DE29711130U1 - Mehrwegeventil - Google Patents
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- F15B13/00—Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
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- F15B13/042—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors for use with a single servomotor operated by fluid pressure
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Description
G 17 954 - lehö 10.06.1997
Die Erfindung betrifft ein Mehrwegeventil, mit einem
Ventilgehäuse, mit einer in dem Ventilgehäuse angeordneten
Schieberaufnahme, in der sich ein zwischen verschiedenen Steuerstellungen bewegbarer Venti1schieber befindet, der
die Verbindung zwischen mit der Schieberaufnahme kommunizierenden
Venti1 kanal en steuert, unter denen sich wenigstens
ein mit einem Verbraucher verbindbarer Arbeitskanal und ein Entlastungskanal befinden, wobei der Ventilschieber
in mindestens eine Entlastungsstellung bewegbar
ist, in der er eine Verbindung zwischen dem Arbeitskanal
und dem Entlastungskanal ermöglicht, und mit einem in dem
Ventilgehäuse angeordneten, zwischen dem Arbeitskanal und
dem Entlastungskanal wirksamen Rückschlagventil, das in
der Lage ist, eine Fluidströmung vom Arbeitskanal zum Entlastungskanal
zuzulassen und in Gegenrichtung zu verhindern,
und das zu diesem Zweck eine Sperrgliedanordnung aufweist, die zwischen einer einen Verbindungsbereich
zwischen Arbeitskanal und Entlastungskanal verschließenden
Sperrstellung und einer den Verbindungsbereich freigebenden
Freigabestellung bewegbar ist.
Ein Mehrwegeventil dieser Art geht beispielsweise aus der
EP O 590 339 Bl hervor. Dieses verfügt über ein Ventilgehäuse mit einem in einer Schieberaufnahme angeordneten
Venti1 schieber, der in eine Entlastungsstellung bewegbar
ist, in der ein mit einem Verbraucher verbundener Arbeitskanal mit einem Entlastungskanal kommuniziert, der bei
pneumatischen Anwendungen von einem Entlüftungskanal
gebildet ist. Somit kann vom Verbraucher Druckmedium,
beispielsweise Druckluft, zurückströmen und über das Mehrwegeventil
zu einer Drucksenke, beispielsweise zur Atmosphäre,
abströmen.
Häufig ist eine größere Anzahl von Mehrwegeventilen gemeinsam
an einen Abführkanal angeschlossen, über den das zurückströmende Druckmedium abgeführt wird. Dabei kann
unter ungünstigen Bedingungen ein Rückstaudruck auftreten, der sich in den Entlastungskanal der angeschlossenen Mehrwegeventile
fortsetzt und zu unkontrollierten Rückströmungen
zum angeschlossenen Verbraucher führt. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, ist in das Ventilgehäuse
ein Rückschlagventil integriert, das zwischen den Entlastungskanal
und den Arbeitskanal zwischengeschaltet ist und eine Fluidströmung vom Entlastungskanal zum Arbeitskanal
verhindert. Allerdings hat die bekannte Bauform eine nachteilige Vergrößerung des Venti1 gehäuses zur Folge, da
das Rückschlagventil von einer das Ventilgehäuse durch-
setzenden Schraube getragen wird, die seitlich versetzt zur Schieberaufnahme verläuft.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Mehrwegeventil mit integriertem Rückschlagventil zu schaffen,
das eine kompaktere Bauweise ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß im Bereich des mit dem Entlastungskanal kommunizierenden Abströmabschnittes
der Schieberaufnahme ein koaxial zum Ventilschieber gehäusesei tig angeordneter Rohrkörper vorgesehen
ist, dessen Wandung von einer den Verbindungsbereich definierenden
Lochanordnung radial durchsetzt ist, der im Bereich des Außenumfanges des Rohrkörpers eine Sperrgliedanordnung
zugeordnet ist, die in der Sperrstellung unter überdeckung der Lochanordnung am Rohrkörper anliegt und in
der Freigabestellung unter mindestens teilweiser Freigabe
der Lochanordnung wenigstens teilweise vom Rohrkörper abgehoben ist.
