DE29903610U1 - Kamin - Google Patents
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Classifications
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Description
"Kamin"
Üblicherweise werden Kaminteile biegesteif durch Zuganker in Stoßfugen miteinander verbunden, wobei diese Verbindungsanordnungen, wie sie beispielsweise in der Patentschrift DE 42 44 344 C2 oder auch dem Gebrauchsmuster GM 298 19 495.3 beschrieben werden, eines gemein ist. In dem unteren Kaminteil werden Zuganker mittels Gewindehülsen bündig angeordnet und im öderen Kaminteil ragen Bewehrungsstaäbe in vier in den jeweiligen Ecken angeordnete Aussparungen hinein. In die unteren Gewindehülsen werden hülsenförmige Verbindungselemente eingeschraubt, die beim Zusammenfügen der beiden Kaminteile in den Aussparungen des darüber befindlichen Kaminteiles Platz finden. Zur Fixierung der Bewehrungsstäbe im Verbindungsmittel dienen sowohl Klemmschrauben, die radial angreifen, oder auch eingefüllte adhäsive Substanzen. Nachteilig bei dieser Art der Aus-
gestaltung ist, daß in dem oberen Kaminteil in den Ecken jeweils größere Aussparungen gefräst oder geschnitten werden müssen. Zudem müssen die Verbindungselemente lose zur Baustelle mitgeliefert werden und dort in einem zusätzlichen Arbeitsgang auf das zuerst gestellte Kaminelement in die oben bündig angeordneten Gewindehülsen geschraubt werden. Nach dem Zusammenfügen der Kaminelemente muß die Aussparung im Kamin aus optischen und technischen Gründen verschlossen werden.
Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, die Verbindungselemente so auszubilden, daß sie aufgrund ihrer äußeren Geometrie in die ohnehin in den Kaminformteilen vorhandenen Durchgangslöcher beziehungsweise Durchgangsöffnungen hineinpassen. Besonders vorteilhaft ist, wenn die Verbindungselemente kraftschlüssig mit den Zugstäben vor der Montage im Kami&eegr;formteil verbunden sind und so einstückig eingebracht werden können. Die Durchgangsöffnungen werden mit Mörtel gefüllt, so daß die Zuganker über Verbund mit den Formteilen verbunden sind. Vorteilhaft ist, daß nunmehr im zweiten Kaminformteil keine Aussparungen mehr angebracht werden müssen, sondern die Zuganker in den Durchgangsöffnungen aus dem unten bündigen Kaminformteil einfach herausragen können. Um die von der geometrischen Ausgestaltung kleinen Verbindungselemente mit der entsprechenden Maßhaltigkeit zu treffen, empfiehlt es sich, sowohl an den Verbindungsmitteln Vorrichtungen zur Zentrierung in der Durchgangsöffnung zu haben, als auch im Bereich, wo die Zuganker des zweiten Kaminformteiles aus dem Kaminformteil austreten. Als besonders wirtschaftlich hat es sich hier gezeigt, Blechformteile einzusetzen, die auf den Verbindungsmitteln angebracht sind und die im zweiten Kami&eegr;formteil die Zuganker mittig im Durchgangsloch halten.
Zum Versetzen der schweren Kaminformteile sind bisher Lastaufnahmemittel in die bündig eingebrachten Gewindehülsen an der Oberseite des unteren Kaminformteiles eingebracht worden. Diese
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Möglichkeit besteht auch bei der Erfindung, wenn die Verbindungsmittel an der Innenseite auch zur Erhöhung der Verbundwirkung mit dem Klebemörtel Gewinderillen aufweisen.
Die Wirtschaftlichkeit der Erfindung liegt darin, daß die Zuganker zentrisch eingebaut werden können und keine Aussparungen am zweiten Kaminformteil nötig sind, die nachher wieder verschlossen werden müßten. Die Montage geht schneller, da die Kaminverbinder bereits im angelieferten Kaminformteil beinhaltet sind. Das Anschlagen des schweren Kaminformteiles ist mit dieser Erfindung problemlos möglich. Insbesondere ist hier der größere Durchmesser des Verbindungsmittels im Gegensatz zur bisher benutzten dünnwandigen Gewindehülse günstig, was die Lasteinleitung in das Kaminformteil anbelangt. Mit einer Schädigung des Kaminteiles ist somit weniger zu rechnen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
einen Schnitt durch einen Teil der Kaminteile eines erfindungsgemäßen Kamins vor dem Zusammenbau,
Fig. 2
eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung nach dem Zusammenbau,
Fig. 3
eine vergrößerte Schnittdarstellung einer Einzelheit X der Fig, 2,
Fig. 4 Fig. 5
eine Variante zur Darstellung der Fig. 3,
ein Kaminteil während des Anhebens durch ein Hebezeug und
Fig. 6 eine vergrößerte Einzelheit Y der
Darstellung der Fig. 5.
Der erfindungsgemäße Kamin besteht, wie an sich bekannt, aus mehreren aufeinanderstehenden Formteilen 1. Diese Formteile können an sich eine beliebige Höhe aufweisen, sie können insbesondere aber auch die Höhe eines Geschoßes ausmachen. Zusätzlich zum Rauchgaskanal 2 besitzen die Formteile Durchgangsöffnungen beziehungsweise Durchgangslöcher 3, insbesondere in den Ecken der rechteckigen oder quadratischen Formteile. Diese Löcher 3 nehmen die Verbindungselemente 4 auf, die im wesentlichen aus den zugbeanspruchten Bewehrungsstäben 5 und den Hülsen 6 bestehen. Die Bewehrungsstäbe 5 ragen am unteren Ende aus den Formteilen 1 hervor, während die Hülsen 6 im wesentlichen mit der Oberfläche der Formteile bündig abschließen. Die Hülsen sind mit den Stäben durch übliche Verbindungstechniken verbunden, wie zum Beispiel durch Aufpressen, Anschweißen, Kleben, Schrauben oder Klemmen, wie insbesondere die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, sind die Hülsen 6 am oberen Rand mit einer Umbördelung 7 versehen, gegebenenfalls auch mit einer Scheibe 8, die bei der Montabe ein Hineinrutschen in das Durchgangsloch verhindert. Bei der einstückigen Ausbildung genügt ein bloßes Umbördeln. Für die Anordnung der Scheibe empfiehlt sich ein Anschrauben, Schweißen oder Kleben, gegebenenfalls auch eine spanende Bearbeitung.
