DE29724272U1 - Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken - Google Patents
Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten EckenInfo
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Description
Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken
Die Erfindung betrifft einen Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken, mit einer Mehrzahl von zueinander parallel verlaufender Falzlinien, die zwischen sich jeweils rechteckige Abschnitte sowie sich an die die Hauptseitenwände bildenden größeren Abschnitte seitlich anschließende Seitenklappen ausbilden, wobei nebeneinanderliegende Seitenklappen durch Einschnitte voneinander getrennt sind.
Ein solcher Zuschnitt ist beispielsweise in der DE 91 16 739.6 U offenbart. Aus derartigen Zuschnitten hergestellte Kartons werden für die Verpackung von Gegenständen oder Gruppen von Gegenständen verwendet, die über den offenen Deckel eingefüllt werden. Nach dem Befüllen wird der Deckel geschlossen. Die Kartons sind mit einer abgeflachten Ecke versehen, d.h. die Hauptseitenwände stoßen nicht im rechten Winkel aneinander an, sondern werden über eine schräg zu jeder Wand verlaufende Seitenwand verbunden. Durch diese Ausgestaltung soll einerseits der Karton besser den darin verpackten Gegenständen angepaßt sein und zum anderen die Stabilität des Kartons erhöht werden, weil keine 0 hervorspringenden Ecken beschädigt werden können.
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Gegenüber Kartons mit spitzen Ecken wird bei einem Karton mit abgeflachten Ecken zwar eine Materialersparnis erzielt, insbesondere wenn jedoch Flaschen oder dergleichen in die Kartons eingefüllt werden sollen, ist die Stabilität oftmals nicht ausreichend, weil die Flaschen die Ecken nicht ausfüllen, d.h.
nicht vollflächig an der Seitenkante anliegen und eine flache Wand bekanntlich instabiler ist als eine durch eine scharfe Kante gebildete Ecke. Die Folge sind Klappergeräusche beim Transport der Kartons und/oder Transportschäden, wenn die Seitenkante angestoßen und der Stoß im Inneren des Kartons nicht durch einen Gegenstand aufgefangen wurde.
Außerdem müssen die Boden- und Deckellaschen aus dem Zuschnitt ausgestanzt werden. Bei dem bekannten Zuschnitt wird jede Lasche mit einem eigenen Stanzeisen ausgestanzt, was eine aufwendige Fertigung und entsprechenden Werkzeugverschleiß mit sich bringt.
Von dieser Problemstellung ausgehend soll der eingangs erläuterte Zuschnitt verbessert werden.
Die Problemlösung erfolgt dadurch, daß zwischen den Hauptseitenwänden je drei Falzlinien zur Ausbildung von jeweils zwei abgeflachte Ecken bildende kleinere Abschnitten und zwischen zwei Seitenklappen jeweils nur eine Schnittlinie vorgesehen ist, die sich zu der jeweils mittleren Falzlinie fortsetzt und an der Spitze einer im wesentlichen dreieckförmigen Ausstanzung beginnt, deren Hypotenuse jeweils die Enden der äußeren Falzlinien zwischen den Hauptseitenwänden verbindet.
Ein aus einem solchen Zuschnitt hergestellter Karton ist durch die doppelte Ausbildung der abgeflachten Ecken in diesem Bereich mehr einem Kreisbogen angepaßt, so daß insbesondere Flaschen in den Kartons optimal transportiert werden können. Da der Zuschnitt der Flaschengröße bzw. der Gebindegröße einfach angepaßt werden kann und die Wandung an den in den Ecken plazierten Flaschen anliegt, ist bei entsprechender maßlicher Ausgestaltung keine Bewegung von Flaschenkörpern möglich und Beschädigungen
des Transportgutes durch Erschütterungen werden wirksam vermieden. Durch die Trennung der Seitenklappen durch nur einen Einschnitt wird der Werkzeugeinsatz halbiert und folglich die Werkzeugkosten ebenfalls. Außerdem liegen die Seitenklappen im geschlossenen Zustand des Kartons dicht aneinander, so daß eine hohe Stabilität sowohl der Bodenfläche als auch der Deckfläche gegeben ist.
