DE29711542U1 - Vorrichtung zum Verbinden von armierten Betonteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden von armierten BetonteilenInfo
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Description
PFISTER & PFISTER PATENTANWÄLTE Dipl.-lng. Helmut Pfister
European Patent Attorney
Dipl.-Phys. Stefan Pfister
D-87700 Memmingen/Bayem
. Büro1: Herrenstraße 11
21/1 Telefon 0 83 31 / 2412
Telefax 0 83 31/24 07 Büro 2: Buxacher Straße 9
Telefon 0 8331/65183 Telefax 0 8331/65185
Postgiroamt München 1343 39-805 (BLZ 70010080) Bayer. Vereinsbank Memmingen
2 303 396 (BLZ 731 200 75) USt-Id. Nr. ■ Vat Reg. No. · N° CEE
DE 129 066 032
0 2. JULI 1997
Pfeifer Seil- und Hebetechnik. GmbH & Co. Dr.-Karl-Lenz-Straße 66
87700 Memmingen
"Vorrichtung zum Verbinden von armierten Betonteilen"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von armierten Betonteilen unter Verwendung von Drahtseilen, die
teilweise in das zuerst gefertigte Betonteil eingelassen sind und deren nicht eingelassenen Teile in die Schalung des
anzuschließenden zweiten Betonteils hineinragen.
Es ist bekannt, Betonteile dadurch zu verbinden, daß an der Stoßstelle in das eine Betonteil Drahtseilschlaufen oder
dergleichen eingelassen werden, die dann mit entsprechenden Drahtseilschlaufen eines zweiten Betonteils zusammenwirken.
Wird das zweite Betonteil aus Ortbeton errichtet, ist es auch möglich, die Drahtseilschlaufen in das zweite Betonteil einzubetonieren.
Um die Manipulation mit den Drahtseilschlaufen zu erleichtern,
ist es bekannt, am Schalungsrand eines Betonteils kastenartige Einsätze vorzusehen, die die Drahtseilschlaufen aufnehmen. Nach
der Ausschalung können die Kästen geöffnet werden und die zunächst umgelegten Drahtseilschlaufen gelangen dann in eine
Lage zur Verbindung mit dem benachbarten zweiten Betonteil.
Drahtseilschlaufen der vorstehenden erwähnten Art können sowohl
bei Ortbetonteilen als auch bei Fertigbetonteilen angewandt werden.
Es ist ferner bekannt, Armierungen von Betonteilen im Randbereich derart umzubiegen, daß sie sich innerhalb der Schalung
befinden. Dabei kann beispielsweise ein kastenartiger Einsatz vorgesehen sein, der die umgebogenen Armierungsstäbe aufnimmt.
Nach der Ausschalung und gegebenenfalls der Öffnung der Kästen werden die Armierungsstäbe herausgebogen, so daß eine
Verbindung mit benachbarten Betonteilen möglich ist.
Oft ist es notwendig, im Betonteil Armierungsstäbe zu verwenden, die einen größeren Durchmesser besitzen. Es wächst dann
die Gefahr, daß beim Zurückbiegen die Armierungsstäbe angerissen werden. Auch wird es schwierig bzw. unmöglich die Armierungsstäbe,
wie vorstehend erwähnt, im Randbereich so umzubiegen, daß sich die Enden zunächst innerhalb der Schalung
befinden und erst nach dem Ausschalen aufgebogen werden. Bei Armierungen größeren Durchmessers werden deshalb beispielsweise
in der Schalung Öffnungen vorgesehen, durch die die Armierungsstäbe hindurchragen. Es ist auch bekannt, die Enden
der Armierungsstäbe mit aufgepressten Hülsen zu versehen, die ein Innengewinde aufweisen, so daß entsprechend ausgestaltete
Arraierungsstäbe des benachbarten Betonteils in diese Hülsen
eingeschraubt werden können.
Insgesamt ist jedoch das Verbinden von Armierungsstäben größeren Durchmessers, die nicht oder schwierig umbiegbar sind,
sehr arbeitsaufwendig. Dies gilt sowohl beim Einbringen der Armierung in die Schalung als auch beim Ausschalen und beim
Verbinden benachbarter Betonteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit der es möglich ist, insbesondere Betonteile
mit Armierungen größeren Durchmessers zu verbinden und wobei der Arbeitsaufwand für die Verbindung der Betonteile wesentlich
geringer ist, als bei den bisherigen Methoden.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Gattung. Erfindungsgemäß
wird vorgeschlagen, daß das erste Betonteil eine Armierung aufweist, dessen Stäbe vor dem zweiten Betonteil enden, daß
parallel zu den Armierungsstäben im ersten Betonteil Drahtseilstücke angeordnet sind, für deren freie Enden im ersten Betonteil
Aufnahmeräume oder in der Schalung des ersten Betonteils Durchbrechungen vorgesehen sind. Anstelle der parallelen Anordnung
der Drahtseilstücke, ist auch die Anordnung in Verlängerung der Armierungsstäbe möglich, wenn für eine geeignete
Krafteinleitung in das Drahtseil gesorgt wird.
Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, daß ein Drahtseil wesentlich stärker auf Zug belastbar ist, als ein Armierungsstab
üblicher Stahlqualität. Der Querschnitt des Drahtseilstükkes, das die Zugkräfte vom Armierungsstab übernimmt und
sinngemäß weiterleitet, ist daher wesentlich geringer als der Querschnitt des Armierungsstabes. Dies bedeutet wiederum, daß
das Drahtseilstück hinreichend biegbar bleibt, so daß es keine Schwierigkeiten bereitet, das freie Ende des Drahtseilstücks,
beispielsweise in Aufnahraeräumen in der Schalung des ersten
Betonteils, unterzubringen.
Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung
werden aber auch dann erhalten, wenn für die Drahtseilstücke keine Aufnahmeräume in der Schalung des ersten Betonteils
vorgesehen werden, sondern wenn die Schalung Durchbrechungen aufweist für die freien Enden der Drahtseilstücke. Die für die
Drahtseilstücke notwendigen Bohrungen in der Schalung sind wesentlich kleiner als entsprechende Bohrungen für die
Armierungsstäbe. Da die freien Enden beweglich bleiben, behindern sie das Arbeiten im Bereich dieser Schalungen kaum.
Auch beim Transport von Fertigteilen, ist die leichte Verbiegbarkeit ein wesentlicher Vorteil.
Die Verbindung der freien Enden der Drahtseilstücke im zweiten Betonteil, mit den dort anzuordnenden Armierungsstäben, kann in
gleicher Weise erfolgen, wie in der Schalung des ersten Betonteils. Die Drahtseilstücke liegen dann zum Beispiel ebenfalls
parallel zu den dortigen Armierungsstäben. Die Kraftübertragung kommt dann auch im zweiten Betonteil dadurch zustande,
daß der Beton durch die oberflächlichen Unebenheiten der Drahtseilstücke fest mit diesen verbunden ist (Verbundwirkung),
und eine ähnliche Verankerung erhalten wird, wie durch die Rippenstruktur auf der Oberfläche der üblichen
Armierungsstäbe. Es ist klar, daß die Verankerungslänge der Drahtseilstücke sinngemäß zu bestimmen ist, um ein Ausreißen
auszuschließen. Es ist zwar möglich, zusätzliche Verbindungen zwischen den Drahtseilstücken einerseits und den Enden der
Armierungsstäbe andererseits anzubringen. Notwendig ist dies jedoch nicht.
Im allgemeinen genügt es, wenn je Armierungsstab ein einzelnes Drahtseilstück parallel zum Armierungsstab angeordnet wird. In
besonderen Fällen, bzw. insbesondere bei sehr großen
Durchmessern der Armierungsstäbe kann es sich jedoch empfehlen, mehrere Drahtseilstücke parallel zu einem einzelnen Armierungsstab
anzuordnen. Es ist klar, daß dadurch die Verformbarkeit der dann dünneren Drahtseilstücke verbessert wird.
In weiterer Ausführung der Erfindung sind Aufnahmetaschen im
ersten Betonteil für die freien Enden der Drahtseilstücke vorgesehen. In diese Taschen können zum Beispiel die freien
Enden der Drahtseilstücke eingeschoben werden. Nach dem Ausschalen werden die freien Enden aus diesen Taschen
herausgezogen, um in die erforderliche Lage zur Verbindung mit den Armierungsstäben des zweiten Betonteils gebracht zu werden.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die freien Enden der Drahtseilstücke aufgerollt oder aufgewickelt sein,
wodurch die Hantierbarkeit mit den Drahtseilstücken verbessert wird.
Die Aufnahmeräume werden beispielsweise durch kastenartige Einsätze in der Schalung des ersten Betonteils gebildet. Diese
kastenartige Einsätze sind abgedeckt, um ein Eindringen des flüssigen Betons auszuschließen. Beim Ausschalen werden die
Abdeckungen abgenommen und die freien Drahtseilenden sind dann zugänglich.
