DE29803051U1 - Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator - Google Patents
Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit TransformatorInfo
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Description
• ·
-1 Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator.
Eine der gesetzlichen Auflagen, die die Hersteller bzw. Vertreiber und Betreiber
von Wechselstrommaschinen erfüllen müssen, ist die Entstörung dieser .Geräte. Da die Ursachen der Störungen mannigfaltig sind und zahlreiche
Faktoren bei der Entstörung zu berücksichtigen sind, stellt die Entstörung ein sehr komplexes Problem dar. Die praxisrelevante Wahl der für die Dämpfung
der leitungsgebundenen Störung verwendeten Entstörfilter erfolgt gemäß der bisherigen Praxis durch Ausprobieren verschiedener Filter in der Anlage und
Messung der verbleibenden Störungen, da eine Ermittlung passender Filter
auf rechnerischem Weg praktisch nicht möglich ist. Das Ziel der Filterung ist bei Störquellen die Verminderung der leitungsgebundenen Aussendungen und
bei Störsenken die Verminderung der leitungsgebundenen Beeinflußbarkeit.
Die optimalen Dämpfungseigenschaften werden aber nur dann erfüllt, wenn
sich die Parameter (Last, Umrichter, Netzdaten usw.) nicht wesentlich ändern.
Hersteller von elektrischen Anlagen, die diese in verschiedenste Länder exportieren,
statten diese mit Anpaßtransformatoren aus, die die Anpassung der Geräte an die jeweiligen Netzdaten der Länder gewährleisten. Ist zum Betrieb
der Wechselstrommaschine ein solcher Transformator erforderlich, so trägt dieser natürlich auch zu den Störungen, die das Gesamtsystem zeigt, bei.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Entstörung solcher Wechselstrommaschinen
mit Transformatoren zu verbessern und dabei dennoch den Bauteilaufwand für das Filter gering zu halten. Dies wird dadurch erreicht, daß die
Entstörfilterbauelemente an die Induktivitätswerte des Transformators, insbesondere
an dessen Streuinduktivität angepaßt sind. Vorzugsweise ist der Entstörfilter
mit dem Transformator zu einer baulichen Einheit zusammengefaßt. Durch diese neuartige Einheit von Trafo und Filter ergibt sich ein "mehrstufiger
&ogr;608GM
Filter" mit höheren Dämpfungswerten für die Netzrückwirkungen. Gegenüber
der konventionellen Filtertechnik kann der Bauteilaufwand bei den Entstörfiltern
wesentlich vermindert werden und eine entsprechende Anpassung hinsichtlich des geforderten Spannungs- und Stromniveaus ist möglich. Die
Gesamtkonfiguration aus Transformator und Filter erreicht höchste Sperrdämpfüngen,
wenn sie optimal an die Impedanz der angeschlossenen Leitungen sowie auch an die Impedanz der Störquelle und der Störsenke fehlangepaßt
ist. Je nach den Impedanzen der Leitungen bzw. der Störquelle und der Störsenke sind sowohl das einfach LC-Glied (Leitungsimpedanz niedrig und
Impedanz der Störsenke bzw. Störquelle hoch, d.h. zwischen jedem Leiter und
Masse bzw. Schutzleiter) wie auch &pgr;- und !"-Schaltungen (beide Impedanzen
hoch bzw. niedrig und unbekannt) üblich. Die Transformatorfiltereinheit ist
auch auf die nichtidealen Hochfrequenzeigenschaften der realen Entstörbauelemente
bei höheren Frequenzen optimaler abstimmbar. Vor allem die sich in der Baugröße reduzierenden Filterdrosseln können mit geringeren Eigenkapazitäten
(Parallelkapazität) realisiert werden. Somit werden die sonst aufwendigen Wicklungsarten, wie Kammerwicklungen (unterteilte Wicklungen)
bei Stabdrosseln oder die Wildwicklungen nicht mehr notwendig. Damit sind auch die Produktionskosten wesentlich zu reduzieren.
Mit dieser Verbesserung der Filtereigenschaften kann vor allem die Dämpfung
des LC-Gliedes bei tiefen Frequenzen verbessert werden, da dadurch der charakteristische
konstante Dämpfungsbereich bei entsprechender Dimensionierung zu höheren Frequenz hin verschoben werden kann und ebenso der 1/f2
Abfall. Dadurch können die Netzrückwirkungen gegenüber konventionellen Lösungen wesentlich geringer gehalten werden.
