Air Liquide GmbH L40326GBM KA/HL/lyl3
Konrad-Adenauer-Platz 11 16. Februar 1998
40210 Düsseldorf
Vorrichtung zum Reinigen einer Innenwandung
einer Form mittels Trockeneis
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Reinigen einer Innenwandung
einer Form mittels Trockeneispellets, insbesondere einer Form zum Herstellen von Fahrzeugreifen.
Zum Reinigen von Bauteilen, insbesondere metallischen Bauteilen, sind die
unterschiedlichsten Reinigungsverfahren bekannt. Die Reinigungsverfahren können in physikalische und/oder chemische Reinigungsverfahren unterteilt
werden. Die chemischen Reinigungsverfahren basieren darauf, daß durch Einwirken eines Reinigungsmittels die am Bauteil anhaftenden Schmutzpartikel
einer chemischen Umsetzung unterzogen werden und sich hierdurch von dem Bauteil lösen. Zur Durchführung chemischer Reinigungen sind
-besondere Vorrichtungen notwendig, die aufwendig und sehr teuer sind.
Aufgrund der im allgemeinen aggressiven Reinigungsmedien können in solchen Reinigungsvorrichtungen nur hochwertige, chemisch beständige
Werkstoffe verwendet werden. Reinigungsvorrichtungen, die auf chemischer Basis arbeiten, unterliegen auch strengen gesetzlichen Vorschriften, die nur
mit einem erheblichen apparativen Aufwand erfüllt werden können.
Alternativ zu einer chemischen Reinigung eines Bauteils können Bauteile auf
physikalischem Wege gereinigt werden. Hierbei werden die Verunreinigungen
mechanisch durch Abrasion vom Bauteil abgetragen. Zum Abtragen von
Verunreinigungen von einem Bauteil können Hilfsmittel, z. B. in Form von Sand, Kork oder Glas, herangezogen werden. Das wohl bekannteste Reinigungsverfahren
zur mechanischen Abtragung von Verunreinigungen von einem Bauteil ist das sogenannte Sandstrahlen. Das Sandstrahlen wird vorzugsweise
in gesonderten Kabinen durchgeführt, in denen das Bauteil eingebracht wird und mit einem Sandstrahler bestrahlt wird.
Durch die DE 43 14 264 Cl ist eine Sandstrahleinrichtung bekannt, die
&iacgr;&ogr; zum Reinigen von Kraftfahrzeugradfelgen geeignet ist. Die zu reinigende
Kraftfahrzeugfelge wird in einem Gehäuse angeordnet, dessen Boden trichterförmig
ausgebildet ist. Der trichterförmige Boden des Gehäuses ist mit einem Sand-Sammelraum durch einen Verbindungskanal verbunden. Der
Sandsammelraum ist über eine Sand-Zuführleitung mit der Sandstrahleinrichrung
verbunden. Die Sandstrahleinrichtung kann in dem Gehäuse angeordnet sein. Möglich ist nach der DE 43 14 264 Cl, daß nur das düsenartige
Vorderende der Sandstrahleinrichtung in das Gehäuse hineinragt. Durch diese Ausgestaltung der Vorrichtung zur Reinigung von Kraftfahrzeugradfelgen wird
der Sandverbrauch minimiert, da der Reinigungssand im geschlossenen Kreislauf umläuft.
. Desweiteren ist durch die US-PS 4 603 515 eine Einrichtung zur Entfernung
einer Korrosionsschicht von den Wänden des Boosters einer Bombe bekannt.
Die Entfernung der Korrosionsschicht erfolgt mittels Sandstrahlens. Um den
Sand aus der Hülse der Bombe zu entfernen ist eine Vakuumeinrichtung vorgesehen.
Sandgestrahlte Bauteile müssen anschließend einer sorgfältigen Reinigung
unterzogen werden, um sicherzugehen, daß der feine Sand aus allen Möglichen
Nischen des Bauteils entfernt wird. Der Einsatz von Sandstrahlen zum
Reinigen von Formen, insbesondere von Formen zur Herstellung von Kunststoffteilen,
ist im Hinblick auf den relativ hohen Reinigungsaufwand, der notwendig ist, um den Sand aus allen möglichen Nischen der Form zu
entfernen, sehr hoch. Die vorstehend beschriebenen Möglichkeiten der Reinigung von Bauteilen setzen voraus, daß das zu reinigende Bauteil gesondert
zur Verfugung steht. Sollen beispielsweise Formen, insbesondere Formen von Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen oder Formen zur Herstellung von Fahrzeugreifen,
gereinigt werden, so ist es notwendig, die Form aus der Maschine auszubauen. Nach dem erfolgten Reinigungsvorgang muß die Maschine
&iacgr;&ogr; neu eingerichtet werden. Diese Vorgehensweise beim Reinigen von Formen
ist aufwendig und führt dazu, daß die Maschinenlaufzeit erheblich verringert wird.
Um den Aus- und Einbau einer Form zu vermeiden, ist es auch bekannt,
is solche Formen manuell zu reinigen. Diese Reinigungsart ist für das durchführende
Personal belastend, da beim Reinigungsvorgang Aerosole entstehen, die zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen können, wenn nicht
geeignete Schutzmaßnahmen für das Personal vorgenommen werden. Es kann auch nicht immer sichergestellt werden, daß das gewünschte Reinigungsergebnis
erreicht wird, wenn die Innenwandung der Form eine Vielzahl von schmalen und kurzen Vertiefungen aufweist.
