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Die Erfindung betrifft einen Gepäckablagebehälter für Flugzeuge
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Herkömmliche Gepäckablagefächer in Flugzeugen sind meist
mit Gasfedern ausgestattet, welche das Öffnen der Klappen erleichtern
und ein Halten der Klappe in offener Stellung ermöglichen.
Ein Nachteil dabei ist die Anfälligkeit
von Gasfedern auf tiefe Temperaturen. Wenn das Flugzeug stark abgekühlt ist,
kann es aufgrund hoher Reibungen zu Problemen beim Öffnen der
Klappen kommen. Ist das Flugzeug beispielsweise in der Nacht am
Flughafen gestanden, kann es vorkommen, dass die Passagiere am Morgen
Schwierigkeiten beim Öffnen
der Ablagefächer
haben. Darüber
hinaus nehmen die einseitig oder beidseitig angeordneten Gasdruckfedern
einen nicht unbeträchtlichen
Teil des vorhandenen Volumens des Gepäckablagefachs ein, wodurch
das mit Gepäckstücken beladbare
Nettovolumen reduziert wird. Auch können die Gasdruckfedern durch Ladegut
beschädigt
werden, wenn nicht Abdeckungen montiert werden, die wiederum Platz
benötigen und
die Montage und Wartung erschweren.
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Die
US 3 955 241 A beschreibt einen Behälter mit
einer Tür,
welche über
zumindest ein Scharnier od. dgl. an dem Behälter schwenkbar gelagert ist und
bei dem ein aufwendiger Mechanismus ein in Abhängigkeit des Öffnungswinkels
der Tür
unterschiedliches Gegenmoment hervorruft, wobei in einer bestimmten
Zwischenstellung der Tür
ein die Federkraft aufhebendes Gegenmoment erzeugt wird und somit auf
die Tür
kein Moment ausgeübt
wird. In dieser Stellung kann die Tür einfach eingebaut oder ausgebaut
werden, ohne dass gegen die Kompressionskraft der Schraubenfeder
oder eine durch das Drehmoment der Tür hervorgerufene Kraft eine
Gegenkraft ausgeübt
werden muss. Ein derartiger Mechanismus ist zwar platzsparend, kann
jedoch nicht die an Gepäckablagefächer für Flugzeuge
gestellten Anforderungen erfüllen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist daher die Schaffung eines Behälters mit einer Tür, bei dem
die Vorrichtung zum Bewegen der Tür sowie zum Halten der Tür in ihrer
Offenstellung möglichst geringe
Baugröße aufweist
und dadurch möglichst wenig
Volumen des Behälters
beansprucht. Die Lebensdauer soll möglichst hoch, die Herstellungs-
und Wartungskosten möglichst gering
sein. Dabei sollen die Nachteile bekannter Systeme möglichst
vermieden oder zumindest reduziert werden. Der erfindungsgemäße Behälter soll
auch insbesondere die bei der Anwendung in der Flugzeugindustrie
geforderten hohen Sicherheits- und Belastungsbedingungen erfüllen.
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Erfüllt wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch,
dass die Vorrichtung zur Unterstützung
der Bewegung der Tür
in die geöffnete
Stellung und Halten der Tür
in der geöffneten
Stellung und die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür im Wesentlichen
um die Schwenkachse der Tür
angeordnet und in dem oder jedem Scharnier od. dgl. integriert sind,
und dass die Vorrichtung zur Dämpfung
der Bewegung der Tür
derart ausgebildet ist, dass die Dämpfung mit abnehmender Öffnungsgeschwindigkeit
der Tür
abnimmt. Durch diese Ausführung
ist eine kompakte und kleine Konstruktion, die leicht montierbar,
austauschbar und leicht zu warten ist, gegeben. Keine Bauteile ragen
wesentlich in das Innere des Behälters
hinein, so dass kein wertvolles Stauvolumen verloren geht. Um zu
gewährleisten,
dass die Bewegung der Tür
des Behälters
nicht zu stark und zu schnell erfolgt, dennoch aber ein Halten der
Tür in geöffneter
Stellung gewährleistet
wird, ist vorgesehen, dass die Dämpfung
mit abnehmender Öffnungsgeschwindigkeit
der Tür
abnimmt. Durch die Anordnung im Wesentlichen um die Schwenkachse
der Tür wird
erreicht, dass die Konstruktion auch bei Vorhandensein einer solchen
Dämpfungsvorrichtung
kompakt bleibt und wenig Stauvolumen einnimmt.
