliches Meßgerät erhältlich ist. In den Meßschlitten 15 ist ein nicht
näher dargestellter, als Meßgeber arbeitender Magnet 16 eingelassen. Innerhalb des Meßge-
häuses 17 wird eine Ultraschallwelle erzeugt, deren Laufzeit in Abhängigkeit von der Ortsposition
des Magneten 16 verändert wird. Infolgedessen repräsentieren die Laufzeitänderungen
der Ultraschallwelle die Positionen des Meßschlittens 15 längs der Meßstrecke 110. Auf
diese Weise wird die momentane Position des Schlittens 15 und damit des Tastelements 2
stetig, also gleichmäßig, aber auch stufenlos erfaßt.
Die Einstell- und Auswertschaltung 12 ist, wie dies nicht dargestellt ist, mit Display und
Tastatur ausgestattet. Mittels dieser üblichen Anzeige- und Bedienelemente wird die Schaltung
12 zum Betrieb der Vorrichtung eingestellt und überwacht. Die Schaltung 12 umfaßt
eine mit Speichermitteln und Mikroprozessor ausgestattete Einstell- und Auswertelektronik.
Es können nur wenige, aber auch mehrere hundert Weg-Schaltdaten in Form von Schaltpunkten
gespeichert werden. Zum Beispiel ist es ohne weiteres möglich, einer Meßstrecke 110 mit einer Länge von 10 cm dreihundert Weg-Schaltpunkte zuzuordnen, die mit zugeordneten,
mittels der Schaltung 12 speicherbarer Programme gespeichert werden können. Zum Beispiel ist es erfindungsgmäß insbesondere möglich, eine Programmvielfalt von einem Programm
mit z.B. 300 Schaltpunkten bis zu 15 Programmen mit 20 Schaltpunkten vorzusehen.
Durch die stetige Wegmessung erfolgt ein elektrischer Vergleich der gemessenen Position mit
den eingestellten Schaltpunkt-Positionen, die im Fall der Übereinstimmung aktiviert werden.
Die Einstell- und Auswertschaltung 12 kann zweckmäßig auch unmittelbar die Steuerung für
den Motorantrieb und/oder nicht dargestellte Organe wie Ventile oder dergleichen bilden.
Zweckmäßig ist die Einstell- und Auswertschaltung mit Schaltungs- und Programmelementen
ausgestattet, die eine Fehler- und Störerkennung und -auswertung durchführen. So ist es mit
der erfindungsgemäßen Meßanordnung ohne weiteres möglich, zirBeispiel Fehlermeldungen
bei den Meßbereich überschreitenden Einstellungen vorzusehen und Störmeldungen sowie
gegebenenfalls Ablaufunterbrechungen bei nicht ordnungsgemäß arbeitendem Tastelement 2,
z.B. durch einen ausfallenden Meßgeber 16 und/oder bei elektrischen Verbindungsstörungen,
durchzuführen.
Anhand der Fig. 1 bis 3 wird im Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung der Betrieb mit
einer Gruppe von im wesentlichen vier Schaltpunkten I bis IV beschrieben. Jeder Schaltpunkt
ist durch seine elektronisch voreingestellte Höhenposition längs der Meßstrecke 110 bestimmt.
In Fig. 1 befindet sich das Hubgerät 3 in gehobener Ausgangsposition im Abstand Al von der
Ebene der obersten, vom Stapel 5 abzunehmenden Matte 51. Der Tastelement-Meßschlitten
15 nimmt die untere Anschlagsposition ein, der ein Schaltpunkt I zugeordnet ist. In diesem
Schaltzustand, der zur Steuerung des Antriebs 4 durch die elektronische Steuer- und Auswertschaltung
12 vorgegeben und ausgewertet wird, wird das Hubgerät 3 mit maximaler Geschwindigkeit
nach unten bewegt.
Nach Durchfahren der Strecke al stößt das Tastelement 2 mit seinem Tastkopf 22 auf die
Matte 51 auf, so daß es bei weiterer Abwärtsbewegung des Hubgeräts 3 gehoben wird, bis der
Meßschlitten 15 in die in Fig. 2 dargestellte Position gelangt, der der Einschaltpunkt &Pgr; zugeordnet
ist. In diesem Zustand können die Saugnäpfe der Greifer 31 bereits auf der Oberfläche
der Matte 51 aufgesetzt haben. Bei Erreichen des Schaltpunktes &Pgr; wird für das Hubgerät 3
eine Schleichfahrt eingeleitet, um mit zunehmender Abbremsung im Zusammenspiel mit den
gegen die Federn 310 zurückweichenden 31 Sauggreifern die Saugverbindung an der Matte
51 herzustellen. Der Portalbalken 33 befindet sich dann im Abstand A2 von der Mattenoberfläche
und im Abstand B2 von der stationären Antriebseinrichtung. Besonders vorteilhaft ist
es, daß anstelle des Schaltpunktes II eine Schaltstrecke II vorgesehen werden kann, die durch
eine Folge von Schaltpunkten, insbesondere einem Einschaltpunkt und einem Ausschaltpunkt
gebildet wird. Dadurch entsteht eine Schaltstelle, die zuverlässig auch bei mit hoher Geschwindigkeit
fahrendem Schlitten 15 anspricht.