Es ist auch bekannt, Bauteile mittels Trockeneispellets zu reinigen. Beim
Trockeneis handelt es sich um in den festen Aggregatzustand überführtes Kohlendioxid. Unter Atmosphärendruck geht Trockeneis unmittelbar vom
festen Aggregatzustand in den gasförmigen über, ohne daß eine Schmelzflüssigkeit
entsteht. Die Reinigung mit Trockeneis hat daher den Vorteil, daß keine Rückstände vom Trockeneis in der Form bleiben. Die Trockeneispellets
werden unter Zuhilfenahme eines Trägermediums, wie z. B. Luft oder Stickstoff, über eine Reinigungsdüse gegen das zu reinigende Bauteil ge-
strahlt. Die Pellets tragen die Verunreinigungen an der Wandung eines
Bauteils ab. Die mechanische Abtragung der Verunreinigungen wird durch die Kälteeinwirkung des Trockeneises, welches sich auf einer Temperatur
von mindestens -78,5 0C befindet, begünstigt. Während einer Reinigung
mittels Trockeneis tritt eine hohe Schallemission auf. Die Quelle der Schallemission
ist die Reinigungsdüse, durch die der Reinigungsstrahl, der Trockeneispellets enthält, austritt. Eine Verringerung der Schallemission an der
Reinigungsdüse ist durch eine Weiterentwicklung der Reinigungsdüse erzielt worden. Die Schallemission ist jedoch immer noch so groß, daß eine
&iacgr;&ogr; Reinigung eines Bauteils nur unter Berücksichtigung aufwendiger Schallschutzmaßnahmen
durchgeführt werden kann.
Hiervon ausgehend, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zum Reinigen einer Innenwandung einer Form anzugeben, durch die mit einem geringen Aufwand eine Reinigung der Formen erfolgen
kann. Insbesondere soll eine Möglichkeit der Durchführung der Reinigung angegeben werden, bei der ein Ausbau der Form nicht notwendig ist. Ferner
soll durch den Reinigungsvorgang der weitere Produktionsablauf nicht gestört werden. Besonders soll die Erfindung für Formen von Fahrzeugreifen
anwendbar sein.
. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Reinigen
einer Innenwandung einer Form mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Es wird ein Verfahren zum Durchführen einer Reinigung einer Innenwandung
wenigstens einer Teilform wenigstens zweier entlang einer Achse relativ zueinander verschieblichen Teilformen, die in einem geschlossenem
Zustand eine Form bilden, vorgeschlagen. Bei der Form handelt es sich vorzugsweise um eine Form einer kunststoffverarbeitenden Maschine. Ins-
besondere wird das Verfahren zur Reinigung der Innenwandung einer Form
zur Herstellung von Reifen durchgeführt. Nach dem Verfahren wird vorgeschlagen, daß wenigstens eine Teilform der Form zum Öffnen dieser
entlang der Achse verschoben wird. Sind die Teilformen beabstandet zueinander im offenen Zustand, so wird ein Mantel und eine bewegliche Strahleinrichtung
zwischen die Teilformen eingebracht. Anschließend wird eine Kammer ausgebildet, die durch den Mantel und die Teilformen begrenzt ist.
Nach der Ausbildung der Kammer wird ein Reinigungsstrahl erzeugt, der Trockeneispellets und ein Trägermedium enthält. Der Reinigungsstrahl tritt
&iacgr;&ogr; aus einer Strahldüse der Strahleinrichtung aus. Zur Reinigung wenigstens
einer Teilfläche der Innenwandung wird wenigstens die Strahldüse der Strahleinrichtung bewegt, so daß der Reinigungsstrahl gegen Teilflächen der
Innenwandung gerichtet wird. Durch die Ausbildung der Kammer wird eine Schallemission während des Reinigungsvorgangs der Innenwandung erheblich
is reduziert, da der Mantel und die Teilformen zusammen eine Schallkapselung
des bei der Reinigung entstehenden Schalls bewirken. Hierdurch wird eine Beeichträchtigung der Umgebung soweit reduziert, daß eine Reinigung der
Form unmittelbar an der Maschine stattfinden kann, ohne daß benachbarte
Arbeitsprozesse gestört werden. Durch die Verfahrensführung wird eine Durchführung einer Reinigung der Innenwandung ermöglicht, bei der es
nicht notwendig ist die Form aus der Maschine auszubauen. Die Reinigung . kann daher vor Ort erfolgen. Hierdurch wird eine kostengünstige Reinigung
der Form erzielt, da im Gegensatz zu dem bisher bekannten Verfahren keine personalintensiven Arbeiten durchgeführt werden müssen. Desweiteren werden
die Maschinenstillstandzeiten verringert, was mit einer verbesserten Auslastung der Maschine einhergeht.
Der zwischen den Teilformen vorhandene Abstand im geöffneten Zustand der
Form ist nicht beliebig variierbar. Dieser Abstand ist durch die Konstruktion der Maschine vorgegeben. Um den Mantel bequem zwischen den Teilformen
einführen zu können, ist dieser vorzugsweise so zusammengelegt oder
gefaltet, daß dessen Höhe kleiner ist als der Abstand zwischen den geöffneten Teilformen. Zur Ausbildung der Kammer wird daher vorgeschlagen,
daß der Mantel teleskopiert wird, so daß dieser mit seinen jeweiligen Endbereichen an der betreffenden Teilform anliegt.
