DE29722519U1 - Pflastersteinelement - Google Patents
PflastersteinelementInfo
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Description
Patentanwalt Dipl.-Ing. Mario Wagner, Technologiezentrum am Europaplatz, 52068 Aachen
Anmelder: Blenia Design S.A.G.L.
Anwaltsaktenzeichen: S16-008
Anwaltsaktenzeichen: S16-008
Die Neuerung betrifft ein Pflastersteinelement, insbesondere aus Beton.
Pflasterflächen aus Einzelpflastersteinen sind bekannt und werden oft in gestalterisch anspruchsvoller
Umgebung wegen ihrer maßstabbildenden Qualität flächigen ungegliederten Belägen vorgezogen.
In aus solchen Einzelpflastersteinen aufgebauten Pflasterflächen treten jedoch hohe dynamisehe
Belastungen insbesondere durch Beschleumgen und Bremsen von Fahrzeugen und durch
Scherkräfte beim Kurvenfahren schwerer Fahrzeuge auf. Hierdurch können einzelne Pflastersteine
zuerst einzeln und anschließend großflächig gekippt, verdreht oder im Pflasterverband
verschoben werden, wodurch das Pflastergefüge zerstört wird.
Verbundpflastersysteme, bei denen in der Regel die Verbundelemente an der oder den Seitenflächen
der Steine appliziert oder in diesen integriert sind, wirken dem entgegen. Allerdings ist
deren Standfestigkeit für manche Belastungen nicht ausreichend oder die Systeme sind gestalterisch
unbefriedigend.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Pflastersteinelement zu
schaffen, das hohe Belastungen aufnehmen kann, ein hohes Maß an gestalterischer Qualität
und Freiheit bietet, wirtschaftlich herstellbar und leicht verlegbar ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Pflastersteinelement nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Ausführungsforaien unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungsfiguren erläutert, die Folgendes zeigen:
Figur 1 zeigt in isometrischer Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform des Pflastersteinelements;
Figur 2 zeigt ein Verlegebeispiel des Pflastersteinelements aus Figur 1;
Figur 3 zeigt eine Gestaltungsmöglichkeit der Sichtfläche anhand des Pflastersteinelements
aus Figur 1;
Figur 4 zeigt den optischen Eindruck einer mit Elementen aus Figur 3 erstellten Pflasterung;
Figuren 5 bis 8 zeigen weitere bevorzugte Ausfuhrungsformen des Pflastersteinelements, jeweils
mit Verlegebeispiel;
Figur 9 zeigt eine weitere bevorzugte Ausfuhrungsform des Pflastersteinelements;
Figur 10 zeigt ein Verlegebeispiel für das Pflastersteinelement aus Figur 9;
Figur 11 zeigt den optischen Eindruck einer mit Elementen aus Figur 9 erstellten Pflasterung;
Figur 12 zeigt die Lastverteilung in einem aus den Pflastersteinelementen aus Figur 9 aufgebauten
Verbundpflaster bei Verlegung der längsten Seite in Fahrtrichtung;
Figur 13 verdeutlicht die Lastverteilung in einem aus den Pflastersteinelementen aus Figur 9
aufgebauten Verbundpflaster bei Verlegung der längsten Seite diagonal zur Fahrtrichtung
bzw. bei diagonaler Lasteinwirkung;
Figur 14 zeigt die bei Pflastersteinelementen vorgesehenen Abstandhalter am Beispiel des
Elements aus Figur 9;
Figur 15 zeigt die Verwendung von Randausgleichssteinen bei Pflasterungen nach Figur 10;
Figur 16 zeigt eine Verlegung der Elemente aus Figur 9 diagonal zur Fahrtrichtung;
Figur 17 zeigt, wie unter Verwendung des Verlegebeispiels aus Figur 16 Übergänge an Einmündungen
oder Kreuzungen gestaltet werden können; und
Figur 18 zeigt, wie im Falle des Verlegebeispiels aus Figur 10 ein Randausgleich durch
Schneiden der Pflastersteinelemente 9 erzielt wird.
