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DE29817461U1 - Elektrodenvorrichtung - Google Patents

Elektrodenvorrichtung

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DE29817461U1
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electrode
electrode device
electrode body
electrical line
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DE29817461U
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23HWORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
    • B23H3/00Electrochemical machining, i.e. removing metal by passing current between an electrode and a workpiece in the presence of an electrolyte
    • B23H3/04Electrodes specially adapted therefor or their manufacture
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F1/00Electrolytic cleaning, degreasing, pickling or descaling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic removal of material from objects; Servicing or operating

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Description

Beschreibung: Elektrodenvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Elektrodenvorrichtung zum Anschluß an eine Spannungsquelle einer Behandlungsvorrichtung zur elektrochemischen Behandlung von elektrisch leitenden Materialoberflächen, insbesondere Edelstahloberflächen, im Tamponverfahren.
Beim Schweißen von Edelstahlteilen kann es im Schweißnahtbereich zu Verfärbungen durch wärmebedingt auftretende Anlaßfarben und/oder zur Bildung von Oxidschichten oder anderen Schweißrückständen kommen. Diese Oberflächenveränderungen sind aus ästhetischen Gründen meist unerwünscht. Insbesondere Oxidschichten erhöhen auch die Korrosionsanfälligkeit der behandelten Werkstückbereiche. Sie werden daher normalerweise gleich nach dem Schweißen entfernt und die gereinigten Bereiche ggf. anschließend mit einem Korrosionsschutz versehen. Zum Reinigen von Edelstahlschweißnahtbereichen vor Ort, beispielsweise an einer Baustelle, haben sich insbesondere tragbare Behandlungsvorrichtungen zur elektrochemischen Behandlung der zu reinigenden Oberflächen im Tamponverfahren bewährt. Dabei wird das zu reinigende Werkstück an einen Pol einer Spannungsquelle und eine handgehaltene Elektrodenvorrichtung an den anderen Pol der Spannungsquelle angeschlossen. Eine bekannte Elektrodenvorrichtung hat einen elektrisch
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isolierenden Handgriff, beispielsweise aus Holz, an dessen vordere Stirnseite bündig ein stempelartiger Elektrodenkörper aus elektrisch leitendem Graphit angebracht ist. Der Stempel ist über eine innerhalb des Handgriffs verlaufende elektrische Leitung aus gut leitendem Messing mit einer als Steckbuchse für einen Bananenstecker ausgebildeten, am hinteren Ende des Handgriffs vorgesehenen elektrischen Anschlußeinrichtung verbunden, von der ein Kabel zum zugeordneten Pol der Spannungsquelle führt. Zur Reinigung wird auf den Elektrodenkörper ein flüssigkeitsaufnehmender Flüssigkeitsträger, beispielsweise ein Filzstück, aufgespannt, das mit einem geeigneten Reinigungselektrolyten befeuchtet wird, indem der Stempel in den Elektrolyt eingetaucht wird. Der befeuchtete Stempel wird dann langsam über die zu reinigende Oberfläche geführt, während eine Reinigungsspannung zwischen den Polen der Spannungsquelle anliegt. Die Reinigung kann bei Wechselspannung oder Gleichspannung mit kathodisch geschaltetem Stempel und typischen Spannungen zwischen 10 und 4 0 Volt durchgeführt werden. Der elektrolytische Materialabtrag kann auch dazu genutzt werden, mit Hilfe von Schablonen tiefgeätzte Beschriftungen oder Markierungen auf Oberflächen zu erzeugen. Bei anodisch geschaltetem Handstempel und typischen Gleichspannungen zwischen 2 und 8 Volt ist es auch möglich, mittels eines geeigneten Elektrolyten metallische Oberflächenschichten im Tamponverfahren galvanisch aufzubringen.
Bei Verwendung der bekannten handstempelartigen Elektrodenvorrichtungen wurden in Einzelfällen, insbesondere bei Verwendung älterer Elektrodenvorrichtungen, Leistungsverschlechterungen beobachtet, so daß normalerweise Handstempel von Zeit zu Zeit gegen neue ausgewechselt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine dauerhaft funktionsfähige, insbesondere einfach zu handhabende Elektrodenvorrichtung der genannten Art zu schaffen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Elektrodenvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 vor.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die elektrische Leitung zwischen Elektrodenkörper und Anschlußeinrichtung zumindest in einem dem Eelktrodenkörper zugewandten Abschnitt im wesentlichen aus Edelstahl besteht.
Diese angesichts der bekannt schlechten elektrischen Leitfähigkeit von Edelstahl überraschende Maßnahme hat den Vorteil, daß dadurch die elektrische Leitung zwischen Elektrodenkörper und Anschlußeinrichtung korrosionsbeständiger sein kann als die bisher bekannten Messingleitungen. Korrosionsbedingte Kontaktprobleme und/oder Leitfähigkeitsverschlechterungen zwischen Anschlußeinrichtung und Stempel, wie sie bei längerem Arbeiten mit ggf. korrosiv wirkenden Elektrolyten herkömmlich auftreten, können damit minimiert oder ganz vermieden werden. Bei den üblicherweise beim Tamponverfahren auftretenden Spannungen und Stromstärken macht sich dagegen die schlechtere spezifische Leitfähigkeit von Edelstahl bei geeigneter Auslegung des Leitungsquerschnitts praktisch nicht bemerkbar. Vorzugsweise besteht die gesamte elektrische Leitung aus Edelstahl.
Obwohl es möglich ist, die elektrische Leitung flexibel, beispielsweise in Form von Draht oder Litzen zu gestalten, ist es bevorzugt, wenn der elektrische Leiter ein, vorzugsweise einstückiger, massiver Edelstahlstab ist, der mindestens abschnittsweise im Inneren des Handgriffs verlaufen und eine diesen stabilisierende Seele bilden kann und beispielsweise ein mittleren Querschnitt von zwischen 4 und 12 mm, vorzugsweise zwischen 6 und 10 mm, insbesondere ca. 8 mm haben kann. Derart massive Leiter verbinden gute mechanische Stabilität mit ausreichendem Leitungsguerschnitt, so daß es
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auch bei längerem Arbeiten bei höheren Stromstärken nicht zu einer unangenehmen Erwärmung des Handgriffs oder anderen wärmebedingten Funktionsverschlechterungen kommt.
