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DE29800306U1 - Beschlag für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen - Google Patents

Beschlag für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen

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Publication number
DE29800306U1
DE29800306U1 DE29800306U DE29800306U DE29800306U1 DE 29800306 U1 DE29800306 U1 DE 29800306U1 DE 29800306 U DE29800306 U DE 29800306U DE 29800306 U DE29800306 U DE 29800306U DE 29800306 U1 DE29800306 U1 DE 29800306U1
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DE
Germany
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fitting
faceplate
frame
casement
fitting groove
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Application number
DE29800306U
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English (en)
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Profine GmbH
Original Assignee
KBE KUNSTSTOFFPROD GmbH
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Publication date
Application filed by KBE KUNSTSTOFFPROD GmbH filed Critical KBE KUNSTSTOFFPROD GmbH
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Publication of DE29800306U1 publication Critical patent/DE29800306U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C9/00Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
    • E05C9/004Faceplates ; Fixing the faceplates to the wing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Special Wing (AREA)
  • Wing Frames And Configurations (AREA)

Description

Beschreibung: G 97 181
KBE Vertriebsgesellschaft
für Kunststoffprodukte GmbH
66763 Dillingen
Beschlag für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen.
Die Neuerung betrifft einen Beschlag mit Stulpschiene, Treibstange und Schlleßzapfen für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen, wobei der Flügelrahmen auf seiner Falzseite mindestens eine Beschlagnut zum Einsetzen der Stulpschiene und der Treibstange des Beschlages aufweist.
Derartige Beschläge für Fenster oder Türen sind vielfältig bekannt und werden beispielsweise bei aus Hohlprofilen aus thermoplastischem Kunststoff hergestellten Fensterrahmen eingesetzt.
Bei den üblicherweise verwendeten Fenstern oder Türen aus Hohlprofilen eines thermoplastischen Kunststoffes ist es üblich, zur Erhöhung der Rahmensteifigkeit ein oder mehrere Verstärkungsprofile aus Stahl, Blech od. dgl. in geeignete Hohlkammern des Flügelrahmens einzusetzen, was jedoch zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordert und erhebliche Kosten bei der Herstellung derartiger Fenster oder Türen hervorruft.
Andererseits ist man jedoch bestrebt, die Herstell kosten für derartige Fenster oder Türen, die mit Beschlägen ausgerüstet werden, zu verringern, um derartige Fenster oder Türen möglichst preiswert herstellen zu können.
Aufgabe der Neuerung ist daher, einen Beschlag für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen vorzuschlagen, bei dessen Verwendung die Gesamtkosten des damit ausgerüsteten Fensters oder der Tür verringert werden.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß mit einem Beschlag gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Schutzanspruches 1 gelöst.
,10 Vorteilhafte Ausgestaltungen der Neuerung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Neuerungsgemäß wird vorgeschlagen, daß die Stulpschiene des Beschlages auf einer Seite einen über die Beschlagnut hinausgehend verbreitert ausgebildeten Stützbereich aufweist und mit dem Stützbereich auf der Falzseite des Flügelrahmens aufsetzbar und befestigbar ist.
Überraschend wurde hierbei gefunden, daß diese mittels Stützbereich verbreitert ausgebildete Stulpschiene gegenüber herkömmlichen Beschlagen nicht nur eine wesentlich stabilere und steifere Befestigung am Flügelrahmen ermöglicht, sondern darüber hinaus auch die Stabilität des Flügelrahmenprofils, in dem der neuerungsgemäß verbreitert ausgebildete Beschlag eingesetzt ist, derart erhöht wird, daß auf den bisher notwendigen Einsatz von Verstärkungsprofilen im Inneren des Flügelrahmens zumindest teilweise verzichtet werden kann. Es wird somit durch Verwendung des neuerungsgemäßen Beschlages sowohl das Verstärkungsprofil im Inneren des Flügelrahmens an sich eingespart, wie auch das aufwendige Einführen des Verstärkungsprofils in eine geeignete Hohlkammer entfällt, so daß es lediglich erforderlich ist, den neuerungsgemäß vorgeschlagenen Beschlag in die hierfür vorgesehene Beschlagnut in an sich bekannter Weise einzusetzen, wobei durch die neuerungsgemäß verbreiterte Stulpschiene die erforderliche Steifigkeit des Flügelrahmens sichergestellt wird.
