DE29703603U1 - Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck - Google Patents
Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-VerdeckInfo
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- B60J7/185—Locking arrangements
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußvorrichtung für ein an einem Karosserierahmenteil
lösbar festlegbares Cabriolet-Verdeck nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die US-PS 2,674,480 offenbart eine Verschlußvorrichtung der eingangs genannten
Art, bei dem zwei seitliche Sicherungsmittel eines Cabriolet-Verdecks in entsprechende Gegenlager eines Karosserierahmenteils eingreifen und
zudem in der Ebene der Längsmittelachse des Fahrzeugs eine eine Formausnehmung aufweisende Spitze angeordnet ist, die von einem Riegel, der in
die Formausnehmung eingreift, in ihrer Verschlußstellung sicherbar ist. Der
Riegel und die äußeren Sicherungsmittel liegen dabei in einer horizontalen Ebene, und die Formausnehmung befindet sich beim Schließen des Verdecks
in der gleichen Ebene. Lediglich über eine Abschrägung des vorderen Endes des Riegels läßt sich ein Niederholen der Verdecks erreichen, wobei der
Hubweg für dieses Niederholen sehr gering ist, da der Riegel in seiner horizontalen
Lage nicht veränderbar, sondern lediglich um eine vertikale Schwenkachse herum beweglich ist.
Ein unter im Öffnungssinn wirkender Eigenspannung stehendes Cabriolet-Verdeck
kann daher nicht durch eine solche Anordnung geschlossen werden, ohne zusätzliche Mittel zur Niederholung des vorderen Verdeckrandes
vorzusehen.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, daß die Schließeigenschaften des Verschlußmechanismus auch bei einem unter Eigenspannung im Öffnungssinn
stehenden Cabriolet-Verdeck sowie die Sicherung der Schließstellung bei insgesamt
kompakter Bauweise der Vorrichtung verbessert sind.
Die Erfindung löst das Problem mit den Merkmalen des Anspruches 1. Hinsichtlich
weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 14 verwiesen.
Durch die Ausbildung eines Fanghakens, der um eine horizontale Achse
schwenkbar ist, ist erreicht, daß das Cabriolet-Verdeck zum Niederholen durch das Verschlußelement um einen großen Hubweg gegenüber dem Karosserierahmenteil
bewegbar ist, so daß trotz der Eigenspannung des Cabriolet-Verdecks, die dem Niederholen entgegenwirkt, ein zuverlässiges Verschließen
des Cabriolet-Verdecks ermöglicht ist. Aufgrund der parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufenden Schwenkachse des Fanghakens kann das
Verschlußelement kompakt ausgebildet werden und zeigt im wesentlichen eine dem Karosserierahmenteil folgende, also quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufende
Erstreckung. Eine Beeinträchtigung der Kopffreiheit durch eine große Tiefenausdehnung der Verschlußvorrichtung in Fahrzeuglängsrichtung ist
dadurch vermieden.
Durch die Ausbildung seitlicher Halteteile ist einerseits ein wirksames Sichern
der Schließstellung auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten erreicht, andererseits kann die Bauhöhe der erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung besonders
in den Seitenbereichen sehr gering gehalten werden, so daß genügend Raum für Sonnenblenden und eine gute Sicht schräg nach oben verbleibt, was
insbesondere bei flach stehenden Windschutzscheiben von Sportwagen bedeutsam ist.
Durch die Formschlüssigkeit des Eingriffs innerhalb der Halteteile, wodurch
Gegenstücke des Cabriolet-Verdecks von Sicherungsmitteln des Karosserierahmenteils
in Schließstellung gehalten sind, ist eine besonders zuverlässige Verspannung des Verdecks in den seitlichen Eckbereichen mit dem Karosserierahmenteil
erreicht, die ein unbeabsichtigtes Anheben einer Verdeckecke zuverlässig verhindert und im wesentlichen frei von vertikalem Spiel ausgeführt
werden kann.
