DE29815556U1 - Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser - Google Patents
Materialbearbeitungssystem mittels HochleistungsdiodenlaserInfo
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- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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Description
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Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser 5
Die Erfindung betrifft ein Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser
über 500 W Leistung, insbesondere zum Schweißen, Oberflächenreinigen, Auftragsschweißen, Schneiden, Bohren, Gravieren und dgl.. Systemkomponenten sind
im wesentlichen ein handgeführter Bearbeitungskopf für einen Hochleistungsdiodenlaser, eine Laserquelle, die Stromversorgung mit Regelung und
eine Sicherheitssensorik, weiterhin apparative Maßnahmen bzw. Anordnungen zum
Strahlungsschutz, zur Abstandsregulierung und Leistungssteuerung in Abhängigkeit
von der Bearbeitungsgeschwindigkeit.
Der Stand der Technik auf dem in Rede stehenden Gebiet hält verschiedene Systeme zur Materialbearbeitung mit handgefuhrten Laserbearbeitungsköpfen bereit, wobei unter „handgeführt" überwiegend zu verstehen ist, daß der Laserbearbeitungskopf im Kontakt mit dem Werkstück mittels einer Antriebseinheit von Hand auf diesem geführt wird.
Der Stand der Technik auf dem in Rede stehenden Gebiet hält verschiedene Systeme zur Materialbearbeitung mit handgefuhrten Laserbearbeitungsköpfen bereit, wobei unter „handgeführt" überwiegend zu verstehen ist, daß der Laserbearbeitungskopf im Kontakt mit dem Werkstück mittels einer Antriebseinheit von Hand auf diesem geführt wird.
Nach DE GM 297 01 005 ist eine Zweihandführung vorgesehen.
Die Vorteile der Lasertechnik können auf diese Weise nur eingeschränkt zur
Bearbeitung insbesondere von zwei- oder dreidimensionalen Werkstücken genutzt werden, da ständig Kontakt zum Werkstück bestehen muß. Die zwingend
vorgeschriebene Zweihandbedienung ist im praktischen Gebrauch eher hinderlich als
von Vorteil.
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Auch in der WO- Veröffentlichung 97/39854 wird vorgeschlagen, daß der
Strahlungsabgabekopf mittels Abstandshalter abstandsverändernd! auf dem Werkstück
aufgesetzt ist. Er wird von Hand auf dem Werkstück geführt, beispielsweise mittels
eines Handgriffs.
Das oben dargestellte Problem, Auflage des Bearbeitungskopfes auf dem Werkstück,
ist auch bei dieser Lösung nicht beseitigt.
Schließlich wird in DE OS 42 12391 ein Laserhandstück für den Dentalbereich
vorgestellt, in welchem das Auskoppelende eines Lichtleiters gelagert ist. Hier ist
davon auszugehen, daß dieses Gerät nicht für den Hochleistungsbereich vorgesehen
und geeignet ist.
Daher ist aufgabenhaft ein Materialbearbeitungssystem mit Diodenlaser speziell für den
Hochleistungsbereich über 500 W Leistung zu entwickeln, das einen Bearbeitungskopf
vorsieht, der ohne Werkstückkontakt handhabbar ist. Der Bearbeitungskopf soll alle
für die qualitätsgerechte Durchführung des Arbeitsprozesses und den Schutz des Bedieners erforderlichen Komponenten enthalten. Andere Systemkomponenten können
extern angeordnet werden.
Erfindungsgemäß enthält ein frei führbarer Einhanddiodenlaserbearbeitungskopf, der
speziell für den Leistungsbereich über 500 W konzipiert ist, folgende modulare Bestandteile:
1. Einen mit einem Handgriff versehenen Bearbeitungskopf, der die Laserquelle enthält;
2. Alternativ eine optische Verbindung zur Übertragung der Laserleistung zwischen
einer externen Laserquelle und dem Bearbeitungskopf;
3. Am Handgriff angeordnete Bedienelemente zur Variation der Laserleistung der
Laserdioden;
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4. Eine Sicherheitseinrichtung, die bewirkt, daß ein Laserstrahl erst dann erzeugt wird,
wenn die Bedingungen betätigter EhWAusschalter, definierter Abstand zwischen
Bearbeitungskopf und Werkstück und Einhaltung eines bestimmten Winkels des Laserbearbeitungskopfes zum Werkstück erfüllt sind; Sie sollen einen störungsfreien
Betrieb im Hinblick auf Arbeits- und Gerätesicherheit gewährleisten.
