DE29716803U1 - Vorrichtung zum Beschichten von Teilen mit flüssigen, pastösen, thixotropen und faser- oder partikelhaltigen Stoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Beschichten von Teilen mit flüssigen, pastösen, thixotropen und faser- oder partikelhaltigen StoffenInfo
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Description
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Patentanwälte
VIEL & VIEL
VIEL & VIEL
European Patent Attorneys
Vorrichtung zum Beschichten von Teilen mit flüssigen, pastösen,
thixotropen und faser- oder partikelhaltigen Stoffen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten von Teilen mit flüssigen, pastösen,
thixotropen und faser- oder partikelhaltigen Stoffen.
Bekannte Verfahren für das Beschichten von Teilen insbesondere mit flüssigen Stoffen sind das
Spritz-, das Gieß- und das Walzenauftragsverfahren.
Das Spritzverfahren ist insbesondere für dünnflüssige Stoffe geeignet, bei pastösen und faser-
oder partikelhaltigen Stoffen kommt es häufig zu Verstopfungen der Spritzdüsen. Aufgrund
des bei dem Spritzverfahren entstehenden Aerosol- oder Sprühnebels ist in der Regel eine
aufwendige Spritzkammer mit einer Absaugevorrichtung erforderlich. Eine Rückführung von
überschüssigem Material ist kaum oder nur mit großem Aufwand möglich. Schließlich kann der
Materialauftrag beim Spritzverfahren schlecht begrenzt werden.
Beim Gießverfahren ergeben sich aufgrund der im Verhältnis zu der Fallgeschwindigkeit des
aufzutragenden Stoffs hohen Transportgeschwindigkeiten auf der Auslaufseite von profilierten
oder unregelmäßig geformten Werkstücken unbehandelte Stellen. Darüber hinaus ist das
Gießverfahren für nicht gießfahige Stoffe, wie hochviskose, thixotrope, pastöse und faser- oder
partikelhaltige Stoffe, nicht geeignet.
Das Walzenauftragsverfahren hat den Nachteil, daß unregelmäßig geformte und profilierte
TeEe nicht an ihren Tiefpunkten beschichtet werden können und daß druckempfindliche Teile
dem direkten Druck der Walze nicht standhalten.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der auch
unregelmäßig geformte Teile kostengünstig und mit geringem Wartungsaufwand mit flüssigen,
pastösen, thixotropen und faser- oder partikelhaltigen Stoffen beschichtet werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine erste Walze vorgesehen ist, die
an ihrer Oberfläche den aufzutragenden Stoff aufnehmen kann, und daß eine zweite Walze
vorgesehen ist, deren Oberfläche mit dem von der ersten Walze aufgenommenen Stoff an
mindestens einem Punkt in Kontakt ist und deren Oberfläche so ausgebildet ist, daß bei
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drehenden Walzen die zweite Walze den aufzutragenden Stoff von der ersten Walze im
wesentlichen abstreift und den aufzutragenden Stoff auf das zu beschichtende Teil aufspritzt.
Die erste Walze dient hierbei der kontrollierten Aufnahme des aufzutragenden Stoffs, was eine
gleichmäßige Beschichtung ermöglicht, und die zweite Walze streift den Stoff gleichmäßig von
der ersten Walze ab, wodurch dieser beschleunigt und auf das zu beschichtende Teil
aufgespritzt wird. Durch die Beschleunigung des aufzutragenden Stoffs aufgrund der
Drehbewegung der zweiten Walze können in vorteilhafter Weise auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten Vertiefungen und Profilierungen auf dem zu beschichtenden Teil mit
dem Stoff beschichtet werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei
geringem mechanischem Aufwand eine große Arbeitsbreite und dennoch eine gute Eingrenzung des Materialauftrags möglich sind. Schließlich ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung wartungsarm und kostengünstig herstellbar.
Eine Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die zweite Walze an ihrer Oberfläche
Bürsten, Lamellen, Stacheln und/oder Noppen aufweist.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß die erste Walze zumindest teilweise in einem Behälter
mit dem aufzutragenden Stoff angeordnet ist.
Es ist weiterhin vorteilhaft, daß im Bereich der ersten Walze eine Abstreifvorrichtung für den
aufzutragenden Stoff vorgesehen ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die zweite Walze mit Ausnahme des
Bereiches, in dem die zweite Walze mit mit dem von der ersten Walze aufgenommenen Stoff in
Kontakt steht, eine sich um die zweite Walze erstreckende Abdeckung aufweist.
Es ist auch erfindungsgemäß, daß die Abdeckung aus einem Unterteil und einem Oberteil
besteht.
Zweckmäßig ist auch, daß das Oberteil oberhalb des Bereiches, in dem die zweite Walze mit
mit dem von der ersten Walze aufgenommenen Stoff in Kontakt steht, sich tangential von der
zweiten zur ersten Walze hin erstreckt.
Eine andere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß eine dritte Walze unter Spaltbildung
neben der ersten Walze angeordnet ist und daß oberhalb des Spaltes ein Reservoir an
aufzutragendem Stoff angeordnet ist.