Vorteilhaft sind die in den Halteteilen wirksamen Sicherungselemente über ein
mit dem zentralen Verschlußelement synchronisiertes Zug- und Schub-Gestänge bewegbar, so daß ein einziges Antriebsorgan zur Betätigung der Verschlußvorrichtung
ausreicht.
Besonders vorteilhaft sind die Sicherungselemente von Endstücken des
Zug-Schub-Gestänges gebildet, so daß der Bauaufwand gering ist.
Das Betätigungselement und das Zug-Schub-Gestänge sind in vorteilhafter
Ausführung von einem Hydraulikzylinder oder anderem Antriebsorgan antreib-
-A-
bar, so daß das Schließen und Öffnen des Cabriolet-Verdecks vollautomatisch
durchgeführt werden kann.
Wenn der Fanghaken in einem Aufnahmerahmen angeordnet ist und das Betätigungselement
gegenüber diesem in Richtung einer Fahrzeugquerachse horizontal verschieblich ist, muß das Antriebsorgan lediglich eine translatorische
Bewegung quer zur Fahrzeugachse durchführen, die dann durch das Betätigungselement in eine Schwenkbewegung des Fanghakens umgesetzt
wird. Die Kinematik ist daher einfach und wenig störanfällig.
Mit der Anlenkung einer Schlitzhülse an dem Fanghaken ist erreicht, daß in
ausgeschwenktem Zustand des Fanghakens der Schwenkbereich zwischen diesem und dem Aufnahmerahmen verschlossen ist, so daß hier ein Eingriffsschutz
gebildet ist. Auch bei einschwenkendem Fanghaken ist ein Klemmen der Finger zwischen diesem und dem Aufnahmerahmen zuverlässig verhindert.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der Zeichnung und der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Gesamtansicht der erfindungsge
mäßen Verschlußvorrichtung,
Fig. 2 das Verschlußelement aus Fig. 1 in vergrößerter schau
bildlicher Darstellung,
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht zu Fig. 2 mit eingezeichneter
Schlitzhülse des Fanghakens,
Fig. 4 den Aufnahmerahmen aus Fig. 3 in Einzeldarstellung,
Fig. 5 den Fanghaken, das Widerlager und das Betätigungs
element des Fanghakens in zerlegter Einzeldarstellung,
Fig. 6 das rechtsseitige Halteteil des Zug-Schub-Gestänges und
dessen rechte Führung in Einzeldarstellung,
Fig. 7 eine ähnliche Darstellung zu Fig. 6 der entsprechenden
linksseitigen Teile,
Fig. 8 das Verschlußelement in Ansicht von vorne in geöffneter
Stellung,
Fig. 9 eine ähnliche Darstellung zu Fig. 8 während des Schließ
vorgangs,
Fig. 10 eine ähnliche Darstellung zu Fig. 9 in Schließstellung.
Im einzelnen weist die Verschlußvorrichtung 1 zur Verbindung des Cabriolet-Verdeckes
2 mit dem Karosserierahmenteil 3 zwei seitliche Halteteile 4 und ein zentrales Verschlußelement 5 auf.
Die seitlichen Halteteile 4 sichern das Cabriolet-Verdeck 2 in der Schließstellung,
wohingegen das Verschlußelement 5 neben der Sicherung in Schließstellung auch eine Niederholfunktion des Cabriolet-Verdeckes 2 ausführt.
Das Verschlußelement 5 umfaßt einen Fanghaken 6, der um eine im wesentlichen
horizontal und parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Schwenkachse 7 schwenkbar ist. Die Gesamtanordnung der Verschlußvorrichtung 1
kann insgesamt leicht gegen die Horizontale geneigt sein, wobei dann auch die Schwenkachse 7 leicht geneigt verläuft.,
Die seitlichen Halteteile 4 erfüllen einerseits die Aufgabe, das Cabriolet-Verdeck
2 in Schließstellung zu sichern und gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen - sei es durch Fahrtwind oder durch Aufbruchversuche - zu wirken. Andererseits
erfüllen diese Halteteile 4 auch die Funktion einer Zentriervorrichtung, so daß das Cabriolet-Verdeck 2 in Schließstellung frei von seitlichem
Spiel und insbesondere frei von Spiel bezüglich der Fahrzeuglängsachse gehalten ist.
