DE29715900U1 - Auslöseeinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter - Google Patents
Auslöseeinrichtung für einen elektrischen LeistungsschalterInfo
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Description
GR 97 G 4141 DE
Beschreibung
Auslöseeinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter
Die Erfindung bezieht sich auf eine Auslöseeinrichtung für einen ein- oder mehrpoligen, durch einen Schalterantrieb antreibbaren
und eine mechanische oder hydraulische Verriegelungseinrichtung zur Verriegelung des Schalterantriebs aufweisenden
Leistungsschalter mit wenigstens einem elektrisch antreibbaren und im Zuge seiner Bewegung eine Klinke oder ein
Hydraulikventil betätigenden Auslöser.
Eine solche Auslöseeinrichtung ist beispielsweise aus der DE-OS 195 29 013 bekannt. Dort ist ein Verfahren zur Überprüfung
des zeitlichen Verlaufs der Bewegung einer solchen Auslöseeinrichtung beschrieben.
Die zeitliche Abfolge bei einer Schalthandlung eines Leistungsschalters sieht vor, daß zunächst ein Schaltbefehl,
das heißt ein Einschalt- oder Ausschaltbefehl abgegeben und von der Auslöseeinrichtung aufgenommen wird. Daraufhin wird
der Auslöser elektrisch angetrieben und dieser betätigt nach Durchlaufen eines bestimmten Weges eine Klinke oder ein
Hydraulikventil, die oder das den Schalterantrieb freigibt.
Daraufhin beschleunigt der Schalterantrieb wenigstens einen Kontakt innerhalb des Leistungsschalters zum Ein- oder Ausschalten
desselben.
Zwischen der Abgabe des Schaltbefehls und der galvanischen
Trennung oder Kontaktgabe der Kontakte des Leistungsschalters vergeht eine bestimmte Zeit, die Schaltereigenzeit genannt
wird. Diese hängt außer von einigen Umgebungsparametern, wie
beispielsweise der Temperatur, dem Alter des Schalters und der durch den Schalterantrieb zur Verfügung gestellten Energie
auch von der Ansprechzeit der Auslöseeinrichtung ab, das
GR 97 G 4141 DE
heißt von der Zeit, die der Auslöser vom Beginn seiner Beschleunigung
bis zur Betätigung der Klinke benötigt.
Bei mehrpoligen Leistungsschaltern besteht das Problem, daß möglichst alle Pole gleichzeitig oder in einer bestimmten
vorgegebenen zeitlichen Abfolge schalten sollen. Da jeder Schalterpol jedoch eine eigene Schaltereigenzeit hat, die
sich von der Schaltereigenzeit anderer Pole unterscheiden kann, wird versucht, bestimmte Parameter so einzustellen, daß
die Schaltereigenzeiten der unterschiedlichen Pole sich wunschgemäß ergeben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Auslöseeinrichtung der eingangs genannten Art eine mögliehst
einfache und kostengünstige Möglichkeit zu schaffen, die Ansprechzeit der Auslöseeinrichtung einzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß wenigstens
einer der Auslöser zur Einstellung seiner Ansprechzeit ein Ausgleichsmassestück trägt.
Die Erfindung kann sowohl bei einzelnen Polen eines mehrpoligen Leistungsschalters Anwendung finden, wenn diese Pole einzeln
und gesondert angetrieben sind, als auch bei einem einzelnen Schalterpol oder beim gemeinsamen Antrieb mehrerer
Schalterpole, in dem Fall, wenn die Schaltereigenzeit auf einen bestimmten Wert eingestellt werden soll, z.B. um eine
Schaltung synchron zur Netzspannung bzw. zum Netzstrom zu erreichen.
Durch ein Ausgleichsmassestück wird bei gleichbleibenden Bedingungen
des Antriebs des Auslösers die Beschleunigung des Auslösers entsprechend geändert, so daß die Ansprechzeit der
Auslöseeinrichtung sich mit steigender Masse des Ausgleichsmassestücks
verlängert. Unterschiedliche Auslöser, die zu un-
GR 97 G 4141 DE
terschiedlichen Polen eines Schalters gehören, können unterschiedliche
Ausgleichsmassestücke tragen, um die verschiedenen Schaltereigenzeiten der einzelnen Pole aneinander anzugleichen
bzw. so einzurichten, daß eine bestimmte zeitliche Abfolge der Schaltvorgänge in den einzelnen Polen erreicht
wird.
Versuche, die Ansprechzeit einer Auslöseeinrichtung durch Vorsehen einer entsprechend dimensionierten Rückhaltefeder
einzustellen, führten nicht zu optimalen Ergebnissen, da bei derart ausgerüsteten Auslöseeinrichtungen die Auslösekraft
eine zu starke Abhängigkeit von der Höhe der Versorgungsspannung der Auslöserspule zeigte.
Die Erfindung kann sowohl bei Schaltern mit Federspeicherantrieb als auch bei Schaltern mit Hydraulikantrieb Verwendung
finden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Auslöser einen in einer Leiterwicklung bewegbaren Magnetanker
aufweist.
Ein solcher Auslöser ist in einer Leiterwicklung besonders einfach durch Anlegen eines Stroms bewegbar bzw. beschleunig-5
bar.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Auslöser eine Gewindestange zum Befestigen
wenigstens eines Ausgleichsmassestücks aufweist. 30
Auf einer derartigen Gewindestange lassen sich besonders einfach Gewindemuttern mit unterschiedlichen Massen als Ausgleichsmassestücke
befestigen.