Vorteilhaft ist die Stulpschiene mit dem verbreiterten Stützbereich in einer solchen Gesamtbreite ausgeführt, daß sie mindestens doppelt so breit wie die zum Einsetzen in die Beschlagnut erforderliche Breite einer bekannten Stulpschiene ausgebildet ist. Der neuerungsgemäße Beschlag weist von daher gegenüber einem üblicherweise verwendeten Beschlag, dessen Stulpschiene in etwa der Breite der Beschlagnut angepaßt ist, mindestens die doppelte Breite auf, was durch die neuerungsgemäße Verbreiterung mittels des Stützbereiches erzielt wird.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der neuerungsgemäße Beschlag eine solche Breite aufweist, daß er zwischen zwei auf der Falzseite des Flügelrahmens ausgebildete Vorsprünge einsetzbar ist. Derartige Vorsprünge sind teilweise an den handelsüblichen Profilen für Flügelrahmen bereits vorhanden bzw. lassen sich mit geringem Aufwand durch entsprechende Werkzeuge oder nachträgliche Bearbeitung an den Profilen für den Flügelrahmen auf der Falzseite ausbilden. Der neuerungsgemäße Beschlag kann somit exakt zwischen diesen als Anschläge dienenden Vorsprüngen eingepaßt werden und in dieser Position auf der Falzseite befestigt werden.
Eine weitere Steigerung der Steifigkeit des mit dem neuerungsgemäßen Beschlag ausgerüsteten Flügelrahmens wird dadurch erreicht, daß der verbreiterte Stützbereich der Stulpschiene eine Sicke aufweist, die beispielsweise als im Querschnitt betrachtet etwa U-förmige Ausknickung des Stützbereiches ausgebildet sein kann. Mittels dieser neuerungsgemäß vorgeschlagenen Sicke werden die Trägheitsmomente Ix und IY des neuerungsgemäßen Beschlages im Bereich seines verbreiterten Stützbereiches gesteigert, was sich vorteilhaft auf die Gesamtsteifigkeit des mit dem neuerungsgemäßen Beschlag ausgerüsteten Flügelrahmens auswirkt.
Die im Bereich des verbreiterten Stützbereiches ausgebildete Sicke kann je nach Ausführungsform des Flügelrahmens in Richtung auf einen zum
Flügelrahmen zugehörigen Blendrahmen vorstehend ausgebildet sein, da üblicherweise zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen im Falzbereich eine umlaufende Falzkammer gebildet ist, in der genügend Freiraum für die derart hineinragende Sicke des neuerungsgemäßen Beschlages vorgesehen ist.
Es sind jedoch auch Flügelrahmen bekannt, die zwei nebeneinander angeordnete Beschlagnuten als äußere und innere Beschlagnut aufweisen, die beispielsweise unterschiedlich gestaltet sind, um verschiedene Arten von Beschlagen, wie Spreizgetriebe oder Drehkippbeschläge in jeweils einer speziell dafür ausgebildeten Beschlagnut aufzunehmen. Beispielsweise kann die äußere Beschlagnut für die Aufnahme eines Spreizgetriebes vorgesehen sein, während die innere Beschlagnut als Euro-Beschlagnut für die Aufnahme von Drehkipp-Beschlägen vorgesehen ist. In einem solchen Fall ist vorteilhaft die Sicke im verbreiterten Stützbereich der Stulpschiene derart angeordnet, daß sie in die neben der die Treibstange und die Stulpschiene aufnehmende Beschlagnut ausgebildete zweite Beschlagnut auf der Falzseite des Flügelrahmens einsetzbar ist und von daher keinen Raum innerhalb der zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen ausgebildeten Falzkammer einnimmt.
In jedem Fall wird der Stützbereich mit Vorteil im Bereich der Sicke mit dem Flügelrahmen auf dessen Falzseite verbunden, beispielsweise mittels einer durch die Sicke geführten Schraube am Flügelrahmen verschraubt.