Auf diese Weise läßt sich ein äußerst platzsparendes Rückschlagventil
realisieren, das sehr kompakte Gesamtabmessungen des Venti1 gehäuses erlaubt. Das Rückschlagventil
sitzt an einem im Bereich der Schieberaufnahme angeordneten
Rohrkörper, der infolge der koaxialen Anordnung keine oder zumindest nur eine geringe Vergrößerung des
Durchmessers der Schieberaufnahme erforderlich macht. Die
Lochanordnung ist am Außenumfang des Rohrkörpers von einer Sperrgliedanordnung abgedeckt, die bei sich in Entlastungsstellung
befindlichem Venti1schieber durch den
dann radial innen anstehenden Druck des Arbeitskanals
abgehoben werden kann und ein ungestörtes Abströmen des Druckmediums in den Entlastungskanal erlaubt. Ist hingegen
der die Sperrgliedanordnung von radial außen her beaufschlagende
Druck des Entlastungskanals größer als der
Druck des Arbeitskanals, wird die Sperrgliedanordnung in
die Sperrstellung gedruckt und eine unerwünschte Fluidrückströmung
verhindert. Da im Ventilgehäuse keine zusätzliche
separate Bohrung zur Aufnahme des Rückschlagventils erforderlich ist, ergibt sich ein einfacher Aufbau
und die Möglichkeit einer kostengünstigen Herstellung
durch spanlose Fertigungsverfahren.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchen hervor. Es wäre prinzipiell möglich, den
Rohrkörper als integralen Bestandteil des Venti1 gehäuses auszuführen. Herstellungstechnisch einfacher, auch im
Hinblick auf die Montage der Sperrgliedanordnung, ist
jedoch eine bezüglich des Venti1 gehäuses separate Ausführung, wobei der Rohrkörper beispielsweise im Rahmen der
Montage von Dichtungseinheiten eingesetzt werden kann, die
zur Zusammenarbeit mit dem Venti1 schieber vorgesehen sind,
um die verschiedenen Steuerstellungen zu definieren.
Die Sperrgliedanordnung enthält zweckmäßigerweise ein oder
mehrere ring- oder manschettenartige Sperrglieder, die den
Rohrkörper koaxial umschließen. Das Sperrglied kann eine ringförmige Haltepartie aufweisen, mit aer es bezüglich
des Gehäuses und/oder des Rohrkörpers festgelegt ist, wobei es einen von dem Halteabschnitt wegragenden
manschettenähnlichen Abdeckabschnitt aufweist, der radial
verformbar ist, um das Umschalten zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung zu ermöglichen. Vor
allem in diesem Zusammenhang ist es besonders kostengünstig, das Sperrglied als einstückiges Bauteil auszuführen,
das zweckmäßigerweise aus Material mit gummielastischen Eigenschaften besteht.
Um einen ausreichenden Fluiddurchsatz zu gewährleisten,
kann die Lochanordnung eine praktisch beliebige Anzahl einzelner Löcher aufweisen, die in geeigneter Verteilung
in die Wandung des Rohrkörpers eingebracht sind. Speziell bei ring- oder manschettenartiger Ausbildung des Sperrgliedes
kann es empfehlenswert sein, die diesem Sperrglied
zugeordneten Löcher entlang einer Kreislinie über den Umfang des Rohrkörpers verteilt anzuordnen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt einer bevorzugten Bauform des
erfindungsgemäßen Mehrwegeventils im Längsschnitt
und
Fig. 2 den in Fig. 1 markierten Ausschnitt II in vergrößerter Darstellung, wobei unterhalb der
Mittellinie ein in Entlastungsstellung befindlicher
Venti1 schieber dargestellt ist und oberhalb der Mittellinie eine Zwischenstellung des
Venti1schi ebers.
Die Zeichnung zeigt ein Mehrwegeventi1I5 das als 5/2-Wegeventil
ausgeführt ist. Es verfügt über ein Ventilgehäuse 2, in dem eine längliche und im wesentlichen zylinderähnlich
gestaltete Schieberaufnahme 3 ausgebildet ist. In der Schieberaufnahme 3 sitzt koaxial ein länglicher
Venti1 schieber 4, der in Richtung der Längsachse 5 zwischen verschiedenen Stellungen bewegbar ist, die als
Steuerstellungen bezeichnet seien.