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Vorteilhafterweise ist die Vorrichtung
zur Dämpfung
der Bewegung der Tür
durch ein in einer viskosen Flüssigkeit
bewegtes Dämpfungselement gebildet.
Eine deratige Konstruktion ist durch besonders niedrige Reibungsverluste
charakterisiert, wodurch die Lebensdauer der Anordnung weiter erhöht werden
kann. Auch werden dadurch keine störenden Geräusche beim Öffnen und Schließen des
Behälters hervorgerufen.
Als viskose Flüssigkeit
kann z.B.
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Fließfett dienen. Um eine gute
Funktion unter allen möglichen
Betriebstemperaturen zu erreichen, sollte die Viskosität im Bereich
von ca. -15°C
bis 55°C
möglichst
konstant sein.
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Gemäß einer Ausführungsvariante
der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Unterstützung der
Bewegung der Tür
in die geöffnete
Stellung und Halten der Tür
in der geöffneten
Stellung durch eine in der Schwenkachse der Tür angeordnete auf Druck beanspruchte
Schraubenfeder od. dgl. gebildet ist, wobei Einrichtungen zur Umwandlung der
in der Schwenkachse der Tür
wirkenden Kraft der Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung
der Tür
vorgesehen sind. Die Verwendung einer Schraubenfeder stellt eine
sehr kleine und kostengünstig herstellbare
Variante dar. Darüber
hinaus ist die Konstruktion auf relativ wenig Bauteile beschränkt.
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Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist
vorgesehen, dass die Einrichtungen zur Umwandlung der Kraft der
Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung der Tür mit einer
mit zunehmendem Öffnungswinkel
der Tür
abnehmenden Dämpfung
der Drehbewegung der Tür
dadurch gebildet sind, dass eine die Schraubenfeder od. dgl. umgebende
Hülse angeordnet
ist, und dass ein Ende der Schraubenfeder od. dgl. fest gelagert
ist und das andere Ende der Schraubenfeder an einen drehfest mit
der Tür
verbundenen und in der Schwenkachse der Tür verschiebbar gelagerten Stab
angrenzt, wobei der Stab mit zumindest einem Bolzen od. dgl. verbunden
ist, und die Hülse
zumindest eine gewindeartig angeordnete Nut aufweist, durch welche
Nut der oder jeder Bolzen ragt, wodurch die Druckkraft auf den Stab
in eine Drehung des Stabs und der damit drehfest verbundenen Tür umformbar
und die Dämpfung
der Drehbewegung der Tür
durch die Steigung der gewindeartigen Nut einstellbar ist. Durch
diese konstruktiven Maßnahmen
wird die Umwandlung der von der Schraubenfeder herrührenden
Kraft in der Schwenkachse der Tür
in eine Drehbewegung der Tür
mit gleichzeitiger Berücksichtigung
der Dämpfung
der Bewegung realisiert. Durch Verwendung eines nichtmetallischen
Materials für
die Hülse
wird vermieden, dass die metallische Schraubenfeder mit einem anderen
metallischen Gegenstand in Berührung
kommt, wodurch Geräusche
hervorgerufen werden könnten.
Die am Stab befindlichen Bolzen od. dgl. werden in der Nut der Hülse in einer
sogenannten Kulisse geführt,
wodurch der Stab zu einer Drehbewegung gezwungen wird. Die Gestaltung
der Nut und auch der Bolzen (Kulissensteine) und deren Material üben einen
Einfluss auf die Dämpfung
der Drehbewegung aus, wodurch diese leicht einstellbar und auch
den jeweiligen Anforderungen anpassbar ist.
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Vorteilhafterweise sind Einrichtungen
zur Einstellung der Vorspannung der Schraubenfeder vorgesehen. Dies
kann beispielsweise durch Verstellung des festen Endes der Schraubenfeder
in Richtung der Schwenkachse die Vorspannung der Feder erfolgen,
wodurch z.B. eine abnützungsbedingte
Erlahmung der Feder bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden
kann.
