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DE29703690U1 - Boden- und Pflanzenhilfsmittel - Google Patents

Boden- und Pflanzenhilfsmittel

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DE29703690U1
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DE
Germany
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soil
algae
plant
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ground
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DE29703690U
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Paul Johannsen & Co KG GmbH
Original Assignee
Paul Johannsen & Co KG GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/14Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only
    • C09K17/16Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only applied in a physical form other than a solution or a grout, e.g. as platelets or granules
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
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    • C09K17/32Prepolymers; Macromolecular compounds of natural origin, e.g. cellulosic materials

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Boden- und Pflanzenhilfsmittel.
Bodenhilfsmittel sind Stoffe, die den Boden biotisch, chemisch oder physikalisch beeinflussen, um seinen Zustand (Krümelstabilität, Porenvolumen, Wasserspeicherung etc.) zu verbessern.
Pflanzenhilfsmittel sind dazu bestimmt, auf die Pflanze einzuwirken, den Wachstum und die Gesundheit der Pflanze zu unterstützen.
1966
Bremen:
lloik'nilk'f 32,1) 282!» lircmen P.O.B. IO 71 27, D-28071 Bremen
Telephon (04 21) 3 40 90
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München:
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Telephon+34-6.598 0038 Telefax +34-6-598 0182
Problem ist die nicht vorhandene Kombinatorische Wirkung mit parallel eingesetzten weiteren Boden- oder Pflanzenhilfsmitteln.
Ein weiteres Problem der bisherigen Boden- und Pflanzenhilfsmittel ist die für viele Anwendungen unzureichende Darreichungsform als Pulver, Späne oder als Lösung. Als Pulver werden die Hilfsmittel nach bzw. während der Ausbildung leicht fortgeweht oder durch starkes Wässern oder Regen schnell ausgewaschen.
Späne jedoch müssen aufgrund ihrer Struktur aufwendig in den Boden eingearbeitet werden, um eine ausreichende Wirkung zu entfalten. Wenn sie eingearbeitet sind, können sie ihre Wirkung nicht sofort entfalten, sondern benötigen aufgrund der notwendigen Wirkstoffumsetzung im Boden erhebliche Zeit.
Die Darreichungsform als Lösung oder Fluid ist aus transportökonomischen und arbeitstechnischen Überlegungen nicht vorteilhaft.
Der Erfindung liegt hingegen die Aufgabe zugrunde, eine universelle und nachhaltige Verbesserung und Gesundung der physikalischen und bio-chemischen Bodenqualität sowie durch die Bereitstellung aller notwendigen Spurenelemente und direkt pflanzenverfügbarer Nährstoffe den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies durch ein Boden- und Pflanzenhilf sraittel mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen des Pflanzenhilfsmittels wieder.
Insbesondere ist vorteilhaft, daß durch die gewählte Kombination zweier Algenarten die Spurenelemente, Aminosäuren, Proteine, leicht pflanzenverfügbare Kohlehydrate, Wachstumshormone, Vitamine, Polyuronsäuren und Alginate in optimaler Gewichtung für Boden und Pflanze dargeboten werden.
Nicht nur die Nutz- und Zierpflanzen werden optimale Bedingungen vorfinden, sondern durch die nachhaltige Verbesserung des Bodens (Struktur, ph-Wert, Spurenelement-Versorgung und damit Nährstoffaufnahmeverbesserung der Pflanzen) wird auch das Bodenleben aktiviert und die natürlichen Umsetzungsvorgänge stimuliert. Überschüssige und schädliche Bodensäuren, die wachstumshemmend wirken, werden neutralisiert.
Gleichzeitig wird durch die Beimischung der Braunalge Ascophyllum nodosum eine optimale Menge an organischen Polyuronsäuren in den Boden eingebracht, die Spurenelemente binden und die Bildung von wertvollen Ton-Humus-Komplexen ermöglichen. Diese wiederum werden die Krümelstruktur des Bodens, die maßgeblich für die Bodendurchlüftung und Wasserhaltekapazität ist, fördern. Die Ausbildung einer krümeligen Bodenstruktur wird weiterhin durch die Struktur der gemahlenen Skelette der Rotalge Lithothamnion calcareum gefördert. Die makroskopischen Strukturen dienen der Bodenauflockerung und gleichzeitig werden die Algenstrukturen noch Wasser aufnehmen können und so die Wasserhaltekapazität des Bodens erhöhen.
Durch die in Braunalgen (insbesondere solchen, die in kälteren Gewässern geerntet sind) enthaltenen Bestandteile, wie leicht pflanzenverfügbare Kohlehydrate, Vita-
Ä BÖEHMERT/
mine, Hormone, Spurenelemente und Alginate wird eine pflanzenstärkende, insbesondere in Streßsituationen (&zgr;. &Bgr;. Trockenheit, Pilzbefall, Virusinfektion, Schadinsektenbefall, etc.) und phytosanitäre Wirkung erzielt.
Um die wertgebenden Mikro- und Makronährstoffe und insbesondere Aminosäuren und Vitamine während der Herstellung eines staubfreien Granulates zu erhalten, muß dieses schonend bei niedrigen Temperaturen getrocknet werden. Eine maximale Erhitzung auf 350C hat sich bewährt.
Das Problem einer staubfreien Ausbringung des Boden- und Pflanzenhilfsmittels läßt sich durch die vorgeschlagene Kombination zweier verschiedenartiger Algen ebenfalls auf elegante Weise durch Granulierung lösen. Durch geringe Zusätze eines natürlichen Bindemittel-Wasser-Gemisches läßt sich ein staubfreies, transportstabiles Granulat erzeugen, das sich bei Zufügung von Wasser leicht wieder löst.
Vorgeschlagen wird insbesondere eine Körnung von ein bis vier Millimetern, wobei die kleinere Größe sich für die Anwendung in Hobbygärten eignet, während die größere in der Landwirtschaft ihre Verwendung finden kann. Durch vorheriges Auflösen in Wasser läßt sich das Pflanzenhilfsmittel insbesondere bei der Benutzung in Kleingärten auch in flüssiger Form in den Boden einbringen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Beispiels der Herstellung des Boden- und Pflanzenhilfsmittels.
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Vorteilhafterweise werden Kalkalgen, wie Lithothamnion calcareum aus sauberen Regionen des Atlantiks, beispielsweise den Gewässern der französischen Atlantikküste, frisch geerntet und danach besonders schonend getrocknet und mittels einer Kugelmühle extrem schonend ohne Erwärmung vermählen.
Die Braunalgen werden aus bestimmen Gewässerregionen des Nordmeeres, das besonders schadstoffarm und kühl ist, geerntet und an Land getrocknet und vorsichtig vermählen.
Die beiden kleinstgemahlenen Algen werden dann unter Zufügung von Wasser und natürlichem Bindemittel granuliert und bei niedrigsten Temperaturen getrocknet, abgetütet und dem Verbraucher angeboten.
Der überwiegende Bestandteil des Boden- und Pflanzenhilfsmittels ist die Rotalge Lithothamnium calcareum. Ihr Anteil beträgt zwischen ca. 70 % bis 95 %, je nach den in ihnen enthaltenen Nährstoffgehalten, vorteilhafterweise 80 %. Durch die schonende und feine Vermahlung (90 % des Algenmaterials ist kleiner als 160&mgr;&pgr;&igr;) können die wertvollen Rotalgeninhaltsstoffe nach dem Auflösen des Granulates vollständig ihre positiven Eigenschaften (Spurenelementversorgung insbesondere auch Jod und Selen, pH-Regulierung, Strukturverbesserung) entfalten.
Mit ca. 5 % bis 20 %, in der Regel jedoch 20 % ist die Braunalge Ascophyllum nodosum mit ihren leicht pflanzenverfügbaren Kohlehydrate, den Vitaminen und organischen Polyuronsäuren sowie den vielen Spurenelementen in Boden- und Pflanzenhilfsmittel enthalten. Durch die wertgebenden Inhaltsstoffe der Braunalge werden u. a.
die Wurzelbildung, der Zellaufbau und damit das Pflanzenwachstum und die Gesundheit gefördert, aber auch die Wurzelmykhorrhiza verbessert.
Die besonders gehaltvollen Braunalgen ermöglichen es, die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen in Streßsituationen (z. B. Trockenheit) und gegen Pilzbefall, Virusinfektionen sowie gegen Schadinsekten nachhaltig zu fördern. Weiter weisen die Braunalgen sehr hohe Jodgehalte auf, die zu einer optimalen Jodversorgung des Bodens und damit der Pflanzen führen und letztendlich auch den Menschen zu gute kommt.
Zudem ist hervorzuheben, daß durch die Kombination beider Algenarten eine hervorragende Versorgung des Bodens und der Pflanzen mit Selen gewährleistet wird. Weitere wichtige Spurenelemente in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit sind Eisen, Schwefel, Mangan, Zink, Bor, Fluor, Kupfer, Nickel, Molybdän, Kobalt und Indium.
In dieser Kombination bewirken die in natürlicher Form vorliegenden Spurenelemente optimale Anwuchs- und Aufwuchsbedingungen für Pflanzen. Gleichzeitig wird eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit des Bodens und einer Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit erreicht. Durch die aufgelösten Granulatkörner wird die Krümelstruktur und die Bildung der Ton-Humus-Komplexe verbessert, so daß sich wiederum ihre Wasserhaltefähigkeit steigert.
Gegenüber kristallinen Düngern zeichnet sich das erfindungsgemäße Boden- und Planzenhilfsmittel zudem durch seine leichtere Dosierbarkeit als Granulat, die verbesserte Eindringfähigkeit in den Boden und die optimale Beeinflussung des Bodenmilieus aus.

