DE29717649U1 - Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil - Google Patents
Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere KraftstoffeinspritzventilInfo
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Description
Bezeichnung: Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil
Beschreibung
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Bei Kolbenbrennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung in der sogenannten Common-Rail-Technik wird der einzuspritzende
Kraftstoff mit Hilfe einer Pumpe in einem vorgeschalteten Drucksystem konstant unter einem vorgegebenen Druck gehalten.
Die Einspritzventile der einzelnen Zylinder stehen mit diesem Drucksystem in unmittelbarer Verbindung, so daß beim jeweiligen
Öffnen eines Einspritzventils der unter Druck stehenden Kraftstoff unmittelbar aus dem Drucksystem praktisch verzögerungsfrei
in den Zylinder eingespritzt werden kann. Die Steuerung der Einspritzventile erfolgte bisher jeweils über
ein Servoventil. Da ein Servoventil nur einen Teilstrom schaltet, kann es sehr klein dimensioniert werden, wodurch
sich sehr kleine Schaltzeiten ergeben. Den einzuspritzenden Kraftstoffstrom schaltet dann die Ventilnadel, die durch den
0 Servokreis gesteuert wird. Nachteilig ist bei diesem System,
daß das dynamische Verhalten des Einspritzventils weniger durch das schnelle Servoventil als durch das dynamische Verhalten
des Servokreises insgesamt bestimmmt wird, der im allgemeinen langsamer ist als das Servoventil.
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Die Dynamik des Einspritzventils läßt sich entscheidend verbessern,
wenn man mit einem mit Stellantrieb verbundenen Ventil den einzuspritzenden Kraftstoffstrom schaltet. Zur direkten
Steuerung der Einspritzung wurde hierzu vorgeschlagen, 0 die Ventilnadel direkt zu betätigen, beispielsweise mit einem
piezo-elektrischen Aktuator (DE-A-36 21 541; Rumphorst, "Ein
neues elektronisches Hochdruckeinspritzsystem für Dieselmotoren", MTZ 56, Haft 3, 1995). Nachteilig ist bei diesem Lösungsvorschlag,
daß durch die großen druckbelasteten Flächen 5 an der Ventilnadel bei dem hohem Einspritzdruck ein sehr großer
Stellantrieb mit entsprechenden Kraftreserven erforderlich ist, der nicht nur teuer, sondern wiederum träge ist und
der bei den üblicherweise elektrisch betätigten Stellantrieben eine hohe elektrische Energie zum Schalten benötigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einspritzventil zu schaffen, das eine direkte Schaltung des einzuspritzenden
KraftstoffStroms ermöglicht, das andererseits jedoch den Einsatz
von Stellantrieben, insbesondere elektrischen Stellantrieben ermöglicht, die einen Betrieb mit darstellbarem Energieaufwand
erlauben.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil, mit einem Gehäuse, in dem
ein Druckraum angeordnet ist, in den eine mit einer Flüssigkeitsversorgung verbundene Zuleitung für die unter Druck einzuspritzende
Flüssigkeit einmündet und der wenigstens eine als Einspritzdüse ausgebildete Austrittsöffnung aufweist, in
dem ferner eine mit einem Kolben verbundene und gegen die Kraft einer Rückstellfeder verschiebbar geführte Ventilnadel
angeordnet ist, die bei drucklos gesetztem Druckraum die Aus-0 trittsöffnung verschließt, und mit einem in der Zuleitung für
die Flüssigkeit angeordneten druckentlasteten Steuerventil, das mit einem Stellantrieb verbunden ist. Diese Anordnung hat
den Vorteil, daß über das Steuerventil der einzuspritzende Kraftstoffstrom direkt, d. h. als Vollstrom geschaltet werden
kann. Wird das Steuerventil geöffnet, steht der Druckraum unmittelbar
mit der unter Druck stehenden Flüssigkeitsversorgung, bei Kraftfahrzeugen mit dem Common Rail, in Verbindung,
wobei der hohe Kraftstoffdruck gegen die Kraft der Rückstellfeder über den Kolben die Ventilnadel abhebt, so daß der
0 Kraftstoff über die als Einspritzdüse ausgebildete Austrittsöffnung wieder aus dem Druckraum austreten kann. Wird das
Steuerventil geschlossen, wird der Druckraum drucklos, so daß die Rückstellfeder die Ventilnadel wieder in Schließstellung
schieben kann. Von Bedeutung ist hierbei, daß das Steuerventil als druckentlastetes Ventil ausgebildet ist, so daß trotz
der Tatsache, daß über das Steuerventil der unter hohem Druck stehende Vollstrom unmittelbar geschaltet wird, über die
Druckentlastung des Ventils selbst nur geringe Stellkräfte
aufzubringen sind. Das Steuerventil kann hierbei entweder als Schieberventil oder aber als Sitzventil ausgebildet werden.