Dazu weisen die Halteteile 4 Sicherungselemente 8 auf, die in eine schlitzförmige
Formausnehmung 9 eines Gegenstückes 10 des Cabriolet-Verdeckes 2 bzw. des Karosserierahmenteils 3 in Schließstellung des Cabriolet-Verdeckes
2 eingreifen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Gegenstück
10 dem Cabriolet-Verdeck 2 zugeordnet, ebenso wie das Widerlager
32 des zentralen Fanghakens 6, so daß die raumbeanspruchenden und schweren Elemente der Verschlußvorrichtung 1 in dem Karosserierahmenteil 3
angeordnet sind. Eine Umkehrung der Anordnungsverhältnisse, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind, ist prinzipiell möglich. Die hier gezeigte Anordnung hat
jedoch die besonderen Vorteile, daß der obere Rahmenquerträger des Karos-
serierahmenteils 3 zu den Seiten hin sich verjüngen kann und dadurch Räume
für die Anbringung der Sonnenblenden ohne Sichtbeeinträchtigung eröffnet, da nur im mittleren Bereich des Verschlußelementes 5 die volle Einbauhöhe benötigt
wird. Zudem stehen bei dieser Anordnung keine Teile nach oben aus dem Karosserierahmenteil 3 vor, der Abschluß kann bis auf Eingriffsöffnungen
für die Gegenstücke 10 und das Widerlager 32 völlig glattflächig verlaufen.
Die seitlichen Halteteile 4 weisen ein Eingriffselement 11 auf, das einen horizontalen
Führungskanal 12 für die Arme 13a, 13b des Zug-Schub-Gestänges 13 und das Sicherungselement 8 ausbildet, wobei das
Sicherungselement 8 von einem Endstück des Zug-Schub-Gestänges 13 gebildet ist. Zusätzlich weist das Eingriffselement 11 eine sich vertikal erstreckende
Formausnehmung 14 auf, die in ihrem oberen Bereich 15 trichterförmig
erweitert ist und zur Aufnahme des an dem Cabriolet-Verdeck 2 angeordneten
Gegenstückes 10 dient.
Dieses Gegenstück 10 ist als in Schließstellung vertikal stehender Zapfen ausgebildet,
wobei der Zapfen 10 eine durchgehende, schlitzförmige Formausnehmung
9 aufweist, die sich im wesentlichen in Richtung der Fahrzeugquerachse erstreckt und bei Eingriff des Zapfens 10 in die Formausnehmung 14
des Eingriffselementes 11 mit dem Führungskanal 12 fluchtet, so daß das
Zug-Schub-Gestänge 13 mit seinem Sicherungselement 8 sowohl das Eingriffselement
11 des Karosserierahmenteils 3 als auch den Zapfen 10 des
Cabriolet-Verdeckes 2 durchgreift und dadurch dieses formschlüssig an dem Karosserierahmenteil 3 festlegt.
Während der Einführung des Zapfens 10 in die vertikale Ausnehmung 14 beim
Schließen des Cabriolet-Verdeckes 2 dient die trichterförmige Erweiterung 15
als Zentriervorrichtung für den Zapfen 10, wodurch dieser in die hohlzylindrische
Fortsetzung der Ausnehmung 14 geführt wird und in eine exakt ausgerichtete Lage gelangt. Das untere Ende der vertikalen Ausnehmung 14 ist
dabei von einem gummielastischen Pufferelement 14a (in Fig. 6 und Fig. 7 in Explosionsdarstellung gezeichnet) gebildet, so daß nach Durchgreifen der
Formausnehmung 9 von dem Sicherungsmittel 8 der Zapfen 10 eine im Öffnungssinne
wirkende Kraft durch dieses Pufferelement 14a erfährt, unterstützt noch durch die Eigenspannung des Cabriolet-Verdeckes 2. Dadurch ist die
Verriegelung über die Halteteile 4 frei von vertikalem Spiel - durch die Zentriervorrichtung
15 gleichzeitig auch frei von horizontalem Spiel.