Zur Betätigung des Ventilschiebers 4 ist seinen beiden
axialen Endbereichen jeweils eine Beaufschlagungsfläche 6
zugeordnet, die unmittelbar am Venti1schieber 4 selbst
oder, wie strichtpunktiert angedeutet, an einem mit dem
Venti1 schieber 4 zusammenarbeitenden Stellkolben 7 vorgesehen
sein kann. Die beiden Stellkolben 7 befinden sich in den einander entgegengesetzten Endabschnitten der
Schieberaufnahme 3.
Um den Venti1schieber 4 zu verlagern, wird über nicht
näher dargestellte elektromagnetische Vorsteuerventile und
in die Schieberaufnahme 3 mündende Steuerkanäle 8 ein
Betätigungsf1uid zugeführt, das auf die zugeordnete Beaufschlagungsfläche
6 einwirkt, so daß der Venti1 schieber 4 zur jeweils entgegengesetzten Seite verlagert wird.
Beim Ausführungsbeispiel ist das Ventilgehäuse 2 mehrteilig
ausgeführt und enthält ein Mittelteil 12, das an entgegengesetzten Stirnseiten von jeweils einem Abschlußteil
13, 13' flankiert ist. Die Abschlußteile 13, 13' sind
lösbar angeordnet und können zur Montage der in der Schieberaufnahme 3 anzuordnenden Bestandteile des Ventils
abgenommen werden.
Die Schieberaufnahme 3 kommuniziert mit mehreren im
Ventilgehäuse 2 verlaufenden Venti1 kanal en 14, die umfangsseitig
in axial beabstandet zueinander angeordneten Abschnitten der Schieberaufnahme 3 einmünden. Beim Ausführungsbeispiel
ist ein Ventilkanal 14 als Entlastungskanal R ausgeführt, der in einen Abströmabschnitt 15 der
Schieberaufnahme 3 mündet.
Der Abströmabschnitt 15 ist axial beidseits von jeweils
einem Zwischenabschnitt 16, 16' der Schieberaufnahme 3
flankiert, der mit einem als Arbeitskanal A, B ausgebildeten Ventilkanal 14 kommuniziert. Die beiden Arbeitskanäle
A, B sind über nicht näher dargestellte Druckmittelleitungen
mit einem oder mehreren Verbrauchern verbindbar, beispielsweise mit einem f1uidbetätigten Antrieb
wie Arbei tszyli nder.
Auf der dem Abströmabschnitt 15 entgegengesetzten Axialseite
jedes Zwischenabschnittes 16, 16' schließt sich noch
ein Zuströmabschnitt 17, 17' der Schieberaufnahme 3 an,
der jeweils mit einem als Speisekanal P,, P2 ausgeführten
Ventilkanal 14 kommuniziert. Jeder Speisekanal P,, &Rgr;?
steht mit einer nicht näher dargestellten fluidischen
Druckquelle in Verbindung, bei der es sich vorliegend um
eine Druckluftquelle handelt, da es sich vorzugsweise um
ein pneumatisches Mehrwegeventil 1 handelt. Der Entlastungskanal
R ist daher ein Entlüftungskanal.
Jeder der fünf vorerwähnten Abschnitte 15, 16, 16', 17,
17' der Schieberaufnahme 3 ist axial beidseits durch eine
ringförmige Dichtungseinheit 18 begrenzt, die den Ventilschieber
4 koaxial umschließen. Beim Ausführungsbeispiel
sind sie patronenähnlich ausgeführt und enthalten einen
aus starrem Material und insbesondere aus Metall bestehenden, im Querschnitt U-ähnlichen Gehäusering 22, der
mit nach radial innen weisender LJ-'Öffnung in die Schieberaufnahme
3 eingesetzt und insbesondere ohne zwischengefügte Dichtung im Preßsitz am Innenumfang der Schieberaufnahme
3 festgelegt ist. Jeder Gehäusering 22 nimmt ein aus Dichtmaterial bestehendes ringförmiges Dichtelement
auf, das in der Lage ist, unter Abdichtung mit dem Außenumfang zylindrischer Steuerabschnitte 24 des Ventilschiebers
4 zusammenzuarbeiten, die durch überströmabschnitte
25 voneinander getrennt sind, welche z.B. in Gestalt nutähnlicher Einschnürungen ausgeführt sind. Der
Ventlisch leber 4 kann somit selbst dichtungslos ausgeführt
werden.