Das untere Ende des Stabes 5 ragt in die Öffnung der Hülse 6 hinein und wird dort durch Verbindungsmörtel, wie zum Beispiel Kunststoffkleber oder Klebemörtel gehalten. Es empfiehlt sich, im oberen Bereich der verbindungsvorrichtung beziehungsweise der Verbindungselemente, insbesondere also an der oberen Öffnung der Hülse 6, vorrichtungen anzuordnen, die das Einfädeln erleichtern. Diese Vorrichtungen, die in der Zeichnung nicht näher dargestellt sind, sind zum Beispiel trichterartig gestal-
tet und können durch formgebende Mittel der Metallbearbeitung, wie Umformen oder spanende Bearbeitung, auch Schweißen oder Ankleben von Formteilen gewonnen werden.
Die Hülse 6 zeigt auf der Innenseite Rillen, vorzugsweise jedoch ein Gewinde. Diese Rillen oder Gewinde verbessern die Haftung des Klebemörtels oder dergleichen. Das Gewinde dient außerdem zum Anschlagen von Lastaufnahmemitteln, wie dies in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist. In die Hülse 6 kann beispielsweise eine Mutter 10 mit einem Flansch Il eingeschraubt werden, wobei die Mutter eine Innenbohrung 12 besitzt, zur Verbindung mit einem Anschlagmittel 13 eines Hebezeugs.
Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.
Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.
Claims (9)
1. Kamin, bestehend aus mindestens zwei aufeinderstehenden Formteilen, wobei benachbarte Formteile durch am Rand, insbesondere in den Ecken, angeordnete Verbindungselemente mit zugbeanspruchten Bewehrungsstäben miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (4) im wesentlichen in den Durchgangsöffnungen (3) der Formteile (1) angeordnet sind und die Zugelemente (5) aus dem zu verbindenden Formteil herausragen und in das andere Formteil, in die in den Durchgangsöffnungen eingebundenen Verbindunselemente, eingreifen, wobei die Verbindungselemente hülsenförmige Gebilde (6) sind, die durch ihren Außendurchmesser an die Durchgangsöffnung angepaßt sind.
2. Kamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß die Verbindung der herausragenden Stäbe (5) mit den Verbindungselementen in der Durchgangsöffnung durch Einbringen von Verbindungsmörtel (6), wie Kunststoffkleber oder Klebemörtel vorgenommen ist.
3. Kamin nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement im Durchgangsloch (3) unmittelbar mit dem im Durchgangsloch befindlichen Zuganker verbunden ist.
4. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß das Verbindungselement (4) an der Oberseite eine Vorrichtung (7) trägt, die ein Hineinrutschen in das Durchgangsloch bei Aufbringen von Zug an dem Zuganker verhindert.
5. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel (4) im Durchgangsloch (3) eine Bohrung trägt, die nur wenig größer ist als der einzubringende Zuganker (5) des zu verbindenden zweiten Formteils.
6. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß das zu verbindende Formteil herausragende Zuganker aufweist, die mit Hilfe von Zentriervorrichtungen so fluchtend eingebaut werden, daß sie den kleinen Innendurchmesser des Verbindungselementes (4) mit der erforderlichen Maßhaltigkeit treffen können.
7. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel im oberen Bereich eine Vorrichtung für das erleichterte Einfädeln aufweist.
8. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß das Verbindungsmittel (6) im Inneren Rillen zur Erhöhung der Klebewirkung trägt, die vorzugsweise als Gewinde ausgeprägt werden und dieses Gewinde auch zum Anschlagen von Laustaufnahmemitteln (13) mit Gewindeaubildung zum Anheben und Transportieren der Formteile (1) benutzbar ist.
9. Kamin nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gewinde des Verbindungsmittels (6) ein Adapterstück (10) zur Aufnahme eines vom Gewindedurchmesser kleineren Lastaufnahmemittels einschraubbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29903610U DE29903610U1 (de) | 1999-03-01 | 1999-03-01 | Kamin |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29903610U DE29903610U1 (de) | 1999-03-01 | 1999-03-01 | Kamin |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29903610U1 true DE29903610U1 (de) | 2000-07-13 |
Family
ID=8070092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29903610U Expired - Lifetime DE29903610U1 (de) | 1999-03-01 | 1999-03-01 | Kamin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29903610U1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2011018A (en) * | 1934-06-18 | 1935-08-13 | Harold E Smith | Chimney construction |
| DE29622481U1 (de) * | 1996-12-27 | 1998-03-19 | Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH & Co, 87700 Memmingen | Betonfertigteil und Zuganker |
| DE29819495U1 (de) * | 1998-11-02 | 1999-01-28 | Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH & Co, 87700 Memmingen | Kamin aus einer Mehrzahl von Formbetonsteinen |
| DE4344344C2 (de) * | 1993-01-11 | 1999-02-04 | Krauss Kaminwerke Muenchen Gei | Kamin mit mehreren, durch Verbindungsanordnungen biegesteif miteinander verbundenen Kaminelementen |
-
1999
- 1999-03-01 DE DE29903610U patent/DE29903610U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (4)
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