DE29802615U1 - Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden von MöbelteilenInfo
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Description
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PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
Dr. Nicolaus ter Meer, Dipl.-Chem. Helmut Steinmeister, Dipl.-Ing.
Peter Urner, Dipl.-Phys. Manfred Wiebusch
Gebhard Merkle, Dipl.-Ing. (FH)
Mauerkircherstrasse 45 Artur-Ladebeck-Strasse 51
D-81679 MÜNCHEN D-33617 BIELEFELD
PRO P04/97 17.2.1998
Project Kunststofftechnik GmbH
Schnatweg 5 32105 Bad Salzuflen
VORRICHTUNG ZUM VERBINDEN VON MÖBELTEILEN
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER :GQR.· * "!I*** PROP04/97
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen mit
Hilfe von Zugankern.
Es sind Zuganker bekannt, die dazu dienen, zwei plattenförmige, rechtwinklig
zueinander angeordnete Möbelteile, beispielsweise Wände und Böden von
Möbelkorpusen oder Regalen, miteinander zu verbinden. Diese Zuganker erstrecken sich rechtwinklig durch ein erstes Möbelteil und sind auf der dem
zweiten Möbelteil entgegengesetzten Seite durch einen Kopf formschlüssig an oder in dem ersten Möbelteil verankert. Das freie Ende des Zugankers erstreckt
sich durch eine Bohrung, die stimseitig in der Kante des zweiten Möbelteils ausgebildet ist und in einer in Randnähe in diesem Möbelteil vorgesehenen
Topfbohrung mündet. Ein verdickter Kopf am freien Ende des Zugankers steht mit einem in die Topfbohrung eingelassenen Beschlag in Eingriff,
so daß eine formschlüssige Verbindung zwischen den beiden Möbelteilen geschaffen
wird. Darüber hinaus ist es möglich, die beiden Möbelteile mit Hilfe des Zugankers fest miteinander zu verspannen. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
der Beschlag mit einem Exzenter versehen sein, mit dem eine Zugspannung auf den in der Topfbohrung liegenden Kopf des Zugankers ausgeübt
werden kann. Wahlweise oder zusätzlich kann der Zuganker aus zwei miteinander in Gewindeeingriff stehenden Teilen bestehen, so daß er in der
Länge verstellbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen
mit Hilfe derartiger Zuganker zu schaffen, die eine einfache Montage und eine ästhetisch ansprechende Gestaltung des Verbindungbereichs zwischen
den Möbelteilen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein an die zu verbindenden
Möbelteile ansetzbares Verbindungsprofil, in dem mindestens zwei hinterschnittene,
jeweils zu einem der Möbelteile offene Nuten ausgebildet sind, und durch zugfest an den Enden der Zuganker angebrachte Kulissensteine,
die in die hinterschnittenen Nuten eingreifen.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung umfaßt somit mindestens
zwei Zuganker, die jeweils in eines der beiden Möbelteile eingesteckt sind
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER £g3r#·* · *···;"; PROP04/97
und mit ihrem Kulissenstein eine formschlüssige, vorzugsweise verspannbare
Verbindung zwischen dem betreffenden Möbelteil und dem Verbindungsprofil
schaffen. Auf diese Weise werden mittelbar auch die beiden Möbelteile miteinander
verbunden und gegebenenfalls miteinander verspannt.
Diese Lösung hat den Vorteil, daj3 die in den zu verbindenen Möbelteilen ausgebildeten
Bohrungen für die Zuganker nicht bündig zu sein brauchen, sondern in Längsrichtung des Verbindungsprofils gegeneinander versetzt sein
können. Auf diese Weise wird eine größere konstruktive Freiheit bei der Gestaltung
der Verbindungsbereiche erreicht, und es wird die Möglichkeit geschaffen, die beiden Möbelteile nachträglich in Längsrichtung des Verbindungssprofils
gegeneinander zu verschieben um sie so bündig miteinander auszurichten.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Kulissensteine sämtlicher Zuganker
verdeckt in dem Verbindungsprofil liegen, so daJ3 auf den Außenflächen
der Möbelteile keinerlei Befestigungsmittel sichtbar sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprächen.
Die erfindungsgemäjße Vorrichtung eignet sich besonders als Eckverbinder
zwischen zwei plattenförmigen Möbelteilen. Das Verbindungsprofil dient dann zugleich als Kantenprofil, das nicht nur eine dekorative Funktion hat,
sondern auch einen wirksamen Schutz gegen Beschädigung der empfindlichen Kanten der aus Holz hergestellten Möbelteile bietet. Da in diesem Fall
die stirnseitigen Kantenflächen der Möbelteile durch das Verbindungsprofil abgedeckt werden, ist es nicht mehr erforderlich, die Kanten der Möbelteile
zu fundieren.