Es versteht sich, daß die Anordnung auch umgekehrt getroffen sein kann, so daß der Venti1 schieber 4 über ringförmige
Dichtungseinheiten beliebiger Art verfügt, die mit
beidseits der Abschnitte 15, 16, 16', 17, 17' angeordneten
gehäusefesten Steuerflächen zusammenarbeiten.
In der Fig. 1 wie auch in Fig. 2 oberhalb der Mittellinie ist eine Zwischenstellung gezeigt, bei der sowohl die
Zwischenabschnitte 16, 16' als auch die Zuströmabschnitte
17, 17' durch Zusammenwirken der Steuerabschnitte 24 mit
Dichtungseinheiten 18 axial beidseits vollständig abgesperrt
sind. Bei einem Ventil in 5/3-Wege-Ausführung
könnte die Zwischenstellung eine stabile Neutralstel1ung
sein. Beim Ausführungsbeispiel stellt sie nur einen
Zwischenzustand beim Umschalten zwischen den beiden möglichen Steuerstellungen dar, in denen der Ventilschieber
4 jeweils eine von zwei möglichen axialen Endlagen einnimmt.
In Fig. 2 ist unterhalb der Mittellinie eine Steuerstellung
gezeigt, bei der der Ventilschieber 4 in die linke Endstellung
verlagert ist. Dabei ist der linke Speisekanal P, weiterhin vom benachbarten Arbeitskanal A abgesperrt, der
seinerseits über eine freigegebene Überströmzone 2 6 mit dem benachbarten Abströmabschnitt 15 kommuniziert. Die
Überströmzone 26 ergibt sich dadurch, daß die zwischen dem
Zwischenabschnitt 16 und dem Abströmabschnitt 15 liegende
Dichtungseinheit 18 außer Funktion ist, da ihr radial
innen ein überströmabschnitt 25 gegenüberliegt und eine
ringförmige Überströmzone 26 entsteht. Bei der gezeigten 5/2-Wege-Ausführung hat die Entlastungsstellung des
Venti1schiebers 4 gleichzeitig auch eine Arbeitsstellung
in bezug auf den anderen Speisekanal P? und den anderen
Arbeitskanal B zur Folge. Der auf der anderen Seite des
Abströmabschnittes 15 liegende Steuerabschnitt 24, 24'
arbeitet dichtend mit der zugeordneten Dichtungseinheit
18, 18' zusammen, so daß der Arbeitskanal B vom Entlastungskanal
R abgesperrt ist und statt dessen mit dem
zweiten Speisekanal P2 in Verbindung steht. Auf diese
Weise kann abwechselnd dem jeweils einen Arbeitskanal Druckmedium zugeführt werden, während gleichzeitig der
andere Arbeitskanal zum Entlastungskanal R entlüftet wird.
Der Venti1 schieber 4 kann also wahlweise in eine Entlastungsstellung
bezüglich des Arbeitskanals A oder des
Arbeitskanals B verfahren werden, wobei dann gleichzeitig
bezüglich des jeweils anderen Arbeitskanals B, A eine
Arbeitsstellung vorliegt, indem dieser mit dem zugeordneten
Speisekanal P, bzw. P2 verbunden ist.
In der Arbeitsstellung wird dem betroffenen Arbeitskanal
unter Druck stehendes Fluid zur Betätigung des angeschlossenen
Verbrauchers zugeführt. In der Entlastungsstellung kann dieses Fluid vom Verbraucher durch das Mehrwegeventil
1 hindurch zur Drucksenke zurückströmen, wobei es einen durch Pfeile 27 angedeuteten Strömungsweg über
den Arbeitskanal A, den zugeordneten Zwischenabschnitt 16,
die freigegebene Überströmzone 26 und den darauffolgenden
Abströmabschnitt 15 zum Entlastungskanal R zurücklegt.
