DE29813881U1 - Wasserbefüllbare Sitzauflage - Google Patents
Wasserbefüllbare SitzauflageInfo
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Description
Neuanmeldung
K 47 920/7
K 47 920/7
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sitzauflage, insbesondere für
Sitze von Kraftfahrzeugen.
Sitze sind nicht immer bequem. Dies gilt nicht nur für ungepolsterte
Stühle sondern auch zum Beispiel für Sitze von Kraftfahrzeugen. Viele solcher Kraftfahrzeugsitze sind für längeres Sitzen nur bedingt geeignet.
Daher benutzen Vielfahrer, wie insbesondere Taxifahrer, Lieferfahrer,
etc. separate Sitzauflagen, wie Kissen und dergleichen, die auf Dauer
ein bequemeres Sitzen ermöglichen.
Ein weiteres insbesondere bei Fahrzeugsitzen zu lösendes Problem besteht
darin, daß Fahrzeugsitze aufgrund des üblicherweise verwendeten Schaumstoffkerns nur im geringen Umfang die Körperwärme ableiten.
Dies stellt sich insbesondere bei Kunststoff- und Ledersitzen als nachteilhaft dar, da diese Materialien nicht nur schlechte Wärmeleiter sind,
sondern zusätzlich noch einen Luftaustausch im Kontaktbereich zwischen dem menschlichen Körper und der Sitzfläche nicht zulassen. Enormes
Schwitzen ist insbesondere an heißen Tagen die Folge. Lösungen zu diesem Problem bestehen zum Beispiel in den bekannten Sitzauflagen
aus Holzperlenanordnungen, die ein wenig an Makrame erinnern, und anderen grob porösen Materialien. Zwischen den Perlen bzw. aufgrund
der Poren besteht ausreichend Raum für einen Luftaustausch, um Wärme und Feuchtigkeit konvektiv abzuführen. Diese Lösungen, insbesondere
die Holzperlenanordnung, ist aber auf Dauer nicht bequem.
Ein mit den Sitzauflagen einhergehendes Problem besteht darin, daß die
Ergonomie der Sitze durch die Sitzauflagen nachteilig beeinflußt wird,
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was nicht selten zu einer frühzeitigen Ermüdung des auf der Sitzauflage
Sitzenden führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Sitzauflage vorzuschlagen,
die bequem ist, die Körperwärme gut abführt und ein möglichst ermüdungsfreies Sitzen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Sitzauflage mit einem zentralen
Sitzflächenbereich, der eine mit Wasser befüllbare Kammer umfaßt, deren obere Kammerwand eine Sitzfläche bildet, seitlichen Sitzflächenbereichen,
die einander gegenüberliegend seitlich zum zentralen Sitzflächenbereich so angeordnet sind, daß sie nach oben über die Sitzfläche
überstehen, und einem auf der Sitzfläche fixierten textlien Flächengebilde.
Die Kombination dieser Merkmale führt zu einer Sitzauflage, die nicht
nur bequem ist, sondern die gleichzeitig die Körperwärme gut abführt und ein ermüdungsfreies Sitzen ermöglicht.
Die Erfindung macht sich dabei die Eigenschaften des Wassers in jeder
Hinsicht zu nutze. Wasser hat eine große spezifische Wärmekapazität und kann daher viel Energie aufnehmen ohne daß die Wassertemperatur
in besonderem Maße zunimmt. Selbstverständlich wird auch das Wasser ab einem gewissen Zeitpunkt die Außen- oder Körpertemperatur annehmen.
Jedoch läßt sich das Wasser leicht aus der Kammer mit frischem, kühlerem Wasser austauschen. Eine weitere positive Eigenschaft
des Wassers gegenüber den üblichen Schaumstoffkernsitzen besteht in seiner vergleichsweise guten Wärmeleitung, da es als Fluid
aufgrund der Brownschen Molekularbewegung von Natur aus ein besserer Wärmeleiter ist als die als Isolatoren bekannten Schaumstoffe
und Kunststoff- bzw. Lederbezüge der Kraftfahrzeugsitze. Zusätzlich wird dadurch, daß auf der Sitzfläche ein textiles Flächengebilde fixiert
ist, ein direkter Körperkontakt mit der Kammerwand verhindert, so daß ein zwar geringer aber gegen ein starkes Schwitzen ausreichender Luft-
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Üb·
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und Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet ist. Durch diese Maßnahmen
und Eigenschaften wird das Wärmeproblem in besonderem Maße gelöst.