Weiters kann durch die Verminderung der Filterdrosselwerte die Stabkerndrossel,
welche die Gleich- und Gegentaktströme gleich gut bedämpft, jedoch bei größeren Betriebsströmen eine große Scherung benötigt (um Sättigungserscheinungen
zu vermeiden) und bei entsprechenden Induktivitätswerten voluminös und teuer ist noch ausgeführt werden. Somit kann der übliche
Kompromiß der stromkompensierten Drossel (bedämpft nur die
O 608 GM
Gleichtaktstörströme, jedoch nicht die Gegentaktstörströme) in der Filtertechnik
vermieden bzw. auf wenige Ausnahmen beschränkt werden.
Durch diese Maßnahme kann auch die sonst übliche große symmetrisch
geschaltene Kapazität, sogenannte Cx-Kondensatoren, vermindert bzw. völlig vermieden werden, welche die unzureichende Dämpfung der Gegentaktstörströme
bei der Ausführung als stromkompensierte Drossel, zwischen den Leitungen ausgleicht. Durch diese Maßnahme können also die bei der konventionellen
Filtertechnik großen Cx-Kondensatoren um einige Typensprünge
verkleinert bzw. völlig eingespart werden und somit die Eigeninduktivitäten der Kondensatoren wieder wesentlich vermindert werden. Somit gilt bezüglich der
Dämpfungsverminderung das bereits bei der Filterdrossel oben Angeführte.
Durch diese Verminderung der Filterentstörbauelemente wird also die Fertigung
wesentlich vereinfacht und außerdem die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems verbessert und erhöht. Die Dämpfungswerte werden vor allem im störenden
unteren Frequenzbereich (Netzrückwirkungen) verbessert und somit sind die Entstörungsvorschriften und Normen leichter erfüllbar.
Die Oberschwingungsströme werden ebenso verringert wie die Verzerrung der
Netzspannung, wodurch sich eine Verbesserung der Netzstabilität bei gleichzeitiger
Reduzierung des Filteraufwandes ergibt, was insbesondere bei Industrienetzen
wichtig ist. Durch den Anstieg der Pulsfrequenzen (über der Gehörschwelle, d.h.
> 16 kHz bis 17 kHz) bei den heutigen Umrichterkonzepten mittels der neuartigen Leistungshalbleiter (z.B. IGBTs, MCTs usw.)
erreichen die erfindungsgemäßen Filterkombinationen bessere Dämpfungswerte
bis zu mehreren 100 kHz als die konventionelle Filtertechnik. Es ist eine
entsprechende Kurzschlußfestigkeit gegeben, die bei konventionellen Filtern technisch nicht möglich ist. Die konventionell vorhandene Eingangsdrossel
wird nicht mehr benötigt, auch die Sinusdrossel kann entfallen oder zumindest vermindert werden. Insgesamt ergibt sich eine kompakte, gewichtsreduzierte,
kostengünstige Gesamtkonfiguration. Schließlich kommt es durch die erfindungsgemäße
Kombination zu einer Reduzierung der Neigung zur gegebe-
O 608 GM
nenfalls selbst erregten Schwingung bei Dreh-Asynchronmaschinen und somit
zu einer Verbesserung der Stabilität (Verbesserung der Dämpfung).
Im Folgenden sollen die Vorgänge in der erfinderischen Transformatorfilterkombination
anhand von Ersatzschaltbildern beispielhaft ausgewählter Transformatoren und Filter betrachtet werden, wobei auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen Fig. 1 ein vereinfachendes Ersatzschaltbild
für einen Zweiwicklungseinphasentransformator, Fig. 2 ein vereinfachtes Ersatzschaltbild eines an beiden Wicklungen beschaltbaren
Transformators und Fig. 3 eine Kombination aus Filter F und Transformator T gemäß der Erfindung in der Ersatzschaltbilddarstellung zeigen, wobei natürlich
das Transformatprersatzschaltbild, z.B. durch die Fig.1 oder 2 ersetzbar ist.
Die Fig.4 zeigt eine mögliche räumliche Anordnung der Transformatorfilterkombination.
Vom Gesichtspunkt der Übergangsvorgänge bei elektrischen Anlagen ausgehend
ist die Untersuchung der Vorgänge in Transformatoren am wichtigsten.
