DE29900759U1 - Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen - Google Patents
Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären EinrichtungenInfo
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- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D9/00—Sanitary or other accessories for lavatories ; Devices for cleaning or disinfecting the toilet room or the toilet bowl; Devices for eliminating smells
- E03D9/02—Devices adding a disinfecting, deodorising, or cleaning agent to the water while flushing
- E03D9/03—Devices adding a disinfecting, deodorising, or cleaning agent to the water while flushing consisting of a separate container with an outlet through which the agent is introduced into the flushing water, e.g. by suction ; Devices for agents in direct contact with flushing water
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Description
Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären
Einrichtungen, indem bei jedem Spül Vorgang eine Teilmenge von einer in einer durch ein
poröses Element gegenüber der Spülflüssigkeit abgegrenzten Vorratskammer gespeicherten
flüssigen Konditionierungssubstanz in die Spülflüssigkeit eingegeben wird. Bei der
Konditionierungssubstanz kann es sich um desinfizierende und/oder luftverbesserende und/oder
reinigende und /oder färbende flüssige Wirkstoffe handeln, wie sie auf dem Mark verfügbar sind.
Bei einer bekannten gattungsgemässen Vorrichtung (EP-B-538957, EP-A-785315) tränkt die
Konditionierungssubstanz einen Schaumstoff in einer offenen Auffangschale für die
Spülflüssigkeit. Die in der Auffangschale zurückgehaltene Spülflüssigkeit wird daher
kontinuierlich mit einer geringen Menge der Konditionierungssubstanz während der Zeit
zwischen zwei Spülvorgängen vermischt. Die Kapillarwege, die die Konditionierungssubstanz
vom Vorratsgefasses bis zur anstehenden Menge an Spülflüssigkeit zurücklegen muss, sind
relativ lang, was leicht zu einem Unbrauchbarwerden der Vorrichtung durch Verstopfen der
Kapillarwege führen kann. Eine weitere Folge davon ist, dass die in der Spülflüssigkeit dosierte
Menge an Konditionierungssubstanz anfanglich zu hoch eingestellt sein kann, was ggfs. mit
einer unerwünschten Belastung der Umwelt verbunden sein kann. Bekannt ist auch eine
Konditionierungsvorrichtung (DE-A-19520145), die eine einen Füllraum der Vorrichtung
füllende Substanz von pastenförmiger Konsistenz enthält. Die Spülflüssigkeit wird bei jedem
Spülvorgang über die Oberfläche der Füllung geleitet, um dabei eine geringe Menge der
pastenförmigen Substanz mitzureissen. Es sind nicht nur Massnahmen gegen eine unerwünschte
Sumpfbildung erforderlich, sondern ausserdem ist auch eine gezielte Abstimmung der
Viskositäten der miteinander reagierenden Substanzen vorzunehmen, um eine gleichmässige
Wirkstoffabgabe zu gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfach ausgestaltete
Konditionierungsvorrichtung der gattungsgemässen Art zu schaffen, die mit flüssigen
Konditionierungssubstanzen gefüllt werden kann und über längere Gebrauchsdauer eine
gleichmässige Wirkstoffabgabe in die Spülflüssigkeit gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 gelöst. Das poröse, in der Strömungskammer angeordnete Element leitet die
flüssige Konditionierungssubstanz aus der Vorratskammer mit Kapillarwirkung über kurze
Wege in die Strömungskammer. Dabei entstehen an der inneren Oberfläche des porösen
Elementes eine Vielzahl von kleinen Tropfen der Konditionierungssubstanz, die mit der
Spülflüssigkeit weggerissen werden, sobald bei einem Spülvorgang ein kräftiger Strom an
Spülflüssigkeit durch die Strömungskammer fliesst. Dies gewährleistet stets gleichmässig
zudosierte Mengen an Konditionierungssubstanz. Eine Sumpfbildung wird in der Vorrichtung
vermieden, da in der Strömungskammer nach einem Spülvorgang keine Flüssigkeit zurückbleibt.
Die Vorrichtung erlaubt sowohl einen leichten Austausch des porösen Elementes als auch ein
problemloses Nachfüllen mit flüssiger Konditionierungssubstanz. Sie zeichnet sich daher durch
eine besonders günstige Gebrauchstüchtigkeit und einfache kostengünstige Fertigungsmöglichkeit aus. Sie kann ferner gemäss Weiterbildungen der Erfindung problemlos
ohne grössere bauliche Modifikationen mit porösen Elementen aus unterschiedlich beschaffenen
Materialien ausgestattet werden, so dass sie leicht an unterschiedliche Anwendungsbedingungen
angepasst werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform und der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäss aufgebaute Konditionierungsvorrichtung gemäss einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einer geschnittenen Ansicht,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Schnittlinie II -II in Fig. 1, und
Fig. 3 die Konditionierungsvomchtung nach Fig. 1 in einer Gesamtansicht bei
Betrachtung seitens einer Auslassöffnung.