Die Eigenschaft des Wassers, gegen Druck nachzugeben, sorgt darüber
hinaus dafür, daß die erfindungsgemäße Sitzauflage besonders bequem ist. Das Wasser wird durch den auf der Sitzauflage Sitzenden so verdrängt,
daß sich die Kammerwand mehr oder weniger an die Körperform des Sitzenden anpaßt. Der Effekt ist vergleichbar mit dem eines
Wasserbetts. Selbstverständlich darf die Kammer nicht bis zu ihrer maximalen Füllkapazität mit Wasser gefüllt werden, da ein gewisser Teil
des Volumens als Verdrängungsvolumen erhalten bleiben muß.
Schließlich sorgen die seitlichen Stützbereiche, die nach oben über die
Sitzfläche überstehen, dafür, daß der Sitzende einen seitlichen Halt erfährt, der ihm verlorenginge, wenn er lediglich eine Sitzauflage bestehend
aus dem zentralen Sitzflächenbereich verwenden würde.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen.
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Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Sitzauflage mit einer zentralen
Kammer und zwei seitlichen Stützkammern in perspektivischer Ansicht.
Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Sitzauflage aus Figur 1 in Ansicht
von oben.
In den Figuren 1 und 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sitzauflage 1 in perspektivischer Ansicht bzw. in Draufsicht dargestellt. Die Sitzauflage 1 umfaßt einen zentralen Sitzflächenbereich
2, der durch eine mit Wasser befüllbare, flexible Kammer gebildet ist. In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese
Kammer in neun Teilkammern gegliedert. Die Kammerwände sind vorzugsweise aus Kunststoff und können ähnlich denen eines Wasserbetts
gefertigt sein. Dementsprechend ist das Volumen der unbefüUten
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Kammer nahezu Null, während das Volumen der Kammer im befüllten Zustand geringer sein sollte als das maximal mögliche Kammervolumen.
Je mehr Wasservolumen in der Kammer enthalten ist, desto "härter" wird die Sitzauflage.
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Die Befüllung der Kammer des zentralen Sitzflächenbereichs 2 erfolgt
über ein Ventil 6 herkömmlicher Art, wie es zum Beispiel auch für Wasserbetten verwendet wird. Um zu verhindern, daß die Sitzfläche
nach oben ausbaucht, können verschiedene Maßnahmen vorgenommen werden. Vorzugsweise ist die Höhe des Sitzflächenbereichs durch Verbindungselemente
5 begrenzt, die im Kammerinneren die obere Kammerwand, das heißt die Sitzfläche 3, mit der dieser gegenüberliegenden
unteren Kammerwand verbindet. In den Figuren 1 und 2 sieht man die "Schweißstellen" dieser Verbindungselemente 5 mit der oberen Kammerwand
3. Dieser Aufbau ist grundsätzlich von Luftmatratzen her bekannt und führt zu einer steppdeckenartigen Gestalt des zentralen Sitzflächenbereichs
2. Eine andere, weniger bevorzugte Alternative besteht darin, daß die Kammer in separate Teilkammer unterteilt ist. In diesem Falle
müßte jedoch jede der Teilkammem mit einem eigenen Ventil zur Befüllung mit Wasser versehen sein. Bevorzugt wird daher eine Teilkammerkonstruktion,
bei der die Teilkammern über Verbindungsöffnungen miteinander verbunden sind. Das hat nicht nur den Vorteil, daß ein
einziges Ventil zur Befüllung der Kammer ausreicht, sondern daß die Sitzauflage "beruhigt" ist. Das heißt, daß sich das Wasser nicht schlagartig
aus einer Teilkammer verdrängen läßt, wenn sich eine Person auf die Sitzauflage setzt, sondern daß stattdessen die Verbindungsöffnung
zwischen den Teilkammem als eine Art Drossel einer solchen plötzlichen Verdrängung entgegenwirkt. Dadurch wird der Sitzkomfort wesentlich
gesteigert. An der Sitzfläche 3 auftretende Wellenbewegungen sind auf diese Weise vollständig zu vermeiden.