5. Ein Strahlenschutzgehäuse, welches den Bearbeitungskopf zum Werkstück hin
abschließt ohne, je nach Arbeitslage, ent- oder belastend auf den Bearbeitungskopf
zu wirken, wobei die Möglichkeit zur Beobachtung des Materialbearbeitungsprozesses gegeben ist;
6. Sensoren zur Erfassung der Öffnung zwischen Werkstück und Strahlenschutzgehäuse in Verbindung mit einer Abstandsregulierung zur Sicherung
und Überwachung des vorgegebenen Arbeitsabstandes zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück;
7. Eine Leistungssteuerung in Abhängigkeit von der Bearbeitungsgeschwindigkeit.
Die vorgenannten Merkmale bzw. apparativen Mittel können je nach Anforderung an das erfindungsgemäße Materialbearbeitungssystem gesamtheitlich oder teilweise
eingesetzt werden.
Zu den angeführten Punkten wird im Folgenden erläuternd Stellung genommen.
Für die unter Punkt 4 erwähnte Sicherheitseinrichtung geschieht das anhand eines in
Figur 1 dargestellten Bearbeitungskopfes. Die verwendeten Bezugszeichen bedeuten:
1 Werkstück,
2 Reflektion,
3 Pilotstrahl,
4 Arbeitsstrahl,
200298gb ..·..".. : :
5 Leiteinrichtung,
6 Empfanger,
7 Recheneinrichtung,
8 Bearbeitungskopf.
Zunächst besteht die Alternative, die Laserquelle im Bearbeitungskopf oder extern
anzuordnen. Das wird in erster Linie davon abhängen, ob es in absehbarer Zeit gelingt,
das Gewicht der Laserquelle mit größerer Leistung (> 500 W) derart zu minimieren,
daß eine Gewichtsreduzierung des Laserbearbeitungskopfes auf bzw. unter 2,5 Kg ermöglicht wird. In dem Fall wäre ein Bearbeitungskopf mit integrierter Laserquelle
sinnvoll und von Vorteil. Gelingt das nicht, muß die Laserleistung mittels einer Faser,
an deren Enden Faserkoppler befindlich sind, von einer externen Quelle an den Bearbeitungskopf herangeführt werden. Eine spezielle Sicherheitssensorik überwacht
dabei den Steckzustand der Faserkoppler, die Einkopplung der Laserleistung in die
Faser wie auch die Auskopplung der Laserleistung aus der Faser.
Für beide Varianten ist jedoch zu sichern, daß der Bearbeitungskopf mit nur einer Hand
frei führbar ist. Wie bereits ausgeführt, ist dieser dazu mit einem geeigneten Handgriff
versehen. Dieser sollte möglichst ergonomisch gestaltet sein. Zur manuellen Variation
der Laserleistung der Laserdioden ist der Handgriff mit einem Ein-/Ausschalter bzw.
einer Stelleinrichtung ausgestattet. Damit hat der Bediener die Möglichkeit, die
Laserstrahlleistung an den Bearbeitungsprozeß anzupassen.
Eine in den Bearbeitungskopf integrierte Sicherheitseinrichtung dient der Vermeidung
eines personengefährdenden oder sachbeschädigenden Betriebes.
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Diese ist derart konzipiert, daß ein Laserstrahl erst dann erzeugt wird, wenn ein
weiterer Schalter am Bearbeitungskopf betätigt wurde, wenn ein definierter Abstand
zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück eingehalten und ein vorbestimmter Winkel
des Laserbearbeitungskopfes zum Werkstück realisiert ist. Letzteres wird ermittelt, entweder mit einem vom Laser selbst erzeugten
Pilot- bzw. Sicherheitsstrahl (sowohl vor als auch alternierend zum Arbeitsstrahl
generierbar) oder einem extern betriebenen aber im Laserkopf installierten Pilotlaser
(mit einer zum Arbeitsstrahl verschiedenen Wellenlänge), von dem ein Strahlanteil vom
Werkstück reflektiert wird und bei einem vordefinierten Winkel auf einen oder mehrere
Detektoren im oder am Laserbearbeitungskopf auftrifft.
Erst bei Vorliegen der genannten drei Bedingungen schaltet sich der Laser über die
Steuereinrichtung ein.
Im Hinblick auf die beschriebene Sicherheitssenorik wird präzisierend vorgeschlagen,
aus der Größe und der Richtungsverteilung der vom Werkstück 1 oder anderen Gegenständen, beispielsweise Fremdkörpern, hervorgerufenen Reflektionen 2 des
Pilotstrahls 3 und/oder des Arbeitsstrahls 4 und/oder des externen Pilotstrahls
Informationen zu bilden, und diese entweder zur Warnung des Bedieners, zur
Abschaltung bzw. Verringerung der für den Bearbeitungsprozeß erforderlichen Strahlungsenergie oder zu deren Freigabe zu nutzen.