Die Konditionierungsvorrichtung gemäss der Erfindung setzt sich zusammen aus einem in Fig. 2
mit dem allgemeinen Bezugszeichen 1 angedeuteten Basis- oder Unterteil und einem mit dem
allgemeinen Bezugszeichen 2 angedeuteten Ober- oder Deckelteil. Durch nicht näher
bezeichnete Verrastmittel kann der Deckelteil 2 mit dem Basisteil 1 verbunden werden. Der
Basisteil 1 und Deckelteil 2 sind vorzugsweise Formteile aus einem geeigneten Kunststoffmaterial, wie einem Polyolefin. Andere Mateialien können ebenfalls verwendet
werden.
Der Basisteil enthält, wie Fig. 1 und 2 zeigen, eine Strömungskammer 3 mit axial beabstandeten
Ein- und Auslassöffnungen 5 bzw. 6. Die Strömungskammer 3 ist durch eine rohrförmige Wand
4 umfänglich begrenzt. In einem oberen Abschnitt der rohrförmigen Wand 4 sind ein- oder
mehrere Durchtrittspassagen 7, 8 eingebracht, die eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren
der Strömungskammer 3 und einer oberen Vorratskammer 11 im Basisteil 1 schaffen, die die
Konditionierungssubstanz aufnimmt. Die Vorratskammer 11 ist umfänglich durch eine
Umfangswand 12 und bodenseitig wenigstens teilweise durch den oberen, die Durchtrittspassagen 7, 8 aufweisenden Abschnitt der rohrförmigen Wand 4 begrenzt. Die
Vorratskammer 11 kann durch den Deckelteil 2 nach oben hin fluiddicht verschlossen werden.
Im Deckelteil 2 kann eine Öffnung 13 vorgesehen sein, vgl. Fig 1 und 3, um die Konditionierungssubstanz in die Vorratskammer 11 einzufüllen.
Der Basisteil 1 weist ferner aussenumfanglich der Vorratskammer 11 eine schalenformige nach
oben sich öffnende Wand auf, die ein Vorflutbecken 9 zum Auffangen einer geeigneten Menge
an Spülflüssigkeit bei jedem Spülvorgang schafft. Das Vorflutbecken 9 steht, wie Fig. 1 zeigt,
mit der Einlassöffnung 5 der Strömungskammer 3 in Verbindung, so dass die im Vorflutbecken
9 angesammelte Spülflüssigkeit über die Strömungskammer 3 in ein Toilettenbecken oder dgl.
abgeführt werden kann.
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In der Strömungskammer 3 ist ein poröses rohrfÖrmiges Element 10 angeordnet, das wenigstens
längs der Durchtrittspassagen 7, 8 die Strömungskammer 3 innenumfanglich auskleidet, so dass
diese nach innen hin abgedeckt werden.
Das poröse rohrförmige Element 10 kann aus irgendeinem Material bestehen, das geeignet ist,
die über die Durchtrittspassagen 7, 8 dem porösen Element 10 zugeführte Konditionierungssubstanz in geringen dosierten Mengen in Richtung auf das Innere des porösen
Element 10 durch Kapillarwirkung zu leiten, so dass einerseits die Konditionierungssubstanz in
der Vorratskammer 11 überwiegend zurückgehalten wird und andererseits innenumfanglich des
porösen Elementes 10 sich geringe Mengen an Konditionierungssubstanz ansammeln, die bei
einem Spülvorgang von der durch die Strömungskammer 3 und das poröse Element 10 fliessenden Spülflüssigkeit mitgerissen werden.
Geeignete Materialien für das poröse Element 10 können z.B. offenporige Schaumstoffe,
Filzmaterial oder mit feinen Perforationen durchsetztes Folienmaterial mit z.B. einer
Porengrösse im Bereich von einem Bruchteil bis einigen &mgr;&eegr;&igr; sein. Auch Kombinationen
derartiger Materialien können vorgesehen werden. Es wurde beispielsweise festgestellt, dass ein
Folienmaterial mit einer Porengrösse von 1 &mgr;&eegr;&igr; eine ausreichende Durchlässigkeit auf einer
Fläche von ca. 15 cm2 für eine Konditionierungssubstanz, z.B. Zitronensäure, mit einer
Viskosität von 103 bis 104 mPA schafft. Es versteht sich für den Fachmann, dass die
Durchlässigkeit der für das poröse Element 10 verwendeten Materialien auf die Viskosität und
den Gefälledruck der jeweiligen in der Vorratskammer 11 bevorrateten
Konditionierungssubstanz durch einfache Versuche abgestimmt werden kann, um im Inneren
des porösen Elementes 10 für jeden Spül Vorgang eine geeignete Menge an Konditionierungssubstanz bereitzustellen.