Auf der Sitzfläche 3 ist ein textiles Flächengebilde fixiert zum Beispiel
durch Kleben oder Überspannen des zentralen Sitzflächenbereichs 2. Es wird jedoch bevorzugt, daß textile Flächengebilde auf der Sitzfläche 3
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aufzulaminieren, um jegliche Relativverschiebung zu verhindern. Als
textile Flächengebilde kommen insbesondere Gewebe, Vliese oder Gewirke in Betracht.
Seitlich von dem zentralen Sitzflächenbereich 2 sind seitliche Stützbereiche
4 vorgesehen. Diese Stützbereiche können in verschiedenster Weise verwirklicht werden. In Figur 1 ist eine Ausführungsform dargestellt,
bei der die seitlichen Stützbereiche ihrerseits durch Kammern gebildet werden, die mit einem Fluid befüllbar sind. Vorzugsweise werden diese
Kammern mit Luft befüllt, da sie im wesentlichen dem seitlichen Halt der sitzenden Person dienen und der Aspekt der Wärmeabführung hier
nur zweitrangig ist. Aus Gewichtsgründen ist eine Befüllung mit Wasser
eher unpraktisch. Die Luftbefüllung erfolgt über das Ventil 6. Die Ventile der Kammern 2 bzw. 4 sind vorzugsweise "versenkbar". Alternativ
können die seitlichen Stützbereiche 4 auch aus einem Schaumstoffkörper gebildet sein. Vorzugsweise sind die seitlichen Stützbereiche 4 ebenfalls
mit einem textlien Flächengebilde versehen. Die seitlichen Stützbereiche 4 sind fest mit dem zentralen Sitzflächenbereich 2 verbunden, zum
Beispiel durch Verklebung oder Verschweißung oder durch Herstellung als Integralteil mit dem Sitzflächenbereich 2.
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Claims (1)
- Neuanmeldung
K 47 920/7Schutzansprüche1. Sitzauflage (1) umfassend- einen zentralen Sitzflächenbereich (2), der eine mit Wasser befüllbare Kammer umfaßt, deren obere Kammerwand eine Sitzfläche (3) bildet,seitliche Stützbereiche (4), die einander gegenüberliegend seitlich zum zentralen Sitzflächenbereich (2) so angeordnet sind, daß sie nach oben über die Sitzfläche (3) überstehen, undein auf der Sitzfläche (3) fixiertes textiles Flächengebilde.2. Sitzauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer des zentralen Sitzflächenbereichs (2) mit Wasser gefüllt ist.3. Sitzauflage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Flächengebilde ein Gewebe, Vlies oder Gewirk aus natürlichen oder synthetischen Fasern ist.4. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, daß das textile Flächengebilde auf der Sitzfläche auflaminiert ist.5. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer in Teilkammern unterteilt ist.6. Sitzauflage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungsöffnungen zwischen Teilkammern vorgesehen sind.7. Sitzauflage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des zentralen Sitzflächenbereichs (2) durch Verbindungselemente29.07.98 12:09(5) begrenzt ist, die im Kammerinneren die obere Kammerwand (3) mit der dieser gegenüberliegenden Kammerwand verbindet.8. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich- net, daß die seitlichen Stützbereiche (4) als Luftkammer ausgebildet sind.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Stützbereiche (4) einen Schaumstoffkörper aufweisen.10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auch auf der Oberfläche der seitlichen Stützbereiche (4) ein textiles Flächengebilde fixiert ist.30.07.98 10:28
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Citations (7)
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1998
- 1998-08-03 DE DE29813881U patent/DE29813881U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19981119 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19990120 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20020501 |