Bei einer besonders leicht zusammenbaubaren Ausführungsform ist die elektrische Anschlußeinrichtung mit der elektrischen Leitung werkzeuglos verbindbar, insbesondere verschraubbar. Vorzugsweise kann die elektrische Leitung ein endseitiges Innengewinde aufweisen, in das ein Außengewinde der elektrischen Anschlußeinrichtung einschraubbar ist. Hierdurch können Lötverbindungen entfallen. Es wird die Verwendung handelsüblicher schraubbarer Steckbuchsen für Bananenstecker als elektrische Anschlußeinrichtung ermöglicht. Zur Stabilisierung und Verringerung des elektrischen Widerstandes in der zum Elektrodenkörper führenden Leitung kann auch vorgesehen sein, daß die elektrische Anschlußeinrichtung einstückig mit der elektrischen Leitung ausgebildet ist.
Montage oder Auseinandernehmen der Elektrodenvorrichtung kann vorzugsweise auch dadurch erleichtert werden, daß die elektrische Leitung mit dem Elektrodenkörper und/oder einem elektrisch leitenden Verlängerungstück werkzeuglos verbindbar, insbesondere verschraubbar ist. Elektrodenseitig ist es vorteilhaft so, daß die elektrische Leitung ein vorderseitiges Außengewinde aufweist, das in ein Innengewinde des Elektrodenkörpers und/oder eines Verlängerungstückes einschraubbar ist. Der Zusammenbau der gesamten Elektrodenvorrichtung aus werkzeuglos miteinander verbindbaren Einzelteilen erleichtert sowohl die ursprüngliche Montage, als auch das Auseinandernehmen der Elektrodenvorrichtung, beispielsweise zur Reinigung oder zum Auswechseln einzelner Komponenten.
Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen ist der Elektrodenkörper in einem Abstand, insbesondere einem Längsabstand
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bzw. Axialabstand, von dem Handgriff angeordnet oder anordenbar. Hierdurch kann eine verbesserte Handhabung der Elektrodenvorrichtung insbesondere bei der Reinigung schwer zugänglicher Stellen, beispielsweise im Bereich von Innenecken oder Innenkanten, erzielt werden. Bevorzugte Abstände können mehr als 1 oder 2 oder 5 cm betragen, insbesondere zwischen 5 und 10 cm liegen. Derartige relativ kurze Abstände erleichtern spürbar die Erreichbarkeit schwer zugänglicher Stellen, führen aber andererseits nicht dazu, daß die Elektrodenvorrichtung unhandlich und/oder mechanisch instabil wird.
Besonders vorteilhaft sind Ausführungsformen, bei denen der Abstand zwischen Handgriff und Elektrodenkörper stufenlos einstellbar und vorzugsweise die jeweils gewünschte Abstandseinstellung, vorzugsweise werkzeuglos, feststellbar ist. Hierzu kann beispielsweise eine teleskopierbare elektrische Leitung vorgesehen sein, deren ineinander verschiebbare Teleskopelemente beispielsweise durch Schleifkontakte o. dgl. in jeder Relativstellung zueinander elektrisch leitend verbunden sind. Eine bevorzugte Ausführungsform kommt ohne ggf. den Leitungswiderstand ungünstig erhöhende Zwischenkontakte aus. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung, insbesondere der Edelstahlstab, langer ist als der Handgriff, wobei vorzugsweise die Länge der elektrischen Leitung zwischen 10% und 80%, insbesondere zwischen 20% und 50% größer ist als die Länge des Handgriffs. Dies ermöglicht es, daß ein Teil der elektrischen Leitung Richtung Elektrodenkörper aus dem Handgriff hinausragt und dadurch eine Verlängerung zwischen Handgriff und Elektrodenkörper bildet. Insbesondere kann es so sein, daß der Handgriff relativ zu der elektrischen Leitung axial verschiebbar ist, beispielsweise dadurch, daß er auf einem Edelstahlstab linear geführt ist. Eine sichere Einstellung und Festlegung des Abstandes ist dadurch zu erreichen, daß der Handgriff in jeder gewünschten Axialstellung an der elektrischen Leitung
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festlegbar ist. Dies kann durch Schrauben o. dgl. erfolgen, ist jedoch vorteilhaft werkzeuglos möglich, wodurch die Abstandseinstellung besonders einfach wird. Bei einer Ausführungsform ist hierzu eine manuell betätigbare Spannvorrichtung vorgesehen, die nach Art eines Spannfutters mit Klemmbacken im entspannten Zustand eine Axialverschiebung des Leiters relativ zum Handgriff zuläßt und im angezogenen Zustand die Leitung und den Handgriff starr miteinander verbindet.
Da es bei Ausführungsformen mit langer elektrischer Leitung sowohl auf der dem Elektrodenkörper zugewandten Seite, als auch auf der Seite der Anschlußeinrichtung sein kann, daß die Leitung aus dem Handgriff hinausragt, kann zum Schutz eines Bedieners und zur Vermeidung von Fehlfunktionen die elektrische Leitung eine mit ihr verrutschsicher verbundene, beispielsweise durch einen Schrumpfschlauch oder eine andere Isolationsschicht gebildete elektrische Isolierschicht aufweisen, die sich vorzugsweise im wesentlichen über die gesamte Länge der elektrischen Leitung erstreckt. Hierdurch kann erreicht werden, daß stromführende Teile der Leitung nur im Bereich der Anschlußeinrichtung und im Bereich der Verbindung zum Elektrodenkörper freiliegen, während der Zwischenbereich isoliert ist.
Es ist auch möglich, daß mindestens ein elektrisch leitendes, vorzugsweise stabförmiges, Verlängerungsstück vorgesehen ist, das zwischen dem Elektrodenkörper und dem Handgriff, vorzugsweise werkzeuglos, angeordnet oder anordenbar ist. Verlängerungsstücke unterschiedlicher Längen erlauben eine gestufte Abstandseinstellung. Insbesondere kann das Verlängerungsstück mit dem Handgriff, vorzugsweise aber mit der elektrischen Leitung, und/oder mit dem Elektrodenstempel verschraubbar sein. Hierzu kann es handgriffseitig ein Innengewinde haben, das mit einem Außengewindeabschnitt der elektrischen Leitung
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zusammenwirkt und/oder es kann elektrodenseitig ein Außengewinde haben, mittels dessen es in eine Gewindebohrung eines Elektrodenkörpers einschraubbar ist.
