DE29821219U1 - Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von Getränkegefäßen - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von GetränkegefäßenInfo
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Description
RPC Bramlage GmbH
26.11.1998
26.11.1998
93787
von Getränkegefäßen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von Getränkegefäßen, vorzugsweise von
Bierflaschen oder Bierdosen.
Es ist eine Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von Getränkegefäßen bekannt, die zum Beispiel in Bierdosen
fest eingebaut ist. Sie basiert auf der Abgabe von Gas während des Ausgießens des zu verschäumenden Getränks. Eine solche
Vorrichtung ist aufwendig und für den Einbau in Glasgefäßen ungee i gnet .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von Getränkegefäßen zu
schaffen, die einfach in Herstellung und Handhabung ist und die für die Anwendung in normalen Bierflaschen und Bierdosen
geei gnet i st.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Vorrichtung ein mit Gas gefüllter Behälter ist, der in Bierflaschen oder Bierdosen
einbringbar ist und der eine öffnung aufweist. Diese Vorrichtung eignet sich für alle normalen Bierflaschen und
Bierdosen und kann in diese ohne Änderung derselben
* · · JV
26.11.1998 - 2 - 93787
eingebracht werden, wodurch bei deren Entleerung die gewünschte Wirkung erzielt wird. Durch die öffnung im mit Gas
gefüllten Behälter tritt beim Befüllen und nach Schließen der Flaschen und Dosen Trinkflüssigkeit ein, so dass der Gasdruck
im Behälter auf den Druck in der Flasche oder Dose ansteigt.
Die Gasfüllung im Behälter kann aus Luft bestehen, wodurch
dessen Handhabung besonders einfach ist. Aus Gründen der Haltbarkeit des Flaschen- oder Doseninhalts kann es aber auch
zweckmäßig oder notwendig sein, den Behälter mit einem Inertgas, wie Kohlendioxyd oder Stickstoff bzw. auch Edelgasen
wie Argon oder Helium zu füllen.
Beim öffnen der Flaschen und Dosen sinkt deren Innendruck, was ein Ausströmen der Gasfüllung des Behälters verursacht.
Dadurch wird die Getränkeflüssigkeit verschäumt, was beim Bier
zu der gewünschten Schaumkrone im Bierglas führt.
Es ist von Vorteil, dass die öffnung im Behälter einen Durchmesser von vorzugsweise 0,2 bis 0,4 mm aufweist. Dieser
Durchmesserbereich der öffnung bietet Gewähr gegen deren Verstopfung und bewirkt andererseits ein nur allmähliches
Ausströmen des Gasinhaltes des Behälters in die Trinkflüssigkeit und damit deren Verschäumung über einen
längeren Zeitraum. Der gewählte Durchmesserbereich trägt auch
unterschiedlichen Größen des Behälters Rechnung.
Wenn der Behälter aus vorzugsweise elastisch verformbaren Kunststoff besteht, lässt er sich durch Spritzgießen einfach
herstellen und erfordert keinerlei Nacharbeit. Außerdem erfüllt er hohe Anforderungen bezüglich Sauberkeit und
Hygiene.
• · ti*
26.11.1998 - 3 - 93787
Oer elastisch verformbare Kunststoff bietet außerdem den
Vorteil, dass der Behälter während des Einbringens in die
Bierflasche oder Bierdose elastisch verformt werden darf,, da
er anschließend wieder seine ursprüngliche Form annimmt.
Es ist zweckmäßig, dass der Querschnitt des Behälters größer
als der Querschnitt der Ausgussöffnung von Bierflaschen und
Bierdosen ist. Dadurch wird erreicht, dass der Behälter nur mit Nachdruck in das Getränkegefäß einführbar ist und somit
beim Ausgießen des Getränks nicht versehentlich mit
ausgegossen werden kann. Außerdem wird erreicht, dass der Behälter beim Regenerieren seiner ursprünglichen Form aus dem
zumindest überwiegend mit Gas gefülltem Getränkegefäß Gas
aufnimmt, das zur Verschäumung des Getränkes zur Verfügung
steht.