Zur Führung der Arme 13a, 13b des Zug-Schub-Gestänges 13 sind zusätzliche
Führungsanformungen 16 im Karosserierahmenteil 3 ausgebildet, die einen inneren Führungskanal 17 aufweisen, in dem das Zug-Schub-Gestänge 13
horizontal verschieblich geführt ist.
Das zentrale Verschlußelement 5 weist einen Fanghaken 6 auf, der in einem
Aufnahmerahmen 20 um eine Achse 7 schwenkbar angeordnet ist.
Der Aufnahmerahmen 20 ist als zu einer Fahrzeugquerachse symmetrischer
Doppelkörper ausgebildet, der den Fanghaken 6 zumindest bereichsweise umgreift und gleichzeitig eine Führung für ein Betätigungselement 21 zur
Betätigung der Schwenkbewegung des Fanghakens 6 darstellt. Das Betätigungselement
21 ist mit dem Zug-Schub-Gestänge 13 verbunden und von einem Antriebsorgan - nicht eingezeichnet - parallel zur Fahrzeugquerachse
bewegbar.
Das Antriebsorgan greift über eine Verbindungsachse 22, die in einer sich
parallel zur Fahrzeugquerachse erstreckenden Kulissenführung 23 geführt ist, an dem Betätigungselement 21 an. Mit dieser Verbindungsachse 22 ist auch
ein Ende 24 des Armes 13a des Zug-Schub-Gestänges 13 verbunden, so daß
dessen Bewegung ebenfalls von dem Antriebsorgan direkt bewirkt wird, wobei das Ende 24 des Zug-Schub-Gestänges 13 mit in der Kulissenführung 23
geführt ist.
Um die horizontale Führung des Betätigungselementes 21 sicherzustellen, ist
dieses Betätigungselement 21 insgesamt ebenfalls als Doppelkörper ausgebildet, der außenseitig den Aufnahmerahmen 20 umgreift. Dabei ist das Betätigungselement
21 einenends über die den Aufnahmerahmen in der Kulissenführung 23 durchgreifende Achse 22 geführt. An dem gegenüberliegenden
Querende sind die beiden Teile des das Betätigungselement 21 bildenden Doppelkörpers über einen Bolzen 41 miteinander verbunden, wobei dieser
Bolzen 41, der auf seinem Umfang ein Rollelement aufweisen kann, an einer
unteren Horizontalkante 42 des Aufnahmerahmens 20 zwangsgeführt ist, so daß auch hier eine alleinige horizontale Beweglichkeit des Betätigungselementes
21 sichergestellt ist.
Über die Achse 43 ist das Betätigungselement 21 mit einem Zwischenglied 25
verbunden, das über die Achse 44 mit einer Umlenkeinheit 26 verbunden ist. Diese ist um eine parallel zur Schwenkachse 7 gelegene Achse 27 drehbar
und anderenends - über die Achse 45 - gelenkig mit einem Zwischenhebel 18
verbunden. Dieser ist anderenends mit dem Arm 13b des Zug-Schub-Gestänges 13 verbunden, so daß eine Zugbewegung des Zwischenglieds
25 in eine Schubbewegung des Armes 13b umgesetzt wird und umgekehrt.
Insgesamt ist damit eine horizontale Auswärtsbewegung des Betätigungselementes
21 in eine zur Mitte hin gewandte Bewegung des Armes 13b umgesetzt
und umgekehrt, wobei die Umsetzung der Translationsbewegungen des Betätigungslementes 21 bzw. des Armes 13b über die schwenkbare Umlenkeinheit
26 erfolgt. Um die Rotation der mit dieser Umlenkeinheit mitbewegten Achsen 44 und 45 in eine Translationsbewegung umsetzen zu können, sind
die Zwischenhebel 18 bzw. 25 vorgesehen.
Die Drehachse 27 der Umlenkeinheit ist ortsfest an dem Aufnahmerahmen 20
angeordnet.