Der neuerurigsgemäß vorgeschlagene Beschlag ist vorteilhaft nach Art eines Spreizgetriebes ausgebildet, dessen Schließzapfen mit einem auf der Falzseite des zugehörigen Blendrahmens befestigbaren Sehließteil in Wirkverbindung bringbar ist. Ein derartiges Schließteil kann z. B. bei Verwendung eines Flügelrahmens mit zwei Beschlagnuten und Aufnahme des Beschlages in der äußeren Beschlagnut zwei nebeneinander angeordnete Ausnehmungen aufweisen, die mit den Beschlagnuten des Flügelrahmens korrespondieren. Der Schließzäpfen ist bei geschlossenem Flügelrahmen in eine erste, äußere
Ausnehmung des Schließteiles und bei einem bestimmten Öffnungswinkel des Flügelrahmens in eine zweite, innere Ausnehmung des Schließteiles einführbar. Diese Einführbarkeit des Schließzapfens in eine innere Ausnehmung bei einem bestimmten Öffnungswinkel des Flügelrahmens ermöglicht eine Spaltlüftung eines derart ausgebildeten Fensters oder einer Tür, wobei der Flügelrahmen in dieser Spaltlüftungsstellung mittels des neuerungsgemäßen Beschlages verriegelbar ist, so daß ein ausreichender Widerstand gegenüber einem Einbruchversuch oder ähnlicher äußerer Gewaltanwendung erzielbar ist.
Die Neuerung wird nachfolgend anhand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Aufsicht auf einen neuerungsgemäßen Beschlag,
Figur 2 den Einsatz des Beschlages gemäß Figur 1 in einem Flügelrahmen,
Figur 3 eine weitere Ausführungsform des neuerungsgemäßen Beschlages,
Figur 4 eine weitere Ausführungsform des neuerungsgemäßen Beschlages,
20
Figur 5 einen Schnitt durch ein Fenster gemäß Schnitt A - A in Figur 7 unter Verwendung eines neuerungsgemäßen Beschlages gemäß Figur 1,
Figur 6a einen Schnitt durch ein Fenster unter Verwendung eines Beschlages gemäß Figur 3 bei geschlossenem Fenster,
Figur 6b die Darstellung des Fensters gemäß Figur 6a mit leicht geöffnetem
Flügelrahmen,
30
Figur 7 die Ansicht eines Fensters.
In den Figuren 5 und 7 ist ein Fenster mit einem Blendrahmen 1 und einem hieran beweglich in bekannter Weise angeschlagenem Flügelrahmen 2, der eine Verglasung 3 trägt, dargestellt. Entlang des hier beispielsweise dargestellten linken Vertikalholms 2a des Flügelrahmens 2 ist ein Beschlag 4 vorgesehen, der eine Verriegelung des schwenkbar am Blendrahmen 1 angeschlagenen Flügelrahmens 2 ermöglicht.' Der Beschlag 4 ist dazu auf der Falzseite 20 des aüsschnittsweise in der Figur 5 dargestellten Abschnitts des Flügelrahmens 2a in eine Beschlagnut 21 einsetzbar und mit einem auf der Falzseite 10 des Blendrahmens 1a befestigten Schließteil 5 in Wirkverbindung bringbar, so daß eine Verriegelung des Flügelrahmens in seiner geschlossenen Stellung am Blendrahmen bewirkbar ist.
Der Beschlag ist in der Figur 1 in näheren Einzelheiten dargestellt. Er umfaßt eine Stulpschiene 41, auf deren einer Seite in bekannter Weise eine Treibstange 40 angeordnet und längsverschieblich geführt ist und einen auf der anderen Seite der Stulpschiene 41 vorstehenden Schließzapfen 43, der mittels der Treibstange 40 betätigbar ist und mit dem Schließteil 5 des Blendrahmens in Wirkverbindung bringbar ist, so daß der Beschlag nach Art eines Spreizgetriebes ausgebildet ist. Gegenüber dem bekannten Spreizgetriebe-Beschlägen ist die Stulpschiene 41 zu einer Seite hin verbreitert ausgebildet und weist einen an die Stulpschiene 41 anschließenden, diese verbreiternden Stützbereich 410 mit einer hierin ausgebildeten Sicke 42 auf.
Wie auch aus der Figur 2 ersichtlich, ist der Beschlag 4 auf die Falzseite 20 des Flügelrahmens 2a aufsetzbar. Hierbei wird in an sich bekannter Weise die Treibstange 40 und die Stulpschiene 41 in die hierfür vorgesehene Beschlagnut 21 des Flügelrahmens 2a eingesetzt, wozu die Stulpschiene 41 eine Breite B1 entsprechend der Breite N der Beschlagnut 21 aufweist. Diese Breite N der Beschlagnut beträgt üblicherweise 16 mm. Der gegenüber der Stulpschiene 41 verbreiterte Stützbereich 410 reicht auf einer Seite der Stulpschiene 41 über die Beschlagnut 21 hinaus und ist auf der Falzseite 20 des Flügelrahmens aufsetzbar und dort befestigbar, was beispielsweise mittels
Schrauben oder ähnlichem erfolgen kann. Der Stützbereich 410 der Stulpschiene 41 weist dabei eine Breite B2 auf, so daß sich eine Gesamtbreite B des Beschlages ergibt, die mindestens doppelt so breit wie die vorangehend erwähnte, zum Einsetzen in die Beschlagnut erforderliche Breite B1 der Stulpschiene 41 ausgebildet ist.