In Figur 1 ist eine Prinzipdarstellung eines Pflastersteinelement 1 mit U-förmigem Grundriß
gezeigt, der aus fünf Quadraten 2 gebildet ist. Die aneinandergrenzenden Quadrate liegen mit
ihren gesamten Berührkanten aneinander. Das gesamte Element 1 ist in üblicher Weise z.B.
aus Beton einstückig gefertigt.
In Figur 2 ist prinzipiell dargestellt, wie mehrere Pflastersteinelemente 1 formschlüssig zu einem
Verbundpflaster verlegt werden können. Die einzelnen Pflastersteinelemente 1 greifen
dabei ohne durchlaufende Fugen ineinander, so daß ein besonders wirksamer Verband und
damit eine hohe Sicherheit gegen Verschieben, Verdrehen oder Kippen der einzelnen Pflaster-Steinelemente
1 im Pflastergefüge entsteht.
• ·
Figur 3 zeigt die - nicht zwingend erforderliche, im hier dargestellten Beispiel aber gewählte Ausgestaltung
des Pflastersteinelements 1 in gestalterischer Hinsicht. Im Material seiner Sichtfläche (Oberseite) sind mehrere durch Schemragen 3 geringer Tiefe getrennte Ausformungen
in Form von Pflastersteinköpfen 4 ausgebildet sind, die zusammen mit den Scheinfugen
3 die Grundfläche des Elements 1 bedecken.
Die funktional wie in Figur 2 gezeigt zusammenwirkende Fläche erscheint mit einer wie in
Figur 3 gezeigten Sichtflächengestaltung optisch wie eine herkömmliche Pflasterung mit Einzelpflastersteinen,
wie in Figur 4 dargestellt ist.
In den Figuren 5 bis 8 sind einige der möglichen weiteren Ausführungsformen von Pflaster-Steinelementen
5 bis 8 dargestellt. Diese bestehen aus vier T-förmig angeordneten Quadraten (Pflastersteinelement 5, Figur 5), vier S-förmig angeordneten Quadraten 2 (Pflastersteinelement
6, Figur 6), vier L-förmig angeordneten Quadraten 2 (Pflastersteinelement 7, Figur 7)
oder drei L-förmig angeordneten Quadraten 2 (Pflastersteinelement 8, Figur 8). Der sich ergebende
zugehörige funktionale Verbund ist in den jeweiligen Figuren ebenfalls dargestellt. Der
optische Eindruck bei Ausbildung mit Pflastersteinköpfen 4 entspricht in allen Fällen demjenigen
der Figur 4.
In Figur 9 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Pflastersteinelements 9 dargestellt.
Deren Grundriß besteht aus drei in einer Reihe angeordneten Quadraten 10, 11, 12, deren
mittleres Quadrat 11 zur Seite versetzt angeordnet ist. Der Versatz beträgt zum Beispiel
eine halbe Kantenlänge der Quadrate 11, 12, 13. Die Sichtfläche des Pfiastersteinelements 9 ist
wie oben beschrieben mit Ausformungen in Form von Pflastersteinköpfen 4 gestaltet.
Verlegt man die Pflastersteinelemente 9 wie in Figur 10 dargestellt, ergibt sich optisch der in
Figur 11 dargestellte klassische Läuferverband.
Wie in Figur 12 gezeigt ist, wird durch den Verbund der einzelnen Pflastersteinelemente 9 und
die Verlegung der längsten Pflastersteinelementseite in Fahrtrichtung eine besonders gute
Kraftverteilung auf benachbarte Steine erreicht. Dies gilt auch bei Diagonalverlegung oder bei
diagonaler Lastein wirkung, wie in Figur 13 gezeigt ist.
