DE29705296U1 - Separate Sitzauflage für Sitzmöbel - Google Patents
Separate Sitzauflage für SitzmöbelInfo
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Description
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Stephan Meyer
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Gerlinde Buchwald
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Datum 21.3.1997
Separate Sitzauflage für Sitzmöbel
Die Erfindung betrifft eine separate Sitzauflage für Sitzmöbel, mit einem Sitzteller sowie mit
einer an der Unterseite des Sitztellers angeordneten Unterstützung für eine Kippbewegung
des Sitztellers um einen im mittleren Sitzbereich liegenden Drehpunkt.
Eine derartige separate, kippbare Sitzauflage für Sitzmöbel ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
295 20 565 bekannt. Die Grundidee bei dieser Sitzauflage besteht darin, an der Unterseite eines Sitztellers eine Unterstützung anzuordnen. Diese besteht aus einem
kegelstumpfartigen Körper aus Hartgummi. Dieser ist von einem ringförmigen Federkörper
aus Kunststoffschaum, Schaumgummi oder Zellkautschuk mit Abstand umgeben. Unterseitig
ist der Hartgummikörper sowie die ringwulstförmige Feder aus dem elastischen Material
von einer Abdeckplatte aus Hartgummi abgedeckt. Diese separate Sitzauflage für Sitzmöbel
besteht aus relativ vielen Einzelteilen.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfachere
Sitzauflage für Sitzmöbel zu schaffen, mittels welcher jedoch in gleicher Qualität
Kipppbewegungen des Sitztellers möglich sind.
Als technische Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Unterstützung
eine Scheibe aus einem elastischen Material aufweist.
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Konto Nr. 43869-752
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Dadurch ist eine separate, kippbare Sitzauflage für Sitzmöbel geschaffen, welche technisch
einfach aufgebaut ist. Das Unterstützungselement für den Sitzteller ist durch eine elastische
Scheibe gebildet Die Wirkungsweise dieser elastischen Scheibe ist derart, daß sie bei einer
Kippbewegung dieser Bewegung in der Art einer Feder entgegenwirkt und eine Rückstellkraft
definiert. Diese Rückstellkraft ist um so stärker, je größer der Kippwinkel ist. Wesentlich
dabei ist, daß das flexible, elastische Material der Scheibe nach Zurückkehren des
Sitzes in die senkrechte Ausgangsstellung wieder in die Ausgangsform zurückkehrt. Der
mittlere Sitzbereich definiert dabei einen Drehpunkt. Es muß sich dabei nicht um einen
Drehpunkt in mathematischem Sinne handeln, sondern es kann auch ein Drehpunktbereich
im Bereich der Unterstützung sein. Die somit erfindungsgemäße separate, kippbare
Sitzauflage für Sitzmöbel ermöglicht eine ergonomische Sitzhaltung. Wer nämlich viel sitzt,
verkrampft sich, wird müde und hat Probleme mit dem Rücken. Durch das ständige Balancehalten
mit der erfindungsgemäßen, neigbaren Sitzvorrichtung, bei der jede feine Bewegung
wie beim Sitzen auf einem großen Ball ausbalanciert werden muß, verbessert die Haltung und stärkt die Rückenmuskulatur, wobei ihr Zusammenspiel optimiert wird und insgesamt
Rückenschmerzen beseitigt werden.
Vorzugsweise besteht die Scheibe aus Kunststoffschaum, Schaumgummi oder insbesondere
aus Zeilkautschuk. Insbesondere der Zeükautschuk schafft eine optimale Unterstützung
bei einer Kippbewegung der Sitzauflage, da der Zellkautschuk mit steigender Federkraft
einer Kippbewegung entgegenwirkt.
Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß die Scheibe im wesentlichen zylindrisch ausgebildet
ist. Eine derartige Zylinderscheibe hat den Vorteil, daß sie in alle Kipprichtungen hin
gleich wirkt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, eine von der Zylinderform abgewandelte
Form der Scheibe vorzusehen, um beispielsweise in einzelnen Kipprichtungen unterschiedliche
Federgegenkräfte zu erzeugen.
Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß die Unterstützung ausschließlich durch die
Scheibe gebildet ist. Dies bedeutet, daß ausschließlich die elastische Scheibe dafür verantwortlich
ist, daß bei einer Kippbewegung des Sitztellers eine entsprechende federartige Gegenkraft erzeugt wird. In diesem Fall ist die Scheibe vom Material her derart auszubilden,
daß der mittlere Scheibenbereich eine gewisse Rollbewegung beim Kippen des Sitztellers
erlaubt.