Während der Schleichfahrt durchquert der Portalbalken 33 die Strecke A2 - A3, wobei der
Tastelement-Schlitten 15 in die in Fig. 3 dargestellte Position gelangt, die durch den elektronischen
Schaltpunkt HI bestimmt ist. Durch Erreichen dieses Schaltpunktes wird ein Programm
ausgelöst, das den Antrieb 4 durch die Schaltungen 12, 13 abschaltet, so daß sich die
Vorrichtung in einer Stop-Position befindet, in der die Greifer 31 durch vollständiges Herstellen
der Saugverbindung fest an der Matte 51 angreifen. Wie ebenfalls aus Fig. 3 ersichtlich,
ist eine Position oberhalb des Schaltpunktes &Igr;&Pgr; durch einen weiteren Schaltpunkt IV
bestimmt, dem die Funktion eines Not-Halts zugeordnet ist. Wird durch einen Defekt die
Stop-Position &Pgr;&Igr; überlaufen, so wird durch Wirksamwerden des Schaltpunktes IV eine Notabschaltung
ausgelöst.
Ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Greif-Position wird der Antrieb 4 durch seine Antriebssteuerung
umgekehrt, so daß das Hubgerät 3 die Matte 51 von dem Stapel 5 abhebt. Die
Hubeinrichtung kann dann in herkömmlicher Weise seitlich in Richtungen V verfahren werden,
um die Matte 51 in eine Produktions- oder B earbeitungs anlage zu fördern und dort abzulegen.
Beim Abheben des Hubgeräts 3 mit der Matte 51 von dem Stapel 5 können die Greiffedern
310 unter Beibehaltung der Saugverbindung wieder entspannt werden, wodurch der Tastelement-Schlitten
15 in eine Position unterhalb des Schaltpunktes EE gelangt. Sollte die Matte infolge einer Unregelmäßigkeit von den Greifern 31 abfallen, so wird die Bewegung des
Tastelements 2 nach unten freigegeben, und der Meßschlitten 15 gelangt dann in die Ausgangsposition
der Fig. 1. In diesem Zustand kann durch Aktivieren des Schaltpunktes I in Abhängigkeit von der Betriebsposition der Hubeinrichtung diese mit Störungsmeldung abgeschaltet
oder ein wiederholter Hub zur Aufnahme der abgefallenen Matte ausgelöst werden.
Zum Annähern des Hubgeräts &Igr;&Pgr; bzw. der Matte 51 an eine aufzunehmende Ablagefläche,
z.B. ein Förderband, wird die Steuervorrichtung 1 so vorbereitet und eingestellt, daß der Ablagevorgang
wiederum in Schleichfahrt mit bis zum Stillstand sich verringernder Geschwindigkeit
erfolgt, wobei die Sauggreifer 31 dann wirkungslos geschaltet werden. Auch diese
Vorgänge werden mit voreingestellten, zugeordneten Schaltpunkten längs der Strecke 110 der
Meßeinrichtung 11 eingeleitet und beendet, wobei jeder elektronische Schaltpunkt in Verbindung
mit weiteren vorgegebenen Parametern ein zugehöriges, in die Vorrichtung 1 geladene
Steuerprogramm für die Antriebssteuerung auslöst bzw. beendet. Es sei hier darauf hingewiesen,
daß der Hubantrieb auch durch hier nicht zu beschreibende übliche Direktmessungen an
dem Antriebsmotor gesteuert wird, wobei das Hubgerät insbesondere in fest vorgegebene
Positionen verfahren wird. Obgleich solche Funktionen grundsätzlich auch durch die erfindungsgemäße
Steuereinrichtung ausgeführt werden können, betrifft diese jedoch wesentlich die Antriebssteuerung durch Tastkontakt des Tastelements mit dem zu fördernden Objekt.