Transformatorwicklungen sind homogener aufgebaut als die Wicklungen rotierender,
elektrischer Maschinen, daher können die Induktivitäten des Transformators
bei der Filterberechnung leichter berücksichtigt werden als die der Maschinen. Trotzdem bilden sie ein ziemlich kompliziertes, elektrisches Netzwerk.
Man kommt daher bei Untersuchungen von Ausgleichsvorgängen, die sich entweder an ihren Wicklungen abspielen oder von ihnen beeinflußt
werden, nicht ohne Vereinfachung aus.
Im vorliegenden Fall interessieren die Ausgleichsvorgänge im Stromkreis mit
Transformator und Filter* wo weitergehende Vereinfachungen erforderlich sind
als in den Fällen, wo nur die Äusgleichsvorgänge der Transformatorwicklungen betrachtet werden. Dies ist vor allem wichtig für die Konzeption des Entstörfilters
im Hinblick auf die Auslegung von Spannungsspitzen, die sich nicht nur auf periodische Sinusvorgänge beziehen, sondern auch auf Schaltvorgänge
im Netzwerk. Somit wird das dynamische Verhalten sowie die erreichbaren
Dämpfungswerte der Gesamtkonfiguration durch die Filterkombination
O 608 GM
wesentlich exakter beherrschbar als wenn nur das Filter alleine Berücksichtigung
findet.
Fig. 1 zeigt das allgemeine Ersatzschaltbild der Wicklungen eines Zweiwicklungseinphasentransformators,
das bekanntlich einen Kettenleiter aus &eegr; &pgr;-Gliedern darstellt, die untereinander induktiv, kapazitiv gekoppelt sind. Elektrische
Vorgänge werden also von der einen auf die andere Wicklung sowohl induktiv als auch kapazitiv übertragen. Der Kettenleiter jeder Wicklung selbst
besteht aus Induktivitäten Li, l_2, die sich wechselseitig beeinflussen
(Selbstinduktivitäten und gegenseitige Induktivitäten der Windungen bzw.
Teilwicklungen, früher auch Gegeninduktivitäten genannt), aus parallel dazu
liegenden Kapazitäten Cwi, Cw2 (Kapazitäten zwischen den Windungen bzw.
Teilwicklungen), aus den Erdkapazitäten Cei, Ce2 (Kapazitäten der äußeren
Wicklungen gegen den geerdeten Transformatorkessel oder Transformatorgehäuse bzw. Kapazitäten der inneren Wicklung gegen den geerdeten Eisenkern)
und aus Koppelkapazitäten C12 zwischen den Wicklungen. Ist eine
Wicklung über ihre Länge gleichmäßig isoliert und ohne besondere Vorkehrungen
zur Spannungssteuerung dann sind die einzelnen Glieder des Kettenleiters näherungsweise gleich, abgesehen von den gegenseitigen Induktivitäten.
Die Berücksichtigung der gegenseitigen Induktivitäten erschwert die Berechnung
des Verlaufs elektrischer Vorgänge in einer Wicklung beträchtlich. Die
Induktivitäten sind bei einer Spule mit Eisenkern infolge der engen magnetisehen
Kopplung der Windungen so bedeutend, daß sie nicht vernachlässigt werden dürfen. Der magnetische Fluß im Eisenkern ist nämlich im Gegensatz
zu den Flüssen, die mit den Gegeninduktivitäten verkettet sind, praktisch
gleich stark verkettet, solange die Frequenz des den Flüß erzeugenden elektrischen
Vorganges unterhalb der Eigenfrequenz der Spule liegt.
Für die Eingangsimpedanz, Stoßkapazität und Eigenfrequenz einer durch
einen homogenen Kettenleiter darstellbaren Wicklung (offene einseitig geerdete und zweiseitig eingespeiste Wicklungen) gelten die in der Literatur bereits
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abgeleiteten Formeln (siehe z.B. in "Schaltvorgänge in HV- und NV-Netzen"
von Ernst Slamecka und Wolfgang Waterscheck, Siemens AG Verlag 1972, insb. Seiten 97 bis 118). Dabei ist bezüglich einer näherungsweisen Darstellung
für den Anfangsverlauf eines Ausgleichsvorganges der Wicklung auch
der Impedanzoperator Z(p) geeignet.