Alternativ wird in einer bevorzugten Weiterbildung vorgeschlagen, daß im Bereich der axialen
Mitte der Scheibe ein zusätzlicher Unterstützungskörper angeordnet ist. Dieser zusätzliche
Unterstützungskörper bildet die Kippunterstützung für den Sitzteller, indem der Sitzteller
auf diesem Unterstützungskörper abrollt. Dieser Unierstützungskörper definiert eine exakte
Kippbewegung des Sitztellers, wobei die elastische Scheibe lediglich den Zweck hat, der
Kippbewegung mit einer Federkraft entgegenzuwirken.
Eine Weiterbildung hiervon schlägt vor, daß der zusätzliche Unterstützungskörper vollständig
innerhalb der Scheibe angeordnet ist. Der Unterstützungskörper wird somit komplett von
der Scheibe aus dem elastischen Material abgedeckt, so daß dieses elastische Material
zusätzlich noch eine axiale Federwirkung bewirkt.
Alternativ ist es auch denkbar, daß der zusätzliche Unterstützungskörper bis an die Unterseite
der Scheibe reicht, in diesem Fall ist keine axiale Federung vorgesehen, es sei denn,
daß der Unterstützungskörper selbst aus einem elastischen Material besteht.
Der zusätzliche Untersiützungskörper besteht entweder aus einem festen Material oder aus
einem elastischen Material. Als festes Material kann beispielsweise Holz oder Kunststoff
vorgesehen sein. Als elastisches Material kann ein Hartgummi verwendet werden.
Eine bevorzugte Weiterbildung schlägt vor, daß der zusätzliche Unterstützungskörper ein
nach unten konkav gewölbter Körper, insbesondere ein Kugel- oder Ellipsoidsegment ist.
Dieser zusätzliche Unterstützungskörper insbesondere in Form eines Kugelsegments besteht
vorzugsweise aus einem festen, nicht elastischen Material, beispielsweise aus Holz
oder Kunststoff. Bei diesem Unterstützungskörper kommt die Kippbewegung nicht durch die
Deformation eines elastischen Körpers zustande, sondern durch das Abrollen einer durch
den Unterstützungskörper definierten gewölbten Fläche.
Alternativ ist es schließlich auch denkbar, daß der zusätzliche Unterstützungskörper im wesentlichen
ein Zylinder oder ein Kegelstumpf ist. Bei dieser Ausführungsform des Unterstützungskörpers
besteht dieser vorzugsweise aus Hartgummi, so daß der so ausgebildete Gummizylinder bzw. Gummistutzen eine eigene elastische Ausweichbewegung beim Kippen
des Sitztellers mitmacht.
Vier Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen separaten, kippbaren Sitzauflage für
Sitzmöbel sind in den Zeichnungen dargestellt. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform mit einer Unterstützung des Sitz
tellers, welche ausschließlich durch eine Scheibe aus Zellkautschuk
gebildet ist;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform mit einem zusätzlichen Unter
stützungskörper in Form eines Kugelsegments;
Fig. 3 eine dazu modifizierte Ausführungsform, bei der der zusätzli
che Unterstützungskörper als Zylinder ausgebildet ist;
Fig. 4 eine vierte Ausführungsform, bei der der Unterstützungskörper
durch einen Hartgummizyiinder gebildet ist.
Die separate Sitzauflage für Sitzmöbel der ersten Ausführungsform in Fig. 1 weist einen
Sitzteller 1 aus Holz (oder Kunststoff) auf, welcher der Gesäßform angepaßt ist. Die Unterseite
des Sitztellers 1 weist im Bereich der Mittelachse eine Unterstützung 2 für eine Kippbewegung
des Sitztellers 1 auf. Diese Unterstützung 2 ist ausschließlich durch eine zylindrische
Scheibe 3 aus elastischem Zeilkautschuk gebildet.
Diese Sitzauflage bestehend aus Sitzteller 1 sowie zylindrischer Scheibe 3 aus Zellkautschuk
als Unterstützung 2 bildet das Grundmodell. Die Funktionsweise dieser ersten Ausführungsform
in Fig. 1 ist dabei wie folgt:
In Fig. 1 ist die Ausgangsstellung der Sitzauflage dargestellt. Durch eine Neigung des Sitztellers
1 wird auf der entsprechenden Seite das Material der Scheibe 3 in der Art einer Feder
komprimiert, wobei die Federkraft mit zunehmender Neigung ansteigt. Durch eine entsprechende
Gegenbewegung kann der Sitzende den Sitzteller 1 wieder in die horizontale Stellung zurückbewegen. Durch das ständige Balancehalten wird die Rückenmuskulatur
gestärkt und ihr Zusammenspiel optimiert.
Die Ausführungsform in Fig. 2 unterscheidet sich dadurch von der Ausführungsform in Fig.