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Tm Rahmen der Erfindung liegt auch, daß an der dritten Walze eine Abstreifvorrichtung
vorgesehen ist.
Vorteilhaft ist weiterhin , daß die erste, die zweite und die dritte Wake eine gleiche
Drehrichtung haben.
Erfindungsgemäß ist auch, daß eine Transportvorrichtung für die zu beschichtenden Teile
vorgesehen ist.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß in dem Bereich, in dem der
aufzutragende Stoff auf das zu beschichtende Teil aufgespritzt wird, die Transportvorrichtung
unterbrochen ist und daß dort ein Auffangbehälter fur den aufzutragenden Stoff vorgesehen ist.
Schließlich ist es zweckmäßig, daß Mittel zum Rückführen des aufzutragenden Stoffs in den
Behälter bzw. in das Reservoir vorgesehen sind.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Ausbildung der Erfindung mit zwei Walzen,
Fig. 2 eine Ausbildung der Erfindung mit drei Walzen.
Die Vorrichtung besteht, wie in Fig. 1 dargestellt, aus einer ersten Walze 2, deren Oberfläche
so ausgebildet ist, daß sie den aufzutragenden Stoff aufnehmen kann. Die Aufnahme des
aufzutragenden Stoffs kann dadurch erfolgen, daß die erste Walze 2 teilweise in einem
Behälter 10 mit dem aufzutragenden Stoff angeordnet ist. Es ist hierbei zweckmäßig, daß eine
Abstreifvorrichtung 11 vorgesehen ist, die überschüssige Mengen an aufzutragendem Stoff von
der ersten Walze 2 abstreift, um eine gleichmäßige Dosierung zu erhalten. Mit dem von der
ersten Walze 2 aufgenommenen Stoff ist eine zweite Walze 3 in Kontakt, die mit Bürsten,
Lamellen, Stacheln oder Noppen versehen ist, und durch die der auf die erste Walze 2
aufgetragene Stoff abgebürstet und tangential von der zweiten Walze 3 auf das zu
beschichtende Teil 8 geschleudert wird. Der Abstand zwischen der ersten und der zweiten
Walze 2, 3 ist in Abhängigkeit von der Viskosität, der Konsistenz und der gewünschten
Auftragsmenge zu wählen. Die Drehzahl, mit der die zweite Walze 3 betrieben wird, ist dabei
in Abhängigkeit vom aufzutragenden Stoff so zu wählen, daß ein möglichst spitzer Spritzkegel
entsteht. Um die Schleudergeschwindigkeit zu erhöhen, kann zusätzlich in dem Bereich, in dem
die zweite Walze 3 mit dem von der ersten Walze 2 aufgenommenen Stoff in Kontakt steht, ein
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stabformiges Element vorgesehen sein, das die Bürsten, Lamellen etc. nach oben biegt und
nach dessen Passieren die Bürsten, Lamellen etc. in ihre Ausgangsstellung zurückklappen,
wobei durch die Vorspannung der Bürsten, Lamellen etc. eine weitere Beschleunigung des
aufzutragenden Stoffe erreicht wird.
Um die zweite Walze 3 herum ist mit Ausnahme des Bereiches, in dem die zweite Walze 3 mit
dem von der ersten Walze 2 aufgenommenen Stoff in Kontakt steht, eine Abdeckung 5 a, 5b
angeordnet, die vorzugsweise aus einem Unterteil 5a und einem Oberteil 5b besteht. Hierbei ist
es zweckmäßig, daß oberhalb der Achse der zweiten Walze 3 das Oberteil 5b der Abdeckung
sich tangential von der zweiten Walze 3 zur ersten Walze 2 erstreckt. Durch diese Abbdeckung
5 a, 5b kann auf der Bürste vorhandenes überschüssiges Material aufgenommen und tangential
von der zweiten Walze 3 wieder auf die erste Walze 2 rückübertragen und dem Behälter 10
wieder zugeführt werden. Durch die zweiteilige Ausführung kann durch Verlagern des
Unterteils 5a der Abdeckung der Spritzkegel verändert werden, beispielsweise ein Teil des
Spritzkegels abgeschieden und damit die Auftragsmenge zusätzlich dosiert werden, ohne daß
im Bereich des Oberteils 5b der Abdeckung sich Veränderungen ergeben oder Spritzverluste
auftreten.
Das zu beschichtende Teil 8 wird vorzugsweise auf einem Transportband 6, 7 durch den
Spritzkegel geführt, wobei das Transportband 6, 7 zweckmäßigerweise in eine Zuführband
und ein Abzugsband 7 aufgeteilt ist und der Spritzkegel in den Zwischenraum zwischen
Zuführband 6 und Abzugsband 7 zielt. In diesem Zwischenraum ist ein Auffangbehälter 9
angeordnet, in den zwischen zwei zu beschichtenden Teilen 8 der aufzutragende Stoff
geschleudert wird. Aus dem Auffangbehälter wird der aufzutragende Stoff wieder in den
Vorratsbehälter 10 zurückgeführt.
