DE29900679U1 - Vortriebsrohr zur unterirdischen Verlegung von Rohrleitungen - Google Patents
Vortriebsrohr zur unterirdischen Verlegung von RohrleitungenInfo
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Description
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und Rohrleitungsbau GmbH & Co. KG
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Patentanwalt;··. J
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Peter Karthaus
Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Dieter v. Paczynski
Peter Karthaus
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Beschreibung
Vortriebsrohr zur unterirdischen Verlegung von Rohrleitungen
Die Erfindung betrifft ein Vortriebsrohr zur unterirdischen Verlegung von Rohrleitungen durch Rohrvortrieb, wobei
von einer in einem Preßschacht angeordneten Preßstation nacheinander einzelne Vortriebsrohre im Erdreich
vorgetrieben und gegebenenfalls unter Verwendung von den Rohrstrang in Sektionen einteilenden Zwischenpreßstationen
zu einer eine Gelenkkette bildenden Rohrleitung aneinandergereiht werden.
Beim unterirdischen Rohrvortrieb wird bekanntermaßen von einer in einem Preßschacht oder Startschacht angeordneten,
vorzugsweise hydraulisch angetriebenen Preßvorrichtung zunächst ein auf einer Gleitbahn befindliches Stahlschild
oder ein Schneidschuh oder eine Tunnelvortriebsmaschine als Vortriebsspitze durch eine in der vorderen
Schachtwand befindliche Öffnung in den Boden gepreßt. Nacheinander werden auf diese Weise einzelne Vortriebsrohre
unter Bildung eines Rohrstranges in den Boden gedrückt, wobei sich die Vortriebsrohre an ihren Stirnseiten
jeweils unter Zwischenschaltung einer verformbaren Zwischenlage aneinander abstützen, um die Preßkraft auf
das in Vortriebsrichtung jeweils davorliegende Vortriebsrohr und damit auf die bereits im Erdreich befindliche
Rohrleitung zu übertragen. An den aneinanderstoßenden Enden der Vortriebsrohre sind Dichtungen vorgesehen,
um einen zwar in sich beweglichen, aber dichten Rohrstrang zu schaffen. Auf diese Weise ist es theoretisch
möglich, eine beliebig lange, aus Einzelrohren gebildete Rohrkolonne in den Boden zu pressen, während an
der Vortriebsspitze mit dem Schild gleichzeitig der erforderliche Materialabbau erfolgt.
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Mit dem Anwachsen der Vortriebslänge steigen aufgrund der größer werdenden Rohrreibung auch die Preßkräfte, die jedoch
durch die Belastbarkeit der Vortriebselemente und der rückwärtigen Schachtwand begrenzt sind. Um die Rohrkolonne
dennoch weiter im Boden vortreiben zu können, werden in bestimmten Abständen zwischen zwei benachbarten
Vortriebsrohren Zwischenpreßstationen angeordnet, die die Rohrkolonne in Sektionen unterteilen, so daß mit den Zwischenpreßstationen
jeweils einzelne Sektionen der Rohrkolonne, bei denen die Reibung am Außenumfang geringer als
am gesamten Rohrstrang ist, vorgetrieben werden können.
Die bekannten Vortriebsrohre bestehen zumeist aus Stahlbeton
und weisen daher an den Stirnseiten eine ausreichend große Kraftübertragungsfläche zwischen aneinandergrenzenden
Vortriebsrohren bzw. zwischen einem Vortriebsrohr und einer Hauptpreßstation bzw. Zwischenpreßstation
auf. Die bewegliche Verbindung der einzelnen Vortriebsrohre an den Stirnseiten über Dichtungselemente sorgt
auch für die gewünschte Flexibilität des gesamten Rohrstranges und dessen Ausbildung als Gelenkkette, so
daß über den Schneidschuh an der Vortriebsspitze die Vortriebsrichtung gesteuert werden kann.