Nach einem weiteren vorteilhaften Gedanken wird vorgeschlagen, daß eine
Abdichtung der Kammer dadurch erfolgt, daß die Teilformen relativ zueinander entlang der Achse verschoben werden, so daß der Mantel mit seinen
&iacgr;&ogr; jeweiligen Endbereichen an der betreffenden Teilform anliegt. Voraussetzung
hierfür ist, daß eine Maschinensteuerung ein Verschieben wenigstens einer Teilform entlang der Achse zuläßt, und daß der Mantel eine gewisse Starrheit
aufweist.
is Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird vorgeschlagen,
daß zwischen die Teilformen ein käfigartiges Gestell, an dem der Mantel gehaltert ist, eingebracht wird. Das Gestell weist ein ringförmiges
Unterteil und ein ringförmiges Oberteil sowie Abstandshalter auf. Die Abstandshalter sind mit dem Unterteil und dem Oberteil verbunden. Durch
Teleskopieren der Abstandshalter und ggf. des Mantels wird das Unterteil und das Oberteil und/oder der Mantel mit seinen jeweiligen Endbereichen an
. der betreffenden Teilform zur Anlage gebracht. Alternativ kann wenigstens
eine der Teilformen entlang der Achse verschoben werden, so daß das Unterteil und das Oberteil des Gestells und/oder der Mantel mit seinen
jeweiligen Endbereichen an der betreffenden Teilform anliegt.
Die Teleskopiening der Abstandshalter hat den Vorzug, daß bei Maschinen,
deren Maschinensteuerung lediglich zwei Zustände der Form ermöglicht nämlich einen geöffneten und einen geschlossenen Zustand, und das Unterteil
und das Oberteil an die jeweilige Teilform zur Anlage gebracht werden
können, ohne daß ein Eingriff in die Maschinensteuerung notwendig ist.
Diese Verfahrensführung ist auch vorteilhaft bei Maschinen, bei denen der Verfahrweg wenigstens einer Teilform manuell steuerbar ist. Durch eine
mögliche Unachtsamkeit des Bedienungspersonals wird bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform verhindert, daß eine Zerstörung des käfigartigen
Gestells eintritt.
Um eine Schallemission während der Durchführung der Reinigung sicherzustellen,
wird nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung vorgeschlagen, &iacgr;&ogr; daß die jeweiligen Endbereiche des Mantels und/oder des Unterteils und des
Oberteils luftdicht mit den betreffenden Teilformen verbunden werden.
Zur Verringerung einer Aerosolbelastung wird nach einer sehr vorteilhaften
Weiterbildung des Verfahrens vorgeschlagen, daß die von der Innenwandung der Form gelösten Schmutzpartikel durch den wenigstens teilweise gasdurchlässigen
Mantel herausgefiltert werden. Bevorzugt wird hierbei ein Herausfiltern
der Schmutzpartikel durch einen Partikelfilter, der in dem Mantel
integriert ist.
Die Reinigung einer Innenwandung einer Form erfolgt vorzugsweise dadurch,
daß der Reinigungsstrahl sukzessiv gegen die gesamte Innenwandung gerichtet wird. Hierdurch wird ein geringer Verbrauch der Trockeneispellets und des
Trägermediums erreicht. Bevorzugt ist hierbei eine kontinuierliche Verfahrweise des Reinigungsstrahls.
Der Verschmutzungsgrad einer Form kann in unterschiedlichen Bereichen der
Form verschieden sein. Es wird daher vorgeschlagen, daß der Reinigungsstrahl sequentiell gegen einzelne Abschnitte der Innenwandung gerichtet wird.
Hierbei kann der Reinigungsstrahl mehrfach über einen Abschnitt der Innen-
wandung streichen. Die Bewegung des Reinigungsstrahls ist vorzugsweise
zwangsgesteuert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung einer Reinigung einer
Innenwandung wenigstens einer Teilform wenigstens zwei entlang einer Achse relativ zueinander verschieblichen Teilformen, die in einem geschlossenen
Zustand eine Form bilden, zeichnet sich durch einen Mantel, eine bewegliche Strahleinrichtung und eine Versorgungseinheit aus. Die bewegliche
Strahleinrichtung weist wenigstens eine Strahldüse auf, aus der ein gegen
&iacgr;&ogr; wenigstens eine Teilfläche der Innenwandung gerichteter, Trockeneispellets
und ein Trägermedium enthaltender, Reinigungsstrahl tritt. Die Strahleinrichtung
ist über wenigstens eine Versorgungsleitung mit der Versorgungseinheit verbunden, die die Trockeneispellets und ein Trägermedium bereitstellt. Bei
dem Trägermedium handelt es sich vorzugsweise um Druckluft. Der Mantel und die Strahleinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind zwischen
die Teilformen einbringbar. Der Mantel und die Teilformen begrenzen während des Reinigungsvorgangs eine Kammer. Diese Kammer, die durch
die integralen Bauteile der zu reinigenden Form teilweise begrenzt ist, bildet eine Schallkapselung. Durch die Kapselung des Schalls wird eine erhebliche
Reduktion einer Schallemission während der Reinigung erreicht. Hierdurch
ist es möglich die Reinigung der Form durchzuführen, ohne daß diese
. ausgebaut werden muß. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung ist, daß die Reinigung der Form auch ohne Produktion^- und Arbeitsunterbrechung in der
Werkhalle durchgeführt werden kann, in der die sich zu reinigende Form befindet. Durch diese Ausbildung der Vorrichtung werden auch die Reinigungskosten
verringert, da die Maschinenstillstandzeiten verringert werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen,
daß der Mantel biegsam ausgebildet ist. Durch die biegsame Ausgestaltung
des Mantels wird erreicht, daß dieser vereinfacht zwischen die Formen
eingebracht werden kann, wodurch die Vorrichtung handhabbarer ist.