Als Notbedienung des Betätigungselementes 21 und des Zug-Schub-Gestänges 13 ist die Drehachse 27 von Hand betätigbar, beispielsweise
dadurch, daß sie von einem Niet gebildet ist, der vorderseitig einen Nietkopf zum Eingriff eines Werkzeuges, beispielsweise Schraubenschlüssels
oder Inbusschlüssels, aufweist. Dadurch ist auch bei Ausfall des Antriebsorgans im Falle einer vollautomatischen Verschlußvorrichtung die Bedienbarkeit
gewährleistet.
Es kann auch vorgesehen sein, über diese Drehachse 27 grundsätzlich einen
Betätigungshebel zur Handbetätigung der Verschlußvorrichtung 1 anzuordnen. Dieses ist ohne weiteres möglich und bedeutet lediglich eine geringe Komforteinschränkung.
Die Figuren 2 und 3 zeigen das Verschlußelement 5 in Offenstellung. Dabei ist
die Hydraulikzylindereinheit entlang dem Pfeil 28 ausgefahren, so daß die Verbindungsachse 22 am - in der Zeichnung linken - Ende der Kulissenfüh-
rung 23 anschlägt und das Betätigungselement 21 insgesamt in die öffnungs-Endstellung
verfahren ist. Der Arm 13a des Zug-Schub-Gestänges 13
ist dabei zur Fahrzeugmitte hin gezogen, so daß er außer Eingriff mit den Gegenstücken
10 des Cabriolet-Verdecks 2 gelangt und dieses freigibt. Anderenends
ist das Zwischenglied 25 in eine zur Fahrzeugseite weisende Endposition verfahren, so daß über die Umlenkeinheit 26 der Arm 13b des
Zug-Schub-Gestänges 13 zur Fahrzeugmitte hin gezogen ist und auch auf dieser Seite das Sicherungselement 8 das Gegenstück 10 des Cabriolet-Verdeckes
2 freigibt.
Um aus dieser Offenstellung in die Schließstellung zu gelangen, wird der Kolben
des Hydraulikzylinders bzw. die Handbetätigung oder ein anderweitiges Antriebsorgan, beispielsweise ein Elektromotor, um die Drehachse 27 jeweils
entgegen der Richtung des Pfeiles 28 bzw. 29 bewegt, wodurch das Betätigungselement
21 über die Verbindungsachse 22 bzw. das Zwischenglied 25 in Fig. 2 nach rechts bewegt wird.
Dabei rollt ein Joch 30 auf der rückwärtigen Außenkontur 31 des Fanghakens
6 ab, wodurch dieser um seine Schwenkachse 7 herum nach unten gedrückt wird, so daß über den Eingriff des Fanghakens 6 in das Widerlager 32
das Cabriolet-Verdeck in Schließstellung niedergeholt und dann gesichert wird. Dazu weist das Joch 30 auf seiner Außenseite ein hier nicht eingezeichnetes
Rollelement auf, um das Abrollen auf dem Fanghaken 6 zu erleichtern.
Gleichzeitig mit der Bewegung des Betätigungselements 21 nach rechts wird
das Zwischenglied 25 mitgezogen, so daß über die Umlenkeinheit 26 der Arm 13b nach außen bewegt wird, ebenso wie der gegenüberliegende
Arm 13a des Zug-Schub-Gestänges in der Kulisseneinheit 23 auswärtsge-
«· ·*· ·· ·· schoben wird. Die Arme 13a und 13b können jeweils mehrteilig ausgebildet
sein, um eine - geringfügige - Bewegungsumlenkung durchführen zu können.
Dadurch müssen die Arme 13a, 13b nicht völlig horizontal verlaufen, sondern
können zu den Seiten hin ansteigen, um somit in diesen Bereichen die Bauhöhe zu verringern. Ein Zwischenhebel 18 setzt zudem die Rotationsbewegung
der Umlenkeinheit 26 in eine Translation des Armes 13b um.
Sowohl das Verschlußelement 5 als auch die Sicherungselemente 8 der seitlichen
Halteteile 4 werden synchron bewegt, so daß stets alle drei Verbindungsmittel zwischen Karosserierahmenteil 3 und Cabriolet-Verdeck 2 zugleich
in Eingriff gelangen.