Das beispielsgemäße Mehrwegeventil 1 ist so konzipiert,
daß es mit mehreren gleichartigen Mehrwegeventilen 1 zu
einer batterieartigen Anordnung zusammengefaßt werden
kann, bei der die Mehrwegeventile 1 Seite an Seite aneinandergesetzt
sind. Der Entlastungskanal R und die Speisekanäle
Pp ?2 durchziehen dann die gesamte Ventilanordnung
und bilden ein gemeinsames Kanal system zur Zufuhr und Abfuhr des Druckmediums. Dabei kann es unter Umständen
geschehen, daß sich in dem Entlastungskanal R ein Rückstau
bildet, der sich bei in der Entlastungsstellung befindlichem
Venti1schieber in den zugeordneten Arbeitskanal
auswirkt und Fehlfunktionen im angeschlossenen Verbraucher
verursachen kann. Um dies auszuschließen, ist in das Ventilgehäuse
2 ein allgemein mit 28 bezeichnetes Rückschlagventil integriert, das zwischen den Entlastungskanal R und
den jeweiligen Arbeitskanal A, B zwischengeschaltet ist.
Sein Aufbau versetzt es in die Lage, eine Fluidströmung
vom jeweiligen Arbeitskanal A, B zum Entlastungskanal R zuzulassen, in entgegengesetzter Richtung jedoch zu verhindern.
Dadurch sind die erwähnten Fehlfunktionen ausgeschlossen,
da eine saubere Drucktrennung stattfindet.
Die gewählte Ausgestaltung des Rückschlagventils 28 hat
den weiteren Vorteil, daß sie auf Grund ihrer einfachen Herstellung und platzsparenden Ausführung die Realisierung
eines kostengünstigen und kompakten Venti1 gehäuses zuläßt.
Im einzelnen enthält das Rückschlagventil 2 einen Rohrkörper
32, der koaxial zum Venti1schieber 4 angeordnet und
im Bereich des Abströmabschnittes 15 in der Schieberaufnahme
3 plaziert ist. Er wird vom Venti1schieber 4 koaxial
durchsetzt, den er somit über einen Abschnitt seiner Länge koaxial umschließt.
Der gehäusesei tig angeordnete Rohrkörper 32 ist zweckmäßigerweise
als bezüglich des Venti1 gehäuses separates Bauteil ausgeführt und kann in leichtem Preßsitz oder
durch andere Befestigungsmaßnahmen axial unbeweglich gehäusefest
fixiert sein. Der Rohrkörper 32 kann ein Kunststoffteil, vorzugsweise aber ein Metallteil sein.
Bei geschlossener Wandung des Rohrkörpers 32 läge eine
völlige fluidische Abtrennung zwischen dem radial außerhalb der Wandung 34 befindlichen Entlastungskanal R und
dem radial innerhalb der Wandung 34 liegenden Abströmabschnitt 15 vor. Der Rohrkörper 32 überspannt bzw. durchsetzt
den Kommunikationsbereich zwischen dem Entlastungskanal
R und dem Abströmabschnitt 15. Indem im Bereich der beiden axialen Endabschnitte des Rohrkörpers 32 zwischen
dessen Wandung 34 und der Innenumfangsf1äche 35 der
Schieberaufnahme 3 eine Dichtungsanordnung 36 zwischengefügt
ist, ist es dem Druckmedium unmöglich, den Rohrkörper 32 ungewollt zu passieren.
Um nun die zur Entlastung nötige Rückströmung 27 zu
ermöglichen, ist der Rohrkörper 32 mit einer Lochanordnung
33 versehen, die eine Mehrzahl von Löchern 37 aufweist, die die Wandung 34 radial durchsetzen und somit insgesamt
einen Verbindungsbereich zwischen dem Entlastungskanal R
und dem Abströmabschnitt 15 schaffen. Damit liegt dann gleichzeitig ein Verbindungsbereich zwischen dem Entlastungskanal
R und dem Arbeitskanal A vor, wenn sich der Ventilschieber 4 in der Entlastungsstellung befindet.
