DE29812472U1 - Flachgewebe mit velourartiger Oberfläche - Google Patents
Flachgewebe mit velourartiger OberflächeInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D27/00—Woven pile fabrics
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
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Description
95119 Naila-Marlesreuth
Die Erfindung betrifft ein Flachgewebe mit veloursartiger Oberfläche, das für
die verschiedensten Anwendungen eingesetzt werden kann. Beispielhaft sei
&iacgr;&ogr; hier genannt die Verwendung als Möbelbezugsstoff, als Übergardine, als
Vorhang. Es versteht sich von selbst, daß je nach Ausführung dieses Flachgewebes
mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten gegeben sind, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Letztendlich hängt die Verwendung auch von
der Stärke der verwendeten Garne bei der Herstellung mit ab, die auf den jeweiligen Verwendungsfall auszulegen sind.
Ein Flachgewebe ist bekanntlich ein Gewebe, das keine aufgerichtete Faserdecke
aufweist, wie dies beispielsweise bei Veloursgeweben gegeben ist. Bei bekannten Veloursgeweben werden die Polschlingen aufgeschnitten und
eventuell die aufgerichteten Fasern geschoren. Bei dem Herstellungsprozeß des Polgewebes wird eine Grundkette, die den Polfaden V- bzw. W-förmig
anbindet, zusammen mit einer Polkette, die die Polschlinge bildet,
verarbeitet. Es ist ersichtlich, daß der technische Aufwand und Materialeinsatz bei einem solchen Verfahren sehr aufwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flachgewebe so auszubilden,
daß es eine veloursähnliche Oberfläche aufweist, äußerst strapazierfähig ist und einfach und kostengünstig hergestellt werden kann.
Die Aufgabe löst die Erfindung durch Ausgestaltung des Flachgewebes
gemäß der Lehre des Anspruchs 1.
Ein Flachgewebe gemäß Anspruch 1 kann mit herkömmlichen Webmaschinen
nach bekannten Flachgewebetechniken einfach hergestellt werden. Hierbei kann - im Gegensatz zur Herstellung von Polgeweben - mit nur
einem Kettbaum gewebt werden. Dieses Flachgewebe besteht dann, wenn weitere Garne, beispielsweise Baumwollgarne, mit eingewebt werden, quasi
aus einem Untergewebe, das aus den Kettfaden und den Baumwollgarnen
gebildet ist, in das die erfindungsgemäßen Mikrofilament-Effektgarne als
Schußfäden eingebracht sind. Die Mikrofilament-Effektgarne sollten eine wesentlich größere Dicke aufweisen als die Fäden des Untergewebes, nämlich
die Kett- und weiteren Schußfäden bzw. Bindefäden, um den gewünschten
optischen Effekt zu erzielen. So weisen beispielsweise Mikrofilament-Effektfäden
mit einem Durchmesser von ca. 2 mm etwa 1000 Mikrofasern auf. Beim mechanischen Aufrauhungsprozeß werden mittels Aufrauhwalzen,
die von der Herstellung von Oberbekleidungsstoffen hinlänglich bekannt sind, ca. 30 % bis 40 % der Mikrofasern durchtrennt und aufgestellt,
&iacgr;&ogr; so daß die verbleibenden Mikrofasern einen sicheren Verbund und damit
eine hohe Strapazierfähigkeit des Gewebes nach wie vor gewährleisten. Diese hochstehenden Mikrofasern bilden dann eine geschlossene
Oberfläche und können auf eine Höhe geschoren kann oder aber auch zur Erzielung besonderer optischer Effekte ungeschnitten oder in der Fläche
Musterschnitte aufweisen. Das Abscheren auf gleiches Niveau ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Selbstverständlich kann das Aufrauhen und Scheren
auch in beide Richtungen erfolgen und als Schußfäden nur Mikrofilament-Effektfäden
verwendet werden. Ebenso können die Garne willkürlich ausgewählt werden, z.B. zwei Mikrofilament-Effektfäden als Schußfaden mit
einem Baumwollschußfaden geringeren Durchmessers kombiniert werden, der als Bindefaden das Untergewebe zusammen mit den Kettfäden bildet.
Dem Fachmann bleibt es offen, hier gewünschte Kombinationen, Fadendichten und Garnstärken bzw. Fadenstärken auszuwählen.
Ein Flachgewebe nach der Erfindung weist durch die durchgehende Bindung
über die Schußfäden eine enorm hohe Strapazierfähigkeit auf, so daß es insbesondere auch für Möbelbezugsstoffe geeignet ist. Durch die Verwendung
der Mikrofasern ist auch keine Sitzspiegelbildung gegeben, wenn ein solches Flachgewebe als Möbelbezugsstoff eingesetzt wird. Im Gebrauch
sind praktisch keine Florverluste gegeben. Durch die Anwendung der Flachgewebetechnik in Verbindung mit dem Mikrofaser-Effektgarn im Schuß
ist eine hohe Dimensionsstabilität gegeben. Besonders eignet sich für die Herstellung boucleartiges Garn aus Mikrofasern bzw. ist das Flach- bzw.