Die Aufnahmeräume können auch durch leicht entfernbare Umhüllungen
der freien Enden der Drahtseilstücke gebildet sein. Zum Beispiel können die freien Enden von einer Polystyrolumhüllung
abgedeckt sein, aus der sie nach dem Erhärten des Betons und dem Ausschalen leicht herausgezogen oder herausgebogen werden
können. Die verbliebenen Aufnahmeöffnungen werden beim Erstellen
des zweiten Betonteiles ohne besondere Maßnahme gefüllt.
In aller Regel genügt es bei der Erfindung, wie schon oben ausgeführt, wenn die Drahtseilstücke in hinreichender Länge
parallel zu den Armierungsstäben verlegt werden. In besonderen Fällen kann es angebracht sein, an den Enden der Drahtseilstükke
im ersten Betonteil Verankerungselemente anzuordnen. Solche Verankerungselemente können beipsielsweise durch aufgepresste
Hülsen oder auch durch Schlaufen gebildet werden. Derartige Maßnahmen sind dann angebracht, wenn aus besonderen Gründen die
Abmessungen der Schalung bzw. des Betonteils die Anordnung ausreichender Verankerungslängen nicht zulassen.
Bei einer anderen Variante der Erfindung sind die benützten
Drahtseilstücke gewellt. Eine solche Wellung läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß anstelle einer der Litzen
des Drahtseils ein verhältnismäßig leicht verformbarer Stahlstab benützt wird. Dadurch läßt sich das Drahtseilstück wellen,
ohne daß die aus Drahtseil bestehenden Litzen des Drahtseils in unzulässiger Weise deformiert werden.
Erfindungsgemäß wird, wie oben ausgeführt, das Drahtseilstück
parallel zu den Armierungsstäben im ersten Betonteil angeordnet. Bei hinreichender Einbaulänge des Drahtseils oder
auch unter Verwendung zusätzlicher Verankerungsmittel am Drahtseil wird sich ergeben, daß die von den Armierungsstäben
jeweils übertragene Zugkraft in das Drahtseil weitergeleitet wird. Bei einer Variante der Erfindung wird nun vorgeschlagen,
daß die Drahtseilstücke mindestens an einem Ende mit starren Armierungsstababschnitten fest verbunden sind, wobei sich die
Armierungsstababschnitte parallel zu den Armierungsstäben der Betonteile erstrecken. Die feste Verbindung zwischen den
Armierungsstababschnitten und den Drahtseilstücken kann beispielsweise durch Klemmhülsen erfolgen. Diese Ausführungsforni
der Erfindung ergibt den Vorteil, daß die Verbindung des Armierungsstabes mit dem Drahtseilstück werkstattmäßig vorgenommen
werden kann, während auf der Baustelle die Stababschnitte in gleicher Weise zu verwenden sind, wie herkömmliche
Armierungsstäbe.
— 7 —
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1
Fig. 2
Fig. 3
Fig. 4 einen Schnitt durch zwei Betonteile mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
einen Schnitt durch das erste Betonteil vor der Verbindung mit dem zweiten Betonteil bei einer
abgewandelten Ausführungsform der Erfindung,
eine Darstellung einer Vatiante der Erfindung in verschiedenen Betriebszuständen,
einen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 Fig. 6, Fig. 8, 9, 10, eine Ansicht in Richtung zur Darstellung
der Fig. 4,
Schnitt durch zwei weitere Ausführungsbeispiele
der Erfindung,
der Erfindung,
Darstellungen von Einzelheiten der Erfindung.
In der Darstellung der Fig. 1 ist im ersten Betonteil 1 ein Armierungsstab 3 gezeigt, der sich mit seinem Ende 13 etwa bis
an den Rand 14 des Betonteils 1 erstreckt.
Parallel zu dem Armierungsstab 3 wird ein Drahtseilstück 4 verlegt, dessen einbetonierte Länge so gewählt wird, daß nach
dem Einbringen des Betons in die nicht näher gezeigte Schalung, eine sichere Verankerung des Drahtseilstücks 4 erhalten wird,
so daß die Zugkräfte, die der Armierungsstab 3 aufzunehmen hat, sicher in das Drahtseilstück 4 übergeleitet werden.
Das einbetonierte innere Ende 12 des Drahtseilstücks 4 kann zusätzliche Verankerungsmittel tragen, die in der Zeichnung
nicht näher dargestellt sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 wird davon ausgegangen, daß das Drahtseilstück am Rand 14 des Betonteils 1 durch die
Schalung hindurchragt. Das freie Ende 5 dieses Drahtseilstücks wird dann sinngemäß in die Schalung des zweiten Betonteils 2
eingeführt und verläuft parallel zu dem Armierungsstab 10, so daß eine spiegelbildliche Ausgestaltung erhalten wird.
