RICHTER, WERDERMANN & GERBAULET
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K 98021 III 5968 24.02.1998
Anmelder: Krollmann & Mittelstadt GmbH
Tarpenring 11
D-22419 Hamburg (DE)
Titel: Steuerbare Lager- und Ausgabevorrich
tung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine steuerbare Lager- und Ausgabevorrichtung
mit mindestens einem verriegelbaren Schrank.
Gebrauchsgütergegenstände, die in produzierenden oder verwaltenden Betrieben entsprechend dem Verbrauch bzw.
Verschleiß benötigt werden, mußten ursprünglich auf
Vorrat gekauft und gelagert werden. Für die Lagerhaltung benötigt man weiterhin qualifiziertes Personal,
das die Lagerbestandsmengen ständig kontrolliert und im Bedarfsfall die benötigten Produkte nachbestellt. Der
Nachteil eines solchen Lagersystems liegt neben dem Personalbedarf darin, daß je nach Lagerbestand mehr
oder weniger Kapital gebunden ist. Wird eine Sorte von Gegenständen nicht mehr benötigt, muß nicht selten der
Bestand dieser nicht mehr benötigten Gegenstände als unbrauchbar abgeschrieben und vernichtet werden.
Bestrebungen in Industrie und Verwaltung gingen in jüngster Zeit dahin, den Lagerbestand und damit die Kapitalbindung
so weit wie möglich zu minimieren, was jedoch erhöhte Anforderungen an die Zulieferer stellt,
die kurzfristig und häufig nicht kalkulierbar betreffende Produkte bereitstellen sollen. Die Hersteller und
Vertreiber solcher Produkte sind ihrerseits bemüht, die pro Stück anfallenden Transportkosten möglichst gering
zu halten. Insbesondere die Lieferung von Kleinmengen schlägt stückspezifisch teuer zu Buche.
Im Fall der herstellenden oder verarbeitenden Betriebe handelt es sich bei solchen Gegenständen insbesondere
um auswechselbare Werkzeuge, die nach Verschleiß unbrauchbar sind und gegen ein Ersatzwerkzeug ausgetauscht
werden müssen. Spezielle Werkzeuge sind Bohrer oder Schneideinsätze einschließlich deren Halter, die
zusammen den in einer Werkzeugmaschine einbaubaren Bohrer, Fräser oder das Drehwerkzeug darstellen.
Eine Lösungsmöglichkeit könnte dadurch geschaffen werden, daß ähnlich wie bei Konsumgütern (Süßwaren, Zigaretten
etc.) Automaten aufgestellt werden, in denen ein gewisser Vorrat an betreffenden Werkzeugen enthalten
ist. Ähnlich wie bei einem Zigarettenautomaten könnten
dann Schachteln aus einem herausziehbaren Schacht entnommen werden, der jedoch erst dann entriegelt ist,
wenn eine den Wert der Schachtel entsprechende Münze oder ein Schein vorher eingeworfen wurde. Solche Automaten
sind jedoch auf eine bestimmte Produktgröße beschränkt und bieten demnach praktisch kaum Variationsmöglichkeiten
zu anderen Produktgrößen.
Eine weitere Alternative könnten Schranke mit einzelnen Fächern sein, die zur Vorderfront hin mit einer
schwenkbaren durchsichtigen Klappe abgeschlossen sind. Diese Klappe wäre dann ebenfalls erst nach Münzeinwurf
zu öffnen, wonach das in den betreffenden Schubfach liegende Teil entnommen werden kann. Auch diese Automaten
müssen sich letztlich an der Produktgröße orientieren, so daß sich die betreffenden Schubfächer als viel
zu groß oder viel zu klein erweisen. In der Praxis haben sich solche Automaten jedenfalls nur im Foodbereich,
z.B. an Bahnhöfen, durchgesetzt.
Darüber hinaus wird es vom Personal, was beispielsweise ein Ersatzwerkzeug benötigt, als störend empfunden,
stets eine ausreichende Menge an Zahlungsmitteln (aus Münzen und/oder Scheinen) bereit zu halten, um den betreffenden
Produktpreis vor Entnahme entrichten zu können. Wegen der Verschiedenartigkeit der Werkzeuge und
der höchst unterschiedlichen Preise wären hier an die Geldeingabe- und Ausgabevorrichtungen höchste Anforderungen
zu stellen, welche sich kaum rentieren.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine steuerbare Lager- und Ausgabevorrichtung zu schaffen, welche
die vorgenannten Nachteile vermeidet und im Prinzip für Gegenstände aller Art, insbesondere jedoch für Werkzeuge
geeignet ist.