Nachteilig beim Rohrvortrieb mit derart ausgebildeten Vortriebsrohren ist jedoch die Tatsache, daß durch größere
Richtungsänderungen während des Vortriebes oder bei erhöhtem Innendruck, z.B. bereits bei der Dichtheitsprüfung
des Rohrstranges unter erhöhtem Innendruck oder beim Transport von flüssigen oder gasförmigen Medien unter
Druck, in dem gelenkigem Rohrstrang Zugkräfte auftreten, die mit Abdichtungsproblemen an den Rohrstößen verbunden
sind.
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Zur Vermeidung der genannten Nachteile könnte die Verwendung von aus Stahl bestehenden, miteinander verschweißbaren
Vortriebsrohren eine Alternative zu den oben beschriebenen Rohrvortriebsverfahren mit Stahlbetonrohren
darstellen. Dazu müßten die Enden der jeweils im Preßschacht befindlichen Vortriebsrohre vor dem Preßhub miteinander
verschweißt werden, so daß ein zwar dichter, aber starrer Rohrstrang im Erdreich vorgetrieben wird.
Solche Vortriebsrohre sind jedoch für lange Vorpreßstrecken nicht geeignet, weil die Vortriebsrichtung ab
einer bestimmten Stranglänge aufgrund des starren Rohrstranges nicht mehr steuerbar ist, die auf den
Rohrstrang aufzubringenden Preßkräfte durch die Belastbarkeit der Schweißnähte zwischen den aneinanderstoßenden
Vortriebsrohren begrenzt ist und die bei langen Rohrsträngen aufgrund der Reibung an der Rohroberfläche notwendigen
hohen Preßkräfte nicht durch den Einbau von Zwischenpreßstationen gemindert werden können, da die kleinen
Stirnseiten der Vortriebsrohre aus Stahl nicht geeignet sind, die von den Zwischenpreßstationen ausgeübten
Kräfte aufzunehmen und zu übertragen. Der erforderliche Schweißvorgang im Preßschacht hätte zudem eine längere
Unterbrechung des Vortriebsvorganges zur Folge.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Vortriebsrohr anzugeben, mit dem auf Zug- und Druckkräfte
beanspruchbare, in der Richtung steuerbare, lange und dichte Rohrstränge hergestellt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Vortriebsrohr
gelöst, daß durch einen Verbund aus einem dünnwandigen Innenrohr und einem Rohrmantel, dessen Stärke zur Aufnahme
und Übertragung der Preßkräfte ein Vielfaches der Wandstärke des Innenrohres beträgt, gekennzeichnet ist,
wobei die Innenrohre bezüglich der Wandstärke so dimensioniert sind, daß sie im Betriebszustand dem auf diese
wirkenden Innen- und Außendruck auch ohne Rohrmantel standhalten und im Rohrstrang benachbarte Innenrohre
kraftschlüssig miteinander verbindbar und benachbarte Rohrmäntel mit Hilfe von Dichtelementen zueinander abgedichtet
sind.
Mit dem so ausgebildeten Vortriebsrohr können Rohrleitungen in der gewünschten Länge und mit der Möglichkeit der
Steuerung der Bewegungsrichtung des Rohrstranges durch Rohrvortrieb unterirdisch verlegt werden. Gleichzeitig
wird ein längskraftschlüssig verbundener, homogener Rohrstrang geschaffen, der auch bei in axialer und
radialer Richtung wirkenden Kräften in sich stabil bleibt und keine Abdich-tungsprobleme bereitet.
Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Rohrsystem aufgrund
seiner inneren und äußeren Abdichtung auch zur Anwendung in Wasserschutzzonen geeignet, und zwar als Ersatz für
die dort erforderlichen Doppelrohrsysteme.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht das Innenrohr aus Stahl, während der Rohrmantel aus Stahlbeton,
vorzugsweise Stahlfaserbeton, besteht, wobei die starre Verbindung zwischen den Innenrohren jeweils benachbarter
Vortriebsrohre durch Schweißen erfolgt.