Es ist ferner von Vorteil, dass der Behälter ein Unterteil und ein Oberteil aufweist, die vorzugsweise durch ein
scharnierartiges Verbindungsstück verbunden und durch eine
verrastbare Nut-Feder-Verbindung gasdicht verschließbar sind.
Die Aufteilung des Behälters in ein Unterteil und ein Oberteil erlaubt eine einfache, hinterschnittfreie Fertigung desselben.
Dabei können das Unterteil und das Oberteil entweder getrennt oder durch ein scharnierartiges Verbindungsstück verbunden
einstückig gefertigt werden.
Die Nut-Feder-Verbindung beider Teile bietet eine besonders
zuverlässige und einfache Montage derselben. Aufgrund seiner Gasdichtheit und seines geringen Gewichts ist der Behälter
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• ·
26.11.1998 - 4 - 93787
Da das Unterteil, einen vorzugsweise flachen Boden mit einer
gegenüber der Behälterwand vergrößerten Dicke aufweist, liegt der Boden des schwimmenden Behälters aus Gewichts- bzw.
Schwerpunktsgründen immer unter dem Flüssigkeitsspiegel.
Es ist weiterhin von Vorteil, dass im Mittenbereich des Bodens
auf dessen Innenseite ein Rohr rechtwinklig angeformt ist, das mit Abstand bis zum verrasteten Oberteil reicht und dass
dessen freies Ende einen Deckel aufweist, in dem die öffnung angeordnet ist. Das im Behälter befindliche Gas tritt bei
einer Druckabsenkung im Getränkegefäß durch die öffnung des
Deckels in das Rohr und gelangt so in das Getränk, das auf diese Weise verschäumt wird.
Da das Rohr im Behälter fast bis zur Innenseite des Oberteils reicht, durchragt es die Flüssigkeit, die beim Aufladen des
Behälters in diesen eingedrungen ist. Dabei kommt der natürliche Umstand zu Hilfe, dass der Spiegel der
Trinkflüssigkeit innerhalb wie außerhalb des Behälters und
natürlich auch der Behälter selbst in den Getränkegefäßen
immer horizontal liegen. Deshalb tritt beim Entladen des Behälters nur Gas aus der in den Deckel des Rohres
befindlichen öffnung in die Trinkflüssigkeit aus. Da im Boden
eine sich nach außen erweiternde andere öffnung vorgesehen ist, die in Strömungsverbindung mit dem Rohr steht, breitet
sich das ausströmende Gas kegelförmig aus und erfasst dadurch einen großen Teil der Trinkflüssigkeit in dem Getränkegefäß.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Rohres und der öffnung sowie der anderen öffnung im Boden ist ein
hinterschneidungsfreies Spritzgießen des Unterteils ermög licht.
26.11.1998 - 5 - 93787
Wenn der Behälter vorzugsweise waLzenförmig oder in etwa
walzenförmig ausgebildet ist und abgerundete Enden aufweist,
ist er zum Einführen in den Flaschenhals einer Bierflasche besonders geeignet.
Es sind auch Behälter mit z. B. dreieckigen,, quadratischen
oder polygonen Querschnitten denkbar, die alle mit Nachdruck
in die Getränkegefäße einführbar sind. Die Länge der Behälter
richtet sich nach dem Volumen der Getränkegefäße und dein Grad
der gewünschten Verschäumung.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung,
in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargeste lit ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Behälter mit Schni ttangaben,
Fig. 2 einen Querschnitt A-A durch den Behälter nach
: Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt B-B durch den Behälter nach Fig. 1,
26.11.1998 - 6 - 93787
Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Behälter 1, der
ein Unterteil 2 und ein Oberteil. 3 aufweist, die aus elastisch verformbarem Kunststoff hergestellt sind. Das Unterteil 2
weist eine umlaufende Nut 4 mit einer umlaufenden Rastnase 5 auf, das Oberteil 3 eine umlaufende Feder 6 mit einer
umlaufenden Rastnut 7, mit deren Hilfe das Unterteil 2 und das Oberteil 3 verrastbar sind.