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Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal wird
bei der obigen Konstruktionsvariante die Vorrichtung zur Dämpfung der
Bewegung der Tür
durch einen in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer
verschiebbar angeordneten Kolben mit Perforationen zur Durchlässigkeit
der viskosen Flüssigkeit gebildet.
Dies stellt eine Variante zur Realisierung der Bewegungsdämpfung für eine lineare
Bewegung dar, wobei die Dämpfung
mit abnehmender Bewegungsgeschwindigkeit abnimmt. Bei stillstehendem
Kolben stellt dieser keine Dämpfung
der Federkraft der Schraubenfeder dar, wodurch bei geöffneter
Tür die volle
Federkraft zum Halten der Tür
in geöffneter Stellung
zur Verfügung
steht. Hingegen wird ein zu schnelles Aufschnappen der Tür durch
die Viskositätsdämpfung effizient
unterbunden.
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Gemäß einer anderen Ausführungsvariante der
Erfindung ist die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die
geöffnete
Stellung und Halten der Tür
in der geöffneten
Stellung durch mindestens eine um die Schwenkachse der Tür angeordnete
Schenkelfeder, Torsionsfeder od. dgl. gebildet. In diesem Fall ist
die Feder od. dgl. auf Drehung beansprucht und bewirkt dadurch direkt
eine Drehbewegung der Tür,
wodurch keine Einrichtungen zur Umsetzung einer allfälligen Kraft
in Richtung der Schwenkachse in eine Drehbewegung der Tür notwendig
sind.
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In diesem Fall ist gemäß einem
weiteren Erfindungsmerkmal die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür durch
einen in einer mit viskoser Flüssigkeit
gefüllten
Kammer drehbar angeordneten Drehkolben mit Dämpfungsflügel gebildet, wobei der Drehkolben
drehfest mit einem Ende der Torsionsfeder od. dgl. verbunden ist.
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Sind, wie oben, gesonderte Vorrichtungen zur
Dämpfung
der Bewegung der Tür
notwendig, werden diese aus Gründen
der Kompaktheit erfindungsgemäß im Wesentlichen
um die Schwenkachse der Tür
angeordnet. Eine mit steigendem Öffnungswinkel
der Tür
abnehmende Dämpfung
kann dabei durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. durch eine
Art Scheibenbremse mit dünner
werdender Bremsscheibe, oder eine Luftfederung mit Drosselventil,
wobei der Querschnitt des Ablassventils mit größer werdendem Öffnungswinkel
der Tür
steigt, realisiert werden. Ebenso ist die geforderte Dämpfungscharakteristik
durch einen entsprechend geformten Körper aus elastischem Material
erzielbar.
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Die oben beschriebenen Ausführungsformen können im
Rahmen der Erfindung beliebig verändert werden. Hauptsache dabei
ist die Erzielung einer Unterstützung
der Bewegung der Tür
in die geöffnete Stellung
und das Halten der Tür
in der geöffneten Stellung,
wobei vorteilhafterweise die Bewegung der Tür zu Beginn der Öffnungsbewegung
stark gedämpft
wird und die Dämpfung
mit steigendem Öffnungswinkel
der Tür
abfällt,
so dass ein sicheres Halten der Tür in der geöffneten Stellung gewährleistet wird.
Die daraus resultierende Kraft auf die Tür, welche in Abhängigkeit
des Öffnungswinkels
der Tür
abfällt,
kann durch verschiedene Kombination von Federn od. dgl. erzielt
werden.
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Anhand der beigefügten Zeichnungen werden zwei
Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher beschrieben.