Bei der aus Fig. 2 ersichtlichen Variante ist eine dritte Walze 1 vorgesehen, die unter
Spaltbildung neben der ersten Walze 2 angeordnet ist. Diese dritte Walze 1 bildet mit der
zweiten Walze 2 oberhalb des Spaltes ein Reservoir an aufzutragendem Stoff, wobei die
Menge des auf die zweite Walze 2 aufgetragenen Stoffs durch die Spaltbreite bestimmt wird.
Die dritte Walze 1 weist eine Abstreifvorrichtung 4 auf, die den aufzutragenden Stoff in dem
Reservoir hält.
In Fig. 2 ist zusätzlich dargestellt, daß unterhalb des Oberteils 5b der Abdeckung noch eine
weitere Abdeckung angeordnet sein kann, die ein Herunterfallen von aufzutragendem Material
in den Kontaktbereich zwischen der ersten und der zweiten Walze 2, 3 verhindert.
Die Drehrichtung aller Walzen 1, 2, 3 ist vorzugsweise gleich.
Claims (13)
- Viel &VdelEuropean Patent Attorneys * Mandataires agrees äupres de l'Ofßce Europeen des Brevets European Trademark Attorneys * Mandataires en Marques EuropeennesGeorg Viel, Diplom-IngenieurWalter Rauch Christof Viel, Ingenieur diplöme E.H.I.C.S.WoMskautStr. 30 Thilo Wieske, Diplom-IngenieurPostfach (P.O. Box) 65 04 03 66440 Blieskastel D-66143 SaarbrückenWeinbergweg 15 D-66119 SaarbrückenTelefon: -H-49-(0)681-58 59 59 Telefax: ++49-(0)681-58 59 81 eMail: saarpatent@t-online.de9397/18.9.1997SCHUTZANSPRUCHE1. Vorrichtung zum Beschichten von Teilen mit flüssigen, pastösen, thixotropen und faser- oder partikelhaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Walze (2) vorgesehen ist, die an ihrer Oberfläche den aufzutragenden Stoff aufiiehmen kann, und daß eine zweite Walze (3) vorgesehen ist, die so angeordnet ist, daß sie mit dem von der ersten Walze (2) aufgenommenen Stoff an mindestens einem Punkt in Kontakt ist und deren Oberfläche so ausgebildet ist, daß bei drehenden Walzen (2, 3) die zweite Walze (3) den aufzutragenden Stoff von der ersten Walze (2) im wesentlichen abstreift und den aufzutragenden Stoff auf das zu beschichtende Teil (8) aufspritzt.
- 2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Walze (3) an ihrer Oberfläche Bürsten, Lamellen, Stacheln und/oder Noppen aufweist.
- 3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Walze (2) zumindest teilweise in einem Behälter (10) mit dem aufzutragenden Stoff angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der ersten Walze (2) eine Abstreifvorrichtung (11) fur den aufzutragenden Stoff vorgesehen ist.Ust.-Id.-Nr. DE Sl 21 16 997Vereinigte Volksbanken Saarbrücken/St Ihgbert (BLZ 591 901 00) Nr. 11 39 78 00 07 Deutsche Bank Saar (BLZ 590 700 70) Nr. 0 742 700Patentanwälte #· J J · J J "&iacgr; * "I IVIEL&VIEL 2 9397/18.9.97European Patent Attorneys
- 5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Walze (3) mit Ausnahme des Bereiches, in dem die zweite Walze (3) mit dem aufzutragenden Stoff in Kontakt steht, eine sich um die zweite Walze (3) erstreckende Abdeckung (5a, 5b) aufweist.
- 6. Vorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (5a, 5b) aus einem Unterteil (5 a) und einem Oberteil (5b) besteht.
- 7. Vorrichtung gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (5b) oberhalb des Bereiches, in dem die zweite Walze (3) mit dem aufzutragenden StofFin Kontakt steht, sich tangential von der zweiten (3) zur ersten Walze (2) hin erstreckt.
- 8. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Walze (1) unter Spaltbildung neben der ersten Walze (2) angeordnet ist und daß oberhalb des Spaltes ein Reservoir an aufzutragendem Stoff angeordnet ist.
- 9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der dritten Walze (1) eine Abstreifvorrichtung (4) vorgesehen ist.
- 10. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste, die zweite und die dritte Walze (2, 3, 1) eine gleiche Drehrichtung haben.
- 11. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Transportvorrichtung (6, 7) für die zu beschichtenden Teile (8) vorgesehen ist.
- 12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bereich, in dem der aufzutragende Stoff auf das zu beschichtende Teil aufgespritzt wird, die Transportvorrichtung (6, 7) unterbrochen ist und daß dort ein Auffangbehälter (9) für den aufzutragenden Stoff vorgesehen ist.
- 13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Rückführen des aufzutragenden Stoffs in den Behälter (10) bzw. in das Reservoir vorgesehen sind.
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| DE19828102A1 (de) | 1999-03-25 |
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