In der einfachsten Ausführungsform kann das Steuerventil als
2/2-Wege-Ventil ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft ist
es jedoch, wenn das Steuerventil als 3/2-Wege-Ventil ausgebildet
ist, das die Zuleitung je nach Steuerstellung mit der Hochdruckseite oder mit der Niederdruckseite der Flüssigkeitsversorgung
verbindet. Hierdurch wird in Schließstellung der Ventilnadel der Druckraum mit dem Niederdruck verbunden,
so daß der Druckraum schnell entlastet wird und damit ein schnelles Schließen der Ventilnadel möglich und eine Nacheinspritzung
vermieden wird.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Steuerventil einen Überströmraum aufweist,
der über eine Düsenzuleitung mit dem Druckraum verbunden ist und in dem ein mit dem Stellantrieb in Verbindung
stehender Schieberkörper hin und her bewegbar geführt ist, der in der einen Endstellung die Zuleitung gegenüber dem
Überströmraum sperrt und in der anderen Endstellung freigibt und daß die Zuleitung in einen Ringraum mündet, der mit Abstand
zum Schieberkörper durch einen mit diesem verbundenen Kolbenkörper begrenzt wird und daß die druckwirksame Fläche
von Schieberkörper und Kolbenkörper gleich, zumindest nahezu gleich ist. Durch diese Ausgestaltung werden druckbelastete
Flächen vermieden, die bei einer Druckbeaufschlagung durch den zu schaltenden Flüssigkeitsstrom eine nach außen wirksame
Kraft verursachen könnten. Durch die Zuordnung eines zusätzlichen Kolbenkörpers zum Schieberkörper wird ein Kräf-0
tegleichgewicht der druckbeaufschlagten Flächen bewirkt, so daß für die Bewegung des Schieberkörpers lediglich die Stellkräfte
aufzubringen sind, und zwar sowohl für die Bewegung in die Öffnungsstellung als auch für die Rückbewegung und die
Sperrstellung, die praktisch nur durch die zu überwindenden
Strömungs-, Massen- und Reibkräfte bestimmt sind. Die Anordnung eines zusätzlichen Kolbenkörpers zum Schieberkörper kann
sowohl für die Ausbildung des Steuerventils als Schieberventil als auch für die Ausbildung des Steuerventils als Sitz-
ventil vorgesehen werden. Bei einem Schieberventil ist der Schieberkörper selbst als Kolben ausgebildet, so daß hier
über gleiche Kolbendurchmesser die Forderung erfüllt werden kann. Bei der Ausbildung als Sitzventil läßt sich diese Vorgäbe
dadurch erfüllen, daß die Dichtkante des Ventilssitzes den gleichen Durchmesser aufweist wie der Kolben, so daß die
effektiv druckbelasteten Flächen sehr klein sind.