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Darin zeigen:
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1a eine
Prinzipskizze eines Behälters mit
einer Tür;
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1b bis 1c die Prinzipverläufe der
von einer Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die
geöffnete
Stellung herrührenden
Kraft F, der gewünschten
resultierenden Kraft FR sowie der daraus
resultierenden Dämpfung 6 in
Abhängigkeit des Öffnungswinkels
a der Tür;
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2a eine
Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Scharniers
für ein
Gepäckablagefach
für Flugzeuge
im Querschnitt;
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2b eine
Draufsicht auf die Ausführungsvariante
des Scharniers gemäß 2a;
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2c eine
Detailansicht zur Erläuterung der
Kulissenführung;
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3a eine
andere Variante eines Scharniers für ein Gepäckablagefach für Flugzeuge
im Querschnitt;
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3b eine
Draufsicht auf die Variante gemäß 3a;
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4a eine
Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Scharniers
für ein
Gepäckablagefach
für Flugzeuge
im Querschnitt;
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4b eine
Draufsicht auf die Ausführungsvariante
des Scharniers gemäß 4a.
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1a zeigt
eine schematische Darstellung eines Behälters 1 mit einer
schwenkbar gelagerten Tür 2.
Der Öffnungswinkel
der Tür 2 wird
mit a bezeichnet. Durch eine entsprechende Vorrichtung zur Unterstützung der
Bewegung der Tür 2 in
die geöffnete
Stellung und Halten der Tür 2 in
der geöffneten Stellung
wirkt eine Kraft F auf die Tür 2 bzw.
ein Drehmoment auf die Schwenkachse der Tür 2. Als Folge der
verwendeten Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür 2 in
die geöffnete
Stellung, wie z.B. einer Feder od. dgl. ist die Kraft F üblicherweise bei
geschlossener Tür 2 (d.h. α=0°) am größten und wird
mit zunehmendem Öffnungswinkel
a kleiner. Dieser Sachverhalt ist im Diagramm gemäß 1b, welches die Kraft F
in Abhängigkeit
des Öffnungswinkels
a zeigt, verdeutlicht. Natürlich
wird dieser Zusammenhang in der Praxis nicht unbedingt linear sein.
Diese Diagramme dienen auch nur zum Verständnis. Die von der Vorrichtung
zur Unterstützung der
Bewegung der Tür 2 in
ihre geöffnete
Stellung herrührende
Kraft F muss so gewählt
werden, dass die Tür 2 bei
geöffneter
Stellung (d.h. a maximal) in dieser Stellung gehalten wird. Daher
muss die auf die Tür 2 wirkende
Kraft bei maximalem Öffnungswinkel F
(α=max)
die auf die Tür 2 wirkende
Schwerkraft übersteigen.
Dadurch würde
aber zu Beginn der Öffnung
der Tür 2 eine
unzulässig
hohe Kraft auf die Tür 2 wirken,
welche ein extrem schnelles Hochschwenken der Tür 2 zur Folge hätte, wodurch
Personen verletzt werden könnten.
Gewünscht
wird daher ein Verlauf der resultierenden Kraft FR in
Abhängigkeit
des Öffnungswinkels
a, der durch eine minimale Kraft bei geschlossener Tür 2 FR(α=0)
und durch maximale Kraft bei vollständig geöffneter Tür 2 FR(α=max) gekennzeichnet
ist, wie in 1c dargestellt.
Daher ist eine Dämpfung 6 der
Kraft F entsprechend dem Verlauf gemäß 1d, d.h. fallende Dämpfung 6 mit steigendem Öffnungswinkel α, erforderlich.
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2a und 2b zeigen eine Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Scharniers
für ein Gepäckablagefach 1 eines
Flugzeugs. Dabei ist an einem Gepäckablagefach 1 eine
Tür 2 an
ihrem oberen Rand schwenkbar montiert. Das Scharnier zur schwenkbaren
Verbindung der Tür 2 am
Gepäckablagefach 1 besteht
aus zwei über
einen Bolzen 3 verbundene Lagerplatten 4, 5,
von denen die eine Lagerplatte 4 z.B. mit Hilfe von Schrauben 6 mit
dem Gepäckablagefach 1 und
die andere Lagerplatte 5 z.B. mit Hilfe von Schrauben 7 mit
der Tür 2 verbunden
wird, so dass die Tür 2 um
die Achse des Bolzens 3 verschwenkt werden kann. Der Bolzen 3 ist mit
der mit der Tür 2 verbundenen
Lagerplatte 5 fest verbunden. Erfindungsgemäß ist der
Bolzen 3 mit einem vierkantförmigen Loch ausgebildet, in
dem ein vierkantförmiger
Stab 8 so angeordnet wird, so dass eine Bewegung in Längsrichtung möglich ist.
