DE29817519U1 - Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte Stürze - Google Patents
Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte StürzeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C3/00—Structural elongated elements designed for load-supporting
- E04C3/02—Joists; Girders, trusses, or trusslike structures, e.g. prefabricated; Lintels; Transoms; Braces
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Description
Dipl.-Chem. E.L. FRITZ 98/652
Dr. Dipl.-Phys. R. BASFELD 28.09.1998 Ba/in
Patentanwälte Mühlenberg 74 59759 Arnsberg
Firma
Müller & Baum GmbH & Co. KG
Birkenweg
5984 6 Sundern
"Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte
Stürze"
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bewehrungsanordnung sowie ein Bewehrungselement für gemauerte Stürze, wie Tür-
und Fensterstürze, insbesondere eine Bewehrungsanordnung umfassend ein Bewehrungselement, das sowohl zumindest
teilweise mit der untersten, den Sturz bildenden Lage von Mauersteinen als auch mit seitlich von dem Sturz befindlichen
Mauersteinen in Verbindung steht.
Eine Bewehrungsanordnung sowie ein Bewehrungselement der vorgenannten Art ist beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster 297 14 888 bekannt. Das darin beschriebene Bewehrungselement besteht aus zwei parallel zueinander
angeordneten Stäben, die sich horizontal oberhalb der untersten Lage der den Sturz bildenden vertikal angeordneten
Mauersteine erstrecken, wobei die seitlichen Ausläufer dieser beiden Stäbe in Fugen von seitlich neben dem Sturz
angeordneten Mauersteinen eingreifen. Von den beiden Stäben erstrecken sich äquidistant zueinander beispielsweise in jede
zweite oder dritte Fuge Bügel nach unten zwischen die unterste den Sturz bildende Lage von senkrecht angeordneten
Mauersteinen. Weiterhin erstrecken sich von den Stäben Bügel nach oben in die Fugen von horizontal ausgerichteten
Mauersteinen, die oberhalb der untersten Lage der den Sturz bildenden Mauersteine angeordnet sind. Als nachteilig bei
einer derartigen Bewehrungsanordnung erweist sich, daß sie relativ kompliziert aufgebaut und nur mit beträchtlichem
Aufwand montierbar ist.
Das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Problem ist 0 die Schaffung einer Bewehrungsanordnung sowie eines
Bewehrungselements der eingangs genannten Art, die unkompliziert aufgebaut und einfach zu montieren sind.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche
und 5 gelöst. Eine erfindungsgemäße Bewehrungsanordnung ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß das
Bewehrungselement zumindest einen ersten Schenkel umfaßt, der horizontal etwa parallel zu der Mauer an der Außenseite der
untersten, den Sturz bildenden Lage von Mauersteinen anliegt,
daß weiterhin die unterste, den Sturz bildende Lage von Mauersteinen auf ihrer dem Bewehrungselement zugewandten
Seite eine sich horizontal erstreckende Aussparung aufweist, und daß das Bewehrungselement einen zweiten, sich von dem
ersten Schenkel weg erstreckenden Schenkel umfaßt, der sich in die Aussparung erstreckt. Das Bewehrungselement weist
somit einen einfachen Aufbau auf und kann von der Seite her in eine Aussparung eingreifen, die vor dem Mauern der
untersten Lage in den die unterste Lage des Sturzes bildenden Mauersteinen angebracht werden muß.
Vorteilhafterweise greift der zweite, sich von dem ersten
Schenkel weg erstreckende Schenkel seitlich des Sturzes in eine Fuge zwischen Mauersteinen ein. Die Erstellung der
Bewehrungsanordnung kann dadurch erfolgen, daß bei der Erstellung der Mauer seitlich des Sturzes auf eine geeignete
Lage von seitlichen Mauersteinen der zweite Schenkel des Bewehrungselements aufgebracht und eingemauert wird. Von
diesen seitlichen Mauersteinen erstreckt sich dann das Bewehrungselement über die Tür- oder Fensteröffnung. Daran
anschließend wird in die Mauersteine, die die unterste Lage des Sturzes bilden sollen, eine Aussparung eingebracht.
Danach können dann diese Mauersteine mit ihrer Aussparung auf den sich oberhalb der Tür- oder Fensteröffnung erstreckenden
zweiten Schenkel des Bewehrungselements aufgesteckt und eingemauert werden. Damit ist die Erstellung der
erfindungsgemäßen Bewehrungsanordnung wesentlich unkomplizierter als die Erstellung einer aus dem Stand der