Der Flügelrahmen 2a weist darüber hinaus auf seiner Falzseite 20 zwei stufenförmige Vorsprünge oder Absätze 21a, 22a auf und der Beschlag 4 ist in einer solchen Breite B ausgeführt, daß er mit seinen beiden Enden 41a, 41b exakt in den von den Vorsprüngen 2Ta, 22a begrenzten Bereich der Falzseite 20 einpaßbar und dort halterbar ist.
Wie insbesondere aus der Figur 5 ersichtlich, ist somit der Beschlag 4 durchgängig auf der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2a befestigt, wobei der Schließzapfen 43 in Richtung auf die Falzseite 10 des Blendrahmens 1a vorragt und mittels der im Inneren der Beschlagnut 21 geführten Treibstange 40 betätigbar ist, so daß er mit dem auf der Falzseite 10 des Blendrahmens 1a befestigten Schließteil 5 im Bereich der Anschlagfläche 51 in Wirkverbindung bringbar ist , und eine Verriegelung des Flügelrahmens am Blendrahmen bewirken kann. Zwischen dem Flügelrahmen 2a und dem Blendrahmen 1a ist dabei üblicherweise eine umlaufende Falzkammer zwischen den Falzseite 10, 20 von Blendrahmen 1 und Flügelrahmen 2 ausgebildet, in die die Sicke 42 des verbreiterten Stützbereiches 410 des Beschlages 4 hineinragt, ohne die Beweglichkeit des Flügelrahmens 2 zu behindern.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß die derart über die Breite der Beschlagnut 21 verbreiterte Stulpschiene 41 mit ihrem Stützbereich 410 dem Beschlag 4 eine solche Stabilität verleiht, daß die Steifigkeit eines mit Beschlag 4 versehenen Flügelrahmens erheblich gesteigert wird. Auf üblicherweise im Inneren einer hierfür geeigneten Kammer 23 des Flügelrahmens eingesetzte Verstärkungsprofile 24 kann daher bei Einsatz des Beschlages 4 mit seinem verbreiterten Stützbereich 410 verzichtet werden,
&lgr; &Lgr; m m · · · ♦ · · · i
wodurch sich erhebliche Kostenvorteile für die Herstellung eines derartigen Fensters oder Tür ergeben.
Bei sehr großen Flügeln und entsprechend hohen Flügelgewichten kann es jedoch von Vorteil sein, entweder im Bereich der horizontalen Holme 2c, 2d des Flügelrahmens, siehe hierzu Figur 7 und/oder im Bereich der vertikalen Holme 2a, 2b Verstärkungsprofile 24, wie sie strichliert in Figur 5 angedeutet, sind, im Inneren der Hohlkammer 23 vorzusehen. Auch der Blendrahmen 1 kann mit entsprechenden Verstärkungsprofilen 14 innerhalb einer Kammer 13 bei Bedarf versehen werden.
Um eine möglichst große Steifigkeit des mit dem Beschlag 4 versehenen Flügelrahmens zu erhalten, ist der Beschlag vorteilhaft in einer solchen Breite B ausgeführt, die nahezu der gesamten Breite der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2 entspricht. Die darüber hinaus im Stützbereich 410 ausgebildete Sicke 42 erhöht die Trägheitsmomente Ix und Iy des Beschlages weiter, so daß eine noch höhere Stabilität des Flügelrahmens erreicht wird. Darüber hinaus ist eine weitere Stabilitätserhöhung durch Verschraubung des verbreiterten Stützbereiches 410 mit der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2 mittels einer durch die Sicke 42 geführten Schraube bewirkt, was anhand der Linie S in Figur 5 dargestellt ist.