Um mehrere Pflastersteinelemente 9 jeweils mit einer Fugenbreite verlegen zu können, die der
zwischen den einzelnen Quadraten 10, 11, 12 ausgebildeten Schein-Fugenbreite entspricht,
sind an den Außenseiten der äußeren Quader 10, 12 (= „Einzelpflastersteine") und an den
Verbindungslinien der äußeren Quader 10, 12 mit dem mittleren Quader 11 im Bereich der
durch den Versatz des mittleren Quaders 11 entstehenden Lücke Abstandhalter 13, 14 ausgebildet,
vgl. Figur 14. Es gibt zwei Arten von Abstandhaltern, nämlich die an den Außenseiten
der äußeren Quader 10, 12 vertikal verlaufend angeordneten, annähernd elementhohen ersten
Abstandhalter 13 mit Halbzylinderprofil und die vertikal an den Verbindungslinien der äuße-
ren Quader 10,12 mit dem mittleren Quader 11 im Bereich der durch den Versatz des mittleren
Quaders 11 entstehenden Lücke entlang verlaufend angeordneten zweiten Abstandhalter
14 mit Hohlkehlenprofil.
Wie aus dem Verlegebeispiel Figur 15 zu erkennen ist, sind bei der dort gezeigten Verlegetechnik
zum Randausgleich zwei Arten von Steinen 15, 16 erforderlich, nämlich erste
Randausgleichssteine 16, die die Form eines ganzen Quaders 10,11,12 und zweite Randausgleichssteine
15, die die Form der durch den Versatz des mittleren Quaders 11 entstehenden
Lücke, in Regelfalle also ein drittel bis ein halber Stein 10, 11, 12 aufweisen. Auch diese beiden
Sorten von Randausgleichssteinen 15,16 weisen an ihren Außenkanten Abstandhalter auf,
die jedoch hier nicht dargestellt sind.
Das beschriebene Pflastersteinelement 9 ist aber nicht nur hinsichtlich seiner Belastbarkeit
besonders vorteilhaft, sondern bietet auch gestalterisch ansprechende Verlegemöglichkeiten,
wie die Figuren 11,15,16 und 17 zeigen.
Bei Einhaltung der Rastermaße ist ein Schneiden der Pflastersteinelemente an den in Fahrtrichtung
verlaufenden Pflasterrändern nicht erforderlich. Lediglich die Randausgleichssteine
15 sind zu verlegen. Bei Fugen senkrecht zur Fahrtrichtung - zum Beispiel bei einem Wechsel
der Verlegerichtung - kann anstelle des Randausgleichsteins 16 ein Randausgleich mit verhältnismäßig
wenig Schneideaufwand (durch Abtrennen der Steinabschnitte 17) erreicht werden,
wie Figur 18 zeigt.
Wie Figur 16 zeigt, kann durch Diagonalverlegung ein besonderer optischer Reiz erreicht werden.
Insbesondere platzartige Situationen, Einmündungs- und Kreuzungsbereiche gewinnen
durch Diagonalverlegung eine besondere Großzügigkeit. Technisch immer aufwendige und
gestalterisch oft problematische Wechsel der Verlegerichtung lassen sich bei Diagonalverlegung
minimieren, wie Figur 17 zeigt.
Die anhand von bevorzugten Ausführungsformen dargestellte Erfindung umfaßt eine große
Vielzahl möglicher weiterer Ausführungsformen und kann vielfaltige Abwandlungen erfahren.
So sind z.B. Pflastersteinelemente mit aus Rechtecken zusammengesetzten Grundrissen ebenso
möglich wie solche aus unterschiedlich großen Rechtecken zusammengesetzte. Das verwendbare
Material ist nicht auf Beton beschränkt. Insbesondere die Pflasterköpfe können aus
Naturstein bestehen, der z.B. in Beton eingebettet wird.