0 Technik bekannten Bewehrungsanordnung.
Gemäß alternativer Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung weist das Bewehrungselement entweder einen L-förmigen Querschnitt auf, wobei sich der zweite Schenkel an
einem Ende des ersten Schenkels von diesem weg erstreckt, oder aber das Bewehrungselement weist einen im wesentlichen
T-förmigen Querschnitt auf, wobei der erste Schenkel durch den sich von ihm weg erstreckenden zweiten Schenkel in zwei
Teilabschnitte unterteilt wird, deren Längenverhältnis vorzugsweise 2 : 5 beträgt. Insbesondere bei der
Ausführungsform mit dem T-förmigen Querschnitt liegt der erste Schenkel oberhalb und unterhalb der Aussparung in den
die unterste Lage des Sturzes bildenden Mauersteinen an diesen bzw. an den seitlichen Mauersteinen oberhalb und
unterhalb der Fuge, in die der zweite Schenkel eingreift, an. Dadurch ergibt sich eine bessere Kräfteverteilung als bei dem
L-förmigen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Bewehrungselements.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind in dem zweiten Schenkel Löcher ausgenommen.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Bewehrungselement aus verzinktem Stahl gefertigt sein. Beide Merkmale verbessern
die Haftung des Bewehrungselements an dem Mörtel, der zum Einmauern der Mauersteine verwendet wird.
-A-
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
5
Fig. la eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Bewehrungsanordnung;
Fig. Ib eine vergrößerte Schnittansicht gemäß dem Pfeil Ib
in Fig. la;
Fig. Ic eine vergrößerte Schnittansicht gemäß dem Pfeil Ic
in Fig. la;
Fig. 2a eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Bewehrungselements;
Fig. 2b eine stirnseitige Ansicht eines erfindungsgemäßen
Bewehrungselements.
20
20
Es wird zuerst auf Fig. 2a und Fig. 2b Bezug genommen, in denen ein erfindungsgemäßes Bewehrungselement 1 abgebildet
ist. Das Bewehrungselement 1 hat im wesentlichen die Gestalt einer langgestreckten Winkelleiste mit einem längeren
5 durchgehenden Schenkel 2 und einem von diesem senkrecht wegragenden kürzeren Schenkel 3. Der kurze Schenkel 3 ragt in
dem in Fig. 2 abgebildeten Ausführungsbeispiel derart von dem langen Schenkel 2 weg, daß dieser in Teilabschnitte
unterteilt wird, die sich etwa wie 2 : 5 verhalten. Es ist 0 erfindungsgemäß natürlich auch möglich den kurzen senkrecht
abragenden Schenkel 3 etwa in der Mitte des langen Schenkels 2 anzubringen. Weiterhin besteht die Möglichkeit den
abragenden Schenkel 3 an einem Ende des Schenkels 2 anzubringen, so daß das erfindungsgemäße Bewehrungselement
5 einen L-förmigen Querschnitt aufweist. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, die Längenverhältnisse der beiden Schenkel
2, 3 zueinander zu verändern, so daß beispielsweise die Schenkel 2, 3 gleich lang sind oder daß beispielsweise der
Schenkel 3 länger ist als der Schenkel 2. In dem in Fig. 2 abgebildeten Ausführungsbeispiel weist der Schenkel 3 eine
Länge von etwa 3 cm auf.
Aus Fig. 2a ist ersichtlich, daß der abragende Schenkel 3 beispielsweise äquidistant in Längsrichtung des
Bewehrungselements 1 angeordnete Löcher 4 aufweist. Diese Löcher können bei der im folgenden genauer beschriebenen
Einmauerung von Mörtel durchdrungen werden, so daß eine bessere Haftung des erfindungsgemäßen Bewehrungselements 1 am
Mörtel erzielt wird.
In Fig. la ist eine Türöffnung 6 ersichtlich, die seitlich von einer aus Mauerstein 5 bestehenden Mauer begrenzt wird.
Erfindungsgemäß kann auch eine Fensteröffnung oder dergleichen mit einer erfindungsgemäßen Bewehrungsanordnung
versehen werden. Bei den Mauersteinen 5 kann es sich beispielsweise um Klinker handeln.
0 Oberhalb der Türöffnung 6 sind senkrecht gemauerte Mauersteine 7 mittels des erfindungsgemäßen
Bewehrungselements 1 angebracht. Das erfindunsgemäße Bewehrungselement 1 erstreckt sich in der erfindungsgemäßen
Bewehrungsanordnung oberhalb der Türöffnung 6 horizontal über diese hinweg jeweils ein Stück weit, beispielsweise eine
halbe Mauersteinlänge weit, längs der seitlichen Mauersteine 5. Aus Fig. Ib ist ersichtlich, daß sich der senkrecht
abragende kurze Schenkel 3 des erfindungsgemäßen Bewehrungselements 1 in dem Bereich oberhalb und seitlich der
Türöffnung 6 in eine Fuge 8 zwischen zwei seitlichen Mauersteinen 5 erstreckt. Der zu dem kurzen Schenkel 3
senkrechte Schenkel 2 liegt außen jeweils an dem oberhalb und unterhalb der Fuge 8 angeordneten Mauerstein 5 an. Im Bereich
der senkrecht gemauerten Mauersteine 7 ragt der kurze Schenkel 3 in einer Aussparung 9 hinein, die vor dem
Einsetzen der Mauersteine 7 in diese eingebracht worden ist. Der kurze Schenkel 3 des erfindungsgemäßen Bewehrungselements
1 wird sowohl in der Fuge 8 zwischen den Mauersteinen 5 als
auch in der Ausparung 9 in den Mauersteinen 7 mit Mörtel
eingemauert. Die im vorgenannten erwähnten Löcher 4 in dem kurzen Schenkel 3 sowie seine Fertigung aus verzinktem Stahl
begünstigen die Haftung des kurzen Schenkels 3 an dem Mörtel. 5
Oberhalb der senkrecht gemauerten Mauersteine 7 werden waagerecht ausgerichtete Mauersteine 10 auf diese aufgesetzt.