Ein Verlängerungsstück bietet eine einfache Möglichkeit, auch komplizierte Anordnungen zwischen Handgriff und Elektrodenstempel zu schaffen. Es kann z.B. mindestens abschnittsweise geknickt und/oder gekrümmt sein. Für die meisten Anwendungsfälle haben sich gerade Verlängerungsstücke als ausreichend erwiesen. Sie sind auch besonders leicht herstellbar.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Verlängerungsstück im wesentlichen aus einem korrosionsbeständigen, elektrisch leitenden Material besteht, insbesondere aus Edelstahl. Es kann, ähnlich wie eine elektrische Leitung, in Form eines beispielsweise im wesentlichen zylindrischen Edelstahlstabes vorliegen. Bei Ausführungen in Edelstahl ist es auch möglich, daß das Verlängerungsstück einstückig mit der elektrischen Leitung ausgebildet ist, wodurch besonders mechanisch stabile Elektrodenvorrichtungen ermöglicht werden und der elektrische Widerstand zwischen Anschlußeinrichtung und Elektrodenkörper gering gehalten werden kann. Bei geeigneter Auslegung der endseitigen Gewinde von elektrischer Leitung und Verlängerungsstück ist es möglich, diese Elemente formidentisch auszubilden, was die Herstellung derartiger Elektrodenvorrichtungen weiter vereinfacht und verbilligt.
Da bevorzugte Ausführungsformen der Verlängerungsstücke im Betrieb stromdurchflossen sind, ist zum Schutz der Bediener und zur Vermeidung von Kurzschlüssen eine elektrische Isolierung der freiliegenden Außenfläche des Verlängerungsstückes vorteilhaft. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein freiliegender Abschnitt des Verlängerungsstückes durch einen Schrumpfschlauch aus elektrisch isolierendem Material umgeben. Diese Isolierung hat sich als besonders einfach in der
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Herstellung und robust im Gebrauch erwiesen. Alternativ oder zusätzlich kann eine isolierende Beschichtung des Verlängerungsstückes durch eine Lackschicht oder eine durch Wärmebehandlung erzeugte Oxidschicht oder dergleichen vorgesehen sein.
Die Anordnung eines Elektrodenkörpers im ggf. stufenlos einstellbaren Abstand zum Handgriff und die Ausbildung mit mindestens einem Verlängerungsstück, ist auch bei gattungsgemäßen Elektrodenvorrichtungen vorteilhaft, die beispielsweise eine Messing-Leitung anstatt der Edelstahl-Leitung haben.
Die Form des im Einsatz mit einem Filzstück oder dergleichen zu bespannenden Elektrodenkörpers kann entsprechend der beabsichtigten Anwendung so gewählt werden, daß eine effektive, gezielte, räumlich begrenzte Oberflächenbearbeitung mit geeigneter Stromstärke möglich ist. Für beispielsweise durch elektrochemisches Tiefätzen hergestellte Beschriftungen mit Hilfe von Durchbrechungen aufweisenden Schablonen haben sich Stempel mit im wesentlichen ebenen Wirkflächen von beispielsweise ca. 2 bis ca. 7 cm Breite und beispielsweise ca. 1 bis ca. 2 cm Tiefe bewährt. Die Bearbeitung von insbesondere innenliegenden Ecken oder Kanten wird erleichtert, wenn der Elektrodenstempel im Bereich der Wirkfläche im wesentlichen keilförmig ist, wobei Keilwinkel anwendungsangepaßt beispielsweise zwischen 30° und 70° liegen können. Ein mittlerer Krümmungsradius von beispielsweise 1 bis 3 mm im Kantenbereich, der durch ggf. ebene Abflachung der Keilkante erzeugt werden kann, kann zu Wirkflächengrößen in der Größenordnung von beispielsweise 50 bis 200 mm2 führen, wobei die wirksame Stempeloberfläche durch den aufgespannten Filz oder dergleichen noch etwas vergrößert wird. Eine besonders zweckmäßige Stempelform, die insbesondere Mittel zur Abrutschsicherung eines ein Filzstück auf dem Stempel haltenden O-Rings auf-
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weist, und die eine störungsfreie Eckenbearbeitung ermöglicht, wird im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher beschrieben.
Das Material des Elektrodenkörpers wird zweckmäßig im Hinblick auf die elektrochemischen Verhältnisse bei der beabsichtigten Anwendung ausgewählt. Für die elektrochemische Reinigung und die materialabtragende Beschriftung durch Tiefätzen können kostengünstig und einfach herstellbare Elektrodenkörper aus Graphit eingesetzt werden, die zur Vermeidung von Kurzschlüssen und Stempelbeschädigungen im Bereich außerhalb der Wirkfläche beispielsweise durch eine Lackschicht elektrisch isoliert sein können. Ein Universalstempel, der sowohl für materialabtragende Bearbeitungen, wie Ätzen oder Reinigen, als auch für materialauftragende Behandlungsarten, wie das galvanische Beschichten mit Korrosionsschutzschichten und/oder das Beschichten mit Edelmetallschichten, beispielsweise aus Gold, einsetzbar ist, zeichnet sich dadurch aus, daß ein metallischer Grundkörper, insbesondere aus Titan, vorgesehen ist, der mit einer dichten Oberflächenschicht aus einem Edelmetall beschichtet ist, das elektrochemisch edler als Gold ist, insbesondere mit Platin oder einem anderen Edelmetall mit einer gegenüber einer Wasserstoffelektrode bestimmten Normalspannung von mehr als ca. 1,4 bis 1,5 V. Da die insbesondere galvanisch aufgebrachte Oberflächenschicht mit beispielsweise 2 bis 5 /um Schichtdicke sehr dünn sein kann, lassen sich auf diese Weise relativ kostengünstig elektrochemisch bei allen Anwendungen beständige, großvolumige Elektrodenkörper herstellen.
Bei anderen Ausführungsformen besteht der Elektrodenkörper im wesentlichen aus einem galvanisch auftragbaren Metall, insbesondere Korrosionsschutzmetall, insbesondere aus Zinn, Zink, Nickel oder aus einer Kombination von Zink und Nickel oder Zink und Zinn. Derartige Elektrodenkörper sind vorteil-
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haft bei der elektrolytischen Abscheidung entsprechender Metalle als z.B. räumlich begrenzte Korrosionsschutzschichten auf Metalloberflächen, insbesondere im Schweißnahtbereich verwendbar, wo sie bei anodischer Schaltung wie eine Opferanode wirken und zur kontinuierlichen Auffrischung eines das zu beschichtende Metall in ionischer Form enthaltenden Elektrolyten dienen können.
Eine Weiterbildung schlägt Einrichtungen vor, die es ermöglichen, die elektrochemische Behandlung im Tamponverfahren teilautomatisch oder vollautomatisch durchzuführen. Diese Einrichtungen können bei allen gattungsgemäßen Elektrodenvorrichtungen vorteilhaft sein. Beispielsweise kann der Elektrodenvorrichtung mindestens eine im Bereich des Elektrodenkörpers, insbesondere der Wirkfläche, mündende Elektrolyt-Zufuhrleitung zugeordnet sein. Diese kann durch mindestens einen beispielsweise durch den Handgriff und/oder die Verlängerung und/oder den Stempel bis in den Bereich der Wirkflächen führenden Kanal gebildet sein, der beispielsweise über einen flexiblen Schlauch mit der eine Elektrolytpumpe aufweisenden Behandlungsvorrichtung verbunden sein kann. Diese Ausführung ermöglicht eine Oberflächenbehandlung ohne zwischenzeitliches Absetzen und/oder Eintauchen des Stempels, da ständig intermittierend oder kontinuierlich frischer Elektrolyt nachführbar ist.