Bei den Ersatzschaltbildern des Transformators in einem Stromkreis mit mehreren
Baugruppen wird der Transformator auf eine Baugruppe reduziert, die sich aus wenigen konzentrierten Elementen zusammensetzt. Das zugehörige
Ersatzschaltbild gemäß Fig. 2 besteht demnach näherungsweise aus der
Summe der einzelnen Glieder des Ersatzschaltbildes gemäß Fig. 1.
Auch der reduzierte Ersatzschaltplan ist noch verhältnismäßig kompliziert, insbesondere
wegen der induktiven und kapazitiven Kopplung zwischen Primär- und Sekundärwicklung. Für Vorgänge unterhalb der Transformatoreigenfrequenz
ist das Übersetzungsverhältnis des Transformators weitgehend konstant und gleich dem induktiven Leerlaufübersetzungsverhältnis. Bei sehr
hochfrequenten Vorgängen und bei stoßartigen Vorgängen wird die anfängliche Übertragung des Vorganges von der Primär- auf die Sekundärwicklung
die kapazitive Verbindung bestimmend. Weitere Vereinfachungen des Ersatzschaltbildes
hängen von den zu untersuchenden Schaltvorgängen ab.
Fig.4 zeigt eine mögliche räumliche Anordnung der Transformatorfilterkombination,
wobei auf der linken Seite einer Ansicht, von vorne, und auf der rechten
Seite einer Ansicht, von der Seite, zu sehen ist. Mit dem Bezügszeichen I
ist der Transformator, mit Il das Gehäuse, mit III ein Wandschrank, mit IV der
Filter und mit V ein Leistungsschalter gezeigt.
Wie in "Schaltvorgänge in HV- und NV-Netzen" von Slamecka und Waterscheck
gezeigt, unterscheidet man bei den Ersatzschaltplänen für Einphasentransfqrmatoren
ohne Berücksichtigung irgendwelcher Transformatorkapzitäten zwischen zwei Arten, nämlich Kopplungs- und Streuungsersatzschaltpläne.
Der Vergleich beider Arten zeigt, daß Streuungsersatzschaltpläne,
O 608 GM
wenn sie vollständig sein sollen, ideale induktive Übertrager enthalten müssen.
Dieser kann nur dann entfallen, wenn der an den Transformator sekundärseitig angeschlossene Stromkreis auf die Primärseite übersetzt wird. Ohmsche
Widerstände und Induktivitäten sind dann mit dem quadratischen Betrag
des Übersetzungsverhältnisses zu multiplizieren. Kapazitäten sind durch
diesen Wert zu dividieren.
Bei den Streuungsersatzschaltplänen für Drehstromtransformatoren mit zwei
Wicklungen je Phase, bei denen zur einfacheren Darstellung Ohmsche und
induktive Widerstände zu impedanzen zusammengefaßt sein können, gleichen
die Ersatzschaltbilder für Mit- und Gegensystem einander, abgesehen von der Phasendrehung des Übersetzungsverhältnisses. Das allgemeine Ersatzschaltbild
für das Nullsystem hingegen unterscheidet sich davon.
Selbst bei Berücksichtigung und Eintragung der Transformatorkapazitäten, um
zu berücksichtigen, daß der Transformator und das Filter ein schwingungsfähiges
System darstellen, bleibt der Schaltplan übersichtlich.
Für die Ermittlung von Ausgleichsvorgängen wird im allgemeinen angenommen,
daß die Transformatorinduktivitäten konstant sind. In Wirklichkeit sind
diese Induktivitäten aber sättigungsabhängig, und zwar die Streuinduktivitäten nur wenig, da die Streuflüsse nur zum Teil durch Eisen fließen, die Hauptinduktivitäten
hingegen nehmen merklich mit der Sättigung des Eisenkernes
ab. Wie die Magnetisierungskennlinien zeigen, befinden sich Transformatoren
im unbelasteten Betrieb bei Nennspannung und im Nennbetrieb im gesättigten
Zustand. Im Kurzschluß sind sie dagegen im allgemeinen im ungesättigten
Zustand. Die Sättigung beeinflußt wesentlich die Größe und den Verlauf der Transformator-Einschaltströme, sie ist daher bei ihrer Ermittlung zu beachten.
Gegebenenfalls macht sich noch ein Restfluß im Eisenkern bemerkbar. Bei
der Berechnung werden die Sättigungsabhängigkeit der Induktivitäten in der Form berücksichtigt, indem die Magnetisierungskennlinie abschnittsweise
linearisiert und die Rechnung entsprechend intervallweise durchgeführt
werden.