Bei der Ausbildung des Steuerventils als 3/2-Wege-Ventil ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß dem Überströmraum auf der der Einmündung der Zuleitung abgekehrten Seite eine Ablaufleitung
zugeordnet ist, die in Sperrstellung des Schieberkörpers mit der Düsenzuleitung in Verbindung steht. Hierdurch ist gewährleistet,
daß beim Schließen des Steuerventils die sich im Druckraum befindliche Flüssigkeitsmenge durch den mit der
Ventilnadel verbundenen Kolben nicht mehr durch die Austrittsöffnung
verdrängt werden muß, sondern unmittelbar nach dem Schließen des Steuerventils über die Ablaufleitung abfluten
kann. Damit ist gewährleistet, daß über die Rückstell-0 kraft der Rückstellfeder die Ventilnadel sehr schnell und ohne
Nachspritzen in die Schließstellung verschoben werden kann.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
5 daß in der Ablaufleitung eine Strömungsdrossel angeordnet ist. Während des Schaltvorganges, d. h. in der Zeit, in der
der Schieberkörper aus seiner Sperrstellung in die Öffnungsstellung bewegt wird, steht die mit dem Hochdruck in Verbindung
stehende Zuleitung über den Überströmraum mit der Ab-0 laufleitung in Verbindung, die ihrerseits mit dem Niederdruck
in Verbindung steht, so daß hier an sich ein direkter Abfluß von Hochdruckflüssigkeit möglich ist. Durch die Anordnung einer
Strömungsdrossel in der Ablaufleitung ergibt sich hier eine Verzögerung im Flüssigkeitsabfluß und eine weitgehende
5 Vermeidung eines störenden Druckabfalls.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Steuerventil mit seinem Stellantrieb in axialer Rieh-
tung hinter dem Druckraum dem Gehäuse zugeordnet ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die Leitungslängen zwischen
der Austrittsöffnung einerseits und dem Steuerventil andererseits auf ein Minimum verkürzt werden, so daß hier
Totzeiten praktisch vermieden sind.
Als Stellantrieb kann ein elektromagnetischer, magnetostriktiver oder auch ein piezo-elektrischer Aktuator eingesetzt
werden, da diese Aktuatoren einen geringen Raumbedarf besitzen und dementsprechend auch in das Gehäuse des Steuerventils
integriert werden können. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn der Stellantrieb hydraulisch mit dem Schieberkörper in Wirkverbindung
steht. Das bietet die Möglichkeit mit geringen Stellwegen auf der Aktuatorseite verhältnismäßig große Stellwege
auf der Schieberkörperseite zu erzeugen.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
0 Fig. 1 in Form eines Fließbildes eine Anordnung mit
2/2-Wege-Ventil,
Fig. 2 in Form eines Fließbildes eine Anordnung mit
3/2-Wege-Ventil,
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Fig. 3 ein Einspritzventil im Längsschnitt,
Fig. 4 in einer vergrößerten Darstellung den Ventilbereich X in Fig. 3,
30
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Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Ventilbereichs X in Fig. 3 für eine andere
Aus führungs form.
Die schematische Darstellung in Fig. 1 zeigt ein Einspritzventil 1 mit einem Gehäuse 2, das einen Druckraum 3 aufweist,
in dem eine mit einem Kolben 4 verbundene Ventilnadel 5 gegen
die Kraft einer Rückstellfeder 6 hin und her bewegbar geführt ist.
Der Druckraum 3 weist wenigstens eine, die Einspritzdüse bildende
Düsenöffnung 7 auf, die durch die Spitze 8 der Ventilnadel 5 über die Rückstellfeder 6 verschließbar ist.
In den Druckraum 3 mündet eine Düsenzuleitung 9.1 für die
einzuspritzende Flüssigkeit ein, die an druckentlastetes Steuerventil 13 angeschlossen ist, das über eine Zuleitung 9
an eine Flüssigkeitsversorgung 10 angeschlossen ist. Die Flüssigkeitsversorgung 10 wird im wesentlichen durch einen
Druckspeicher 11 und eine Hochdruckpumpe 12 gebildet, wobei die Hochdruckpumpe 12 im Druckspeicher 11 die Flüssigkeit
konstant unter einem vorgegebenen Vordruck hält.