Die Elektrolytzufuhr kann ungesteuert bzw. ungeregelt erfolgen. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, die mindestens eine Sensoreinrichtung zur Erfassung des Befeuchtungszustandes, insbesondere des elektrischen Widerstandes, eines auf dem Elektrodenkörper aufgebrachten flexiblen Materialstücks aus saugfähigem Material, wie beispielsweise eines Filzstückes, aufweist. Das Sensorsignal kann zur Steuerung der automatischen Elektrolytzufuhr genutzt werden, so daß Elektrolyt nur dann und in derartigen Mengen zugeführt
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wird, daß der feucht zu haltene Tampon weder unzulässig stark an Elektrolyt verarmt noch so viel Elektrolyt zugeführt bekommt, daß dieser unkontrolliert abtropft oder über die zu behandelnde Oberfläche fließt.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte Ausführungen darstellen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. l(a) eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer beilförmigen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Elektrodenvorrichtung,
Fig. l(b) eine Ansicht der Handgriffseite des Elektrodenstempels aus Fig. l(a) mit aufgespanntem Filzstreifen,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform eines Elektroden-Stempels in Vorderansicht (a) und Seitenansicht (b) ,
Fig. 3 eine Ausführungsform eines quaderförmigen
Universalstempels aus platiniertem Titan in Vorderansicht (a), Seitenansicht (b) und in einer die Platinschicht zeigenden Detailansicht (c) und
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Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Elektrodenvorrichtung mit einem stufenlos veränderbaren Abstand zwischen Handgriff und Elektrodenkörper.
Die Seitenansicht in Fig. l(a) zeigt eine als handgehaltene Tamponelektrode ausgebildete, hammer- bzw. beilförmige Elektrodenvorrichtung 1, die besonders zur elektrochemischen Reinigung von Innenkanten und -ecken geschweißter Edelstahl-Bauteilen vorgesehen ist. Sie hat einen elektrisch isolierenden, im wesentlichen zylindrischen Handgriff 2, an dem über ein an den Handgriff anschraubbares, stielartiges Verlängerungsstück 3 ein auch als Elektrodenstempel oder Stempel bezeichneter Elektrodenkörper 4 in einem Abstand von ca. 6 bis 7 cm vom Handgriff 2 durch Anschrauben angebracht ist. An der dem Elektrodenstempel 4 abgewandten Rückseite des Handgriffs ist eine mit dem Elektrodenkörper 4 elektrisch leitend verbundene, als Bananenstecker-Steckbuchse ausgebildete elektrische Anschlußeinrichtung 5 vorgesehen, über die die Handelektrode 1 an einen Pol einer Spannungsquelle anschließbar ist.
Der im wesentlichen aus Graphit bestehende Elektrodenstempel 4 hat eine durch die untere, parallel zur Längsachse von Handgriff und Verlängerungsstück verlaufende Keilkante gebildete, wenige Millimeter schmale und ca. 35 mm lange Wirkfläche 6. Für den Einsatz wird der Wirkflächenbereich, wie in Fig. l(b) gezeigt, durch ein flexibles, flüssigkeitsauf nehmendes Materialstück 7 umspannt, das beispielsweise aus Filz oder Glasfasergewebe bestehen kann und den Stempel auf voller Breite umgibt. Das Filzstück erhöht die wirksame Stempeloberfläche im Bereich der Wirkfläche geringfügig und wird auf der Stempelaußenseite durch einen gummielastischen O-Ring 8 festgehalten, der im Bereich oberhalb des Stiels 3 die freien Enden des Filzstückes und den Stempel 4 spannend
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umschließt. Zur elektrochemischen Behandlung einer Werkstück-Oberfläche wird das Werkstück beispielsweise an den Pluspol und die Elektrodenvorrichtung über ein in den Steckanschluß 5 eingestecktes Kabel an den Minuspol einer Spannungsquelle angeschlossen und eine Reinigungsspannung von z.B. 24 Volt angelegt. Dann wird der mit Filz versehene Stempel 4 beispielsweise durch Eintauchen mit Elektrolyt befeuchtet und mit seiner filzumspannten Wirkfläche langsam entlang einer zu reinigenden Innenkante o. dgl. geführt.
Die Elektrodenvorrichtung 1 ist aus mehreren ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen miteinander verbindbaren, auswechselbaren Teilen zusammengesetzt, mechanisch robust und elektrisch für den Einsatz in korrosiver Umgebung optimal ausgestaltet. Der mit einer griffgünstig aufgerauhten Oberfläche und einer im Bereich der ebenen vorderen Stirnseite 10 angeordneten, als Abrutschsicherung dienenden, ringwulstartigen Durchmessererweiterung 11 ausgestattete, aus Pertinax gefertigte Körper des Handgriffs 2 hat eine zentrische, im wesentlichen zylindrische Längsbohrung 12, die im Bereich der Ringwulst 11 unter Bildung einer ringförmigen Stufe 13 in eine stirnseitig offene Durchmessererweiterung 14 übergeht.
In die Längsbohrung 12 ist ein als elektrische Leitung dienender Edelstahlstab 2 0 axial und radial spielfrei eingesetzt. Der Stab 2 0 hat einen dem Durchmesser der Längsbohrung 12 angepaßten zylindrischen Abschnitt 21, an dessen der Anschlußeinrichtung 5 zugewandten Ende ein axiales Innengewinde 22 vorgesehen ist. Im gegenüberliegenden Endbereich ist eine im zusammengebauten Zustand im Bereich der Durchmessererweiterung 14 liegende, zylindrische Durchmessererweiterung 2 3 vorgesehen, an die sich zur Vorderseite des Stabes 2 0 nach einem Einstich 24 ein Außengewindeabschnitt 25 anschließt. Die auswechselbare Steckbuchse 5 hat einen aus vernickeltem Messing bestehenden, mit einer zylindrischen
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Axialbohrung für einen Bananenstecker versehenen Gewindekörper 28, dessen Außengewinde mit dem Innengewinde 2 2 des Stabes 2 0 zusammenwirkt. Auf dem rückwärtigen Ende des Gewindekörpers sitzt ein elektrisch isolierender Kunststoff-Abschluß 29 mit einem in die Längsbohrung 12 einführbaren Vorderabschnitt 30 und einem die hintere Öffnung der Bohrung 12 übergreifenden zylindrischen Hinterabschnitt 31, der im montierten Zustand das Innere des Handgriffs rückwärtig abdeckt.