Aufgrund der Tatsache, daß sich das erfindungsgemäße Bewehrungselement 1 mit seinem kurzen Schenkel 3 seitlich auf
den Mauersteinen 5 abstützt kann es den Mauersteinen 7 einen sicheren Halt geben.
Claims (10)
1. Bewehrungsanordnung für gemauerte Stürze, wie Tür- und
Fensterstürze, umfassend ein Bewehrungselement (1), das sowohl zumindest teilweise mit der untersten, den Sturz
bildenden Lage von Mauesteinen (7) als auch mit seitlich von dem Sturz befindlichen Mauersteinen (5) in Verbindung
steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungselement (1) zumindest einen ersten Schenkel (2) umfaßt, der
horizontal etwa parallel zu der Mauer an der Außenseite der untersten, den Sturz bildenden Lage von Mauersteinen
(7) anliegt, daß weiterhin die unterste, den Sturz bildende Lage von Mauersteinen (7) auf ihrer dem
Bewehrungselement (1) zugewandten Seite eine sich horizontal erstreckende Aussparung (9) aufweist, und daß
das Bewehrungselement (1) einen zweiten, sich von dem ersten Schenkel (2) weg erstreckenden Schenkel (3)
umfaßt, der sich in die Aussparung (9) erstreckt.
0
2. Bewehrungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite, sich von dem ersten Schenkel (2) weg erstreckende Schenkel (3) seitlich des
Sturzes in eine Fuge (8) zwischen Mauersteinen (5) eingreift.
25
25
3. Bewehrungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unterste, den Sturz
bildende Lage von Mauersteinen (7) aus vertikal ausgerichteten Mauersteinen (7) besteht.
4. Bewehrungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mauersteine (5, 7)
Klinker sind.
5 5. Bewehrungselement für gemauerte Stürze, wie Tür- und Fensterstürze, das sowohl zumindest teilweise mit der
untersten, den Sturz bildenden Lage von Mauersteinen (7) als auch mit seitlich von dem Sturz befindlichen
-2-
Mauersteinen (5) in Verbindung stehen kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungselement (1)
zumindestens einen ersten Schenkel (2) umfaßt, der etwa parallel zu der Mauer an der Außenseite der den Sturz
bildenden Lage von Mauersteinen (7) anliegen kann, und daß das Bewehrungselement (2) zumindestens einen zweiten,
sich von dem ersten Schenkel (2) weg erstreckenden Schenkel (3) umfaßt, der sich in eine gegebenenfalls
vorhandene Aussparung (9) in den die unterste Lage des Sturzes bildenden Mauersteinen (7) erstrecken kann.
6. Bewehrungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der zweite Schenkel (3) von dem
ersten Schenkel (2) senkrecht weg erstreckt.
7. Bewehrungselement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungselement (1)
einen L-förmigen Querschnitt aufweist und sich der zweite Schenkel (3) an einem Ende des ersten Schenkels (2) von
0 diesem weg erstreckt.
8. Bewehrungselement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungselement (1)
einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt aufweist, wobei der erste Schenkel (2) durch den sich von ihm weg
erstreckenden zweiten Schenkel (3) in zwei Teilabschnitte unterteilt wird, deren Längenverhältnis vorzugsweise
2 : 5 beträgt.
0 9. Bewehrungselement nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zweiten Schenkel (3)
Löcher (4) ausgenommen sind.
10. Bewehrungselement nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungselement (1) aus
verzinktem Stahl gefertigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29817519U DE29817519U1 (de) | 1998-10-01 | 1998-10-01 | Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte Stürze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29817519U DE29817519U1 (de) | 1998-10-01 | 1998-10-01 | Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte Stürze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29817519U1 true DE29817519U1 (de) | 1999-01-07 |
Family
ID=8063332
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29817519U Expired - Lifetime DE29817519U1 (de) | 1998-10-01 | 1998-10-01 | Bewehrungsanordnung sowie Bewehrungselement für gemauerte Stürze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29817519U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1035007C2 (nl) * | 2008-02-11 | 2009-08-12 | Vebo Staal B V | Latei. |
| DE202014100183U1 (de) * | 2014-01-16 | 2015-04-20 | René Lange | Schiene für eine Wandöffnung |
-
1998
- 1998-10-01 DE DE29817519U patent/DE29817519U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1035007C2 (nl) * | 2008-02-11 | 2009-08-12 | Vebo Staal B V | Latei. |
| DE202014100183U1 (de) * | 2014-01-16 | 2015-04-20 | René Lange | Schiene für eine Wandöffnung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990218 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20020702 |