DE29820303U1 - Dämmplattensystem mit Dämmplatte und Nut-Feder-Verbindung - Google Patents
Dämmplattensystem mit Dämmplatte und Nut-Feder-VerbindungInfo
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Description
PAe Kunze & Hansen 0447.20
BESCHREIBUNG
Dämmplattensystem mit Dämmplatte und Nut-Feder-Verbindung
Die Erfindung betrifft ein Dämmplattensystem, insbesondere als Boden-, Wand- oder
Deckenunterkonstruktion, mit Dämmplatte und Nut-Feder-Verbindung zur ineinandergreifenden Flächenbelegung.
Derartige Dämmplattensysteme sind in unterschiedlicher Ausgestaltung bekannt. Beispielsweise ist aus der
DE 43 21 895 Al eine Trägerstruktur für Bodenplattenbeläge in Naßzellen bekannt, bei der
plattenförmige Module aus Styrolpolymerisat mit an den Kanten angeformten Nut-Feder-Verbindungen ausgestattet
sind. Die Module werden mit dem Boden verklebt und auf der Oberseite beispielsweise mit keramischen Platten
belegt. Die Nut-Feder-Verbindung gewährleistet, daß das Plattenniveau an den Stoßstellen übergangslos eben ist.
Nachteilig ist, daß ein fester Verbund der Platten untereinander nicht vorliegt, so daß jedes Modul auf
dem Untergrund verklebt werden muß. Somit ist ein zusätzlicher Arbeitsgang für das Auftragen des
Klebstoffs erforderlich. Darüber hinaus muß die Abbindezeit des Klebstoffs sowie die gesundheitliche
Verträglichkeit berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist nachteilig, daß die verklebte Unterkonstruktion bei
einer späteren Renovierung nicht zerstörungsfrei wieder aufgenommen werden kann. Der an den Modulen anhaftende
Klebstoff sowie Untergrundmaterial erschwert zudem die artenreine Rückführung zur Entsorgung oder eine
Wiederverwendung.
Aufgabe der Erfindung ist es daher ein derartiges Dämmplattensystem anzugeben, bei dem eine sichere
Befestigung der Dämmplatten untereinander bei einfacher Wiederverwendbarkeit der Elemente möglich ist.
Gelöst wird diese Aufgabe bei dem eingangs genannten Dämmplattensystem mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1.
Dadurch daß in zwei gleichartig ausgebildeten Nuten zweier aneinandergrenzender Dämmplatten eine mit
Spreizelementen ausgebildete Feder eingesteckt wird, wird ein kraftschlüssiger Zusammenhalt der Platten
gewährleistet. Die Dämmplatten, die bevorzugt aus einem geschäumten Material bestehen, weisen lediglich eine
leicht einformbare Nut auf, wohingegen der einlegbare Federstreifen aus einem anderen geeigneten Material
bestehen kann. Durch Deaktivieren der Spreizelemente können bereits eingelegte Federn wieder entfernt
werden. Damit können die Dämmplatten wieder aufgenommen und erneut verarbeitet werden. Ein Verkleben der
Dämmplatten mit dem Untergrund ist aufgrund des Zusammenhalts der Platten untereinander nicht nötig und
für die spätere leichte Wiederverwendbarkeit der Dämmplatten auch nicht beabsichtigt.
Um an allen Stoßfugen der zum Dämmplattensystem gehörenden Dämmplatte einen sicheren Zusammenhalt zu
gewährleisten, ist die Nut allseitig an den Stirnflächen der Dämmplatte umlaufend angeordnet.
Bevorzugt ist der in die Nuten zweier aneinandergrenzender Platten eindrückbare Federstreifen
nur geringfügig kleiner als die doppelte Nuttiefe, um
eine möglichst großflächige kraftschlüssige Verbindung
zu gewährleisten.
Dadurch, daß die auf den Federstreifen angeordneten Spreizelemente als schräg vom Streifen abstehende, zur
Mittellinie des Streifens gerichtete Lamellen ausgebildet sind, wird ein einfach konstruiertes und
robustes Spreizelement angegeben, das ein Herausrutschen der Feder aus der Nut bei im
wesentlichen orthogonal zur Stirnfläche gerichteten Kräften sicher unterbindet, da die Lamellen sich
widerhakenartig in der Nut verklemmen. Zum Lösen der Nut-Feder-Verbindung wird bevorzugt die Feder in
Längsrichtung der Nut herausgezogen. In dieser Richtung können die Lamellen keine klemmende, spreizende Wirkung
entfalten.
Wenn die Lamellen an beiden Streifenoberflächen und symmetrisch zur Mittellinie angeordnet sind, wird die
Keil- und Spreizwirkung einer in zwei gegenüberliegenden Nuten eingesteckten Feder weiter
erhöht.
Bevorzugt ist die Feder mit den Spreizelementen, insbesondere Lamellen, aus elastischem Kunststoff
hergestellt.
Wenn die Feder als endloses, extrudiertes Kunststoffprofil hergestellt ist, sind die
Herstellungskosten gering und Federabschnitte gewünschter Länge können von dem endlosen
Kunststoffprofil abgerollt und abgelängt werden.