O 608 GM
Sind die Transformatoren niederohmig belastet oder kurzgeschlossen, dann
können im Streuungsersatzschaltbild die Hauptinduktivitäten vernachlässigt
werden, da sie auch im gesättigten Zustand wesentlich größer als die Streuinduktivitäten
sind. Dies trifft bei hohen Frequenzen auch auf die Eingangsimpedanz der Entstörfilter zu.
Bei Drehstromtransformatoren gilt dies allerdings nur für die Ersatzschaltbilder
von Mit- und Gegensystem, denn die Hauptinduktivität des Nullsystems ist vielfach erheblich kleiner als die des Mitsystems. Die Größe der Streuinduktivität
einer Wicklung hängt von ihrer Lage zum Eisenkern ab. Mit Ausnahme des Nullsystems lautet der Zusammenhang zwischen den Streuinduktivitäten
und der Kurzschlußinduktivität für einen Zweiwicklungstransformator
Lki2 = Li0 + L2o ■ Die einander entsprechenden Induktivitäten in den Ersatz-Schaltbildern mit Mit- und Gegensystem von Drehstromtransformatoren sind gleich. Die Induktivitäten des Nullsystems weichen von diesen ab, da die magnetischen Kreise des Nullsystems anders aufgebaut sind als die des Mitsystems. Das Verhältnis Nullinduktivität zu Mitinduktivität hängt wieder von der Schaltungsart der Wicklung, vom Aufbau des Eisenkerns sowie von der Abschirmungsart des Kessels ab.
Lki2 = Li0 + L2o ■ Die einander entsprechenden Induktivitäten in den Ersatz-Schaltbildern mit Mit- und Gegensystem von Drehstromtransformatoren sind gleich. Die Induktivitäten des Nullsystems weichen von diesen ab, da die magnetischen Kreise des Nullsystems anders aufgebaut sind als die des Mitsystems. Das Verhältnis Nullinduktivität zu Mitinduktivität hängt wieder von der Schaltungsart der Wicklung, vom Aufbau des Eisenkerns sowie von der Abschirmungsart des Kessels ab.
Die Transformatorinduktivitäten sind natürlich auch frequenzabhängig. Der
Streufluß fließt zum größeren Teil durch nichtmagnetisches Material und zum
kleineren Teil durch magnetisches Material. Dies ist der Eisenkern. Daher wird die Frequenzabhängigkeit der Streuinduktivität im wesentlichen durch die Wirbelströme
im nichtmagnetischen Material wie in den Wicklungen hervorgerufen.
Wegen der Zunahme der Wirbelströme im Eisenkern mit steigender Frequenz
dringt der Hauptfluß immer weniger tief in den Kern ein. Die wirksame Permeabilität
des Eisenkernes sinkt daher ab. Aus diesem Grund hängt auch die Hauptinduktivität von der Frequenz ab, und zwar bedeutend stärker als die
Streuinduktivität. Auch dies ist ein weiterer Grund, warum gemäß der Erfin-
O 608 GM
dung die Streuinduktivität berücksichtigt wird. Bei sehr schnellen Vorgängen
ist noch zu beachten, daß der Fluß im Eisenkern diesen Änderungen nicht mit der gleichen Schnelligkeit folgen kann. Die Berücksichtigung der Tränsformatorkapazitäten
und deren gültige Näherungen können nach den an sich 5. bekannten Berechnungen vorgenommen werden (siehe z.B. P.Hammerlund,
"Transient recovery voltage subsequent to short-circuit interruption with special
reference to Swedish power systems", Ingeniörs Vetenshops Akademiens,
HandlingarNr.189, Stockholm 1946).
Zu der Berücksichtigung der Transformatorinduktivitäten und Transformatorkapazitäten
kommt nun noch die entsprechende Ersatzschaltung des Entstörfilters
(stellt die Last für den Anpaßtränsformator in Form des &pgr;- oder T-Ersatzschaltbildes
dar) hinzu. Diesem Gesamtsystem muß nun noch die tatsächliche
Last, die durch äquivalente Ersatzschaltbilder beschreibbar ist,
berücksichtigt werden, wobei wieder oben angeführte Aussagen gelten.