Durch die Kapselung wird bereits eine Reduktion der Schallemission erreicht.
Um diese weiter zu reduzieren wird vorgeschlagen, daß der Mantel schalldämmend ausgebildet ist. Hierzu weist der Mantel vorzugsweise eine
schalldämmende Struktur auf. Ergänzend oder alternativ zu einer schalldämmenden
Struktur des Mantels hat dieser vorzugsweise eine schalldämmende Beschichtung.
Vorzugsweise weist der Mantel und/oder das Unterteil und das Oberteil des
Gestells jeweils eine elastische Dichtung auf, die zur Anlage an die betreffende
Teilform bringbar sind. Durch die elastische Dichtung wird sichergestellt, daß zwischen dem Mantel und/oder dem Oberteil und dem Unterteil
is des Gestells und der jeweiligen Teilform kein Spalt entsteht, durch den
Schall aus der Kammer heraustreten kann. Ein weiterer Vorteil der elastischen Dichtung kann darin gesehen werden, daß diese sich an die Auflagefläche
der Teilformen entsprechend anschmiegt, so daß eine Anpassung des Mantels und/oder des Unterteils und des Oberteils des Gestells an unterschiedliche
Formen nicht zwingend notwendig ist.
. Der Reinigungsstrahl, der eine Reinigung einer Innenwandung wenigstens
einer Teilform bewirkt, enthält Trockeneispellets und ein Trägermedium. Bei
dem Trägermedium handelt es sich vorzugsweise um Druckluft. Bei einer im wesentlichen luftdichten Ausgestaltung der Kammer würde innerhalb dieser
Kammer ein Druckaufbau erfolgen, der unter Umständen zur Zerstörung des Mantels führen würde. Um dies zu vermeiden wird vorgeschlagen, daß der
Mantel wenigstens teilweise gasdurchlässig ist. Hierbei wird auch berücksichtigt,
daß Formen Materialzuführöffnungen sowie Entlüftungsbohrungen aufweisen, die mit der Umgebung verbunden sind. Bei einem Druckaufbau in
der Kammer würde sich eine Gassströmung von der Kammer durch die Materialzufuhröffnungen und Entlüftungsbohrungen zur Umgebung hin ausbilden.
Diese Gasströmung würde auch Schmutzpartikel mitreißen, die unter Umständen zur Verstopfung der Öffnungen führen würden. Um dies zu
vermeiden wird eine wenigstens teilweise gasdurchlässige Ausbildung des
Mantels bevorzugt. Der Mantel, der wenigstens teilweise gasdurchlässig ist,
ist so ausgestaltet, daß dieser partikelundurchlässig ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß die beim Reinigungsvorgang abgelösten Schmutzpartikel
nicht in die Umgebung geblasen werden.
Vorzugsweise hat der Mantel einen Partikelfilter, der auswechselbar ist.
Durch den Partikelfilter werden die während der Reinigung abgelösten Schmutzpartikel im Filter zurückgehalten, wodurch eine Belastung der
Umgebungsätmosphäre durch den Reinigungsvorgang vermieden wird. Die
is Auswechselbarkeit des Partikelfilters erhöht die Einsatzbereitschaft der Vorrichtung,
da eine Reinigung des Mantels nicht zwingend notwendig ist.
Der Mantel ist vorzugweise im Querschnitt im wesentlichen zick-zack-förmig
ausgebildet. Er ist hierdurch zieharmonikaartig zusammenfaltbar und teleskopierbar.
Vorzugsweise ist der Mantel im wesentlichen rohrförmig bzw. faltenbalgartig ausgebildet.
Die Formen, deren Innenraum durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
gereinigt werden sollen, können unterschiedlichster Gestalt und Struktur sein.
An die Reinigungsdüse wird daher die Anforderung gestellt, daß diese den
Reinigungsstrahl so gegen die Innenwandung der Form zu richten, daß
■ vorzugsweise die gesamte Innenwandung sukzessive gereinigt wird. Um dies
zu erreichen, weist die Vorrichtung eine Handhabungseinrichtung auf, an der die Reinigungsdüse bzw. -düsen angeordnet ist bzw. sind. Die Handhabungseinrichtung
ermöglicht eine örtliche Veränderung eines aus einer Reinigungs-
düse austretenden Reinigungsstrahls, so daß die Innenwand vollständig durch
den Reinigungsstrahl, der Trockeneispellets enthält, gereinigt wird. Der
Bewegungsablauf der Reinigungsdüse kann bei Kenntnis der Gestalt der Innenwandung mittels einer entsprechenden Steuereinheit gesteuert werden,
wobei durch die Steuereinheit die Reinigungsdüse kontinuierlich oder sequentiell
einzelne Abschnitte der Innenwandung mit dem Reinigungsstrahl abtastet. Bei einfacheren Formen ist es unter Umständen zweckmäßig, die Veränderung
der Lage der Reinigungsdüse und somit des Reinigungsstrahl manuell
durchzuführen. Eine manuelle Durchführung ist insbesondere dann von
&iacgr;&ogr; Interesse, wenn die Häufigkeit der Reinigung einer Form relativ gering ist:
Zu bevorzugen ist jedoch eine automatisierte Reinigung der Form, da mit
der zwangsgesteuerten Bewegung der Reinigungsdüse die Reinigungszeiten und die Reinigungswirkung optimiert werden können. Eine Optimierung der
Reinigungswirkung und der Reinigungszeiten führt unter anderem zu einer
is Reduktion des Trockeneispellets-Verbrauchs, wodurch die Kosten des Reinigungsvorganges
minimiert werden können. Neben den geringeren Kosten für die Reinigung kann der apparative Aufwand zur Bereitstellung großer Mengen
an Trockeneis reduziert werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird
vorgeschlagen, daß die Handhabungseinrichtung eine Zentraleinheit und
. wenigstens einen mit der Zentraleinheit verbundenen Arm, an dem die
Strahleinheit angeordnet ist, aufweist. Die Zentraleinheit ist außerhalb der Kammer angeordnet, wobei sich der Arm durch den Mantel hindurch
erstreckt.