Bei der manuell durchführbaren Montage wird zunächst * Edelstahlstab 2 0 von der Vorderseite her in die Bohrung 12 eingesetzt, bis die zylindrische Durchmessererweiterung 23 auf der Ringschulter 13 aufsitzt. Anschließend wird die Steckbuchse 5 in das Innengewinde 22 eingeschraubt, bis der Hinterabschnitt 31 auf der ebenen Rückseite des Handgriffs aufliegt. Wegen des axialen Abstandes zwischen Kunststoffabschluß 2 9 und Edelstahlstab 2 0 ist es möglich, durch Einschrauben der Steckbuchse 5 eine den Stab 2 0 verdrehsicher im Handgriff 2 festspannende Vorspannung aufzubringen, die auch die Steckbuchse verliersicher am Handgriff festhält. Zur Verringerung des elektrischen Widerstands kann auch vorgesehen sein, daß die elektrische Anschlußeinrichtung einstückig mit der elektrischen Leitung ausgebildet ist. Beispielsweise kann anstatt des Innengewindes 28 eine glatte Bohrungswand vorgesehen sein, so daß das hintere Sackloch als Steckbuchse einer Steckverbindung dienen kann. Eine Isoliermutter kann auf eine über das Hinterende des Handgriffes hinausragende Außengewindeabschnitte der Leitung/Anschlußkombination geschraubt sein.
Im montierten Zustand ragt das Vorderende des Edelstahlstabs 20 mit dem Gewindeabschnitt 25 über das Vorderende des Handgriffes hinaus. Bei entsprechender Ausbildung eines Innengewindes eines Elektrodenkörpers kann dieser derart auf
• *
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das Außengewinde 2 5 aufgeschraubt werden, daß eine dem Handgriff zugewandte Rückseite des Elektrodenkörpers bündig und mit Vorspannung an der ebenen Vorderseite 10 des Handgriffes verdrehgesichert anliegt. Derartig kompakte, axial kurze Handstempel sind insbesondere zur Behandlung frei zugänglicher Oberflächen geeignet.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Elektrodenkörper 4 jedoch mittels des elektrisch leitenden Verlängerungsstückes 3 in einem axialen Abstand von ca. 6 bis 7 cm von der Vorderseite des Handgriffes entfernt angeordnet. Das hierzu vorgesehene, elektrisch leitende Edelstahl-Verlängerungsstück 3 ähnelt in Form und Aufbau dem Edelstahlstab 20. Es hat auf der dem Handgriff 2 bzw. dem elektrischen Leiter 2 0 zuzuwendenden Ende ein mit dem Außengewinde 25 des Stabes 20 zusammenwirkendes axiales Innengewinde 27, mittels dessen das Verlängerungsstück auf das Gewinde 25 des Leiters 2 0 schraubbar ist. Am gegenüberliegenden Ende ist eine ringwulstartige Durchmessererweiterung des ansonsten im wesentlichen zylindrischen Verlängerungsstückes vorgesehen, an die sich ein Einstich 34 sowie ein Außengewindeabschnitt 35 anschließt, dessen Gewindedurchmesser größer ist als der des entsprechenden Außengewindes 25 des Leiters 20. Der Außengewindeabschnitt 35 dient der werkzeuglosen Befestigung von Elektrodenstempeln am Verlängerungsstück. Zur elektrischen Isolierung des zwischen Handgriff bzw. Leiter 2 0 und Elektrodenstempel 4 liegenden Bereiches des Verlängerungsstückes ist dieses durch einen Schrumpfschlauch 3 2 aus elektrisch isolierendem Material umgeben, der im Gegensatz zu einer ebenfalls möglichen elektrischen Isolierung durch eine Lackschicht insbesondere den Vorteil hat, sehr robust gegenüber mechanischen Beschädigungen zu sein. Bei einer anderen Ausführungsform ist das Verlängerungsstück einstückig mit der Leiter ausgebildet, wodurch die Verbindung mechanisch stabiler wird und eine besonders bei geringer Stromstärke vorteilhaften
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niedrigen elektrischen Widerstand aufweist, da die Leitung nicht durch Spalte oder dergleichen unterbrochen ist.
Der zugeordnete Elektrodenstempel 4 hat eine Sacklochbohrung 3 6 mit einem Innengewinde 37, in das die Verlängerung bis zum festen Anliegen der Ringwulst 3 3 am Rand der Sacklochbohrung einschraubbar ist. Bei dem Elektrodenstempel 4 in Fig. l(a) verläuft die Achse der Sacklochbohrung 3 6 parallel zur Keilschneide bzw. Wirkfläche 6, so daß diese im wesentlichen parallel zur Längsachse der Handgriff/Verlängerungs-Kombination verläuft. Alternativ oder zusätzlich zu derartigen Gewindebohrungen kann ein Elektrodenkörper auch Gewindelöcher aufweisen, deren Achsen in einem spitzen oder stumpfen, insbesondere rechten, Winkel zur entsprechenden Wirkfläche stehen, wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist.
Der aus einer planparallelen Graphit-Platte geschnittene Elektrodenstempel 4 mit einem Keilwinkel von ca. 30° ist vorwiegend für Reinigungszwecke vorgesehen und weist einige die Handhabung erleichternde und die Funktion sichernde Details auf. So ist beispielsweise im der Wirkfläche 6 abgewandten Oberbereich des Stempels 4 an dessen Rückseite 3 8 ein querverlaufender Haltevorsprung 3 9 einstückig mit dem Elektrodenkörper ausgebildet. Dieser dient als Abrutschsicherung zur Verhinderung des Abrutschens des O-Ringes 8 nach oben und verhindert somit, daß das FiIzstück 7 während des Einsatzes sich vom Elektrodenstempel löst. Weiterhin zeichnet sich der Elektrodenstempel dadurch aus, daß er auf seiner der Wirkfläche 6 abgewandten Seite einen Verjüngungsabschnitt 4 0 mit sich in Richtung senkrecht zur Wirkfläche verjüngendem Querschnitt hat. Der Verjüngungsabschnitt 40 hat zwei in Fig. l(b) gut zu erkennende, planparallele Breitseiten 41, 42 und zwei die Breitseiten verbindende Schmalseiten, die durch die bis auf den Vorsprung 3 9 ebene Rückseite 3 8 und die vollständig ebene Vorderseite 4 3 gebildet werden. Es ist zu erkennen,
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daß die senkrecht zur Längsachse der Verlängerung 3 stehende Rückseite 38 und die in einem Winkel von ca. 3 bis 4° zu dieser Längsachse zum Handgriff hin angeschrägte, ebene Vorderseite 43 in Richtung zur wirkflächenabgewandten Oberseite des Stempels konvergieren, so daß im Verjüngungsabschnitt 40 der Querschnitt des Stempels insgesamt nach oben abnimmt. Dies bewirkt für den den Verjüngungsabschnitt und das Filzstück umspannenden O-Ring 8, daß dieser von allein nicht in Richtung zur Wirkfläche 6 verrutschen kann, da diese Bewegung mit einer spannenergieaufwendigen Aufspreizung des O-Ringes verbunden wäre. Ein Loslösen in die andere Richtung, nach oben, wird durch den HaItevorsprung 3 9 verhindert, so daß der O-Ring 8 verliersicher an der Elektrode angebracht ist.