Neben Stahl können für die Innenrohre auch andere metallische Werkstoffe oder thermoplastische oder duroplastische
Kunststoffe eingesetzt werden, wobei die Verbindung der Innenrohre nach herkömmlichen Verfahren erfolgt. Die
Innenrohre sind bezüglich der Wandstärke so dimensioniert, daß sie im Betriebszustand dem auf diese wirkenden
Innen- und Außendruck auch ohne Rohrmantel standhalten.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weist das Vortriebsrohr an einer Stirnseite einen über diese hinausragenden
Montagering auf, der mit der Außenseite des Innenrohres fest verbunden ist. Das freie Ende des Montageringes
greift während des Rohrvortriebs teleskopartig und mit Spiel in eine umlaufende Ausnehmung zwischen dem Innenrohr
und dem Rohrmantel des benachbarten Vortriebsrohres ein. Dieser Montagering dient der gelenkigen Führung der
aneinandergereihten Vortriebsrohre während des Rohrvortriebs. Gleichzeitig dient er im Betriebszustand des
Rohrstranges nach dem Vorpressen als Befestigungsmittel bzw. Verbindungsstück zwischen benachbarten Innenrohren.
In Ausgestaltung der Erfindung ist an einem Ende des Vortriebsrohres
in die Umfangsflache des Rohrmantels ein
weiterer, über die Stirnfläche hinausragender Führungsring eingelassen, der zur fluchtenden Ausrichtung und
gegenseitigen Halterung benachbarter Vortriebsrohre beiträgt und über Dichtringe mit der Außenfläche des gegenüberliegenden
(angrenzenden) Vortriebsrohres in Verbindung steht. Dadurch ist die Abdichtung an den Außenflächen
des Rohrstranges und gleichzeitig die gelenkige Beweglichkeit der Vortriebsrohre zueinander während des
Rohrvortriebs gewährleistet.
Weitere Merkmale und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einer beispielshaft wiedergegebenen Ausführungsform der Erfindung sowie aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine schematische Darstellung des Rohrvortriebs mit den erfindungsgemäß ausgebildeten Vortriebsrohren;
35
Figur 2
eine detaillierte Schnittansicht im Bereich der einander gegenüberliegenden Stirnseiten zweier Vortriebsrohre vor
dem Aneinanderfügen im Preßschacht; und
Figur 3
eine Schnittansicht im Bereich der stirnseitig miteinander längskraftschlüssig verbundenen Rohrwandungen im Betriebszustand
der unterirdisch verlegten Rohrleitung.
Gemäß Figur 1 befinden sich am Anfang und Ende eines zu verlegenden Rohrstranges ein Startschacht oder Preßschacht
1 und ein Zielschacht 2. In dem Preßschacht 1 ist auf einer Betonsohle 3 ein Führungsrahmen 4 zur Aufnahme
und Führung des jeweils vorzutreibenden Vortriebsrohres 5 sowie eine an einer Widerlagerkonstruktion 6 abgestützte
Hauptpreßstation 7 angeordnet. An dem in Vortriebsrichtung ersten Vortriebsrohr ist ein Schneidschuh 8 vorgesehen,
über den der gewonnene Boden in das Rohrinnere gelangt, um daraus mit geeigneten Fördermitteln (nicht dargestellt)
entfernt und nach außen verbracht zu werden. In den Rohrstrang ist zwischen den gegenüberliegenden Stirnseiten
zweier Vortriebsrohre 5 eine hydraulische Zwischenpreßstation 9 eingebunden. Das Einbringen der Vortriebsrohre
5 in den Preßschacht 1 erfolgt mit einer Hebevorrichtung 10.
Die Vortriebsrohre 5 sind, wie aus Figur 2 hervorgeht, als Verbundrohre aus einem zur Preßkraftübertragung in
großer Wandstärke ausgebildeten Rohrmantel 11 aus Stahlfaserbeton und einem der längskraftschlüssigen Verbindung
der einzelnen Vortriebsrohre 5 dienenden Innenrohr 12 aus Stahl ausgeführt. Im Ausführungsbeispiel steht bei einem
Rohrstrang mit einem Durchmesser von di = 1200 mm einer
Wandstärke Si des Innenrohres 12 von 11 mm eine Wandstärke Srm des Rohrmantels 11 von 130 mm gegenüber. Das
heißt, die Wandstärke des Rohrmantels beträgt ein Mehrfa-
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ches der Wandstärke des Innenrohres 12. An den stirnseitigen Enden des Vortriebsrohres 5 ist zwischen dem Innenrohr
12 und dem Rohrmantel 11 eine umlaufende Ausnehmung 13, 13a vorgesehen, wobei in der an einer Stirnseite des
Vortriebsrohres 5 ausgebildeten Ausnehmung 13 ein Montagering 14 angeschweißt ist, der über die Stirnseite des
Vortriebsrohres 5 hinausragt und in aneinandergefügtem Zustand der Vortriebsrohre 5 teleskopartig und mit seitlichem
Spiel in die gegenüberliegende umlaufende Ausnehmung 13 a des angrenzenden Vortriebsrohres 5 eingreift.