Das Steuerventil 13 ist über einen Stellantrieb 14 betätigbar. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
Steuerventil 13 als 2/2-Wege-Ventil ausgebildet. 20
Der der Düsennadel 5 abgekehrte Raum 15 des Gehäuses 2 steht über eine Rücklaufleitung 16 mit der Niederdruckseite 17 der
Flüssigkeitsversorgung in Verbindung, so daß aus dem Druckraum 3 in den Raum 15 austretende Leckflüssigkeitsmengen ab-5
fließen können.
In der in Fig. 1 gezeigten Stellung des Steuerventils 13 ist der Druckraum 3 drucklos, so daß durch die Kraft der Rückstellfeder
6 die Ventilnadel 5 mit ihrer Spitze 8 auf ihren 0 Sitz gedrückt wird und die Düsenöffnung 7 verschließt.
Wird das Steuerventil 13 geschaltet, so wird der Druckraum 3 mit dem Druckspeicher 11 unmittelbar verbunden, so daß der
Kolben 4 gegen die Kraft der Rückstellfeder 6 vom Flüssigkeitsdruck angehoben wird und die Düsenöffnung 7 freigegeben
wird, so daß für die Dauer der Öffnung eine entsprechende Flüssigkeitsmenge in den zu versorgenden Raum, beispielsweise
in den Zylinder einer Kolbenbrennkraftmaschine eingespritzt
wird. Sobald das Steuerventil 13 wieder in die Schließstellung zurückgefahren wird, fällt der Flüssigkeitsdruck im
Druckraum 3 ab und die Spitze der Ventilnadel 5 schließt die Öffnung 7 wieder.
5
5
Das Schaltbild gem. Fig. 2 zeigt das anhand von Fig. 1 beschriebene
System mit einem als 3/2-Wege-Ventil ausgebildeten Steuerventil 13. Der Aufbau entspricht im übrigen dem Aufbau
gem. Fig. 1, so daß für gleiche Bauelemente gleiche Bezugszeichen angegeben sind. Der Unterschied besteht lediglich
darin, daß der Druckraum 3 über eine Rücklaufleitung 16.1 mit dem Niederdruckseite 17 der Flüssigkeitsversorgung 10 in Verbindung
steht. Wird das Steuerventil 13 geschaltet, dann wird die Rücklaufleitung 16.1 verschlossen und, wie zuvor beschrieben,
die Zulaufleitung 9 mit dem Druckspeicher 11 verbunden, so daß der Einspritzvorgang erfolgen kann. Wird anschließend
das Steuerventil 13 zurückgeschaltet, dann wird die in Fig. 2 dargestellte Verbindung zwischen dem Druckraum
3 über die Zulaufleitung 9 und die Ablaufleitung 16.1 mit der
0 Niederdruckseite 17 hergestellt, so daß auf diese Weise der Druckraum 3 mit dem Schaltvorgang praktisch drucklos gesetzt
wird und so die Ventilnadel 5 schneller schließen kann und ein Nachspritzen oder Nachtropfen vermieden ist.
5 Um nun die Vorteile voll ausnutzen zu können, die eine direkte Schaltung des Flüssigkeiststroms bietet, ist es zweckmäßig,
wenn die Länge der Zuleitung 9.1 zwischen dem Steuerventil 13 und dem Druckraum 3 möglichst kurz bemessen wird. In
Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Kraftstoffeinspritz-0 ventils mit integriertem Steuerventil dargestellt. Das Steuerventil
ist als 2/2-Wege-Ventil ausgebildet, so daß hinsichtlich Aufbau und Funktion auf das Schaltschema gem.
Fig. 1 verwiesen werden kann. In Fig. 1 verwendete Bezugszeichen sind für identische Bauteile übernommen.
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Das Einspritzventil selbst entspricht in seinem Aufbau der schematischen Darstellung gem. Fig. 1, so daß für gleiche
Bauelemente auch hier die gleichen Bezugszeichen angegeben sind.