Die Zentraleinheit und die Versorgungseinheit sind auf einem transportierbaren
Traggestell angeordnet. Aus sicherheitstechnischen Aspekten wird vorgeschlagen, daß das Traggestell ein Schutzgehäuse aufweist, in dem die
Zentraleinheit und die Versorgungseinheit angeordnet sind.
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Zur Positionierung des Traggestells an eine Maschine, deren Form gereinigt
werden soll wird vorgeschlagen, daß das Traggestell eine Positioniereinrichtung aufweist.
Nach einem weiteren vorteilhaften Gedanken wird vorgeschlagen, daß der
Mantel an einem käfigartigen Gestell angeordnet ist, wobei das Gestell ein
ringförmiges Unterteil und ein ringförmiges Oberteil sowie Abstandshalter, die mit dem Unterteil und dem Oberteil verbunden sind, aufweist. Das
käfigartige Gestell und der Mantel sind so ausgebildet, daß das Unterteil
&iacgr;&ogr; und das Oberteil und/oder der Mantel mit seinen jeweiligen Endbereichen an
der betreffenden Teilform zur Anlage bringbar sind. Hierzu wird vorgeschlagen, daß die Abstandshalter teleskopierbar ausgestaltet sind. Die Teleskopierbarkeit
der Abstandshalter kann dadurch erreicht werden, daß diese durch Zylinder-Einheiten gebildet sind.
Vorzugsweise umgibt der Mantel das Gestell. Der Mantel kann mit dem
Gestell lösbar verbunden sein.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen,
daß die Handhabungseinrichtung innerhalb des durch das Gestell begrenzten Raumes angeordnet ist. Hierdurch wird das Gestell mit dem
. Mantel und der Handhabungseinrichtung zwischen die Teilformen eingebracht.
Bei der Handhabungseinrichtung handelt es sich vorzugsweise um ein Sechs-Achs-Roboter.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung ist die Handhabungseinheit auf einem um eine Längsachse des Gestells verdrehbaren
Tragring angeordnet. Während der Reinigung kann durch Verdrehen des Tragrings die Handhabungseinrichtung innerhalb der Kammer positioniert
werden. Der Tragring ist vorzugsweise auf dem Unterteil verdrehbar angeordnet.
Zur genauen Positionierung des Tragrings innerhalb der Kammer wird vorgeschlagen, daß das Unterteil eine Verzahnung aufweist, mit der in
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Wirkverbindung ein auf eine Antriebswelle eines Antriebs angeordnetes
Zahnrad bringbar ist, wobei der Antrieb ortsfest auf dem Tragring angeordnet ist. Bei dem Antrieb handelt es sich bevorzugt um einen Schrittmotor.
Gegebenenfalls kann zwischen der Antriebswelle und dem Antrieb ein
Getriebe angeordnet werden.
Weitere Vorteile und Einzelheiten des Verfahrens und der Vorrichtung zur
Durchführung einer Reinigung einer Innenwandung einer, Form werden
anhand zweier in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen erläutert,
&iacgr;&ogr; Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum Durchführen einer Reinigung,
is Fig. 2 schematisch ein Gestell auf einer Teilform,
Fig. 3 schematisch einen Tragring mit einer Handhabungseinrichtung,
Fig. 4 perspektivisch eine Vorrichtung mit einer oberen Teilform,
Fig. 5 eine Vorrichtung v wie in Fig. 4 jedoch mit einer unteren
Teilform und
Fig. 6 schematisch ein drittes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum Durchführen einer Reinigung.
In der Fig. 1 ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum Durchführen einer Reinigung einer Innenwandung einer Form gezeigt. Bei der in der Fig. 1 dargestellten Form handelt es sich um eine
Form zur Herstellung von Reifen. Die Form weist eine obere Teilform 1
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und eine untere Teilform 2 auf. Die obere Teilform 1 ist entlang der Achse
A verschieblich ausgebildet. Die obere Teilform 1 und die untere Teilform
2 sind in einer Maschine 25 angeordnet. In dem in der Fig. 1 dargestellten
Zustand ist die Form geöffnet. Zur Reinigung einer Innenwandung 14 der
5 oberen Teilform 1 bzw. der unteren Teilform 2 ist eine Vorrichtung vorgesehen,
die einen Mantel 3 aufweist. Der Mantel 3 ist, wie aus der Fig. 1 ersichtlich, zick-zack-förmig, im wesentlichen rohrförmig, ausgebildet. Der
Mantel 3 ist biegsam. Er weist schalldämmende Eigenschaften auf. Desweiteren ist der Mantel 3 wenigstens teilweise gasdurchlässig. Insbesondere ist er
&iacgr;&ogr; ganz oder teilweise als Partikelfilter 35 ausgebildet bzw. mit einem Partikelfilter
35 ausgestattet.