| 1 | Pflasterstemelement |
| 2 | Quadrate oder Rechtecke |
| 3 | Fuge |
| 4 | pflastersteinkopfformige Ausformung |
| 5 | Pflasterstemelement |
| 6 | Pflasterstemelement |
| 7 | Pflasterstemelement |
| 8 | Pflastersteinelement |
| 9 | Pflastersteinelement |
| 10 | Quadrat oder Rechtecke |
| 11 | Quadrat oder Rechtecke |
| 12 | Quadrat oder Rechtecke |
| 13 | halbzylinderförmiger Abstandhalter |
| 14 | hohlkehlenförmiger Abstandhalter |
| 15 | Randausgleichsstein |
| 16 | Randausgleichsstein |
| 17 | Steinabschnitte für den Randausgleich |
Claims (18)
1. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9), insbesondere aus Beton
dadurch gekennzeichnet, daß
es einen aus mehreren Rechteckflächen (2; 10, 11, 12) zusammengesetzten Grundriß
aufweist und mit anderen Pflastersteinelementen (1; 5; 6; 7; 8, 9) formschlüssig ineinandergreifend
und ohne durchlaufende Fugen verlegbar ist.
2. Pflastersteinelement (1; 5,6; 7, 8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle
aneinandergrenzenden Rechteckflächen (2) mit ihren gesamten Berührkanten aneinanderliegen.
3. Pfiastersteinelement (8) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch drei L-förmig angeordnete
Rechteckflächen (2).
4. Pflastersteinelement (7) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch vier L-förmig angeordnete
Rechteckflächen (2).
5. Pflastersteinelement (5) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch vier T-förmig angeordnete
Rechteckflächen (2).
6. Pflastersteinelement (6) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch vier S-förmig angeordnete
Rechteckflächen (2).
7. Pflastersteinelement (1) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch fünf U-förmig angeordnete
Rechteckflächen (2).
8. Pflastersteinelement (9) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne aneinandergrenzende
Rechteckflächen (10, 11, 12) nur mit einem Teil ihrer gesamten Berührkanten
aneinanderliegen.
9. Pflastersteinelement (9) nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch drei in einer Reihe angeordnete
Rechteckflächen (10, 11, 12), deren mittlere (11) seitlich versetzt ist.
10. Pflastersteinelement (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rechteckflächen (10, 11, 12) gleich groß sind.
11. Pflastersteinelement (9) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechteckflächen
(10, 11,12) quadratisch sind.
12. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß im Material seiner Sichtfläche mehrere durch Scheinfugen (3) geringer Tiefe getrennte Ausformungen in Form von Pflastersteinköpfen (4) ausgebildet sind, die
zusammen mit den Scheinfugen (3) die Grundfläche des Elements (1; 5; 6, 7, 8, 9) bedecken.
13. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß in seine Sichtfläche mehrere durch Scheinfugen (3) getrennte Pflastersteinköpfe
(4) aus Naturstein od. dgl. eingesetzt sind, die zusammen mit den Scheinfugen (3)
die Grundfläche des Elements (1; 5; 6; 7; 8; 9) bedecken.
14. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausformungen in Form von Pflastersteinköpfen (4) bzw. die Pflastersteinköpfe
(4) im Grundriß mit den Rechteckflächen (2; 10, 11, 12) unter Abzug der Scheinfugen
(3) übereinstimmen.
15. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch an dessen Außenseiten angeordnete Abstandhalter (13; 14)
16. Pflastersteinelement (1; 5; 6; 7; 8; 9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch erste, an den Außenseiten der äußeren Quader (10, 12) vertikal verlaufende,
annähernd elementhohe Abstandhalter (13) mit Halbzylinderprofil und zweite, vertikal
an den Verbindungslinien der äußeren Quader (10, 12) mit dem mittleren Quader (11)
im Bereich der durch den Versatz des mittleren Quaders (11) entstehenden Lücke entlang
verlaufend angeordnete Abstandhalter (14) mit Hohlkehlenprofil.
17. Randausgleichsstein für Pflastersteinelemente nach einem der Ansprüche 1 bis 16, da-
durch gekennzeichnet, daß er die Form eines Quaders (2, 10, 11, 12) mit an seinen Außenseiten
befindlichen Abstandhaltern (13, 14) aufweist.
18. Randausgleichsstein für Pflastersteinelemente nach einem der Ansprüche Ibis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß er die Form der durch den Versatz des mittleren Quaders (11) entstehenden
Lücke aufweist und daß er an semen Außenseiten befindliche Abstandhalter
(13, 14) aufweist.
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