Alternativ ist das Kunststoffprofil auf die
Kantenlängen der zu verbindenden Dämmplatten abgestimmt.
Wenn die Dämmplatte aus geschäumten Styropolymerisaten
besteht und die umlaufende Nut eingeschnitten oder eingeformt ist, weisen sowohl die
Dämmplattenunterseite, wie auch die Nutinnenflächen
eine ausreichende Rauhigkeit auf, so daß die Dämmplatten auf der Unterkonstruktion, beispielsweise
einer Rohdecke, kaum verrutschen können und eine in die Nut eingedrückte Feder ausreichenden Halt findet.
Dadurch daß die Dämmplattenunterseite eine Vielzahl von gleichartigen Vorsprüngen aufweist, wird die
Rutschfestigkeit der Dämmplatte auf z. B. der Rohdecke erhöht. Darüber hinaus wird ein im wesentlichen
rasterförmiger Hohlraum in der flächig auf der Unterkonstruktion aufgelegten Dämmplatte aufgespannt,
in dem beispielsweise Heizungsrohre, Fußbodenheizungsrohre oder sonstige
Versorgungsleistungen etc. verlegt werden können.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
detailliert beschrieben.
Darin zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt einer Stoßstelle zweier Dämmplatten mit eingelegter Feder,
Fig. 2 die Feder mit Spreizelementen in Stirnansicht, Fig. 3 eine Dämmplatte mit Vorsprüngen im Querschnitt
und
Fig. 4 die in Fig. 3 dargestellte Dämmplatte in
Fig. 4 die in Fig. 3 dargestellte Dämmplatte in
ausschnittsweiser Unteransicht.
In Fig. 1 ist im Querschnitt eine Stoßstelle zweier, aneinandergrenzender Dämmplatten 1, 1 im Ausschnitt
dargestellt. Das Dämmplattensystem ist als Bodenunterkonstruktion auf der Rohdecke auflegbar und
besteht aus aneinandergelegten Dämmplatten 1. Die Dämmplatten 1 weisen an ihren Stirnflächen eine
allseitig umlaufend angeordnete Nut 11 auf. Die Nut weist rechteckigen, schlitzförmigen Querschnitt auf.
Zur kraftschlüssigen Verbindung zweier aneinandergrenzender Dämmplatten ist eine in die
einander gegenüberstehenden Nuten 11, 11 einsteckbare Feder 2 vorgesehen. Die Feder 2, die in Fig. 2 in
vergrößertem Maßstab dargestellt ist, besteht aus einem streifenförmigen Element 21 an dem als Lamellen
ausgebildete Spreizelemente 22 schräg vom Streifen 21 abstehend und zur Mittellinie 23 des Streifens 21
angeordnet sind.
Wenigstens weist die Feder 2 zwei gegenüberliegend zur Mittellinie 23 angeordnete Spreizelemente 22 auf. In
Fig. 2 ist die Feder 2 in nicht eingebautem Zustand und in Fig. 1 in eingebautem Zustand dargestellt. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Feder 2 auf jeder Seite der Mittellinie 23 drei Paar Lamellen 22.
Die Lamellenanordnung ist sowohl paarweise symmetrisch zur vom Streifenelement 21 aufgespannten Ebene wie auch
symmetrisch zur Mittellinie 23 ausgeführt.
In Fig. 3 und 4 ist in kleinerem Maßstab eine Dämmplatte 1 mit an der Unterseite angeordneten
Vorsprüngen 12 dargestellt.
In Fig. 4 ist die Unteransicht der Dämmplatte 1 mit Vorsprüngen 12 im Ausschnitt dargestellt. Die
Vorsprünge 12 weisen im wesentlichen einen quadratischen Querschnitt und eine Höhe von etwa halber
Plattenstärke (s. Fig. 3) auf. Die in regelmäßigen Abständen angeordneten Vorsprünge 12 spannen somit
einen durchgängigen rasterförmigen Hohlraum 13 zwischen der nicht dargestellten Rohdecke und dem durchgängigen
Teil der Dämmplatte auf.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der in Fig. 4 mit III-III gekennzeichneten Linie durch die Dämmplatte
Im Querschnitt ist die mit einer Vielzahl von Vorsprüngen 12 ausgestattete Unterseite der
Dämmplatte 1 erkennbar. Zwischen den Vorsprüngen 12 ist der rasterförmig zusammenhängende Hohlraum 13
ausgebildet. Im oberen, durchgängig ausgestalteten Teil der Dämmplatte 1 ist in den Stirnflächen 14 die
umlaufende Nut 11 ausgebildet.
Nachfolgend wird die Verlegung und die Wiederaufnahme des Dämmplattensystems beschrieben.
