DE29824901U1 - Dämm-Ummantelung - Google Patents
Dämm-UmmantelungInfo
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Description
M 4704 GDE Dämm-Ummantelung
Die Erfindung betrifft eine Dämm-Ummantelung für Brandschutz-, Wärme- und Körperschalldämmung von Rohren, Kanälen, Armaturen und Anlagen mit einer äußeren Schutzschicht, einer innenseitigen Gleitschicht und einer zumindest einlagigen Mittelschicht aus dämmendem Material.
Es ist bekannt und üblich, Rohre zum Zwecke der Wärmedämmung sowie zur Schall- insbesondere Körperschalldämmung mit Dämmhülsen bzw. Dämmschläuchen und Formteilen zu ummanteln, wobei die Dämmhülsen, Dämmschläuche oder Formteile im Regelfall mehrlagig ausgebildet sind und als die angestrebten Dämmeffekte bewirkendes Material flexibler Schaumstoff verwendet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, für insbesondere in der Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik verwendete Rohre, Kanäle, Armaturen und Anlagen, wie z.B. Ventilatoren und Heizkessel, eine mit bekannten Dämmhülsen und 0 formteilen kompatible, das heißt lückenlos anschließbare Dämm-Ummantelung zu schaffen, die einerseits unzulässige Körperschallübertragungen vom Rohr oder einer Anlage usw. zum Mauerwerk verhindert als auch die Wärmeübertragung zwischen Rohr bzw. Anlage usw. und der umgebenden Luft oder dem Mauerwerk verringert und andererseits im 5 Brandfalle die Übertragung hoher Temperaturen vom Rohr bzw. der Anlage usw. zum Mauerwerk verringert und Feuer- und Rauchentwicklung bzw. Feuerdurchgang und Rauchübertragung in angrenzende Räume verhindert oder zumindest stark erschwert.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ausgehend von der eingangs definierten Dämm-Ummantelung vorgesehen, daß die Mittelschicht zumindest eine Lage aus einem temperatur- und / oder feuerbeständigen Material umfaßt. Bei diesem Material, das zur Erzielung der geforderten Wärme- und Schalldämmung weich und formbar sein muß, handelt es sich beispielsweise um Material aus Keramikfaser, Mineralfaser, Steinwolle oder Glasfasern oder aus nichtbrennbaren Kunststoffen bzw. Materialgemischen.
Als Mittelschicht können auch mehrere, radial aufeinanderfolgende Lagen von unterschiedlichen temperatur- und / oder feuerbeständigen Materialien vorgesehen sein, und insbesondere ist es auch möglich, in dieser Mittelschicht zumindest eine Lage aus sich bei Hitzeeinwirkung aufblähendem Material vorzusehen, um im Brandfalle Durchführungen im Mauerwerk zusätzlich abdichtend zu verschließen.
Die Dicke der Mittelschicht beträgt vorzugsweise lmm bis 200mm und wird in Abhängigkeit von den jeweils bestehenden Anforderungen gewählt, und es ist bei allen Dimensionierungen sicherzustellen, daß im Hinblick 0 auf die geforderte Wärme-, Brandschutz- und Schalldämmung ein weiches und formbares Material vorliegt.
Die rohr- bzw. anlagenseitige oder innere Schicht bildet bevorzugt die Trägerschicht für die Mittelschicht und ist mit dieser Mittelschicht dauerhaft verbunden. Gleichzeitig muß diese innere Schicht gewährleisten, daß die Gleiteigenschaften der Dämm-Ummantelung bei der Montage auf ein Rohr bzw. eine Anlage günstig beeinflußt werden.
Die äußere Schicht besteht aus einem stabilen und/oder reißfesten Material, um die Dämmung vor Beschädigungen und Zerstörungen auf der Baustelle zu schützen. Vorzugsweise wird als äußere Schicht eine reißfeste Gittergewebefolie verwendet.
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Einzelne Abschnitte und Kanten bzw. alle Abschnitte und Kanten können so vernäht, verklebt oder mit einer Folie verbunden oder verschlossen werden, daß Dämm-Formteile entstehen und die Mittelschicht gleichzeitig allseitig verschlossen ist.
