DE29703925U1 - Abdeckung für den Kehlbereich eines Daches - Google Patents
Abdeckung für den Kehlbereich eines DachesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für den Kehlbereich eines Daches mit einem Abdeckelement aus einem plastisch
verformbaren Material mit zumindest zwei Seitenelementen sowie einem diese Elemente verbindenden Mittelbereich,
wobei die Seitenelemente um die Längsmittelachse des Mittelbereiches gegeneinander abwickelbar sind und an
ihrem dem Mittelbereich abgewandten Ende jeweils einen Randstreifen aufweisen, an dem Befestigungselemente der
Abdeckung zur Festlegung des Abdeckelementes an der Unterkonstruktion des Daches im Kehlbereich anbringbar
sind, eine Dachkonstruktion mit einer auf den Kehlsparren aufgebrachten Unterkonstruktion mit einer Unterschalung
oder dergleichen und seitlich der Unterschalung angeordneter Lattung und ein Befestigungselement zum Festlegen
eines Abdeckelementes an der Unterkonstruktion eines Daches, insbesondere im Kehlbereich, wobei das Befestigungselement
durch zumindest einen ersten, das Abdeckelement übergreifenden und einen zweiten, an der Unterkon-
struktion fixierbaren Abschnitt gebildet ist.
Abdeckungen wie die eingangs genannte dienen zur Eindeckung einer Kehle zwischen zwei sich schneidenden
Dachflächen und sorgen dort für die Kehlentwässerung. Ein bekanntes Abdeckelement der eingangs genannten Art besteht
aus einem doppelseitig beschichteten Aluminiumblech, welches in seinem Mittelbereich sowie in seinen
Randbereichen Biegelinien aufweist, um ein Abkanten auf dem Dach zu ermöglichen. Das aufgrund der doppelseitigen
Beschichtung beidseitig verwendbare Abdeckelement ist auf seinen Seitenelementen mit Querprofilierungen versehen,
um für die notwendige Steifigkeit des Abdeckelementes zu sorgen. Diese Querprofilierungen sind dabei in Form
relativ flacher Sicken im Abdeckelement ausgebildet. Derartige als Abdeckelemente dienende, biegbare Aluminiumbleche
werden in Abmessungen von 160 cm &khgr; 50 cm als Stanzteile gefertigt und im ausgeschalten Kehlbereich
des Daches überlappend verlegt, wobei die Überlappung der Bleche zueinander etwa 10 cm beträgt. Zur Abdichtung
gegen auftreibendes Regenwasser wird im Überlappungsbereich der Aluminiumbleche ein Kehlsattelband eingelegt.
Um dieses Abdeckelement an der Unterkonstruktion des Daches im Kehlbereich zu fixieren, werden die Randbereiche
rechts und links der Seitenelemente nach oben umgebogen und Haften über diesen entstehenden hochstehenden
Falz eingehakt und an der Unterkonstruktion aufgenagelt.
0 Wie dem vorangehenden bereits zu entnehmen ist, ist die Verlegung derartiger Abdeckelemente auf der Unterkonstruktion
des Kehlbereiches äußerst aufwendig, da die einzelnen Aluminiumbleche auf die Unterkonstruktion
aufgebracht werden müssen, abzukanten sind und im Über-
lappungsbereich zweier Bleche jeweils das Kehlsattelband anzuordnen ist. Anschließend müssen dann noch die Befestigungselemente
auf die hochgebogenen Falze eingehakt und an der Unterkonstruktion aufgenagelt werden. Da es
sich um einzelne Bleche handelt, sind hier mehrere Haften für das Blech zum Fixieren notwendig. Hierdurch wird die
Verarbeitung der Abdeckelemente auf dem Dachbereich äußerst zeitaufwendig.
Des weiteren ist der Mittelbereich des Abdeckelementes unzureichend gesichert, da durch das Biegen im Aluminium
minimale Materialbrüche entstehen können, insbesonders bei mehrfachem Umbiegen. Derartige winzige Bruchlöcher
sind unter Umständen mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
Mit der Zeit jedoch tritt durch diese Bruchlöcher Feuchtigkeit hindurch und schädigt auf Dauer die Holzunterkonstruktion,
wobei insbesonders auch Feuchtigkeit in den Dachinnenbereich eindringen und dort Schaden verursachen
kann. Des weiteren werden die hochstehenden Randbereiche der Abdeckelemente mittels der Haften bzw. Befestigungsklemmen
lediglich einfach übergriffen, so daß ein rutschsicheres Festlegen im Kehlbereich für die einzelnen
Bleche nicht gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckung, eine Dachkonstruktion sowie ein Befestigungselement
der eingangs genannten Art zu schaffen, durch die für eine einfache, zuverlässige, sichere und dichte
Abdichtung im Kehlbereich gesorgt wird.
Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch eine
Abdeckung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Befestigungselemente den Randstreifen im wesentlichen
formschlüssig übergreifen und daß die Abdeckung ein
Klebeband aufweist, über das zumindest der Mittelbereich des Abdeckelementes an der Unterkonstruktion fixierbar
und gegenüber dieser abdichtbar ist. Eine erfindungsgemäße Dachkonstruktion sieht eine zumindest im Mittelbereich
der Schalung dichtend fixierte und an der seitlichen Lattung festgelegte Abdeckung der vorstehend gekennzeichneten
Art vor.
Ein Befestigungselement der eingangs genannten Art zeichnet
sich dadurch aus, daß das Befestigungselement das Abdecke leinen t zumindest in dessen Randbereichen formschlüssig
übergreifend ausgebildet ist.
Dadurch, daß nun die Randbereiche formschlüssig von den Befestigungselementen übergriffen werden, ist eine
rutschfeste Arretierung der Abdeckelemente im Randbereich gegeben, wobei diese Festlegung aber nicht derart starr
ist, daß das Abdeckelement aufgrund sich im Dachbereich ergebender Bewegungen nicht "arbeiten" kann. Es ist
0 also eine feste, aber reaktionsfähige Befestigungsart
gegeben, da die Randbereiche nicht vollständig und unverrückbar fixiert sind. Durch das Vorsehen des auch
als Kehldichtband dienenden Klebebandes wird das Abdeckelement zum einen zuverlässig im Mittelbereich der Kehlschalung
fixiert und zum anderen wird der Mittelbereich des Abdeckelementes selber zuverlässig abgesichert.
Treten durch das Abkanten und Aufbringen des Abdeckelementes Materialbrüche auf, so werden diese Materialbrüche
gegenüber der Unterschalung der Dachkonstruktion durch das Klebeband zuverlässig verschlossen und damit gegenüber
dieser abgedichtet. Eine Schädigung der Holzunterkonstruktion und gegebenenfalls des Dachinneren wird so
vermieden. Außerdem wird so vor Aufsetzen der Befestigungselemente bereits eine zuverlässige Fixierung
des Abdeckelementes im Kehlbereich geschaffen.
In bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Abdeckelement rollbar, insbesonders sogar einstückig
ausgebildet ist. Auf diese Weise kann bei entsprechender Länge des Abdeckelementes, vorzugsweise beträgt diese 5 m
bis 10 m, der gesamte Kehlbereich einstückig gesichert werden. Entsprechend gibt es keine Überlappungsbereiche
wie bei dem bekannten Abdeckelement, so daß diese Gefahrenquelle für das Eindringen von Feuchtigkeit ins
Dachinnere von vornherein vermieden wird. Des weiteren muß das Abdeckelement aufgrund seiner Rollbarkeit nun
nicht mehr in Form sperriger Einzelteile angeliefert werden, sondern kann auch bezüglich des Transportes
platzsparend als Rolle angeliefert werden, um dann auf dem Dach auf der Unterschalung bzw. auf dem Klebeband
einfach abgerollt zu werden. Das Festlegen bzw. Fixieren 0 am Klebeband kann dann durch einfaches Abkanten und
Andrücken erfolgen.
Bevorzugt ist das Abdeckelement aus Metall, beispielsweise Aluminium, Kupfer, Blei oder Zink gefertigt, so daß
hierdurch ein Abdeckelement hoher Haltbarkeit, UV-Stabilität und Wetterfestigkeit geschaffen ist, welches gegenüber
Kunststoff-Abdeckelementen keine Umweltbelastung darstellt. Gleiches gilt für die verwendeten Befestigungselemente.
Um ein doppelseitig verwendbares Abdeckelement zu haben, ist dieses vorzugsweise doppelseitig
farblich beschichtet, wobei die Farbgebung auf den beiden Seiten gleich oder aber unterschiedlich sein kann. Gleiches
gilt für die verwendeten Befestigungselemente. Die Farbgebung hängt dabei von der Ziegelfarbe ab, um eine
harmonische farbliche Gestaltung im Dachbereich zu haben. Als Farben sind dabei ziegelrot, anthrazit/braun hervorzuheben
.