Das Betonteil 1 kann ein Ortbeton sein. Es ist aber auch möglich, das Betonteil 1 als Betonfertigteil auszugestalten.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 ist ein Aufnahmeraum 9 vorgesehen, der beispielsweise durch einen
geeigneten Kasten aus Kunststoff, Blech oder dergleichen gebildet ist. Dieser Kasten ist durch eine Abdeckung 15
verschlossen. Der Kasten mit der Abdeckung 15 nimmt die freien Enden 5 der Drahtseilstücke 4 auf. Nach Abnahme der Abdeckung
15 können die freien Enden 5 aufgebogen werden bzw. stehen infolge ihrer eigenen Elastizität im wesentlichen rechtwinklig
vom Rand 14 des ersten Betonteils 1 ab. Die Verbindung mit dem zweiten Betonteil erfolgt in der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen
Weise.
Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 ist vorgesehen, daß die Drahtseilstücke 4 jeweils im Aufnahmeraum 6 umgebogen und
in eine Tasche 7 eingeschoben sind. Die Bildung der Aufnahmeräume 6 und 7 kann beispielsweise durch geeignete Formkörper
erfolgen.
Die in der Fig. 3 unterste Darstellung zeigt diejenige Stellung des Drahtseilstückes 4, die diese beim Ausschalen einnimmt. In
der mittleren Darstellung der Fig. 3 ist das Drahtseilstück teilweise aus der Tasche 7 herausgezogen. Bei der obersten
Darstellung der Fig. 3 steht das Drahtseilstück 4 rechtwinklig vom Rand 14 ab.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5 ist das freie
Ende des Drahtseilstücks 4 in Form einer Spirale aufgewickelt.
Die Spiralform kann beispielsweise durch Haltedrähte gesichert sein. Durch Formkörper, beispielsweise auch durch eine Polystyrolumhüllung,
die den Wickel des freien Endes 5 aufnimmt, kann im Betonteil 1 ein Aufnahmeraum 8 geformt werden. Nach dem
Ausschalen des Betonteils 1 kann das Drahtseilstück 4 mit seinem freien Ende in eine Lage gebracht werden, die die
Verbindung mit dem zweiten Betonteil zuläßt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 6 sind das erste Betonteil 1 und das zweite Betonteil 2 winklig zueinander angeordnet.
Das Drahtseilstück 4 verläuft zunächst parallel zum Armierungsstab 3 und ist bei der Herstellung des Betonteils 1
mit seinem freien Ende in dem kastenförmigen Aufnahmeraum 9 untergebracht.
Im Betonteil 2 ist das freie Ende 5 dann parallel zum Armierungsstab 10 angeordnet. Durch das Drahtseilstück 4 wird
auf diese Weise die Zugkraft zwischen den Armierungsstäben 3,10 übertragen.
Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 7 finden vergleichsweise kurze Drahtseilstücke 16 Verwendung, die durch Klemmhülsen 17
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und 18 je rait Armierungsstababschnitten 19, 20 verbunden sind.
Die Länge der Abschnitte 20 bzw. 19 ist so bemessen, daß die Kräfte von den Armierungsstäben 3 des Betonteils 1 in die Abschnitte
20 übertragen werden, und dann sinngemäß auch eine Übertragung der Zugkräfte auf die Armierung des hier nicht
näher dargestellten Betonteils 2 erfolgt. Während der Erstellung des Betonteils 1 sind die Drahtseilstücke 16 mit den Hülsen
17 und den Abschnitten 19, ähnlich wie im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2, im Aufnahmeraum 9 untergebracht und
können nach dem Ausschalen durch Wegnahme des Deckels 15 ohne Probleme aufgebogen werden, wie dies in Fig. 7 in der obigen
Darstellung gezeigt ist.
In der Fig. 8 ist das freie Ende 5 eines Drahtseilstückes gezeigt,
das eine aufgepresste Verankerungshülse 21 trägt. In gleicher Weise kann auch das im Betonteil 1 einbetonierte
andere Ende des Drahtseilstückes ausgebildet sein.
Fig. 9 zeigt eine Variante eines Drahtseilstückes 4 ohne weitere Ausgestaltung.