Um die gewünschte Rückschlagfunktion zu erhalten, ist der
Lochanordnung 33 im Bereich des Außenumfanges des Rohrkörpers
32 eine Sperrgliedanordnung 38 zugeordnet. Diese nimmt stets dann, wenn der im Abströmabschnitt 15 herrschende
Druck geringer ist als der im Entlastungskanal R
herrschende Druck, die in Fig. 2 oberhalb der Mittellinie gezeigte Sperrstellung ein, in der sie unter überdeckung
der Lochanordnung 33 am Außenumfang 42 des Rohrkörpers 32 anliegt. Dadurch ist es dem Druckmedium unmöglich, aus dem
Entlastungskanal R in den Abströmabschnitt 15 und von dort
bei in der Entlastungsstellung befindlichem Ventilschieber
4 in den kommunizierenden Arbeitskanal zurückzuströmen.
Ist hingegen unmittelbar nach dem Umschalten in die Entlastungsstellung
auf Grund des zurückströmenden Druckmediums der im Abströmabschnitt 15 herrschende Fluiddruck
höher als der im Entlastungskanal R herrschende Druck,
wird die Sperrgliedanordnung 38 durch das über die Lochanordnung
33 von radial innen her auf sie einwirkende Druckmedium in die in Fig. 2 unterhalb der Mittellinie
gezeigte Freigabestellung verbracht, in der sie zumindest
teilweise vom Rohrkörper 32 abgehoben ist und den Fluiddurchgang
durch die Lochanordnung 33 freigibt.
Beim Ausführungsbeispiel umfaßt die Lochanordnung 33 zwei Gruppen von jeweils einer Mehrzahl von Löchern 37, die
eine Art Lochkranz bilden und über den Umfang des Rohrkörpers
32 verteilt auf jeweils einer Umkreislinie angeordnet sind. Die Sperrgliedanordnung 38 enthält zwei
Sperrglieder 43, 43', von denen jeweils eines einer der beiden Gruppen von Löchern 37 zugeordnet ist.
Jedes Sperrglied 43, 43' ist im allgemeinen ringförmig
ausgeführt und hat im besonderen einen manschettenähnlichen Aufbau, wobei es koaxial zum Rohrkörper 32 angeordnet
ist und diesen außen auf gleicher axialer Höhe wie die zugeordnete Gruppe von Löchern 37 konzentrisch umschließt.
Zweckmäßigerweise sind die beiden Sperrglieder 43, 43'
jeweils einstückige Bauteile, die beim Ausführungsbeispiel
aus verformungsfähigem gummi elastischem Material bestehen,
beispielsweise einem Elastomer oder Gummi.
Jedes der Sperrglieder 43, 43' ist am Rohrkörper 32 fixiert. Es verfügt zu diesem Zweck über einen ringförmigen
Halteabschnitt 44, der einen radial nach innen
ragenden, insbesondere ringsumlaufenden Haitevorsprung 45
aufweist, der in eine in den Außenumfang 42 der Wandung 34 eingebrachte umlaufende Haltenut 41 eingreift.
Der Halteabschnitt 44 ist dem einen axialen Endbereich des
jeweiligen Sperrgliedes 43, 43' zugeordnet. Der Haltebereich, in dem der Halteabschnitt 44 am Rohrkörper 32
festgelegt ist, befindet sich auf der einen Axialseite des jeweiligen Kranzes bzw. der jeweiligen Gruppe von Löchern
37. Ausgehend von dem Halteabschnitt 44 erstreckt sich in
axialer Richtung über die zugeordnete Gruppe von Löchern 37 hinweg ein einstückig mit dem Halteabschnitt 44 verbündender
hülsen- oder manschettenähnlicher Abdeckabschnitt 46, der in der Sperrstellung alle zugeordneten
Löcher 37 vollständig überdeckt. Es ist von Vorteil, wenn die Sperrglieder 43, 43' so ausgebildet sind, daß sie auch
im drucklosen Zustand der Ventilkanäle mit einer gewissen radialen Vorspannung auf dem Rohrkörper 32 sitzen. Dadurch
ist auch schon bei geringen Differenzdrücken eine sichere
Sperrfunktion gegeben, weil der Abdeckabschnitt 46 gut
dichtend an den die einzelnen Löcher 37 umgebenden Flächenabschnitten 47 des Außenumfanges 42 anliegt.