GR 97 G 4141 DE
Die Erfindung kann außerdem vorteilhaft dadurch gestaltet sein, daß
verschiedene Auslöser einzelner Pole eines mehrpoligen Leistungsschalters
einzelne, insbesondere unterschiedliche Ausgleichsmassestücke tragen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in einer Zeichnung gezeigt und anschließend beschrieben.
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Dabei zeigt die Figur schematisch eine Auslöseeinrichtung und eine Klinke.
In der Figur ist eine Auslöseeinrichtung dargestellt mit einer Auslösespule 1, die eine stromdurchflossene Wicklung
aufweist und einem Auslöser 3, der einen ferromagnetisehen
Teilstift 2 und einen daran anschließenden, nicht ferromagnetischen
Kunststoffstift 4 oder einen ferromagnetischen Stift mit verringertem Durchmesser aufweist. Es ist eine An-Steuereinrichtung
5 vorgesehen, die nach der Ansteuerung durch eine Schaltersteuerung einen Strom über die Leitung 9
zu der Wicklung der Auslöserspule 1 leitet, so daß der ferromagnetische Stift 2 in die Spule 1 hineingezogen wird und der
nicht feromagnetische Stift 4 die Klinke 7 derart betätigt, daß die Antriebsstange 10 in Richtung des Pfeiles 11 durch
einen nicht näher dargestellten Schalterantrieb beschleunigt werden kann, um eine Kontakteinrichtung eines
Leistungsschalters, insbesondere eines Hochspannungsleistungsschalters zu betätigen.
Ist die Auslöseeinrichtung nicht angesteuert, so sorgt die Druckfeder 12 dafür, daß die Klinke 7 in dem in der Figur
dargestellten Zustand bleibt, so daß die Stange 10 verriegelt ist.
GR 97 G 4141 DE
Um die Klinke 7 weit genug zu drehen, so daß die Verklinkung gelöst wird, ist es notwendig, daß der Auslöser 3 eine bestimmte
Mindeststrecke in Richtung des Pfeiles 6 zurücklegt. Der Auslöser 3 wird durch das Magnetfeld in der Spule 1 gegen
die Kraft der Rückstellfeder 8 beschleunigt.
Am Ende des Auslösers ist eine Gewindestange 13 befestigt, die eine oder mehrere Gewindemuttern 14 trägt, die jeweils
Ausgleichsmassestücke zur Erhöhung der Gesamtmasse des Auslösers darstellen, um eine bestimmte Ansprechzeit der Auslöseeinrichtung
zu erzielen.
Hierdurch kann eine bestimmte, im Einzelfall gewünschte Schaltereigenzeit eingestellt werden.
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Claims (4)
1. Auslöseeinrichtung für einen ein- oder mehrpoligen, durch einen Schalterantrieb antreibbaren und eine mechanische oder
hydraulische Verriegelungseinrichtung (7,10) zur Verriegelung des Schalterantriebs aufweisenden Leistungsschalter mit
wenigstens einem elektrisch antreibbaren und im Zuge seiner Bewegung eine Klinke (7), der ein Hydraulikventil betätigenden
Auslöser (3),
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Auslöser (3) zur Einstellung seiner Ansprechzeit ein Ausgleichsmassestück (14) trägt.
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Auslöser (3) zur Einstellung seiner Ansprechzeit ein Ausgleichsmassestück (14) trägt.
2. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser (3) einen in einer Leiterwicklung bewegbaren
Magnetanker aufweist.
3. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser (3)eine Gewindestange (13) zum Befestigen wenigstens
eines Ausgleichsmassestücks (14) aufweist.
4. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgen-5 den,
dadurch gekennzeichnet, daß verschiedene Auslöser (3) einzelner Pole eines mehrpoligen
Leistungsschalters einzelne, insbesondere unterschiedliche Ausgleichsmassestücke (14) tragen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715900U DE29715900U1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Auslöseeinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715900U DE29715900U1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Auslöseeinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29715900U1 true DE29715900U1 (de) | 1997-11-06 |
Family
ID=8045546
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29715900U Expired - Lifetime DE29715900U1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Auslöseeinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29715900U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006128775A1 (de) * | 2005-06-03 | 2006-12-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Elektromagnetische antriebseinrichtung |
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| DE102014213509A1 (de) | 2014-07-11 | 2016-01-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Auslöseeinrichtung für ein elektrisches Schaltgerät |
| DE102016200587A1 (de) | 2016-01-19 | 2017-07-20 | Siemens Aktiengesellschaft | Auslöseeinrichtung für ein elektrisches Schaltgerät sowie Einstellverfahren |
-
1997
- 1997-08-29 DE DE29715900U patent/DE29715900U1/de not_active Expired - Lifetime
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| WO2006128775A1 (de) * | 2005-06-03 | 2006-12-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Elektromagnetische antriebseinrichtung |
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| RU2613329C2 (ru) * | 2011-12-02 | 2017-03-16 | Сименс Акциенгезелльшафт | Устройство защитного отключения коммутационного прибора |
| DE102014213509A1 (de) | 2014-07-11 | 2016-01-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Auslöseeinrichtung für ein elektrisches Schaltgerät |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19971218 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20001219 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031105 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20051104 |
|
| R071 | Expiry of right |