Die geringfügige Anschrägung der Vorderseite 4 3 gegenüber der Werkzeuglängsachse bzw. der Wirkflächenlängsachse ist nicht nur im Zusammenhang mit der Sicherung des O-Ringes vorteilhaft, sondern auch im Hinblick auf die elektrische Funktionsund Betriebssicherheit der Vorrichtung im Einsatz. Die in einem Winkel von weniger als 90°, im Beispiel ca. 87° zur Wirkflächenebene angeschrägte Vorderkante bewirkt, daß der wirkflachenabgewandte Teil des Stempels nicht in Berührungskontakt mit metallischen Teilen gelangt, wenn die Wirkkante 6 parallel zu einer Innenkante bis in eine Eckbereich eines rechteckigen Edelstahlgehäuses o. dgl. geschoben wird. Auch behindert der den Oberbereich umschließende O-Ring nicht eine Verschiebung der Wirkkante 6 bis vollständig in die Ecke, da er gegenüber der Vorderspitze 44 der Wirkkante zurückversetzt ist. Dadurch ist eine Reinigung bis in die Ecken möglich, insbesondere ohne daß es zu Kurzschlüssen außerhalb des beabsichtigten Wirkbereiches der Vorrichtung kommt. Die elektrische Sicherheit der Vorrichtung wird weiterhin dadurch gefördert, daß der Elektrodenstempel im Bereich der planparallelen Breitseiten 41, 42, der axialen Stirnseiten 38, 43
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und der Oberseite 45 mit einer elektrisch isolierenden Lackschicht versehen ist, so daß versehentliches Anschlagen dieser Bereiche an metallische Teile nicht zu Kurzschlüssen führt.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform eines Graphitstempels 50 gezeigt, der wie der Stempel 4 in Fig. 1 aus einer ca. 15 mm dicken planparallelen Graphit-Platte hergestellt ist und dessen freiliegende Außenseiten bis auf den Bereich der in einem Winkel von ca. 60° aufeinander zu laufenden Keilflächen 51, 52 durch eine Lackschicht elektrisch isoliert ist. Im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig. 1 ist hier die das Gewinde 3 5 des Verlängerungsstückes 3 (oder ein entsprechendes Gewinde am Handgriff 2 bzw. der Leitung 20) aufnehmende Sacklochbohrung 53 mit ihrer Achse senkrecht zur ca. 2 mm schmalen ebenen Wirkfläche 54 ausgerichtet, so daß beim Entlangführen an einer zu reinigenden Kante die den Handgriff führende Hand bzw. der Handgriff im wesentlichen senkrecht zum Kantenverlauf zu halten sind. Beim Stempel 50 sind beide ebenen Schmalseiten 55, 56 des Stempels in einem Winkel von ca. 85° zur Längsrichtung der Wirkfläche 53 ausgerichtet, so daß mit diesem in Seitenansicht trapezförmigen Stempel eine kurzschlußfreie vollständige Eckenreinigung sowohl im Linksanschlag, als auch im Rechtsanschlag möglich ist und oberhalb der Keilflächen ein Verjüngungsabschnitt vorliegt.
In Fig. 3 ist ein quaderförmiger Universalstempel 60 mit einer im wesentlichen ebenen, relativ großflächigen Wirkfläche 61 von ca. 15 &khgr; 30 mm Größe gezeigt. Stempel dieser Art, die auch kleinere oder größere, beispielsweise bis zu bis 8 0 mm breite Wirkflächen haben können, werden vorwiegend zur großflächigen Bearbeitung von Metalloberflächen eingesetzt, insbesondere beim Beschriften von Flächen mittels Durchbrechungen aufweisender Schablonen. Der Stempel 60 hat
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einen mit der senkrecht zur Wirkfläche ausgerichteten Sacklochbohrung 62 zur Befestigung am Handgriff versehenen, guaderförmigen Titan-Grundkörper 63, auf den vollflächig eine dichte, ca. 2 bis 3 &mgr;&idiagr;&eegr; dicke Platinschicht 64 galvanisch aufgebracht ist. Durch die vollflächige, dichte Beschichtung mit einem Edelmetall, das elektrochemisch edler als Gold ist, ist es möglich, derartige Stempel für praktisch alle im Tamponverfahren durchführbaren Behandlungsarten einzusetzen, also sowohl zum Reinigen, als auch zum Beschriften von Oberflächen, wobei die Beschriftung sowohl durch materialabtragendes Tiefätzen, als auch, alternativ oder zusätzlich, durch materialauftragende galvanische Beschichtung mit geeignetem Beschriftungsmetall erfolgen kann. Der platinierte Titanstempel ist insbesondere für das galvanische Vergolden von Oberflächen geeignet, für das sich Graphitstempel nur bedingt eignen, weil sie sich beim Galvanisieren zersetzen.
Die beschriebenen und andere Stempelformen können ohne Aufwand auch mit anderen Stempelmaterialien realisiert werden. Insbesondere kann ein Elektrodenkörper, wie eingangs erwähnt, aus massivem Zinn, Zink oder Nickel oder Kombinationen aus Zink und Zinn oder Zink und Nickel bestehen und kostengünstig durch wenige ebene Schnitte aus plattenförmigen! Grundmaterial hergestellt sein. Die Stempelformen erfindungsgemäßer Elektrodenvorrichtungen können auch unabhängig von sonstigen Merkmalen, wie dem Edelstahl-Leiter und/oder der Verlängerung bei herkömmlichen Tamponelektroden vorteilhaft genutzt werden.