Selbstverständlich sind auch andere Farben zur Beschichtung möglich.
Bezüglich der Befestigungselemente ist in Weiterbildung vorgesehen, daß diese jeweils zumindest zwei gegeneinan-0
der abwinkelbare Schenkel aufweisen, von denen der eine den Randstreifen übergreift und der andere zur Festlegung
an der Unterkonstruktion des Daches, insbesonders einer seitlich der Schalung angeordneten Lattung dient. Das
Festlegen der Randbereiche an der Lattung mittels der Befestigungselemente kann dabei dann dadurch erfolgen,
daß die Randbereiche zunächst gegenüber den Seitenelementen des Abdeckelementes nach oben umgebogen werden, bevor
die Befestigungselemente,, die je nach Farbgebung/Farbbedarf
entsprechend umgebogen werden, aufgesetzt werden.
0 Dies bringt weiterhin den Vorteil, daß auch seitlich keine Feuchtigkeit über die Randbereiche hinaus zur
Unterkonstruktion und damit zum Dachinneren gelangen kann.
Vorzugsweise sind zum rutschsicheren Arretieren zumindest der Randstreifen der Seitenelemente sowie der den Randstreifen
übergreifende Schenkel des Befestigungselementes mit einer wellenförmigen Profilierung versehen. Dadurch
daß zumindest der den Randstreifen übergreifende Schenkel des Befestigungselementes die gleiche Plissierung wie der
Randstreifen aufweist, ist durch das Ineinandergreifen der Wellen beider Elemente ineinander eine rutschsichere
Befestigung des Abdeckelementes mit relativ wenigen Haltepunkten über den Kehlbereich verteilt möglich.
Gleichzeitig ist aber auch das "Arbeiten" des Abdeckelementes in diesem Bereich gewährleistet. Das Befestigen
des anderen Elementes an der Unterkonstruktion bzw. Lattung kann auf herkömmliche Weise mittels Schrauben
oder Nägeln erfolgen.
Um ein zuverlässiges Festlegen des Abdeckelementes an der Unterkonstruktion sowie eine zuverlässige Abdichtung zu
schaffen, handelt es sich bei dem Klebeband vorzugsweise um ein Butylklebeband. Die Länge des Klebebandes entspricht
dabei vorzugsweise derjenigen des Abdeckelementes und die Breite des Klebebandes kann zwischen 2 cm bis 7
cm betragen, während das Abdeckelement vorzugsweise eine Breite zwischen 40 cm bis 80 cm aufweist.
In Weiterbildung ist vorgesehen, daß auch die Seitenwände
mit einer Profilierung in Form von wellenförmig ausgebildeten Rippen bzw. Plissierungen versehen ist, wobei diese
Rippen bzw. Plissierungen vorzugsweise senkrecht zur 0 Längsmittelachse des Mittelbereiches verlaufend ausgebildet
sind. Aufgrund dieser Plissierungen wird zum einen die Stabilität des Abdeckelementes erhöht, zum anderen
ist dieses wegen der unterschiedlichen Farbgebung an Ober- und Unterseite beidseitig verwendbar, da die WeI-
lenberge und -täler bei einem solchen Abdeckelement
beidseitig vorhanden sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Plissierung wird die rinnenförmige Ausbildung des Abdeckelementes nach erfolgtem Abkanten dadurch verstärkt, daß
durch die Wellentäler das abzuführende Wasser in Richtung des Mittelbereiches weitergeleitet wird. Der Mittelbereich
dient dann als Kanal zum Ableiten des Wassers in Richtung der Dachrinne.
Im Gegensatz zu den relativ flachen Sicken bzw. Rippen der bekannten Abdeckung weist das Abdeckelement der
erfindungsgemäßen Abdeckung eine relativ starke Plissierung auf, in dem der Höhenunterschied zwischen den Wellenbergen
und -tälern der Plissierung bzw. der Rippen 0,5 bis 5 mm beträgt, so daß dann, wenn bei starkem Regen
erhöhte Wassermengen anfallen, diese nicht einem Sturzbach gleich in die Dachrinne und darüber hinaus prallen,
sondern durch die Plissierungswiderstände erheblich abgebremst werden, so daß das Wasser mit einer relativ
schwachen Strömung weitergeleitet wird. Ein Überschwappen aus der Dachrinne und häßliche Wasserspuren am Außenputz
werden so zuverlässig verhindert.