Noppengewebe ein Gewebe aus boucleartigem Garn, dessen Schlingen nach bekanntem Stand der Technik nicht aufgeschnitten werden und auch
nach der Erfindung nicht aufgeschnitten nur aufgerauht werden, so daß durchgehende am Untergewebe angebundene Fasern einerseits und eine
aufgestellte Faserstruktur des Filamentgams der Schlingen an der
Warenoberseite andererseits gegeben ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungbeispiele ergänzend erläutert.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Querschnitt durch ein Flachgewebe gemäß
der Erfindung dargestellt. Dieses besteht im wesentlichen aus dem Mikrofilament-Effektgarn
1, das im Herstellungsprozeß als Schußfaden in das
&iacgr;&ogr; Flachgewebe eingebracht wird. Das Flachgewebe weist darüber hinaus die
Kettfäden 5 auf, ferner weiteres Schußgarn, z.B. ein Baumwollgarn 4, das als Bindefaden in das Untergewebe, bestehend aus diesen zusätzlichen
Garnen (4) und den Kettfäden 5, gebildet ist. Die Schlingen 2 an der Oberseite werden, wie in Fig. 2 ausgeführt, aufgerauht, beispielsweise mit bekannten
Aufrauhtrommeln, so daß sich ein Teil der Mikrofasem 3 des Effektgarns
2 noch hochstellt, während nicht durchtrennte Fasern durchlaufen. Die hochgestellten Fasern 3 können dann, wie aus Fig. 3 ersichtlich, auf ein
Niveau oder auch effektvoll geschnitten werden.
Claims (12)
1. Flachgewebe mit veloursartiger Oberfläche, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Noppengewebe aus Kett- (5) und Schußfäden (1, 4) ist
und ein Mikrofilament-Effektgam (1) als Schußfaden aufweist, das im Bereich der die Noppen bildenden Schlingen (2) aufgerauht ist und dessen aus
der Fläche vorstehende Mikrofaserenden (3) die veloursartige Oberfläche bilden.
&iacgr;&ogr; 2. Flachgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
M ikrofi I a me nt-Effektgarne (1) allein oder zusammen mit mindestens einem
anderen Garn (4) als Schußfaden mit eingewebt sind.
3. Flachgewebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mikrofilament-Effektgam (1) ein Bouclegarn oder ein Garn mit boucleartigem Effekt aus Mikrofasem ist.
4. Flachgewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schußdichte ca. 20 Fäden pro Zentimeter beträgt.
5. Flachgewebe nach Anspruch 4 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Mikrofilament-Effektgam (1) im Verhältnis 1:1 oder in einem anderen Verhältnis mit anderen Garnen (4) eingebracht
ist.
6. Flachgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Mikrofilament-Effektgam (1) aus Polyester besteht.
7. Flachgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kettenfäden aus Polyestergarn oder-fäden bestehen.
8. Flachgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur
die Schlingen der Oberseite aufgerauht sind.
9. Flachgewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mikrofilament-Effektgam mindestens einen ca. zweifa-
chen größeren Durchmesser als die anderen Schußfäden (4) und/oder Kettfäden
(5) aufweist.
10. Flachgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß es eine Breiiware mit einer Webbreite von ca. 70cm
bis ca. 200cm ist.
11. Flachgewebe nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrofaserenden auf ein Niveau oder parziell zur Erzielur>g von
&iacgr;&ogr; Hoch-Tiefeffekten unterschiedlich hoch geschoren sind.
12. Flachgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mikrofilament-Effektgame und/oder die weiteren
Game des Bindeschusses und/oder die der Kette farblich abgesetzt oder
gleichfarbig sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29812472U DE29812472U1 (de) | 1998-07-15 | 1998-07-15 | Flachgewebe mit velourartiger Oberfläche |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE29812472U DE29812472U1 (de) | 1998-07-15 | 1998-07-15 | Flachgewebe mit velourartiger Oberfläche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29812472U1 true DE29812472U1 (de) | 1998-11-05 |
Family
ID=8059807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29812472U Expired - Lifetime DE29812472U1 (de) | 1998-07-15 | 1998-07-15 | Flachgewebe mit velourartiger Oberfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29812472U1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1854398U (de) | 1962-01-05 | 1962-06-28 | Al Pa Loh Alexander Pachmann | Frottiergewebebahn. |
| DE2035669C3 (de) | 1970-07-17 | 1974-08-29 | Toray Industries, Inc., Tokio | Haarfaserflachmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung |
| US4333976A (en) | 1978-03-15 | 1982-06-08 | Toray Industries, Incorporated | Composite woven or knitted fabric |
| DE3041966C2 (de) | 1979-11-09 | 1985-10-10 | Milliken Research Corp., Spartanburg, S.C. | Textilmaterial aus wenigstens teilweise synthetischen Fasern mit seitlich abstehenden Vorsprüngen, sowie Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Oberflächenveredeln eines Textilmaterials |
| DE4429500C2 (de) | 1994-06-24 | 1996-06-13 | Schellens Leo Bv | Stückgefärbter Möbelvelours |
| DE29706500U1 (de) | 1997-04-11 | 1997-06-19 | Dickel, Klaus, 59969 Hallenberg | Textiles Reinigungs- und Trocknungsmittel |
-
1998
- 1998-07-15 DE DE29812472U patent/DE29812472U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (6)
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| DE29706500U1 (de) | 1997-04-11 | 1997-06-19 | Dickel, Klaus, 59969 Hallenberg | Textiles Reinigungs- und Trocknungsmittel |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19981207 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
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