Der Fanghaken 6 ist über eine Feder - nicht eingezeichnet - gegenüber dem
Aufnahmerahmen 20 im Öffnungssinne vorgespannt, so daß durch das freigebende Abrollen des Joches 30 von dem Fanghaken 6 automatisch ein Verschwenken
des Hakens 6 im Öffnungssinn resultiert, wodurch das Verdeck 2 automatisch freigegeben wird.
Der Fanghaken 6 umfaßt zwei zangenartig gegenüberliegende Schenkel 33
und 34, wodurch seine Eindringtiefe in das das Widerlager 32 tragende Aufnahmeteil
35 begrenzt ist. Durch die Ausbildung des unteren Schenkels 34 kann der Schenkel 33, und damit der eigentliche Fanghaken, nur so weit in die
Aufnahmeeinheit 35 eindringen, bis der Schenkel 34 an dem Widerlager 32 anschlägt. Die Aufnahmeeinheit 35 für das Widerlager 32 kann daher in ihrer
Bauhöhe gering gehalten werden.
An dem Fanghaken 6 kann eine Schlitzhülse 36 angelenkt sein - Fig. 3 -, die
gegenüber dem Fanghaken 6 um eine Schwenkachse 37 beweglich ist. Die
Schlitzhülse 36 überdeckt in Offenstellung des Fanghakens 6 den Raum zwischen
diesem und dem Aufnahmerahmen 20, so daß ein Eingreifen in diesen Zwischenraum verhindert ist und auch bei Einschwenken des Fanghakens 6
ein Einklemmen der Finger ausgeschlossen ist. Um insgesamt die Verletzungsgefahr
zu mindern, wird auch in Offenstellung des Cabriolet-Verdeckes
der Fanghaken 6 eingeschwenkt sein, so daß sich hier die oben schon erwähnte glatte obere Abschlußkante des Karosserierahmenteils 3 ergibt.
Beim Einschwenken des Fanghakens 6 in den Aufnahmerahmen 20 schwenkt
die Schlitzhülse 36 gegenüber dem Fanghaken 6 ein, dadurch gelangt das Widerlager 32 an die Schrägflächen 38 der Schlitzhülse 36 und wird zwischen
die Schenkel 33 und 34 des Fanghakens 6 geführt. Somit ergibt sich während des Einschwenkens nicht nur eine vertikale Abwärtsbewegung des Widerlagers
32, sondern gleichzeitig eine horizontale Positionierung. Ein unbeabsichtigtes Ausgleiten des Widerlagers 32 von dem zwischen den Schenkeln 33
und 34 begrenzten Raum des Fanghakens 6 ist daher vermieden. In Schließstellung
wird das Widerlager 32 von einer Aussparung 39 der Schlitzhülse 36 umgriffen und daher in seiner Lage gesichert.
Der Aufnahmerahmen 20 weist im Bereich der Widerlagereinführung eine
Trichteröffnung 40 auf, so daß auch dieser Aufnahmerahmen 20 als Zentriervorrichtung
für die Verschlußvorrichtung wirkt. Dabei wird eine Zentrierung sowohl hinsichtlich der Lage in Richtung der Fahrzeugquerachse als auch in
Richtung der Fahrzeuglängsachse bei Einführen des Widerlagers 32 in die Aufnahmeeinheit 20 vorgenommen.
Insgesamt ist durch die erfindungsgemäße Verschlußvorrichtung eine sehr
kompakte, zu den Seiten hin minimale Bauhöhe beanspruchende Verschluß-
Vorrichtung ausgebildet, die eine hohe Stabilität des Verdeckes in Schließstellung
ermöglicht, da dieses an drei Stellen gehalten ist, und gleichzeitig einen extrem großen Fangweg aufgrund des in Offenstellung weit ausragenden
Fanghaken 6 für das Cabriolet-Verdeck 2 ermöglicht.