Bei Bedarf könnte der Rohrkörper 32 auch so geformt sein, daß im Umfangsbereich der Gruppen einander zugeordneter
Löcher oder der einzelnen Löcher selbst erhabene Ventilsitze angeformt oder auf sonstige Weise angebracht sind,
auf denen in der Sperrstellung der Abdeckabschnitt 46
auf!i egt.
Infolge der axial nur einseitigen Festlegung der Sperrglieder 43, 43' sind die Abdeckabschnitte 46 in der Lage,
bei im Abströmabschnitt 15 herrschendem überdruck zu dem
dem Halteabschnitt 44 axial entgegengesetzten axialen
freien Endbereich 48 hin ringsum entlang des Außenumfanges des Rohrkörpers 42 von der Wandung 34 abzuheben, wie dies
in Fig. 2 unterhalb der Mittellinie dargestellt ist. Der Abdeckabschnitt 46 wird dabei relativ zum Halteabschnitt
elastisch verformt.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Sperrglieder 43, 43' so
angeordnet, daß sich ihre Halteabschnitte 44 auf einander
entgegengesetzten Axialseiten befinden. Dies erleichtert unter anderem die Befestigung der Sperrglieder 43, 43'. So
sind beim Ausführungsbeispiel die Haltevertiefungen 41 so
plaziert, daß sie jeweils radial innerhalb eines Abschnittes der Innenumfangsf1äche 35 aer Schieberaufnahme 3
zu liegen kommen, so daß die Halteabschnitte 44 radial
außen von der Schieberaufnahme 3 axial überlappt werden
und die Haltevorsprünge 45 sicher in den Haltevertiefungen
41 festgelegt sind.
Durch die getroffene Anordnung ergibt sich außerdem bei von der Wandung 34 abgehobenen Abdeckabschnitten 46 eine
Zuströmung des Fluides im etwa axial mittigen Bereich des den Rohrkörper 32 ringförmig umschließenden Abschnittes
des Entlastungskanals R, so daß die Zuströmung des Fluides
nicht von benachbarten Wandflächen des Ventilgehäuses 2
behindert wird.
Es versteht sich, daß anstelle mehrerer Sperrglieder 43, 43' beispielsweise auch nur ein Sperrglied vorhanden sein
könnte.
Durch die bezüglich des Ventilschiebers 4 und der
Schieberaufnahme 3 koaxiale Anordnung des Rückschlagventils
28 kann ein überaus kompakter Aufbau des Ventilgehäuses
2 beibehalten werden. Es erübrigen sich außerdem
zusätzliche Gehäusebohrungen zur Aufnahme des Rückschlagventils. Die Herstel1 kosten sind daher nur unwesentlich
höher als bei einem Ventil ohne Rückschlagventil, und man
hat außerdem die Möglichkeit, das Rückschlagventil 28 ohne
weiteres wegzulassen, wenn es auf Grund einer bestimmten Anwendung nicht benötigt wird. Man kann somit ein und
dasselbe Ventilgehäuse für ein Ventil mit oder ohne
Rückschlagventil verwenden.