Obschon die Erfindung vorausgehend anhand eines rohrförmigen porösen Elementes 10
beschrieben wurde, könnte stattdessen auch ein poröses Element vorgesehen werden, das
lediglich einen Teil der inneren Umfangsfläche der Strömungskammer 3 bekleidet, nämlich
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deren mit den Durchtrittspassagen 7, 8 versehenen Abschnitt. Als weitere Alternative könnte die
Strömungskammer 3 durch das poröse Element 10 zum Teil selbst definiert sein, indem
wenigstens der mit der Konditionierungssubstanz in der Vorratskammer 11 in Berührung
kommende Abschnitt der Wand 4 porös ausgebildet wird.
Vorzugsweise ist das poröse Element 10 nicht fest, sondern austauschbar in der
Strömungskammer 3 angeordnet.
Wie Fig. 1 und 3 weiter zeigen, kann am Deckelteü 2 ein Befestigungsbügel 14 angeformt sein,
mit dessen Hilfe die erfingungsgemässe Konditionierungsvorrichtung am Rand einer
Toilettenschüssel oder dgl. angehängt werden kann. Der Bügel könnte auch am Basisteil
angeformt sein. Das poröse Element 10 kann permanent oder austauschbar in der Strömungskammer 3 angeordnet sein. Diese und weitere sich dem Fachmann anhand der
gegebenen Lehre anbietende Modifikationen sowie Kombinationen von nicht ausdrücklich in
den Ansprüchen aufgeführten offenbarten Merkmalen der Erfindung sind deren Schutzbereich
zuzuordnen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen, indem
bei jedem Spül Vorgang eine Teilmenge einer in einer durch ein poröses Element gegenüber der
Spülflüssigkeit abgegrenzten Vorratskammer gespeicherten flüssigen Konditionierungssubstanz
in die Spülflüssigkeit eingegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Element (10) in
einer von der Spülflüssigkeit periodisch durchströmbaren Strömungskammer (3) mit Ein- und
Auslassöffnungen (5,6) für die Spülflüssigkeit angeordnet oder diese Strömungskammer durch
das poröse Element wenigstens teilweise begrenzt ist, so dass die Spülflüssigkeit beim
Durchströmen der Strömungskammer längs des porösen Elementes geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Element (10) aus
einem filzartigen Material oder offenporigen Schaumstoffaterial gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Element (10) aus
einem porösen Folienmaterial gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Element
(10) eine rohrförmige Konfiguration hat, wobei eines der axialen Enden des porösen Elementes
mit der Ein- und das andere axiale Ende mit der Auslassöffung (5,6) der Strömungskammer (3)
in Verbindung steht.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das poröse Element (10) austauschbar in der Strömungskammer (3) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eintrittsöffnung (5) der Strömungskammer (3) mit einem Vorflutbecken (9) für die
Spülflüssigkeit in Verbindung steht.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
ein wenigstens die Vorratskammer (11) oberseitig abdeckendes Deckelteil (2) und ein Bügel
(14) zum Einhängen der Vorrichtung in eine Toilettenschüssel vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29900759U DE29900759U1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29900759U DE29900759U1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29900759U1 true DE29900759U1 (de) | 1999-04-08 |
Family
ID=8068124
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29900759U Expired - Lifetime DE29900759U1 (de) | 1999-01-18 | 1999-01-18 | Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29900759U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002036895A1 (en) * | 2000-11-02 | 2002-05-10 | Jeyes Group Limited | Liquid delivery device |
| WO2006010946A1 (en) * | 2004-07-30 | 2006-02-02 | Quest International Services B.V. | Dispensing means for a liquid |
| EP1908886A3 (de) * | 2006-10-03 | 2009-11-25 | de Vries, Nicolette | Abgabevorrichtungen |
-
1999
- 1999-01-18 DE DE29900759U patent/DE29900759U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002036895A1 (en) * | 2000-11-02 | 2002-05-10 | Jeyes Group Limited | Liquid delivery device |
| US6691329B2 (en) | 2000-11-02 | 2004-02-17 | Brian Parry Slade | Liquid delivery devices |
| WO2006010946A1 (en) * | 2004-07-30 | 2006-02-02 | Quest International Services B.V. | Dispensing means for a liquid |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990520 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20020404 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20050204 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20070131 |
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| R071 | Expiry of right |