DE29705162U1 - Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben - Google Patents
Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere WasserprobenInfo
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Description
European Patent Attorneys
Diplom-Physiker
Dr. Walter Andrejewski Diplom-Ingenieur Dr.-Ing. Manfred Honke
Diplom-Physiker
Dr. Karl Gerhard Masch Diplom-Ingenieur Div-Ing. Rainer Albrecht
Anwaltsakte: 85 986/P. D 45127 Essen, Theaierplatz 3
D 45002 Essen, P.O. Box 100254
26. Februar 1997
Gebrauchsmusteranmeldung
Maihak Aktiengesellschaft Semperstraße 38
22303 Hamburg
Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben
Andrejewski, Honke & Partner, Pafentanwäite in Essen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben, mit einem
Probenbehälter, einem auf dem Behälterboden angeordneten Rührstab und einem Magnetrührer für den Rührstab. - Bei
einer deratigen Homogenisierungsvorrichtung ist der Probenbehälter regelmäßig als topfförmiger Behälter und insbesondere
Probenglas ausgebildet, während es sich bei dem Rührstab um einen ferromagnetischen Stab handelt.
Bei der TOC-Analyse (TOC meint Total Organic Carbon)
schreibt ein genormtes Verfahren zur Messung des TOC-Gehaltes vor, den Wert aus einer homogenisierten nicht abgesetzten
Wasserprobe zu bestimmen, um auch die Schwebestoffe und andere ungelöste organische Stoffe zu erfassen. Die in
einen Probenbehälter eingefüllte Wasserprobe setzt sich naturgemäß nach einer relativ kurzen Zeit ab, so daß bei
der üblichen Probenahme mittels einer Injektionsnadel nur der Überstand analysiert wird. Zur Vermeidung dieses Effektes
kennt man das Einbringen eines Rührstabes in den Probenbehälter, der vor der Entnahme der Wasserprobe mittels
eines unter dem Probenbehälter angeordneten Magnetrührers die nächste zur Analyse anstehende Probe wieder homogenisieren
soll. Das funktioniert jedoch nur unbefriedigend, so daß sich mittels der Injektionsnadel keine repräsentative
Probe entnehmen läßt. Denn durch eine im wesentlichen gleichmäßige Rotation des Rührstäbchens bildet sich
eine Strömung aus, die sowohl in Radialrichtung als auch in
Vertikalrichtung zu einem Konzentrationsgefälle führt,
zumal die schwereren Partikel nach unten sinken und nach außen zentrifugiert werden. - Hier setzt die Erfindung ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben und insbesondere
Wasserproben der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche sich durch eine gleichmäßige Schwebestoff- bzw.
Partikelverteilung in dem Probenbehälter auszeichnet und dadurch eine einwandfreie Probenentnahme gewährleistet.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Homogenisierungsvorrichtung dadurch, daß in den Probenbehälter
zumindest ein durch Strömungsöffnungen durchbrochener Strömungswiderstandskörper eintaucht. - Diese
Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß die mittels des Magnetrührers bzw. Rührstabes erzeugte gleichmäßige
Strömung durch den Strömungswiderstandskörper mit seinen Strömungsöffnungen unterbrochen wird. Tatsächlich treten
Verwirbelungen der Wasserprobe in sämtliche Richtungen auf. Es entsteht gleichsam eine chaotische Strömung, so daß
überraschenderweise daraus eine gleichmäßige Verteilung der Schwebestoffe bzw. Partikel erfolgt und daher mittels der
Injektionsnadel eine repräsentative Probe entnommen werden kann. - Darin sind die wesentlichen durch die Erfindung
erreichten Vorteile zu sehen. - Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Strömungswiderstandskörper
als ein gelochtes Paddel oder als eine Gabel mit vorgegebenen Abständen angeordneten Gabelzinken ausgebildet.
• *
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So kann das Paddel einen Paddelstiel mit einer
mittig angesetzten Paddelfläche und Lochungen in beliebiger Verteilung in der Paddelfläche aufweisen. Nach einer
anderen Empfehlung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Paddel einen Paddelstiel mit einer randseitig angesetzten
Paddelfläche und in Reihe in der Paddelfläche angeordnete Lochungen aufweist, die beispielsweise parallel und/oder
orthogonal zum Paddelstiel verlaufen. Sofern der Probenbehälter einen Behälterdeckel aufweist, lehrt die Erfindung,
daß der Behälterdeckel eine Halterung für das Paddel aufweist, also das gelochte Paddel in dem Behälterdeckel
fixiert und dadurch in den Probenbehälter mit vorgegebener Eintauchtiefe eingehängt werden kann. - Im Rahmen der
Erfindung gibt es Auführungsformen, bei denen sich - in
Verbindung mit einem Probenwechsler - durch Verwendung einer Rührplatte mit magnetischen Einzelfeldern unter jedem
Probenbehälter ein Magnetrührer oder dieser Magnetrührer sich nur unter der zu messenden oder nachfolgenden Probe
befindet. Denkbar ist auch, daß nur ein einziges gelochtes Paddel für den gesamten Probenwechsler verwendet wird und
dieses in Verbindung mit der Injektionsnadel vorab in dem Behälterdeckel fixiert und in den Probenbehälter eingetaucht
wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.