Die perspektivische Darstellung in Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform einer handgehalteten Elektrodenvorrichtung 70, deren Besonderheit darin liegt, daß der Axialabstand zwischen dem Handgriff 71 und dem Elektrodenkörper 7 2 stufenlos einstellbar ist. Der aus elektrisch isolierendem Material, insbesondere Kunststoff bestehende Handgriff 71 ist
M :
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ergonomisch günstig faßförmig nach außen gewölbt und hat einen zentrischen, durchgehenden Axialkanal 73, in dem spielfrei eine elektrische Leitung 74 in Form eines im wesentlichen zylindrischen Edelstahlstabes geführt ist. Dieser ist im Bereich seiner hinteren Anschlußeinrichtung und im Bereich der nicht erkennbaren Schraubverbindung zum Elektrodenkörper 7 2 im wesentlichen identisch mit der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Ausführungsform. Im Unterschied zu dieser ist die einstückige elektrische Leitung 74 jedoch ca. 30 bis 40% langer als der Handgriff und im wesentlichen auf ihrer gesamten Länge nach außen elektrisch isoliert, was beispielsweise über einen Gummi-Schrumpfschlauch realisierbar ist. Der Handgriff hat an seiner Hinterseite auf etwa einem Drittel seiner Länge eine zur Durchgangsöffnung 73 durchgehende Radialnut 76 und an seiner dem Elektrodenkörper zugewandten Vorderseite eine sich konisch zum Elektrodenkörper 72 erweiternde Einführöffnung 77, die im Bereich des Öffnungsrandes ein Innengewinde aufweist.
Dem Handgriff ist eine manuell betätigbare, vom Handgriff manuell lösbare Spannvorrichtung 79 zugeordnet, die in Form einer von der Seite der Anschlußeinrichtung auf die Leitung aufschiebbaren Hülse ausgebildet ist. Sie hat einen an seiner Außenseite griffgünstig aufgerauhten oder geriffelten Ringabschnitt 80, an dem einstückig mehrere dem Handgriff zugewandte Klemmbacken 81 vorgesehen sind, deren radiale Außenflächen sich zum Handgriff konisch verjüngen, während ihre Innenflächen mit nur geringem Spaltabstand am Umfang der isolierten Leitung 74 anliegen. Im Übergangsbereich zwischen Ringabschnitt 8 0. und den Klemmbacken ist ein mit dem Innengewinde 7 8 zusammenwirkendes Außengewinde vorgesehen.
In der gezeigten Anordnung, bei der die nach Art eines Spannfutters oder einer Spannzange ausgebildete Spannvorrich-
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tung 79 vom Handgriff gelöst ist, ist dieser in Axialrichtung frei auf dem elektrischen Leiter verschiebbar, wodurch eine stufenlose Abstandsverstellung zwischen Elektrodenkörper 72 und Handgriff möglich ist. Bei einer Extremstellung mit minimalem Abstand liegt das Spannfutter 79 an der handgriffzugewandten Stirnseite des Elektrodenkörpers 72 an und die Klemmbacken 81 sind in die konische Einführöffnung 77 eingeführt. In der Stellung minimalen Abstands ragt das vollständig nach außen isolierte Hinterende des Leiterstabes 74 mit dem ggf. darin eingesteckten Steckkontakt aus dem Hinterende des Handgriffs hinaus. In einer Stellung maximalen Abstandes, bei der der Abstand etwa in der Größenordnung von der Hälfte der Länge des Leiters 74 liegt, ist der Handgriff auf dem Leiter so weit zurückgeschoben, daß der Bereich der Anschlußeinrichtung 75 innerhalb des Handgriffs etwa auf Höhe des Vorderendes der Radialnut 7 6 liegt. In dieser Stellung kann bei eingestecktem Steckkontakt 82 dessen Isolationskörper 83 bis zum Längsanschlag in die Radialnut 76 eingeführt sein.
Die Abstandsverstellung erfolgt, indem zunächst das Spannfutter 79 vom Handgriff abgeschraubt wird. Dadurch wird ein Klemmeingriff zwischen den Klemmbacken 81 und der Leitung 74 aufgehoben und das Spannfutter sowie der Handgriff sind frei gegenüber dem Edelstahlstab verschiebbar. Ist der Handgriff in die gewünschte Axialstellung geschoben, so wird das Spannfutter 79 in die Einführöffnung 77 eingeschoben und durch manuelle Drehung des Schraubverschlusses 79 relativ zum Handgriff wird das Spannfutter an die Vorderseite des Handgriffs angeschraubt. Dabei gleiten die konischen Außenflächen der Klemmbacken 81 an der konischen Innenfläche der Einführöffnung 77 ab, wodurch die Klemmbacken nach radial innen auf den mit der Isolierung versehenen Umfang des Leiterstabes 74 gepreßt werden. Diese Abstandsverstellung und klemmende Festlegung des Abstandes ist schnell und bequem ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen möglich. Durch die stufenlose Abstands-
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Verstellung kann eine sehr genaue Einstellung der Handelektrodengeometrie auf den vorliegenden Anwendungsfall erreicht werden, so daß es möglich ist, in den meisten Fällen mit einer einzigen Elektrodenform des Elektrodenkörpers 72 auszukommen.

Claims (1)

  1. '..··..' *.. 'PATENTANWÄLTE RUFF, BEIER und PARTNER
    STUTTGART
    Dipl.-Chem. Dr. Michael Ruff Dipl.-Ing. Joachim Beier Dipl.-Phys. Jürgen Schöndorf Dipl.-Chem. Dr.Thomas Mütschele
    Ruff, Beier und Partner · Willy-Brandt-Straße 28 · D-70173 Stuttgart European Patent Attorneys
    European Trade Mark Attorneys
    Anmelder: Kai Greising Willy-Brandt-Straße 28
    Gartenstraße 4 D-70173 Stuttgart
    Telefon (0711) 22 2976-0
    -7T2OO v v. Telefax (0711) 22 2976-76
    73329 Kuchen Country/Area Code:+49-711
    Dresdner Bank (BLZ 600800 00) Kto. 9 011341 Landesgirokasse (BLZ 60050101) Kto. 2 530 Postbank Stuttgart (BLZ 60010070) Kto. 42930-708
    VAT-Nr.: DE 147528073
    A 33 021 29. September 1998 R/Mu/sc
    Schutzansprüche: Elektrodenvorrichtunq
    1. Elektrodenvorrichtung zum Anschluß an eine Spannungsquelle einer Behandlungsvorrichtung zur elektrochemischen Behandlung von elektrisch leitenden Materialoberflächen, insbesondere Edelstahloberflächen, im Tamponverfahren mit einem elektrisch isolierenden Handgriff (2; 71), an dem mindestens ein Elektrodenkörper (4; 72) angebracht oder anbringbar ist, und mit mindestens einer im Abstand von dem Elektrodenkörper angeordneten, mit dem Elektrodenkörper über mindestens eine elektrische Leitung verbindbaren elektrischen Anschlußeinrichtung (5; 82), dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung (20; 74) zumindest in einem dem Elektrodenkörper zugewandten Abschnitt im wesentlichen aus Edelstahl besteht.