Das Unterteil 2 besitzt einen flachen Boden 8, dessen Dicke
größer als die der Behälterwand 9 ist. Dadurch liegt der Behälter 1 beim Schwimmen immer mit dem Boden zu unterst in
der Flüssigkeit bzw. im Getränk. Im Mittenbereich des Bodens 8
auf dessen Innenseite 10 ist ein Rohr 11 rechtwinklig angeformt, das mit Abstand bis zum verrasteten Oberteil 3
reicht. Das freie Ende des Rohres 11 ist durch einen Deckel 12 verschlossen, in dem sich eine öffnung 13 befindet. Diese
besitzt je nach Volumen des Behälters 1 einen Durchmesser von 0,2 bis 0,4 mm. Das am Boden 8 angeformte Ende des Rohres 11
ist über eine sich erweiternde andere öffnung 14 im Boden 8 mit der Umgebung verbunden.
Figur 2 stellt einen Querschnitt A-A durch den Behälter 1 nach Figur, 1 dar, mit dessen Rohr 11 nebst Deckel 12, der öffnung
13 und der anderen öffnung 14, während Figur 3 einen Querschnitt B-B durch den Behälter 1 zeigt, mit dem Rohr 11 in
Seitenansicht.
Die Figuren 2 und 3 verdeutlichen die walzenförmige Grundform
des Behälters 1, während Figur 1 die abgerundeten Enden 15 des Behälters 1 zeigt. Alle drei Figuren lassen den
Dickenunterschied zwischen dem Boden 8 und der Behälterwand 9 und die umlaufende Nut 4 sowie die Feder 6 erkennen.
St'*·' I I ·
26.11.1998 - 7 - 93787
In Figur 4 ist eine Draufsicht auf die Innenseite des
Unterteils 2 und des Oberteils 3 dargestellt, mit der
umlaufenden Nut 4 im Unterteil 2 und der umlaufenden Feder 6
im Oberteil 3. Beide Teile 2, 3 sind durch ein se harnierartiges VerbindungsteiL 16 einstückig ausgebildet. Im
Mittenbereich des Unterteils 2 ist der Deckel 12 erkennbar.
Der aus dem Unterteil 2 und dem Oberteil 3 bestehende Behälter 1 wird durch Zusammenklappen um das scharnierartige
Verbindungstei I 16 und durch Einstecken der umlaufenden Feder
6 in die umlaufende Nut 4 mit gleichzeitigem Verrasten der
umlaufenden Rastnase 5 in der umlaufenden Rastnut 7 komplettiert. Der im Regelfall mit Luft gefüllte Behälter 1
kann dann zum Beispiel in eine zu füllende Bierflasche gesteckt werden. Der Durchmesser des Behälters 1 ist so groß
gewählt, dass er nur durch leichte Verformung durch den Flaschenhals in die Bierflasche gelangen kann. Da der Behälter
1 aus elastisch verformbaren Kunststoff besteht, nimmt er im Inneren der Bierflasche sofort seine ursprüngliche Form wieder
an. Dadurch kann er nicht mehr aus der Bierflasche herausfallen. Das Einbringen des Behälters 1 in die
Bierflasche wird durch dessen abgerundete Enden 15 erleichtert.
Beim Befüllen der Bierflasche und nach deren Verschließen
herrscht in derselben ein gegenüber der Umgebung erhöhter Druck, der in der Regel durch Kohlendioxyd erzeugt wird.
Dieser Druck bewirkt ein Eindringen von Kohlendioxyd und
Flüssigkeit durch die öffnungen 14 und 13 in den Behälter 1.