Diese Aufgabe wird durch die Lager- und Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Kernstück dieser Lager- und Ausgabevorrichtung ist ein verriegelbarer Schrank, in dem die Gegenstände, insbesondere
Werkzeuge in einzelnen Fächern, Laden oder Ähnlichem abgelegt sind, erfindungsgemäß können auch mehrere
solcher Schränke vorhanden sein, die über ein Bedienerpult hinsichtlich des Verschließmechanismus steuerbar
sind. Das Bedienerpult besitzt eine Vorrichtung zur Eingabe gegenstandspezifischer, insbesondere werkzeugspezifischer,
aber auch kundenspezifischer Daten. Mit dieser Eingabe ist ein Rechner verbunden, der mittels
eines Steuerungskanals den Ablageort im Schrank anzeigt und den Schrank / oder den Ablageort entriegelt,
so daß der datenmäßig erfaßte Gegenstand entnommen werden kann. Ferner ist ein Speicher vorgesehen, in
dem der jeweilige Ist-Zustand der im Schrank enthaltenen Anzahl und der Art von Gegenständen erfaßbar ist
und der entsprechend den, der Eingabevorrichtung jeweils als Entnahme oder Einführung angegebenen Daten
den Ist-Zustand aktualisiert. Der Speicher dient somit als elektronische Lagerverwaltung, die jeder Zeit bei
Abruf Auskunft darüber gegen kann, ob der gewünschte Gegenstand im Schrank bzw. in einem der Schranke vorhanden
ist und wenn ja, in welcher Stückzahl.
Der besondere Vorteil der vorbeschriebenen steuerbaren Lager- und Ausgabevorrichtung liegt darin, daß die betreffenden
Schränke vom Hersteller oder Lieferanten in ausreichendem Maße bestückt werden können, so daß die
betreffende Ware dem Abnehmer jeder Zeit entnehmbar zur Verfügung steht. Der Kunde benötigt - jedenfalls was
die in den Schränken vorhandenen Produkte angeht - somit überhaupt keinen Lagervorrat und kann im Bedarfsfall
die Teile entnehmen, die er aktuell benötigt. Um
die Teile entnehmen zu können, muß er kundenspezifische
Daten in die Lager- und Ausgabevorrichtung eingeben, so daß der Rechner die Entnahmeperson erkennen kann. Anschließend
wählt der Kunde das gewünschte Produkt in beliebiger Anzahl aus, wonach er mittels einer geeigneten
Anzeige erfährt, wo er die gewünschte Menge und Art der Werkzeuge entnehmen kann. Dieses System arbeitet
bargeldlos, wobei über beliebige Zeiträume die von jedem Kunden entnommenen Mengen erfaßt werden und über
den Rechner abrufbar sind.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
So ist vorzugsweise ein weiterer externer Rechner mit
Speicher vorgesehen, durch den der Ist-Zustand im Schrank abrufbar und an einer Anzeigevorrichtung vorzugsweise
einem Monitor, darstellbar ist. Durch diese Maßnahme kann der Hersteller oder Lieferant per Fernabfrage
den Ist-Beladezustand der Lager- und Ausgabevorrichtung
jederzeit kontrollieren und etwa bei Unterschreiten einer beliebig vorgebbaren Mindestmenge für
das rechtzeitige Auffüllen der betreffenden Gegenstände sorgen. Zur Erkennung des Ist-Zustandes muß der Kunde
demnach weder besucht noch der dort aufgestellte Schrank geöffnet werden. Über die Verbindung der genannten
Rechner wird nicht nur der Ist-Zustand nach Entnahme von Werkzeugen in beiden Rechnern aktualisiert,
sondern auch, wenn die betreffende Lager- und Ausgabevorrichtung wieder aufgefüllt und/oder neu bestückt
ist. Selbstverständlich ist im Rahmen des vorliegenden Systems ein Wechsel der gelagerten Gegenstände
bzw. eine andere Bestückung von Sorte zu Sorte möglich, da die Schränke selbst leicht umgestaltet bzw.
umgebaut werden können. Hiermit kann dem Umstand Rechnung getragen werden, daß wider Erwartend bestimmte
Produkte besser und andere schlechter verkauft werden.
Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung ist eine Ausgabevorrichtung für Datenblätter vorgesehen, auf denen
nach den kundenspezifizierten Angabe die in einer bestimmten Zeitperiode dem Schrank entnommenen Gegenstände
einzeln aufgelistet sind. Diese Ausgabevorrichtung steht vorzugsweise im Bereich der genannten
Schränke, so daß der Kunde jederzeit feststellen kann, wieviel Werkzeuge er in der letzten Zeit abgenommen
hat. Bevorzugt wird diese Ausgabevorrichtung in dem Sinne genutzt, daß per Knopfdruck die Rechnung für den
Kunden erstellt wird.
Die Vorrichtung zur Eingabe der kundenspezifischen und
der gegenstandspezifischen Daten ist weiterhin vorzugsweise mit einer Anzeigevorrichtung, vorzugsweise einem
Monitor verbunden, der in Listenform den Ist-Bestand der Schranke anzeigt. Der Kunde kann hierdurch unmittelbar
erkennen, ob das von ihm gewünschte Werkzeug überhaupt bzw. in noch ausreichender Stückzahl vorhanden
ist. Ferner können auf dem Monitor auch weitere Angaben wie Stückpreis, Verwendungszweck etc. niedergelegt
sein.
Zur weiteren Bedienungserleichterung besitzt die Vorrichtung zur Eingabe gegehstandspezifischer Daten einen
Touch-Screen-Monitor, d.h. einzelne Felder die auf Berührung reagieren und ein Umblättern etwa vorliegender
Bestandsseiten ebenso ermöglichen, wie das unmittelbare bestellen jeweils dargestellter bzw. angezeigter Produkte
.
Zur weiteren Bedienungserleichterung, aber auch aus Sicherheitsgründen,
besitzt die Vorrichtung zur Eingabe kundenspezifischer Daten ein Kartenlesegeräte mit einem
Einführschlitz für Kundenkarten mit einem die Daten
enthaltenden Magnetstreifen. Hierbei handelt es sich um eine Karte, die beispielsweise im Bereich von Geldautomaten,
Parkscheinen etc. eingesetzt wird. Jeder Kunde hat eine individuelle Karte, die er in das betreffende
Lesegerät einführt, wodurch er sich "anmeldet"- und wonach er Gegenstände ordern kann. Auf diese Art kann
ein Mißbrauch der Lager- und Ausgabevorrichtung durch unerwünschte Personen verhindert werden, so daß es in
der Hand des die Vorrichtung aufstellenden Lieferanten liegt, den Kreis derjenigen zu bestimmen, welcher eine
Kundenkarte erhält.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die den Ablageort im Schrank kennzeichnende Anzeige eine
optische Anzeige, vorzugsweise in Form einer Glühlampe, welche den zu öffnenden Schrank bzw. den Entnahmeort
anzeigt. Schließlich kann die Lager- und Ausgabevorrichtung auch noch dadurch ergänzt werden, daß sie einen
Einwurfschacht für Gegenstände besitzt, die die Bedienungsperson der Vorrichtung zurückgeben möchte. Die
betreffenden Gegenstände sind mit einer lesbaren Codierung, beispielsweise einer Balkenkodierung versehen,
wonach sie identifizierbar sind. Hierbei kann es sich beispielsweise um Werkzeuge handeln, die durch Schleifen,
neu Beschichten etc. wieder funktionsfähig gemacht werden sollen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Lager-
und Ausgabevorrichtung und
Fig. 2 eine geöffnete Schranktür mit herausgezogener Lade, auf der eine Reihe von Werkzeugen angeordnet
sind.
Die erfindungsgemäße Lager- und Ausgabevorrichtung
(100) besteht aus einem Bedienerpult 10 mit einem Touch-Screen-Monitor 11. Anstelle eines solchen Touch-Screen-Monitors
11 kann jedoch ein üblicher Monitor als Anzeige für den Ist-Bestand der in den Schränken 12 bis
17 enthaltenen Werkzeuge 23 sein, die jeweils mit einer Artikelnummer gekennzeichnet sind, welche über eine Tastatur
18 eingebbar ist. Über diese Tastatur kann ggf. auch die Benutzernummer (Kundennummer) eingegeben oder
eine Karte mit einem Magnetstreifen in ein Kartenlesegerät 19 eingeschoben werden, worüber der Kunde
identifizierbar ist. Die gesamten vorgenannten Einheiten sind mit einem Rechner verbunden, der einen nicht
im einzelnen dargestellten Speicher besitzt. Dieser Rechner steht mit einem weiteren Rechner 21, der wiederum
mit einem Monitor 22 verbunden ist, in Funkverbindung. Über diese Verbindung kann der Hersteller bzw.
der Lieferant und Bestücker der Schranke 12 bis 17 jederzeit den aktuellen Ist-Zustand an Gegenständen in
den Schränken feststellen.