Claims (13)
1. Mehrwegeventi1, mit einem Ventilgehäuse (2), mit
einer in dem Ventilgehäuse angeordneten Schieberaufnahme
(3), in der sich ein zwischen verschiedenen Steuerstellungen
bewegbarer Venti1 schieber (4) befindet, der die Verbindung zwischen mit der Schieberaufnahme (3) kommunizierenden
Venti1 kanal en (14) steuert, unter denen sich
wenigstens ein mit einem Verbraucher verbindbarer Arbeitskanal (A, B) und ein Entlastungskanal (R) befinden, wobei
der Venti1schieber (4) in mindestens eine Entlastungsstellung
bewegbar ist, in der er eine Verbindung zwischen einem Arbeitskanal (A, B) und dem Entlastungskanal (R)
ermöglicht, und mit einem in dem Ventilgehäuse (2)
angeordneten, zwischen dem Arbeitskanal (A, B) und dem Entlastungskanal (R) wirksamen Rückschlagventil (28), das
in der Lage ist, eine Fluidströmung vom Arbeitskanal (A,
B) zum Entlastungskanal (R) zuzulassen und in Gegenrichtung zu verhindern, und das zu diesem Zweck eine
Sperrgliedanordnung (38) aufweist, die zwischen einer
einen Verbindungsbereich zwischen Arbeitskanal (A, B) und
Entlastungskanal (R) verschließenden Sperrstellung und
einer den Verbindungsbereich freigebenden Freigabestellung
bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des mit dem Entlastungskanal (R) kommunizierenden Abströmabschnittes
(15) der Schieberaufnahme (3) ein koaxial zum Venti1schieber (4) gehäusesei tig angeordneter Rohrkörper
(32) vorgesehen ist, dessen Wandung (34) von einer den Verbindungsbereich definierenden Lochanordnung (33) radial
durchsetzt ist, der im Bereich des Außenumfanges (42) des Rohrkörpers (32) eine Sperrgliedanordnung (38) zugeordnet
ist, die in der Sperrstellung unter überdeckung der
Lochanordnung (33) am Rohrkörper (32) anliegt und in der Freigabestellung unter mindestens teilweiser Freigabe der
Lochanordnung (33) wenigstens teilweise vom Rohrkörper (32) abgehoben ist.
2. Mehrwegeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrkörper (32) den Venti1schieber (4)
über einen Abschnitt dessen Länge koaxial umschließt.
3. Mehrwegeventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Venti1schieber (4) den Rohrkörper (32)
koaxial durchsetzt.
4. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper (32) ein
bezüglich des Venti1 gehäuses (2) separates Bauteil ist,
5. Mehrwegeventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrkörper (32) im Bereich des Abströmabschnittes (15) zum Ventilgehäuse (2) hin abgedichtet in
der Schieberaufnahme (3) einsitzt.
6. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrgliedanordnung (38)
wenigstens ein ring- oder manschettenartiges Sperrglied (43, 43') aufweist, das den Rohrkörper (32) koaxial umschließt.
7. Mehrwegeventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Rohrkörper (32) mehrere und vorzugsweise zwei Sperrglieder (43, 43') koaxial aufeinanderfolgend
angeordnet sind.
8. Mehrwegeventil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochanordnung (33) eine Mehrzahl von Löchern (37) aufweist und wenigstens einem Sperrglied (43,
43') mehrere über den Umfang des Rohrkörpers (32) verteilt angeordnete Löcher (37) zugeordnet sind.
9. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Sperrglied
(43, 43') über einen ringförmigen Halteabschnitt (44)
rohrkörperfest festgelegt ist und einen von dem Halteabschnitt (44) axial wegragenden manschettenähnlichen
Abdeckabschnitt (46) aufweist, der zum Abheben vom Rohrkörper (32) relativ zum Halteabschnitt (44) radial
verformbar i st.
10. Mehrwegeventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdeckabschnitt (46) den Rohrkörper (32) in der Sperrstellung unter radialer Vorspannung umschließt.
11. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Sperrglied
(43, 43') aus Material mit gummielastischen Eigenschaften
besteht.
12. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Ventilkanal
(14) als mit einer Druckquelle verbindbarer Speisekanal (P,, Pg) ausgebildet ist und der Ventilschieber (4) in
mindestens eine Arbeitsstellung bewegbar ist, in der der
mindestens eine Arbeitskanal (A, B) vom Entlastungskanal
(R) abgetrennt und mit einem Speisekanal (P,, P2) verbunden
i st.
13. Mehrwegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als 5/2-Wegeventi1.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE29711130U DE29711130U1 (de) | 1997-06-26 | 1997-06-26 | Mehrwegeventil |
Publications (1)
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|---|
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1998
- 1998-05-08 DE DE19820563A patent/DE19820563C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2833358A1 (de) * | 1978-07-29 | 1980-02-07 | Demag Ag Mannesmann | Pneumatisches oder hydraulisches steuerventil |
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