Neu an dem Filter gemäß der Erfindung ist, daß durch die Berücksichtigung
der Streuinduktivitäten des Anpaßtransformators sowohl der Filteraufwand
minimiert werden kann, als auch der dynamischen Auswirkungen des Gesamtsystems wesentlich exakter berechnet bzw. überhaupt erst einer analytischen
Betrachtung zugänglich gemacht werden können. Somit wird das Gesamtsystem dynamisch stabiler (Schwingungsverhalten der Filterkombination
bzw. selbsterregte Schwingungsneigungen der Last beherrschbar) und bauteiloptimiert.
Durch den Anstieg der Pulsfrequenzen (aufgrund der neuartigen Leistungshalbleiter,
vor allem bei Verwendung von IGBTs) bei den heutigen Umrichterkonzepten
über die Gehörschwelle > 16-17 kHz, erreicht die Filterkombination
wesentlich höhere Dämpfüngswerte bis zu mehreren 100 kHz, als die konventionelle
Filtertechnik.
Durch die Filterkombination reduziert sich die Gefahr von selbsterregten
Schwingungen bei der Drehfeldmaschine und verbessert somit die Stabilität
von Anlagen mit solchen Maschinen, bzw. können eventuell auftretende
selbsterregten Schwingungen bei einem bestehenden System durch die Filterkombination
vermieden werden, was bei konventionellen Filtern nicht möglich ist.
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Durch die Filterkombination reduziert sich die Gefahr von selbsterregten
Schwingungen bei der Drehfeldmaschine und verbessert somit die Stabilität von Anlagen mit solchen Maschinen, bzw. können eventuell auftretende
selbsterregte Schwingungen bei einem bestehenden System durch die Filterkombination
vermieden werden, was bei konventionellen Filtern nicht möglich ist. Dies verbessert die Stabilität von Anlagen mit Drehstromasynchronmaschinen
wesentlich.
Claims (9)
1. Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entstörfilterbauelemente an die Induktivitätswerte des
Transformators (T), insbesondere an dessen Streuinduktivität angepaßt sind.
2. Entstörfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Entstörfilter
(F) mit dem Transformator (T) zu einer baulichen Einheit zusammengefaßt ist.
3. Anordnung zur Reduzierung der Netzrückwirkungen bei elektrischen Geräten
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kombination
eines Dämpfungstrafos mit einem EMV-Filter ein mehrstufiger Filter mit höheren Dämpfungswerten für die Netzrückwirkungen bei geringeren Filterbauteilen
und daher geringeren Verlusten gebildet wird.
4 Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Änderung der primären Eingänge eine Anpassung sowohl hinsichtlich Spannung als auch hinsichtlich Strom des Dämpfungstrafos
gegeben ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Netzseite bei gleichzeitiger Reduzierung des Filteraufwandes die Ober-Schwingungsströme
verringert sind.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verringerung der Verzerrung der Netzspannung und somit
Verbesserung der Netzstabilität der Filteraufwand verringert ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Reduktion der Gefahr von selbsterregten Schwingungen und zur Verbesserung der Stabilität bzw. zur Vermeidung von eventuell auftre-
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tenden selbsterregten Schwingungen eine Filterkombination in die Schaltanordnung eingebracht ist.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Einsatz von Leistungshalbleitern bei steigenden Pulsfrequenzen Dämpfungswerte bis zu mehreren einhundert Kilohertz eingestellt
werden.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Sinusdrosseln verringert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT34997 | 1997-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29803051U1 true DE29803051U1 (de) | 1998-05-28 |
Family
ID=3488259
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29803051U Expired - Lifetime DE29803051U1 (de) | 1997-02-28 | 1998-02-21 | Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator |
| DE1998107382 Withdrawn DE19807382A1 (de) | 1997-02-28 | 1998-02-21 | Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998107382 Withdrawn DE19807382A1 (de) | 1997-02-28 | 1998-02-21 | Entstörfilter für ein elektrisches Gerät mit Transformator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29803051U1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19732324A1 (de) | 1997-07-28 | 1999-02-04 | Kloeckner Moeller Gmbh | Schaltungsanordnung und Verfahren zur Speicherplatzverwaltung und zur Abarbeitung von Anwenderprogrammen in Kleinsteuerungen |
-
1998
- 1998-02-21 DE DE29803051U patent/DE29803051U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1998-02-21 DE DE1998107382 patent/DE19807382A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19807382A1 (de) | 1998-09-03 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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Effective date: 19980709 |
|
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: MOELLER GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: KLOECKNER-MOELLER GMBH, 53115 BONN, DE Effective date: 19990927 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20011201 |