Das Verlegen der erfindungsgemäßen Abdeckung im Kehlbereich
eines Daches erfolgt nun, indem zunächst das doppelseitige Klebeband im Mittelbereich der Unterschalung
aufgebracht wird. Anschließend wird das Abdeckelement in der jeweils benötigten Farbe an seiner Oberseite auf dem
Klebeband und der Unterschalung abgerollt. Nachfolgend wird das Abdeckelement entsprechend der Ausformung der
Kehlschalung über seine Biegelinien abgekantet und im V-förmigen Mittelbereich auf das Klebeband angedrückt und
dadurch daran dichtend fixiert. Dann werden die Randbereiche gegenüber den Seitenelementen nach oben abgewin-
kelt und die Befestigungselemente, die mit der gewünschten
Farbe an ihrer Sichtseite umgebogen worden sind, werden die Randbereiche formschlüssig übergreifend aufgesetzt
und schließlich an der seitlichen Lattung beispielsweise durch Verschrauben oder Vernageln festgelegt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert wird. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer eine erfindungsgemäße Abdeckung aufweisenden
Dachkonstruktion im Querschnitt; 15
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Befestigungsclips; und
Fig. 3 eine Teilansicht eines Klebebandes der erfindungsgemäßen Abdeckung.
Die in Fig. 1 dargestellte Dachkonstruktion 1 weist zunächst einen Kehlsparren 2 auf, an dessen Oberseite
eine Kehlschalung 3 auf bekannte Weise aufgebracht ist. Seitlich der Kehlschalung 3 sind beidseits Traglatten
angeordnet, welche parallel zum Kehlsparren 2 verlaufen.
Auf der Kehlschalung 3 ist das in Fig. 1 in Teilansicht dargestellte Abdeckelement 5 der erfindungsgemäßen Ab-0
deckung aufgebracht. Dieses Abdeckelement 5 wird dabei
durch zwei streifenförmige, nebeneinander angeordnete
Seitenelemente 6 (lediglich eines der Seitenelemente ist dargestellt) gebildet, welche an ihren einander zugewandten
Längskanten 7 über einen Mittelbereich 8 mit-
- &iacgr;&ogr;
einander verbunden sind. An ihrem dem Mittelbereich 8 abgewandten Ende sind die Seitenelemente 6 jeweils mit
einem Randstreifen 9 versehen.
Um die Seitenelemente 6 gegeneinander abwinkein zu können, ist der Mittelbereich 7 im Bereich seiner Längsmittelachse
L mit einer Soll-Biegelinie, die beispielsweise durch Walzen zu erhalten ist, versehen. Nach erfolgtem
Abwinkel ist durch diesen Mittelbereich 7 dann, wie Fig.
1 deutlich zeigt, ein das Wasser abführender Kanal im Kehlbereich geschaffen. Jedes Seitenelement 6 ist mit
einer wellenförmigen Profilierung versehen, wobei diese Profilierung senkrecht zur Längsmittelachse L in Richtung
des Mittelbereichs 7 verläuft. Die Wellenberge 10 und Wellentäler 11 weisen dabei zueinander ein Höhenunterschied
von 3 mm auf, wobei die Wellentäler 11 jeweils Rinnen zur Kanalisierung des Wasserablaufes in Richtung
des Mittelbereiches 7 ausbilden. Des weiteren bilden die Wellenberge 10 bei Wasserabfluß in Richtung der Dachrinne
0 einen die Strömung verringernden Widerstand.
Die Randstreifen 9 sind ebenfalls über gewalzte Soll-Biegelinien 12, welche parallel zur Längsmittelachse
L verlaufen, gegenüber den Seitenelementen 6 abwinkelbar.
Die Randstreifen 9 weisen dabei eine zur Plissierung der Seitenelemente 6 fluchtende, ebenfalls wellenförmig
ausgebildete Plissierung auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Randstreifen 9 gegenüber den
Seitenelementen 6 nach oben abgewinkelt und liegen mit ihrer Rückseite an den Traglatten 4 der Dachkonstruktion
1 an.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei gewalzte Soll-Biegelinien 7 sowie 12 zum Abwinkein des Abdeckele-
mentes 5 im Dachbereich vorgesehen. Es können aber noch weitere, durch Walzen herstellbare Soll-Biegelinien
vorgefertigt werden, um das Abdeckelement 5 auch an andere, anders geartete Unterkonstruktionen optimal
anpassen zu können.