Durch eine entsprechende Anordnung eines Bolzens 9 wird erreicht,
dass die Lagerplatte 5 eine allfällige Drehbewegung des vierkantförmigen Stabs 8 mitmacht, ohne
dass eine Bewegung des vierkantförmigen Stabs 8 in
Längsrichtung
unterbunden wird. Natürlich sind
auch andere Konstruktionsvarianten, die dasselbe Ergebnis bringen,
möglich.
Zur Unterstützung
der Drehbewegung der Tür 2 ist
in der Achse des Bolzens 3 des Scharniers neben dem Scharnier
eine Schraubenfeder 10 in einer Hülse 11 angeordnet.
An ihrem einen Ende ist die Schraubenfeder 10 fest verankert,
während
das andere Ende der Schraubenfeder auf das Ende des vierkantförmigen Stabes 8 eine Druckkraft
in Richtung des Pfeiles A ausübt.
Zur Umwandlung der Druckkraft in eine Drehbewegung der Tür 2 sind
mit dem vierkantförmigen
Stab 8 Bolzen 12 od. dgl. fest verbunden, deren
außenseitigen,
vom vierkantförmigen
Stab 8 wegragende Enden durch eine entsprechende Nut in
der Hülse 11 ragen.
Wird die Vorrichtung zum Halten der Tür 2 in der geschlossenen
Stellung (nicht gezeigt), welche durch einen an sich bekannten Verschluss
am freien Ende der Tür gebildet
sein kann, geöffnet,
so drückt
die Schraubenfeder 10 den vierkantförmigen Stab 8 in Richtung des
Pfeiles A. Durch eine gewindeartige Ausbildung der Nut 13 (siehe 2c) wird der vierkantförmige Stab 8 zu
einer Drehbewegung gezwungen, wodurch die Schraubenfeder 10 das Öffnen der
Tür 2 bewirkt. Die
Führung
der Bolzen 12 in der Hülse 11 wird
auch als Kulissenführung
bezeichnet, weshalb die Bolzen 12 auch als Kulissensteine
bezeichnet werden. Durch entsprechende Gestaltung der Nut 13 kann
auf die Dämpfung
der Drehbewegung der Tür 2 erfindungsgemäß Einfluss
genommen werden. Um bei kleinerem Öffnungswinkel a eine höhere Dämpfung zu
erzielen, wird die Steigung der gewindeförmigen Nut 13 daher
zu Beginn vorteilhafter geringer ausgeführt, so dass eine höhere Reibung
und somit wunschgemäß eine größere Dämpfung resultiert. Der
durch die Nut 13 in der Hülse 11 begrenzte Öffnungswinkel
a kann zusätzlich
durch ein federndes Druckstück 14 limitiert
werden. Durch unterschiedliche Gestaltung der Nut 13 in
der Hülse 11 und
Wahl der Form und des Materials der Bolzen 12 kann in sehr
einfacher und kostengünstiger
Weise ein unterschiedlicher Dämpfungsverlauf
bzw. eine Anpassung an verschiedene Gegebenheiten erfolgen. Durch Verstellung
des fest verankerten Endes der Schraubenfeder 10 kann die
Vorspannung derselben eingestellt werden. Dadurch könn te einer
Erlahmung der Feder bis zu einem gewissen Grad durch Nachjustieren
entgegengewirkt werden.
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Bei der Ausführungsform gemäß 2a bis 2c ist somit erfindungsgemäß sowohl
die Vorrichtung zur Unterstützung
der Bewegung der Tür
in die geöffnete
Stellung als auch die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung in Abhängigkeit
des Öffnungswinkel im
Scharnier integriert. Dadurch nimmt der Bewegungsmechanismus nur
minimalen Platz ein, und es wird das Stauvolumen nicht durch hineinragende Bauteile
reduziert.
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In 3a und 3b ist eine andere Variante
eines Scharniers für
die Tür 2 eines
Gepäckablagefachs 1 für Flugzeuge
dargestellt. Dabei wird die zur Unterstützung der Bewegung der Tür 2 in
die geöffnete
Stellung notwendige Kraft durch zumindest eine Schenkelfeder 15 aufgebracht.