26.11.1998 - 8 - 93787
Dadurch wird die Luft im Behälter 1 solange verdichtet, bis
ein DruckausgLeich im F Lascheninnern stattgefunden hat.
Der mit Luft, Kohlendioxyd und Flüssigkeit unter Druck
gefüLLte Behälter 1 schwimmt bei stehender Flasche im Bereich des Flaschenhalses. Dabei ist aufgrund des verstärkten Bodens
8 und der daraus folgenden Schwerpunkt lage des Behälters 1 dessen andere Öffnung 14 immer zur Flüssigkeit hin gerichtet.
der Behälter 1 in den Bereich des Flaschenbodens. Dadurch wird
ein Verstopfen des Flaschenhalses durch den Behälter 1
ve rh i ndert.
Die beim öffnen der Flasche erfolgte Druckabsenkung im
FLascheninnern bewirkt ein Ausströmen des Gasinhaltes des
Behälters 1 in die Flüssigkeit und dadurch deren Verschäumen. Aufgrund des geringen Durchmessers der Öffnung 13 findet ein
allmählicher Druckabbau im Innern des Behälters 1 statt, so dass der Verschaumeffekt während der gesamten Ausgießzeit
wirksam bleibt.
Die A/iOrdnung des Rohres 11 und der Öffnung 13 im Deckel 12
bewirkt ein Verbleiben der Flüssigkeit im Behälter 1. Dadurch ist dessen gesamtes Gasvolumen nur für die Verschäumung und
nicht für das Austreiben der Flüssigkeit wirksam.
Die sich erweiternde andere Öffnung 14 bewirkt einen sich
kegelig verbreiternden Austrittsstrahl des Gases aus dem
Behälter 1. Dadurch wird ein großes FLüssigkeitsvoLumen in der
Bierflasche erfasst und verschäumt.
26.11.1998 - 9 - 93787
Bei wieder verschließbaren Flaschen kommt es zum erneuten
Druckaufbau im Behälter 1, so dass bei einem späteren
Ausgießen eines Teils oder Rests der Flüssigkeit diese ebenfalls verschäumt wird.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum beim Entleeren von Getränkegefäßen, vorzugsweise von Bierflaschen oder Bierdosen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein mit Gas
gefüllter Behälter (1) ist, der in Bierflaschen oder Bierdosen
einbringbar ist und der eine Öffnung (13) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (13) einen Durchmesser von vorzugsweise 0,2 bis
0,4 mm aufwe ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) als vorzugsweise elastisch verformbarem Kunststoff besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Behälters (1) etwas größer als der
Querschnitt der Ausgussöffnung von Bierflaschen und Bierdosen ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) vor oder während der Befüllung der Bierflaschen oder Bierdosen in dieselben
e i ngebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) ein Unterteil (2) und ein Oberteil (3) aufweist, die vorzugsweise durch ein scharnierartiges
Verbindungsstück (16) verbunden und durch eine verrastbare Nut-Feder-Verbindung gasdicht verschließbar sind.
26.11.1998 - 11 - 93787
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Unterteil. (2) einen vorzugsweise flachen Boden (8) mit einer gegenüber der Behälterwand (9) vergrößerten Dicke
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
im Mittenbereich des Bodens (8) auf dessen Innenseite (10) ein
Rohr (11) rechtwinklig angeformt ist, das mit Abstand bis zum verrasteten Oberteil (3) reicht und dessen freies Ende einen
Deckel (12) aufweist, in dem die Öffnung (13) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden (8) eine sich nach außen erweiternde andere Öffnung
(14) vorgesehen ist, die in Strömungsverbindung mit dem Rohr
(11) steht.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) vorzugsweise walzenförmig oder in etwa walzenförmig ausgebildet ist und
abgerundete Enden (15) aufweist.
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- 1999-11-25 EP EP99123458A patent/EP1004520B1/de not_active Expired - Lifetime
Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990805 |
|
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