In Fig. 2 ist das Befestigungselement, ein Befestigungsclip
13 zum Festlegen der Randstreifen 9 an den Traglatten 4 dargestellt. Der Befestigungsclip 13 wird dabei
durch zwei gegeneinander abwinkelbare Schenkel 14, 15 gebildet, die ebenfalls mit einer wellenförmigen Plissierung
gleich der doppelseitigen Plissierung der Randstreifen 9 versehen sind. Mittels des Schenkels 15, dessen
Plissierung entsprechend an Ober- und Unterseite gleich dem Abdeckelement 5 angeordnet ist, wird der Randstreifen
9 des Abdeckelementes 5 formschlüssig übergriffen, indem die Wellenberge des Schenkels 15 in die Wellentäler des
Randstreifens 9 eingreifen und umgekehrt. Da die Randstreifen im dargestellten Ausführungsbeispiel eine der
Höhe der Traglatte 4 entsprechende Breite aufweisen, entspricht die Breite des Schenkels 15 derjenigen des
Randstreifens 9. Der ebenfalls wellenförmig plissierte Schenkel 14 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
breiter ausgebildet, um zum einen für eine zuverlässige Festlegung, beispielsweise durch Vernageln oder Verschrauben
an der Traglatte 4 zu sorgen, zum anderen kann dieser Schenkel 14 dann, wenn die Randstreifen 9 breiter
ausgebildet sind, oder aber die Traglatten 4 höher sind, zum formschlüssigen Übergreifen des Randstreifens 9
0 dienen, während die Festlegung nun mittels des Schenkels 15 erfolgt. Durch derartige Befestigungsclipse 13 ist es
möglich, das Abdeckelement 5 an relativ wenigen Haltepunkten an den Latten 4 festzulegen. Beispielsweise
können pro Randstreifen ein Clip pro Meter Länge des Abdeckelementes 5 bereits ausreichen.
In Fig. 3 ist schließlich ein doppelseitiges Klebeband der erfindungsgemäßen Abdeckung dargestellt, welches auf
die Kehlschalung 3 in deren Mittelbereich vor Aufrollen des Abdeckelementes 15 aufgebracht wird und auf das
anschließend das Abdeckelement 5 zum Festlegen aufgedrück wird. Bei dem doppelseitigen, auch als Kehldichtband
dienenden Klebeband 16 handelt es sich dabei vorzugsweise um ein Butylklebeband. Die Befestigungsclipse 13 sowie
das Abdeckelement 5 sind vorzugsweise aus Metall gefertigt, wie Aluminium, Blei, Kupfer oder Zink, wobei auch
eine Kombination dieser Metalle möglich ist.
Die Breite des Klebebandes 16 sowie dessen Länge richtet sich nach der Breite und Länge des Abdeckelementes 5.
Gleiches gilt für den Befestigungsclip 13.
Das Verlegen auf dem Kehlbereich des Daches erfolgt nun, indem zunächst das Klebeband 16 auf den Mittelbereich der
Kehlschalung 3 abgerollt wird. Anschließend wird das Abdeckelement 5 auf die Unterschalung 3 sowie das Klebeband
16 aufgerollt und entsprechend des gegebenen Dachkehlenwinkels per Hand über die Soll-Biegelinie L abgewinkelt.
Nachfolgend wird der V-förmige Mittelbereich des Abdeckelementes 5 mit Hilfe der Handkante an das Klebeband
angedrückt und dadurch dort dichtend fixiert.
0 Gleichzeitig mit dem Abkanten werden auch die Randstreifen 9 des Abdeckelementes 5 gegenüber den Seitenelementen
6 nach oben abgewinkelt und kommen an den Traglatten 4 zur Anlage. Auf diese wird dann der Befestigungsclip 13
mit seinen Schenkeln 14, 15 aufgesetzt, wobei der Sehen-
kel 15 den Randstreifen 9 formschlüssig übergreift. Über
den Schenkel 14 erfolgt dann mittels Vernageln oder Verschrauben die Festlegung an der Traglatte 4.