Die Ausnehmung 13 a ist geringfügig weiter als die Wandstärke des Montageringes 14, der daher mit Spiel in der
Ausnehmung 13 a liegt und während des Vortriebs eine gelenkige Verbindung zwischen den Vortriebsrohren 5
schafft.
An einem Ende der Vortriebsrohre 5 befinden sich an der Außenseite des Rohrmantels 11 umlaufende Vertiefungen 15
bzw. 16, 17, in die ein am Ende des jeweils benachbarten Vortriebsrohres angebrachter Führungsring 18 eingreift,
um einerseits die aneinanderstoßenden Vortriebsrohre 5 beim Vorpressen in beliebiger Richtung zu führen, d.h.
ein Ausweichen senkrecht zur Vortriebsrichtung zu verhindern, und um andererseits beim Vorpressen und im Betriebszustand
eine Abdichtung mit Hilfe von Dichtringen 19, 20 sowie 21 nach außen zu schaffen.
Die Montage der Vortriebsrohre 5 im Preßschacht 1 erfolgt nun in der Weise, daß ein mit der Hebevorrichtung 10 auf
dem Führungsrahmen 4 abgelegtes Vortriebsrohr 5 mit den überstehenden Enden des Montageringes 14 und des Führungsringes
18 in bzw. auf die gegenüberliegende Ausnehmung 13 a bzw. die Vertiefungen 16, 17 geschoben wird,
und zwar bis die beiden Stirnflächen des Rohrmantels 11 der aneinandergrenzenden Vortriebsrohre über einen zwischen
diesen angeordneten Druckübertragungsring 22 anein-
ander zum Anschlag kommen. Anschließend wird mit der
Hauptpreßstation 7 eine Preßkraft auf das auf dem Führungsrahmen 4 befindliche Vortriebsrohr 5, d.h. auf die
freie Stirnfläche des Rohrmantels 11 ausgeübt und damit der bis zu einer Zwischenpreßstation 9 reichende
Rohrstrang in Richtung Zielschacht 2 verschoben. Zuvor wurde bereits der in Vortriebsrichtung vor der Zwischenpreßstation
9 liegende Abschnitt des Rohrstranges mit Hilfe der Zwischenpreßstation durch das Erdreich gepreßt.
Auf diese Weise kann - gegebenenfalls unter Verwendung
weiterer Zwischenpreßstationen - ein langer Rohrstrang unterirdisch vorgepreßt werden, wobei sich benachbarte
Vortriebsrohre 5 nicht senkrecht zur Vortriebsrichtung gegeneinander verschieben können und dennoch eine gelenkige
Verbindung der Vortriebsrohre 5 zueinander möglich ist. Durch diese gelenkige Verbindung zwischen den Vortriebsrohren
5 kann die Richtung des Rohrstranges während des Vortriebs gesteuert werden.
Nachdem die Rohrkolonne in der gewünschten Richtung ihre endgültige Länge erreicht hat, werden die Vortriebsrohre
5 über die Innenrohre 12 miteinander verbunden, indem der Montagering 14 mit dem Innenrohr 12 des angrenzenden Vortriebsrohres,
an dem er während des Preßvortriebs beweglich gelagert war, mit Hilfe einer manuell, halbautomatisch
oder automatisch betätigten Schweißvorrichtung (nicht dargestellt) verschweißt wird. Dadurch wird ein
längkraftschlüsssig verbundener Rohrstrang zur Verfügung gestellt, der auch bei in axialer und radialer Richtung
wirkenden Kräften, den Anforderungen an die Stabilität und Dichtheit genügt.