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Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Die einzige Figur zeigt eine erfindungsgemäße Homogenisierungsvorrichtung
im teilweise Vertikalschnitt.
Die dargestellte Vorrichtung dient zum Homogenisieren von Wasserproben. Sie weist einen Probenbehälter 1 mit einem
Behälterdeckel 2, einen auf dem Behälterboden 3 angeordneten Rührstab 4 und einen Magnetrührer 5 für den Rührstab
4 auf. Der Probenbehälter 1 ist nach dem Ausführungsbeispiel als Probenglas ausgebildet. In dem Probenbehälter
1 taucht ein gelochtes Paddel 6 ein. Nach dem Ausführungsbeispiel weist das Paddel 6 einen Paddelstiel 7 mit einer
randseitig angesetzten Paddelfläche 8 und in Reihe in der Paddelfläche 8 parallel zum Paddelstiel 7 angeordnete
Lochungen 9 auf. Der Behälterdeckel 2 ist als Halterung für das Paddel 6 ausgebildet und weist eine Durchtrittsbohrung
10 zum Einführen einer Injektionsnadel 11 auf.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben, mit einem Probenbehälter, einem auf
dem Behälterboden angeordneten Rührstab und einem Magnetrührer für den Rührstab, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Probenbehälter (1) zumindest ein durch Strömungsöffnungen (9) durchbrochener Strömungswiderstandskörper
(6) eintaucht.
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2. Vorrichtung nach Anspruch I7 dadurch gekennzeichnet, daß
der Strömungswiderstandskörper als ein gelochtes Paddel (6) oder als eine Gabel mit in vorgegebenen Abständen angeordneten
Gabelzinken ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Paddel (6) einen Paddelstiel (7) mit einer mittig angesetzten Paddelfläche und Lochungen in
beliebiger Verteilung in der Paddelfläche aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Paddel (6) einen Paddelstiel (7) mit einer randseitig angesetzten Paddelfläche (8) und in
Reihe in der Paddelfläche (9) angeordnete Lochungen (9) aufweist.
5. Vorrichtung mit einem Behälterdeckel für den Probenbehälter,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterdeckel (2) eine Halterung für das gelochte Paddel (6) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29705162U DE29705162U1 (de) | 1997-03-21 | 1997-03-21 | Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29705162U DE29705162U1 (de) | 1997-03-21 | 1997-03-21 | Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29705162U1 true DE29705162U1 (de) | 1997-06-26 |
Family
ID=8037851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29705162U Expired - Lifetime DE29705162U1 (de) | 1997-03-21 | 1997-03-21 | Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigproben, insbesondere Wasserproben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29705162U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10130333A1 (de) * | 2001-06-26 | 2003-01-09 | Heraeus Kulzer Gmbh & Co Kg | Vorrichtung mit einem Behälter zur Aufnahme eines Fluids |
| DE102009056468A1 (de) * | 2009-12-01 | 2011-06-09 | Technische Universität München | Rührorgan für Milliliter-Bioreaktoren |
-
1997
- 1997-03-21 DE DE29705162U patent/DE29705162U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10130333A1 (de) * | 2001-06-26 | 2003-01-09 | Heraeus Kulzer Gmbh & Co Kg | Vorrichtung mit einem Behälter zur Aufnahme eines Fluids |
| EP1288340A2 (de) | 2001-06-26 | 2003-03-05 | Heraeus Kulzer GmbH & Co.KG | Galvanische Vorrichtung |
| DE10130333B4 (de) * | 2001-06-26 | 2004-05-27 | Heraeus Kulzer Gmbh & Co. Kg | Galvanische Vorrichtung zur Abscheidung von Edelmetall |
| DE102009056468A1 (de) * | 2009-12-01 | 2011-06-09 | Technische Universität München | Rührorgan für Milliliter-Bioreaktoren |
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Effective date: 20010103 |