Mit der vorbeschriebenen Vorrichtung kann die Ausgabe von Werkzeugen, weiteren Verschleißteilen oder artverwandten
Teilen vereinfacht werden. Mit den Anwendern wird ein Werkzeugkatalog erarbeitet, der alle aktuellen
Werkzeugpositionen beinhaltet. Die Werkzeuge werden mittels eines mobilen Datenerfassungsgerätes aus dem
beim Händler oder Hersteller vorhandenen Zentrallager ausgelagert und in die Werkzeugschränke 12 bis 17 eingelagert.
Jeder dieser Werkzeugschränke besitzt mehrere Schubladen oder Fächer 121 bis 127, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
die einen Schrank (12) mit zur Veranschaulichung herausgezogener Schublade 12 4 zeigt, in der einzelne
Werkzeuge 2 3 in Spiralen 128 angeordnet sind.
»••••ft ·· ·· ·· ··
Hat sich der Kunde mit seiner Kundennummer durch Eintippen
oder durch Einfügen einer Magnetstreifenkarte am Bedienerpult angemeldet, kann er über den Monitor 11
sein Werkzeug auswählen, wobei er sich zum ersten über ein Menü über mehrere beschreibende Schritte dem ausgewählten
Werkzeug nähert, daß er schließlich durch Berühren des betreffenden Sensorfeldes identifiziert bzw.
zur Ausgabe wünscht. Alternativ kann er über die Eingabe in der Tastatur 18 eine Artikelnummer direkt eingeben.
In jedem Falle wird nach der Artikelidentifikation eine Bildschirmdarstellung erscheinen. Gegebenenfalls
ist noch eine positive Bestätigung durch den Anwender bzw. ein Befehl: "Werkzeug ausgeben" vom Kunden abzugeben.
Nach Eingabe dieses Befehls erscheint auf dem Monitor ein Hinweis, aus welchem der Werkzeugschränke
12 bis 17 das Werkzeug entnommen werden kann. Gegebenenfalls zusätzlich oder alternativ erscheint eine
Leuchtanzeige an dem betreffenden Werkzeugschrank. Der Anwender kann nunmehr und das Werkzeug entnehmen. Die
Ausgabe des einzelnen Artikels erfolgt grundsätzlich bei geschlossenem Schrank. Fig. 2 soll lediglich das
Innenleben zweigen. Nach Ansprache des Artikels wird die einzelne Spirale 128 in der der Artikel lagert,
durch einen Stellmotor um eine Umdrehung nach vorne transportiert. Dadurch werden alle in der Spirale 128
gelagerten Artikel um ein Spiralfach nach vorne befördert. Der vorderste Artikel fällt dadurch über den
Schubladenrand in den Aufnahmeschacht, der von Außen mit einer Zugriffsklappe versehen ist und somit gleichzeitig
zum Ausgabeschacht 129 wird. Der Kunde erkennt den Entnahmeschrank 1. durch Anzeige der Schranknummer
auf dem Touchscreen-Monitor: "'Bitte entnehmen Sie Ihr
Werkzeug aus Schrank Nummer ..." und 2. durch ein optisches
Signale (Aufleuchten der Lampe auf dem betreffenden Schrank. In der Zwischenzeit bzw. nach Werkzeugausgabe
fährt der Monitor wieder auf die Null-Position
zurück, so daß weitere Entnahmen nur dann möglich sind,
wenn die Person sich durch eine neue Kundennummer oder durch Einführen einer Magnetkarte anmeldet. Durch diese
Maßnahme ist es unmöglich, daß eine Folgeperson ""auf
Rechnung seines Vorgängers"" Werkzeuge entnimmt. Die
Anzahl und Art der entnommenen Werkzeuge werden vom Rechner registriert, so daß sie jederzeit nach Artikelnummer,
Stückzahl und Preis abrufbar sind. Diese Daten können täglich, wöchentlich oder monatlich in Form eines
Journals ausgedruckt werden, daß gleichzeitig eine Rechnung sein kann. Der Rechner 20 kann beispielsweise
über ein Modem mit dem Rechner 21, d.h. der Händlerzentrale
verbunden sein, wo dann jede Transaktion, d.h. jede Werkzeugentnahme registrierbar ist und zu beliebigen
Zeiten der Ist-Bestand in den Schränken 12 bis 17 sowie weitere Daten über die Kunden, die sich bedient
haben, entnommen werden kann.