Die Schenkelfeder 15 ist um den Bolzen 3 des Scharniers
angeordnet. Um einen Kontakt zwischen der metallischen Schenkelfeder 15 und
dem metallischen Bolzen 3 zu vermeiden, wodurch störende Geräusche beim Öffnen der Tür 2 entstehen
könnten,
wird der Bolzen 3 von einer vorzugsweise aus Kunststoff
hergestellten Hülse 16 umgeben.
Bei dieser Ausführungsvariante
des Scharniers ist unterhalb der Schwenkachse des Scharniers die
vorteilhafterweise notwendige Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung in Abhängigkeit
des Öffnungswinkels
der Tür 2 enthalten.
Diese kann verschiedenartig ausgebildet sein. Beispielsweise ist
eine Dämpfung
im Prinzip einer Scheibenbremse mit abnehmender Dicke der Scheibe
möglich.
Auch eine Luftfederung mit einem Drosselventil, dessen Öffnungsquerschnitt
mit zunehmendem Öffnungswinkel
der Tür
größer wird,
kann dazu eingesetzt werden den oben beschriebenen Dämpfungsverlauf
zu erzielen. Um die Dämpfungseinrichtung und
auch das Scharnier vor Beschädigung
und Verschmutzung zu schützen,
sind zwei ineinander verschiebbare bzw. aneinander gleitbare Abdeckungen 17, 18 mit
dem Gepäckablagefach 1 bzw.
mit der Tür 2 verbunden.
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4a und 4b zeigen eine Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Scharniers
für ein Gepäckablagefach 1 eines
Flugzeugs. Dabei ist an einem Gepäckablagefach 1 eine
Tür 2 an
ihrem oberen Rand schwenkbar montiert. Das Scharnier zur schwenkbaren
Verbindung der Tür 2 am
Gepäckablagefach 1 besteht
aus zwei Lagerplatten 4, 5, von denen die eine
Lagerplatte 4 .B. mit Hilfe von Schrauben 6 mit
dem Gepäckablagefach 1 und
die andere Lagerplatte 5 z.B. mit Hilfe von Schrauben 7 mit
der Tür 2 verbunden
wird. Die Lagerplatte 4 und die Lagerplatte 5 sind über eine
Torsionsfeder 19 miteinander verbunden. Ein Ende der Torsionsfeder 19 ist drehfest
mit einem Drehkolben 20 mit Dämpfungsflügel 21 verbunden,
welcher in einer Kammer 22 mit einer viskosen Flüssigkeit
drehbar angeordnet ist. Bei Drehung des Drehkolbens 20 in
der Kammer 22 wird durch die Dämpfungsflügel 21 die viskose
Flüssigkeit,
z.B. Fließfett
verdrängt
und somit ein Teil der in der Torsionsfeder 19 gespeicherten
Energie in Verdrängungsarbeit
umgewandelt. Die Dämpfung
ist in diesem Fall unabhängig
vom Öffnungswinkel
der Tür 2 aber
abhängig
von der Öffnungsgeschwindigkeit. Der Öffnungswinkel
der Tür
kann durch ein federndes Druckstück 14 limitiert
werden. In geöffneter
Stellung der Tür 2 wird
die Federkraft der Torsionsfeder 19 nicht gedämpft, wodurch
ein sicheres Halten der Tür 2 gewährleistet
wird. Ein wesentlicher Vorteil der Viskositätsdämpfung liegt in der reibungs-
und somit verschleißarmen
Ausführungsform,
wodurch die Lebensdauer des Scharniers bedeutend erhöht werden kann.
In der Flugzeugindustrie sollten beispielsweise mehr als 250.000 Öffnungs-
und Schließzyklen
ohne wesentliche Funktionsverschlechterungen erzielt werden. Im
Fall einer linearen Druckkraft einer beispielsweise auf Druck beanspruchten
Schraubenfeder oder eines elastischen Elements kann anstelle eines
Drehkolbens mit Dämpfungsflügel auch
ein Kolben in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer
angeordnet sein, wobei der Kolben Perforationen od. dgl. aufweist,
durch welche die viskose Flüssigkeit
durchtritt und somit den Bewegungsablauf verzögert (nicht dargestellt).