In dem Gehäuse 2 ist die mit dem Kolben 4 versehene Ventilnadel 5 axial verschiebbar geführt, die den Druckraum 3 durchsetzt.
Die Ventilnadel 5 wird durch die Kraft der Rückstellfeder 6 in Schließstellung gehalten. In den Druckraum 3 mündet
die Zuleitung 9.1 ein.
Das Steuerventil 13 ist bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
in das Einspritzventil integriert und in axialer Richtung, in Strömungsrichtung vor dem Druckraum 3, dem
Gehäuse 2 zugeordnet. Einzelheiten des Aufbaus werden nachstehend anhand einer vergrößerten Darstellung in Fig. 4 näher
erläutert.
Das Steuerventil 13 besteht im wesentlichen aus einem Überströmraum
18, der über die Düsenzuleitung 9.1 mit dem Druckraum 3 verbunden ist und in dem ein Schieberkörper 19 hin und
0 her bewegbar geführt ist, der mit dem Stellantrieb 14 in Verbindung steht.
Die mit dem Druckspeicher 11 (hier nicht dargestellt) in Verbindung
stehende Zuleitung 9 mündet am einen Ende in den Überströmraum 18. Der Schieberkörper ist nun so ausgebildet,
daß er in der einen Endstellung, wie hier dargestellt, die Zuleitung 9 gegenüber dem Überströmraum 18 sperrt und in der
anderen Endstellung freigibt, sobald der Schieberkörper über den Stellantrieb 14 in die andere Endstellung verschoben ist
0 und damit die direkte Verbindung zwischen der Zuleitung 9 und
der Düsenzuleitung 9.1 hergestellt ist und so der Einspritzvorgang
erfolgen kann. Wird der Stellantrieb 14 deaktiviert, dann wird der Schieberkörper 19 über eine Rückstellfeder 21
wieder in seine Sperrstellung zurückgeschoben. 35
Da über die Zuleitung 9 der Schieberkörper 19 dem vollen Flüssigkeitsdruck ausgesetzt wird, ist zur Druckentlastung
ein Ringraum 22 vorgesehen, der mit Abstand zum Schieberkör-
per durch einen mit diesem verbundenen Kolbenkörper 23 begrenzt wird. Die Anordnung ist hierbei so getroffen, daß die
druckwirksame Flächen des Schieberkörpers 19 einerseits und des Kolbenkörpers 23 andererseits gleich, zumindest nahezu
gleich sind. Durch diese Maßnahme wird eine Druckentlastung des Schieberkörpers bewirkt, so daß der über den Druckspeicher
11 anstehende Flüssigkeitsdruck keine oder praktisch keine Kraftwirkung auf den Schieberkörper in Öffnungsrichtung
oder in Schließrichtung ausübt, so daß zur Bewegung des Schieberkörpers in die Öffnungsstellung die Kraft des Stellantriebs
14 einerseits und für die Rückbewegung die Kraft der Rückstellfeder 21 ausreicht. Das Einspritzventil kann als
Schieberventil oder auch als Sitzventil ausgebildet sein.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist als Stellantrieb
14 ein piezo-elektrischer Aktuator vorgesehen, dessen Stirnseite 24 durch eine Membran 25 abgeschlossen ist,
die einen Druckraum 26 begrenzt. Der Druckraum 26 steht über eine Flüssigkeitsleitung 27 mit dem Kolben 23 am Schieberkörper
19 in Verbindung, so daß bei einer Aktivierung des Aktuators und der damit verbundenen Längenänderung Flüssigkeit aus
dem Druckraum 23 über die Leitung 27 gedrückt wird, die dann den Schieberkörper 19 in seine Öffnungsstellung verschiebt.
Über Leckageleitungen 28 ist dafür Sorge getragen, daß die für eine Verschiebung des Schieberkörpers 19 erforderliche
Flüssigkeitsmenge im Druckraum 26 immer ausgeglichen wird.