Mit dem vorliegenden Schrank ist eine stete Kontrolle möglich, ob ein Auffüllen einzelner Artikel notwendig
ist. Außerdem kann dem Rechner 21 für jeden einzelnen Artikel eine Mindestbestandsmenge eingegeben sein, bei
deren Unterschreiten automatisch ein Protokoll ausgegeben wird, daß die Notwendigkeit einer Werkzeugauffüllung
anzeigt.
Mit der beschriebenen Lager- und Ausgabevorrichtung ist es möglich, den Kunden, der sich selbst bedienen kann,
rund um die Uhr mit den Werkzeugen zu versorgen, die in den Schränken 12 bis 17 entnehmbar sind. Der Kunde
selbst hat den Vorteil, daß er keine eigene Lagerhaltung benötigt und Werkzeuge nur im Bedarfsfall entnimmt,
die ihm dann in Rechnung gestellt werden.
Mit der Lager- und Ausgabevorrichtung lassen sich vielerlei Einsparungen erzielen. So entfallen Einzelbe-
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Stellungen, Dispositionen, Kapitalkosten (beim Kunden),
Lagerkosten, eine Überwachung des Wareneingangs, Abwertungskosten, Lieferscheine und Einzelrechnungen, die
nunmehr beispielsweise durch eine monatlich erstellte Sammelrechnung ersetzt werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung besitzt das Bedienerpult 10 einen Einwurfschacht 24 für wiederaufbereitungsfähige
Werkzeuge, die durch Schleifen, Beschichten etc. bearbeitet und wieder verwendbar eingesetzt werden
können. Die Handhabung einer solchen Werkzeugrückgabe vollzieht sich in ähnlicher Weise, wie die Ausgabe von
Neuwerkzeugen. Der jeweilige Kunde meldet sich am Bedienerpult in der oben geschilderten Weise an und wirft
das Werkzeug in einen Eingabeschacht. Ist dieses Werkzeug mit einem lesbaren Code versehen, kann es unmittelbar
identifiziert und über den Rechner dem Kunden zugeordnet werden. Gegebenenfalls kann jedoch alternativ
über das Bedienpult die Artike!nummer des eingeworfenen
Werkzeuges eingegeben werden oder das Werkzeug über eine berührungsintensive Taste identifiziert werden.
Die Rückgabe des Werkzeuges funktioniert dabei wie folgt: Der Kunde legt ein verschlissenes Werkzeug in
ein oder neben der Vorrichtung 100 lagerndes Aufnahmesystem 24 ab. Im Rahmen des Nachfüllservices werden die
verschlissenen Werkzeuge mitgenommen und die Nacharbeit (Wiederaufbereitung) durchgeführt. Anschließend werden
die Werkzeuge dann als nachgeschliffe Werkzeuge bzw. gebrauchte Werkzeuge wieder in den Automaten eingelagert.
Das bedeutet, daß jedes nachschleifbare Werkzeug in dem Werkzeugkatalog in zwei Zuständen enthalten ist.
Nämlich einmal als Neuwerkzeug und zum zweiten als nachgearbeitetes Werkzeug. Außerdem sind beiden Artikeln
unterschiedliche Preise zugeordnet. Dem Neuwerkzeug z.B. DM 100,— und dem nachgearbeitetem Werkzeug
z.B. DM 20,—. Wird vom Kunden ein Artikel über den
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Touchscreen angesprochen, prüft das Programm, ob es das angesprochene Werkzeug in nachgearbeiteter Version gibt
(Der Kunde sieht in der Werkzeugauswahl immer nur eine Variante des Werkzeuges, es sei denn er wünscht es anders)
, falls ja, dann gibt es dieses Werkzeug aus. Wenn nicht nimmt es automatisch das Neuwerkzeug und gibt
dieses aus. Auf diese Weise wird verhindert, daß das Umlaufvermögen an Werkzeugen unnötig erhöht wird.
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Bezugszeichenliste
Lager- und Ausgabevorrichtung Bedienerpult 10
Touch-Screen-Monitor Il
Schranke 12 -
Tastatur 18
Kartenlesegerät 19
Rechner 2 0
Rechner 21
Monitor/Anzeigevorrichtung 22 Werkzeuge 2 3
Einwurfschacht 24
Schublade/Fächer 121 -
Spirale 128
Ausgabeschacht 129