Claims (4)

BOSSMERT & BOEHlWEkT .* ·· ···· · · ■·· * J 5133 ANSPRUCHE
1. Boden- und Pflanzenhilfsmittel, gekennzeichnet durch eine aus gemahlenen Braunalgen und Kalkalgen gemischtes Wirkprodukt, in dem die Rotalgen einen Bestandteil von ca. 70 bis 95 % aufweisen und die Braunalgen mit ca. 30 bis 5 % anteilig beteiligt sind.
2. Boden- und Pflanzenhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bestandteil der Rotalge sich auf 80 % Algen Lithothamnion Calcareum aus sauberen Atlantikküstengewässern und ca. 20 % Braunalgen Ascophyllum nodosum aus dem kälteren Nordmeer besteht, die jeweils unerwärmt in einer Kugelmühle zerkleinert wurden.
3. Boden- und Pflanzenhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirkprodukt als staubfreies Granulat in einer Körnung von 1 bis 4 mm hergestellt ist.
4. Boden- und Pflanzenhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens 90 % der Rotalgenbestandteile eine Größe von ca. 160 &mgr;&pgr;&igr; aufweisen.
DE29703690U 1997-03-01 1997-03-01 Boden- und Pflanzenhilfsmittel Expired - Lifetime DE29703690U1 (de)

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