Das erfindungsgemäße Dämmplattensystem wird
beispielsweise für die Bodenunterkonstruktion auf eine Rohdecke aufgelegt. Dabei wird mit einer Dämmplatte 1
begonnen und diese ggf. am Wandanschluß zugeschnitten. An den freien, in den Raum zeigenden Stirnflächen 14
der Dämmplatte 1 werden in die dort frei zugängliche, umlaufende Nut 11 Federabschnitte 2 entsprechend der
Plattenkantenlänge eingesteckt. Die Feder 2 verklemmt sich mit den Spreizelementen 22 in der Nut 11. Die
• t «·
nächste Dämmplatte 1 wird mit ihrer Nut 11 in die vorstehende Feder 2 der ersten Platte 1 eingeschoben.
Die beiden aneinanderstoßenden Platten sind nun kraftschlüssig miteinander verbunden.
Nachfolgend wird der gesamte Raum in entsprechender Weise belegt. Ein Verrutschen der gesamten
untereinander verbundenen Dämmplattenfläche ist aufgrund der zwischen Rohdecke und
Dämmplattenunterseite wirkenden Reibung unwahrscheinlich und aufgrund der allseitigen
Umgrenzung durch die Zimmerwände unmöglich. Ein Verkleben der Dämmplatten auf dem Untergrund ist daher
nicht erforderlich.
Soll zu einem späteren Zeitpunkt die verlegte Fläche wieder aufgenommen werden, beispielsweise zur
Renovierung, wird an einer geeigneten Stelle, beispielsweise am Türdurchgang, in Längsrichtung der
Nut 11 die darin liegende Feder 2 aus den gegenüberstehenden Nuten herausgezogen. Die Lamellen
werden in dieser Belastungsrichtung nicht aufgespreizt und verkanten oder verhaken sich daher nicht.
Somit können die Federn und die Dämmplatten im wesentlichen zerstörungsfrei wieder aufgenommen werden.
Die Dämmplatten und die Federn können damit einer weiteren Verwendung zugeführt werden.
Bezugszeichen-Liste
| 1 | Dämmplatte |
| 11 | Nut |
| 12 | Vorsprung |
| 13 | Hohlraum |
| 14 | Stirnfläche |
| 2 | Feder |
| 21 | Streifen |
| 22 | Spreizelement, Lamelle |
| 23 | Mittellinie |
Claims (11)
1. Dämmplattensystem, insbesondere als Boden-, Wand-
oder Deckenunterkonstruktion, mit Dämmplatte (1)
und Nut-Feder-Verbindung zur ineinandergreifenden Flächenbelegung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nut-Feder-Verbindung aus an Stirnflächen (14) der Platten (1) angeordneten Nuten (11) und zur Verbindung
zweier aneinandergrenzender Platten in die Nuten einlegbaren Federn (2) besteht, wobei die
Feder (2) als Streifen (21) ausgebildet ist und beiderseits in Längsrichtung angeordnete
Spreizelemente (22) aufweist.
2. Dämmplattensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
. daß die Nut (11) allseitig an den Stirnflächen (14) der Dämmplatte (1) umlaufend angeordnet
ist.
3. Dämmplattensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Federstreifen (21) eine Breite aufweist, die geringfügig kleiner als die
doppelte Nuttiefe ist.
4. Dämmplattensystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Federstreifen
(21) angeordneten Spreizelemente als schräg vom Streifen abstehende, zur Mittellinie
(23) des Streifens (21) gerichtete Lamellen (22) ausgebildet sind.
5. Dämmplattensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet. daß die Lamellen (22) an beiden
• ·
Streifenoberflächen und symmetrisch zur Mittellinie (23) angeordnet sind.
6. Dämmplattensystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Feder (2) mit Spreizelementen (22)aus elastischem Kunststoff besteht.
7. Dämmplattensystem nach Anspruch 6, dadurch crekennzeichnet,
daß die Feder (2) mit Spreizelementen (22) als endloses, extrudiertes Kunststoffprofil
hergestellt ist.
8. Dämmplattensystem nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente
(2) Längen aufweisen, die geringfügig kürzer sind als die Kantenlängen der zu verbindenden Dämmplatten (1) .
9. Dämmplattensystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmplatte (1) aus geschäumten Styropolymerisaten besteht
und die umlaufende Nut (11) eingeschnitten oder eingeformt ist.
10. Dämmplattensystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet
, daß die Dämmplattenunterseite eine Vielzahl von gleichartigen Vorsprüngen (12) aufweist.
11. Dämmplattensystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet
, daß die Vorsprünge (12) im wesentlichen einen quadratischen Querschnitt aufweisen und einen
rasterförmigen Hohlraum (13) in der flächig aufgelegten Dämmplatte (1) aufspannen.
Priority Applications (2)
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| DE29820303U DE29820303U1 (de) | 1998-11-12 | 1998-11-12 | Dämmplattensystem mit Dämmplatte und Nut-Feder-Verbindung |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE29820303U DE29820303U1 (de) | 1998-11-12 | 1998-11-12 | Dämmplattensystem mit Dämmplatte und Nut-Feder-Verbindung |
Publications (1)
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| DE29820303U1 true DE29820303U1 (de) | 1999-01-14 |
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Effective date: 19990225 |
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Effective date: 20020702 |