Claims (26)
- PATEMT/tNWÄLTE I ^ *..... jDlPL-ING HEIflfeft'üicmr"·*' " * — ;:DIPL-PHYS DR. RER. NAT. JOST LEMPERT D-76207 KARLSRUHE (DURLACH)POSTFACH 410760DIPL-ING. HARTMUT LASCH TELEFON: (0721) 9432815 TELEFAX: (0721) 9432840Dr. Manfred Gehring 14505.1/97 Jo/scHermann-Hesse-Straße 18 17. März 1997D-72250 FreudenstadtSchutzansprücheAbdeckung für den Kehlbereich eines Daches mit einem Abdeckelement aus einem plastisch verformbaren Material mit zumindest zwei Seitenelementen sowie einem die Seitenelemente verbindenden Mittelbereich, wobei die Seitenelemente um die Längsmittelachse des Mittelbereiches gegeneinander abwinkelbar sind und an ihrem dem Mittelbereich abgewandten Ende jeweils einen Randstreifen aufweisen, an dem Befestigungselemente der Abdeckung zur Festlegung des Abdeckelementes an der Unterkonstruktion des Daches im Kehlbereich anbringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (13) den Randstreifen (9) im wesentlichen formschlüssig übergreifen und daß die Abdeckung ein Klebeband (16) aufweist, über das zumindest der Mittelbereich (7) des Abdeckelementes (5) an der Unterkonstruktion (3) fixierbar und gegenüber dieser abdichtbar ist.• ·
- 2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (5) rollbar ausgebildet ist.
- 3. Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (5) einstückig ausgebildet ist.
- 4. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (5) aus Metall ist.
- 5. Abdeckung nach einem der Ansprüche l bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (13) aus Metall sind.
- 6. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Aluminium ist.
- 7. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Kupfer ist.
- 8. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Blei ist.
- 9. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Zink ist.
- 10. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,0 dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (13) jeweils zumindest zwei gegeneinander abwinkelbare Schenkel (14, 15) aufweist, von denen einer (15) den Randstreifen (9) übergreiftund der andere (14) zur Festlegung an der Unterkonstruktion (4) des Daches dient.
- 11. Abdeckung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (14, 15) unterschiedliche Breiten aufweisen.
- 12. Abdeckung nach Anspruch 10 oder 11, dadurchgekennzeichnet, daß zumindest der Randstreifen (9) der Seitenelemente (6) sowie der den Randstreifen (9) übergreifende Schenkel (15) des Befestigungselementes (13) mit einer wellenförmigen Profilierung versehen sind.
- 13. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenelemente (6) mit einer Profilierung in Form von wellenförmig ausgebildeten Rippen bzw. Plissierungen (10, 11) versehen sind.
- 14. Abdeckung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen bzw. Plissierungen (10, 11) senkrecht zur Längsmittelachse (L) des Mittelbereichs (7) verlaufend ausgebildet sind.
- 15. Abdeckung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Höhenunterschied zwischen den Wellenbergen und -tälern (10, 11) 0 der Plissierung bzw. der Rippen 0,5 bis 5 mm beträgt.
- 16. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (5) eine Länge von 5 m bis 10 m aufweist.
- 17. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (5) eine Breite zwischen 40 cm bis 80 cm aufweist.
- 18. Abdeckelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband (16) ein Butylklebeband ist.
- 19. Abdeckelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband (16) eine Breite zwischen 2 cm bis 7 cm aufweist.
- 20. Dachkonstruktion mit einer auf den Kehlsparren0 aufgebrachten Unterkonstruktion mit einer Unterschalung oder dergleichen und seitlich der Unterschalung angeordneter Lattung, gekennzeichnet durch eine zumindest im Mittelbereich der Schalung (3) dichtend fixierten und an der seitlichen 5 Lattung (4) festgelegten Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
- 21. Befestigungselement zum Festlegen eines Abdeckelementes an der Unterkonstruktion eines Daches, 0 insbesonders im Kehlbereich, wobei das Befestigungselement durch zumindest einen ersten, das Abdeckelement übergreifenden und einen zweiten, an der Unterkonstruktion fixierbaren Abschnitt gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dasBefestigungselement (13) das Abdeckelement (5) zumindest in dessen Randbereichen (9) formschlüssig übergreifend ausgebildet ist.
- 22. Befestigungselement nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (14, 15) in Form zumindest zweier, gegeneinander abwinkelbarer Schenkel ausgebildet sind.
- 23. Befestigungselement nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (13) einstückig ausgebildet ist.
- 24. Befestigungselement nach einem der Ansprüche bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (13) aus Metall ist.
- 25. Befestigungselement nach einem der Ansprüche bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (14, 15) unterschiedliche Breite aufweisen.
- 26. Befestigungselement nach einem der Ansprüche bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der das Abdeckelement (5) übergreifende Abschnitt bzw. Schenkel (15) mit einer wellenförmigen Profilierung versehen ist.
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