Dazu werden die Reflektionen 2 der Strahlungsenergie aus dem Pilotstrahl 3 und/oder
dem Arbeitsstrahl 4 und/oder dem externen Piplotstrahl, Unterscheidungsmöglichkeiten
sind beim externen Pilotstrahl aufgrund unterschiedlicher Wellenlängen gegeben, von
mehreren Empfängern 6, die sich innerhalb und außerhalb der Leiteinrichtung 5 des
Bearbeitungskopfes 8 befinden, erfaßt und einer Recheneinheit 7 zur Verarbeitung
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zugeführt. In dieser werden die besagten Informationen aus dem Verhältnis der
einzelnen Strahlungsenergien zueinander, aus deren Verhältnis zur Stärke des Pilotstrahls 3 und aus deren Zeitverhalten gebildet. Vorteilhaft wird der Pilotstrahl 3 in
derselben Strahlungsquelle erzeugt wie die zur Bearbeitung erforderliche Strahlungsenergie.
Zeitlich gesehen kann die oben beschriebene Sicherheitseinrichtung, wie bereits
angedeutet, sowohl vor der als auch alternierend zur Erzeugung der Arbeitsenergie
aktiv sein, wie auch gleichzeitig mit dieser. Letzteres ermöglicht eine andauernde
Überwachung, setzt aber einen externen Pilotstrahl voraus.
Optional zur oben dargestellten Sicherheitssensorik wird folgende Einrichtung
vorgeschlagen:
Es handelt sich um eine Sicherheitssensorik, die am Bearbeitungskopf nahe der
Werkstückoberfläche angebracht ist, in Form eines flächenhaft um den Bearbeitungskopf positionierten runden Detektorringes (Diodenarray), die die bei der
Materialbearbeitung vom Werkstück reflektierte Strahlung überwacht. Die Strahlung
wird vom Detektor aufgenommen und als Signal einer Recheneinheit zur Auswertung bereitgestellt. Beim Überschreiten eines Maximalwertes, das ist beispielsweise bei einer
ungünstigen Winkelstellung des Lasers zum Werkstück der Fall, wird der Laserstrahl
abgeschaltet.
In Düsennähe ist vorgesehen, ein Strahlenschutzgehäuse am Bearbeitungskopf
anzuordnen. Dieses stellt eine für die Arbeitswellenlänge nicht transparente Verbindung
zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück dar. Apparativ ist das Problem in der Weise gelöst, daß der Bearbeitungkopf im Bereich der Düse von einem Falten- oder
Federbalg umgeben ist, wobei Letzterer mit einem Sichtfenster zur Beobachtung des
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Arbeitsprozesses versehen werden kann. Optional lassen sich dazu auch Spiegel oder
Spiegelsysteme einsetzen. Darüberhinaus kann der Falten- oder Federbalg zum Werkstück hin mit einem Bürstensystem ausgestattet werden. Beim Entstehen eines
Öffnungswinkels zwischen Werkstück und Bürstenrand und austretender difüser
Reflexionen vom Arbeitsstrahl und/oder Pilotstrahl sowie Aufnahme der Reflexionen
durch die Detektoren, wird die Leistung des Laserstrahls beeinflußt bzw. letztlich die
Abschaltung des Laserstrahls über die Steuereinheit ermöglicht. Das Bürstensystem bildet aufgrund seines Aufbaus und seiner Struktur einen
zusätzlichen Schutz gegenüber auftretender Streustrahlung.
Im Laserbearbeitungskopf ist weiterhin eine Abstandsregulierung befindlich, derart,
daß auftretende unzulässige Abweichungen vom vorgegebenen Arbeitsabstand unter Berücksichtigung von Werstückunebenheiten überwacht, erfaßt und wenn nötig
ausgeglichen werden. Mindestens zwei Abstandssensoren erfassen die momentanen Abstände zwischen Werkstück und Bearbeitungskopf. Die Meßergebnisse werden in
einer Recheneinheit mit einem Referenzabstand verglichen. Über eine gesteuerte mechanische Vorrichtung wird gegebenenfalls die Differenz zwischen gemessenem und
Referenzabstand ausgeglichen.
Schließlich ist eine Vorrichtung zur Überwachung der Bearbeitungsgeschwindigkeit in
der Weise vorgesehen, daß der Bediener über eine visuelle Anzeige in der Laserschutzbrille (interaktive Brille) bzw. über einen am Handgriff angebrachten
Aktuator ein Signal über die Abweichung der relativen Geschwindigkeit von einer vordefinierten Geschwindigkeitsreferenz zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück
erhält, das ihn in die Lage versetzt, die Momentangeschwindigkeit manuell zu ändern
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bzw. zusätzlich die Regelung der Laserleistung in Abhängigkeit von der
Bearbeitungsgeschwindigkeit erlaubt.