Vorteilhaft ist es, wenn die eine Schnittlinie abgewinkelt verläuft, wobei der Verlauf benachbarter Schnittlinien spiegelbildlich symmetrisch ist. Dadurch wird die Ausbildung des geschlossenen Deckels vereinfacht und sicher gestellt, daß die Deckellaschen bis in die Ecken des Kartons hineinreichen und das Gut folglich vollständig überdecken.
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Wenn die Hauptseitenwände paarweise unterschiedlich groß und die abgeflachten Ecken gleichgroß ausgebildet sind, können Rechteckkästen realisiert werden, die insbesondere für 6-fach- oder 12-fach-Gebinde von Flaschen oder dergleichen geeignet sind. 20
Der Karton ist vorzugsweise aus Wellpappe hergestellt.
Mit Hilfe einer Zeichnung soll die Erfindung nachfolgend näher erläutert werden. Es zeigt:
Figur 1 - die Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken;
Figur 2 - die perspektivische Ansicht eines aus dem Zuschnitt nach Figur 1 hergestellten Kartons mit geöffnetem Deckel;
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Figur 3 - die Darstellung nach Figur 2 mit geschlossenem Deckel;
Figur 4 - die Draufsicht auf einen geöffneten Karton mit darin befindlichen runden Füllgutkörpern.
Der Zuschnitt besteht aus einem rechteckigen Grundkörper, vorzugsweise aus Wellpappe. Der mittlere Teil bildet die späteren Hauptseitenwände 1, 2, 3, 4 aus, an denen jeweils seitlich quer dazu die Bodenlaschen 5, 6, 7, 8 und Deckellaschen 5a, 6a, 7a, 8a angebunden sind. Die Trennung der Hauptseitenwände 1, 2, 3, 4 untereinander erfolgt über drei parallel verlaufende Falzlinien 11, 12, 13; 14, 15, 16; 17, 18, 19 (20, 21, 10). Die Falzlinien 10 bis 21 schließen zwischen sich die späteren abgeflachten Ekken 1' bis 4''' ein. Die Abtrennung der Bodenlaschen 5 bis 8 und Deckellaschen 5a bis 8a von den Hauptseitenwänden 1 bis 4 erfolgt über Falzlinien 24, 24a, die senkrecht zu den die Ecken 1' bis 4''' bildenden Falzlinien 10 bis 21 verlaufen. In den beiden größeren Hauptseitenwänden 1, 3 sind Grifflaschen 9 ausgestanzt.
Jeweils die mittlere Falzlinie 12, 15, 18, 21 bildet eine Symmetrieachse für die Einschnitte 22, 23; 22a, 23a, mit der die Bodenlaschen 5 bis 8 und Deckellaschen 5a bis 8a untereinander getrennt werden. Die Schnittlinie 2 3 zwischen den Bodenlaschen 5 bis 8 verläuft geradlinig in paralleler Verlängerung zu den mittleren Falzlinien 12, 15, 18 und 21. Die Schnittlinien 23a zwischen den Deckellaschen 5a bis 8a verläuft ebenfalls zunächst
geradlinig in der Verlängerung der mittleren Falzlinien 12, 15, 18, 21 und knickt dann in einem Winkel von etwa 45° ab, etwa bis in Höhe der Mitte der zwischen zwei Falzlinien 11 bis 21 ausgebildeten Streifen, um dann erneut um 45° zurück in die alte Richtung abzuknicken. Jeweils zwei benachbarte Schnittlinien 23a sind zueinander spiegelsymmetrisch ausgebildet. Im an die Ecken angrenzenden unteren Bereich werden die Laschen 5 bis 8a von einer im wesentlichen dreieckförmigen Ausstanzung getrennt, wobei die Hypotenuse 22', 22a' der dreieckförmigen Ausstanzung auf der Falzlinie 24 bzw. 24a liegt und die Enden der jeweils äußeren Falzlinien 11, 13; 14, 16; 17, 19 verbindet.