    2. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung (20; 74) ein, vorzugsweise einstückiger, Edelstahlstab ist.
    Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung (20; 74)
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    einen Durchmesser von zwischen 4 und 12 mm hat, vorzugsweise zwischen 6 und 10 mm, insbesondere ca. 8 mm.
    4. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Anschlußeinrichtung (5; 75) mit der elektrischen Leitung (20; 74) werkzeuglos verbindbar, insbesondere verschraubbar ist, wobei vorzugsweise die elektrische Leitung (20; 74) ein endseitiges Innengewinde (22) aufweist, in das ein Außengewinde (28) der elektrischen Anschlußeinrichtung einschraubbar ist.
    5. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Anschlußeinrichtung einstückig mit der elektrischen Leitung ausgebildet ist und/oder daß die elektrische Leitung einen als Steckverbindungsteil, insbesondere Steckbuchse ausgebildeten Abschnitt hat.
    6. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung (20; 74) mit dem Elektrodenkörper (4; 72) und/oder einem elektrisch leitenden Verlängerungsstück (3) werkzeuglos verbindbar, insbesondere verschraubbar ist, wobei vorzugsweise die elektrische Leitung ein vorderseitiges Außengewinde (25) aufweist, das in ein Innengewinde (27) des Elektrodenkörpers und/oder eines Verlängerungsstückes (3) einschraubbar ist.
    7. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (4; 72) in einem Abstand, insbesondere Längsabstand, von dem Handgriff (2; 71) angeordnet oder anordenbar ist.
    A 33 021 - 3 -
    8. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand mehr als ca. 1 oder 2 oder cm beträgt, insbesondere zwischen 5 cm und 10 cm.
    9. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand stufenlos einstellbar ist.
    10. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung (74), insbesondere der Edelstahlstab, länger ist als der Handgriff (71), wobei vorzugsweise die Länge der elektrischen Leitung zwischen 10% und 80%, insbesondere zwischen 20% und 50% größer ist als die Länge des Handgriffs.
    11. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (71) relativ zu der elektrischen Leitung (74) axial verschiebbar und vorzugsweise in einer gewünschten Axialstellung, vorzugsweise werkzeuglos, insbesondere klemmend an der elektrischen Leitung festlegbar ist.
    12. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festlegung des Handgriffs (71) an der elektrischen Leitung (74) eine, vorzugsweise werkzeuglos betätigbare, Spannvorrichtung (79) vorgesehen ist.
    13. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitung eine mit ihr verbundene elektrische Isolierschicht aufweist, die sich vorzugsweise im wesentlichen
    A 33 021 - 4 -
    über die gesamte Länge der elektrischen Leitung erstreckt.
    14. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein elektrisch leitendes, vorzugsweise stabförmiges Verlängerungsstück
    (3) vorgesehen ist, daß zwischen dem Elektrodenkörper
    (4) und dem Handgriff (2), vorzugsweise werkzeuglos, angeordnet oder anordenbar ist.
    15. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück (3) mit dem Handgriff, insbesondere mit der elektrischen Leitung (20), und/oder mit dem Elektrodenkörper (4) verschraubbar ist.
    16. Elektrodenvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück (3) im wesentlichen aus einem korrosionsbeständigen, elektrisch leitenden Material besteht, insbesondere aus Edelstahl.
    17. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 14 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück einstückig mit der elektrischen Leitung ausgebildet ist.
    18. Elektrodenvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück (3) elektrisch nach außen isoliert ist, wobei vorzugsweise ein freiliegender Abschnitt des Verlängerungsstücks durch einen Schrumpfschlauch (32) aus elektrisch isolierendem Material umgeben ist.
    A 33 021 - 5 -
    19. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (4; 55; 72) eine Wirkfläche (6; 54) hat und daß er im Bereich der Wirkfläche keilförmig ist, wobei vorzugsweise ein Keilwinkel zwischen ca. 30° und ca. 70° beträgt.
    20. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (4; 55; 72) einen Verjüngungsabschnitt (40) mit einem sich zur wirkflächenabgewandten Seite verjüngenden Querschnitt hat, wobei vorzugsweise der Elektrodenkörper zwei planparallele Seitenflächen (41, 42), vorzugsweise Breitseiten, und zwei zur wirkflächenabgewandten Seite konvergierende, vorzugsweise ebene Seitenflächen (38, 43; 54, 55), vorzugsweise Schmalseiten, hat.
    21. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (4; 50; 72) mindestens eine an die Wirkfläche (6; 54) angrenzende Seite (43; 55, 56), vorzugsweise Schmalseite hat, die zumindest in einen wirkflächennahen Abschnitt in einem Schrägungswinkel von weniger als 90°, insbesondere zwischen 80° und 89° zu einer Ebene der Wirkfläche steht.
    22. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (4) eine Abrutschsicherungseinrichtung zur Verhinderung des Abrutschens eines Halterings (8) hat, vorzugsweise mit mindestens einem, insbesondere im wirkflächenabgewandten
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    Endbereich eines Verjüngungsabschnittes (40) quer zur Verjüngungsrichtung vorstehenden Haltevorsprung (39).
    23. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper (60) durch einen metallischen Grundkörper (63), insbesondere aus Titan, gebildet ist, der mit einer dichten Oberflächenschicht (64) aus einem Edelmetall beschichtet ist, daß elektrochemisch edler als Gold ist, insbesondere mit Platin.
    24. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenkörper im wesentlichen aus einem galvanisch auftragbaren Metall, insbesondere Korrosionsschutzmetall besteht, insbesondere im wesentlichen aus Zinn, Zink, Nickel oder aus einer Kombination von Zink und Nickel oder Zink und Zinn.
    25. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine im Bereich des Elektrodenkörpers, insbesondere der Wirkfläche, mündende Elektrolyt-Zufuhrleitung vorgesehen ist.
    26. Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Sensoreinrichtung zur Erfassung des Befeuchtungszustandes, insbesondere des elektrischen Widerstandes, eines auf dem Elektrodenkörper anbringbaren flexiblen Materialstücks aus saugfähigem Material aufweist.
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    27. Elektrodenkorper, insbesondere für eine Elektrodenvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens eines der kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 19 bis 24.
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US8075334B2 (en) 2006-10-06 2011-12-13 Thales Device for connecting an electronic housing in a holder through at least two translation movements
DE202015100248U1 (de) 2015-01-21 2015-05-27 Reuter Gmbh & Co. Kg Vorrichtung zur Reinigung von metallischen Oberflächen
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