Durch die weiche, körperschalldämmende Mittelschicht ist ein lückenloses Ausgießen verbleibender Spalte zwischen Mauerwerk und der zu dämmenden Einrichtung mit Mörtel oder anderen feuerbeständigen Materialien möglich, wodurch sichergestellt werden kann, daß eine Brandausbreitung und Rauchübertragung bei verlegten Rohren, Armaturen, Kanälen oder Anlagenteilen verhindert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung zeigt: 20
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer Dämm-Ummantelung nach der Erfindung zur Erläuterung des generellen Aufbaus,
Figur 2 eine perspektivische Darstellung der Dämm-Ummantelung 5 nach Figur 1 in einer praktisch verwendbaren Ausführungs
form mit Schnellverschluß,
Figur 3 eine Darstellung einer Dämm-Ummantelung in Form einer Manschette, die an einem Rohrstück angelegt ist, und
Figur 4 eine perspektivische Darstellung diverser Dämm-Formteile, die jeweils an Rohrstücke angelegt sind.
Nach Figur 1 besteht die Dämm-Ummantelung in ihrem schichtförmigen Aufbau aus einer Außenschicht 1 in Form einer reißfesten Gittergewebefolie, einer rohrseitigen Träger- und Gleitfolie 3 sowie einer dazwischen liegenden zumindest einlagigen Mittelschicht 2 aus nicht brennbarem Fasermaterial. Obwohl dieses nicht brennbare Fasermaterial, das beispielsweise aus Keramikfasern, Steinwolle, Mineralwolle oder Glasfasern bestehen kann, kompakt ausgeführt ist, muß es stets noch formbar und derart weich sein, daß ein mit dieser Dämm-Ummantelung ummanteltes Metallrohr hinsichtlich einer Körperschallübertragung vom Rohr zum Mauerwerk praktisch vollständig entkoppelt ist.
Für die reißfeste Gittergewebefolie 1 können das Gitter bildende Festigkeitsträger aus feuerbeständigem Material verwendet werden.
Für die innere, das heißt die rohrseitige Schicht 3 ist wesentlich, daß sie jegliche Beschädigung der Faserschicht 2 bei der Montage der Dämm-Ummantelung verhindert und gleichzeitig aufgrund ihrer Gleiteigenschaften die Montage günstig beeinflußt. Diese Trägerschicht 3 kann aus einem dicht gewebten, weichen, temperatur- und feuerbeständigen Material oder auch aus einer dünnen Folie aus Polyethylen oder Polypropylen oder einem beliebigen anderen Material bestehen, das die gestellten Anforderungen erfüllt.
Die Gesamtdicke aller Schichten liegt bevorzugt im Bereich zwischen 1 mm und 200 mm, wobei die geringen Dicken beispielsweise bei Abwasserrohren, Sanitär und Heizungsleitungen und Ventilatoren in Betracht kommen, während die größeren Dicken beispielsweise im Zusammenhang mit Hausdurchführungen oder Fernwärmeleitungen eingesetzt werden könnten.
Die Länge der jeweiligen Dämm-Ummantelung, die grundsätzlich auf eine beliebige ablängbar ist, richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen bei der Rohr- oder Kanalverlegung bzw. der Anlageninstallation.
Figur 2 zeigt eine mögliche und bevorzugte Ausführungsform einer Brandschutz-Dämm-Manschette, die den im Zusammenhang mit Figur 1 geschilderten Aufbau besitzt und mit einem Längsschlitz 5 versehen ist, so daß eine Herstellung der Dämm-Manschette in Flächenform möglich ist und beim praktischen Einsatz aufgrund der Flexibilität des Gesamtaufbaus das flächige Material um das betreffende Rohr gelegt, dem Rohr formmäßig angepaßt und dann über eine Verschlußeinrichtung 4 als 0 Rohrummantelung fixiert werden kann.
Als Verschlußeinrichtungen 4 eignen sich beispielsweise Schnellverschlüsse in Form von Klett- oder Klebverschlüssen, aber es ist auch ein Verschluß über Druckknöpfe, Haken und Ösen und dergleichen möglich. 5 Diese Verschlüsse können beispielsweise aufgenäht, verklebt oder vernietet werden, wobei die reißfeste Außenschicht gewährleistet, daß ein stabiler und sicherer Gesamtverbund erhalten wird.
Figur 3 zeigt eine Dämm-Ummantelung in Form einer Dämm-Manschette ähnlich zu der Ausführungsform von Figur 2, die an eine Rohrleitung 7 angelegt ist. Der Aufbau dieser Dämm-Manschette gleicht demjenigen der Figuren 1 und 2. Auch hier ist ein Längsschlitz 5 vorgesehen, so daß die Dämm-Manschette an das Rohr 7 angelegt und mit Hilfe der Verschlußeinrichtung 4 verschlossen werden kann.
Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung verschiedener Dämm-Ummantelungen, die als Formteile ausgebildet sind. Bei dem Dämm-Formteil 10 handelt es sich um eine Dämm-Ummantelung für einen Rohr-Abzweig 12. Auch dieses Dämm-Formteil 10 ist mit einer Verschlußeinrichtung 4 versehen.