Claims (13)
1. Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser über 500 W
Leistung, gekennzeichnet dadurch, daß ein frei fuhrbarer Einhanddiodenlaserbearbeitungskopf mit den nachfolgend benannten integrativen
Systemkomponenten kombiniert ist:
- Handgriff zur Einhandbedienung,
- am Handgriff angeordnete Bedienelemente zur Variation der Laserleistung der
Laserdioden und zur störungsfreien Betriebsführung;
- Sicherheitseinrichtung, die bewirkt, daß ein Laserstrahl erst dann erzeugt wird,
wenn die Bedingungen betätigter Ein-/Ausschalter, definierter Abstand zwischen
Bearbeitungskopf und Werkstück und Einhaltung eines definierten Winkels des Laserbearbeitungskopfes und damit des Laserarbeitsstrahls zum Werkstück erfüllt
sind,
- Strahlenschutzgehäuse, welches den Bearbeitungskopf zum Werkstück hin
abschließt ohne, je nach Arbeitslage, ent- oder belastende Wirkung auf den Bearbeitungskopf,
- Sensoren zur Erfassung der Öffnung zwischen Werkstück und
Strahlenschutzgehäuse in Verbindung mit einer Abstandsregulierung zur Sicherung
des vorgegebenen Arbeitsabstandes zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück;
wobei alternativ zur in den Bearbeitungskopf integrierten Laserquelle eine solche
extern angeordnet ist und zu dieser eine optische Verbindung zur Übertragung der
Laserleistung zwischen Laserquelle und dem Bearbeitungskopf besteht.
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2. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Laserquelle nur dann extern angeordnet ist, wenn das Gesamtgewicht des Laserbearbeitungskopfes 2,5 Kg wesentlich überschritten wird.
3. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Leistungssteuerung in Abhängigkeit von der Bearbeitungsgeschwindigkeit als zusätzliche Systemkomponente vorhanden ist.
4. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Handgriff zur Einhandbedienung ein ergonomisches Design aufweist.
5. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
in den Bearbeitungskopf integrierte Sicherheitseinrichtung derart konzipiert ist, daß ein
vom Laser erzeugter Pilot- bzw. Sicherheitsstrahl oder ein extern betriebener aber im
Laserkopf installierter Pilotstrahl vom Werkstück reflektiert wird und bei einem
vordefinierten Winkel auf einen Detektor im oder am Laserbearbeitungskopf trifft und
daß sich der Laser erst bei Vorliegen der Bedingungen gemäß Anspruch 1 über eine
Steuereinrichtung einschaltet.
6. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß aus
der Größe und der Richtungsverteilung der vom Werkstück (1) oder anderen Gegenständen, beispielsweise Fremdkörpern, hervorgerufenen Reflektionen (2) des
Pilotstrahls (3) und/oder des Arbeitsstrahls (4) eine Informationsbildung erfolgt,
die letztlich zur Beeinflussung des Bearbeitungsprozesses genutzt wird, wobei folgende
Merkmale realisiert sind:
- Die Reflektionen (2) der Strahlungsenergie aus dem Pilotstrahl (3) und/oder dem
Arbeitsstrahl (4), Unterscheidungsmöglichkeiten sind aufgrund unterschiedlicher Wellenlängen gegeben, werden von mehreren Empfängern (6), die sich innerhalb und
außerhalb der Leiteinrichtung (5) des Bearbeitungskopfes (8) befinden, erfaßt und
einer Recheneinheit (7) zur Verarbeitung zugeführt.
- In der Recheneinheit (7) werden die Meßergebnisse zu einem Informationssignal aus
dem Verhältnis der einzelnen Strahlungsenergien zueinander, aus dem Verhältnis der
einzelnen Strahlungsenergien zur Stärke des Pilotstrahls 3 und aus deren Zeitverhalten
verarbeitet.
7. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Sicherheitssensorik, die am Bearbeitungskopf nahe der Werkstückoberfläche angebracht ist, in Form eines flächenhaft um den Bearbeitungskopf positionierten
runden Detektorringes (Diodenarray) zur Überwachung der bei der Materialbearbeitung vom Werkstück reflektierten Strahlung vorgesehen ist, in der
Weise, daß diese Strahlung von Detektoren aufgenommen und als Signal einer Recheneinheit zur Auswertung bereitgestellt wird und daß der Laserstrahl bei
Überschreiten eines Maximalwertes, beispielsweise bei ungünstiger Winkelstellung des
Lasers zum Werkstück, abgeschaltet wird.