Die erfindungsgemäjSe Verbindungsvorrichtung eignet sich nicht nur für 90°-
Ecken, sondern auch für beliebige andere Eckwinkel, wobei dadurch, daß
beide Möbelteile fest mit dem Verbindungsprofil verspannt werden, eine hohe Stabilität erreicht wird. Wahlweise kann das Verbindungsprofil auch dazu
ausgebildet sein, zwei in derselben Ebene liegende plattenförmige Möbelteile auf Stoß miteinander zu verbinden oder drei aneinander grenzende Möbelteile
T-förmig miteinander zu verbinden. Bei Eckverbindern kann das Verbin-
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER Jg^R,·" · *-·· ·**&Ggr; PROP04/97
dungsprofil im Querschnitt gesehen zwei relativ lange Schenkel aufweisen,
die jeweils an eines der beiden Möbelteile angeschlossen sind. Hierdurch werden vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Beispielsweise kann so
durch das Verbindungsprofil eine abgerundete oder abgefaste Kante geschaffen werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weißt das Verbindungsprofil
ein Kemelement auf, das für die nötige mechanische Stabilität sorgt, und auf das verschiedene Dekorelemente aufgerastet werden können, die sich in ihrer
Form, Farbe oder Oberflächenstruktur unterscheiden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Verbindungsvorrichtung
gemäß der Erfindung;
Figur 2 eine perspektivische Darstellung einer Eckverbindung zwischen
zwei rechtwinklig aneinandergrenzenden plattenförmigen Möbelteilen.
Kernstück der in Figur 1 gezeigten Verbindungsvorrichtung ist ein Verbindungsprofil
10, dessen Querschnitt insgesamt etwa die Form eines gleichschenklig-rechtwinkligen
Dreiecks hat. Bei diesem Verbindungsprofil 10 kann es sich um ein extrudiertes Strangprofil aus Kunststoff oder Aluminium
handeln. In den beiden rechtwinklig aneinandergrenzenden Seitenflächen ist jeweils eine hinterschnittene Nut 12 ausgebildet.
Weiterhin gehören zu der Verbindungsvorrichtung zwei Sätze von Zugankern
14, 16, von denen in Figur jeweils nur einer dargestellt ist. In der Praxis sind
im Regelfall jeweils mehrere Zuganker 14 und mehrere Zuganker 16 auf der
Länge des Verbindungsprofils 10 verteilt.
Die Zuganker 14, 16 haben denselben Aufbau und weisen jeweils einen zylindrischen
Abschnitt 18 mit relativ großem Durchmesser auf, an den sich an einem Ende ein Kulissenstein 20 mit einem zu der hinterschnittenen Nut 12
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER ?3^R,· « ..&iacgr; .**. PROP04/97
komplementären Profil anschließt. Am entgegengesetzten Ende schließt sich
an den Abschnitt 18 ein weiterer zylindrischer Abschnitt 22 mit kleinerem Durchmesser an, der in einem verdickten Kopf 24 endet.
Die Verbindungsvorrichtung dient dazu, zwei plattenförmgige Möbelteile 26,
28 rechtwinklig miteinander zu verbinden, wie in Figur 2 gezeigt ist. Die stirnseitigen Kantenflächen 30 der beiden Möbelteile 26, 28 liegen dann jeweils
an einer der beiden rechtwinklig zueinander verlaufenden Flächen des Verbindungsprofils 10 an. Die Kulissensteine 20 der Zuganker 14, 16 sind in
die Nuten 12 des Verbindungsprofils 10 eingeschoben, so daß die Zuganker
rechtwinklig zueinander aus dem Verbindungsprofil 10 herausragen. In Figur 2 ist lediglich der Zuganker 16 gestrichelt angedeutet. Die Abschnitte 18, 22
der Zuganker sind paßgenau in jeweilige Bohrungen eingesteckt, die in den Kantenflächen 30 der Möbelteile 26, 28 ausgebildet sind. Weiterhin ist in
den in Figur 2 nicht sichtbaren Innenflächen der Möbelteile 26, 28 jeweils eine Topfbohrung 32 vorgesehen (in Figur 2 gestrichelt bei dem Möbelteil 28
gezeigt) in der der Kopf 24 des Zugankers mit Hilfe eines nicht gezeigten Exzenters
verriegelt ist.