Eine weitere Ausführungsform der Neuerung ist in der Figur 3 dargestellt. Wie dieser Figur 3 entnehmbar ist, ist hierbei der Flügelrahmen 2 mit dem hier
dargestellten vertikalen Holm 2a mit zwei nebeneinander angeordneten Beschlagnuten 21, 22 auf seiner Falzseite 20 ausgerüstet, die jeweils unterschiedliche Gestalt aufweisen, wobei die als äußere Beschlagnut 21 bezeichnete Beschlagnut zur Aufnahme von Spreizgetrieben und die als innere Beschlagnut bezeichnete Beschlagnut 22 nach Art einer sogenannten Euro-Beschlagnut beispielsweise zur Aufnahme von handelsüblichen Drehkippbeschlägen vorgesehen ist.
Der Beschlag 4 weist wiederum eine Stulpschiene 41 mit einseitig hieran beweglich geführter Treibstange 40 für einen vorstehenden Schließzapfen 43 auf und ist nach Art eines Spreizgetriebes ausgebildet, so daß er in die hierfür vorgesehene äußere Beschlagnut 21 einsetzbar ist. Über die Breite der Beschlagnut 21 hinausgehend ist die Stulpschiene 41 mit einem verbreiterten Stützbereich 410 ausgebildet, die auf dem Falzbereich 20 auflegbar ist und mit diesem beispielsweise durch Verschrauben verbindbar ist. Die im verbreiterten Stützbereich 410 ausgebildete Sicke 42, die die Trägheitsmomente des Beschlages 4 erhöht, ist hierbei in Richtung auf die Falzseite 20 des Flügelrahmens 2a zugewandt und in einer solchen Größe ausgeführt, daß sie in die neben der äußeren Beschlagnut 21 angeordnete innere Beschlagnut 22 einsetzbar ist, so daß eine bündige Auflage des Beschlages 4 auf der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2 zwischen den Vorsprüngen 21a, 22a ermöglicht ist, wie auch in der Figur 6a dargestellt.
Der in Richtung des Blendrahmens 1a über die Stulpschiene 41 vorstehende Schließzapfen 43 ist mit einem auf der Falzseite 10 des Blendrahmens 1a befestigbaren Schließteil 5a in Wirkverbindung bringbar. Zu diesem Zweck weist das Schließteil 5a zwei nebeneinander angeordnete Ausnehmungen 52, 53 auf, die mit den Beschlagnuten 21, 22 des Flügelrahmens 2a korrespondieren. Bei geschlossenem Flügelrahmen 2a, wie in Figur 6a dargestellt, ist der Schließzapfen 43 des Beschlages 4 in die als äußere Ausnehmung bezeichnete Ausnehmung 52 einführbar und bewirkt eine Verriegelung des am Blendrahmen 1 schwenkbar angeschlagenen Flügelrahmens 2 in geschlossenem Zustand. Darüber hinaus ermöglicht diese Anordnung von zwei nebeneinander ausgebildeten Ausnehmungen 52, 53 im Schließteil 5a auch ein Einführen des Schließzapfens 43 bei leicht geöffnetem Flügelrahmen 2 in einer bestimmten Öffnungsstellung, die in der Figur 6b dargestellt ist. Hierbei ist der Schließzapfen 43 des Beschlages 4 in die als innere Ausnehmung bezeichnete Ausnehmung 53 eingeführt, so daß eine Spaltlüftung des Fensters ermöglicht ist, der Flügelrahmen jedoch am
Blendrahmen 1 verriegelt ist, so daß einem Einbruchversuch oder ähnlicher äußerer Gewaltanwendung Widerstand entgegengesetzt wird.
Durch den Einsatz der mit einem verbreiterten Stützbereich 410 ausgebildeten Stulpschiene 41 des Beschlages 4 wird auch in diesem Ausführungsbeispiel die Steifigkeit des Flügelrahmens 2a derart gesteigert, daß auf den Einsatz zusätzlicher Verstärkungsprofile 24 im Inneren einer hierfür geeigneten Hohlkammer 23 des Flügelrahmens 2a verzichtet werden kann. Lediglich bei großen Flügelabmessungen und entsprechenden Flügelgewichten kann es vorteilhaft sein, in einem oder mehreren Profilabschnitten des Flügelrahmens die gestrichelt dargestellten Verstärkungsprofile 24 innerhalb der Hohlkammer 23 anzuordnen.