Selbstverständlich kann eine mit der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung ausgestattete
Hubvorrichtung z.B. auch zur Abnahme von Objekten von einer Ebene konstanter Höhe, z.B.
einem Förderband eingesetzt werden. Wesentlich ist, daß dem Schiebeweg des Tastelements
praktisch beliebig viele Schaltpunkte mit einfachen und manipulationssicheren Einstellmitteln
in gewünschter Anordnung und Dichte bzw. Schaltstellenlänge zugeordnet werden können,
wobei durch das Aktivieren der Schaltpunkte individuelle, in der elektronischen Einrichtung
speicherbare Programme, zum Beispiel fünfzehn an der Zahl, zur Antriebssteuerung ausgelöst
• · - Jjj -···· JJJi
werden können. Man erkennt, daß die mit der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung ausgestattete
Hubvorrichtung dadurch für eine Vielzahl von Anwendungen individuell eingestellt
und genutzt werden kann.
Claims (13)
1. Vorrichtung (1) zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten (51) angreifenden
Hubgeräts (3) umfassend eine ortsfest an dem Hubgerät (3) angeordnete Meßeinrichtung
(11), eine damit verbundene elektrische Steuereinrichtung (13) und ein relativ
zu der Meßeinrichtung (11) schiebebewegbar angeordnetes, infolge Tastberührung
(11) mit einem jeweiligen Objekt (51) sich verschiebendes Tastelement (2), wobei
einer Mehrzahl von Schiebepositionen des Tastelements (2) voreinstellbare Schaltstellen
der Meßeinrichtung (11) zur Steuerung des Hubantriebs (4) zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (11) mit einer dem effektiven maximalen Schiebeweg des Tastelements (2) entsprechenden, über ihren
Bereich die Schiebepositionen des Tastelements stetig erfassenden Meßstrecke (110)
ausgestattet ist, und daß mit der Meßeinrichtung (11) eine elektronische Einstell- und
Auswertschaltung (12) verbunden ist, mittels der wenigstens eine Gruppe von vorgebbaren,
gewünschten Schiebepositionen entsprechenden Schaltpunkten (I-IV) zur
Steuerung des Hubantriebs (4) einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung
(11) durch eine elektronische Meßeinrichtung mit einem an dem Tastelement
angeordneten Meßgeber (16) ausgebildet ist, der zur Meßerfassung elektronisch und damit berührungslos auf die Meßeinrichtung (11) einwirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung
(11) eine Ultraschallmeßeinrichtung mit einem auf die Laufzeit einer
Ultraschallwelle einwirkenden, den Meßgeber (16) bildenden Magneten umfaßt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tastelement (2) als Stößeltaster in Form eines stiftartigen Stabes (21)
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tastelement (2) aus Leichtwerkstoff besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung (11) eine vertikal sich erstreckende Meßstrecke (110)
aufweist und das Tastelement (2) unter Gewichtskraft ausweichlich schiebebewegbar
gelagert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenzeichnet,
daß das Tastelement (2) in Richtung quer zur seiner Längserstreckung gegen federelastische
Rückstellkraft flexibel ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tastelement (2) an einem mit einem Meßgeber (16) versehenen Schlitten (15)
angeordnet ist, der längs der Meßstrecke (110) in einer vorzugsweise an der Meßeinrichtung
(11) angeordneten Gleitführung (14) gleitbewegbar gehalten ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hubgerät (3) wenigstens ein Objekte (51) zum Heben aufnehmendes
sowie zur Ablage freigebendes Greifelement (31) umfaßt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche Ibis9, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein an dem Objekt (51) angreifendes Element (31) des Hubgeräts
(3) und das Tastelement (2) relativ zueinander so angeordnet und gehalten sind, daß die die Schiebebewegung auslösende Tastberührung des Tastelements (2) mit dem
Objekt (51) erfolgt, bevor das Angriffselement (31) in Wirkverbindung mit dem
Objekt (51) gelangt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein an dem Objekt (51) angreifendes Element (31) des Hubgeräts
(3) und das Tastelement (2) relativ zueinander so angeordnet und gehalten sind, daß sich beim Entfallen der Wirkverbindung zwischen Angriffselement (31) und
Objekt (51) die Schiebeposition des Tastelements (2) ändert.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Objekte (51) stapelbare Teile sind, die aufeinanderfolgend mit wenigstens
einem Greifelement (31) des Hubgeräts (3) von einem sich dadurch verkleinernden
Stapel (5) abnehmbar und/oder in einem sich dadurch erhöhenden Stapel (5) ablegbar
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstell- und Auswertschaltung (12) mit Schaltungs- und/oder Pro-
grammelementen ausgestattet ist, die eine Fehler- und/oder Störerkennung und -auswertung
durchführen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29903815U DE29903815U1 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden Hubgeräts |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29903815U DE29903815U1 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden Hubgeräts |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29903815U1 true DE29903815U1 (de) | 1999-07-15 |
Family
ID=8070246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29903815U Expired - Lifetime DE29903815U1 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Steuerung des relativen Hubs eines an Objekten angreifenden Hubgeräts |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE29903815U1 (de) |
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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|
| R163 | Identified publications notified |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20020725 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20050901 |