Der Mantel 3 ist zwischen den Teilformen 1 und 2 angeordnet. Der Mantel
3 und die Teilformen 1, 2 begrenzen eine Kammer 9. Der Endbereich 5
is des Mantels 3 liegt an der Außenwandung der Teilform 1 an. Der andere
Endbereich 6 des Mantels 3 . liegt an der Teilform 2 an. Zur luftdichten Anbringung des Endbereiches 5 des Mantels 3 ist eine Befestigungseinrichtung
26 vorgesehen. Eine entsprechende Befestigungseinrichtung 27 ist an dem Endbereich 6 vorgesehen.
In der Kammer 9 ist eine Strahleinrichtung 4 angeordnet, die wenigstens
.eine Strahldüse 8 aufweist. Durch die Strahldüse 8 tritt gegen wenigstens
eine Teilfläche der Innenwandung 14 ein Reinigungsstrahl 7 heraus, der Trockeneispellets und ein Trägermedium enthält. Die Strahleinrichtung 4 ist
über nicht dargestellte Versorgungsleitungen mit einer Versorgungseinheit 15 verbunden. Die Versorgungseinheit 15 umfaßt vorzugsweise einen Vorratsbehälter
mit Trockeneispellets sowie eine Druckgasquelle, bei der es sich beispielsweise um eine Gasflasche handeln kann.
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Die Strahleinrichtung 4 ist an einer Handhabungseinrichtung 16 angeordnet.
Die Handhabungseinrichtung 16 ist vorzugsweise ein Mehrachs-Roboter. Die
Handhabungseinrichtung 16 weist eine Zentraleinheit 17 auf, die mit einem Betätigungsarm 18 verbunden ist. Die Zentraleinheit 17 ist außerhalb der
Kammer 9 angeordnet. Der Arm 18 erstreckt sich in die Kammer 9 hinein. Mit dem Arm 18 ist eine Verbindungsplatte 28 verbunden, die auch mit
dem Mantel 3 verbunden ist.
Die Versorgungseinheit 15 und die Zentraleinheit 17 sind auf einem transportierbaren
Traggestell 19 angeordnet. Das Traggestell 19 weist ein Gehäuse 20 auf, in dem die Zentraleinheit 17 und die Versorgungseinheit 15
angeordnet ist. Das Traggestell 19 weist desweiteren eine Positioniereinrichtung
21 auf, die mit dem Gestell der Maschine 25 in Kontakt bringbar ist,
wodurch das Gestell 19 eine vorgegebene Position bezüglich der Maschine is 25 einnimmt.
Die in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer Vorrichtung zur
Durchführung einer Reinigung einer Innenwandung 14 wenigstens einer
Teilform 1, 2, die in einem geschlossenen Zustand eine Form bilden,
arbeitet wie folgt:
. Nach einem Verschieben der Teilform 1 entlang der Achse A wird der
Mantel 3 und die Strahleinrichtung 4 zwischen die Teilformen 1,2 eingebracht. Die Endbereiche 5, 6 des Mantels 3 werden zur Anlage an die
Teilform 1 bzw. 2 gebracht. Vorzugsweise besteht zwischen dem Endbereich 5 und der Teilform 1 bzw. dem Endbereich 6 und der Teilform 2 eine
luftdichte Verbindung. Der Mantel 3 und die Teilformen 1, 2 begrenzen eine Kammer 9. Durch die Strahldüse 8 der Strahleinrichtung 4 wird die
Innenwandung 14 der Teilform 1 bzw. 2 bestrahlt. Hierzu wird die Strahl-
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einrichtung 4 entsprechend bewegt. Die Bewegung der Strahleinrichtung 4
erfolgt durch die Handhabungseinrichtung 16.
In den Fig. 2 bis 5 sind Teile einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung
zum Durchführen einer Reinigung einer Innenwandung 14 in wenigstens einer Teilform 1, 2 einer Form.
In der Fig. 2 ist eine Teilform 1 dargestellt, auf der ein käfigartiges Gestell
10 angeordnet ist. Das käfigartige Gestell 10 weist ein ringförmiges Unter--
&iacgr;&ogr; teil 11 sowie ein ringförmiges Oberteil 12 auf. Das Unterteil 11 und das
Oberteil 12 sind durch Abstandshalter 13 miteinander verbunden. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Abstandshalter 13 in Umfangsrichtung betrachtet äquidistant zueinander angeordnet. Bei den Abstandshaltern
13 handelt es sich vorzugsweise um Profilstäbe. An dem käfigartigen Gestell
is ist ein nicht dargestellter Mantel 3 anordbar. Auf der dem Oberteil 12
zugewandten Fläche des Unterteils 11 ist eine Führungsschiene 29 angeordnet.
Auf die Funktion der Führungsschiene 29 wird im weiteren noch eingegangen. Das Unterteil 11 weist ferner einen Zahnkranz mit einer
innenliegenden Verzahnung 23 auf.