Fig. 10 zeigt ein Drahtseilstück 16, das ähnlich wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7, mit einer Klemmhülse 17 mit
einem Armierungsstababschnitt 20 verbunden ist. Das freie Ende 5 beim Ausführungsbeispiel der Fig. 10, kann beispielsweise
ähnlich in das Betonteil 2 eingebaut werden, wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
Fig. 11 zeigt ein Drahtseilstück in Form einer Schlaufe 21 wobei die Schlaufenform eine bessere Verankerung ergibt.
Wie schon ausgeführt, besteht der wesentliche Vorteil der Erfindung darin, daß die aus dem ersten Betonteil vorstehenden
Armierungsteile relativ leicht verformbar bleiben, und zwar auch dann, wenn die im Betonteil eingebauten Armierungen
- 11 -
verhältnismäßig große Durchmesser besitzen. Damit wird insbesondere vermieden, daß durch Anwendung falscher Biegeradien
beim zurückgebogenen Baustahl in der Armierung Risse auftreten. Außerdem wird auch vermieden, daß die Dauerschwingfestigkeit
im Bereich der Rückbiegungen herabgesetzt werden.
Auch wird dadurch erreicht, daß planmäßig winklig vorgebogene Armierungsstäbe gemäß vorschriftsmäßiger Biegepläne (unter
Einhaltung von entsprechenden Vorschriften) durch flexible Seilenden (Fig. 6) ersetzt werden können. Dies erleichtert die
kurzfristige Belieferung durch Standardprodukte sowie die Vorhaltung anstelle kurzfristiger teurer Sonderfertigung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es günstig, wenn das freie Ende des Drahtseilstückes entweder am Ende oder auch
in einigem Abstand davon eine Haltevorrichtung aufweist, mit der es möglich ist, das flexible Drahtseil mit der Bewehrung
des zweiten Betonteils zu verbinden. Dadurch kann man das Seil schnell in die Bewehrung einhängen, und die Nachteile der Zurückfederung
des Drahtseils werden eliminiert.
Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung
weitergehenden Schutzes.
Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches
durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung
eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher
Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.
Claims (10)
- PFISTER & PFISTER PATENTANWÄLTE Dipl.-Ing. Helmut PfisterEuropean Patent AttorneyDipl.-Phys. Stefan PfisterD-87700 Memmingen/Bayern
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USt-Id. Nr. · Vat Reg. No. · N° CEE
DE 129 066 0320 2. JUL11997Schutzansprüche ;1. Vorrichtung' zum Verbinden von armierten Betonteilen unter Verwendung von Drahtseilen, die teilweise in das zuerst gefertigte Betonteil eingelassen sind und deren nicht eingelassenen Teile in die Schalung des anzuschließenden zweiten Betonteils hineinragen, dadurch gekennzeichnet, dap das erste Betonteil (1) eine Armierung aufweist, deren Stäbe (3) im Anschlußbereich des zweiten Betonteils (2) enden, daß parallel zu den Armierungsstäben (3) oder in Verlängerung der Armierungsstäbe im ersten Betonteil (1) Drahtseilstükke (4, 16) angeordnet sind, für deren freie Enden (5) im ersten Betonteil (1) Aufnahmeräume (6-10) oder in der Schalung des ersten Betonteils Durchbrechungen vorgesehen sind. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Drahtseilstücke (4) im zweiten Betonteil (2) ebenfalls parallel zu den Armierungsstäben (10) oder in Verlängerung der Armierungsstäbe des zweiten Betonteils angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrereDrahtseilstücke parallel zu den Armierungsstäben (3, 10) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch Aufnahmetaschen
(7) im ersten Betonteil (1) für die freien Enden (5)
der Drahtseilstücke (4). - 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden (5) der Drahtseilstücke (4) aufgerollt oder aufgewickelt sind.
- 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeräume (9) durch kastenartige Einsät2:e in der Schalung des ersten Betonteils (1) gebildet sind.
- 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeräume (6-8) durch leicht entfernbare Umhüllungen der freien Enden (5) der Drahtseilstücke (4) gebildet sind.
- 8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (5, 12) der Drahtseilstücke (4) Verankerungselemente tragen.
- 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtseilstücke (4) gewellt sind.
- 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die freienEnden (5) der Drahtseilstücke zu Schlaufen (21) geformt sind.Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtseilstücke (16) mindestens an einem Ende mit starren Armierungsstababschnitten (19,20) fest verbunden sind, die sich parallel zu den Arraierungsstäben der Betonteile (1,2) erstrecken.Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Drahtseilstücke Haltevorrichtungen tragen, zur Verbindung dieser freien Enden mit der Armierung des zweiten Betonteils (2).Pate
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