Im Ausführungsbeispiel ist der Montagering 14 in der
Länge so dimensioniert, daß zwischen den gegenüberliegenden Stirnseiten der Innenrohre 12 ein Raum zur Anbringung
einer Schweißnaht 23 verbleibt, der anschließend durch eine Zementvermörtelung 24, die sich an eine an der Innenseite
des Innenrohres 12 vorgesehene Zementmörtelschicht 25 anschließt, verschlossen bzw. aufgefüllt wird.
Bezugszeichenliste
| 1 | Preßschacht (Startscha |
| 2 | Zielschacht |
| 3 | Betonsohle |
| 4 | Führungsrahmen |
| 5 | Vortriebsrohr |
| 6 | Widerlagerkonstruktion |
| 7 | Hauptpreßstation |
| 8 | Schneidschuh |
| CTl | Zwischenpreßstation |
| 10 | Hebevorrichtung |
| 11 | Rohrmantel |
| 12 | Innenrohr |
| 13, 13 a | umlaufende Ausnehmung |
| 14 | Montagering |
| 15, 16, | |
| 17 | umlaufende Vertiefung |
| 18 | Führungsring |
| 19, 20, | |
| 21 | Dichtring |
| 22 | Druckübertragungsring |
| 23 | Schweißnaht |
| 24 | Zementvermörtelung |
| 25 | Zementmörtelschicht |
Claims (6)
1. Vortriebsrohr zur unterirdischen Verlegung von Rohrleitungen durch Rohrvortrieb, gekennzeichnet durch
einen Verbund aus einem dünnwandigen Innenrohr (12) und einem starken Rohrmantel (11), dessen Stärke zur
Aufnahme und Übertragung der Preßkräfte ein Vielfaches der Wandstärke des Innenrohres (12) beträgt, wobei
die Innenrohre (12) bezüglich der Wandstärke so dimensioniert sind, daß sie im Betriebszustand dem
auf diese wirkenden Innen- und Außendruck auch ohne Rohrmantel standhalten und im Rohrstrang benachbarte
Innenrohre (12) kraftschlüssig miteinander verbindbar
und aneinandergrenzende Rohrmäntel (11) mit Hilfe von Dichtelementen zueinander abgedichtet sind.
2. Vortriebsrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (12) aus metallischen Werk-0
stoffen oder thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoffen besteht und der Rohrmantel (11) aus
Stahlbeton, Stahlfaserbeton, Polymerbeton oder glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet ist.
3. Vortriebsrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem aus Stahl bestehenden Innenrohr
(12) an dessen einer Stirnseite ein über diese hinausragender, mit der Außenseite des Innenrohres
(12) fest verbundener Montagering angebracht ist, der während des Preßvortriebes mit seinem freien Ende
teleskopartig und mit seitlichem Spiel in eine ringförmige Ausnehmung (13 a) zwischen dem Innenrohr (12)
und dem Rohrmantel (11) des benachbarten Vortriebsrohres (5) eingreift.
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4. Vortriebsrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die die längskraftschlüssige Verbindung der Vortriebsrohre (5) herstellende Schweißnaht (23) an
dem Montagring (14) und dem Innenrohr (12) des benachbarten Vortriebsrohres ausgebildet ist.
5. Vortriebsrohr nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenrohre (12) an ihrer Innenfläche eine Schutzbeschichtung aufweisen, die nachträglieh
auch auf den Schweißnahtbereich, in dem der Montagering mit beiden Innenrohren (12) verbunden ist,
aufbringbar ist.
6. Vortriebsrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an seinem einen Ende ein in
die Umfangsflache des Rohrmantels (11) eingelassener
und über dessen Stirnfläche hinausragender Führungsring (18) vorgesehen ist und an dem gegenüberliegenden
Ende des Vortriebsrohres am Umfang des Rohrmantels (11) umlaufende Vertiefungen (16, 17) mit Dichtringen
(19, 20) ausgebildet sind, die im Montage- und Betriebszustand des Rohrstranges mit der Innenfläche
des Führungsringes (18) in abdichtender Verbindung stehen.
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