Innerhalb des Gestells 10 ist ein Tragring 22 anordbar, wie er in der Fig.
. 3 dargestellt ist. Der Tragring 22 weist auf seiner unteren Fläche Führungsrollen
30 auf, die entlang der Führungsschiene 29 des Unterteils 11 geführt
werden. Auf der Oberseite des Tragrings 22 ist eine Handhabungseinrichtung
16 angeordnet. Desweiteren weist der Tragring 22 einen Antrieb 24, der eine nicht dargestellte Antriebswelle mit einem Zahnrad aufweist, das in die
Verzahnung 23 des Unterteils 11 eingreift. Durch Betätigung des Antriebs
24 ist der Tragring 22 relativ zu dem Gestell 10 verdrehbar. Bei dem Antrieb 24 handelt es sich vorzugsweise um einen Schrittmotor. Desweiteren
zeigt die Fig. 3, daß auf der Oberseite des Tragrings 22 Rollen 31 vor-
gesehen sind, die auf einem gedachten Kreisumfang verteilt angeordnet sind.
Die Rollen 31 dienen zur Aufnahme einer nicht dargestellten sogenannten Energieführungskette, durch die die Verbrauchsmittel aus der Versorgungseinheit
zu der Handhabungseinheit 16 und der Strahleinrichtung 4 zugeführt
werden. Zur Führung der Energieführungskette ist eine Führung 32 vorgesehen.
In der Fig. 4 ist das Gestell 10 nach Fig. 2 mit dem Tragring 22 und den
auf diesem angeordneten Komponenten nach Fig. 3, dargestellt. Die Handhabungseinheit
16 weist eine Strahleinrichtung 4 auf, die eine nicht näher bezeichnete Düse aufweist, durch die ein Reinigungsstrahl gegen die Innenwandung
14 der Teilform 2 gerichtet ist. Durch Verdrehen des Tragrings 22 kann die Handhabungseinheit 16 in Umfangsrichtung positioniert werden.
is Wie aus der Fig. 4 ersichtlich ist, liegt das Oberteil 12 an der Stirnfläche
33 der Teilform 2 an. Durch Bewegung der Handhabungseinrichtung 16 und
des Tragrings 22 kann eine vollständige Reinigung der Innenwandung 14 der Teilform 2 erreicht werden. In der Fig. 4 ist der Übersichtlichkeit wegen
auf die Darstellung des Mantels 3, der am Gestell 10 angeordnet ist, verzichtet worden. In der Fig. 5 ist eine andere Position der Strahleinrichtung
4 dargestellt. Die Strahleinrichtung 4 ist gegen die untere Teilform 1 . gerichtet, wodurch ein Strahl 7 die Innenwandung 14 der Teilform 1 -reinigen
kann. Hinsichtlich der Einzelheiten der Vorrichtung wird auf die Beschreibung der Figuren 2, 3 und 4 verwiesen.
Die in den Figuren 2 bis 5 dargestellte Vorrichtung zur Durchführung einer
Reinigung einer Innenwandung 14 wenigstens einer Teilform 1 bzw. 2, die entlang einer Achse relativ zueinander verschieblich sind, und die in einem
geschlossenen Zustand eine Form bilden, arbeitet wie folgt:
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Das Gestell 10 sowie der Mantel 3, welcher nicht dargestellt ist, wird
zwischen die Teilformen 1 und 2 positioniert. Wenigstens eine der Teilformen 1 bzw. 2 wird so verfahren, daß das Oberteil mit der Stirnfläche 33
der Teilform 2 und das Unterteil 11 mit der Stirnfläche 34 der Teilform 1
in Kontakt kommt. Wie aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich ist, liegt das
Oberteil 12 an der Stirnfläche 33 der Teilform 2 bzw. das Unterteil 11 an
der Stirnfläche 34 der Teilform 1 an. Hierdurch wird eine luftdichte Verbindung zwischen der Teilform 2 und dem Oberteil 12 bzw. zwischen der
Teilform 1 und dem Unterteil 11 hergestellt. Ein nicht dargestellter Mantel
&iacgr;&ogr; 3 umgibt das Gestell 10. Das Gestell 10 mit dem Mantel 3 sowie die
Teilform 1 und die Teilform 2 begrenzen gemeinsam eine Kammer 9, in der die Handhabungseinrichtung 16 mit der Strahleinrichtung 4 angeordnet
sind. Anschließend kann der Reinigungsvorgang ausgeführt werden, wobei ein Reinigungsstrahl 7, der Trockeneispallets und Druckluft enthält, gegen
is die Wandung 14 sukzessive gerichtet wird. Nach erfolgter Reinigung wird
die Verbindung zwischen der Teilform und der Teilform 2 sowie dem Gestell 10 gelöst und das Gestell 10 mit der Handhabungseinrichtung 16 von
den weiteren Bauteilen aus dem Raum zwischen der Teilform 1 und der
Teilform 2 entfernt.
...
Figur 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Reinigen
. einer Innenwandung einer Form. Die Form weist eine obere Teilform 1 und eine unter Teilform 2 auf. Die obere Teilform 1 und die untere Teilform
2 sind relativ zueinander entlang der Achse A verschieblich ausgebildet. Die
obere Teilform 1 und die untere Teilform 2 bilden einen Teil einer Maschine
25. Figur 6 zeigt eine geöffnete Form, d. h., die Teilform 1 und die Teilform 2 sind relativ zueinander entlang und in entgegengesetzter Richtung
der Achse A verfahren.