Der neuerungsgemäß vorgeschlagene Beschlag mit gegenüber der Breite der Beschlagnut verbreiterter Stulpschiene 41 ist nicht auf die vorangehend erläuterten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann an nahezu beliebige Querschnitte von Flügelrahmenprofilen angepaßt werden. Ebenso ist es möglich, wie beispielsweise in der Figur 4 dargestellt, in Umkehrung zu dem in der Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel den Beschlag so auf der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2a zu befestigten, daß die Treibstange und die Stulpschiene in die innere Beschlagnut 22 des mit zwei nebeneinander angeordneten Beschlagnuten 21, 22 ausgebildeten Flügelrahmens 2a eingesetzt ist und die im verbreiterten Stützbereich 410 der Stulpschiene 41 ausgebildete Sicke in die neben der inneren Beschlagnut 22 angeordnete äußere Beschlagnut 21 eingesetzt ist, so daß wiederum eine ebene Auflage des Beschlages 4 auf der Falzseite 20 des Flügelrahmens 2a ermöglicht wird.
In jedem Fall erhöht der Beschlag 4 mit seiner gegenüber der Beschlagnut 21 bzw. 22 verbreiterten Stulpschiene 41 mittels des Stützbereiches 410 die Steifigkeit des Flügelrahmens 2a derart, daß auf Verstärkungsprofile im Inneren der Hohlkammer 23 oder einer anderen geeigneten Hohlkammer des Flügelrahmens 2a verzichtet werden kann, so daß nicht nur das
Verstärkungsprofil 24 an sich eingespart werden kann, sondern auch der aufwendige Vorgang des Einschiebens des Verstärkungsprofils 24 in die Hohlkammer 23 entfällt, was insgesamt zur Herstellung eines wesentlich preiswerteren Fensters oder einer Tür unter Verwendung des neuerungsgemäßen Beschlages führt.

Claims (8)

Schutzansprüche: G 97 181
1. Beschlag mit Stulpschiene, Treibstange und Schließzapfen für einen Flügelrahmen von Fenstern oder Türen, wobei der Flügelrahmen apf seiner Falzseite mindestens eine Beschlagnut zum Einsetzen der Stulpschiene und der Treibstange des Beschlages aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stulpschiene (41) auf einer Seite einen über die Beschlagnut hinausgehend verbreitert ausgebildeten Stützbereich (410) aufweist und mit dem Stützbereich (410) auf der Falzseite (20) des Flügelrahmens aufsetzbar und befestigbar ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stulpschiene (41) mit ihrem verbreiterten Stützbereich (410) eine Gesamtbreite (B) aufweist, die mindestens doppelt so breit wie die zum Einsetzen in die Beschlagnut erforderliche Breite (B1) der Stulpschiene (41) ausgebildet ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stulpschiene eine solche Breite (B) aufweist, daß sie zwischen zwei auf der Falzseite (20) des Flügelrahmens ausgebildete Vorsprünge (21a, 22a) einsetzbar ist.
4. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der verbreiterte Stützbereich (410) der Stulpschiene (41) eine Sicke (42) aufweist.
5. Beschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der verbreiterte Stützbereich (410) der Stulpschiene (41) im Bereich der Sicke (42) mit der Falzseite (20) des Flügelrahmens verbindbar ist.
6. Beschlag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke (42) in eine neben der die Treibstange (40) und die Stulpschiene (41) aufnehmenden Beschlagnut ausgebildete zweite Beschlagnut auf der Falzseite (20) des Flügelrahmens einsetzbar ist.
7. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stulpschiene (41) mit Treibstange (40) und Schließzapfen (43) als Spreizgetriebe ausgebildet sind und der Schließzapfen (43) mit einem auf der Falzseite (10) eines Blendrahmens (T) befestigbaren Schließteil (5) in Wirkverbindung bringbar ist.
8. Beschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzapfen (43) mit einem zwei nebeneinander angeordnete Ausnehmungen (52, 53) aufweisenden Schließteil in Wirkverbindung bringbar ist, dergestalt, daß der Schließzapfen (43) bei geschlossenem Flügelrahmen in eine erste, äußere Ausnehmung (52) des Schließteiles und bei einem bestimmten Öffnungswinkel des Flügelrahmens in eine zweite, innere Ausnehmung (53) des Schließteiles einführbar ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0940548A3 (de) * 1998-03-06 2000-06-14 Hans-Dieter Niemann Falzabdeckleiste eines Tür- oder Fensterrahmens
EP1559856A1 (de) * 2004-01-27 2005-08-03 Roto Frank Ag Fenster, Tür oder dergleichen sowie Flügelrahmenprofil und Stulpschienenbeschlag hierfür
FR2917775A1 (fr) * 2007-06-20 2008-12-26 Stremler Soc Par Actions Simpl Dispositif de verrouillage comportant au moins une tetiere en materiau thermiquement conducteur

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