In der vergrößerten Darstellung gem. Fig. 4 sind Einzelheiten für das Steuerventil 13 als 2/2-Wege-Sitzventil dargestellt.
0 Wie die Darstellung erkennen läßt, weist der Überströmraum 18 an seiner die Schließstellung definierenden Endstellungen eine
Sitzfläche 18.1 auf. Der Schieberkörper 19 weist eine dementsprechend zugeordnete Sitzfläche 19.1 auf. Die Anordnung
ist nun so getroffen, daß die Sitzfläche 18.1 mit ihrer Innenkante zugleich die Führungen 29 für den Schieberkörper begrenzen,
so daß auch der den Ringraum 22 begrenzende Kolben 23 den gleichen Durchmesser aufweist wie die innenliegende
Kante der Sitzflächen. Dadurch ist gewährleistet, daß in der
hier dargestellten Schließstellung über den hohen Druck, der
über die Zuleitung 9 im Ringraum ansteht, sowohl der Schieberkörper
19 in Öffnungsrichtung als auch der Kolben 23 in Schließrichtung beaufschlagt und damit die gewünschte Drukkentlastung
bewirkt wird und somit die Kraft der Rückstellfeder 21 ausreicht, um den Schieberkörper 19 in Schließstellung
zu halten bzw. in die Schließstellung zurückzuführen. Der piezoelektrische Aktuator ermöglicht einen variablen Ventilhub
und damit einen variablen Öffnungsquerschnitt, wodurch der Durchfluß und damit die Einspritzrate beeinflußt werden
kann.
In Fig. 5 ist ebenfalls in größerem Maßstab die Ausbildung des Steuerventils als 3/2-Wege-Sitzventil dargestellt. Da der
Grundaufbau dem anhand von Fig. 4 beschriebenen Aufbau entspricht, kann wiederum auf die voraufgegangene Beschreibung
verwiesen werden. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß dem Schieberkörper 19 auf der dem Ringraum 22 abgekehrten
Seite ein weiterer Ringraum 30 zugeordnet ist, in den die Rücklaufleitung 16.1 ausmündet. Hierdurch wird erreicht, daß
in der dargestellten Sperrstellung der Druckraum 3 über die Düsenzuleitung 9.1 und den Überströmraum 18 mit der Rücklaufleitung
16.1 und damit mit der Niederdruckseite 17 der Flüssigkeitsversorgung 10 in Verbindung steht. Wird durch den
Stellantrieb der Schieberkörper 19 in seine andere Endstellung verschoben, dann wird die Rücklaufleitung 16.1 gegenüber
dem Überströmraum 18 verschlossen, so daß die Flüssigkeit nur über die direkte Verbindung zwischen Zuleitung 9 und Düsenzuleitung
9.1 in den Druckraum 3 strömen kann.
Da nun während des Schaltvorganges kurzfristig eine unmittelbare Strömungsverbindung zwischen der unter Hochdruck stehenden
Zuleitung 9 und der mit der Niederdruckseite 17 in Verbindung stehenden Rücklaufleitung 16.1 hergestellt wird und
so aufgrund des Druckgefälles kurzfristig auch hier ein Flüssigkeitsabfluß
mit Druckabfall erfolgen würde, ist zweckmäßigerweise in der Ablaufleitung 16.1 eine Drossel 31 vorgese-
hen, so daß ein "Kurzschluß" zwischen der Hochdruckseite und
der Niederdruckseite des Systems vermieden ist.
der Niederdruckseite des Systems vermieden ist.
Wie die Fig. 3, 4 und 5 erkennen lassen, läßt sich das Stellventil
13 auch konstruktiv in einfacher Weise in das Einspritzventil
integrieren, so daß sich ein schmalbauendes Einspritzventil mit kurzen Strömungswegen zwischen dem Druckraum 3 und dem Ventil selbst ergibt.
integrieren, so daß sich ein schmalbauendes Einspritzventil mit kurzen Strömungswegen zwischen dem Druckraum 3 und dem Ventil selbst ergibt.