Bei der Montage kann beispielsweise wie folgt vorgegangen werden.
Zunächst werden die Zuganker 16 in die zugehörigen Bohrungen des Möbelteils
28 eingesteckt, während die Exzenter in den entsprechenden Topfbohrungen 32 sich noch in gelöstem Zustand befinden. Die Kulissensteine 20 der
Zuganker 16 werden miteinander ausgerichtet, und das Führungsprofil 10 wird parallel zur Kantenfläche 30 des Möbelteils 28 aufgeschoben. Anschließend
werden die Exzenter in die Verriegelungsstellung gedreht, so daß sie
die Köpfe 24 der Zuganker 16 erfassen und die Zuganker nach innen ziehen, so daß das Führungsprofil 10 durch die Kulissensteine 20 fest gegen die Kante
des Möbelteils 28 gespannt wird. Anschließend werden die Zuganker 14 in
entsprechender Weise in die Bohrungen des Möbelteils 26 eingesetzt und
miteinander ausgerichtet. Danach wird das Möbelteil 26 mit den vorspringenden Kulissensteinen 20 der Zuganker 14 in das Verbindungsprofil 10 eingeschoben.
Wenn die Möbelteile 26 und 28 korrekt miteinander ausgerichtet sind, werden auch die Exzenter in den Topfbohrungen des Möbelteils 26 angezogen,
so daß auch das Möbelteil 26 fest gegen das Führungsprofil 10 gespannt wird und auf diese Weise die beiden Möbelteile 26 und 28 stabil mit-
TERMEER STEINMEISTER & F?ARTNER «&thgr;&phgr; «# . '..I,", PRO P04/97
einander verbunden werden.
. Auf die freibleibende Seite des Verbindungsprofils 10 wird schließlich noch
ein Dekorprofil 34 aufgerastet. Dieses Dekorprofil ist an seinen Längsrändem mit nach innen vorspringenden Rastrippen 36 versehen (Figur 1), die in entsprechenden
Nuten 38 des Verbindungsprofils 10 eingreifen. Das Dekorprofil 34 kann unterschiedlich geformt sein. Figure 1 und 2 illustrieren zwei mögliche
Gestaltungsvarrianten des Dekorprofils.
Die offene Stirnseite des Verbindungsprofils 10 wird schließlich durch eine
Endkappe 40 abgeschlossen, die in ihrer Umrißform an das zugehörige Dekorprofil 34 angepaßt ist und mit Rastvorsprüngen 42 in die offenen Enden
der Nuten 12 eingreift.
Die mit den Köpfen 24 versehenen Abschnitte 22 der Zuganker 14, 16 sind
im gezeigten Beispiel mehr oder weniger tief in die Abschnitte 18 einschraubbar,
so daß die Länge der Zuganker an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden kann. Die Kulissensteine 20 sind im gezeigten Beispiel in
einem Stück mit den zylindrischen Abschnitten 18 der Zuganker ausgebildet. Wahlweise können die Kulissensteine 20 jedoch auch separat ausgebildet und
lösbar mit den übrigen Teilen der Zuganker verbunden, beispielsweise verschraubt
sein.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen (26, 28) mit Hilfe von Zugankern
(14, 16) gekennzeichnet durch ein an die zu verbindenden Möbelteile
(26, 28) ansetzbares Verbindungsprofil (10), in dem mindestens zwei hinterschnittene, jeweils zu einem der Möbelteile offene Nuten (12) ausgebildet
sind, und durch zugfest an den Enden der Zuganker (14, 16) angebrachte Kulissensteine (20), die in die hinterschnittenen Nuten (12) eingreifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsprofil
(10) mit Hilfe der Zuganker (14, 16) gegen die Möbelteile (26, 28) spannbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
die nicht an den Möbelteilen (26, 28) anliegende Seite des Verbindungsprofils (10) ein Dekorprofil (34) aufrastbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29802615U DE29802615U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29802615U DE29802615U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29802615U1 true DE29802615U1 (de) | 1998-04-23 |
Family
ID=8052723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29802615U Expired - Lifetime DE29802615U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Vorrichtung zum Verbinden von Möbelteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29802615U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202023101294U1 (de) | 2023-03-15 | 2024-06-21 | Cool Tools GmbH | Profilanordnung für ein Möbel und damit ausgestattetes Möbel |
-
1998
- 1998-02-17 DE DE29802615U patent/DE29802615U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202023101294U1 (de) | 2023-03-15 | 2024-06-21 | Cool Tools GmbH | Profilanordnung für ein Möbel und damit ausgestattetes Möbel |
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