In dem Aufnahmerahmen 20 sind mehrere Schalter angeordnet, die je nach
Schwenkstellung des Fanghakens 6 bzw. Horizontalweg des Betätigungselementes 21 betätigt werden und dadurch Steuersignale an das Antriebsorgan
abgeben können. Ein vollautomatisches Öffnen und Schließen des Cabriolet-Verdecks
2 ist damit ermöglicht.
Claims (14)
1. Verschlußvorrichtung (1) für ein an einem Karosserierahmenteil (3) lösbar
festlegbares Cabriolet-Verdeck (2) von insbesondere Kraftfahrzeugen, mit zwei dem Cabriolet-Verdeck (2) bzw. dem Karosserierahmenteil (3) zugeordneten
seitlichen und in Schließstellung des Cabriolet-Verdeckes (2) zu dessen Sicherung
an dem Karosserierahmenteil (3) wirksamen Halteteilen (4) und mit einem zentralen Verschlußelement (5), dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußelement (5) einen um eine im wesentlichen horizontal und parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Achse (7) schwenkbaren, mit einem
Widerlager (32) zusammmenwirkenden Fanghaken (6) zum Niederholen und Sichern des Cabriolet-Verdeckes (2) umfaßt.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß
die Halteteile (4) ein Sicherungselement (8) des Karosserierahmenteils (3) bzw. des Cabriolet-Verdecks (2) umfassen, das in formschlüssigen Eingriff mit
einem Gegenstück (10) des Cabriolet-Verdecks (2) bzw. des Karosserierahmenteils (3) bewegbar ist.
-2-
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungselemente (8) über ein Zug-Schub-Gestänge (13) bewegbar
sind.
4. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungselemente (8) von Endstücken des Zug-Schub-Gestänges (13) gebildet sind.
5. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstücke (10) von in Schließstellung vertikalen
Zapfen mit durchgehender Formausnehmung (9) gebildet sind.
6. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zug-Schub-Gestänge (13) mit einem Betätigungselement (21) zur Betätigung der Schwenkbewegung des zentralen Fanghakens
(6) verbunden ist.
7. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (21) und das Zug-Schub-Gestänge (13) von einem
Antriebsorgan antreibbar sind.
8. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß
das Antriebsorgan von einer Hydraulikzylindereinheit gebildet ist.
9. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Betätigungselement (21) und den Sicherungselementen (8) Führungen (16) für das Zug-Schub-Gestänge (13) angeordnet
sind.
-3-
10. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fanghaken (6) federnd gelagert ist und die Federkraft im Sinne einer Öffnung des Fanghakens (6) wirkt.
11. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Fanghaken (6) in einem Halterahmen (20) angeordnet ist und das Betätigungselement (21) gegenüber diesem in Richtung einer
Fahrzeugquerachse horizontal verschieblich ist.
12. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Betätigung der Schwenkbewegung des Fanghakens (6) ein auf der Außenkontur (31) des Fanghakens (6) abrollendes und gegen dessen Federkraft
wirkendes Joch (30) des Betätigungslements (21) ausgebildet ist, das beim Abrollen
den Fanghaken (6) in Schließstellung drückt bzw. freigibt.
13. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Fanghaken (6) zwei zangenartig gegenüberliegende Schenkel (33;34) umfaßt, von denen einer zur Begrenzung der Eindringtiefe
des Fanghakens (6) in ein das Widerlager (32) tragendes Aufnahmeteil (35) wirksam ist.
14. Verschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Fanghaken (6) eine im aufgeschwenkten Zustand des Fanghakens (6) den Raum zwischen dem Fanghaken (6) und dem Aufnahmerahmen
(20) schließende Schlitzhülse (36) angelenkt ist, in der der Fanghaken (6) in eingeschwenktem Zustand aufgenommen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29703603U DE29703603U1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29703603U DE29703603U1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29703603U1 true DE29703603U1 (de) | 1998-06-25 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29703603U Expired - Lifetime DE29703603U1 (de) | 1997-02-28 | 1997-02-28 | Verschlußvorrichtung für ein Cabriolet-Verdeck |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE29703603U1 (de) |
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