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Zur Reinigung einer Innenwandung 14 der oberen Teilform 1 bzw. der
unteren Teilform 2 ist eine Vorrichtung vorgesehen, die einen Mantel 3 hat.
Der Mantel 3 ist im wesentlichen hohlzylinderförmig ausgebildet. Er besteht vorzugsweise aus einem flexiblen Material. Zur Verringerung einer Schallemission
während eines Reinigungsvorgangs weist der Mantel 3 schalldämmende Eigenschaften auf. Desweiteren ist der Mantel 3 wenigstens teilweise
gasdurchlässig. Der Mantel 3 ist vorzugsweise ganz oder teilweise als Partikelfilter 35 ausgebildet bzw. mit einem Partikelfilter 35 ausgestattet.
&iacgr;&ogr; Der Mantel 3 ist an seinen gegenüberliegenden Endbereichen mit einem
Unterteil 11 bzw. einem Oberteil 12 verbunden. Das Unterteil 11 bzw. das
Oberteil 12 ist im wesentlichen plattenförmig ausgebildet. Das Unterteil 11
weist eine Öffnung 36 und das Oberteil 12 eine Öffnung 37 auf. Die
Öffnung 37 des Oberteils 12 ist so bemessen, daß diese den Öffhungsquerschnitt
der oberen Teilform 1 freigibt. In dem in der Figur 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich die untere Teilform 2 durch die Öffnung
36 hindurch. Das obere Teil 12 und das untere Teil 11 liegen an den
betreffenden Teilformen an. Mit dem Unterteil 11 und dem Oberteil 12 ist
der Mantel 3 verbunden.
In der Kammer 9 ist eine Strahleinrichtung 4 angeordnet, die wenigstens
. eine Strahldüse 8 aufweist. Durch die Strahldüse 8 tritt gegen wenigstens
eine Teilfläche der Innenwandung 14 der oberen Teilform 1 bzw. unteren
Teilform 2 ein Reinigungsstrahl heraus, der Trockeneispellets und ein Trägermedium
enthält. Die Strahleinrichtung 4 ist über Versorgungsleitungen 38 mit einer Versorgungseinheit 15 verbunden. Die Versorgungseinheit 15
umfaßt vorzugsweise einen Vorratsbehälter mit Trockeneispellets sowie eine Druckgasquelle, bei der es sich beispielsweise um eine Gasflasche handeln
kann.
Die Strahleinrichtung 4 ist an einer Handhabungseinrichtung 16 angeordnet.
Die Handhabungseinrichtung 16 ist ein Mehrachs-Roboter. Der Mehrachs-Roboter
ist so ausgestaltet, daß der Reinigungsstrahl 7 die gesamte Innenwandung 14 einer Form reinigen kann. Hierzu ist der Mehrachs-Roboter
vorzugsweise ein Sechsachs-Roboter. Die Handhabungseinrichtung 16 weist eine Zentraleinheit 17 auf, die über Versorgungsleitungen 38 mit der Handhabungseinrichtung
16 verbunden ist. Die Zentraleinheit 17 bildet eine Steuereinheit für die Handhabungseinrichtung 16. Die Handhabungseinrichtung
16 ist ortsfest in der Kammer 9 angeordnet. Sie ist mit einer Verbindungsplatte 38, die einen Teil der Wandung der Kammer 9 bildet, verbunden.
Die Versorgungseinheit 15 und die Zentraleinheit 17 sowie vorzugsweise der
Mantel 3 mit der Handhabungseinrichtung 16 sind auf einem transportierbaren Traggestell 19 angeordnet.
Die Arbeitsweise der in der Figur 6 dargestellten Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Reinigung einer Innenwandung wenigstens einer Teilform
entspricht im wesentlichen der Arbeitsweise der in der Figur 1 dargestellten
Ausführungsform einer Vorrichtung.
Air Liquide GmbH
Konrad-Adenauer-Platz 11
40210 Düsseldorf |
Bezugszeichenliste
|
Teilform |
| |
. Mantel |
| 1, 2 |
Strahleinrichtung |
| 3 |
Endbereich |
| 4 |
Endbereich |
| 5 |
Reinigungstrahl |
| 6 |
Strahldüse |
| 7 |
Kammer |
| 8 |
Gestell |
| 9 |
Unterteil |
| 10 |
Oberteil |
| II |
Abstandshalter |
| 12 |
Innenwandung |
| 13 |
Versorgungseinheit |
| 14 |
Handhabungseinrichtung |
| 15 |
Zentraleinheit |
| 16 |
Arm |
| 17 |
Traggestell |
| 18 |
Schutzgehäuse |
| 19 |
Positioniereinrichtung |
| 20 |
Tragring |
| 21 |
Verzahnung |
| 22 |
Antrieb |
| 23 |
Maschine |
| 24 |
| 25 |
L40326GBM KA/HL/lyl3 16. Februar 1998
| 26 |
Befestigungseinrichtung |
| 27 |
Befestigungseinrichtung |
| 28 |
Verbindungsplatte |
| 29 |
Führungsschiene |
| 5 30 |
Führungsrolle |
| 31 |
Rolle |
| 32 |
Führung |
| 33 |
Stirnfläche |
| 34 |
Stirnfläche |
| &iacgr;&ogr; 35 |
Partikelfilter |
| 36,37 |
Öffnung |
| 38 |
Versorgungsleitungen |