Das in Figur 4 dargestellte Dämm-Formteil 14 dient zur Dämmung einer Rohrverbindung 16 und ist ebenfalls mit einer Verschlußeinrichtung 4 versehen.
Schließlich ist in Figur 4 ein Dämm-Formteil 18 dargestellt, das an einen Rohrbogen 20 angelegt ist.
Die Montage auf der Baustelle wird sowohl durch den Aufbau der Dämmanschette aus anschmiegsamem Material als auch durch werkseitig vorgefertigte Formteile erleichtert, wobei diese Formteile wiederum aus flachem Material hergestellt und ein- oder mehrteilig zu Abzweigungen, T-Stücken, Krümmungen, Ventilatorkasten-Formteilen, Armaturen, Anlagenteilen und dergleichen geformt werden können, wobei der Verschluß der Formteile analog zu den vorstehend erwähnten Verschlußmöglichkeiten im Zusammenhang mit der geraden Brandschutz-Dämm-Manschette erfolgen kann.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Aufbaus liegt darin, daß er auch schwitzwasserdämmend ausgeführt werden kann. Dazu müssen die Materialien der inneren und/oder der äußeren Schicht wasser- und dampfdicht ausgeführt werden. Da die Manschette und die Formteile vor ihrer Montage in Flachform vorliegen, ergeben sich im Vergleich zu herkömmlichen Brandschutzummantelungen auch Lager- und Transportvorteile.
Claims (13)
1. Dämm-Ummantelung in Form einer Manschette oder eines ein- oder mehrteiligen Formteiles für Rohre, Kanäle, Armaturen und haustechnische Anlagen mit einer äußeren Schutzschicht (1), einer innenseitigen Gleitschicht (3), einer Mittelschicht (2) und einem in Axialrichtung verlaufenden, verschließbaren Trennschlitz (5), dadurch gekennzeichnet,
- daß die Mittelschicht (2) aus einem temperatur- und/oder feuerbeständigem Material besteht,
- daß das Material weich und formbar ist,
- daß die Dicke der Schicht (2) aus temperatur- und/oder feuerbeständigem Material zumindest 80% der Gesamtdicke der Dämm-Ummantelung einnimmt, und
- daß das Material wärme- und körperschalldämmend ausgebildet ist.
2. Dämm-Ummantelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das temperatur- und/oder feuerbeständige Material aus Keramikfaser, Mineralfaser, Steinwolle, Glasfaser oder aus nichtbrennbaren Kunststoffen, nichtbrennbaren Materialien und Materialgemischen besteht.
3. Dämm-Ummantelung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelschicht (2) aus mehreren Lagen von unterschiedlichen temperatur- und/oder feuerbeständigen Materialien besteht.
4. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelschicht (2) zumindest eine Lage aus sich bei Hitzeeinwirkung aufblähendem Material umfaßt.
5. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die innenseitige Gleitschicht (3) als Trägerschicht für die Mittelschicht (2) ausgebildet ist und aus einem flexiblen Material besteht.
6. Dämm-Ummantelung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innenseitige Gleitschicht (3) aus einem feuerbeständigen Material besteht.
7. Dämm-Ummantelung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innenseitige Gleitschicht (3) aus einer Folie, insbesondere aus PE oder PP besteht.
8. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Schutzschicht (1) aus einem robusten und/oder reißfesten Überzug, insbesondere aus einer Gewebefolie mit Gitterstruktur oder einer festen, aber flexiblen Kunststoffolie besteht.
9. Dämm-Ummantelung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Schutzschicht (1) aus einer Gittergewebefolie, insbesondere mit feuerbeständigen Festigkeitsträgern besteht.
10. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gittergewebe in die Folie integriert oder auf die Folie aufkaschiert oder eingeprägt ist.
11. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennschlitz (5) mittels eines Klemm, Klett- oder Klebverschlusses (4), mittels Haken und Ösen oder mittels Druckknöpfen verschließbar ist.
12. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Abschnitte zu ein- oder mehrteiligen Bögen, Abzweigungen, T-Stücken und sonstigen Anlagenteilen zusammengefaßt sind.
13. Dämm-Ummantelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Abschnitte und/oder Kanten so vernäht, verklebt oder mit einer Folie verbunden oder verschlossen sind, daß ein- oder mehrteilige Formteile entstehen und die Mittelschicht gleichzeitig allseitig verschlossen ist.
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1998
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20030515 |
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Effective date: 20070201 |