Claims (13)
1. Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil,
mit einem Gehäuse (2), in dem ein Druckraum (3) angeordnet ist, in den eine mit einer Flüssigkeitsversorgung (10) verbundene
Zuleitung (9) für die unter Druck einzuspritzende Flüssigkeit einmündet und der wenigstens eine als Einspritzdüse
ausgebildete Austrittsöffnung (7) aufweist, in dem ferner eine mit einem Kolben (4) verbundene und gegen die Kraft
einer Rückstellfeder (6) verschiebbar geführte Ventilnadel
(5) angeordnet ist, die bei drucklos gesetztem Druckraum (3) die Austrittsöffnung (7) verschließt und mit einem in der Zuleitung
(9) für die Flüssigkeit angeordneten druckentlasteten Steuerventil (13), das mit einem Stellantrieb (14) verbunden
ist.
2. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) als Schieberventil ausgebildet ist.
0 3. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil als Sitzventil ausgebildet ist.
4. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) als 2/2-Wege-Ventil
ausgebildet ist.
5. Einspritzventil nach einem der ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) als 3/2-Wege-Ventil
ausgebildet ist, daß die Zuleitung (9) je nach Steuerstellung mit der Hochdruckseite (11) oder mit der Niederdruckseite
(17) der Flüssigkeitsversorgung (10) verbunden ist.
6. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) einen Überströmraum 5 (18) aufweist, der über eine Düsenzuleitung (9.1) mit dem
Druckraum (3) verbunden ist und in dem ein mit dem Stellantrieb (14) in Verbindung stehender Schieberkörper (19) hin
und her bewegbar geführt ist, der in der einen Endstellung
die Zuleitung (9) gegenüber dem Überströmraum (18) sperrt und in der anderen Endstellung die Zuleitung (9) freigibt, daß
die Zuleitung (9) in einen Ringraum (22) mündet, der mit Abstand zum Schieberkörper (19) durch einen mit diesem verbundenen
Kolbenkörper (23) begrenzt wird und daß die druckwirksame Fläche von Schieberkörper (19) und Kolbenkörper (23)
gleich, zumindest nahezu gleich ist.
7. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Überströmraum (18) auf der der Einmündung
der Zuleitung (9) abgekehrten Seite eine Ablaufleitung (16,1) zugeordnet ist, die in Sperrstellung des Schieberkörpers
(19) mit der Düsenzuleitung (9.1) in Verbindung steht.
8. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rücklaufleitung (16) eine Strömungsdrossel
(31) angeordnet ist.
9. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) mit seinem Stellantrieb
(14) in axialer Richtung, in Strömungsrichtung vor hinter dem Druckraum (3), dem Gehäuse (2) zugeordnet ist.
10. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (14) durch einen elektromagnetischen
Aktuator gebildet wird.
11. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (14) durch einen magnetostriktiven
Aktuator gebildet wird.
12. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (14) durch einen piezo-5
elektrischen Aktuator gebildet wird.
13. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (14) hydraulisch
mit dem Schieberkörper (19) in Wirkverbindung steht.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29717649U DE29717649U1 (de) | 1997-10-02 | 1997-10-02 | Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil |
| PCT/EP1998/005940 WO1999018349A1 (de) | 1997-10-02 | 1998-09-18 | Direktgesteuertes einspritzventil, insbesondere kraftstoffeinspritzventil |
| JP52087099A JP2001520720A (ja) | 1997-10-02 | 1998-09-18 | 直接制御式噴射弁、特に燃料噴射弁 |
| DE19881449T DE19881449D2 (de) | 1997-10-02 | 1998-09-18 | Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29717649U DE29717649U1 (de) | 1997-10-02 | 1997-10-02 | Direktgesteuertes Einspritzventil, insbesondere Kraftstoffeinspritzventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29717649U1 true DE29717649U1 (de) | 1997-11-20 |
Family
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
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