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• ·
8. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicherheitseinrichtung gemäß der Ansprüche 5- 6 oder gemäß Anspruch 7 vor der Erzeugung der Arbeitsenergie aktiv ist.
9. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicherheitseinrichtung gemäß der Ansprüche 5-6 oder gemäß Anspruch 7 zur andauernden Überwachung alternierend zur Erzeugung der Arbeitsenergie aktiv ist.
10. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Strahlenschutzgehäuse in Düsennähe am Bearbeitungskopf vorgesehen und apparativ so ausgebildet ist, daß der Bearbeitungkopf im Bereich der Düse von einem Faltenoder
Federbalg umgeben, wobei dieser mit einem Sichtfenster zur Beobachtung des Arbeitsprozesses versehen ist, daß der Falten- oder Federbalg zum Werkstück hin mit
einem Bürstensystem ausgestattet ist, welches aufgrund seines Aufbaus und seiner
Struktur einen zusätzlichen Schutz gegen auftretende Streustrahlung gewährt und dabei auch eine auftretende optische Ööung zwischen Werkstück und Bürstenkranz
durch die Aufnahme der dann austretenden Streustrahlung durch Lichtdetektoren erfaßt und eine Signalgebung an die Steuereinheit bewirkt, und daß dieses Signal zur
Beeinflussung bzw. letztlich zur die Abschaltung des Laserstrahls über die Steuereinheit dient.
11. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle des Sichtfensters ein Spiegel oder ein Spiegelsystem Verwendung findet.
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12. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstandsregulierung derart gelöst ist, daß auftretende unzulässige Abweichungen vom
vorgegebenen Arbeitsabstand zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück unter Berücksichtigung von Werkstückunebenheiten von wenigstens zwei Abstandssensoren
erfaßt und die Meßergebnisse in einer Recheneinheit mit einem Referenzabstand verglichen werden, wobei eine gesteuerte mechanische Längenveränderung mittels
Abstandshaltern nur dann eingreift, wenn eine definierte Abweichung zwischen gemessenem und Referenzabstand überschritten wird.
13. Materialbearbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leistungssteuerung in Abhängigkeit von der Bearbeitungsgeschwindigkeit in der Weise
vorgesehen ist, daß der Bediener über eine visuelle Anzeige in der Laserschutzbrille
oder von einem am Handgriff angebrachten Aktuator ein Signal über die Abweichung
der relativen Geschwindigkeit von einer vordefinierten Geschwindigkeitsreferenz zwischen Bearbeitungskopf und Werkstück erhält und die Momentangeschwindigkeit
manuell ändert.
Hierzu ein Blatt Zeichnung!
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29815556U DE29815556U1 (de) | 1998-08-29 | 1998-08-29 | Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29815556U DE29815556U1 (de) | 1998-08-29 | 1998-08-29 | Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29815556U1 true DE29815556U1 (de) | 1999-01-14 |
Family
ID=8061975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29815556U Expired - Lifetime DE29815556U1 (de) | 1998-08-29 | 1998-08-29 | Materialbearbeitungssystem mittels Hochleistungsdiodenlaser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29815556U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10005592C1 (de) * | 2000-02-09 | 2001-10-04 | Horst Exner | Hand- und maschinenführbares Laserwerkzeug zur Bearbeitung von Werkstücken |
| CN105537783A (zh) * | 2016-01-12 | 2016-05-04 | 上海理工大学 | 激光加工装置的激光安全防护方法 |
| DE102015014016B3 (de) * | 2015-10-30 | 2016-12-15 | O.R. Lasertechnologie Gmbh | Handführbares Laserwerkzeug zur Bearbeitung von Werkstücken |
| DE102020200114A1 (de) | 2020-01-08 | 2021-07-08 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur Sicherheitsabschaltung bei einem Laserprozess |
| IT202100006938A1 (it) * | 2021-03-26 | 2022-09-26 | Marco Leder | Dispositivo al laser per la lavorazione di metalli e apparecchiatura comprendente tale dispositivo |
-
1998
- 1998-08-29 DE DE29815556U patent/DE29815556U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990225 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20011019 |
|
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: JENOPTIK AUTOMATISIERUNGSTECHNIK GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: SAM SAECHSISCHE ANLAGEN- UND MASCHINENBAU GMBH, 08124 CAINSDORF, DE Effective date: 20030408 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20041108 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20060818 |
|
| R071 | Expiry of right |