1, daß zusätzlich in der Scheibe 3 der Unterstützung 2 noch ein Unterstützungskörper 4
angeordnet ist. Dieser ist an der Unterseite des Sitztellers 1 befestigt sowie vollständig innerhalb
der Scheibe 3 eingebettet. Der Unterstützungskörper 4 ist als nach unten konkav gewölbtes Kugeisegment ausgebildet. Der Unterstützungskörper 4 besteht aus Holz oder
Kunststoff, also aus einem festen, nicht elastischen Material.
Die Ausführungsform in Fig. 2 funktioniert wie folgt:
In der Ausgangsstellung befindet sich die Sitzauflage in horizontaler Stellung, wie in Fig. 2
dargestellt. Bei einer Neigungsbewegung der Sitzauflage rollt diese auf dem Unterstützungskörper
4 ab, so daß in diesem Fall ein Drehpunktbereich definiert ist. Gleichzeitig wird
auf der entsprechenden Seite die Scheibe 3 mit ihrem elastischen Federmaterial komprimiert,
wobei auch hier die Federkraft mit zunehmender Neigung ansteigt. Durch eine entsprechende
Gegenbewegung kann der Sitzende wiederum den Sitzteller 1 in die horizontale Stellung zurückbewegen.
Die Ausführungsform in Fig. 3 unterscheidet sich von der Ausführungsform in Fig. 2 ledig-
^ lieh durch die Ausbildung des Unterstützungskörpers 4. Bei dieser Ausführungsform in Fig.
3 ist der Unterstützungskörper4 als eine Art Zylinder ausgebildet, allerdings mit einer etwas
konkav gewölbten Unterseite. Er besteht wiederum aus einem festen Material (Holz oder
Kunststoff) und ist vollständig in der Scheibe 3 eingebettet. Auch hier wird die Kippbewegung
durch den Unterstützungskörper 4 abgestützt. Diese Variante in Fig. 3 zeigt eine produktionstechnisch
einfachere Variante zur Ausbildung des Unterstützungskörpers 4.
In Fig. 4 schließlich ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der der Unterstützungskörper
4 als Zylinder ausgebildet ist, der allerdings bis an die Unterseite 5 der Scheibe 3 reicht.
Selbstverständlich kann der Unterstützungskörper 4 (wie bei den Ausführungsformen in den
Fig. 2 und 3) auch vollständig innerhalb der elastischen Scheibe 3 eingebettet sein. Der
wesentliche Unterschied zwischen den Ausführungsformen der Fig. 2 und 3 besteht bei
dieser vierten Ausführungsform darin, daß der Unterstützungskörper 4 nicht aus einem fe-
™' sten Material, sondern vielmehr aus Hartgummi besteht. Die Funktionsweise ist dabei aber
ähnlich wie bei den Ausführungsvarianten in Fig. 2 und 3, d. h. der Sitzteller 1 wird mit seiner
Mittelachse durch den Gummizylinder (oder Kegel) abgestützt, wobei beim Kippen der
Sitzauflage eine Abrollbewegung stattfindet. Allerdings erfährt hier der Unterstützungskörper
4 aufgrund des Gummimaterials eine elastische Verformung während des Abrollvorganges.
Die Federeigenschaften des Unterstützungskörpers 4 wirken somit mit den Federeigenschaften
der elastischen Scheibe 3 zusammen.
| 1 | Sitzteller |
| 2 | Unterstützung |
| 3 | Scheibe |
| 4 | Unterstützungskörper |
| 5 | Unterseite |
Claims (10)
1. Separate Sitzauflage für Sitzmöbel, mit einem Sitzteller (1)
sowie mit einer an der Unterseite des Sitztellers (1) angeordneten Unterstützung (2) für
eine Kippbewegung des Sitztellers (1) um einen im mittleren Sitzbereich liegenden
Drehpunkt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Unterstützung (2) eine Scheibe (3) aus einem elastischen Material aufweist.
2. Sitzaufiage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (3) aus Kunststoffschaum, Schaumgummi oder insbesondere aus Zellkautschuk besteht.
3. Sitzauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (3) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.
4. Sitzauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterstützung (2) ausschließlich durch die Scheibe (3) gebildet ist.
5. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der axialen Mitte der Scheibe (3) ein zusätzlicher Unterstützungskörper
(4) angeordnet ist.
6. Sitzauflage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Unterstützungskörper (4) vollständig innerhalb der Scheibe (3) angeordnet
ist.
7. Sitzauflage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Unterstützungskörper (4) bis an die Unterseite (5) der Scheibe (3)
reicht.
8. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzliche Unterstützungskörper (4) aus einem festen Material oder aus einem
elastischen Material besteht.
9. Sitzaufiage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzliche Unterstützungskörper (4) ein nach unten konkav gewölbter Körper,
insbesondere ein Kugel- oder Ellipsoid ist.
10. Sitzauflage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzliche Unterstützungskörper (4) im wesentlichen ein Zylinder oder ein
Kegelstumpf ist.
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