Die Figuren 2 und 3 zeigen den aus dem oben erläuterten Zuschnitt zusammengebauten Karton, der über die Teile 1' und 4''', die durch die Falzlinien 10, 21 abgetrennt werden, verklebt ist. Die schmalen, durch die Falzlinien 10 bis 21 abgetrennten Eckenteile I'' bis 4''' bilden die doppelten abgeflachten Ecken der Kartons, die sich sehr gut einem runden in die Ecke eingelegten oder eingestellten Gegenstand F, beispielsweise einer Flasche anpassen. Durch den einzigen spiegelsymmetrisch ausgebildeten Einschnitt 23a, durch den die Deckellaschen 5a bis 8a getrennt werden, wird eine Ausbildung der Deckellaschen 5a bis 8a erreicht, die sich sehr gut an Ecken 1'' bis 4''' anpaßt und so den Karton gut verschließt. Außerdem wird eine hohe Stabilität der Decke erreicht, da sich die Laschen 5a bis 8a gut auf dem Füllgut F, beispielsweise Flaschenhälsen abstützen können.
Die Kartonbreite außen BK wird bestimmt durch die Breite der Hauptseitenteile 1 und 3 zuzüglich der diese jeweils begrenzenden schräg verlaufenden Eckwand l'/4'/r, 1''; 3', 3'', während sich die Innenbreite nach der Breite des Füllgutes BFG, zuzüglich der durch die schrägstehenden Seitenkanten 2', 2'' bzw. 4', 4'' bestimmt.
Re/he
| 1' , 1" | ·· »· ·*··» »· ·· | |
| 2' , 2' ' | Bezugszeichenliste | |
| 3', 3" | rechteckiger Abschnitt | |
| 1, | 4', 4" ' | 11 M |
| 2, | 5a | ti Il |
| 3, | 6a | „ |
| 4, | 7a | It Il |
| 5, | 8a | Il Il |
| 6, | H Il | |
| 7, | bis 21 | Il Il |
| 8, | 22a | Grifflasche |
| 9 | , 22a' | Falzlinie |
| 10 | Ausparung | |
| 22, | Ausparung | |
| 22' | Schnittlinie | |
| 23 | Schittlinie | |
| 23a | Falzlinie | |
| 24 | Breite Karton außen | |
| Bk | Breite Füllgut | |
| BpG | Füllgut/Flaschen | |
| F | ||
Re/ro
Claims (4)
1. Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken (1', 1", 2', 2", 3', 3", 4', 4") mit einer Mehrzahl von zueinander parallel verlaufender Falzlinien (10 bis 21; 24, 24a), die zwischen sich jeweils rechteckige Abschnitte (1 bis 4''') sowie sich an die die Hauptseitenwände (1 bis 4) bildenden größeren Abschnitte seitlich anschließende Seitenklappen (5 bis 8a) ausbilden, wobei nebeneinanderliegende Seitenklappen (5 bis 8; 5a bis 8a) durch Einschnitte (23, 23a) voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Hauptseitenwänden (1 bis 4) je drei Falzlinien (11, 12, 13; 14, 15, 16; 17, 18, 19) zur Ausbildung von jeweils zwei abgeflachte Ecken (1' bis 4") bildende kleinere Abschnitten und zwischen zwei Seitenklappen (5 bis 8a) jeweils nur eine Schnittlinie (23, 23a) vorgesehen ist, die sich zu der jeweils mittleren Falzlinie (12, 15, 18) fortsetzt und an der Spitze einer im wesentlichen dreieckförmigen Ausstanzung (2, 2a) beginnt, deren Hypotenuse (22'; 22a') jeweils die Enden der äußeren Falzlinie (11, 13; 14, 16; 17, 19) zwischen den Hauptseitenwänden (1 bis 4) verbindet.
2. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Schnittlinie (23a) abgewinkelt verläuft, wobei der Verlauf benachbarter Schnittlinien spiegelsymmetrisch ist.
3. Zuschnitt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptseitenwände (1 bis 4) paarweise unterschiedlich groß und die abgeflachten Ecken (1' bis 4") gleichgroß ausgebildet sind.
4. Karton, mit abgeflachten Ecken (1' bis 4") hergestellt aus einem Zuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29724272U DE29724272U1 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29724272U DE29724272U1 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken |
| DE1997101121 DE19701121A1 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29724272U1 true DE29724272U1 (de) | 2000-08-17 |
Family
ID=26033107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29724272U Expired - Lifetime DE29724272U1 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Zuschnitt zur Herstellung eines Kartons mit abgeflachten Ecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29724272U1 (de) |
-
1997
- 1997-01-15 DE DE29724272U patent/DE29724272U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20000921 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20001109 |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20030801 |